5. Ausstellung

Die Kulturszene hat es in diesem Jahr schwer. So allmählich atmet sie wieder auf. 

 

Die Galerie Tobien und die Kunstsammlung der Gemeinde sind in Wittendün  seit dem 17. Juni

jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr wieder geöffnet.

 

Präsentiert wird die Ausstellung

„30 Jahre – 30 Künstler“

der Künstlergruppe KunstKlima aus Garding.

 

Annemieke Ahrens, Vergoldermeisterin seit 2012 und jetzt auch Leiterin der Galerie Tobien in St. Peter-Ording, freut sich auf die Besucher. Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind direkt vor dem Hause.

 

 

 

Vielleicht fällt den Besuchern die von Friedrich Vossel aus Norwegischem Labradorit gestaltete Skulptur „Dynamik“ (Statik, Kraft, Bewegung – vereint im Stein) gleich ins Auge. Sie steht in der Mitte vor der Fensterfront des Hauses in der Wittendüner Geest. Auf dem Wege zum Eingang kommt man an ihr vorbei.

Dort wartet als Blickfang eine zweite Überraschung: die „Grüne Welle“, eines der wunderbaren runden Bilder von Gisela Schmidt. Sie ist seit Jahren in St. Peter-Ording zuhause. Rechts daneben stehen der „Wächter“ und die „Göttin der Winde“, beides Skulpturen aus Bronze von Linda Hamkens aus Reimersbude am Eiderdeich. Dazu sind passgenau links an der Wand gehängt die beeindruckenden Bilder „In den Dünen“ und „Im Hochdorfer Garten“ des Pleinair-Malers Thomas Freund aus Friedrichstadt. Alle vier Kunstschaffenden sind Mitglieder der Gruppe „KunstKlima“ des Fördervereins für Kunst und Kultur Eiderstedt e.V. (FKE) und gehören zugleich zu den Künstlern, von denen man in der Galerie Tobien Werke erwerben kann.

 

Der Blick vom Eingang führt an Bildern und Skulpturen der Galerie vorbei durch die weit geöffneten Türen in den der Kunstsammlung St. Peter-Ording vorbehaltenen Raum. Dort ist nun die Jubiläumsausstellung „30 Jahre – 30 Künstler“ des FKE zu sehen. Im Herbst 2019 stellte sich der Verein mit diesen Bildern im Gebäude des Amtes Eiderstedt in der Welter Straße in Garding vor

30 der sechzig Künstler*innen in der Gruppe KunstKlima zeigen je eine ihrer Arbeiten. Es ist ein Querschnitt, der für jedes der 30 Jahre gewissermaßen ein Schlaglicht auf die in Eiderstedt entstandene Kunst wirft. Karen Seggelke, Mitglied und von 2011 bis 2015 Vorsitzende, hat diese Ausstellung zusammen mit anderen aus der Gruppe, darunter Frauke Petersen, konzipiert. Dazu erläuterte sie: „Eiderstedt mit seiner besonderen Halbinsellage, der urkräftigen Natur, dem Meer, dem riesigen Himmel, den Deichen , den Dünen und dem weiten Strand berührt uns Künstler in besonderem Maße und lockt uns, sich diesen Urgewalten zu stellen und hier unseren Lebens- und Schaffensmittelpunkt neu oder wieder zu wählen.“

Zusammengeschlossen hat man sich vor 30 Jahren, um sich der Öffentlichkeit in Ausstellungen zu präsentieren, sich gegenseitig anzuregen, auszutauschen und zu unterstützen. Der FKE ist so zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil der Kulturszene geworden. Das beweist nun auch diese zweite Form der Ausstellung in Wittendün.

Hier ist dank kreativen Miteinanders von Frauke Petersen und Karen Seggelke, der Gemeinde St. Peter-Ording mit Bürgermeister Rainer Balsmeier, Eckard Kloth als dem „Kunstsammler“ für die Gemeindegalerie und Georg Panskus als der tätigen Kraft im Hintergrund sowie Marid Taubert für die Galerie Tobien eine höchst geglückte Symbiose entstanden. Die Ausstellung „30 Jahre“ ist kombiniert worden mit weiteren Werken von Kunstschaffenden der Galerie, zu denen eben auch viele Künstler von KunstKlima gehören. Marid Taubert hatte diese aufgefordert, Arbeiten einzureichen, die sie in ihren Räumen extra gerahmt ausstellen und zum Verkauf anbieten kann. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, sondern vermittelt eine Lebendigkeit, welche der Seele guttut und sie auch ideell endlich einmal wieder „Weite atmen“ lässt.

Hans Jörg Rickert, 19. Juni 2020, HN und www.jb-spo.de

Siehe auch unter www.jb-spo.de

2019 August      30 Jahre Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt