2018 März 2

 

Hauptausschuss passt Arbeitsgrundlagen an

 

Die Kommunalwahl 2016 wirft ihre Schatten voraus, denn die neue Gemeindevertretung soll ab 1. Juni 2018 auch zügig arbeiten können. Grundlagen dafür sind die Hauptsatzung der Gemeinde St. Peter-Ording und im Nachgang dazu die Geschäftsordnung ihrer Gemeindevertretung. U.a. standen sie als wichtige Punkte auf der Tagesordnung des Hauptausschusses an. Alle Stühle im Sitzungszimmer des „Alten Rathauses“ waren besetzt. Außer den sieben Ausschussmitgliedern – Kurt Kahlke (SPD/Vorsitz), Hans Halket Kraus (SPD), Richard-Flohrs Richardsen (CDU), Wolfgang Voutta (CDU), Hans Burmeister (FDP), Willi Bahrenfuß (AWG) und Uwe Kirchner (CDU in Vertretung für Jochen Löhmann) waren anwesend Bürgermeister Rainer Balsmeier und Nico Schlafke vom Amt Eiderstedt sowie die Gemeindevertreter Boy Jöns (CDU) und Bodo Laubenstein (CDU). Da es im nichtöffentlichen Teil um ein Gespräch in Sachen BürgerBreitbandNetzGesellschaft gehen sollte, waren auch die Geschäftsführerin der BBNG Ute Gabriel-Boucsein und Amtsdirektor Herbert Lorenzen gekommen.

 

Hauptsatzung und Geschäftsordnung regeln Formalien. Da jeder Formalfehler die Neuauflage eines Vorganges erforderlich macht, sind die durch sie gegebenen Regelungen von grundlegender Bedeutung. Deswegen sind sie auch jeweils dem geltenden Recht anzupassen und ggfs. neu zu fassen. Da die Hauptsatzung der Gemeinde St. Peter-Ording bereits sechs Änderungen erfahren hatte, wurde einstimmig das Votum für eine Neufassung gegeben. Dabei ging es erwartbar ums Detail: Wie sollen die ständigen Ausschüsse besetzt sein, welche Aufgaben haben sie, wann ist eine Einwohnerversammlung einzuberufen, u.a.m.

 

Hauptsatzung-Änderungen:

So wurde z.B. die Verpflichtung zur Einberufung einer Einwohnerversammlung in eine Kann-Vorschrift umgewandelt.

Es ging auch darum, in welcher Weise ein Ausschuss in die Entscheidungsbefugnis eines Eigenbetriebes wie die Tourismus-Zentrale eingreifen dürfe, um dessen Existenz nicht gleich wieder in Frage zu stellen.- Das setzte sich dann bei der Geschäftsordnung fort.

Hier war z.B. neu aufzunehmen, dass Gemeindevertreter und Mitglieder der Ausschüsse dem Bürgervorsteher mitzuteilen haben, „welche anderen vergüteten oder ehrenamtlichen Tätigkeiten sie ausüben, soweit dies für die Ausübung ihres Mandates von Bedeutung sein kann“. Auch hier war das Votum nach zum Teil längerer Beratung einstimmig.

 

Bürgermeister Rainer Balsmeier berichtete im nächsten Punkt der Tagesordnung über den Arbeitskreis Feuerwehr. Zu diesem gehören außer ihm seitens der Gemeinde Boy Jöns, Kurt Kahlke und Willi Bahrenfuß sowie von der Freiwilligen Feuerwehr Norbert Bies, Rainer Ehlers und Carsten Eritt.

Anlass für die Einrichtung dieses Gremiums ist die berechtigte Sorge, aufgrund der Anzahl von einerseits über 100 Einsätzen im Jahr und andererseits des zunehmenden Mangels an aktiven, jedoch ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleuten den der FFW öffentlich übertragenen Aufgaben gerecht werden zu können.

Dahinter steckt die Frage, wie kann die aktive Mitarbeit in der Feuerwehr als Feuerwehrfrau bzw. -mann für Bürgerinnen und Bürger so attraktiv gemacht werden, dass sich mehr von ihnen bereitfinden, dieser Solidargemeinschaft beizutreten und im Einsatzfall mitzumachen. Letztlich ist es zugleich ein Aufruf an alle, sich für den aktiven Dienst in der gemeindlichen Feuerwehr zu entscheiden, wenn es irgendwie machbar ist. Zugleich ist damit die Bitte an Arbeitgeber verbunden, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeiten einzuräumen, Einsätze mitmachen zu können. Viele Überlegungen müssen im Vorfeld mit den Finanzbehörden abgeglichen werden. Hier sei zugleich auch der Gesetzgeber gefordert, da dieses Problem in anderen Gemeinden ebenfalls existiere. „Wir als Gemeinde stellen uns dieser Aufgabe bereits, so gut wir können“, so der Bürgermeister. „Wir stehen zu unserer Feuerwehr und werden nach jeder Möglichkeit der Unterstützung suchen.“

 

Hjr, 23. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Böhl

Bebauungspläne erfordern akribisches Arbeiten

 

Der Bauausschuss der Gemeinde St. Peter-Ording hat es nicht leicht, aber er stellt sich den zum Teil sehr besonderen Herausforderungen. Das wurde wieder einmal deutlich im öffentlichen Teil der 62. Sitzung in der noch bis zum 31. Mai laufenden Legislaturperiode. Gefasst wurden jeweils einstimmig der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den B-Plan - 6. Änderung - Nr. 30 für das Gebiet im Ortsteil Böhl beidseitig entlang der Böhler Landstraße vom „Wiesenweg“/„Böhler Brise“ bis „Zum Böhler Strand“, nordöstlich durch den Landesschutzdeich und im Osten durch landwirtschaftliche Nutzflächen begrenzt, und für den B-Plan Nr. 36 – 3. Änderung und zugleich Neuaufstellung - für das Gebiet im Ortsteil Bad entlang der Straße „Im Bad“ vom „Kieferneck“ bis „Alter Badweg“ (Kreisel).

Böhl - Höhe Campingplätze

Mit Bodo Laubenstein (CDU; Vorsitzender), Kurt Kahlke (SPD), Ingrid Brill (CDU), Hans Burmeister (FDP), Andreas Mietz (AWG), Richard-Flohrs Richardsen (CDU) und Wolfgang Rohde (SPD) war der Ausschuss für Bauwesen und Verkehr vollständig besetzt; seitens des Amtes waren Carsten Eritt und Sven Jacobsen anwesend. Stadtplaner Daniel Herrmann vom Amt erläuterte B-Plan 30, Helmut Reggentin vom Planungsbüro B-Plan 36. Bürgermeister Rainer Balsmeier saß wie immer mit am Tisch. Aus der Schar der Gemeindevertreter waren anwesend Hans Halket Kraus (SPD) und Uwe Kirchner (CDU). Sie alle haben Rederecht. Die Anzahl der Bürgerinnen und Bürger war dieses Mal für eine Sitzung des Bauausschusses sehr klein.- Eingangs der Sitzung schaffte Bodo Laubenstein Klarheit hinsichtlich der Tatsache, dass es sich bei B-Plan 30 in Böhl um einen existierenden Bebauungsplan handelt. Anrufe beim Amt hatten ihn veranlasst, dieses deutlich zum Ausdruck zu bringen. Das gilt ebenfalls für den B-Plan 36, auch wenn es sich hier um eine „Neuaufstellung“ handelt.

 

B-Plan 30 Böhl 

Für den B-Plan 30 war bereits im Juli 2014 seitens der Gemeindevertretung eine Änderung beschlossen worden. Für ihn gab es eine verlängerte Veränderungssperre. Der jetzt vorliegende Entwurf ist das Ergebnis zurückliegender Beratungen in der Arbeitsgruppe und dem Bauausschuss. In dem Gebiet mit „Gartenstadtcharakter“ reichen die Nutzungsarten von Wohnen und Ferienwohnen bis hin zu geringer gewerblicher Nutzung, u.a. gibt es ein Restaurant. Lediglich in 46 % der Häuser existieren Dauerwohnsitze, aber in 70% befinden sich Ferienwohnungen bzw. kleine Beherbergungsbetriebe. Das Stichstraßengebiet Böhler Heide zeichnet sich durch eine besondere Niedrigbebauung mit Walmdächern aus. An dieses schließen sich seeseitig in Richtung Ort bis hin zum Waldstück 4,7 Hektar Campingplätze an. Es ist das größte zusammenhängende Campinggebiet des Ortes. Die ehemaligen Häuschen des Blindenerholungswerkes schließen sich daran direkt im Dünengürtel hinter dem Weg vor dem Waldstück an. Auf der anderen Straßenseite zweigt der Süderhöfter Weg mit anfangs noch Bebauung ab. Wesentlicher Punkt der abschließenden Beratung war das Verhindern von gestalterischen „Bausünden“. Andreas Mietz hatte den Anstoß gegeben, im Teil B des Planes bezüglich der örtlichen Bauvorschriften die unzulässige Verwendung von Metall- oder Betonoberflächen bei Vordächern und Balkonen zu überdenken. Nun ist die Verwendung dafür möglich, aber nicht für das Anlegen von Außentreppen. Die Ursache für diese doch längere Erörterung war ein Negativbeispiel in der Badallee.

 

B-Plan 36 im Bad

Im B-Plan 36 ging es letztlich um die Frage, wo sollen die Stellflächen für Fahrzeuge hin, wenn hier aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen von Fremdenbeherbergungsbetrieben aufgrund der Gesetzeslage zusätzlich Stellplätze geschaffen werden müssen. Berührt davon waren eigentlich nur drei Grundstücke. Nun wurde eine Anpassung der Baugrenzen vorgenommen und damit die Möglichkeit geschaffen, im rückwärtigen und seitlichen Bereich Tiefgaragen anlegen zu können.

 

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Im Bad 71 + 73“ („Denkmal Haus Schragen“/Lieblingsplatz) – ist rechtskräftig. Kurt Kahlke zog das Fazit: „Für uns ist das bei den minimalen Änderungen zwar ein Riesenaufwand gewesen, hat sich aber gelohnt.“

 

Hinsichtlich der Mobilfunkerreichbarkeit im Bad gibt es bisher keine Veränderungen. Es wird derzeit verhandelt.

In der Einwohnerfragestunde wurde hinsichtlich Barrierefreiheit beim Zugang zum Kino und Zusammentreffen von See- und Promenadendeich nachgefragt, u.a. da auch wegen der Beschaffenheit des Zustandes des für Behinderte gekennzeichneten Weges.

 

„Die Bauarbeiten an der Böhler Landstraße werden uns noch länger beschäftigen“, gab Rainer Balsmeier auf eine Anfrage bezüglich des BA 8 zu bedenken.

Hjr, 20. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Siehe auch

B-Plan Nr. 30             jb-spo              2017    Monat Oktober (2)

Osterfeuer bei der Buhne – Anlaufpunkt für Familien

 

Das Osterfeuer in St. Peter-Ording hat Tradition. Es ist das dritte der drei Feuer vor der Kulisse mit der Dünen-Therme und dem Strandgut Resort im Hintergrund. Seitlich des „Feuerplatzes“ befinden sich Buhne und Seebrücke. In Richtung Strand sind es die vorgelagerten Dünen, das Vorland mit den Salzwiesen und die Schilfzone am asphaltierten Weg zum Yachthafen unterhalb der Deichberme. Hatte das Silvesterfeuer das neue Jahr begrüßt, das Petrifeuer am 21. Februar die Wintergeister vertreiben sollen, beginnt mit dem Osterfeuer die Saison. Und es ist das Feuer für Familien mit Kindern!

Kati und Michael Jahn waren mit Philipp (bald 6) und Maike (3) vom Parkhaus durch die Dünen in Richtung Therme unterwegs. Die Erwartung auf das große Osterfeuer war ihnen ins Gesicht geschrieben. Ostereiersuchen würde morgen sein. „Wir wollen zum Feuer“, war die deutliche Ansage von Maike. Jetzt waren sie von Tetenbüll gekommen. Dort haben sie sich für eine Woche einquartiert. Sie wohnen in Erftstadt/Kerpen. „Jetzt sind wir hier mit unseren Zwergen unterwegs“, meinte der Familienvater. „Vor dreißig Jahren waren meine Eltern mit mir hier, meine Frau und ich dann später und nun als Familie.“ Das Osterfeuer ist für sie einfach super. Irgendetwas müssten sie ja machen, und da passe das prima in das Angebot für Kinder.-

Der Zulauf zu Deich, Buhne und Seebrücke war wie immer groß. Immer dichter wurde der große Halbkreis vom Deich bis zur Seebrücke. Der große Haufen vor allem aus Tannenbäumen und einem Strohring unten herum war wie immer gekonnt aufgeschichtet. Der Himmel war bedeckt und es wehte ein steifer Wind aus Richtung Nordost vom Deich an „Gosch“ vorbei schräg in Richtung Brücke. Das war günstig. Hermann Gercken und Bernd Wieben vom Bauhof der Tourismus-Zentrale waren die „Brandstifter“. Sie standen in Kontakt mit Vanessa Grewe, Nicole Henfling und Frank Spiegel vom Veranstaltungsteam. Security wie auch der Rettungsdienst – hier von der DLRG – sind ebenfalls immer vor Ort Bürgervorsteher Boy Jöns würde vor dem Entzünden des Feuers erst noch eine Feuerrede halten.

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Die Feuerwehr war mit zwei Fahrzeugen und Mannschaftswagen da. Die Jugendabteilung hatte Posten bezogen und schirmte den Feuerplatz ab. Da gab es keine Aufregung. Keiner der Feuergäste drängelte irgendwo. Man weiß Bescheid, wie das hier in St. Peter-Ording abläuft.- Die beiden Mitarbeiter der TZ entflammten ihre Brandfackeln. So in fünf Minuten würde das Feuer wohl entzündet werden. Ein wenig länger dauerte es. Dann war es soweit. Im Windschatten wurde begonnen und dann ging Bernd Wieben im Uhrzeigersinn um den Brandhaufen herum. Schnell brannte der Haufen, erst mit viel Rauch in Richtung Strand, dann leuchtend hell und Hitze in den Umkreis abstrahlend. Der Wind drückte die Flammen zunächst runter, so dass das Feuer selbst kleiner erschien als es war. Es waren jetzt gerade drei Minuten seit Anzünden vergangen. Der Feuerhaufen brannte lichterloh. Alles lief normal. Nach weiteren fünf Minuten bewegten sich die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Richtung Feuer. Die Osterfeuerfreunde wussten: Wir dürfen jetzt auch dichter ran. So bildete sich bei Sicherheitsabstand ein engerer Halbkreis um das Feuer. Vor allem Kinder staunten ob der Hitze und der Flammen. „Ich war letztes Jahr schon hier, weiß aber nicht mehr, ob das auch so groß war.“ Marjorie (8), Claas (9) und Theo (6) aus Lübeck waren mit ihren Eltern da. Sie waren auch schon einmal bei einem Osterfeuer gewesen, aber noch nicht in St. Peter-Ording. Sie machten Urlaub bei ihrer Oma in Tating. Ostereier würden sie morgen auch suchen, aber vor allem wollten sie in die Dünen-Therme und „rutschen“. Claas fand das Osterfeuer „total cool, sieht aus wie ein Tipi“. Die Stangen wie auch die Begrünung oben hatten kein Feuer gefangen. Der Wind hatte das verhindert.

Nach bereits 25 Minuten war der Tannenhaufen heruntergebrannt. Der Wind hatte seinen Teil dazu beigetragen, dass es so schnell gegangen war. Während die Zuschauer sich bereits von der Seebrücke entfernt hatten, zogen sich die meisten jetzt auch auf die Buhne zurück. Hier war jetzt Trubel angesagt. „Rollerkinder“ nutzten die „freie“ Gelegenheit am Deich und der Abfahrt für Geschwindigkeitstests. Das Feuer war für sie gewesen. Martina Schrum von Hamburg-Rissen bedauerte, dass das Osterfeuer jetzt am Ostersonnabend und nicht wie traditionell üblich am Sonntagabend entzündet wird. „Ich kenne das von früher her. Von Tönning und Katingsiel sind wir gekommen und jetzt von Hamburg. Sonnabends ist überall was los. Ganz viele sind dann extra am Sonntag zum Osterfeuer nach St. Peter-Ording gefahren. Das war immer ein besonderes Highlight. Und für die, die arbeiten müssen, war das dann günstiger.“

Hjr, 01. April 2018, HN und www.jb-spo.de

 

Zu Gründonnerstag gab es auch 2018 Backhausbrot und Kuchen

 

Was wäre eigentlich, wenn es das Backhaus nicht gäbe? St. Peter-Dorf wäre um einen Anlaufpunkt ärmer. Aber was wäre, gäbe es am Gründonnerstag keinen Backtag? – Nicht nur Gäste, auch Einheimischen würde etwas fehlen. Es ist nicht nur das Brot, es ist die gesamte Atmosphäre. Ein Backhaustag ist etwas Besonderes. Das war früher so und gilt auch heute noch. – Und es ist nicht mit Gold aufzuwiegen, dass es das Backhaus-Team gibt. Nur durch diese Frauen und Männer von älter bis alt ist das möglich.

Claus Heitmann war gerade weggefahren. Nun war Franz Jörgensen alleine. Aber alleine ist man beim Backhaus nie. Irgendwer kommt immer zum Reinschauen. Meistens sind es auch Gäste, die mal das Innere sehen möchten. Das waren an diesem 29. März um die Mittagszeit Christa und Harald Wendt aus Hildesheim. Er ist gelernter Bäcker und hat sein Handwerk dreißig Jahre ausgeübt, dann ist er in den Anlagenbau gewechselt. Da konnte er mehr Geld verdienen. Bereits mit knapp 14 Jahren kam er damals aus der Schule. Seine Mutter steckte ihn 1961 in die Bäckerlehre. So hieß das.

„Schon immer mal wollten wir in das Backhaus rein. Das haben wir heute zum ersten Mal in den zehn Jahren geschafft, die wir schon hierherkommen.“ Er schaute sich alles genau an – sie mit - und fachsimpelte mit Franz Jörgensen. Der ist kein gelernter Bäcker, aber das macht ja nichts. Inzwischen steckten schon die nächsten ihre Köpfe hinein. Brotkauf ist aber erst ab 14:00 Uhr möglich. Alle wollten wiederkommen. Backhausbrot, ob mit Rosinen, Kümmel, Zwiebeln oder „natur“, möchte man eben haben. Und das Kuchen Angebot war auch reichlich.

Walter Petersen kam, um die Kuchenbleche vorzuschneiden. Sauberes Geschirr stand auch schon bereit. Schmalzbrote waren schon geschmiert. Und zu 14:00 Uhr stand auch der Kuchenpavillon. Wer geglaubt hatte, es gäbe vielleicht dieses Mal keine Schlange, wurde eines Besseren belehrt. Trotz Wintereinbruch mit Schneefall über Nacht bildete sie sich schnell, sowohl beim Brot als auch beim Kuchen. Manche setzten sich auch an die Tische. Warum eigentlich nicht?!. Es ist doch Backhaustag. Und hier am alten Dorfdeich ist es eben gemütlich.

Hjr, 29. März 2018, www.jb-spo.de

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Segensreiches Tun des Fördervereins Eiderstedter Kirchen e.V.

 

Eiderstedt ist schon etwas Besonderes. Einerseits wegen seiner Historie als Landschaft, die direkt dem dänischen König bzw. dem Gottorfer Herzog untertänig war und sich teilweise selbst verwaltete, andererseits durch seine 18 evangelischen Kirchen, von denen viele eine mehr als 900jährige Geschichte aufweisen. Sie sind Kennzeichen ihrer Orte sowie Orientierungspunkte des Glaubens und des Lebens der um sie herum lebenden Menschen. Ihre Innenausstattung ist reichhaltig und zeugt vom Leben in den Gemeinden. Altäre, Kanzeln, Taufen oder Triumphkreuze, dazu Epitaphien und besondere Einrichtungsgegenstände, machen sie zu Orten der Besinnung auf das Wesentliche im Leben. Gottesfurcht und Glaubensüberzeugung reichen sich hier die Hände.

Manche dieser Kunstwerke unter den Inventarien gäbe es heute nicht mehr in dieser Schönheit, hätte nicht der ehemalige Eiderstedter Propst Hans-Walter Wulf vor 20 Jahren im Januar 1998 in Garding den Förderverein Eiderstedter Kirchen gegründet. Sein Vorsitzender ist seit 2001 Pastor i.R. Sönke Hansen aus Garding. Im Vorstand arbeiten mit ihm zusammen Peter Engelhardt aus Friedrichstadt als sein Stellvertreter, aus Garding Kassenwart Boje Bartels sowie die Beisitzer Wolfgang Oppermann und Johannes Lindemann, aus Oldenswort Schriftführerin Inke Schauer und aus St. Peter-Ording Beisitzer Klaus Merta. 217 Mitglieder hat der Verein. Sie wohnen nicht alle auf Eiderstedt bzw. in Schleswig-Holstein, auch in anderen Bundesländern und sogar in den USA.

Wie gewohnt führte Sönke Hansen auch dieses Mal engagiert durch die Jahres-mitgliederversammlung im Gemeindehaus am Markt in Garding. Er blickte auf ein sehr gutes Jahr 2017 zurück. Seine Freude darüber, dass nach fast vier Jahren und in insgesamt sechs Teilschritten die sehr umfangreiche Restaurierung der Tatinger Triumphkreuzgruppe abgeschlossen werden konnte, spürte man ihm an. Sie ist an ihren angestammten Platz im Chorbogen von St. Magnus zurückgekehrt und wurde im Karfreitagsgottesdienst vor einem Jahr der Gemeinde im Beisein der Restauratorin Dorothee Simmert vorgestellt (wir berichteten). Mit insgesamt 50.350,11 € war es die bisher aufwendigste finanzielle Förderung durch den Verein. Nordkirche und Landesamt für Denkmalpflege steuerten ebenfalls etwa in dieser Größenordnung finanziell bei. Die Beifiguren Maria und Johannes stammen aus dem Jahre 1420, die Christusfigur aus 1490.

Alle für 2017 geplanten Maßnahmen konnten durchgeführt werden. An der Finanzierung der Restaurierung der Barockkanzel von 1703 in der Tönninger Kirche beteiligte sich der Verein mit 8.377,50 € und an der Restaurierung der mittelalterlichen Skulptur „Christus als Schmerzensmann“ in der Osterhever Kirche mit 2.121,96 €. Insgesamt waren es 2017 vom Förderverein rund 21.500 € und von Landesamt und Nordkirche noch einmal etwa so viel. In den 20 Jahren seines Bestehens sind bei einer Gesamtsumme von 550.000 € für Restaurierungsarbeiten gut 290.000 € vom Verein aufgebracht worden, 260.000 € flossen gemeinsam von Landesamt für Denkmalpflege und Nordkirche dazu.

Die Restaurierung des bedeutenden Epitaphs Jürgen Ovens (1623-1678) von 1691 in der St. Laurentius-Kirche Tönning steht an. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 47.500 €. Es kann nicht in Teile zerlegt und abgebaut, sondern muss vor Ort restauriert werden. Für den ersten Teilschritt – Rahmenwerk sowie Selbstporträt J. Ovens und Portrait seiner Frau - in Höhe von 35.000 € steuert der Förderverein 20.000 € bei, Landesamt für Denkmalpflege und Nordkirche teilen sich die 15.000 €. Und wenn denn die Nordkirche in 2018 auch noch die 4000 € Restbetrag von insgesamt über 9000 € Restaurierung für den Taufengel von St. Stephanus in Westerhever übernehmen könnte, wäre das auch noch 2018 möglich.

So beschloss es die Mitgliederversammlung. Außer den Mitgliedsbeiträgen erhält der Förderverein auch Spenden aus besonderen Anlässen. Zu den Aktivitäten des Vereins gehören im Sommer die Kirchenreisen mit Propst em. Hans-Walter Wulf und die Reihe der Sonntagsgottesdienste mit Kirchenmusikern und Pastoren im Ruhestand in der Kirche Westerhever. Beginn ist dieses Jahr am Sonntag, 6. Mai um 11 Uhr und dann jeweils immer alle zwei Wochen zur gleichen Zeit.

Nach dem Kassenbericht erstattete Ove Becker Ketels aus dem Norderheverkoog den Prüfungsbericht. Die Entlastung des Vorstandes war einstimmig. Im Namen aller sprach Ute Böttcher aus Poppenbüll Sönke Hansen mit dem Vorstand große Anerkennung für diese segensreiche Arbeit aus.

Hjr, 26. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Mit freundlicher Genehmigung: Aus den Husumer Nachrichten vom 27. März 2018

Feuerwehr St. Peter-Ording wieder stark gefordert

 

ST. PETER-ORDING „Mit 102 Einsätzen sind wir wirklich an unserer Leistungsgrenze angekommen“, das betonte St. Peter-Ordings Wehrführer Norbert Bies zu Beginn der Jahresversammlung. „Und eigentlich wären es ja richtig betrachtet noch viel mehr, denn bei den Unwettern waren wir an 30 unterschiedlichen Einsatzstellen unterwegs, die ich alle zu lediglich einem Gesamteinsatz zusammengefasst habe.“ 15 Brände wurden gelöscht, 57 Hilfeleistungen getätigt (darunter bei Verkehrsunfällen, Unwetter, Personen und Tiere in Notlage), 30 Alarmierungen gab es vor allem durch Brandmelde-Anlagen. „14 Personen wurden aus Notlagen befreit, 12 Personen verletzt gerettet, drei sind leider verstorben“, berichtete Bies. „Und es war wieder mal alles dabei: Da wurden Handtücher auf und über Lampen gelegt, das Essen auf dem Herd oder in der Mikrowelle vergessen, da gab es Dünen-, Feuerwerks- und Waldbrände. Personen wurden im Nebel aus dem Watt, von Sandbänken oder der Nordsee gerettet. Eine besondere Sache war die Sicherheitswache am Flugplatz zum Besuch der Bundeskanzlerin.

Derzeit gehören der Einsatzabteilung 63 Mitglieder an, davon sind allerdings acht beurlaubt, so dass nur 55 verbleiben. Zu 102 Einsätzen rückten die 55 Einsatzkräfte 2017 aus. Die Löschgruppen werden neu geordnet und auf drei reduziert. Die Jugendfeuerwehr zählt 23 Mitglieder, die Ehrenabteilung 21, der Musikzug umfasst neun Musiker. Und Norbert Bies mahnte erneut: „In der nächsten Jahresversammlung muss sich ein Nachfolger finden, dann bin ich 20 Jahre im Amt.

Aus der Jugendfeuerwehr wurden Jannick Fehlberg und Malte Peters aufgenommen – und ebenso wie Christoph Fehlberg zu Feuerwehrmännern befördert. Zum Oberfeuerwehrmann wurde Frithjof Siercks ernannt und zum Oberlöschmeister Sören Hesselbarth. Für eine zehnjährige Mitgliedschaft wurden Nils Groninga, Steve Schäfer und Oguzhan Tekbas geehrt. 20 Jahre ist Holger Schukar dabei, und 30 Jahre sind es Ole Borchers und Peter Schreiber. Dann trat Amtswehrführer Heinz Dieter Hecke in Aktion und ehrte unter starkem Beifall Wehrführer Norbert Bies für 40 Einsatzjahre. Bürgermeister Rainer Balsmeier zeichnete Bernd Jöns und Andreas Martens mit dem Schleswig-Holsteinischen Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande für eine 25-jährige Mitgliedschaft aus. Zum Gruppenführer der 1.Gruppe wurde Andre Loerke gewählt. Neuer Kassenprüfer ist Frithjof Siercks.

Bürgermeister Rainer Balsmeier sagte: „55 Aktive regeln den Feuerwehrdienst in St. Peter- Ording. Die Zahl der Einsätze ist hoch. Es ist relativ dünnes Eis, auf dem wir uns da bewegen. Ich danke ihnen für die stete Einsatzbereitschaft.“ Grußworte überbrachten Amtsvorsteher Christian Marwig und Frank Brüchmann von der Polizeistation.

Hem, HN 27. März 2018

Wie jedes Jahr Markt-Mittwoch vor Ostern: SPD verteilt Eier und Flyer

 

In diesem Jahr : Kommunalwahl in Schleswig-Holstein

Kalt, früh morgens trocken, doch dann Nieselwetter.  Unverzagt sprachen die SPD-Mitglieder Passanten an. Manche wirkten erstaunt, einige gingen vorbei, andere freuten sich, Eine Frau flüsterte, obwohl niemand in der Nähe war, Hans Halket Kraus zu: "Ich wähle sogar SPD!"  

Jens Peter Jensen, der Kreistagskandidat, freute sich über die aufgeschlossenen Marktbesucher:"Ich muss schnell Nachschub holen, alles ist weggegangen!"

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Gemeinde- und Kreistagswahl am 6. Mai 2018

Gehen Sie wählen - wer wählt, stärkt unsere Demokratie!

Een Avend to’n Utspannen un för de plattdüütsche Seel

 

Ankünnigt weer dat in’t Blatt as „Plattdeutsche Literatur – Klassik und Moderne“ för Sünnavend, 24. März, Klock halvi acht in’t Herrenhus Hoyerswort. Dat wurr veel, veel mehr. Dat wurr een Avend to’n Utspannen un för de plattdüütsche Seel. De Avend güng to Harten, reep Erinnerung waken un blifft in’n Kopp. Dat is je man so, Plattdüütsch is ni blots een Spraak, för mancheen sachts uk noch sien Moderspraak. Un wenn mit Platt groot wurrn büst, denn is dat een Deel vun dien Leven. Plattdüütsch levt un makt Leven lebennnig. Mit Inge Lorenzen un Werner Hoffmann Limburg harr Alfred Jordy vun Hoyerswort för de man twintig Lüüd richti in’n Glücksputt langt.

De beiden hebbt düssen Avend so lebennig makt, dat kannst gorni schrieven, uk ni vertelln, dat nimmst mit. Dorto freist di denn noch, wat du mit Platt wat an’n Hoot hest. Dat harr’n se woll sachts all, de dor toluustern dän. De Veranstalten weer in den Ruum vun dat Cafe, in’e Hochstuvv, ni baben in’n Sool. Twee, dree Besöökers mehr harrn noch Platz funnen. Dat weer richti kommod. Un een beten Eeten un Drinken geev dat uk. Dat is op Hoyerswort so Usus.

Mit Inge Lorenzen fung dat an.- Wat schull se uk anners sing’n as „Schöön wedder hier to sien un jem to seh’n“ - un denn föhlst di tohus. Se hett je so’n Stimm, de kann een ganz groote Stuuv, jo Sool füllen, avers se kann ok so singen, wat dat in’n lütten Ruum heimelig klingen deit. Se hett Talent un bringt sik in. Dat dä Werner Hoffmann Limburg uk. He hett uk Talent un hett lange Johrn op de Breed vun de Nedderdüütsche Bühn in Flensborg stahn un sien Publikum begeistert.

Nu weern dat an düssen Avend twee Könner, de ehr Publikum mit op de Reis in de plattdüütsche Kultur nahmen hebbt. He leste un speelte mit sien Hannen un mit de Mimik in sien Gesicht mit de funkeln swienplietschen Oogen. Un se hett uk Oogen un weet ehr Mimik uk intosetten un kann op de Gitarr speeln un singen. Dat Publikum dä jümmers fein applaudeern, as sik dat to de Geschichten un de Leeder hörte. He fung an mit Wilhelm Wisser, den Märkenprofessor ut Eutin. De hett sik vun de oolen Lüüd Märken vertelln laaten un opschreeven. So uk de Geschicht vun‘n Herrgott un den Düwel. De makten beid en Spazeergang. De Satan verkloor den Herrn dorbi, wat he jümmers de Schuld kreeg un he den Dank. Is je uk so in‘t Leven. Vun Klaus Groth geevt denn „Jugendklänge“, vun Rudolf Kinau „Öwer dat Schenken“ – wat dor al bi verkehrt maken kannst - un Vertelln vun Hans Ehrke, Fritz Lau, Günter Harte, Heinrich Schmidt-Barrien, Gerda Brömel, Hilda Kühl un Reimer Bull. Hein Hoop harr he ok in sien Programm. Dat sünd je uk so’n Oort Märken, de düsse Keerl vun Vollerwiek schreeven hett. Les man Mol de Geschicht vun den Speegelkarpen! – Na jümmers een, twee Vertelln sung denn Inge Lorenzen un bröcht Besinnung na dat Lachen. Dor klung denn „Wi weern noch Kinner“, „Segg, wo bliffst du af“, „Hüüt hier, Morgen dor“, „De Winter is vörbi“, „Keen Graven to breed un keen Muer to hoch“, „Heff mien Leeven, heff mien Tiet“ un to’n Enn „Good Nacht Lüüd, is’t laat wurrn, dat warrt Tiet to gahn“.- Un wi güngen denn uk un wi nehmt ganz veel vun düssen Avend mit tohus.

Hans Jörg Rickert, 25. März 2018, (HN) un www.jb-spo.de

Bestes „Strandmüllsammelwetter“ für „SPO klart auf - die Siebente“

 

Viele gefüllte Hundekotbeutel werfen ein schlechtes Licht auf Hundebesitzer

Zwanzig Mann stark war die Besatzung des Mülltransporters am Böhler Strand. Ausgestattet mit Handschuhen und Müllsäcken waren sie in besonderer Misson unterwegs. Claus-Volquart Peters von der TZ sorgte mit Fahrzeug und Hänger dafür, dass sie alle heil hinter den Priel zur ehemals benannten „Muschelplatte“ vor der Eidermündung gelangten und von dort auch wieder zurückkamen. Mit Schäfer-Tours waren sie vom Dünen-Hus an den Strandabschnitt Böhl gekommen. Bei ihm, Jan Katryniak von der TZ und Armin Jeß von der Nationalparkverwaltung waren sie in guter Obhut. Die Drei kennen sich mit den Gegebenheiten im Watt aus. Gummistiefelbeschuht mussten sie am besten schon sein, die dort auf Müllsuche gingen. Die wenigen anderen ohne solches Schuhwerk sammelten den Müll in den Salzwiesen zwischen Deich und Stegen. Für ihre Sicherheit sorgte Nationalpark-Ranger Rolf Manderla.

Dem Plastikmüll besonders galt das Augenmerk, und er stach überall in die Augen. Dies besonders aber wollten die Sammler als Botschaft an unvernünftige Hundebesitzer verstanden wissen: „Gefüllte Hundekotbeutel sollten sie sachgerecht entsorgen und nicht einfach irgendwo am Strand deponieren.“ Darüber haben sich die Müllsammler geärgert, die Beutel mit Inhalt aber trotzdem aufgesammelt und nicht einfach weiter liegen gelassen.- Wie üblich waren Dolly Ropes – Plastikreste aus Fischfang - in großer Zahl in den Müllsäcken gelandet, aber auch sonst alles Mögliche aus Plastik, z.B. eine Zahnbürste. Der neunjährige Jacob aus Witzwort hatte eine Riesenfischkiste gefunden und sogar einen skelettierten Seehundkopf bemerkt. Von einem Luftballon hatte ein Sammler den Adressanhänger behalten. Das war ein Überbleibsel von einem Hochzeitsfest. Es gab auch eine Flaschenpost von „Leona und Aimee“. Von Nordstrand aus war sie auf die Reise gegangen, aber nun nicht mehr ganz leserlich.

War der Himmel bei einem leichten Lüftchen zunächst bedeckt und grau gewesen, dazu aber das fröhliche Tirilieren der Lerchen zu hören, zeigte er sich bei der Rückkehr bereits leicht sonnig und teilweise blau, als wenn Petrus den aktiven Müllsammlern Dank sagen wollte für ihr Tun.- Der Ärger über die Hundekotbeutel war verraucht. Spaß hatte es auch gemacht, sich für den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer persönlich einzubringen. Viele neue Gesichter waren wieder darunter. Insgesamt an die hundert von Jung bis Älter hatten sich an „SPO klart auf – die Siebente“ an den verschiedenen Strandabschnitten beteiligt.

Hjr, 24. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Porzellansprechstunde lockte wieder viele Besucher ins Museum

 

„Kaum war der Termin für die zweite Porzellansprechstunde im Museum Landschaft Eiderstedt bekannt gewesen, waren die Termine auch schon vergeben“, sagte Museumsleiterin Sabine Graetke. „Wir hätten weitaus mehr Termine vergeben können.“ Große Nachfrage gab es, ob nicht eine zusätzliche Veranstaltung angeboten werden könnte. „Auf jeden Fall aber setzen wir dieses Angebot fort“, so Hilke Herzberg, Vorsitzende des Vereins „KulturTreff“.

Maritta Hoffmann aus Neumünster und ihre Tochter Dr. Miriam Hoffmann – Museumsleiterin des Museums im Prinzesshof in Itzehoe - hatten schon im vergangenen Jahr viele meistens ererbte gute Stücke unter die „Lupe“ genommen. Das muss man schon, damit man die fast gleichen Stempel auf dem Porzellan unterscheiden kann. „Sie sehen ja selbst, das sind unterschiedliche Stempel. Ich muss mal schauen, wann das hergestellt ist“, informierte Dr. Miriam Hoffmann auch dieses Mal ihr Gegenüber und griff nach einem ihrer Bücher. Von ihr und ihrer Mutter gab es immer wieder interessante Informationen: „Das ist aus der Kaiserzeit und war für Kuchengebäck.- Es ist Meißener Geschirr. Kommt es aus der Familie, würde ich das immer behalten.- Das war besonders beliebt. Hier gab es drei verschiedene Muster.- Das ist eine schöne Vase, aber es ist chinesisches Porzellan. Dazu kann ich Ihnen leider nichts sagen.“- Aber wo man sich informieren kann, erfuhr die Vasenbesitzerin.

„Das ist aus Tillowitz in Schlesien, Porzellan von Reinhold Schlegelmilch“, erfuhren Helmut und Ilse Lorenzen sowie Angelika und Peter Schwers. Auf dem Marktplatz hatten sie ihr Auto abgestellt und waren nun gerade mit gelber Plastikschüssel und in Handtüchern eingepacktem Porzellan bzw. in einer festen Papiertasche ins Museum gekommen. „Wi hebbt de ganze Plünnkrom inpackt“, sagte Helmut Lorenzen. Erst saß er dann bei der Beratung ein wenig abseits, doch dann war auch seine Aufmerksamkeit geweckt worden, und er gesellte sich zu seinem Trupp. Aus Heide waren sie gekommen. Für sie eingetragener Termin war um 12:30 Uhr. Das bisschen Verzögerung machte ihnen nichts aus. Hinterher ging es in den Olsdorfer Krug.

Nicht nur von Ramstedt, Nordstrand, Tönning, Viöl, Husum und natürlich auch aus dem Ort waren viele gekommen. Man wollte doch gerne wissen, was für wertvolle bzw. besondere Stücke man unter seinem alten Geschirr stehen hatte. Für die meisten wird der Bezug zu dem Stück dann inniger. Sehr oft hängen auch Erinnerungen daran.- Diese Porzellansprechstunde war zugleich ein Appetizer auf die Porzellanausstellung in zehn Tagen im Museum in der Olsdorfer Straße. Am Sonnabend, 07. April um 11 Uhr wird die Sonderausstellung „Porzellan erzählt Geschichte(n)“ mit Maritta Hoffmann eröffnet. Bis zum 17. November kann dann in den „musealen Wohnräumen“ mit den Vitrinen Porzellan der Kaiserzeit aus ihrer Privatsammlung besichtigt werden. Im Laufe des Jahres gibt es auch immer wieder Führungen. Der Bezug zu Eiderstedt wird dabei nicht zu kurz kommen. Schließlich entwickelte sich der Ort in der Zeit zum Badeort und manches Porzellan fand auch so den Weg nach St. Peter-Ording bzw. Eiderstedt.

Hjr, 25. März 2018, HN und www.jb-spo.de

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© Georg Panskus