2015 April

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1. Deichrampe Ording-Nord schon asphaltiert

 

29. April 2015, hjr

 

Den alten mit dem neuen Zustand an der Strandüberfahrt kann man schon bzw. noch vergleichen. Die Deichrampe Ording Nord ist bereits asphaltiert. Sachbearbeiter Thomas Helmke vom Amt Eiderstedt und die beiden Mitarbeiter Stefan Möller und Jan Petersen vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein freuten sich über den zügigen Fortschritt der Arbeiten. Man ist super im Plan, lobte die sehr gute Kooperation und ist froh über diese Art der Sanierung. Die gewohnte Zufahrt zum Strand bleibt erhalten, wird aber entscheidend verbessert. Vor allem eines ist für sie wichtig: „Der Deich wird nicht angefasst“, so Thomas Helmke. Seine Stabilität wird in keiner Weise beeinträchtigt. Wegen der erforderlichen Verdichtungswerte ist für die Deckentragschicht ein stärkerer Asphalt verwendet worden.

2. Mehr nur als "Liebe auf den zweiten Blick"

 

29. April 2015, hjr

 

Das Interesse an der seit November am jeweils letzten Mittwoch eines Monats im Dünen-Hus laufenden Veranstaltungsreihe der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording „TZ im Dialog“ hat nicht nachgelassen. Mehr als fünfzig Interessierte waren zur vorläufig letzten Veranstaltung zum Thema „Natur und Tourismus – Liebe auf den 2. Blick“ gekommen. In den vorherigen Veranstaltungen waren das neue Reservierungssystem, die Herkunft der Gäste, der Blick hinter die Kulissen der Dünen-Therme, die verschiedenen Arbeitsbereiche der TZ sowie die Auswertung und Diskussion zu Fragen und Anregungen an die TZ Thema gewesen. Dazu gab es Informationen durch kompetente Fachreferenten aus verschiedenen Bereichen und Einrichtungen.

Auch dieses Mal konnte Constanze Höfinghoff, stellvertretende Tourismusdirektorin und Initiatorin dieser Veranstaltungsreihe, in ihrer Anmoderation ausgewiesene Fachleute begrüßen. Gekommen waren vom Nationalparkamt Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer in Tönning Dr. Christiane Gätje und Matthias Kundy – beide aus dem Fachbereich (FB) Kommunikation und Nationalpark-Partner - und Armin Jeß aus dem FB Schutz und Entwicklungsplanung sowie Anja Szczesinki vom Wattenmeer Büro des WWF aus Husum. Für die Firma „Schäfer-Tours“ als Nationalparkpartner war Christian Ott anwesend, für die Schutzstation Wattenmeer vom Nationalparkhaus in St. Peter-Ording dessen Leiterin Sabine Gettner und Rainer Schulz für die Station beim Leuchtturm Westerhever.

 

Im Mittelpunkt standen folgende Themen: Natur und Tourismus als Mehrwert füreinander und Strategien für nachhaltigen Tourismus sowie im Zusammenhang damit Chancen und Möglichkeiten in einer Nationalpark-Partnerschaft. Unbestritten von allen Seiten ist, dass  - nach 30 Jahren Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer - die Bedeutung des Erhaltes dieser einzigartigen Naturlandschaft bei den in ihr lebenden Menschen und Touristen

JB-2015: Armin Jess HJR

angekommen ist. So gaben 82% der im Jahr 2013 von April bis Oktober befragten Westküsteneinwohner bei der „Sonntagsfrage“ an, dass sie wieder für die Einrichtung des Nationalparks stimmen würden. Nur noch 2% waren dagegen. Die Anerkennung des deutsch-niederländischen Wattenmeeres 2009 als UNESCO-Weltnaturerbe krönt den Erfolg der Arbeit des Naturschutzes, seit Juni 2014 gehört auch das dänische Wattenmeer dazu. Damit reicht das WNE Wattenmeer mit 11.500 km² Fläche entlang 500 km vom niederländischen Den Helder bis zum dänischen Esbjerg.

 

Klima und Luft, Landschaft und Lage sind für etwa jeweils 70% der Gäste entscheidend für die Wahl des Urlaubs in St. Peter-Ording. Die Bezeichnung „Nationalpark Wattenmeer“ ist für 17,1 % der Touristen an der Nordsee Schleswig-Holstein ausschlaggebend. Aus dem Bruttoumsatz der Nationalparktouristen entsteht eine Wertschöpfung von 89 Mio €. Das entspricht 4700 Vollzeitbeschäftigungsstellen. Eine Million Menschen haben sich 2014 über Wattenmeer und Nationalpark informiert. Dr. Christiane Gätje ist sich sicher: „Natur und Naturschutz haben für den Tourismus einen Mehrwert. Es ist ein Gewinn für beide Seiten.“  Armin Jeß ergänzte: „Durch das Nationalparkgesetz werden traditionelle Nutzungen nicht eingeschränkt.“ Mit der Auszeichnung als Weltnaturerbe (WNE) wird der Status der Schutzgebiete nicht geändert. Es kommen keine neuen Regelungen hinzu.

 

Anja Szczesinski gab Einblicke in die Arbeit der internationalen „WNE Familie“ und machte in ihrem Plädoyer für den Naturschutz deutlich, dass dieser sowie auch der Tourismus und die Bevölkerung vom WNE-Status nur profitieren können. Wertschätzung und Verständnis für das WNE sind deswegen weiterhin zu verbessern. Natur- und Tourismusangebote sind im Idealfall so gestaltet, dass sie dem Urlauber besondere Erlebnisse im Einklang mit dem Naturschutz hier im Weltnaturerbe bieten können.- Matthias Kundy schärfte anschließend das Bewusstsein dafür, dass eine Nationalpark-Partnerschaft als Naturschutzprojekt zwischen Tourismus und Natur zu sehen ist. Es gibt aktuell in Schleswig-Holstein 150 Nationalparkpartner. In Eiderstedt sind es 32. Sie kommen aus den Bereichen Unterkunft, Naturerlebnis, Kunst & Kultur, Gastronomie und Tourismus Service. Die Partnerschaft beruht auf den Säulen Identifikation mit dem Nationalpark, Qualität und Service sowie Umweltschutz. Nachhaltiger Tourismus brächte Mehrwert für die Natur. Den einzelnen Betrieben gäbe es Profilschärfe und diene ihrer Imagepflege. Christian Ott gab danach ein kurzes Statement für Schäfer-Tours als Nationalparkpartner.

 

Daran entzündete sich eine kurze Diskussion über die Komplexität der Formulare für die Partnerschaft. Sie erfordern bewusst eine ernsthafte Auseinandersetzung. Schließlich sei die Anerkennung dann ein Qualitätssiegel.- Auch zu allen anderen Themen hatte es Fragen, Beiträge und Ergänzungen gegeben. Die unangenehmen Nebenerscheinungen beim Kitesurf World-Cup des vergangenen Jahres mit u.a. Lärm und Müll, das „Hunde-Problem“ oder vielleicht besser dass deren Besitzer, das nicht erlaubte Übernachtungsparken auf den Sandbänken, aber auch die Notwendigkeit eines Strandentwicklungskonzeptes, welches sich in Vorbereitung befindet – alles das und mehr wurde thematisiert. Dass die TZ intensiv daran arbeite und willens sei, diese Probleme sinnvollen Lösungen zuzuführen, versicherte Constanze Höfinghoff. „Nur, wir müssen die Menschen zunächst sensibilisieren, damit unsere Botschaften auch ankommen und hier und da ein Umdenken erfolgt.“ Das sei insbesondere bei dem existierenden Werteverlust in der Gesellschaft unbedingt erforderlich.

 

Eine besondere Botschaft hatte sie schon zwischen einzelnen Diskussionsbeiträgen und Antworten verkündet: „Wir wollen gerne Nationalparkpartner werden!“ Das nahm man ihr auch ab.

 

Nähere Informationen zur Thematik „Nationalpark, Weltnaturerbe und Tourismus“ gibt es in der Broschüre „Mehrwert Natur“. Im Netz ist sie abrufbar unter www.nationalpark-wattenmeer.de /Schleswig-Holstein/Service/Broschüren. Erhältlich ist sie über das Nationalparkamt in Tönning.

JB-2015: TZ im Dialog HJR

3. Klassisch und rockig - anregender Auftakt zu "Musik in der Kirche 2015"

 

26. April 2015, hjr

 

Gitarre und Rock – ja! Cello und Rock – inzwischen auch ja! Aber Mandoline und Rock ? Nun auch ja! – Das hatten sich Malte Vief (Gitarre), Matthias Hübner (Cello) und Jochen Roß (Mandoline) auch so gedacht. In ihrem Bandensemble HeavyClassic haben sich die drei Musiker zum klanggewaltigen Crossover-Dialog getroffen. Klassisch ausgebildet, fühlten sie sich schon immer von der Rockmusik angezogen. Beide Genres vereinigen sie in Eigenkompositionen und innovativen Arrangements bekannter Werke zu einer aufregenden musikalischen Symbiose. So erschaffen sie konzertante Musik, die rockt, Kammermusik, die k. eine stilistischen Grenzen kennt – eben HeavyClassic.

 

Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen hatte dem Publikum in seiner Begrüßung mit „HeavyClassic“ einen besonderen musikalischen Abend versprochen, so wie es schon der Flyer für „Musik in der Kirche – 2015 – St. Peter-Ording“ des Vereins zur Förderung und Pflege der Kirchenmusik angekündigt hatte. Es wurde für die vielen an dieser „Grenzgängermusik“ anwesenden Interessierten ein aufregendes Konzerterlebnis mit rockiger Kammermusik zwischen lyrischer Schönheit und druckvoller Direktheit. War der erste Musikvortrag „Intrada“ durchaus noch gewohnt klassische Barockmusik, wurde das spätestens bei der dritten und letzten Zugabe (!) mit dem Titel „Tanz des Bergkönigs“, frei nach Edvard Grieg arrangiert, ganz bewusst. Es war nicht nur die Melodie, sondern besonders auch der Rhythmus, der „rockte“.

JB-2015: Heavy Classic HJR

Titel wie „La Catedral“, „Bambule“, „Das Lied vom friedlichen Ritter“, „Roadrunner“ oder „Morning Rain“ erfreuten und begeisterten das Publikum, das wie bei einem Rockkonzert nach jedem Stück applaudierte. Wechsel der Instrumente machte zwischen den einzelnen Stücken „Stimmen“ erforderlich und brachte so eine zusätzliche Atmosphäre in die St. Peter-Kirche.

 

Mehr solcher „Überraschungen“ mit „anderer Musik“ hält der Programmflyer für 2015 bereit. Der Flyer – dieses Jahr in „Blau“ gerandet - liegt in der Kirche aus. Zu wünschen ist, dass sich besonders auch Jugendliche davon angesprochen fühlten und so motiviert Konzerte besuchten.

 

Das Jahresprogramm „Konzerte“ ist im Netz unter dem Stichwort „Kirchenmusik SPO willkommen“ abrufbar.

4. Serviceleistung für Fußgänger und Radfahrer

 

23. April 2015, hjr

 

Von der Überfahrt zum Böhler Strand bis zum Beginn des Katastrophenschutzweges von Böhl in Richtung Vollerwiek und Eidersperrwerk verlief bisher auf der Deichkrone entlang des Golfplatzes ein von Fußgängern und Radfahrern bis zur Deichpforte genutzter 850 m langer Plattenweg in erbärmlichem Zustand.

 

Ein Antrag der Gemeinde St. Peter-Ording führte über den Projektträger Jülich (PTJ) zur Bewilligung von 40.000 Euro Förderung seitens des Bundesumweltministeriums für den Neubau eines Radweges auf der Deichkrone. Das geschieht im Rahmen von Projekten zur Förderung alternativer Verkehrswege. Der PTJ arbeitet unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und setzt Forschungs- und Innovationsförderprogramme ausschließlich für Auftraggeber der Öffentlichen Hand um. Seit zwei Wochen sind die Arbeiten im Gange. Die Maßnahme ist mit insgesamt 86.000 Euro veranschlagt. Durchschnittlich vier Mitarbeiter der mit den Arbeiten beauftragten Firma haben voraussichtlich noch etwa eine Woche zu tun. Das Legen der Steine ist ausschließlich Handarbeit. Etwa 50 m schafft ein Steinsetzer pro Tag.

Vor dem Setzen mussten die alten Platten aufgenommen, der Untergrund vorbereitet, die Borten gesetzt und die Tragschicht eingebracht sowie planiert werden. Seitdem der erste Abschnitt vorbereitet war, konnten die einzelnen Arbeitsabläufe gleichzeitig stattfinden. So hat man sich inzwischen bis auf noch etwa 200 m Reststrecke vorgearbeitet. Wenn alles klappt, könnten die Radfahrer diesen neuen Weg eventuell schon am Maifeiertag einweihen und die Fußgänger brauchten den Blick wegen der vielen Stolperfallen und Löcher nicht mehr nach unten zu richten. So eine Serviceleistung werden wohl alle Nutzer zu schätzen wissen.

5. Die Natur im Blick

 

22. April 2015, hjr

 

Es spricht sich allmählich herum: Mit Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer in St. Peter-Ording auf Tour verspricht Naturerlebnis pur. Ob am Spülsaum, durch die Dünen oder Salzwiesen oder im Watt und auf der Seebrücke – man erfährt auf den Wanderungen immer wieder Neues. Allein schon Wetter und Jahreszeiten leisten dazu ihren Beitrag, aber auch die Kenntnisse der insgesamt sieben jungen Leute, die im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ), Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder als Praktikanten bis zur Dauer eines Jahres für den Nationalpark Wattenmeer tätig sind. Zu ihren Aufgaben gehören Vogelmonitoring, Öffentlichkeitsarbeit und Führungen verschiedener Art.

 

Dieses Mal (Montag, 22. April) informierte der 19jährige Stefan Lindemann (BFD), in der Nähe von Osnabrück zuhause und seit Sommer vergangenen Jahres hier, auf einer Fahrradtour vom Böhler Leuchtturm bis zur Aussichtsplattform im Bad über die Vogelwelt. Über Augen und Ohren richtete er den Blick der acht Interessierten – drei Ehepaare: aus Rosenheim/Bayern, Berlin bzw. St. Gallen/Schweiz und zwei Herren aus Bad Homburg/Taunus bzw. Hamburg – auf die Vogelwelt. Mit dem von ihm mitgebrachten Spektiv und mit eigenen Ferngläsern hatte man Vögel von Weißstorch, Graureiher, Stockente in den Salzwiesen bis zu Bluthänfling und Stieglitz im Gesträuch und den Dünenwäldchen direkt vor Augen und hörte zusätzlich Wissenswertes über Vogelzug und Vogelarten. Nebenbei begleitete Fröschequaken aus dem Vorland oder das Krächzen eines Fasans den Gesang der Vögel.

An der Spülsaum-Führung (Freitag, 17. April) vom Pfahlbau der Arche Noah aus in Richtung Böhl und zurück über die Sandbank mit Jannika Schulz aus Frankfurt/M. (20 Jahre, Abitur, FÖJ) und Jorinde Klammer (23 Jahre, Bachelor Biologie, Praktikantin) nahmen teil ein Ehepaar aus Aschaffenburg und zwei Damen aus Esslingen bzw. Halle. Kalkschale vom Seeigel, Häutungsrest von einer Strandkrabbe, Rückenplatte vom Sepia, Kalkschalen verschiedener Muscheln - Herz-, Mies-, Bohr- („Engelsflügel“), Sandklaff-, Baltische Plattmuschel- (rote, blaue, gelbe „Bohne“) - Eiballen der Wellhornschnecke, Blättermoostierchen, Blasen- und Bärentang waren neben Strandmüll in Form von Plastik, Tauresten und Holz Sammelergebnisse. Zu ihnen und mehr gab es Informationen von Jannika Schulz, die bei der Erläuterung der Entstehung einer Sanddüne besonders auf die Bedeutung des Strandhafers und sein immenses Wurzelwerk hinwies.

 

Laufende Informationen zu Führungen in St. Peter-Ording unter www.nationalparkhaus-spo.de über Link „Stationsseite St. Peter-Ording der Schutzstation Wattenmeer“  und den Veranstaltungskalender der TZ unter www.st-peter-ording.de

6. Über die Arbeit im Bauausschuss

Umfangreiches und schwieriges Aufgabengebiet

 

20. April 2015, hjr

 

Der Bauausschuss (BA) der Gemeinde St. Peter-Ording tagt monatlich. Auch dieses Mal waren alle Mitglieder anwesend, zusätzlich weitere Gemeindevertreter und nicht zuletzt interessierte Bürgerinnen und Bürger. Ausschussvorsitzender Bodo Laubenstein begrüßte dazu vom Amt Eiderstedt Carsten Eritt als Leiter des Fachbereiches Bauen und Entwicklung sowie als Sachbearbeiter Sven Jacobsen..

In der öffentlichen Sitzung ging es um das Fassen von Entwurfs- und Auslegungsbeschlüssen für die drei Bebauungspläne (B-Pläne) Nr. 5, Nr. 72 und Nr. 64. Im nichtöffentlichen Teil standen dann die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes/Discounter in Ording, die Bauleitplanung im Außenbereich (Drift) ebenfalls in Ording sowie Grundstücksangelegenheiten, Bauvorhaben und bau- und verkehrsspezifische Angelegenheiten auf der Tagesordnung

Es gibt über 70 Bebauungspläne, von denen 55 rechtskräftig sind. Von diesen aber ist etwa die Hälfte dreißig bis vierzig Jahre alt und bedarf der Überarbeitung. Jeder B-Plan hat seine spezifischen Eigenheiten. So hat es der Fachbereich Bauen und Entwicklung des Amtes Eiderstedt deswegen mit einer Vielfalt von auch berechtigten Interessen und zugleich aber verwaltungsrechtlichen Vorgaben zu tun. Das ist nicht immer miteinander in Einklang zu bringen, macht die Arbeit umfangreich und kostet Zeit. Seit Sommer letzten Jahres ist deswegen beim Amt Eiderstedt mit Daniel Herrmann zusätzlich ein Stadtplaner beschäftigt. Etwa siebzehn B-Pläne sind derzeit in Arbeit.

 

In der Einwohnerfragestunde wurde diese Problematik gleich deutlich bei der Nachfrage hinsichtlich des Standes der Arbeiten am B-Plan Nr. 1. Es handelt sich um das Gebiet linker Hand der Straße Im Bad vom „China-Restaurant“ bis zur „Loreley“. Er ist einer der ältesten B-Pläne, dabei mit einem Sondernutzungsbereich „Kur“ ausgestattet. Sven Jacobsen musste wie bisher wieder einmal aufgrund der besonderen Gemengelage und aus zurzeit nicht lösbaren rechtlichen Problemen vertrösten. Der Frage einer Anwohnergemeinschaft auf Einrichtung eines Spiegels gegenüber einer Ausfahrt in der Böhler Landstraße werde man nachgehen.-

An Mitteilungen aus der Verwaltung gab er Informationen zu den B-Plänen 13a (Promenade) und 13b (rechterhand Im Bad) sowie 36. Bei allen ist die Sachlage den Schmutzwasserkanal betreffend zu überprüfen. Zu allen Verfahren sind umfangreiche Stellungnahmen insbesondere auch von Privatpersonen eingegangen. Die Gemeinde hat nunmehr in den kommenden Wochen zu prüfen, inwiefern sie berücksichtigt werden müssen. Der B-Plan 13a ist neu auszulegen; für die B-Pläne 13b und 36 steht noch nicht fest, ob es eine erneute Auslegung geben wird. In der Mai- bzw. Juni-Sitzung wird sich der BA damit zu beschäftigen haben. Es gab aber auch Erfreuliches: Der Fußweg „Böhler Deich“ ist seit einiger Zeit in Arbeit. Die Sanierung der Deichrampen in Ording hat termingerecht begonnen. Zum Sommeranfang wird alles fertig sein.

Nach Erörterung von Sachfragen erfolgten die Abstimmungenbeschlüsse für den vorhabenbezogenen B-Plan Nr. 72 „Neubau einer Service-Wohnanlage“ Badallee 21-23 (ehem. „Haus Duborg“, vor etwa zwei Jahren abgerissen)  und die erste Änderung des B-Plans Nr. 64 „Neubaugebiet Wittendün“ entlang der Straßen Bövergeest, Wittendüner Allee bis zur Bahnlinie Tönning-St. Peter-Ording jeweils einstimmig. Statt maximaler Grundstücksgrößen werden jetzt bei einer maximalen Firsthöhe von 9 m bei Reetdachbebauung in den Baufeldern 11 und 12 (ehem. C&C-Markt) sowie Reduzierung der Geschossigkeit (im Baufeld 12 auf ein Vollgeschoss) Mindestgrößen vorgegeben. Die Errichtung eines maximal zehn Quadratmeter großen Garten- und Gerätehauses im hinteren Grundstücksteil soll möglich sein.- Schwieriger gestaltete sich die Abstimmung über die 7. Änderung des vorhabenbezogenen B-Planes Nr. 5. Hier ging es um die Vereinbarkeit von Wohnen (fünf Appartements) und „Ferienwohnen“ (15 Appartements) im Grundstücksbereich der ehemaligenTennishalle (vor einigen Jahren abgebrannt), Nutzung des öffentlichen Parkplatzes auch durch das Hotel sowie Zuwegungen. Die Begründung soll durch die Hinweise aus dem BA angepasst werden. Mehrheitlich wurde dann zugestimmt.

7. „Gut gegen Nordwind“ – Auftakt nach Maß im Museum Landschaft Eiderstedt

17. April 2015, hjr

 

Komödiantisch perfekt präsentierten die gebürtige Berliner Schauspielerin Wendeline Blazejewski (*1983) und der österreichische Bariton Johannes Paulus Stärkel (*1968) in einer gekonnt zweistündigen szenischen Lesung komprimiert den Bestseller-Roman „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer. Sie saßen auf Barhockern an mit Hussen verkleideten Bistro-Tischen in angemessener Entfernung voneinander vor dem interessierten Publikum in der Loo des Museums Landschaft Eiderstedt. Mitgebracht hatten sie aus Berlin Dr. med. Volker Schilling (*1966), im bayerischen Mittenwald aufgewachsen und Hobbymusiker, der als „Solo-Kontrabassist“ im Hintergrund die Zwischentöne mit eigenen Improvisationen bzw. ausgewählten Stücken aus Swing, Dixieland und Jazz zupfend setzte und damit den Dialogen der beiden Protagonisten den passenden Rahmen gab. So konnten vor allem die vielen Zuhörerinnen das eben Gehörte richtig auskosten. In Berlin haben sich die drei Künstler gefunden, wo ihnen die musikalisch-literarischen Projekte der GalaBühne Berlin großen Spaß bereiten.

 

Es ist eine Email-Geschichte, so wie sie im täglichen Leben passieren könnte. Man vertippt sich bei der Adresse, speichert diese ab und zufällig entsteht dann eine Korrespondenz zwischen zwei einander vollkommen unbekannten Menschen. Dass es sich dabei mit Leo Leike, dem durch Marlene beziehungsgeschädigten Kommunikationswissenschaftler , um einen Mann und bei Emma Rothner um eine mit ihrem um 14 Jahre älteren Klavierlehrer Bernhard verheiratete junge Frau von 34 handelt, der er zwei Kinder von 11 und 15 mit in die Ehe gebracht hat, macht den sich zu einer Liebesgeschichte entwickelnden Email-Flirt besonders reizvoll. Leo untersucht Emails auf ihre Eigenschaft als Transportmittel für Emotionen, sie gestaltet Homepages. Johannes Paulus Stärkel als Leo und Wendeline Blazejewski als Emmi kosteten das regelrecht aus, als wären sie wirklich die beiden. Die „Dialoge“ in Form von Emails und Antworten wie z.B. die Frage von ihr „Leo, wer waren Sie?“ und darauf seine Antwort „Neugier, dein Name ist Weib!“ oder ihre „Familienauszeit“ in Korrespondenz zu seiner von ihr so betitelten „Marlene-Verarbeitungs-Theorie“ oder die beabsichtigten Treffen der beiden, zu denen es aber aus welchen Gründen auch immer eben doch nicht kommt, fesselten das Publikum. Manch einer oder eine aus dem Publikum mag wohl gedacht haben: „Wenn mir so etwas doch einmal begegnete!“ Ausgeschlossen ist es ja nicht. Ob es allerdings dann so locker vom Hocker ginge, bleibt fraglich, wie eben auch das Ende zwischen Wendeline und Johannes als Emmi und Leo.

 

Einen besseren Start in die neunte Saison der Reihe „Musik und Literatur unter Reet 2015“ hätte Sigrid Haeder als die für dieses Angebot des Vereins „KulturTreff“ Verantwortliche gar nicht haben können. Es war im wahrsten Sinne Literatur und Musik! Fünf weitere höchst empfehlenswerte Veranstaltungen folgen. Schon am kommenden Freitag als nächstes „Silicon Wahnsinn“ mit Katja Kessler über ihren einjährigen Aufenthalt in Silicon Valley und dann unter dem Titel „Kästner & Co“ ein humorvolles und satirisches Programm, Freitag nach Himmelfahrt präsentiert von Christiane Leuchtmann und Hans Peter Korff.

8. Pflanzenbörse im Gardinger Stadtwald

12. April 2015, hjr

 

Der Hegering Garding der Jägerschaft Eiderstedt hatte zur Pflanzenbörse in den Gardinger Stadtwald eingeladen. Nach Eröffnung durch die Jagdhornbläser war den Besuchern die Möglichkeit zum Erwerb einheimischer Pflanzen und Sträucher, Stauden und besonderes Zubehör für die Gartengestaltung gegeben.

 

Olaf Christiansen aus Poppenbüll informierte über Bienen. Kurt Deblitz-Gerhardt freute sich, mit Kindern Nistkästen zu „Hämmern“. Der Falkner aus Schalkholz präsentierte seine abgerichteten Jagdhelfer. Attrappen von Gänsen und Krähen wirkten wie echt. Weitere Informationen über die Tierwelt rundeten das Geschehen ab. Die Jugendfeuerwehr Garding sorgte mit Hirschsteak, Wild- und Gansbratwürsten für die Besänftigung der Magennerven. Auch Kaffee und Kuchen gab es.

9. Sanierung der Überfahrten zum Ordinger Strand

Strandüberfahrt Ording-Utholm

13. April 2015, hjr

 

Zum fast frühestmöglichen Zeitpunkt steht an dem etwa 400 m langen Deichabschnitt in Ording in der Straße „Am Deich“ vom Beach-Motel bis zum Hotel Zweite Heimat eine längerfristig schon erforderliche Straßenbaumaßnahme an. Die Erneuerung der vorhandenen Doppel-Deichrampe auf dem Landesschutzdeich in St. Peter-Ording Nord wird in der Zeit von Montag, 20. April bis Freitag, 19. Juni ausgeführt. Beauftragt mit den Arbeiten ist das Unternehmen Straßen- und Tiefbau Dirk Jacobsen GmbH in Witzwort. Der Auftragsumfang beläuft sich auf brutto 253.825, 81 Euro. Sie wird mit 70.000 Euro durch den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein bezuschusst.

 

Das teilte Thomas Helmke, Dipl.-Ing.(FH) Tiefbau, als zuständiger Sachbearbeiter des Amtes Eiderstedt den neun Mitgliedern des Tourismus-Ausschusses in der Sitzung am vergangenen Montag mit. Eine große Runde weiterer interessierter Mitglieder der Gemeindevertretung und der Tourismus-Zentrale war anwesend. Alle Plätze im Sitzungszimmer des Alten Rathauses waren besetzt. Ausschussvorsitzender Tim Schäfer konnte als weiteren Fachreferenten Thorsten Reich, Geschäftsführer von netzvitamine GmbH aus Hamburg,  sowie Bürgermeister Rainer Balsmeier und Constanze Höfinghoff als seine stellv. Tourismus-Direktorin begrüßen. Der gesamte öffentliche Sitzungsteil stand im Zeichen von Informationen, Nachfragen und Ergänzungen dazu.

 

JB-2015: Sanierung der Überfahrt Nord in Ording 2 HJR
JB-2015: Sanierung der Überfahrt Nord in Ording HJR

Bedenken hinsichtlich der Zeitplanung für die Ausführung der Arbeiten für die Deichüberfahrt in Ording hatte Helmke nicht. Trotz 1. Mai, Himmelfahrt und Pfingsten werde der Zeitplan in zwei Bauabschnitten bei normalen Arbeitszeiten eingehalten werden können. Ferienbeginn in Schleswig-Holstein ist am 20. Juli, eine Woche vorher starten als erste Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, gefolgt von Berlin, Brandenburg und Hamburg. Die deichbaulichen Genehmigungen liegen vor. Die Osterferien in Schleswig-Holstein enden am kommenden Wochenende. Vom 30. September bis 15. April aber darf der Deich nebst Zubehör allein aus küstenschutzrechtlichen Gründen nicht aufgegraben werden.

 

Die Anlieger sind zum Teil in direkter Ansprache bereits über den Baubeginn informiert worden. Begonnen wird mit der nördlichen Rampe am Kreuzungspunkt von „Utholmer Straße“ und „Am Deich“. Sie führt in Richtung Süden zur Strandzufahrt. Der Strand ist dann über die südliche Rampe, beginnend bei „Haus Nr. 28 Am Deich“ erreichbar. Nach Fertigstellung der nördlichen Rampe erfolgt dann der Tausch mit dem Beginn der Arbeiten an der südlichen Rampe. Beide Rampen sind autark, dass es in dieser Weise bei entsprechend rechtzeitig vorgenommenen Verkehrsregelungen – „Wegixxen“ - über die Hinweisschilder problemlos erfolgen kann und der Ordinger Strand für Fahrzeuge auch laufend zugänglich ist.

 

Der Oberbau der Fahrbahnen wird erneuert und an die heute geltenden Richtlinien angepasst. Dazu wird die vorhandene Asphaltdecke aufgenommen, entsprechend ausgekoffert und durch einen 65 cm starken frostsicheren Oberbau ersetzt. Dieser besteht von unten nach oben aus einer Frostschutzschicht auf Vlies (34 cm), einer Schottertragschicht (15 cm), dann der Asphalttragschicht (12 cm) sowie der Asphaltdecke (4 cm). Zusätzlich werden für einen seitlich verbesserten Halt die vorhandenen Tiefborde durch Keilfalzplatten ersetzt. Nahtstellen werden zur Verhinderung von Wassereindrang bituminös vergossen. Der Deichkörper zwischen den jeweiligen Auf- und Abfahrten wird mit dem gleichen Aufbau versehen. Die landseitigen Ausrundungen werden verbessert. Das komplette System mit 3,50 m Breite, vorhandener Länge und Steigung wird beibehalten. So müssen sich weder Einheimische noch Gäste umgewöhnen.- Vom 22. bis 24. April finden zeitgleich in jeweils begrenztem Umfang Deckenerneuerungsarbeiten zu und an den Überfahrten in Böhl und Südstrand statt. Die Maßnahmen sind durch bereit gestellte Haushaltsmittel gedeckt.

 

Zu Beginn der Sitzung hatte Thorsten Reich als Berater für die TZ über eine Präsentation zum Onlinevertrieb interessante Einblicke in das aktuelle Marktgeschehen gegeben. In der Tourismusbranche findet eine rasant zunehmende Verlagerung ins Internet statt. Der Kunde suche dort nach Informationen und erwarte Online-Booking. Spezialisierung und Professionallisierung seien für die Rolle einer Destination im Vertrieb wie St. Peter-Ording erforderlich. Zur realen Situation vor Ort gewinnt die virtuelle Darstellung auf der Website an Bedeutung. Nicht nur ein Bild, sondern mehr und gute Beschreibungstexte werden gefordert.

 

Reich bescheinigte St. Peter-Ording, mit der Einführung von Deskline, marktfähigen Angebotsgrundlagen und der Kooperation mit dem Reservierungsverbund Nordsee-SH sowie der grundlegenden Neugestaltung der Website auf einem guten Weg zu sein. Damit werde St. Peter-Ording seiner touristischen Bedeutung in der digitalen Welt dann auch gerecht.

 

Dass der Badeort an der westlichen Spitze Eiderstedts touristischer Anziehungspunkt ist, machten die Berichte und Mitteilungen von Constanze Höfinghoff und Rainer Balsmeier bewusst. Das Osterfeuer und der Ostercrosslauf waren gut besucht, die vorangegangene Veranstaltung „SPO klart auf“ zur Müllbeseitigung in Kooperation mit dem Nationalparkhaus und Unterstützung durch Hotels hatte eine positive Resonanz. Im September folgt dann „SPO klart auf, Teil Zwei 2015“. Dann sind statt Vorland und südliche Strände wieder die Hauptstrände dran. Der Kite-Surf World-Cup 2015 befindet sich im internen Abstimmungsverfahren. Experten von Wacken-Open-Air WAO haben u.a. Tipps gegeben. Das gemeinsame Gastgeberverzeichnis St. Peter-Ording und Eiderstedt ist auf dem Wege seiner Verwirklichung, brauche aber Zeit und müsse wohl prozessorientiert gesehen werden. Man bitte deswegen auch um Geduld. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2014 ist die Auslastung der DÜNEN-THERME von ca. 32.000 auf 46.000 gestiegen. Ein Besucherinformationssystem in Form von 16 Tafeln wird im Mai auf der Seebrücke installiert. Am 29. April geht es bei TZ im Dialog passend dazu um „Natur und Tourismus – Liebe auf den zweiten Blick“.

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10. Konzertsaison durch Moorfrösche im Böhler Vorland eröffnet

06. April 2015, hjr

 

Im Frühjahr zeigen sich die Männchen gerne mal in Blau. Deswegen heißt er auch der blaue Moorfrosch (Rana  arvalis). Er ist eine unserer kleinen Froscharten. Die maximale Größe beträgt maximal sieben Zentimeter. Zur Laichzeit können die Männchen eine intensive Blaufärbung entwickeln. So imponieren sie außer mit ihren Froschlauten den Weibchen. Sie sind wie auch sonst die Männchen oberseits meist hell bis dunkelbraun gefärbt. Über den Rücken läuft meist ein breites helles dunkel gesäumtes Längsband. Ziemlich schlank ist ihr Körper, kurz und spitz ihre Schnauze.

 

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind sie „streng geschützt“. Mit diesem Schutzstatus versehene Arten dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Es ist verboten, sie durch Aufsuchen ihrer Lebensstätten zu beunruhigen.

Wer allerdings als Spaziergänger die Treppe vom Böhler Leuchtturm hinunter geht, um den Plattenfußweg zur Sandbank zu nutzen, kommt unweigerlich an all den Wasserstellen im feuchten Vorland vorbei. Der Moorfrosch selber macht auf sich aufmerksam. Er hat die Konzertsaison eröffnet. Das sonnige Osterwetter kam ihm richtig zu Pass. Die Männchen in ihrem blauen Brautkleid lauern regelrecht auf die braunen ihnen gegenüber eher unscheinbaren Weibchen, um sie bei der Eiablage zu begatten. Die Laichballen mit 500 bis 3000 Eiern sind ebenfalls gut sichtbar in den Flachgewässern zu erkennen. Manchmal hat man vielleicht sogar Glück, einem Weibchen mit dem blauen Männchen auf dem Rücken unterwegs zu begegnen. Ein Erlebnis der besonderen Art aber ist dieses Froschkonzert allemal.

11. Unfall mit sechs Verletzten im Bad

07. April 2015, hjr

 

In der Straße im Bad direkt bei der Auffahrt zum Parkdeck auf der linken Seite aus Richtung Eiderstedter Straße – Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h - war es gegen 17:30 Uhr zu einem zunächst mit vielen Verletzten vermuteten Verkehrsunfall gekommen. Eine ältere Autofahrerin war mit ihrem Kleinwagen aus bisher unbekannter Ursache auf die linke Fahrbahnseite und auf den Gehweg geraten und in eine Menschengruppe gefahren. Ihr Auto streifte dabei einen Kinderwagen und den Vater. Dieser wurde schwer verletzt und musste vor Ort notdienstärztlich versorgt und stabilisiert werden. Aus Rendsburg war deswegen zu dessen Transport in die Klinik auch der Rettungshubschrauber Christoph 42 angefordert worden. Er landete kurz nach 18:00 Uhr auf der Buhne.

Neben ihm waren vier Rettungstransportwagen ( zwei aus Dithmarschen, je einer aus Tönning und Garding) vor Ort, zwei Notärzte (aus Heide und aus Tönning), ebenfalls der First Reponder der DLRG St. Peter-Ording. Die FFW SPO war mit 34 Feuerwehrleuten und all ihren Fahrzeugen, die Polizei mit drei Funkkraftwagen und einem Unfallsachverständigen im Einsatz. Bei allem Unglück war es ein Glücksumstand, dass es bei insgesamt sechs Verletzten nur einen Schwerverletzten gegeben hat, unter den Leichtverletzten die drei Kinder der betroffenen Urlauberfamilie. Es hätte weitaus schlimmer gewesen sein können. Deswegen auch das große Aufgebot an Rettungsfahrzeugen und Rettungskräften. Erste Hilfe wurde unmittelbar nach dem Geschehen vor Ort von einer Arztpraxis und Passanten geleistet. Die Leichtverletzten wurden zur Abklärung in die Kliniken Heide bzw. Tönning gebracht.

 

Die Unfallstelle war großräumig abgesichert. Der Verkehr wurde sowohl vom Parkplatz Dünen-Therme sowie von der Abzweigung Eiderstedter Straße umgeleitet. Die Zufahrt ins Bad war verwehrt. Von allen nicht Betroffenen und Beteiligten wurde Abstand gewahrt.

12. Ostern 2015 – Bilderbuchwetter in St. Peter-Ording

02. – 06. April 2015, hjr

 

Gründonnerstag – kühl, Sonne und Wolken, aber trocken

Das Backhaus lockte wieder einmal. Österlich ist mancher Vorgarten ums Haus geschmückt.

Karfreitag – bedeckt, Wolkenlücken und trocken

Auf dem Spielplatz „Ponderosa“ in Ording ist Betrieb. Viele Spaziergänger nutzen auch den Weg durch die Dünen zur Aussichtsplattform. Gute Sicht hat man von dort bis zum LeuchtturmAuch die Nonnengänse sind zahlreich am Himmel und auf den Fennen zu sehen.

Ostersonntag und Ostermontag – Bilderbuchwetter, herrlich blauer Himmel und viel Sonne

Ausgebuchte Parkplätze, tagsüber tausende Spaziergänger an den Stränden, auf den Deichen und der Seebrücke, Shopping, Besuch von Cafes und Restaurants - was wollte man dieses Jahr an Ostern mehr?

 

Da war das Osterfeuer am Ostersonntag neben der Buhne hinter dem Flutpfahl bei sich dem Horizont nähernder Sonne willkommenes Abendschauspiel.

13. Ostern mit Urlauberseelsorge und in den Kirchen

01. bis 06. April 2015, hjr

 

Es ist ganz still in der katholischen Kirche St. Ulrich. Man kann sich einlassen auf das Ostergeschehen.

Da sind links und rechts neben dem Altar jeweils gleiche Bilder des Misereor Hungertuches 2015 des chinesischen Künstlers Dao Zi aus Beijing aufgestellt. Er hat sich von den Versen der Bergpredigt „Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz“ inspirieren lassen. Es ist das 20. Hungertuch und unterscheidet sich von seinen Vorgängern durch Reduktion auf wenige Formen und Farben, um so einen meditativen Zugang zu ermöglichen. Die vorherigen Bilder waren jeweils gegenständlich und farbig.- Links dahinter befindet sich an der Wand das große Bild der „Kreuzigung Christi“ in japanischer Tuschemalerei von Jutta Kämpfer-Kuznick. Von ihm ausgehend führen in Richtung Fensterfront Einzelbilder dazu von ihr, die besondere Sichtweisen darstellen und so die „Hinführung zur Passion Christi“ ebenfalls meditativ ermöglichen.- Gegenüber auf der anderen Seite des Raumes - vom Kirchenschiff ausgehend - der Ökumenische Kreuzweg der Jugend 2015 mit dem Titel „Im Fokus DAS KREUZ“. Auch hier wieder kann man sich einlassen auf die Passion Christi.- Dazu die Glasfenster - die kleinen links und rechts oben im Kirchenschiff, das große gegenüber dem Altar - und die fünf Altarbilder in Hinterglasmalerei mit den vier Evangelisten und in der Mitte die Kreuzigung. Die katholische Kirche präsentiert sich zu Ostern 2015 als Kunst- und Glaubensraum.

Das Angebot der Kirchengemeinden und der Urlauberseelsorge vom Sonntag Palmarum bis zum Ostermontag war auch dieses Jahr wieder vielfältig. Dazu gehörten abends Gute-Nacht-Geschichten für die Kleinen und Osterfrühstück nach vorangegangenem Ostermorgen-Familien-Früh-Gottesdienst um 6:00 Uhr in der St. Peter-Kirche der Urlauberseelsorge, besondere Gottesdienste in den Kirchen St. Nikolai, St. Peter und St. Ulrich in St. Peter-Ording und St. Magnus in Tating – z.B. Andacht zur Sterbestunde Jesu Christi in der Kirche St. Peter und Liturgiefeier vom Leiden und Sterben Christi in St. Ulrich am Karfreitag (zeitversetzt) – und ökumenische Andachten in St. Ulrich zum Hungertuch von Montag bis Mittwoch vor Ostern mit Gedanken zu den Schwerpunktbegriffen „Reduktion“, „Farbe“ und „Fülle“ mit den Pastorinnen Regine Boysen und Eva Höfflin sowie Pastoralreferent Michael Wrage.

Ostermontag gab es dann - an den Doppelfesttagen zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten in St. Peter-Ording üblich - mit Pastor i.R. Sönke Hansen und Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen an der Lobback-Orgel in der ev. Kirche einen Plattdeutschen Gottesdienst. Das Evangelium brachte die Emmaus-Geschichte  (Lk. 24. Kap.) von der Begegnung mit dem Auferstandenen in Erinnerung. Grundlage für die Predigt waren die Verse über den Eckstein als Stein des Anstoßes und des Ärgernisses aus dem 2. Kap. des ersten Briefes von Petrus.

 

Sönke Hansen vertell vun‘t Leeven, ok mit sien Lasten. Dat güng ok üm‘ Dod. Den kannst ni deelen. Dor büst ganz alleen. Leven, dat löt sik deelen. Un dat gifft ganz veel Straten, wo een op töövt, wat em holpen war’t. Anfungen harr he mit „Reisen“ und dorbi ok ni vergeeten, wat dor in de Alpen vör’n groote Unglück passeert is, wo de junge Pilot vun German Wings 149 annere Minschen mit in sienen Dod nahmen hett.

14. Ostereieraktion auf dem Markt

Der SPD-Ortsverein verschenkt seit über 25 Jahren jeden Mittwoch vor Ostern Ostereier und ein Faltblatt an die Marktbesucher.

In diesem Jahr erinnerten die Sozialdemokraten an den "wahren Sinn des Lebens" in Anblick der vielen Meldungen über Krieg und Terror. Sie hatten aber auch wieder ein tröstliches Gedicht "Hoffnung" für die Leser dabei.

15. Strandrolli für St. Peter-Ording

St. Peter-Ording, 01 April 2015: Strahlende Gesichter vor dem Gesundheits-und Wellnesszentrum:

Ein vierter strand- und sandtauglicher Rollstuhl ist nun im festen Bestand der Tourismus-Zentrale.
Ermöglicht hat das die BG Nordsee Reha-Klinik. Mit der Spende des Strandrollis unterstützt sie den Service der Tourismus-Zentrale und ermöglicht querschnittsgelähmten und rollstuhlpflichtigen Patienten die Möglichkeit, in St. Peter-Ording den einmaligen Strand zu erleben.

Als Einrichtung des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Hamburg sieht die BG Nordsee Reha-Klinik ihre Verpflichtung, neben Akutversorgung und Rehabilitation, ebenfalls im Berufsgenossenschaftlichen Auftrag. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, Strandausflüge zu ermöglichen“, so Uwe Lindner, Kaufm. Leiterund Prokurist der BG Nordsee Reha- Klinik.

Der besondere Rollstuhl, der sich durch extrem dicke Reifen und ein leichtes wendiges Gestell auszeichnet, ist der vierte seiner Art, den die Tourismus-Zentrale ihren mobilitätseingeschränkten Gästen zur Verfügung stellt. Darüberhinaus gibt es immer ab April mindestens einen zusätzlichen strandtauglichen elektronischen Rollstuhl. Eine rechtzeitige Buchung ist erforderlich unter der Hotline 04863-999 205 oder unter info@tz-spo.de.

Der Strandchef der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, Hannes Mahnsen freut sich: „Toll, dass wir einen 4. Strandrolli bekommen. Der Bedarf ist da und damit können wir unseren Service am Strand weiter ausbauen“.

Auch Rainer Balsmeier, Bürgermeister und Tourismus-Direktor begrüßt die Erweiterung des Services: „Die Zusammenarbeit mit den Kliniken in St. Peter-Ording ist wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Die Kooperation mit der BG Klinik im Thema Barrierefreiheit ist ein hervorragendes Beispiel dafür.“
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© Georg Panskus