2024 April / Mai / Juni

Kunst in SPO

Sommerwiese und Deichgalerie

Sibille Rehder

und

Thomas Bartram

 

laden dieses Jahr auf die Sommerwiese und in die Deichgalerie ein.

Ohne die „Sommerwiese“ ist Sibille Rehders Deichgalerie nicht mehr vorstellbar, ebenso aber die „Deichgalerie“ nicht mehr ohne Thomas Bartrams Sommerwiese.

Er ist es, der in ihr seine landschaftsgärtnerischen Visionen mit den Wegen und den blühenden Flächen sowie Hochbeeten umsetzt. - Ein Besuch beider – sowohl der Deichgalerie und der Sommerwiese als auch des Ehepaares – gehört seit Jahren nicht nur für Freunde und Bekannte dazu. Das vor allem dann, wenn sie zu einer Ausstellung einladen.

Dieses Jahr ist es das erste Mal, dass die beiden gemeinsam eine solche in der Deichgalerie „bestreiten“.

Sind das Jahr über von Sibille Rehder geschaffene „Bilder zwischen Himmel und Meer“ zu „erleben“, begegnen Besucher und Betrachter in diesem Jahr vom 1. bis zum 30. Juni „Verzauberten Blicken“ – und können sich von diesen unwillkürlich ihren eigenen Blick verzaubern lassen.

Sibille Rehder verzaubert z.B. ein Foto von rostfarbenen Stahlplatten über ihre wunderbare Maltechnik mit Pastellkreiden und Gouache in eine Landschaft.

Welches Bild könnte es sein?

Thomas Bartram vermag in der natürlichen Umwelt das verborgene Kleine zu sehen, welches er dann photographisch erfasst und „sagenhaft“ in ein Bild verwandelt, das ebenso Staunen hervorruft.

Zeit aber sollte der Besucher der Galerie mitbringen, um die an den Seitenwänden gehängten Bilder in Augenschein zu nehmen und sie dann auf sich wirken zu lassen.

Beim Verinnerlichen der Individualitäten der Bilder assozierte ich bei einem spontan „Badende Nymphen“, in einem anderen „Buntsandstein von Helgoland“.

 

Aber gibt es einen schöneren Bildtitel als „Himmelsbrücke“?

Eine Brücke verbindet und macht Begegnungen möglich. Und wenn es dann eine Brücke zwischen Himmel und Meer bzw. Land wird, ist der Urzustand zur Schöpfung nicht weit!

 

Mögen Besucher dieser kleinen feinen Ausstellung angeregt werden, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, evtl. plötzlich für sich einen neuen Bildtitel finden oder in ungewohnte Richtungen neu denken. Ein anschließender Gang über die „Sommerwiese“ führt danach mit einer Leichtigkeit zurück auf den Boden der Tatsachen und sicher auch zugleich zu der Erkenntnis, wie wundervoll und wundersam die Natur doch ist. 

 

Die „Drei Schwestern“ – Bohne, Mais und Kürbis - sind ein sichtbares Beispiel.

Lassen wir doch unseren Blick einfach einmal verzaubern.

 „Jedem „Anfang wohnt ein Zauber inne“, hat uns Hermann Hesse (1877-1962) in seinem Gedicht „Stufen“ ans Herz gelegt.- Kinder wissen das intuitiv. Sie sehen die Wirklichkeit und verzaubern sie für sich in ihre Welt des Sehens.

Weil aber Menschen so sind wie sie sind, lässt sich das Leid in dieser Welt wohl nicht verhindern, vielleicht aber wird es erträglicher, und es tun sich Sichtweisen zur Verbesserung auf. Die „Himmelsbrücke“ muss dann nur auch betreten werden.

Sibille Rehder und Thomas Bartram tun das schon. Ausstellungen dieser Art sind ein erster Schritt. Wir sollten ihnen folgen, ähnliche und weitere Schritte wagen und wie sie auf solchen eigenen Wegen andere mitnehmen.

 

HINTERGRUND

Als „Drei Schwestern“ werden im Gemüseanbau Bohne, Mais und Kürbis bezeichnet. Es handelt sich um eine altbewährte Mischkultur. Der Mais dient als Kletterhilfe für die Bohnen. Der Kürbis sorgt mit seinen großen Blättern für den Schatten und schützt den Boden vorm Austrocknen. Die Bohne als Hülsenfrucht bindet mit Hilfe ihrer Knöllchenbakterien den Stickstoff der Luft und düngt damit den Boden.

Zunächst werden Setzlinge gezogen, die dann nach den Eisheiligen auf bis maximal 2 Quadratmeter gepflanzt werden: eine Maispflanze mittig, bis zu vier Bohnen um sie herum und links und rechts jeweils ein Kürbis. Geerntet wird später im Jahr je nach Reife beginnend mit Bohnen, dann Mais und schließlich Kürbis.

Siehe dazu unter www.jb-spo.de

2011     Mai      „Seewind“ - Ausstellung vom 07. Mai bis 15. Juli 2011 in der Deichgalerie

2012    Mai      Deichgalerie lädt ein zum Besuch der „Sommerwiese“

2012    Juli       Sommergäste in der Deichgalerie am Norderdeich in Ording

2013    Mai      Skulpturenausstellung auf der „Sommerwiese“ der Deichgalerie am Norderdeich

2014    Mai      Windobjekte auf der blühenden Sommerwiese der Deichgalerie

2015    Mai      Weite Reise und neue Sichten

2016    Mai      Ausstellung „Sommerwiese“ in der Deichgalerie

2018    Mai      „Die Lust, etwas Schönes zu schaffen, das Freude bereitet“

2019    Juni      Deichgalerie und Sommerwiese sind eins und doch viel mehr

2022    Mai      SPO – Kurznachrichten aus dem Mai

            Juli       Grenzen überwinden – Kunst am Norderdeich

Hans Jörg Rickert, 21. Juni 2024, jb-spo

ORTE in St. Peter-Ording - Hotel Kölfhamm

Hotel Köhlfhamm in Ording feierte seine 30 Jahre

„1993 wurde auf großzügig bemessener Fläche unser Hotel ‚Kölfhamm‘ errichtet - am 17. Juni 1994 haben wir es eröffnet.“ – So steht es im Netzauftritt für das „Kölfhamm“ in Ording. Inhaberin ist in „dritter“ Generation“ Svenja Carstens. Sie ist gelernte Hotelfachfrau.

Familie Carstens und ihr Kölfhamm-Team laden zum 30jährigen Jubiiläum ein.

Von 1968 bis 1991 hatte ihr Großvater Jens Uwe Petersen mit seiner Frau Christel auf dem Flurstück „Kölfhamm“ einen Campingplatz betrieben. Seine Familie und er sorgten für die gesellige Atmosphäre auf dem Platz. Das Gelände war für diesen Zweck ausgeschrieben und von ihm erworben worden. 

„Jup“ war gelernter Meierist und war als Milchmann in St. Peter und später Ording unterwegs. Man mochte den leutseligen Mann und seinen Humor. Er wurde zu einem Ordinger „Original“. Sein Lieblingspferd war ein „Friese“. Mit einer gleichgesinnten Pferdefreundin und ihrem „Friesen“ wurden zu bestimmten Anlässen Kutschfahrten angeboten und gemacht. 

Als er 1991 verstorben war, orientierte sich Familie Petersen zeitgemäß neu:

Auf dem Flurstück Kölfhamm entstand ab 1993 das gleichnamige Hotel. Inhaber waren Andrea Carstens, geb. Petersen und ihr Mann Thies-Hermann. Als Hotelfachfrau und als Koch war das für sie eine Herausforderung und Lebensaufgabe. 

Auf den Tag genau konnte ihre Tochter Svenja Carstens jetzt

mit ihnen und ihrer Familie sowie Team und vielen Gästen

bei wunderbarem Wetter das 30jährige Jubiläum begehen.

 

Mit den drei Worten „Ruhe - Weite - Herzlichkeit“ empfehlen sich das Kölfhamm „Hotel Garni“ mit seinen 28 Zimmern bzw. Suiten sowie das „Haus Kölfhamm“ mit seinen vier Ferienwohnungen in den beiden Hausprospekten. Der Familienbetrieb und sein Team stehen für diese drei Worte:

Das Gelände liegt fußläufig in fast unmittelbarer Nähe zu den beiden Strandüberfahrten „Köhlbrand“ und „Ording Nord“ etwas zurück von der Straße „Am Deich“. Von ihr kann es zu Beginn der Stichstraße „Kölfhamm“ direkt erreicht werden. Mit seinen Gartenanlagen, Grünflächen, Parkmöglichkeiten und Kinderspielplatz ist es wahrhaftig großzügig bemessen und schafft für alle eine Oase der Ruhe.

Das „Kölfhamm“ (rechts hinten) präsentiert sich von seinen Nachbarn durch viel Grün gut abgeschirmt

Betritt man das Haus, ist die Ruhe gleich spürbar, ob man es nun als Hotel, Wahllokal, Treffpunkt für Vereine und Gruppen oder als Gast des Hauses betritt. Und am Empfang oder in „Jup’s Friesencafé“ weiß der Gast die Herzlichkeit zu schätzen.

 

Historie und anderes mehr - Ergänzende Informationen 

 

Ording war bis 1967 eine eigene Gemeinde. Heute ist es einer der vier Ortsteile von St. Peter-Ording, der nur noch vom Tourismus lebt. Der Wandel von einem Dorf zu einem „Tourismus-Hotspot“ mit hohem Gästeaufkommen wird am Verkehr und an den errichteten und im Bau befindlichen Gebäuden deutlich. 


Was vor nun über 100 Jahren mit dem „Haus Utholm“ (1910) und dem „Hotel Ordinger Hof“ (1911) beide inzwischen abgerissen und durch die großen Neubauten von „Zweite Heimat“ bzw. „Beach-Motel“ ersetzt - begann, findet derzeit mit neuen Ferienwohnmöglichkeiten rasant seine Fortsetzung. So viel Raum wie auf dem Gelände um das „Kölfhamm“ ist aber woanders nicht zu finden!

Hier gibt es noch Grünflächen, auf denen Kinder wie einst die Kälber „toben“ können. „Kölfhamm“ nämlich ist die Bezeichnung für eine „Kälberweide“. 

„Kölf“ steht für „Kälber“ (plattdeutsch „Kalv/Kalver“ = „Kuhkalb/kälber“). Nach der Entwöhnung von der Mutterkuh hatten die Kälber eine eigene Weide. „Hamm“ ist die Bezeichnung für ein Flurstück mit natürlichen Grenzen, das vor der Landaufteilung gemeinschaftlich bewirtschaftet worden ist.

 

 

 

Siehe dazu unter

1)   www.jb-spo.de

2019      Juni                           Sorgenfalten und Ratlosigkeit im Bauausschuss (letzter Absatz)

                  Juli 2                        Sechsjähriger Stillstand nähert sich dem Ende

2021      April                         ORTE – Ording Nord von der Utholmer Straße bis Hungerhamm

2023      April                         Vogelwelt im Frühling in Ording hinter dem Norderdeich

                  Nov/Dez               Einladung zum Jahres-Abschluss-Dankeschön Nachmittag

und 

2)   Hefte der AG OrtsChronik „Aus der Ortsgeschichte“

Heft 19 von 1997 – enthält einen Abdruck des Heftes 1 von 1985 mit „Flurnamen in Ording“

Heft 24 von 2005 – widmet sich in 8 Abschnitten in allen Beiträgen dem Ort Ording

 

Hans Jörg Rickert, 19. Juni 2024, jb-spo