2019  Januar

 

Planung für „Hotel de Dün“ am Strandweg in Ording wird konkreter

 

Nachfolgeobjekt für das ehem. „Mutter und Kind Kurheim Köhlbrand“ - Insgesamt drei Hotel-Projekte beschäftigten den Ausschuss für Bauwesen und Verkehr in seiner ersten Sitzung des Jahres 2019

Die Gemüter hatten sich bereits im Oktober des vergangenen Jahres erhitzt, als nach der für die Nachbarn am 4. Okt. durchgeführten internen Informationsveranstaltung zur Nachnutzung des ehemaligen Kurheims für jeden lesbar in den Medien veröffentlichte konkretere Vorstellungen mit Bild erkennbar wurden. Der Begriff eines „UFO-Hotels“ geisterte umher.- Die Lage ist exklusiv: Gelegen am Strandweg inmitten eines Dünenbereiches in Ording mit Blickmöglichkeiten auf Strand und Meer soll das „Hotel De Dün“ entstehen. Auf einzigartige Weise wird sich das einer Düne nachempfundene Anwesen präsentieren. Das mit entsprechender Vegetation gestaltete Dach soll sich in den Dünengürtel einpassen und öffentlich zugänglich sein.

Das wurde in der nun extra für dieses Projekt anberaumten öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Verkehr auch allgemein bekannt. Im nichtöffentlichen Teil ging es danach noch um die „Zustimmung für die geänderte Planung zum Golfhotel in Böhl“ und um den „Städtebaulichen Vertrag zur Erschließungsstraße im Bereich des B-Planes Nr. 13 C“. Hinter diesem verbirgt sich die Zuwegung von der Fritz-Wischer-Straße durch einen Teil des Kurwaldes an die Hinterseite des künftigen Hotels an der Strandpromenade.

Hintergrund: Die drei geplanten Hotels sollen mit ihren Größen von jeweils über 100 Zimmern für eine Erweiterung der Hotelkapazitäten sorgen. Diese erscheint für den Ort als Tourismusdestination notwendig, um den zukünftigen Belangen im Sinne des Tourismusentwicklungskonzeptes gerecht zu werden. Die Hotelbettenkapazität liegt in St. Peter-Ording noch weit unter Durchschnitt und wird zunehmend nachgefragt.

Der Saal des Olsdorfer Kruges war mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern voll besetzt. Sämtliche Ausschussmitglieder waren anwesend, dazu drei weitere Gemeindevertreter sowie ein bürgerliches Mitglied. Ausschussvorsitzender Kurt Kahlke (SPD) leitete die Sitzung. Seitens der Verwaltung waren anwesend Bürgermeister Rainer Balsmeier und vom Amt Eiderstedt Carsten Eritt sowie Jacqueline Peters (Protokoll), beide vom Fachbereich „Bauen und Entwicklung“. Angereist waren zu dieser öffentlichen Sitzung zudem mit Planern und Architektin Benedikt Vormberg. Er ist einer der Geschäftsführer der „Dritte Hotel Seeburg GmbH“, die das Projekt realisiert.

Der geplante Hotelbau läuft als „Vorhabenbezogener Bebauungsplan“ unter der Nummer B-Plan 79. Für diesen war im April schon eine Erweiterung um das Gebiet der Schlichtwohnungen ins Auge gefasst worden. Sie wurde aber in der Oktobersitzung der Gemeindevertretung zurückgenommen. In dieser Sitzung nun erfolgte im Zuge der Beschlussfassungen eine mögliche Erweiterung des Geltungsbereiches um den am Strandweg liegenden Parkplatz. Über ihn soll die Zuwegung zum Hotel erfolgen. Die an dem Parkplatz beginnende und vorbeiführende Spielstraße in Richtung Strandübergang Köhlbrand soll bestehen bleiben und in Richtung Stöpe weitergezogen werden. Unter anderem dieses und die Modalitäten dazu sollen später in einem städtebaulichen Vertrag vereinbart werden.

Diese Verkehrsplanung bemängelte Bodo Laubenstein (CDU). Letztlich aber wurde für eine Fortsetzung der Planungen aufgrund der in der Sitzung dargelegten Vorstellungen mit vier „Ja-Stimmen“ gegen eine „Nein-Stimme“ bei zwei Enthaltungen gestimmt. Stadtplaner Wolf Uwe Rilke hatte dazu den Vorentwurf mit Erläuterungen auch zum Verfahrensablauf vorgestellt. Dabei stellte er u.a. klar, dass von einem Baubeginn noch keine Rede sein kann, vielmehr diesem noch etliche und zum Teil sehr zeitaufwendige Verfahrensschritte vorauszugehen hätten. Dazu gehöre vor der Aufstellung des B-Planes eine Beteiligung von Behörden und Verbänden sowie eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit. Diese soll demnächst stattfinden.

Am 30. November 2017 war der Masterplan vor Vertretern der Gemeinde St. Peter-Ording vorgestellt worden. Es folgten Vorstellung von Architektenentwürfen und Einbeziehung eines größeren Teilnehmerkreises einschl. des Bauausschusses. Den Beschluss zur Aufstellung hatte die Gemeindevertretung dann im April 2018 gefasst. Der Vorentwurf umfasst auf 133 Seiten u.a. eine verkehrliche und eine schalltechnische Untersuchung, einen Beitrag zum Artenschutz sowie eine FFH-Vorprüfung. Jetzt läuft das vom Gesetzgeber vorgesehene Beteiligungsverfahren an, in dessen Folge sämtliche Stellungnahmen zu prüfen sind. Dieses und mehr muss jetzt ordentlich abgearbeitet werden. Vorher kann der B-Plan 79 nicht aufgestellt werden. Den Beschluss dazu hat wiederum die Gemeindevertretung zu fassen. Für den Investor ist zunächst nur ein gewisses Maß an Planungssicherheit in dem Sinne gegeben, dass für das Köhlbrand-Gelände ein Hotel als Nachnutzung geplant ist. Das sieht auch das Tourismusentwicklungskonzept so vor.

In den Husumer Nachrichten ist bereits in der Ausgabe Nr. 7 vom 9. Januar 2019 im Lokalteil auf der Eiderstedt-Seite (HUN Seite 9) ein Bericht über die Sitzung des ABV erschienen.

Hans Jörg Rickert, 10. Januar 2019, www.jb-spo.de

Siehe auch unter www.jb-spo.de 2018

April (2)               Bauausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung Zustimmung

April (2)               Verwaltung hat gearbeitet – Letzte Gemeindevertretung bringt es auf den Weg

Okt.(2)                                 Gemeindevertretung im Oktober hatte umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten, Investor plant „Wellness-Hotel“ am Strandweg

Erste Winterflut am 8. Januar 2019

Laut Tidenkalender war Hochwasser um 14:16 Uhr am Dienstag, 08. Januar 2019. An allen Stränden bzw. Deichabschnitten des Gemeindegebietes von St. Peter-Ording war Hochwasser: Die Sandstrände überflutet, das Wasser am Deichfuß bzw. bis an die Zufahrten. Es wehte ein in Böen schwere Sturmstärke erreichender Wind aus nördlicher Richtung (NW bis N). Ab und zu kalte Schauer, später auch etwas aufklarend bei Temperaturen um 5°C.

Sturmtief „Benjamin“ – die Tiefs haben dieses Jahr wieder männliche Vornamen – präsentierte sich stark, aber nicht furchterregend.

Hjr, 08. Januar 2019, www.jb-spo.de

Bauliche Vorhaben in St. Peter-Ording – das Ortsbild wandelt sich - PROMENADE von der „Buhne“ bis zum „Goldenen Schlüssel“

 

Im Jahre 2008 war das Projekt „Promenade Teil I“ abgeschlossen. Das „Dünen-Hus“ ging in Betrieb. Der „Charme der 70iger Jahre“ von Hotel „Fernsicht“ bis Haus „Atlantis“ am Ende der Zuwegung Strandpromenade war Vergangenheit. Vom „DÜNEN-HUS“ bis zur Liegewiese war die Promenade umgestaltet worden und erfreut sich seitdem mit „Irrgarten“, „Wasserspielen“, „Kinderspielplatz“ und „Liegewiese“ großer Beliebtheit. Das „Parkhotel“ am Ende des Strandläuferweges hat eine Auffrischungskur hinter sich. Aus „Cafe Rasmus“ ist „Strand No1“ entstanden.

Der Strandläuferweg selbst hat in 2018 eine neue Asphaltdecke erhalten. Der „Kurwald“ zwischen ihm und der Zuwegung von der Straße „Im Bad“ bis hin zur Strandpromenade hat sich schon seit längerem zu einem Naturwald entwickelt. Der Graben hinter dem Parkhotel ist kein Entwässerungsgraben mehr, die Stichgräben aus dem „Kurwald“ zu ihm können ihrer Aufgabe nur noch „pro forma“ nachkommen. Faktisch sind sie außer Betrieb. Es sieht „wüst“ aus.

Beim „Ambassador Hotel & Spa“ wird seit Mitte Dezember gebaut. Der Westflügel ist abgerissen und wird erneuert.

Zwischen dem kleinen „Haus Krabbe“ und der Appartementanlage „ATLANTIS“ soll an der Zuwegung „Strandpromenade“ auf den Grundstücken Nr. 13, 15 und 17 ein Hotelbau entstehen. Er soll durch Verlängerung der Fritz-Wischer-Straße (Stichstraße von Kreisel Alter Badweg zur Strandklinik vor ihr an den Geffah Häusern entlang bis zum Kurwald) rückwärtig verkehrsmäßig angebunden werden. Dazu hatte es im Juli 2018 eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gegeben.

Die hinteren Teile der Grundstücke befinden sich seit längerem im „Ab- und Aufräumstatus“. Mit dem Abriss der seit langem leerstehenden Wohnhäuser Nr. 13 bis 17 wurde begonnen. Am 02. Januar 2019 war Haus Nr. 13 bereits abgerissen, der Bauschutt aber noch nicht abgeräumt worden.

Die Arbeiten für das Projekt „Promenade Teil II“ haben im November mit den erforderlichen Baumfällarbeiten zwischen Deich, Entwässerungsgraben längs des Deiches und altem Promenadenplattenweg vom Minigolfplatz bis hin zur ehemaligen Rollschuhbahn begonnen. Hier werden eine Erlebnispromenade mit Aktiv- und Ruhebereichen entstehen, die beim sog. „Familienzentrum“ (Arbeitstitel) mit Kinderspielhaus enden wird.

Siehe dazu unter www.jb-spo.de

Nov. 2014       Bebauungsplane – B-Plan 13 (über Button „Bücher“)

Jan. 2018        Statt alter Wohnhäuser ein weiteres Hotel – Strandpromenade

Juli (2) 2018    Bürger stellen neuen Hotelbau an der Strandpromenade in Frage

Sept.2018       Holperige Abstimmungen im Bauausschuss

Dez. (2) 2018  AJKBS will stärker mitmischen – Promenade II und Familienzentrum

Bauliche Vorhaben in St. Peter-Ording – das Ortsbild wandelt sich - Kattrepel Nr. 1 – ehemals Familie Dreesen

 

Seit eh und je ist der Kattrepel eine Zuwegung im Sinne einer Stichstraße ausgehend von der Dorfstraße. Am Ende führt eine Treppe auf den Dorfdeich. Früher kam man von ihr aus dann an den Priel, der hinter dem Deich Richtung heutiger Marktplatz führte, deswegen auch die Stöpen am Ende Dorfstraße beim „Deicheck“ und am Ende der Olsdorfer Straße.

Grete Dreesen, die Mutter des vor einigen Jahren verstorbenen letzten Besitzers Hans Peter Dreesen, wird in Heft 9 der AG Ortschronik von Claus Heitmann zitiert. Sie zog dort von Hamburg kommend als Willy Dreesens Ehefrau ein und beschreibt in einem Brief für die AG Ortschronik den Zustand für 1938 so:

„Der Kattrepel hatte drei Häuser, in denen drei ältere Ehepaare wohnten: Hans Dreesen und Frau, Johann Ivers und Frau und Jann Prigge und Frau. Es war hier eine kleine Welt für sich. Alle hatten ihren Beruf und eine kleine Landwirtschaft nebenbei. Hans Dreesen war Bahnamtlicher Fuhrmann, Johann Ivers war Lichtableser beim E-Werk und Jann Prigge war Landmesser.“ (Heft 9, S. 121)

„Kattrepel Nr. 1“ wurde ab 1. Dezember 2018 abgerissen; am 6. war nur noch ein kleiner Bauschuttberg, inzwischen ist alles aufgeräumt, auch der ehemals gegenüberliegende Gartenbereich. Kattrepel Nr.3 duckt sich weiter an den Deich, ist seit 2003 im Besitz von Wolfgang und Cornelia Meyer und wird seit nun zehn Jahren auch von ihnen bewohnt. Das ehemalige „Wachhaus“ Kattrepel Nr. 4 und der „Schuppen“ sind heute im Besitz eines Auswärtigen, der diese beiden alten Häuser schätzt und bei der Renovierung entsprechend den Vorgaben des Denkmalschutzes zu handeln bereit ist. Der „Schuppen“ hat mit neuem Reetdach und auch sonst schon gut davon gehabt. So wird ein Teil des Kattrepels erhalten bleiben.

Geplant ist auf dem Grundstück die Errichtung eines Wohnhauses für vier Familien.

Informationen zu den Häusern und Bewohnern „Kattrepel“ finden sich in

Claus Heitmann, „St. Peter-Ording – Eine Chronik in Bildern“ (2011, AG Ortschronik

Heft 9, AG Ortschronik, Jan. 1989, S. 121 ff „Kattrepel“ (Claus Heitmann)

Heft 27, AG Ortschronik, 2013, S. 162 ff „Übersicht: Kattrepel,   “ (Brigitte Stöhrmann)

 

SIEHE auch unter www.jb-spo.de

2017 Febr.          Aufräum- und Pflegearbeiten in der 2. Deichlinie am Dorfdeich

 

Hans Jörg Rickert, 07. Januar 2019, www.jb-spo.de

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