2023  Januar

Beifall für den Dienst in der Kirchengemeinde

 

Feierlicher Gottesdienst anlässlich der Entpflichtung und Verpflichtung der Mitglieder des Kirchengemeinderates für St. Peter-Ording und Tating

 

Claudia Boyens, Waltraud Rüß, Helmut Walter, Ruth Welk und Rainer Wilde

haben sich mindestens sechs Jahre in den Dienst ihrer Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating gestellt. Sie hatten sich für den Abschied aus dem Ehrenamt ihrer Kirchengemeinde entschieden. Der eine bzw. die andere von ihnen war mehr im Hintergrund tätig, aber manche sind sozusagen Gesichter der Kirche St. Magnus in Tating bzw. der Kirche St. Peter in St. Peter-Ording geworden.

Erneut kandidiert hatten

Wolfgang Beushausen, Gaby Bombis, Jörg Honecker, Ove Klützke, Bodo Scheffels und Andrea Streubier.

Sie sind wieder gewählt worden. Neu in den Kirchengemeinderat gewählt sind

Maike Christiansen, Anne Honecker und Katja Schmidt.

 

Gemeinsam zogen die alten und die neuen Mitglieder des KGR mit dem Pastorenehepaar Michael und Sylvia Goltz am Sonntag, 15. Januar in die St. Peter-Kirche ein. In dem feierlichen Gottesdienst mit der Kantorei unter der musikalischen Leitung von KMD Christoph Jensen hatte Pastor Goltz die liturgische Leitung. Pastorin Sylvia Goltz predigte zum Thema „Segnen“ als Hauptaufgabe der Kirche. Die Lesungen erfolgten durch Gaby Bombis.

„Siehe, es war sehr gut“ war der Leitgedanke in diesem Gottesdienst. Michael Goltz nahm darauf Bezug und segnete, dankte und entpflichtete die Mitglieder des alten Kirchengemeinderates von ihren Rechten und Pflichten. Danach verpflichtete er die Mitglieder des neuen, indem er anschließend die Gemeinde „ermahnte“ (so ist dieser Vorgang in der Gottesdienstordnung benannt): „Unterstützt und achtet die Mitglieder des Kirchengemeinderates und schenkt ihnen Vertrauen.“ Zuvor hatten diese mit der Segnung die Annahme ihres Ehrenamtes mit dem Gelöbnis „Ja, mit Gottes Hilfe“ bestätigt.

 

Hans Jörg Rickert, 22. Januar 2020

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2023      Jan         Jahresempfang 2023

2022      Nov       Kirchengemeinderatswahl zum Beginn des neuen Kirchenjahres

2021      Dez        Wolfgang Beushausen ist Träger des Ansgar-Kreuzes der Nordkirche

„Siehe, es war sehr gut,

vieles ist schon gut - alles andere wird gut“

Ev. Kirchengemeinde und Kommunalgemeinde hatten Bürger und Gäste ins Ev. Gemeindehaus eingeladen

 

Positiver als an diesem 15. Januar 2023 können ein Rückblick und Vorausblick beim

Jahresempfang in St. Peter-Ording

nicht ausfallen. Die Perspektive war dieses Mal darauf ausgerichtet, dass nach drei Jahren Pandemie endlich wieder ein Jahresempfang stattfinden konnte. An die 80 Personen waren anwesend.

 

Zu ihm hatten die Pastoren Sylvia & Michael Goltz mit dem Vorsitzenden des Kirchengemeinderates Wolfgang Beushausen für die Ev. Kirchengemeinde und Bürgermeister Jürgen Ritter mit Bürgervorsteher Boy Jöns für die Kommunalgemeinde St. Peter-Ording alle Bürger und Gäste von St. Peter-Ording eingeladen.

Verbunden war der Jahresempfang mit einem Gottesdienst in der St. Peter-Kirche zur Einführung des im Dezember gewählten neuen Kirchengemeinderates für die Ev. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating.

Der Empfang schloss sich im benachbarten Ev. Gemeindehaus mit Grußworten von Pastor Michael Goltz, Bürgervorsteher Boy Jöns und Bürgermeister Jürgen Ritter an. Eine deftige und schmackhafte Grünkohlsuppe mit Kohlwurst ließ danach gestärkt und unter dem Segen Gottes den Heimweg antreten.

Für das Pastorenehepaar Goltz war es nach über zwei Jahren Tätigkeit als Seelsorger der erste Jahresempfang. Michael Goltz bekundete sein und seiner Frau Sylvia Wohlbefinden am neuen Wirkungsort. „Dieser Ort bietet unheimlich viel. Man braucht es mit den Anregungen von außen nur aufzunehmen.“ Anhand der drei Kirchen - St. Nikolai in Ording, St. Peter im Ortsteil Dorf und St. Magnus in Tating hatte er das dargestellt. Sie stünden in der Kirchengemeinde z.B. für Hochzeiten, Musik bzw. Kunst, um nur einen seiner Aspekte herauszunehmen.

 

 

 

 

 

 

Bürgermeister Ritter, der auch im Namen von Tourismusdirektorin Katharina Schirmbeck sprach und der wie Frau Schirmbeck auch vor fast zwei Jahren sein Amt antrat, war dieser Empfang in St. Peter-Ording der erste. Seine Dankesbekundungen galten zunächst seinem Vorgänger Rainer Balsmeier und danach einer Vielzahl weiterer nicht nur in Verantwortung für den Ort und die Gemeinde tätiger Bürgerinnen und Bürger seit seiner Wahl im Oktober 2020 bis heute. Herausforderungen für St. Peter-Ording gebe es genug. Er werde sich aber besonders für ein „Kommunales Liegenschaftsmanagement“ einsetzen.

 

Bürgervorsteher Boy Jöns hatte in den gemeindlichen Teil eingeleitet. Sein Blick galt zunächst der sich ergänzenden Tätigkeiten von Ehrenamt und Hauptamt. Auch er lobte das vertrauensvolle Miteinander. Danach verwies er u.a. bezüglich der Mobilität auf den Radweg am Deich von Böhl bis Ording oder den künftigen Einsatz von Elektrobussen im Ortsverkehr. Das koste zwar viel, aber St. Peter-Ording übernehme sehr gerne eine Vorbildfunktion.

 

Bürgermeister Ritter  hatte sein Grußwort geschlossen mit

„Vieles ist schon gut – alles andere wird gut“

und so die Brücke geschlagen zum Gottesdienst in der St. Peter-Kirche, der u.a. mit

„Siehe, es war sehr gut“

an den Bericht aus Mose zur Erschaffung des Menschen und seine Pflicht zur Bewahrung der Schöpfung erinnert hatte.

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Im Ev. Gemeindehaus hat es 2015 zum ersten Mal einen Jahresempfang auf Einladung der Ev. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating gegeben. Pastorin Regine Boysen hatte ihn zum Anlass genommen, über die vielfältige Arbeit berichten zu lassen, die seitens der Kirchengemeinde für den Ort geschieht.

In den Jahren darauf wurde er zu einem gemeinsamen Jahresempfang von Kirchen- und Kommunalgemeinde. Wegen der Corona-Pandemie musste er nach 2020 entfallen. Nach drei Jahren verordneter Pause wurde nun - nicht zuletzt auch anlässlich der Einführung des im Dezember gewählten neuen Kirchengemeinderates - wieder zum Jahresempfang eingeladen.

In den Jahren zuvor war es zunächst der Ortsverein der SPD in St. Peter-Ording gewesen, der zum Jahresbeginn zu einem Empfang eingeladen hatte. Dann übernahm der Ortsverein der CDU bis 2018 diese Gepflogenheit. Zuletzt fand 2019 ihr Jahresempfang als Frühjahrsempfang im Mai statt.

Hans Jörg Rickert, 15. Januar 2023

DRK Ortsverein St. Peter-Ording spendet seinen Weihnachtsmarkterlös

 

Tierheim Ahrenshöft und Mobile Tafel SPO erhalten je einen Teilbetrag

 

Motto des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes St. Peter-Ording ist „Aus Liebe zum Menschen“.

Dazu gehören Gemeinsamkeit und Verantwortung. Beides wird vom DRK SPO in vielfältiger Weise wahrgenommen.

 

Schnell war sich die Gruppe „Kleine Auszeit“ des Ortsvereins von ca. 15 Frauen um Traute Karnikowski einig, an zwei Tagen das Angebot der TZ zur Nutzung der für Vereine aufgebauten Hütte auf dem Weihnachtsmarkt anzunehmen. Einmal im Monat trifft man sich, um gemeinsam etwas zu machen. So hatten sie am 17. und 18. Dezember mit Plätzchen, Marmeladen, Quittenlikör, Gebasteltem und verschiedenen Handarbeiten auch ein reichhaltiges und vielfältiges Angebot für die Weihnachtsmarktbesucher im Dorf zusammengestellt. Der Reinerlös belief sich auf beachtliche 701,20 €. Eine Standgebühr fiel nicht an.

Schon vor Weihnachten überreichte Traute Karnikowski 325 € an das Tierheim in Ahrenshöft. Jeder Euro ist eine willkommene Unterstützung für die Beschaffung von Futter für die dort abgegebenen und betreuten Tiere sowie die Begleichung von Tierarztkosten. Zwischen den Tagen gingen dann die 376,20 € in die Hand von Monika Grutza. Mit Helga Wieben und Monika Gunkel nimmt sie für die Mobile Tafel des Kreises Nordfriesland jeweils donnerstags von 12 bis 13 Uhr die Ausgabe von Lebensmitteln an Berechtigte vor.

Von der nun vom DRK gespendeten Summe können zusätzlich benötigte Waren beschafft werden, die das Leben Bedürftiger erleichtern. Das „Geld“ bleibt damit im Ort und geht so auch direkt wieder an Einwohner/innen von St. Peter-Ording bzw. Umgebung.

Am 5. Januar 2023 fuhr die Tafel in diesem Jahr zum ersten Mal St. Peter-Ording an. SAT1 REGIONAL war sowohl in Garding als auch in St. Peter-Ording vor Ort. Leiter der Mobilen Tafel – es gibt feste Standorte in Husum, Bredstedt und Tönning – ist Rolf Riemann. Er ist ehrenamtlich tätig wie auch Monika Gunkel, die an diesem Donnerstag in St. Peter-Ording Dienst machte. Diakonisches Werk und Arbeiterwohlfahrt tragen für die Tafel gegenüber Spender/innen, Helfer/innen und nicht zuletzt Bedürftigen die Verantwortung.

Hintergrund

Das Diakonische Werk Husum und die Tafel Husum haben 2022 zusammen die Mobile Tafel für verschiedene Orte in Nordfriesland gegründet. In St. Peter-Ording hält Sie jeden Donnerstag um 12:00 Uhr am Eingang zum Ev. Gemeindehaus in der Olsdorfer Straße 19.-Voraussetzung ist die Vorlage des Rentenbescheides oder eines Leistungsbescheides vom Sozialzentrum.

Die Kosten belaufen sich für eine Person auf 1,50 € und für zwei Personen auf 2,50 €. Jede weitere Person kostet zusätzlich 0,50 €. Die Anzahl der regelmäßigen Besucher ist überschaubar. Das kann als gutes Zeichen gewertet werden. Es könnte aber auch sein, dass einige der in Frage kommenden Bedürftigen das nicht genau wissen. Dann kann man sich donnerstags auch direkt vor Ort informieren.

Hans Jörg Rickert, 5. Januar 2023

Pyro-Show direkt auf der Buhne statt Feuerwerk auf der Seebrücke

 

„Der Jahreswechsel selbst wird anders, als wir es kennen, aber sicher nicht minder spektakulär. In diesem Jahr wird es eine Silvesterparty auf der Erlebnis-Promenade an der Seebrücke im Ortsteil Bad mit DJ Holzi geben. Bei der Open Air Silvesterparty wird es kein großes Höhenfeuerwerk geben, sondern stattdessen eine kleine, feine, nachhaltige Pyroshow mit „Green Line“-Produkten der Firma Nico.“ – So war das von der TZ im Netz angekündigt und bekannt gemacht worden.

Doch das Wetter - dabei vor allem der Wind - führten zur Absage der Silvesterparty und auch der Pyro-Show für die Silvesternacht.

Michael und Timo Renner von Pyrotechnik Fischer hatten im Laufe des Silvestertages alles vorbereitet. – Das war dann aber nicht umsonst. Es gab nämlich nicht nur für ein zehnjähriges Mädchen aus Bückeburg dieses Mal „zweimal Silvester“, sondern mit ihrem fünfjährigen Bruder und den Eltern freuten sich viele andere Kinder mit ihren Familien sowie eine große Anzahl von Besuchern darauf. Zu um 19 Uhr war die Pyro-Show abends neu angesetzt worden.

Es war sicher kein „Großereignis“, aber es wurde doch ein Neujahrs-Erlebnis:

Viele besondere Lichtblicke erhellten den Himmel bis in 30 Meter Höhe und ließen mit „weniger als eintägiger Verspätung“ ein zweites Mal auf ein gegenüber 2022 hoffentlich friedlicheres Jahr 2023 anstoßen.

Ein großer Dank

an alle Frauen und Männer

von

Freiwilliger Feuerwehr und DLRG St. Peter-Ording

sowie an das Team der TZ,

die wie auch dieses Mal stets für unser aller Sicherheit dabei sind.

Hans Jörg Rickert, Neujahr 2023

Jahreswechsel 2022/23 in St. Peter-Ording

 

Schon seit Tagen ist nasskaltes Wetter mit Wind und ab und zu Aufhellungen. An Silvester weht es mit Stärke 6 und fühlt sich mit 10°C ungemütlich und kalt an. Um 22 Uhr regnet es.

Silvesterlauf mit dem Veranstaltungs-Team der Tourismus-Zentrale

Aber zum Silvesterlauf der TZ um 14 Uhr war es jedenfalls trocken.

Im Dünen-Hus war ab 12:30 Uhr Anmeldung und Umkleidemöglichkeit.

Zum Aufwärmen mit Heißgetränken und zur Siegerehrung würde man sich dort nach dem Lauf wieder einfinden.

Kaum hatte ich mich dem Sammelplatz der Läuferinnen und Läufer vor der Startlinie genähert, stellte sich „Großfamilie Schnüsch“ aus der Nähe von Karlsruhe zum Pressefoto auf. Sie hatten mich wiedererkannt. Seit 2017 begegnen wir uns zu diesem Termin auf der Buhne. Insgesamt sechs bis siebenmal haben sie am Silvesterlauf in St. Peter-Ording teilgenommen. Für sie ist das fast schon ein Pflichttermin. Ehepaar Stickel aus Neubrandenburg mit Tochter war ebenfalls am Start. Für Armin Jeß aus St. Peter-Ording und Evelyn Tappert vom Lauftreff des TSV ist die Teilnahme ebenfalls selbstverständlich. Der Silvesterlauf in St. Peter-Ording hat seit 2012 Tradition.

Start für die 3,5 km lange Strecke ist oberhalb der Buhne. Die Anzahl, der Runden ist frei wählbar. Drei Runden sind angesetzt. Es geht zunächst den Hitzlöperweg zwischen Vorland und Regionaldeich und nachfolgend zwischen Strandsee und Dünenwald in Richtung Strandseglerhafen, von dort dann ein Stück des Weges zurück, anschließend durch den Dünenwald und das letzte Stück auf dem Regionaldeich vor der Dünen-Therme bis zum Zielpunkt bei der Buhne bzw. in die zweite oder sogar auch dritte Runde.

Seitens des Veranstaltungsteams der TZ war wie immer alles vorbereitet, doch dieses Mal streikte die Verstärkeranlage. Der Start verzögerte sich, aber auch nach alter Art und Weise ist der Start für einen Silvesterlauf möglich. Das Zeichen dafür gab Janina Domann. Die Uhr zählte die Minuten und Sekunden, und die Laune der 200 Teilnehmerinnen und des Publikums war bestens.

Im Dünen-Hus wurden später die Sieger geehrt und es gab Teilnahme-Urkunden. „Dabei sein ist alles“! Selbst das nasskalte Wetter hat die Stimmung nicht trüben können. Der eine oder die andere hatte dann doch auf die dritte Runde verzichtet.

Schließlich gab es außer Silvesterlauf zum ersten Mal in St. Peter-Ording zur Silvesterparty eine Pyro-Show. Von dem Feuerwerk auf der Seebrücke hatte man auch aus Gründen der Umwelt und der Nachhaltigkeit abgesehen.

 

Wieder ein großartiges Weihnachtskonzert

 

Donnerstag, 29. und Freitag, 30. Dez., jeweils 20.00 Uhr, St. Peter-Kirche

 

Antonio Vivaldi: Magnificat g-moll RV 610

Francis Poulenc: Orgelkonzert

Camille Saint-Saëns: Oratorio de Noël

 

Lisa Florentine Schmalz, Sopran

Melanie Frenzel, Mezzosopran

Stephan Zelck, Tenor

Julian Redlin, Bariton

Reinhard Gräler, Orgel

 

Concerto classico, Kantorei St. Peter, Leitung: Christoph Jensen

 

Es war eine Freude, bei diesem Weihnachtskonzert in der St. Peter-Kirche dabei sein zu können und es zu erleben! Nach Corona war die Erleichterung bei allen wirklich groß: Ist das Weihnachtskonzert doch der empfundene Höhepunkt des Konzertjahres der Reihe „Musik in der Kirche“. Und die Freude über das großartige Gelingen war bei KMD Christoph Jensen zu spüren, als er nach dem großen und herzlichen Applaus alle einlud, bei der Wiederholung des „Tollite hostias“ aus dem Oratorio de Noël als Zugabe doch gerne mitzusingen. Der Funke sprang sofort über und vielstimmig erklang in kirchenlateinischer Sprache das „Bringet Geschenke und betet an den Herrn in seinen Vorhöfen! – Der Himmel freue sich und die Erde sei fröhlich vor dem Herrn, denn er kommt. Halleluja!“-

 

Es war, als wenn Weihnachten 2022 ohne die Einschränkungen durch Corona noch einmal gewesen wäre und ohne die Sorgen um das Kriegsgeschehen in der Ukraine und seine Folgen auch für uns. Ausblenden lässt sich das so ohne weiteres nicht, aber es lässt sich beiseiteschieben.

Gut tut es dabei, in solchen Augenblicken den Blick auf das Heilsgeschehen zu fokussieren, das mit Christi Geburt in die Welt gekommen ist. Das macht die Freiheit eines Christenmenschen entscheidend mit aus wie auch das Wissen darum, dass die Welt besser sein könnte, als sie ist.- Es gibt also Hoffnung.

Ohne diese wäre die Welt nicht zu ertragen. Man denke nur an die Situation der Menschen im Iran, in Afghanistan, in Afrika und … in der Ukraine, aber auch in Russland oder China.

Mit der Auswahl der drei Kompositionen von Vivaldi (1678-1741), Poulenc (1899-1963) und Saint-Saëns (1835-1921) und ihrer Aufführung in dieser Reihenfolge ist es Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen ausgezeichnet gelungen, einen weihnachtsmusikalischen Bogen von der Barockzeit in die Romantik und damit auch in unsere Zeit zu schlagen.

Im Concerto g-moll finden sich mit Orgel. Streichorchester und Pauken ganz unterschiedliche Instrumente zusammen. Im Oratorio de Noël kommen die Soli hinzu, auch als Duo, Trio, Quartett und Quintett und an die Stelle der Pauke gesellt sich die Harfe. Das Magnificat mit Chor, Soli und Orchester RV 610 machte den Beginn des Konzertabends. Stephan Zelck hatte die Ehre, mit dem „Magnificat anima mea Dominum“ (Meine Seele erhebet den Herrn) beeindruckend in das Konzert einzustimmen, das der Chor dann mit ihm und den Streichern und der Oboe sozusagen wiederholend wunderbar eröffnete. Wer dabei war, erinnert sich sicher der Stille, die nach dem Einstimmen des Orchesters durch Konzertmeisterin Anja Sommerer etwas länger anhaltend als gewohnt eingetreten war.- Aber das passte! – Die Erwartungen an dieses Weihnachtskonzert 2022 schienen groß zu sein. Auch das war zu spüren.

Welch wunderbare Orgel hat die St. Peter-Kirche doch mit der Lobback-Orgel! Das ließ Reinhard Gräler mit seinem Spiel bewusst werden. Welche Ausdruckskraft in den Stimmen von Lisa Florentine Schmalz, Melanie Frenzel, Stephan Zelck und Julian Redlin und welcher Zusammenklang zwischen ihnen auch mit dem Chor, dem die Freude am eigenen starken Auftritt zusätzliche Kraft zu verleihen schien. Dazu aus der Kantorei die Solistinnen Sonja Wunder und Katja Schmidt, die das Quartett der Solisten mit ihren Solostimmen zum Quintett vervollkommneten. Die Oboe mit Gabriele Kuhlmann, die Harfe mit Elena Lavrentev und die Pauken mit Kwanju Lee sowie die Streicher Anja Sommerer, Birte von Kopylow, Cornelius Jensen, Wiebke Wegener, Benjamin Schalhorn, Rüdiger Sabrowski, Alex Beno und Wolfgang Schorer (Violine), Astrid Meinardus und Bettina Kegler (Viola), Christiane Antoniak und Julia Polziehn (Violoncello) und Finn Strothmann (Kontrabass) beeindruckten.

 

Es war, kurz zusammengefasst, einfach ein tolles, ein starkes und ein in sich stimmiges Konzert.- Wäre die Harmonie in der Welt doch so wie in diesem Konzert mit seinen herausragenden Besonderheiten! Man erinnere sich an den Chor und seine Darbietung in Teil 5 des Oratoriums mit dem kräftigen Beginn – „Warum toben die Nationen und warum schmieden die Völker Pläne, die doch zu nichts führen?“ – und mit dem dann schließlich sanft, aber doch deutlich ausklingendem „Amen“ nach dem Lobgesang „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar.“

Hans Jörg Rickert, 31. Dezember 2022

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de

2017     Jan       Beeindruckendes Weihnachtskonzert mit großem Spannungsbogen – Ltg. Chr.Jensen

            Okt       Feierliches Bach-Konzert zu Ehren von Martin Luther