2021  September

 

 

Bürgermeister a.D. Rainer Balsmeier nun „ordentlich“ verabschiedet

 

Sigrid Widderich hatte die zahlreiche Gästeschar zur „Verabschiedung 3.0“ begrüßt. Sie ist die Assistentin des Bürgermeisters und war damit auch die von Rainer Balsmeier. Sie und Vanessa Greve als Leiterin der Veranstaltungen der TZ hatten die Fäden in der Hand. Wegen Corona hatte der angedachte Termin 30. April auf den 17. September verschoben werden müssen. So hatte es vorher schon die Verabschiedungen 2.0 und 1.0 in kleinem Rahmen gegeben.

 

„Wir ziehen den Hut – machen Sie es gut“, war immer wieder Tenor

 

24 ½ Jahre war Rainer Balsmeier Bürgermeister der Gemeinde St. Peter-Ording. Zur Ausübung dieses umfangreichen Amtes kamen zusätzlich eine ganze Reihe weiterer nicht weniger herausfordernder Tätigkeiten wie z.B. neun Jahre Direktor des Eigenbetriebes Tourismus-Zentrale der Gemeinde vom 1. Mai 2009 bis zum 31. Dezember 2017 und zwölf Jahre Vorsteher des Schulverbandes Eiderstedt von ebenfalls 2009 bis zum Ende seiner Amtszeit. Seine Stimme hatte Gewicht, egal wo, an welchem Ort und bei oder zu welchem Anlass. Das hatte er sich erarbeitet und mehr als nur redlich verdient. So hieß es dann seitens der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der TZ im Abschiedsvideo „Wir ziehen den Hut – machen Sie es gut“ bzw. seitens des Landrates Florian Lorenzen „Chapeau, was Sie hier für die Gemeinde St. Peter-Ording gemacht haben und dabei auch für die Kritik von Ihrer Seite. Das ist Aufgabe eines Bürgermeisters.“

 

Von Rainer Balsmeier selbst erfuhr die Festversammlung im Olsdorfer Krug, dass er sein Arbeitsleben vor 47 Jahren als Industrie-Kaufmann in Bad Oeynhausen begonnen hatte und danach für die Stadt Dellbrück im technischen Dienst tätig war, ehe er Bürgermeister auf der friesischen Insel Wangerooge wurde. Von dort aus bewarb er sich 1996 für den Posten des Bürgermeisters von St. Peter-Ording. Seinen Dienst trat er hier zum 1. November für insgesamt vier Wahlperioden an, nicht zu vergessen eine Zwischenzeit vom 1. Nov. 2008 bis zum 30. April 2009. St. Peter-Ording war dem Amt Eiderstedt beigetreten. Es musste erst wieder die Stelle eines hauptamtlichen Bürgermeisters – allerdings ohne Mitarbeiterstab – geschaffen werden. Das geschah nach langwierigen Verhandlungen über die Personalunion mit der Stelle des Tourismusdirektors. Landrat Dieter Harrsen hatte dann die „Berufung für das Organ des hauptamtlichen Bürgermeisters“ ausgefertigt, berichtete Florian Lorenzen in seiner wertschätzenden Rede.

. Boy Jöns hatte den Redereigen eröffnet. Er dankte in gewohnt viele Felder eloquent streifender Weise dem ehemaligen Verwaltungschef. Für Ute Balsmeier fasste er sich aber in seinem Dank für die jahrelange Leitung der Sozialstation bewusst kurz, als er ihr „den größten Blumenstrauß des Tages“ überreichte.

 

Der Tenor aller anerkennenden Worte lässt sich mit dem „Respekt gegenüber dem Menschen Rainer Balsmeier“ zum Ausdruck bringen. Das hatte Nils-Ole Hokamp für die Leitungen der Schulen formuliert und bündelt das, was seitens aller in eben auch weiteren launigen Redebeiträgen von Brigitte Ranft-Ziniel und Christian Kohnke für die ev. KiTa, Christian Marwig für das Amt Eiderstedt und Bürgervorsteher Boy Jöns für St. Peter-Ording vorgetragen worden war. Er hatte dabei den ehemaligen Bürgervorsteher Dr. Lothar Wischhusen zitiert: „Rainer Balsmeier ist das Beste, was St. Peter-Ording passieren konnte.“

Seinen Dank begann Rainer Balsmeier so, wie man ihn kennt: “Zeitplan nicht eingehalten – lag nicht an den Rednern!“- Er kann eben Dinge nicht nur exakt formuliert, sondern auch mit Humor auf den Punkt bringen! – Zuerst dankte er seiner Familie, die 31 ½ Jahre einen Bürgermeister zu ertragen hatte, danach Sigrid Widderich und Vanessa Greve: „Das war wirklich tolle Zusammenarbeit.“ Seinen Dank aber richtete er ebenso an die Politik in Wangerooge und hier: „Die Zusammenarbeit hat überwiegend immer sehr gut geklappt.“ Seinen mit spitzen Formulierungen ausgefeilten Exkurs über die „Änderung der Zeiten“ mit Schreibdienst und heute „selbst Tippen“, einst zwei Dienstwagen und heute Fuhrparks, Hiobs und Assessmentcentern beendete er mit dem Sinnspruch „Verkehrte Welt“ des 14. Dalai Lama. Den habe er in der Schublade seines Schreibtisches gehabt. – Stehenden und langanhaltenden Applaus gab es.

Verkehrte Welt

 

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien;

Mehr Arbeitserleichterungen, aber weniger Zeit.

 

Wir haben mehr akademische Titel, aber weniger Verstand;

mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen;

mehr Fachleute, aber mehr Probleme;

mehr Arzneien, aber weniger Gesundheit.

 

Wir haben es bis zum Mond und zurück geschafft;

Aber es fällt uns schwer, die Straße zu überqueren,

um den neuen Nachbarn kennenzulernen.

 

Wir bauen immer mehr Computer, um immer mehr Informationen zu speichern

und immer mehr Kopien zu produzieren, aber wir sprechen immer weniger miteinander.

 

Während wir auf die Quantität setzen, wird die Qualität immer knapper.

 

Wir leben in Zeiten der schnellen Küche und der langsamen Verdauung;

der großgewachsenen Menschen und der kleinwüchsigen Charaktere;

der satten Gewinne und der verkümmerten Beziehungen.

 

Es ist eine Zeit, in der viel im Fenster steht – und nichts im Zimmer.

 

Seine Heiligkeit, der 14. Dalai Lama

Veranstaltungen solcher Art leben durch die anwesenden Menschen und die dienstbaren Geister.

Dazu gehörte das Team des Olsdorfer Kruges mit dem neuen Pächterehepaar Björn und Patricia Lange.

Nicht unerwähnt dürfen bleiben Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen und Musiklehrkraft Anna Hannes von der Nordseeschule. Mit dem Satz aus einer Sonate von Johann Sebastian Bach und in einem zweiten Zwischenspiel mit „Fields of Gold“ sowie „All of me“ auf Klavier und Saxophon brachten sie musikalisches Flair in den Ablauf der Feier.

Heimatlich wurde es dann auch, als „Die Strandräuber“ mit Ove Ketels auf dem Akkordeon ihre Shantys sangen. Ihnen selbst merkte man die Freude über den Auftritt in dieser Corona-Zeit an.

 

Hans Jörg Rickert, 18.September 2021, HN und www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de Button „ARCHIV“

2014      September         Bürgermeister Balsmeier kandidiert erneut

8. Ausstellung der Kunstsammlung der Gemeinde: „Natürlich Frauen“

 

Mehr als sehenswert, was Galerie Tobien und Kunstsammlung SPO zeigen

 

Die Kunstsammlung der Gemeinde St. Peter-Ording hat nun endlich auch Werke der Künstlerin Frauke Petersen erworben und in ihre Sammlung aufgenommen. Sie malt nicht.- Sie gestaltet verschiedenartige Materialien zu Kunst um. Dabei fügt sie die Stoffe unter Anwendung von ihr entwickelter besonderer Techniken mit Fotografien zusammen. Vor allem Sand gehört für sie dazu. Grenzen verschwinden scheinbar, um unter anderen Lichteinfallswinkeln wieder neu zu entstehen. Das aber bedarf Frauke Petersens ureigener Kenntnis von den Eigenschaften des Materials wie auch denen des Lichtes.

Wer nun an der Wittendüner Allee die Galerie Tobien und damit verbunden das Kunsthaus mit der Kunstsammlung der Gemeinde St. Peter-Ording betritt, begegnet unverzüglich und unmittelbar der Künstlerin Frauke Petersen. Ihre Werke ziehen den Blick auf sich. Da ist faszinierende Tiefe, da ist Farbe, und da wirkt Licht. Gleich links auf der anderen Seite Bilder von Anja Tschepets und weiter hinten in der Ecke Werke von Ulrike Michel. Beim Zugehen auf die offene Tür zum zweiten Raum, dem eigentlichen Raum der Kunstsammlung der Gemeinde, rechterhand Bilder von Ursula Schultz-Spenner. Dann aber erst einmal nur Bilder von Frauke Petersen und geradeaus drei Aquarelle von Karin Dreyer. Von ihr wie auch von Gisela Schmidt hat die Gemeinde St. Peter-Ording durch Eckhard Kloth erst vor kurzem Bilder erworben.

In diesem Raum hängen dazu vor allem Bilder verschiedener anderer Künstlerinnen, z.B. Julia Ehlers oder Ingeborg Danielsen bzw. Leonore Vespermann oder Beatrice du Vinage. Insgesamt sind es 15 Künstlerinnen, also Frauen, von denen Bilder aus der Kunstsammlung in dieser 8. Ausstellung zu sehen sind. In der Kunstgeschichte haben Künstlerinnen erst seit hundert Jahren die Möglichkeit, sich an einer Universität, wie die Männer schon immer, ausbilden zulassen. Diese 15 Künstlerinnen haben alle eine gute und längere Ausbildung hinter sich. Frauen wurde oft hämisch die Kreativität abgesprochen. „Natürlich“ können Frauen zeichnen, malen, kreativ sein, aber wenn man ihnen keine Möglichkeiten eröffnet, dann trifft der Spruch von Linda Nochlin zu: „Große Künstlerinnen konnte es ebenso wenig geben wie erfolgreiche Eskimo – Tennisspieler“

 

Die Galerie Tobien selbst lockt mit dem Titel „Natürlich Frau: typisch weiblich?“ Vor allem „frau“ lasse sich davon nicht abschrecken. 

 

Es ist mehr als sehenswert, was Galerie und Kunstsammlung St. Peter-Ording zeigen.

 

Mit künstlerischer Beratung durch die Maler und Kunsterzieher Erich Duggen (1910-1989) und Hans-Jürgen Krähe am Nordseegymnasium St. Peter hat die Gemeinde St. Peter-Ording ab 1984 unter Federführung von Eckhard Kloth eine Kunstsammlung aufgebaut. Gemeinsam mit der Stiftung Duggen (2015) vereint sie heute etwa 1500 Exponate von mehr als 50 Künstlerinnen und Künstlern, die auf Eiderstedt gemalt und gearbeitet haben. Mit zweimal jährlich wechselnden Ausstellungen werden immer neu Bilder im Kunsthaus St. Peter-Ording präsentiert. Es kommt durchaus vor, dass einige so mehrfach ausgestellt werden, je nach Kontext. Kooperiert wird mit der Galerie Tobien, wie überhaupt das Kunsthaus ein Gemeinschaftsprojekt ist, an dem auch Roger Heim als Besitzer des Hauses von Beginn an mitgewirkt hat.

 

Auswahl und Hängung dieser 8. Ausstellung haben im wesentlichen Georg und Ursula Panskus vorgenommen. Georg Panskus ist auch für das Archivieren und die Lagerung der Werke sowie das Vermitteln von Informationen über Plakate und Texte verantwortlich.

Vergoldermeisterin Annemieke Ahrens hat seitens der Galerie Tobien das Kunsthaus innen neu arrangiert. Durch die geschaffene Verbindungsachse hat sie der „ausgestellten Kunst“ neue Möglichkeiten eröffnet: Den Interessierten wird Wohlgefühl vermittelt und die weniger kunstaffinen Gäste werden für Kunst sensibilisiert.

 

Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Anstelle einer Vernissage sind Führungen möglich (Anmeldungen tel. 04863 950 43 76). Die Ausstellung „Natürlich Frauen“ läuft auf jeden Fall noch bis zum 24. Oktober.

 

Hans Jörg Rickert, 31. August 2021, www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de

Button „Kunst in SPO“ und „Kunstsammlung St. Peter-Ording

Erster Gospel-Tag in der St. Peter-Kirche mit Pastorin Sylvia Goltz

 

35 Sänger*innen studierten Gospels ein und begeisterten ihr Publikum

 

Das war ein neues „Kirchenerlebnis“ in St. Peter mit dem Workshop am Nachmittag und dem abends auf der Wiese beim Gemeindehaus stattfindenden ersten Gospelkonzert!

Rund zehn Sänger und fünfundzwanzig Sängerinnen hatten sich am letzten Augustsonnabend nachmittags von 14 bis 18 Uhr zum Gospel-Workshop in der St. Peter-Kirche eingefunden. Diese sah da so ganz anders aus: Das Gestühl in den Ecken und inmitten des Kirchenraumes verteilt die begeisterten Teilnehmer im Alter von unter 20 bis über 80 Jahre. Man hatte sich schnell gut zusammengefunden.

 

Pastorin Sylvia Goltz – sie liebt Gospels! – hatte ein Programm zusammengestellt mit afrikanischen und englischen und war mit ihren Sängern und Sängerinnen mittendrin in der Reise durch ihre Gospelwelt. Und die machten alles mit. „Ukuthula“ klang von Solosängern durch den Raum, gefolgt von „kulamhlaba wezono“ mit allen. Dann waren es die Männerstimmen, später sangen nur die Frauen, danach alle zusammen. Das hatte Klang. Fröhlichkeit war mehr als spürbar. „Superschön, aber ihr müsst aufpassen, dass ihr im Rhythmus bleibt“, schärfte Sylvia Goltz das Bewusstsein ihres Chores für die Gospelmusik. Die lebt eben von Stimmenwechsel und Rhythmus.

 

Um 20 Uhr startete das angekündigte „Spontan-Konzert“ auf der Gemeindewiese. Man musste sich erst daran gewöhnen, dass der Klang nun ein anderer war als in der Kirche, aber Begeisterung für das Singen überwindet alles. Das erst kleine Publikum wurde zunehmend größer. Die Gästeschar war bis auf über achtzig angewachsen. Manche von ihnen hätten mitsingen können. Und das durften sie dann auch: „He´s got the whole world in His hand“, sangen die Konzertbesucher und der Gospelchor schloss mit „Rock my soul“ an. Das bereitete Freude.

Die war überhaupt zu spüren. Neben Einheimischen waren es vor allem Gäste in St. Peter-Ording, die hier Urlaub machten. Auf dem Spaziergang im Dorf hatte man das Plakat gelesen oder bemerkte, dass andere auf einem bestimmten Weg waren. Man schloss sich an und war mittendrin, blieb und sang mit. „Wir singen selber in einem Chor“, hieß es dann oder „Wir lieben Gospelmusik“.

 

Für Sylvia Goltz, die seit 20 Jahren einen Gospelchor leitet, war es eine Erfüllung, so etwas auch in St. Peter-Ording tun zu können. Einen weiteren Workshop wird es bestimmt geben. Angekündigt ist er für den 30. Oktober, wenn es die Situation erlaubt.- „Corona“ ist eben immer noch mitbestimmend in der Welt.- Das Konzept war ein Volltreffer: „Mitmachen können alle, die Lust haben zu singen. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.“ Anmelden allerdings muss man sich dann auch wieder, denn es ist ja etliches zu organisieren. Schließlich dauert es von 14 Uhr an bis dieses Mal fast 21 Uhr, und während des Gospel-Workshops gab es außerdem Essenspausen.

 

Hans Jörg Rickert, 29. August 2021, www.jb-spo.de

Musik in der Kirche – aber so gar keine Kirchenmusik, oder?!

 

Das Streichquintett der Stuttgarter Kammersolisten begeisterte das Publikum

 

Das Konzert der Stuttgarter Kammersolisten in der St. Peter-Kirche begeisterte. Paul-Friedrich Deppe, Kontrabassist und Sprecher des Streicherquintetts, gastierte bereits zum dritten Mal in der St. Peter-Kirche. Er ist gebürtiger Hamburger und heute Wahldithmarscher. Aber musikalisch ist er in Württemberg beheimatet. Das sind Rene Kubelik (Solovioline) aus Prag, Alexander Duma (Violine) aus Rumänien, Tom Morrison (Viola) aus Glasgow und Alexander Ruder (Violoncello) aus Georgien ebenfalls.

 

Musik überwindet eben alle Grenzen, so auch in diesem Konzert mit dem Untertitel „Liebe und Leidenschaft“. Aber darf ein Konzert in der St. Peter-Kirche nicht auch Grenzen überschreiten, die wir allgemein mit Kirche verbinden? Holt der Prediger nicht auch das volle Menschenleben in den Kirchenraum hinein? – Das war es wohl, was Christoph Jensen seitens des Fördervereins für Musik in der Kirche in seiner Begrüßung zum Ausdruck brachte, als er auf das Programm an diesem letzten Augustsonntagabend verwies. Bei den schon kühleren Temperaturen und derzeit weniger Sonnenschein forderte er dazu auf, den Noch-Sommer zu genießen und dabei ausklingen zu lassen.

 

„Salut d‘amour“ von Edward Elgar machte den Beginn, und mit dem „Csardas“ von Vittorio Monti endete das Konzert. Ohne Zugabe ging es danach nicht.- Vier Stücke gab es aus den einzelnen Jahreszeiten von Vivaldi, das „Ave Maria“ von Gounod, „Liebesleid“ von Kreisler, „Anitras Tanz“ von Grieg, Die Meditation aus „Thais“ von Massenet, „Lob der Frauen“ und „Kaiserwalzer“ von Johann Strauss und nicht zu vergessen „Valse triste“ von Sibelius. Es war eine Reise durch Musikgeschichte mit Kompositionen zum Zuhören und Genießen. Jeder der fünf Streicher fand sich da wieder, und Paul-Friedrich Deppe brillierte als Geschichtenerzähler. Ob er nun die dramatische Geschichte um Antonio Vivaldis Geburt beim Erdbeben in Venedig zum Besten gab oder sich wie Peer Gynt schon im Vorwege am Tanze Anitras ergötzte bzw. die Entstehungsgeschichte des Valse Triste im „Delirium“ erzählerisch vorstellte – man hörte ihm gerne zu und freute sich auf die Musik.

 

Der Konzertabend war gut besucht. Die immer noch geltenden Einschränkungen durch Corona-Vorschriften waren in den Hintergrund gerückt. Die Musik – ganz gleich welcher Art – fand ihren Weg zu jedem. Und es war Hörgenuss. Jedem einzelnen der Musiker zuzuschauen, hatte dazu etwas! Der „Valse triste“ schien es zum Beispiel Alexander Ruder besonders angetan zu haben. Es tat einfach gut, Musik wieder direkt erleben zu dürfen.

Hans Jörg Rickert, 30. August 2021, www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo

2016     ab 16. Juli         Karfreitag im August - Württembergische Streichersolisten mit Haydns

  „Die 7 letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ - Konzert in der St. Peter-K.

2013     Juli                   Besonderer Kammermusikabend in der St. Peter-Kirche