2024 April / Mai / Juni

Museum Landschaft Eiderstedt

Im Museum ist ein Stück Wohnkultur mehr sichtbar

Der Alkoven wurde restauriert und die Hochstube neugestaltet 

Das Museum Landschaft Eiderstedt hat seinen Platz in der Olsdorfer Straße in dem denkmalgeschützten Haus Jensen aus dem Jahr 1752. Es ist ein kleines Museum. 

Aber auf wenig Raum können die Besucher einen überaus großen Teil der Geschichte Eiderstedts als politischer Landschaft direkt in Augenschein nehmen und dazu auch immer besser erfahren, wie auf Eiderstedt gelebt worden ist. Zu beachten ist dabei: Müßiggang kannten die Menschen damals nicht. Arbeit gab es immer mehr als genug. Sie war Teil des Lebens und für jeden alltägliche Selbstverständlichkeit.

Der ehemalige Wohnteil des Hauses Jensen vermittelt Wohnkultur. Direkt daran anschließend und an der Straßenseite befindet sich der Milchkeller. Aufgrund der Gegebenheiten konnte er nicht zu tief angelegt werden. Man brauchte eine genügende Höhe und auch Licht. Er gibt einen Einblick in die Arbeit, die zum Leben notwendig war. Man bewirtschaftete Haus und Hof mit einem Gemüsegarten, wenn möglich auch mit Viehzeug wie Schwein, Kaninchen, Gänsen und Hühnern. Im Haus Jensen gab es auch Kühe.

Über dem Milchkeller ist die Hochstube. In ihr befindet sich heute nur ein Alkoven. Er diente als Schlafstätte, war nur als solche bisher nicht sichtbar. Nun aber ist im Haus Jensen auch zu sehen, wo und wie die Bewohner geschlafen haben. Damit entpuppt sich das Museum mehr und mehr als echtes Kleinod auch der Wohnkultur. 

Katja Sinn, seit Nov. 2020 Leiterin des Museums, hat nicht nur ein Gespür für das Innenleben des historischen Hauses, sondern sie weiß auch Akzente zu setzen. Das Haus lebt durch sie und schon seit 1998 durch den Verein Kulturtreff und dessen ehrenamtlich für das Haus tätigen Mitglieder. Jetzt war wieder einmal eine Gelegenheit, das Museum zu präsentieren: Die Hochstube ist neugestaltet worden. Das war ein lang gehegter Traum. Nun ist er Wirklichkeit.

So lud Katja Sinn zu einem feierlichen Akt in die Loo des Museums und zur Eröffnung der Hochstube mit Besichtigung. Ihr schlichter Text als Begründung für diesen Anlass lautete:

„Mit Hilfe der Nospa Kulturstiftung und einem Anteil einer privaten Spende konnten wir einem weiteren Raum in unserem denkmalgeschützten Haus den Charakter eines historischen Wohnraums geben.“


Eingefunden zu diesem Festakt hatten sich seitens der Gemeinde der amtierende Bürgermeister Peter Arndt, Gemeindevertreterin Monika Grutza und Sonja Kreitschik, die persönliche Referentin des Bürgermeisters und Vertreterin der Gemeinde im Verein KulturTreff e.V. Marvin Jöns war für die NOSPA da. Der Heimatbund Landschaft Eiderstedt war vertreten durch Marianne Ehlers und Renate Poggensee, die IG Baupflege durch Hans-Georg Hostrup. Vom Verein Kulturtreff waren Thomas Kuhn, Jutta König, Hilke Herzberg, Cornelia und Wolfgang Meyer zugegen. Restaurator Wolfgang Jansen aus Tetenbüll war auch gekommen. Er hatte den Auftrag zum Ausbau des Alkovens erhalten und für die handwerklichen Arbeiten Herbert Wolff mit hinzugezogen.

 

Rund 10.000 € hat die Verwirklichung des Projektes gekostet. Seitens der Ehrenamtler im Museum sowie der Mitarbeiter des Bauhofes ist sehr viel Eigenleistung nötig gewesen. Alle Projektbeteiligten steuerten Ideen bei, halfen und unterstützten, wo sie konnten.

Die Hochstube kann sich sehen lassen: Der Blick geht zunächst zum geöffneten Alkoven mit Bettzeug und Nachthemd in der Ecke hinten. Zwischen den beiden anderen vermeintlichen Alkoven vor den verschlossenen Türen sticht die hängende Bettpfanne hervor. Ein Stehpult gehört noch dazu. 

Gegenüber fällt die apart gestaltete Fensterfront ins Auge mit der Wanduhr in der Mitte und dem Tisch mit den halbrunden seitlichen Platten sowie den beiden Stühlen. Der hohe schlanke Schrank in der rechten Ecke ist mit seinen Bildtafeln eine Zierde. An der Stirnseite links das Teeschränkchen über der schmucken, mit Schnitzereien versehenen Truhe, und rechts mittig die alte Truhe von 1767 als Alleinstellungsmerkmal.

So präsentiert sich heute die Hochstube. Zuvor diente sie mit fünf unterschiedlichsten Vitrinen für Münzen, Kannen etc. Ausstellungszwecken.

Sie war ursprünglich wohl eine Stube mit angegliederten Schlafstätten.

Dass hier heute nur ein Alkoven ist, hängt mit den Baulichkeiten des Hauses zusammen. Der Milchkeller war wegen der Versorgung notwendig. Der Gang zwischen dem Wohn- und Wirtschaftsteil hatte seinen Sinn, aber man musste auch nach oben kommen. Dazu dient eine Treppe. Zu vermuten ist, dass sie später eingebaut worden ist und die beiden anderen möglichen Alkoven dadurch entfallen mussten. Die entsprechende Wandverkleidung ließe darauf schließen. Leider existieren keine Unterlagen aus der Erbauungszeit des Hauses.

Wolfgang Jansen erläuterte, wie schwierig sich die Wiederherstellung des Alkovens gestaltet hat. Da war in Sachen Putz und Verputzen des Raumes sowie Verkleidung der Wände, Decke und Treppe sowie Berücksichtigung von geschaffenen neueren Leitungen zum Milchkeller vieles zu bedenken

Dass das heute so wunderbar gelungen aussieht, ist der Handwerkskunst von Herbert Wolff zu verdanken. Die Fugen zwischen den einzelnen Brettern sind z.B. so verdeckt worden, wie es auf Eiderstedt üblich gewesen ist. Ob der Alkoven in dieser Hochstube je so schön ausgesehen hat wie jetzt, ist kaum anzunehmen. Meistens  waren es „Bettnischen“, in denen man in mit Langstroh gefülltem Leinenbettzeug mehr sitzend als liegend schlief.

Siehe dazu unter www.jb-spo.de

2022      Feb            Sonderausstellung zu „Fahrräder der Geschichte und der Zukunft

                  Juni            Kunstprojekt „Urban Sketching“ des 10. Jahrganges des Gymnasiums

                  Juli             Bis 27. November – Ausstellung „Eiderstedt im Nationalsozialismus“

                  Okt          „Urban Sketching“ – Ausstellung im MLE zum Projekt mit der NOS

2023      Juni            Verein „Kultur Treff e.V.“ hat wieder einen Vorstand

                  Sep/Okt 500 Jahre Geigenbaugeschichte im Wandel großer musikalischer Umbrüche

                  Nov/Dez Würdigung der Arbeit von Claus Heitmann

 

Hans Jörg Rickert, 6. Mai 2024, jb-spo

ALKOVEN - Hintergrundwissen

Im Haubarg „Peerboos“ in Vollerwiek sind mehrere Alkoven in einem Quergang zwischen Wohn- und Wirtschaftsbereich eingerichtet. Der Einstieg ist vom Flur aus, die hintere Wand grenzt an die Tenne. In ihnen hatten Mägde und Knechte ihren Schlafplatz bzw. ihr „Reich“, in das sie sich zurückziehen konnten, aber zugleich ihre Habseligkeiten unterzubringen hatten.

Ein Alkoven ist eine „Nische zum Schlafen“. Sprachlich ableiten lässt sich der Begriff vom Spanischen „al-gubba“ für Kuppel bzw. über das Französische „alcove“. Im Lateinischen steht „cubare“ für liegen. Die „Konkubine“ ist eine Beischläferin. Zu zweit Schlafen war im Alkoven möglich.

Auch der Begriff „Cubus“ für Würfel passt. Länge, Breite und Höhe eines Alkovens sind annähernd gleich. Mannslänge war nicht erforderlich, da „sitzend“ geschlafen wurde. Die Länge betrug ca. 1,60 m. Von eckigen Körpern hat der Würfel im Vergleich das größte Volumen. In ihm kann bei geringstem Materialverbrauch räumlich am meisten untergebracht werden.

Alkoven dienten in Norddeutschland bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts insbesondere der ärmeren Bevölkerung als Schlafstätten. Hygienisch waren sie wegen der schlechten Belüftung problematisch. Wegen der Tuberkulosegefahr wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts baupolizeilich gegen sie vorgegangen. 1926 z.B. zahlte der Freistaat Oldenburg pro entferntem Alkoven 100 Reichsmark.

Hans Jörg Rickert, 07.Mai 2024, jb-spo

Pünktlich zum Beginn der Hauptsaison 2024 soll der Nahversorger mit den Märkten von EDEKA und ALDI seinen Betrieb aufnehmen

Die Eröffnung ist geplant für den 6. Juni 2024

 

Hier ein Überblick zu Planung und Umsetzung des Projektes in Ording

 

Ab 2014 nahmen Überlegungen zum Bau eines Nahversorgers in Ording für EDEKA/ALDI konkretere Formen an

2015 fasste die Gemeindevertretung St. Peter-Ording den Grundsatzbeschluss für das Projekt B-Plan 73

2019

Wegen der verkehrlichen Erschließung wurden im Verlaufe der Beratungen zunächst zwei Kreisverkehre angedacht: Einer an der Stelle der Querung von Strandweg/Waldstraße mit der Straße Dreilanden (geht in Brösum in die B 202 über) und ein zweiter etwa in Höhe von Dreilanden 10 (landw. Betrieb Stöhrmann).- Wegen der zweiten Deichlinie (Strandweg) kann ersterer nicht realisiert werden.

Am 13. Juni 2019 findet die frühzeitige öffentliche Beteiligung statt.

Die Gesamtfläche beträgt ca. 16.000 m² (1,6 Hektar)

EDEKA            ca. 1555 m² Verkaufsfläche bei ca. 2310 m² Nutzfläche

ALDI               ca. 1280 m² Verkaufsfläche bei ca. 1825 m² Nutzfäche

 

1,6 Hektar bisherige Gräsungsfläche (Eiderstedter Marschboden)

sollen in Zukunft wirtschaftlich anders genutzt werden.

August/September 2022:

 

Grenzpunkte und Grabenarbeiten, beginnend nördlich der Friesenstraße
 

Parallel dazu gab es archäologische Untersuchungen an einer Warft gegenüber Dreilanden 8 (www.jb-spo.de 2022 September)

Die Aushubtiefe beträgt ca. 1,5 m. Der flächenmäßige Aushub dient der Anlage eines Biotops als Ersatz für die Tränkekuhle und zugleich als Regenrückhaltebecken. Der Abfluss erfolgt über den sich anschließenden Graben in Richtung Ordinger Sielzug. Dessen Wasser wird über das Siel im Tümlauer Koog der Nordsee zugeführt. 

In der öffentlichen Beteiligung war die Frage der Entwässerung ein wichtiger Punkt. Denn etwa 80 % der Gesamtfläche werden versiegelt. Das sind zunächst einschließlich Grundierung durch Stahlbetonpfähle ca. 4150 m² Nutzfläche für die Gebäude und ca. 8650 m² für Zuwegungen, Parkraum und Sonstiges. Der Bodenaustausch für den Marschboden - 50 cm bis 70 cm tief - beläuft sich damit auf mindestens 6000 m³ bis maximal 8000 m³.

 

Oktober/November 2022

Die Arbeiten auf der Baustelle galten insbesondere dem Abtransport des Oberbodens bis zu einer Tiefe von ca. 0,70 m, dem Auffüllen mit Schotter auf Vlies und dem Einrammen der Betonstelen.

Am 30. September 2022 hatte die Baustelle noch so ausgesehen:

 

Februar 2023
 

Verkehrliche Maßnahmen sind erforderlich

 

 

 

Die B 202 „Dreilanden“ ist ab Utholmer Straße bis etwa Kreuzung Waldstraße/ Strandweg wegen Anlage des Kreisverkehrs in Höhe des landw. Betriebes Stöhrmann und Grabenarbeiten wegen der Oberflächenentwässerung gesperrt.

 

 

Die Tankstelle in Ording kann angefahren werden.

Der Ordinger Strand ist erreichbar über „Utholmer Straße“ bzw. über den „Strandweg“ und anschließend „Am Deich“. 

Während der Hauptsaison wird die Sperrung im Sommer aufgehoben.

 

 

 

Vor allem Erdarbeiten kennzeichnen den Betrieb auf der Baustelle. Das Terrain für die Parkflächen muss grundiert werden.

Für die Entwässerung wird alles Material angeliefert.

 

 

Juni 2023 

Für den Bau werden die Vorbereitungen abgeschlossen.

Ein Jahr vor der geplanten Eröffnung am 6. Juni 2024 sieht die Baustelle schon recht manierlich aus. Alle erforderlichen Vorarbeiten sind im Wesentlichen getan. 

Der Kreisverkehr aber wartet noch auf seine Fertigstellung.

 

September 2023

 

April 2024

Es geht auf die Zielgerade.

EDEKA und ALDI präsentieren sich nun aus der Ferne. Der Kreisel hat auch „Figur“ bekommen.

Aber die B 202 ist für den Verkehr weiterhin gesperrt. Unter www.gemeinde-spo.de wird u.a. mitgeteilt:

 

Bauarbeiten B 202 Dreilanden

„In der Gemeinde St. Peter-Ording ist an der Bundesstraße B 202 (Dreilanden) nördlich der Tankstelle der Neubau eines Kreisverkehrsplatzes geplant. Der Kreisverkehr dient der Erschließung eines neuen Nahversorgungsgebietes, in dem Neubauten von Edeka und Aldi entstehen.

Die Bautätigkeiten haben bis einschließlich 14.04.2024 pausiert.

Seit dem 15.04.2024 wurden diese wieder aufgenommen und werden voraussichtlich bis Juni 2024 andauern.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Arbeitsschutzes und der Bauqualität können die Arbeiten nur unter Vollsperrung stattfinden.“

 

 

Mai 2024

Endspurt für die Gewerke – die Einrichter sind da

Vor der geplanten Eröffnung am 6. Juni gilt dem Geschehen auf der Fläche ein „besonderer“ Blick.- 

Man darf gespannt sein, wie sich Ording nun insgesamt weiterentwickeln wird. Der zweite Bau für „Zweite Heimat“ ist fertig. In der Pidder-Lyng-Straße und im Strandweg wird dazu auch wesentlich für den höherwertigen Tourismus gebaut.

Siehe dazu unter www.jb-spo.de

2015    Juli       Gemeinderat - Klare Mehrheiten trotz heikler Themen

2017    Okt2     Veränderungssperre für B-Plan 30 verlängert und Aufstellungsbeschluss (EDEKA-

ALDI) gefasst

2019    Apr2     „Baustellen“ genug für die Gemeindevertretung St. Peter-Ording

Mai      Der Vorentwurf für den Einzelhandel in Ording nimmt Gestalt an

Juni      Frühzeitige öffentliche Beteiligung für das Nahversorgungsgebiet in Ording hat stattgefunden

2020    Juli       Nahversorger EDEKA und ALDI in Ording nehmen Fahrt auf

2022    Sept     Rund 1000 Kubikmeter Kleierde liegen auf der Fenne in Ording

Bei Baumaßnahmen ist das Archäologische Landesamt einzubeziehen

            Nov      EDEKA und ALDI begehen gemeinsam Spatenstich in Dreilanden

2023    Juni      Der Baufortschritt für Edeka/Aldi in Ording gerät ins Stocken

 

Hans Jörg Rickert, 13. Mai 2024, jb-spo

Kunsthaus und Kunstsammlung SPO

„Landschaft nah und fern

14. gemeinsame Ausstellung von Galerie Tobien und Kunstsammlung Gemeinde St. Peter-Ording

Die Eröffnung der 14. Ausstellung - Sonntag, 28. April 2024 - im Kunsthaus St. Peter-Ording in der Wittendüner Geest war ein Ereignis. Das muss einfach so gesagt werden.

Inzwischen hat es sich herumgesprochen:

Das Kunsthaus St. Peter-Ording vermittelt Kunsterlebnisse.

Für die Auswahl der Bilder und ihrer Künstler und Künstlerinnen zeichnen Galeristin Marid Taubert seitens der Galerie Tobien in Husum und St. Peter-Ording und ihr Team sowie Georg und Ursula Panskus seitens der Kunstsammlung St. Peter-Ording verantwortlich. Sie sind ehrenamtlich tätige Kuratoren.

„Landschaft nah und fern“ in unterschiedlichster Form wird den Besuchern des Kunsthauses bis zum 22. September 2024 zu den Öffnungszeiten der Galerie Tobien jeweils Mittwoch bis Samstag von 13 bis 17 Uhr präsentiert.

Allein die Einträge im Gästebuch der Kunstsammlung SPO zu dieser Ausstellung machen schon Lust, z.B. 

 

 

 

„Was für eine gelungene Ausstellung, und mal wieder perfekt gehängt. Thematisch wunderschön zusammengestellt. – Kompliment an die Verantwortlichen im Kunsthaus SPO und natürlich an die Künstler, die dies ermöglicht haben.“

„Watt bei Lüttmoorsiel“ von Mathias Meinel und dazu die drei kleineren Gemälde von Harald Feyen empfangen die Besucher beim Eintritt in das Kunsthaus und somit in den Raum der Galerie Tobien. Sie zeigt wieder einmal Kunst in ihrer Vielfalt.

Thematisch an die vorangegangene Ausstellung „Norddeutsche Realisten“ geknüpft, wird das Motiv der Landschaftsdarstellung durch die Genres Aquarell, Grafik und Fotografie erweitert. 

 

Zu sehen sind u.a. Aquarelle von Maneis und Jens Radeloff, Gemälde von Harald Feyen, Mario Malfer, Ute Martens, Mathias Meinel und Wolfgang Werkmeister, Grafik von Georges Laporte und Fotografie von Mario Reinstadler. 

Auch den kleinen Pappmaché-Figuren von Claudia König darf man nebenbei gerne mehr als ein kurzes Schmunzeln gönnen.

Diese vielleicht doch eher streifend, zieht hinter der geöffneten Doppeltür der Ausstellungsraum der Kunstsammlung SPO die Blicke an. Oder sind es ganz hinten links die „Silbermöwe“, an der Stellwand rechts ein wenig davor die beiden Bilder „Elbblick“ mit dem Baum im Gegenlicht und der kleinen Bank, daneben der „Blick nach Westen“ mit dem Wolkenhimmel über dem Vollerwieker Deich? Alle drei von Ute Martens. Beim Näherkommen aber betrachtet man vielleicht erst die „Blumen“ von Max Höppner und Karin Bansen. Ihnen gegenüber hängen die neu für die Kunstsammlung erworbenen Bilder von Karin Dreyer. Und dann fällt bestimmt auch das 1955 von Annemarie Ewertsen geschaffene Aquarell „Landschaft“ ins Auge.

 

 

 

Die Kunstsammlung der Gemeinde zeigt Interpretationen der regionalen Landschaft. Zu den bereits genannten Künstlern sind Bilder ausgestellt von Erich Duggen – das ist Verpflichtung -, Erhard Schiel, Prof. Gerd Uschkereit, Wilhelm Philipp, Friedrich Karl Gotsch, Nikolaus Störtenbecker, Heinrich Kuhn und Georg Panskus.

 

In einem Rundgang hat G. Pankus alle Künstler feinsinnig anhand ihrer Werke gewürdigt, war ihrer Malweise auf die Spur gegangen und erzählte Bildergeschichten. 

Wie mächtig ein Zaun und wie klein ein Haubarg sein können, offenbarte er genauso wie das mögliche Entstehen einer Betitelung.

„Landschaft nah und fern“ sind eine Freude für die Sinne und machen Lust auf mehr, ob als „Fensterblick“ in die Eiderstedter Landschaft, als „Saint-Malo“ in der Bretagne oder als Blumengemälde.

Galeristin Marid Taubert hatte die 14. gemeinsame Ausstellung eröffnet. In ihrer Laudatio auf die Künstlerinnen und Künstler stellte sie in einem kurzen Abriss die Entstehung der Landschaftsmalerei vor. Diese stieg im 18. Jahrhundert zu einem eigenen Genre auf. 

Der rasche Anstieg der Urbanisierung im Zeitalter der Aufklärung und der Industriellen Revolution veränderte die Sicht auf Landschaft und Natur. Heute, im Zeitalter des Klimawandels und der Künstlichen Intelligenz erfreue sie sich erneut eines besonderen Interesses. Stets haben sich Generationen von Künstlerinnen und Künstlern der Darstellung intakter Natur verschrieben. Dadurch behalte sie ihre Aktualität und mahne unerschütterlich an den Erhalt der natürlichen Lebensräume.

Jedem Künstler und jeder Künstlerin widmete sie sich mit einem prägnanten Satz. Zu den bereits genannten Künstler/innen sind Bilder ausgestellt von Stephanie Entrich, Detlef Rhodius, Nadine Dietrich, Ole West und Folkert Rasch.- Für Mathias Meinel formulierte sie es so: „Seit ich die Bilder von Mathias Meinel kenne, betrachte ich Ackerfurchen und Pfützen mit neuen Augen.“

Besser lässt sich das nicht sagen. Der Gast des Kunsthauses SPO gönne deshalb dem „Eingangsbild“ einen vertiefenden Blick. Aber dazu dann auch denen von Harald Feyen. Die würden, mit Abstand betrachtet, ja schärfer.

Im Rahmen ihrer Ausführungen brachte sie bewusst ihre Freude über die gelungene Kooperation mit der Gemeinde St. Peter-Ording, vertreten durch Ursula und Georg Panskus, zum Ausdruck. Hier sei im Miteinander etwas gewachsen, das dem Ort über das touristische Geschehen hinaus diene. 

Gäste kommen u.a. auch extra deswegen ins Kunsthaus nach St. Peter-Ording.- Das zeigte sich erneut anlässlich dieser 14. Vernissage mit ihrem überaus großen Anteil Auswärtiger.

 

Hans Jörg Rickert, 04. Mai 2024, jb-spo

Siehe dazu unter www.jb-spo.de – Kunstsammlung der Gemeinde 

Musik in der Kirche

Wir sind alle ein Teil der Schöpfung

Der Blaue Planet“ - Ein Musical nicht nur für Kinder

Zum Kantate-Fest gehört seit mindestens 2012 ein Musical. Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen studiert es mit den Jungen und Mädchen des Kinderchores ein. Aus dem Spatzenchor, den Kleinsten ab 4 Jahre, machen auch schon einige mit. Sie werden so an Aufführungen herangeführt und sind wie die größeren bis ca. 12 auch mit Begeisterung dabei. Die Themenvielfalt ist breit. Von „Franziskus“ oder „Babel blamabel“ bis zu „Sammy“, dem Krokodil im Baggerteich, reicht das Spektrum.

Für diesen Sonntag Kantate hatte Christoph Jensen das Musical „Der Blaue Planet“ gewählt. Es stammt wie viele Musicals von Peter Schindler und traf den „Zeitnagel“ auf den Kopf. Für die 12jährigen - Anton, Ida D., Amelia und Peter - war es ein super ausgewähltes Stück. Es passte nicht nur zu ihrem Alter, in dem der Übergang von der Kindheit zur Jugend vollzogen und in dem von ihnen auch mehr und mehr über das Leben und seine Umstände nachgedacht wird. Beim nächsten Musical, wenn die Tradition denn beibehalten wird, werden sie voraussichtlich nicht mehr mitmachen. Sie gehören dann schon zu den Vorkonfirmanden. 

Insgesamt spielten, tanzten und sangen 13 Kinder auf der Bühne. Von den Jüngeren gehörte Ilona mit zu den Hauptakteuren. Matilda, Tia, Alva sowie Piet und auch die vier Kleinsten Leilani, Ida A., Polly und Lisanne brachten schon von „Sammy“ Bühnenerfahrung mit.

In „Der Blaue Planet“ geht es um das „Wohl und Weh der Welt“. Im 1. Akt stehen die vier Elemente „Erde, Wasser, Luft und Feuer“ im Focus. Jedes Element behauptet von sich, das Wichtigste zu sein. Mitten in der Ewigkeit angesiedelt, streiten sie sich und kämpfen mit Wirbelstürmen, Hochwasser, Feuersbrünsten und Vulkanausbrüchen gegeneinander. Sie versuchen sich zu übertrumpfen.

Mit „Nein, nein, nein – das kann nicht sein, es muss auch uns in Gottes Schöpfung geben! – Sonst gäbe es kein Leben!“ besänftigen die Kinder die Situation und zeigen, wie wichtig alle vier zusammen sind. Als Kulisse reichen vier Seidenbänder: Grün für die Erde, Blau für das Wasser, Weiß für die Luft und Rot für das Feuer. Für das Leben auf der Bühne sorgen die Kinder.

Im 2. Akt sind es die Präsidenten der Welt im Osten, im Süden, im Westen und im Norden, die sich um den „Blauen Planeten“ streiten. Wir befinden uns in der Gegenwart. Jeder will ihn allein besitzen. Auch hier macht der Chor der Kinder klar, wie unsinnig ein alleiniger Machtanspruch ist.

Im Epilog der Kinder heißt es dann: So geht es schon seit Tausenden von Jahren. Wird sich das je ändern? Sie wollen die Welt beherrschen und wollen nicht teilen. Wird sich das je ändern?

Zum Abschluss kommen die Sängerinnen und Sänger der Kantorei aus dem Kirchenraum nach vorne. Mit dem „Laudate Domino“ endet die Aufführung höchst eindrucksvoll.

Der Applaus von den zahlreich anwesenden Eltern, Großeltern, Freunden und Bekannten sowie auch ehemaligen Bühnenakteuren und Interessierten machte deutlich: „Das habt ihr super gemacht.“

Siehe dazu unter www.jb-spo.de 

2023      Mai – Kantate - „Sammy“, ein Musical vom Kinderchor

 

Hans Jörg Rickert, 28. April 2024, jb-spo

Musik in der Kirche

Kirchenmusikalischer Höhepunkt in der Osterzeit
Singt, singt dem Herrn neue Lieder

Kanate-Fest der Ev.-Luth. Kirchengemeinde in der St. Peter-Kirche am 28. April

 

 

Pastorin Sylvia Goltz fasste es für alle zusammen: „Ich liebe den Sonntag Kantate, insbesondere in dieser Gemeinde: mit Kinderchor, Kantorei und Posaunenchor.“ 

Die Gottesdienstbesucher werden durch Kantor und Organist KMD Christoph Jensen aktiv mit eingebunden, ist noch hinzuzufügen.- 

Das wird an diesem 5. Sonntag der Osterzeit besonders bewusst. Ausgewählte musikalische Beiträge seitens des Posaunenchores sowie der Kantorei und mindestens ein Beitrag des Kinderchores, dazu gemeinsames Singen aller, prägen diesen kirchlichen Festtag in der Kirche St. Peter.

Der Pfingstsonntag ist der 50. Tag (griech. Pentecoste = fünfzigster Tag) nach Ostern. Pfingsten ist weltweit in den christlichen Gemeinden das Fest der Kirchen. Die 7 Wochen zwischen Ostern und Pfingsten sind eine Freudenzeit, denn Christus ist drei Tage nach seinem Tod am Kreuz auferstanden. Kantate wiederum ist der Sonntag vor Christi Himmelfahrt. Diese wird am 40. Tag der Osterzeit gefeiert. Von der Bedeutung her ist Ostern das wichtigste Fest der Christenheit.

Die Bläser eröffneten den Gottesdienst mit einem Spielstück in Es aus der Zeit um 1600. Kantorei und Gemeinde sangen danach im Wechsel „Lobet den Herren“.

Musik war das diesen Gottesdienst tragende Medium. Um das Lied des Kinderchores „Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder“, rankte sich der Reigen all der anderen Musikstücke. Mit „Cantate Domino“ von Hans Leo Hassler für vierstimmigen Chor, mit „Air und Presto“ von Georg Philipp Telemann für Bläser, dann nach der Predigt „Lobe den Herren“ für Choralmotette für vierstimmigen Chor von Hugo Distler, den von der Gemeinde gesungenen Kirchenliedern, darunter nach dem Vaterunser und dem Segen das Lied „Gott gab uns Atem“, präsentierte sich die ganze Breite der kirchenmusikalischen Arbeit, für die KMD Christoph Jensen steht.

Sylvia Goltz hatte „Musik“ zum Thema ihrer Predigt gemacht. „Musik bringt uns zusammen, Musik verbindet“, aber „Zuhören“ sei dafür unabdingbar, war ihr Resümee. Das gelte sowohl für die Musizierenden untereinander als auch für die Zuhörer als Gesamtheit.

Hans Jörg Rickert, 28. April 2024, jb-spo

 

Siehe dazu unter www.jb-spo.de

 

2023      Mai         Kantate 2023 – ein Festtag für alle in der Sankt Peter-Kirche

                                    und

      Christoph Jensen ist 40 Jahre Kantor und Organist in St. Peter

Die Natur im Blick

Zwischen Strandparkplatz und Deich

Beobachtungen in Böhl

Diese Sandhaufen auf dem Böhler Strandparkplatz prägten von März an das Bild. Nun sind sie kleiner und weniger erkennbar geworden.- Die TZ hatte wie in den Jahren zuvor den im Bad bei der Seebrücke reichlich vorhandenen Sand beim Winkel vom neuen (2005) zum alten Teil der Seebrücke wegbaggern und hierher transportieren lassen. Man geht bei diesem Vorgehen davon aus, dass die tieferen Stellen dann mit Hilfe der Strömung durch Ebbe und Flut aufgefüllt werden und sich dadurch die Befahrbarkeit des Strandes sowie die Parkmöglichkeiten verbessern.- 

Darüber und über die Sinnhaftigkeit der Sandtransporte vom Bad nach Böhl ließe sich trefflich streiten. Gilt denn nicht wie sonst, dass vor dem Deich die Kräfte der Natur zu beachten sind? War im Strandentwicklungskonzept für Böhl nicht Naturerleben angesagt?

Die Fläche am Böhler Strand von der Bushaltestelle bis zum Strandpfahlbau-Restaurant „Salt & Silver“ dient seit jeher als Parkfläche. Sie ist aber mit ihren vielen tieferen, je nach Wetterlage auch nassen Stellen eher eine „Slalomfahrstrecke“ geworden. Somit ist sie weder so richtig zum Befahren noch zum Parken geeignet. Etwa auf halber Stegstrecke kommt dazu ein Priel aus dem Vorland.

 

Und wer die Situation jährlich beobachtet, kommt zu dem Schluss: Im Sommer sieht es doch immer wieder so aus wie im Jahr zuvor.

 

 

Vergleich zu der Zeit vor 2000

 

Im Zuge der Regelungen für die Befahrbarkeit der Strände zwischen Gemeinde und Nationalparkamt sind u.a. Fußgänger- und Radfahrstege geschaffen worden, das auch in Böhl. Die Natur mit ihren Eigenheiten erleben zu können, sollte von hier einschließlich des Südstrandes bis zum Strandabschnitt Bad im Vordergrund stehen.- Der seit 2022 begehbare Naturerlebnisraum und die 2023 mit dem Erlebnis-Hus fertiggestellte Naturerlebnispromenade (Big Five der Nordsee) machen das in einer Einzigartigkeit für den Nationalpark Wattenmeer weiträumig und individuell möglich.

 

Die Badestelle Böhl liegt seit Jahren weit entfernt von den Pfahlbauten.

 

In Böhl ist Reiten am Strand möglich. Das war schon immer so.

 

Wie an den anderen Stränden hat sich auch hier das Kiten etabliert. Dafür gibt es Regelungen.

 

 

Doch die Strandbereiche in Böhl – der vom Leuchtturm über den Plattenweg erreichbare und der zwischen dem Steg von der Bushaltestelle bis zu Salt & Silver, dem Fußgängersteg zum Deich und dann der Busspur zum Strand – haben weiteren Mehrwert. Dafür sollte sich die Natur als auch touristisches Angebot auch zukünftig weiterentwickeln können.

Wie lebendig sie im Bereich zwischen dem Steg zum Pfahlbau und dem Seedeich vor Böhl ist und sich dabei verändert, ist sehr gut zu erkennen. Man muss nur „sehen“, dann und wann innehalten. Es kann auch vom eingeschlagenen Weg auf dem Steg einige Schritte abgewichen weichen und dabei „genauer hinsehen“ werden.

 

Zu empfehlen ist folgender Rundweg: Von der Überfahrt die Busspur hinunter, dann auf dem Steg zum Pfahlbau und den für Fußgänger ausgeschilderten Weg zur Überfahrt zurück oder umgekehrt. Verbinden lässt sich das je nach Gezeitenlage mit einem Besuch des Restaurants, einer Watt- und Sandbankwanderung bzw. auch einem Badestopp.

 

Überflutungen des Strandparkplatzes haben zugenommen

Wer den Strandabschnitt Böhl östlich der Busspur öfter aufsucht, wird bemerken, dass der einmal hauptsächlich als Parkplatz genutzte Strandsandbereich bis zum Restaurant-Pfahlbau oft überflutet ist. Das gilt auch für den Steg um und vor „Salt & Silver“. Der Pfahlbau selbst steht im Wasser.- Am 10. April dieses Jahres war der Westwind nicht zu kräftig, die Sonne schien. Hochwasserzeit war genau um 14:54 Uhr.

 

 

Autos konnten hier jetzt nicht parken, aber auch später nicht, denn der Strandboden war nicht fest genug: „ACHTUNG / Festfahr-Gefahr / Extrem weicher Sand“ signalisierte ein extra aufgestelltes Schild. So eigneten sich zum Parken nur die Flächen innerhalb des Buskreisels bzw. die westlich davon.

Dass der Sand so weich war, hat auch etwas mit dem Sandflug durch Wind zu tun, aber ebenso mit den Sandhaufen, die von Wasser umspült auf der Sandbank umverteilt werden. 

Auf dem als Parkbereich ausgewiesenen Strand fällt auf, dass hier bis auf den Kreisel keine Pflanzen wachsen. Das liegt in Böhl sicher mit daran, dass dieser Strandabschnitt oft überflutet ist.

Heftig wehender Sand oder Primärdünen wie in Ording fehlen.

 

 

 

Aber landseitig vor dem Steg hat sich vom Pfahlbau bis zur Bushaltestelle im Laufe der Jahre ein gut erkennbarer Strandwall gebildet. Hinter ihm befinden sich die niedriger liegenden Salzwiesen. Im Juli und August blüht dort wie am Südstrand der Strandflieder.

Aber schon im frühen Frühjahr - „lebt“ hier die Natur.

 

Die Überflutung bringt „Schätze“ aus dem Wattenmeer mit sich:

Eihüllen der Wellhornschnecke, Blättermoostierchen, Sepia-Schulp, Blasentang, Muschelschalen u.a.m. Zu finden sind sie vor und auf dem Steg, im Treibsel und auf schon versandeten Stellen. Wind und Wasser haben diese geschaffen.

Man sammle ruhig, um dann zuhause im Internet auf Forschungsreise zu gehen.

Dann werden die Wunder der Natur erst richtig erkennbar. Wer weiß schon, dass die wie „Algenreste“ aussehenden verzweigten und abgerundeten Blätter Kolonien von Kleinstlebewesen sind und dass ein solches 10 cm hohes Blättermoostierchen aus etwa 1 Million „Waben“ mit jeweils einem Tierchen besteht? Die „Waben“ sind schon mittels einer Lupe erkennbar. Die Einzeltierchen der Kolonie – allgemein als „Zooiden“ benannt - haben eine Länge von ca. 0,4 mm und eine Breite von 0,2 bis 0,28 mm. Das bedeutet: Auf dem Fingernagel unseres kleinen Fingers (1 cm²) fände eine Kolonie von 1000 Zooiden Platz.

Seeigel und Krabben ernähren sich z.B. von ihnen. Aber diese und andere Arten von Moostierchen verursachen Schäden an Kaimauern und Schiffswänden.

Vogel- und Pflanzenwelt vervollkommnen das Naturerlebnis.-

Die Lerchen sind da und tirilieren. Ihren Flug zu beobachten und danach das Abgleiten bzw. auch Niederlassen auf einem Treibselhaufen, sind nicht nur einen Blick wert. Evtl. bekommt man auch schon einen Rotschenkel zu Gesicht.-

Der Strandflieder zeigt sich mit seinen Blättern, erkennbar an der Spitze am Blattende, und das Löffelkraut blüht. Auch Grasnelken sind auf dem Strandwall zu entdecken und auf lockeren Sandflächen Gänsedisteln im Frühstadium.

Siehe dazu unter www.jb-spo.de

2019    

März2  Erkundungstour der besonderen Art im Böhler Watt

April    Tipp - Es ist wieder Vogelzeit am Grudeweg

Mai      Tipp - Auf Kiebitzküken lauern viele Gefahren, aber die Eltern sind wachsam

2020

April     Nonnengänse sammeln sich zum Flug in die Arktis

             Es ist Hasenhochzeit in Ording

2021    

Mai      Goldregenpfeifer auf den Fennen vor dem Norderdeich

Juli      NATURTIPP und mehr - Der Südstrand von St. Peter-Dorf gewinnt immer mehr Nordsee-Fans

Aug     Millimeterlook in Lila - spannende Blicke bis unter die Halligfliederhaut

2022    

März    Naturerlebnisraum vor dem Deich nimmt Formen an

Aug     „Das ist eine unglaublich beeindruckende Kulisse“

Sep      Erste „TRILATERAL  WADDEN  SEA  YOUTH  CONFERENCE“

2023    April     Vogelwelt im Frühling in Ording hinter dem Norderdeich

 

Hans Jörg Rickert, 20. April 2024, jb-spo

Information zur Kommunalpolitik

St. Peter-Ording sucht hauptamtliche/n Bürgermeister/in

Fünf Bewerbungen für das Amt liegen vor und wurden angenommen

Seit dem 8. Februar 2024 war im gemeindeeigenen Netzauftritt www.gemeinde-spo.de zu lesen, dass die Gemeinde St. Peter-Ording einen neuen Bürgermeister sucht. Dem über das Amt Eiderstedt bei der Gemeinde SPO seitens des seit 1. Mai 2021 Amtsinhabers Jürgen Ritter eingereichten Antrages auf Rücktritt zum 1. März 2024 war stattgegeben worden. Im nichtöffentlichen Teil der November-Sitzung des Gemeinderates hatte Jürgen Ritter seinen Rücktritt erklärt.

Zum entsprechend vorgesehenen Termin 15. April 2024 waren insgesamt fünf Bewerbungen eingegangen. Der Gemeindewahlausschuss erkannte diese in seiner Sitzung am 19. April als rechtsgültig an. Die Kandidaten sind:

 

Herr Peter Arndt aus St. Peter-Ording

Frau Doreen Lützen aus St. Peter-Ording

Frau Meike Munz aus Norderfriedrichskoog

Herr Boris Pfau aus St. Peter-Ording

Herr Eckhard Rave aus Weddingstedt

 

Doreen Lützen, Meike Munz und Boris Pfau kandidieren aufgrund der erforderlichen selbst eingeholten Anzahl von Stimmen möglicher Wähler/innen. Peter-Arndt ist Mitglied der SPD und Kandidat der SPD St. Peter-Ording; Eckhard Rave ist parteilos und wird von der CDU St. Peter-Ording unterstützt.

Die Wahl zum/r Bürgermeister/in findet am Sonntag, 9. Juni 2024 zeit- und ortsgleich – drei Wahllokale - zur Europawahl statt. Wahlberechtigt sind für beide Wahlen die mit Hauptwohnsitz in St. Peter-Ording ansässigen Bürger/innen ab vollendetem 16. Lebensjahr. Das sind ca. 3.300, wie Sitzungsleiter Sven Jacobsen, Leiter des Fachbereiches „Bürgerdienste und Ordnung“ des Amtes Eiderstedt mitteilte.

 

Hans Jörg Rickert, 22. April 2024, jb-spo

Düt un Dar - en beten wat op Platt

Osterglockentied op Eiderstedt

De Gaarners vun de TZ SPO sünd wedder flietig ween

Dat mutt eenfach seggt warrn: Op Eiderstedt hebbt wi dat smuck. Nu sünd wedder de Narzissen an’t Blöh’n. Fohr man mol na Welt, dor hebbt se de vor Johren överall plannt. Ok in Gaarn kannst dat sehn, sachts op ganz Eiderstedt. Dat hebbt de Eiderstedter vun de enkelten Gemeen maakt. Dat hett wat mit „Gemeinsinn“ to kriegen. Wi dot dat för de „Allgemeinheit“, vöör uns sülvst un vöör uns Gäste.

In St. Peter markst dat uk. Schallst man rundüm kieken. Denn warrst dat gewohr. Uk in uns Dörp kannst dat sehn: Bi’t Backhus blöht Narzissen op’n Diek, in’e Dörpstraat kiekt se neeschieerig ut de Hecken mang Straat un Footweg. An’n Heedweg lücht di dat Geel vun de Narzissen vun de Seniorenresidenz bet to de Dörpstraat entgegen. 

Wunnerst di, wo de överall blöhn dot! Dat kummt ni vun alleen, uk wenn de Natur sülvst dorför sorgen deit. Dor is de Minsch in‘e Gang ween un hett dat fördert.

In SPO gifft dat nu uk noch Lüüd, de dorför extra anstellt sünd: Dat sünd de Gaarners vun de TZ. De sünd hier ni to vergeeten. De hebbt unsen Ort dat ganze Johr in’n Blick. Uk, wenn se dorför betaalt warrt, hebbt uk se en Loff verdeent. 

De Bööm warrt pleegt un sneeden, de Rabatten bi de TZ-Info, bi de „Sööte Eck“ – dor, wo de Olsdörper Straat vun de Dörpstraat na‘t Museum un Kark afgeiht – un uk in‘n Heideweg bi de „Suppenmanufaktur“. Dat gellt uk för de Flächen in Bad, Ording un Böhl, muttst sachts uk dor din Oogen opdoon. 

Dor höört nämli uk al de Verkehrsinseln to. Kannst di dor dat ganze Johr an de Blomen frein un dörfst di sachts wunnern, wat dat so maakt warrt.

 

 

 

 

Nu blöht Narzissen, Tulpen un Stiefmütterchen. De kummt uk mit Frost torecht. In’n Sommer süht dat denn anners ut. Denn sünd dat Geranien, Begonien un veele anner Sommerblomen.

 

 

 

Un uk in’n Winter sorgt Gemeen un TZ dorför, wat dat bi uns schöön utsehn deit: Vun Ording bet Böhl lücht bi uns in de Adventstied bet na Silvester an bestimmte Steeden Dannenbööm.

 

Wenn nu bi uns ünnerwegens büst, kunnst de Lüüd vun Buhoff vun de TZ bi ehre Arbeid je uk mol ansnacken. De freut sik uk, wenn dat markt warrt, wat se hier bi uns to’n Freu‘n maaken dot.

Kiek uk bi www.jb-spo.de

2013    Juli       Blütenpracht am Straßenrand (über Button Archiv)

2015    Juli       Farbige Blütenträume

2017    Jan      Bauhof hat den Weihnachtsschmuck im Ort entfernt

 

Hans Jörg Rickert, 07. April 2024, jb-spo