Künstler der Kunstsammlung  I - N

 

Hans-Jürgen Jensen    1942

 

wurde 1924 geboren. Nach der Schulzeit mit Abitur als Abschluss wurde er 1942 Soldat und musste in den Krieg. Seine deutliche künstlerische Begabung konnte Jensen nach dem Ende des 2. Weltkrieges zunächst nicht entwickeln. Er absolvierte notgedrungen eine handwerkliche Lehre. Danach studierte er Pädagogik und war dann in Oldenburg (Holstein) als Lehrer tätig. Mit seiner Liebe zur Landschaft, die er durch familiäre Verbindung nach St. Peter-Ording entwickelte, kam er zur Malerei und stellte seine eindrucksvollen Landschaftsaquarelle auch hier aus.

Albert Johannsen   1890 - 1975

 

wurde am 21. März 1890 in Husum geboren. Nach der Schulzeit im dortigen Gymnasium ging der Achtzehnjährige auf die Kunstakademie in Weimar. Die Wahl dieses Studienortes war ganz bewusst geschehen. Um überzeugende Auskunft über die künstlerische Begabung des Sohnes zu erhalten, wurde der Maler Jacob Alberts befragt. Alberts, Bauernsohn aus Westerhever in Eiderstedt, war damals bereits ein erfolgreicher Künstler in Berlin, dort viel beachtet als „Maler der Halligen“. Er erteilte den Rat, ein Kunststudium zu beginnen, und er schlug die Weimarer Akademie vor, von der er wusste, dass dort eine frische, zeitgemäße Landschaftsmalerei vor der Natur gelehrt wurde. Alberts‘ Freund Max Liebermann hatte dort studiert und die bekannten schleswig-holsteinischen Maler Hans-Peter Feddersen und Christian Rohlfs hatten dort eine hervorragende Ausbildung genossen.

Nach drei Jahren ging Johannsen dann auf die Dresdener Akademie und wurde dort Schüler des berühmten Prof. Carl Bantzer. Dessen Bildthemen waren dem Volksleben in seiner hessischen Heimat gewidmet. Das mag Albert Johannsen bewogen haben, sich später ganz der Darstellung der heimatlichen Landschaft zu widmen.

Im 1. Weltkrieg war Johannsen Soldat, ging aber danach wieder zu Bantzer, der inzwischen als Professor an die Akademie in Kassel gewechselt war.

Als sich Albert Johannsen 1924 in seiner Vaterstadt Husum niederließ, hielt er doch vielfache Verbindungen zur weiten Welt, reiste nach Spanien und Italien und suchte regelmäßig Anregungen in Paris.

In Husum widmete er sich vor allem der Landschaftsmalerei, in der näheren Umgebung, aber besonders auch in Eiderstedt und St. Peter-Ording. Er baute ein Atelierhaus in der Eiderstedter Marsch in Porrendeich, wo viele seiner Motive vor der Tür lagen.

Albert Johannsen wurde einer der bekanntesten schleswig-holsteinischen Maler, er erhielt 1949 den Kunstpreis seines Heimatlandes und 1955 das Bundesverdienstkreuz.

Der künstlerische Nachlass kam in das Nordfriesische Museum in Husum.

Albert Johannsen starb am 23. Januar 1975 in Husum.

Jan „Ording“ (Kleinschmidt)  1952

 

 

Jan Kleinschmidt wurde 1952 als Sohn von Gisela und Peter Kleinschmidt geboren. Die ersten drei Jahre wuchs er in St. Peter-Ording auf, wo sein Vater als Kunsterzieher am Gymnasium tätig war.

Gisela Kleinschmidt 1926-1997

 


Gisela Kleinschmidt wurde 1926  in Königsberg/Ostpreussen geboren und wuchs  in Ortelsburg/ Masuren auf. Nach dem Abitur 1944 besuchte sie von 1946 bis 1948 die Meisterschule für das gestaltende Handwerk in Erfurt und befasste sich vornehmlich mit den Schwerpunkten Grafik und Buchdruck. Von 1948 bis 1950 studierte sie an der Landeskunstschule Hamburg Gebrauchsgrafik.
Seit 1955 arbeitete sie als freie Grafikerin in Lübeck. Sie verstarb 1997.

 

Peter Kleinschmidt 1923 - 2005

 

wurde am 10. April 1923 in Lauenburg/Pommern geboren. Nach der Schulzeit nahm er Malunterricht bei dem Architektur- und Landschaftsmaler Otto Lang-Wollin in Stettin. Dann kam der Krieg, und Kleinschmidt wurde zur Kriegsmarine eingezogen. Nach 1945 konnte er, seiner künstlerischen Begabung folgend, ein Studium an der Hamburger Landeskunstschule aufnehmen. Bis 1950 erhielt er hier nachhaltige Förderung durch seine Lehrer in Malerei Ivo Hauptmann und Willem Grimm. Besonders wichtig wurde Willi Titze in der Klasse für Grafik. Germanistik und Kunstgeschichte studierte Kleinschmidt an der Hamburger Universität.

Nach dem 1. Staatsexamen kam er an das Nordseegymnasium St. Peter und gab vor allem Unterricht in seinem Hauptfach Kunsterziehung bis 1955. Für seine eigene künstlerische Arbeit standen Motive im Vordergrund, die er in St. Peter und Umgebung vorfand, auch Küste, Meer und Wolken waren Themen seiner Darstellungen. Neben eindrucksvollen Aquarellen war es vor allem der Holzschnitt, der zu Kleinschmidts bevorzugter Technik wurde. Dabei wirkten beispielhaft die Holzschnitte Willem Grimms nach, die dieser Hamburger Lehrer neben seinen eindrucksvollen Farbgestaltungen seinen Schülern vermittelt hatte. In seiner St.-Peter-Zeit fand Kleinschmidt auch Anregungen durch Erich Duggen und Ursula Costard, die am Nordseegymnasium Kunstunterricht gaben. Seit 1954 war Kleinschmidt Mitglied im Bund bildender Künstler und stellte seitdem regelmäßig in den Landesschauen aus. 1954 war er Preisträger im Wettbewerb junger Künstler in Schleswig-Holstein.

1955 zog Kleinschmidt nach Lübeck und trat dort der Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer bei. Seine Bilder waren nun auf vielen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, in etlichen Städten gab es Einzelausstellungen für ihn.

Studienreisen führten ihn hauptsächlich nach Skandinavien, angeregt auch durch ein Stipendium der Possehlstiftung Lübeck für einen Aufenthalt in Finnland. Auf der schwedischen Insel Öland kam es zur Wiederbegegnung mit Beatrice du Vinage, die er als Künstlerin in St. Peter kennengelernt hatte.

Kleinschmidts Werke befinden sich in vielen öffentlichen Sammlungen, u. a. in Kiel, Schleswig, Flensburg und Hamburg. Für die Kunstsammlung St. Peter-Ording war es ein Gewinn, dass zu Lebzeiten des Künstlers Aquarelle, Holzschnitte und auch besonders charakteristische Federzeichnungen erworben werden konnten. Peter Kleinschmidt starb am 26. April 2005 in Lübeck.

 

Elke Krähe 1935

 

Elke Krähe wurde 1935 in Hamburg geboren. Sie besuchte dort das Gymnasium und schloss es 1954 mit dem Abitur ab.  Da sie bereits als Schülerin ihre künstlerische Begabung entwickeln wollte, nahm sie früh an ursen für das Zeichnen teil, vor allem bei dem Hamburger Maler Eduard Hopf. Mit ihren Zeichnungen bewarb sie sich an der Hamburger Landeskunstschule und wurde dort gleich nach ihrer Schulzeit für das künstlerische Studium angenommen. Ihr Ziel war das Examen in Kunstpädagogik, das sie bei Professor Karl Kluth ablegte. Daneben hatte sie eine Werklehrerinnenausbildung in Goldschmiedearbeiten, Keramik und Weben abgeschlossen. Diese Techniken kamen ihr später in der Leitung verschiedener Kurse in der Volkshochschule zugute, als sie aus familiären Gründen 1959 nach St. Peter-Ording kam. Hier fand sie für ihre eigene künstlerische Arbeit die typischen Motive der Eiderstedter Landschaft. Auf Fahrten durch Eiderstedt entstanden Federzeichnungen und Buntstiftarbeiten.

Hansjürgen Krähe 2019

Hansjürgen Krähe 1932

 

Hansjürgen Krähe wurde 1932 in der Altmark geboren. Er kam als Kind schon früh nach Schleswig-Holstein und bestand 1952 in Itzehoe die Reifeprüfung.

Er begann bereits in der Schule seine zeichnerische Begabung zu entwickeln und nahm gern künstlerische Anregungen aus dem Umfeld und der Schule auf. Daraus entstand der Wunsch, eine Ausbildung als Kunstpädagoge aufzunehmen. Sie erfolgte in München und Hamburg. Hier traf er auf die Künstler der Hamburger Sezession mit ihren gegenständlichen Ausrichtungen und auf eine gegenstandsfreie Farbgestaltung, die durch Gastdozenten, vor allem durch das Vorbild Ernst Wilhelm Nays, in die Hamburger Landeskunstschule getragen wurde.

Nach Abschluss seines Studiums kam Krähe als Kunsterzieher an das Nordseegymnasium in St. Peter-Ording. Bilder waren auf den Landesschauen des Landesverbandes schleswig-holsteinischer Künstler in Kiel ausgestellt.

 

Hansjürgen Krähe 2019

Diether Kressel 1925 - 2015

 

Diether Kressel, 1925 in Düsseldorf geboren, wuchs die ersten Jahre seines Lebens in Düsseldorf in einer bürgerlichen Atmosphäre auf, die von der Kunst und der Mode der zwanziger Jahre beeinflusst war. Nachdem die Familie Anfang der dreißiger Jahre nach Hamburg gezogen war, folgte die Schulzeit, die er mit dem Abitur 1943 abschloss. Nach Arbeitsdienst, Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft lernte er von Tom Hops das Aquarellieren und studierte von 1945 bis 1948 an der Landeskunstschule in Hamburg bei Erich Hartmann und Willi Tietze. Kressel zeichnete und malte unter anderem in Kampen auf Sylt, wo er seinen späteren Auftraggeber Axel Springer kennenlernte. 1947 heiratete er seine Frau Dorothea; das Paar bekam drei Kinder. In den 1950er Jahren widmete sich Kressel, neben der Zeichnung und der Malerei, auch dem Holzschnitt und war als Illustrator unter anderem für den Stern und das Hamburger Abendblatt tätig. Er stattete öffentliche Bauten mit großflächigen Wandbildern aus. 1965 begann er Radierungen herzustellen, die seiner künstlerischen Arbeit eine neue Richtung gaben und ihm Anerkennung bei der Kritik und bei den Kunstsammlern einbrachten.

 

Anfang der 1970er Jahre erwarb Kressel ein 300 Jahre altes Friesenhaus in Schleswig-Holstein; er lebte und arbeitete von da an im Wechsel zwischen Stadt und Land. In seinen beiden Ateliers konzentrierte er sein künstlerisches Schaffen auf die Produktion von Zeichnungen und großflächigen Ölbildern

Kressel lebte und arbeitete in Hamburg und bei Friedrichstadt in Schleswig-Holstein.

Seine gegenständlichen Werke vermischen Realität und Illusion. Der narrative Charakter der Arbeiten lässt beim Betrachten Geschichten entstehen. Dabei spielen die grafischen Elemente eine ebenso wichtige Rolle wie die Farbigkeit, die, meist ausgehend von einer farblichen Grundstimmung, Akzente setzt, wie zum Beispiel ein leuchtendes Blau in einem Geigenkasten oder das Rosa der Seife auf einem Waschbecken. Die Farbigkeit vermittelt nicht selten eine ironische Distanz.

 

Von 1951 an zeigte er seine Werke in vielen Einzelausstellungen in ganz Deutschland. 1960 erhielt er den Jahrespreis der BDG für den Holzschnitt Fahrraddiebe, 1969 den Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg und 1970 den Preis für kritische Grafik der Heinrich-Zille-Stiftung. 

Er verstarb 2015 in Hamburg.

Fritz Kronenberg  1901 - 1960

 

wurde am 13. Dezember 1901 in Kiel geboren. Nach einer Ausbildung als Holzbildhauer studierte Kronenberg an der Kunstakademie in Karlsruhe. Anschließend fuhr er in die USA und als Matrose nach Spanien und Nordafrika, auch nach Norwegen. Die Liebe zur Weite der Welt und zum Meer blieb ihm lebenslang erhalten, prägte auch immer wieder seine Kunst. In Paris nahm er Anregungen aus der Entwicklung der zeitgenössischen Malerei auf, auch durch persönliche Beziehung zu George Braque.

Diese Einflüsse nahm er mit, als er nach Hamburg zog und seine eigene Kunstsprache ausbildete. In Hamburg traf er auf junge Künstlerinnen und Künstler, die eine kraftvolle, nachexpressionistische Bildsprache gefunden hatten, besonders ausgeprägt in der Landschaftsmalerei. Diese Künstler schlossen sich zur Gruppe der Hamburger Sezession zusammen, deren Wirken zwar im 3. Reich unheilvoll unterbrochen wurde, aber doch bei allen Mitgliedern, zwar zeitweilig versteckt, doch bis in die Jahre nach dem 2. Weltkrieg lebendig blieb.

Als er in Hamburg durch die Luftangriffe Wohnung und Atelier verloren hatte, musste er mit Frau und Kind nach Schleswig-Holstein ausweichen. So kam er auch nach St. Peter-Ording und damit in eine Landschaft an Küste, Vorland und Meer. Er fand Anschluss an das Kinderheim „Haus in der Sonne“ in St. Peter-Böhl, dessen Inhaberin Lydia Pilgrim nicht nur eine rührige Betreuerin für vereinsamte Flüchtlingskinder war, sondern auch ihr Haus für künstlerisch aktive Persönlichkeiten öffnete. Für sie alle war die Kunst Kronenbergs gültiger Maßstab und erstrebenswertes Vorbild.

Kronenberg baute dann in den Folgejahren in Hamburg seine Kunst weiter aus, nahm lebendigen Anteil an der weiteren Entwicklung der Gegenwartskunst, die besonders durch französische Einflüsse geprägt war und verfolgte auch wieder durch Reisen die Ausweitung seiner Weltsicht.

Die Aquarelle mit Motiven aus St. Peter in der Sammlung unserer Gemeinde geben eine Vorstellung von der eindrucksvollen Gestaltung der Naturerlebnisse im Werk Fritz Kronenbergs.

Er starb am 4. April 1960 in Hamburg.

Heinrich Kuhn  1906 - 1991

 

wurde 1906 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Berliner Universität und machte sein Staatsexamen in den Fächern Philosophie, Deutsch und Geschichte. Daneben gehörte sein Interesse von früh auf neben der Literatur und Musik der bildenden Kunst. Außer auf Ausstellungen suchte er persönlichen Kontakt zu den expressionistischen Malern seiner Zeit in Berlin, insbesondere zu Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff.

Der junge Heinrich Kuhn folgte seinen Vorbildern in ihrer kraftvollen, ausdrucksstarken Bildsprache, die durch leuchtende Farbflächen und kantige Formen gekennzeichnet war. Und er folgte diesen Künstlern auch bei ihrer Vorliebe für die Motive der Küste und ihrer Bewohner, die sie gern auf der Kurischen Nehrung aufsuchten.

Kriegsdienst und Gefangenschaft unterbrachen für acht lange Jahre Kuhns Entwicklung und seine pädagogische Tätigkeit als Lehrer am Gymnasium. Der Neubeginn nach dieser schweren Zeit führte ihn nach Schleswig-Holstein und 1954 an das Nordseegymnasium in St. Peter-Ording, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1968 unterrichtete.

Neben seiner Tätigkeit an der Schule, die auch gern Kunstbetrachtung einbezog, verfolgte Kuhn die Kunstentwicklung in den Jahrzehnten der Nachkriegszeit und bezog sie in seine eigenen Gestaltungen ein. Er nahm aber auch die prägenden Natureindrücke seines neuen Lebensraumes auf, verband sie in seinen Bildern mit den neuen Bildsprachen, auf die er auf Ausstellungen und in Berichten hingewiesen wurde.

So entstand in St. Peter-Ording ein vielschichtiges und umfangreiches Lebenswerk, für das er lebhafte Beachtung und Würdigung erfuhr. Gern nahm die Gemeinde seine Bilder in ihre Kunstsammlung auf.

Nach der Pensionierung zog Heinrich Kuhn nach Hamburg. Dort starb er 1991.

 

Hansjürgen Krähe 2018

Dr Michael Leps   1908 - 1998

 

wurde 1908 in Berlin geboren.

Er studierte Meereskunde und promovierte in diesem Fach.

Leps entwickelte daneben seine künstlerische Begabung und unterrichtete auch als Kunsterzieher. Seine fachliche Beziehung zum Meer führte ihn auch in seiner Malerei in Küstenregionen in Schleswig-Holstein und Skandinavien.

Als er im Alter in St. Peter-Ording sesshaft geworden war, fand er seine Motive im Strand- und Wattgebiet.

Dr. Leps starb 1998 in Eckernförde.

Friedrich Franz von Mecklenburg 1910 - 2001

 

Friedrich Franz Herzog zu Mecklenburg (Schwerin), geboren 1910 in Schwerin, war bis November 1918 Erbgroßherzog von Mecklenburg in Mecklenburg-Schwerin. Sein gesetzlicher Name lautete seit 1918 Herzog zu Mecklenburg.

Er wuchs mit Unterbrechung durch eine kurze Zeit im dänischen Exil 1918, auf den Schlössern Gelbensande, Ludwigslust und Wiligrad auf. Er besuchte das Realgymnasium in Ludwigslust und machte hier 1929 sein Abitur. Anschließend studierte er von 1930 bis 1932 Jura, erhielt eine Ausbildung in der Landwirtschaft und unternahm 1932–1935 ausgedehnte Reisen mit seinem Großonkel Adolf Friedrich durch Afrika.

Während seines Studiums in München lernte Friedrich Franz führende Nationalsozialisten wie Heinrich Himmler kennen. Schon am 1. Mai 1931 trat er der NSDAP bei und wurde vermutlich noch vor 1933 in die SS aufgenommen. 1935 wurde er SS-Obersturmführer. Sein Eintritt in den Auswärtigen Dienst erfolgte am 12. Mai 1938. Nach der Besetzung Dänemarks wurde er am 20. November 1940 persönlicher Referent beim Bevollmächtigten des Reiches in Kopenhagen. 1941 wurde er zum Sturmbannführer befördert.

Ab 17. Februar 1943 leistete er Militärdienst in der Waffen-SS. Zum 1. Juli 1944 wurde er hier zum Untersturmführer d. R. befördert. Erst am 28. September 1944 erfolgte seine Versetzung in den Ruhestand aufgrund des Erlasses von 1943.

Am 11. Juni 1941 heiratete Friedrich Franz in Schwerin Karin von Schaper.

Am 22. September 1967 wurde das Ehepaar geschieden; es schloss jedoch erneut die Ehe am 27. April 1977 auf Schloss Glücksburg.

Maler

Als Industriekaufmann arbeitete Friedrich Franz Herzog zu Mecklenburg in den 1960er-Jahren in Frankfurt am Main und Düsseldorf. Danach zog er nach Hamburg und widmete sich im Ruhestand der Malerei. Bekanntheit erlangten unter anderem seine im Stile norddeutscher Expressionisten gestalteten Aquarelle.

Er verstarb 2001 in Hamburg.

Hubert Meiforth  1913 - 1995

 

wurde am 21.Februar 1913 in Wilster/Holstein geboren. Von hier aus besuchte er das Glückstädter Gymnasium, in dem er seine künstlerische Begabung durch den verständnisvollen Einfluss seines Zeichenlehrers entwickeln konnte. Vorbilder wurden für ihn der Glückstädter Maler Max Kahlke und der Itzehoer vielseitige Künstler Wenzel Hablik.

Nach Abschluss der Glückstädter Gymnasialzeit ging Meiforth nach Hamburg auf die Kunstgewerbeschule. Dort lernte er besonders die Malerei des angesehenen Hamburger Malers Arthur Illies kennen, die für den jungen Kunststudenten zum Maßstab wurde.

Nach wenigen Semestern brach Meiforth allerdings sein Kunststudium ab und beteiligte sich aktiv in führender Position am Aufbau der Jugendbewegung (HJ) im Dritten Reich.

Seine künstlerische Tätigkeit nahm Meiforth einige Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges wieder auf und machte sie zum Hauptinhalt seines weiteren Lebensweges, der ihn 1970 auf den „Richardshof“ in St. Peter-Wittendün führte. Angeregt durch die Nordseelandschaft, die seine Eindrücke nachhaltig geprägt hat, entstand hier im von ihm restaurierten alten Haubarg ein umfangreiches Werk. Eine Besonderheit ist die von Meiforth entwickelte Maltechnik, bei der er seine Wasserfarbenmalerei auf grundiertem Japanpapier auftrug, die eine Wirkung ermöglichte, die der Maler als wesensgemäß für die Gestaltung der meeresnahen Stimmungen empfand.

Er starb am 28. Dezember 1995.

 

Hansjürgen Krähe 2018

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