2019 September

 

Sozialausschuss will sich für ein Gesundheitszentrum engagieren

 

Frank Brüchmann informierte über die Polizeiarbeit am Ort

Die sechste Sitzung des Sozialausschusses hielt eine Überraschung bereit: Ulrich Maaßen, seit kurzem für die CDU stellvertretendes Mitglied im Sozialausschuss der Gemeinde St. Peter-Ording, hat über Gespräche erreicht, dass die Schaffung eines Gesundheitszentrums im Ort nun doch in den Gremien diskutiert wird. Die Bereitschaft der vier Hausarztpraxen mit sieben Medizinern dazu schien bisher in weiter Ferne zu liegen. Hier aber ist in Anfängen ein Wandel eingetreten. So ist es bereits zur Bildung einer Arbeitsgruppe gekommen, die am 16. Oktober ihre erste Sitzung abhalten wird.

Bürgermeister Rainer Balsmeier wird die Leitung übernehmen, seitens des Amtes Eiderstedt ist Betina Breucha dabei. Die Ärzteschaft wird vertreten sein durch Dr. Asgar Nokodian und Dr. Ursula Jedicke. Dazu kommen dann Vertreter der einzelnen Fraktionen. Unter ihnen ist Ulrich Maaßen. Das berichtete er in der Sitzung unter dem extra dafür kurzfristig aufgenommenen Punkt. Sein Engagement, schon entsprechende Vorarbeiten in Form von zu erörternden Sachfragen zu diesem Thema zu leisten, fand einhellige Unterstützung. Dazu gehört auch das Vorhalten von erschwinglichem Wohnraum für das zukünftig angestellte medizinische Personal. Das soll bereits bei der künftigen Aufstellung von B-Plänen bedacht werden. Man wolle mit Achtsamkeit an das Thema herangehen und für die nächste Gemeindevertretersitzung einen Antrag in dieser Richtung formulieren, so die Ausschussvorsitzende Monika Grutza (SPD). Das kürzlich von der Gemeindevertretung beschlossene „Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ scheint somit schon etwas bewirkt zu haben.

 

Zuvor hatte Polizeihauptkommissar Frank Brüchmann über die Polizei und ihre Arbeit vor Ort berichtet. Auf Eiderstedt gibt es mit Tönning, Garding und St. Peter-Ording drei Dienststellen. Die Nachtbereitschaft verteilt sich auf alle 20 Mitarbeiter und ist in Garding stationiert. In St. Peter-Ording sind acht Polizisten im Einsatz. Frank Brüchmann ist seit März 2017 der Dienststellenleiter, sein Vertreter ist Detlef Claussen, ebenfalls Hauptkommissar. Verstärkung gibt es in der Zeit von Februar bis September durch drei Bäderdienstler. Das sind junge gerade fertig ausgebildete Polizisten, in diesem Jahr eine Frau und zwei Männer. Sie erfahren in Ausführung ihres Dienstes in einer Tourismusdestination mit hohem Gästeaufkommen und ländlicher Struktur geballt die gesamte Vielfalt polizeilichen Arbeitens.

Hinsichtlich der Straftaten sind Wohnungseinbrüche geringer geworden. Fahrraddiebstähle haben wieder zugenommen, auch Anzeigen hinsichtlich Verkehrsunfallflucht bei kleineren Delikten. Alleinbeteiligte Fahrradunfälle gehören inzwischen zum Alltag, wohl auf Unerfahrenheit beim Fahrradfahren zurückzuführen. Gemeinsam mit der Tourismus-Zentrale ist deswegen ein Info-Blatt „SPOrtlich unterwegs - Hinweise für Radfahrer“ entwickelt worden. Es liegt in den TZ-Infos aus. Unter anderen finden sich da auch diese beiden Hinweise: „Nutzen Sie die Radwege“ und „Fahren Sie hintereinander“, eigentlich Selbstverständlichkeiten. S Das gilt auch für Geschwindigkeitsregeln, von denen viele Autofahrer innerorts die Begrenzungen auf 30 km/h nicht beachten, wie z.B. Messungen in der Pestalozzistraße ergaben. Zur Geschwindigkeitsüberprüfung der Husumer Kollegen werden auch vor Ort seitens der Station Messungen vorgenommen. Bei Fehlverhalten erfahren die Fahrzeugführer zusätzlich ein Aufklärungsgespräch.

 

Im Nordseegymnasium mit Gemeinschaftsschulteil gibt es in Kooperation mit der Schulsozialarbeit feste vierzehntägige Sprechzeiten. Auch Internetkriminalität ist dabei Thema. Beteiligung an Prävention erfolgt über Mitarbeit am Runden Tisch zur Sucht- und Drogenprävention wie auch durch Anwesenheit bei Veranstaltungen der TZ. Insgesamt ließ der positive auf den Ort bezogene Bericht bei Frank Brüchmann eine Arbeitszufriedenheit erkennen, die auch auf das breit angelegte Spektrum der Tätigkeiten zurückzuführen ist.

In der Nachlese für das Sommerfest der Senioren mit nur dreißig Teilnehmern tat Monika Grutza ihre Enttäuschung kund. Trotzdem ging es dann mit großem Eifer an die Vorbereitungen für das Erntefest im Olsdorfer Krug am 9. Oktober und die Weihnachtsfeier am 2. Dezember in der Utholm-Halle. Alle Mitglieder des Sozial-Ausschusses bringen sich hier beispielhaft ein. Wer bei den Vorbereitungen mithelfen möchte, möge sich gerne an Monika Grutza wenden.

Hjr, 5. September 2019, HN und www.jb-spo.de

In St. Peter-Ording wird zurzeit in die Straßen und Radwege investiert

 

Zuerst war der Neuweg dran – Weitere Maßnahmen folgen

Nach der „Dreijahresbaustelle“ Sanierung Böhler Landstraße/Eiderweg mit einer Länge von 3,357 Kilometer einschließlich Radfahrstreifen, Schmutz- und Regenwasserentsorgung sowie Bürgersteigen mit Beleuchtung, Hausanschlüssen und Kabelverlegungen auch für „schnelles Internet“ geht es in St. Peter-Ording weiter.

1.

Der 1. Bauabschnitt im Stillen Dorf war „gestern“ dran, der 2. Bauabschnitt beginnt im September. Die Hauptsaison läuft noch, aber die Straßenbaumaßnahmen einschließlich Rad- und Fußwegen haben mit der Maßnahme im Neuweg bereits ab 19. August begonnen.

2.

Seit 26. August, pünktlich mit Beginn der zweiten „Bauwoche“, ist der Neuweg (K 36, ca. 2 km) aus Richtung Eiderstedter Straße gesperrt. Er ist die Verbindungsstraße ab Bahnübergang aus Richtung Marktplatz hin zur B 202 und weiter Tümlauer Koog. Die Umleitung z.B. nach Westmarken erfolgt notwendigerweise über Ording und dann Dreilanden (B 202).- Straße und Rad/Fußweg bedurften dringend der Erneuerung. Ausbessern hätte außer Kosten nichts gebracht. Die Asphaltierungsarbeiten für den Radweg und die Fahrbahn konnten am 4. September abgeschlossen werden. Jetzt sind noch Einfahrten und Straßeneinmündungen zu machen. Danach folgen die Bankettarbeiten.

Die Abbiegespuren von der Eiderstedter Straße über den Bahnübergang waren längere Zeit abgesperrt, ebenfalls die Zuführung von der B 202. Die Sperrzeiten sind aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Arbeitsschutzes und der Bauqualität notwendig. Die Zuständigkeit der Fahr- und Radbahnsanierung liegt beim LBV Flensburg. Abstimmungen hinsichtlich der Verkehrsführungen erfolgten mit Polizei, Kreis, Buslinienbetreiber, Gemeinden und Amtsverwaltung. Die Arbeiten werden im Wesentlichen ausgeführt von SAW. Für den Banketteinbau arbeitet die Firma Carl Rumpel GmbH aus Süsel/Ostholstein vor Ort. Sie hat sich für diese Arbeiten besonders spezialisiert. Träger der Baumaßnahme ist der Kreis Nordfriesland. Die Kosten betragen rund 470.000 €.

3.

Im Anschluss daran erfolgt ebenfalls in Zuständigkeit des LBV Flensburg die Fahr- und Radbahnsanierung der L 33 von der Ausfahrt der Straße „Im Bad“ aus dem Ortsteil St. Peter-Bad in die Eiderstedter Straße. Die Baumaßnahme erstreckt sich von dort über die Ampelanlage am Marktplatz (Schulstraße) vorbei bis zum Wittendüner Kreisel und dann weiter die Wittendüner Allee bis zum Eiderweg hinter der Querung des Olsdorfer Sielzuges (Ende der neuen Ulmenallee mit Parkplatz). Die Sanierungsmaßnahme der rund 6 km langen Streckenführung wird in Abschnitten durchgeführt, zunächst bis Schulstraße (Ampel). Beginn dieser Maßnahme ist geplant ab 23. September. Zurzeit wird von abschnittsweisen Sperrungen über längere Zeiträume ausgegangen. Das Ende der Maßnahme ist angedacht für den 6. November. Von einer Bauzeitenverlängerung ist erfahrungsgemäß auszugehen.

4.

Im Zuge dieser Maßnahme wird für die Fußgängerquerung von der Wittendüner Geest zum Wohldweg erst später eine dauerhafte Ampelanlage eingerichtet. Zurzeit erfolgt das durch eine Baustellenampel. Dies geschieht im Auftrag der Gemeinde. Die Arbeiten dafür waren im Gange.

5.

Verbessert werden soll ebenfalls der 4,2 km lange Radweg vor dem Deich vom Ende der Erlebnispromenade mit künftigem Familientreff bis zur Böhler Strandüberfahrt. Zunächst soll der Radweg vor dem Seedeich in etwa Höhe „Goldener Schlüssel“ bis zum Böhler Leuchtturm – das ist der auf der Berme verlaufende Teil – etwas verbreitert und mit neuer Asphaltschicht versehen werden. Auftraggeber ist die Gemeinde St. Peter-Ording. Thomas Helmke vom Amt Eiderstedt plant derzeit die Durchführung der Maßnahme. Im Haushalt sind dafür ca. 300.000 € bereitgestellt.

Hjr, 05. September 2019, HN und www.jb-spo.de

Das Konzept der Kunstinititative ist auch dieses Mal aufgegangen

 

Großes Lob gab es für Thematik und Auswahl von Kunst in Hungerhamm

Der Verein Kunstinitiative St. Peter-Ording hatte sich bei seiner Gründung 2012 ein ganz besonderes Ziel gesetzt: Kunst nach Ording zu holen. Die im Sommer von den Strandkörben befreite Strandkorbhalle bot sich dazu als ungewöhnlicher Ort an und fand sofort uneingeschränkte Anerkennung. Besonders angetan hat es bis heute der feine Strandsand auf dem Betonboden, auf dem die Besucher ihre Fußabdrücke hinterlassen.

An den insgesamt zwölf Wänden in den vier offenen Räumen hinter der zweiflügeligen schmiedeeisernen Glastür sind es dann aber jeweils Bilder und Skulpturen zu einer ganz bestimmten Thematik. Dieses Jahr hieß es: „Alles was ist – Feuer, Wasser, Erde, Luft“. Als Kuratoren von der Kunstinitiative hatten Thomas Bartram und Peter Bothe mit ihrer Idee der Positionierung der jeweils vier Werke von 13 Kunstschaffenden schon einen gewissen Anspruch an die Besucher, aber auch an die Künstler gestellt: In jedem Raum war eines der antiken Elemente angesiedelt, zu dem jeder ein Werk angefertigt und ausgestellt hatte (wir berichteten). Auf diese Art und Weise wurden so nicht nur verschiedene Sichtweisen und Darstellungsformen der Elemente viermal in einer Vielfalt von „Kunst“ präsentiert. Man musste auch schon genau hinschauen, um das alles miteinander in einen Beziehungskanon zu setzen.

Aber genau dieses Konzept ist aufgegangen: „Inspirierend, beeindruckend, ansprechend, spannend“ sind die Attribute, mit denen sich viele Besucher im Gästebuch verewigt haben. Der Eintrag „Gelungene Auswahl – toll präsentiert“ kann als Fazit gelten. Aber auch der Wunsch wurde artikuliert, die vier Werke nicht jeweils einzeln, sondern gerne auch zusammen gestellt erlebt zu haben. „Begeistert waren fast alle, wenn sie herausgingen“, sagte Thomas Bartram. „Es ist ein Highlight für den Urlaub“, schrieben Urlauber aus Stuttgart. Auch die Erwartungshaltung, „wie und unter welchem Motto es weitergeht“, wurde schon artikuliert. Klares Signal: Die Präsentation von Kunst in der Strandkorbhalle ist nicht mehr wegzudenken.

Am letzten Ausstellungstag trifft sich das große Team von Kispo mit den Künstlern, die dann gleich ihre Werke mit nach Hause nehmen. Da wird es dann wuselig. Neun der dreizehn Aussteller waren dieses Mal anwesend und zogen für sich eine sehr positive Bilanz: „Kunst wird in Ording auf eine besondere Weise in den Fokus gerückt.“ Mit „Vielen Dank, dass du uns wieder ausgestellt hast“, ermunterte Linda Hamkens aus Reimersbude fürs nächste Jahr. Der Dank ging auch an die zwölf „Freiwilligen“, die sich die Aufsicht seit dem 30. Juni geteilt und für die Gäste Ansprechpartner waren. Mit 2752 Besuchern waren es etwas weniger als in den Vorjahren, aber das Spendenergebnis kann sich mit 1760 € dennoch sehen lassen. Der Eintritt war frei. Auch die verlängerte Sonntagsöffnung von Mittag an hat sich bewährt. Dank zollte man den Mitgliedern, Spendern und Förderern, darunter besonders Gemeinde und Tourismus-Zentrale, „Cafe Köhm“, „Urlaub mit Janssen“ und „Dorf Acht“ für ihre Unterstützung.

Hans Jörg Rickert, 09. September 2019, HN und www.jb-spo.de

Der „Schinkenbrot-Erlös“ zu Himmelfahrt geht an den DRK-Ortsverein

 

Der SPD-Ortsverein St. Peter-Ording spendet zugunsten der Seniorenarbeit

Dieses Mal freute sich Marlene Pauly-Burchatzky, die Vorsitzende des DRK Ortsvereines, über die Spende des Ortsvereins der SPD in Höhe von 531,77 €. Gudrun Arndt, die Vorsitzende, überreichte ihn als Anerkennung und weiterführende Motivation für die Seniorenarbeit am Ort. Die Summe war der Erlös aus dem „Schinkenbrotverkauf“ an Himmelfahrt. Schinkenbrot, Schmalzbrot, Würstchen, aber auch Kaffee und Kuchen bietet der SPD Ortsverein traditionell seit 1992 Gästen und Einwohnern zum Verzehr an. Der Erlös wird dann immer zugunsten einer guten Sache gespendet. „Die einen tun etwas für die anderen“, betonte Gudrun Arndt. „Wir freuen uns, dass wir das immer wieder hinkriegen.“

„Aus Liebe zum Menschen“ ist das Motto des DRK-Ortsvereins. Angebote für Senioren stehen dabei mit an erster Stelle. So erfolgte die Spendenübergabe auch im Gemeindehaus, in dem zur gleichen Zeit im Saal an fünf Tischen Canasta, Rummikub, Doppelkopf oder Skip-Bo gespielt und im Kaminzimmer gestrickt bzw. gehäkelt und natürlich auch geklönt wurde. Jeden ersten und dritten Montag im Monat ist dazu für alle Gelegenheit. Beginn ist um 14:30 Uhr mit Kaffee und Kuchen.

Hjr, 02. September 2019, HN und www.jb-spo.de

 

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de

2019 Mai 2           13. Kulturhimmel

2018 Januar         DRK-Ortsverein - Zweimal gemeinsam Stricken im Monat

Karsten Johst kooperiert mit dem Nationalparkamt für die Nordseeschule

 

Karsten Johst ist mit seinem EDEKA-Frischemarkt Nationalparkpartner und setzt sich besonders für das Freihalten der Meere von Plastikmüll ein. Beweis dafür sind nicht nur die von ihm gespendeten Strandmüllboxen an vier Strandabschnitten des Badeortes. Zusätzlich spendet er jedes Jahr zu Schuljahresbeginn für die Fünftklässler umweltfreundliche Brotdosen. Sie sind aus Zuckermelasse* hergestellt. Diese ist ein „Abfallprodukt“ bei der Zuckerherstellung und eine Kohlehydratquelle. Deswegen sind die Brotdosen biologisch abbaubar und verteilen sich nicht als Mikroplastik in den Meeren. Die Nordseeschule St. Peter-Ording ist seit 2011 Nationalparkschule.

Schulleiter Nils-Ole Hokamp und Evelyn Schollenberger von der Nationalparkverwaltung informierten die 74 Mädchen und Jungen über den Sinn dieser Aktion. Jene aber machten es ihnen leicht, stellten Fragen und zeigten auf, dass sie bereits ungeheuer viel an Wissen über Zusammenhänge besaßen.

Auf dem Wege zum Gemeinschaftsschulteil bedankten sich dessen Schülerinnen und Schüler spontan bei Karsten Johst. In seinem Markt können die Kunden ihren Pfandbon spenden. So sind bereits über 10.600 € in der Spendenbox zusammengekommen. Auch die Strandmüllsammelaktion „SPO klart auf“ im Frühjahr und im Herbst profitiert von diesen Pfandgeldern.

Hjr, 2. September 2019, HN und www.jb-spo.de

Hintergrund

Die Brotdosen mit der Aufschrift „Für unsere Zukunft – Nationalparkschule – Nationalpark Wattenmeer Schleswig-Holstein“ sind spülmaschinenfest und schadstofffrei recycelbar. Sie sollen den Schulkindern künftig eine umweltfreundliche Alternative zur Plastikbrotdose bieten.

* Melasse ist ein zäher (hochviskoser) dunkelbrauner Zuckersirup, der als Nebenerzeugnis in der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr, Zuckerrüben und auch aus Zuckerhirse anfällt. Melasse enthält neben etwa 60 Prozent Zucker (Saccharose oder Raffinose) noch organische Säuren, Betain, Vitamine und etwa drei Prozent anorganische Salze.

Der größte Teil der Melasse wird in der Landwirtschaft als direktes Futtermittel sowie als Pelletbinder für Futterpellets für Vieh eingesetzt. Zudem wird sie als zuckerhaltiger Sirup auf vielfältige Weise im Bereich der Nahrungsmittelindustrie verwendet und stellt einen wichtigen Fermentationsrohstoff im Bereich der Biotechnologie dar. (aus: wikipedia)

Frauenchor Garding verbindet Singen und Gemeinschaft

 

Mitsängerinnen gesucht, auch gerne Butengardingerinnen

Seit 1954 gibt es den Frauenchor Garding. Er ist neben dem Landfrauenchor der einzige noch verbliebene Chor auf Eiderstedt, in dem sich Frauen regelmäßig alle vierzehn Tage zum gemeinsamen Singen zusammenfinden. Zurzeit hat der Chor 21 Mitglieder. Vorsitzende ist Gonde Jens aus Garding, Chorleiterin ist Heike Löw aus Katharinenheerd. Gemeinschaft wird gepflegt und gesungen wird mit großer Begeisterung.

Das war beim Konzert im Martje-Flohrs-Haus der St. Christian Diakonie Eiderstedt im Norderring in Garding von Anfang an zu spüren. Der Chor brachte Schwung in die Nachmittagsrunde der Heimbewohner anlässlich der Feier des 9. Hausgeburtstages. Die Hausleitung hatte den Chor eingeladen. Erst zaghaft, aber dann sangen immer mehr mit. Hausleiter Carsten Brinkmann begleitete den Chor zeitweise auf seinem Akkordeon. Mit der Auswahl der Lieder hatte Heike Löw zum Singen motiviert. „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ machte den Anfang, aber auch „Wo de Nordseewellen trecken an de Strand“ oder „Ich bin das ganze Jahr vergnügt“ und „Jetzt kommen die lustigen Tage“ trafen die Herzen der älteren Mitbewohner und holten sie manches Mal auch aus der Vergangenheit ab.

„Wir stimmen unser Programm bei Auftritten immer auf die Zuhörer ab“, sagte Heike Löw. Sie hat vor Jahren bei Professor Schuhenn aus Köln im Nordkolleg Rendsburg als „Quereinsteigerin“ eine Chorleiterausbildung gemacht und singt zu gerne. “Für mich ist Singen Lebenselixier“, bekannte sie. Sie leitet auch den Landfrauenchor und brachte 2015 schon viel Erfahrung in der Leitung mit, als sie den Frauenchor Garding übernahm. „Von Anfang an hat mich fasziniert, mit welcher Freude und vor allem auch Engagement die Sängerinnen bei der Sache sind.“ Sie achtet sehr wohl auf Disziplin, stellt sie mit Dreistimmigkeit doch auch Ansprüche. Das Repertoire ist sprachlich und themenmäßig sehr gemischt. Es reicht von altem Liedgut über Schlager wie „Mein grüner Kaktus“ zu Gospels und kirchlichen Liedern bis hin zu sehr anspruchsvollen Stücken wie das „Sanctus“ aus der „Eesti Missa“ von Urmas Sisask.

Singen ist für alle Chormitglieder eine schöne Freizeitaktivität, aber der Frauenchor Garding pflegt dabei eine „fröhliche Gemeinschaft“. Neben Auftritten zu besonderen Anlässen oder auf Anforderung, auch in der Adventszeit, gibt es nach den Chorproben – 14-tägig donnerstags von 18 bis 19:30 Uhr in der Theodor Mommsen Schule in der Marienstraße– auch anschließend mal einen Klöhnschnack, dann auch jährlich eine gemeinsame Fahrt, dazu einmal ein Jahresessen, berichtete Gonde Jens. „Wir würden uns sehr freuen, wenn weitere Frauen zu uns kämen, die Spaß am Singen haben. Natürlich sind wir auch für Butengardinger aufgeschlossen. Man kann ja erst einmal nur reinschnuppern.“ Tiefere Stimmlagen sind zwar besonders gesucht, aber jede künftige Mitsängerin ist herzlich willkommen. Gonde Jens (Tel. 04862 102244) gibt gerne Auskunft. Die nächsten Chorabende sind am Donnerstag, 5. und 19. September.

Hjr, 29. August 2019, HN und www.jb-spo.de

Verein KulturTreff – Was wäre St. Peter-Ording ohne seine Ehrenamtler?

 

Auch ein Appell an Jüngere, sich einmal vor Ort zu informieren

Das Museum Landschaft Eiderstedt im ehemaligen „Haus Jensen“ von 1752 lebt durch die Tätigkeit vieler Ehrenamtler. Seit 1998 wurde extra seinetwegen der Verein KulturTreff gegründet. Dieser betreibt das Museum im Auftrage der Gemeinde. Seine Vorsitzenden waren Dr. Dieter Undeutsch (1998 – 2010), Peter Brancke (2010-2013), Hilke Herzberg (2013 – 2019), und zurzeit ist es Walter Petersen.

Dieser ist auch der Koordinator für das „Backhaus“. Es ist 2006 entstanden und das erste Ensemblemitglied der „Historischen Insel“. Claus Heitmann war der Initiator dafür und bereits 1985 für die Gründung der „AG Ortschronik“ mit einem Vorlauf ab 1982. Sie ist inzwischen im Verein KulturTreff als Abteilung aufgegangen, aber das Backhaus wird sozusagen weiter von „ihr“ mit vielen „Brot- und Kuchen-Donnerstagen“ belebt. Das geschieht während der Monate Juli und August 14-tägig und dann noch an Extratagen im Laufe des Jahres, z.B. um den Petritag oder wann sich sonst die Gelegenheit bietet bzw. Personal zur Verfügung steht.

Seit 2014 gehört das Museum mit seiner Eiderstedt-Sammlung zu einem der ersten sechs zertifizierten Museen im Land Schleswig-Holstein. Die angebotenen Öffnungszeiten sowie die Vielzahl von Veranstaltungen von „Literatur und Musik unter Reet“, „Plattdeutsch“, „Eiderstedt-Tag“ und mehr wäre seitens der bezahlten Kräfte allein nicht möglich Das geht nur mit dem großen Team von Ehrenamtlern einschließlich des Vorstandes des Vereins. - Angestellt tätig sind Sabine Graetke als Leiterin des Museums (seit 2015) sowie Elke Egge und Ilknur Tekbas als Mitarbeiterinnen. Mattis Stickamp war zusätzlich im Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur bis zum 31.08.2019 im Einsatz, gekoppelt mit Tätigkeit in der Gemeindebücherei. Stefan Brauer erledigt die Außenarbeiten.

Den Vorstand des KulturTreffs bilden derzeit Walter Petersen (Vors.), Petra Jänsch (Stellv.), Claus Heitmann (Leitung des Ortsarchivs), Richard-Flohrs Richardsen (seitens der Gemeinde SPO), Christian Marwig (seitens des Amtes Eiderstedt), Hans-Georg Hostrup (von der IG Baupflege und für den Heimatbund Eiderstedt), Wolfgang Meyer (Schriftführer) und Ove Ohls (Kasse). Im Eingangsbereich sowie bei Veranstaltungen unterstützen Anke Petersen, Angela Schmidt, Ingeborg Precht, Bärbel Steinert, Gerda Oberender, Anja Bethge und Cornelia Meyer. Um die Eisenbahnanlage kümmert sich Rüdiger Zander. Im Museums-Archiv tätig sind Jürgen Timmann, Wolfgang Meyer und Anja Bethge. Für das Catering bei Veranstaltungen bringen sich Petra und Walter Kleine-Horst ein. Das Kommunikationsdesign gestaltet Kurt Riggert.

Im Ortsarchiv – untergebracht in den Kellerräumen der Gemeindebücherei in der Badallee – sind gemeinsam mit Claus Heitmann ehrenamtlich tätig Ingrid Bialek, Elke Egge und Jörn Herzberg. Am Donnerstagvormittag sind sie in der Regel dort ab 10 Uhr anzutreffen.

Zur Backhaus-Crew gehören außer den schon Genannten Franz Schön und Franz Jörgensen, Hans Siercks, Peter Schreiber und Karl-Heinz Peters, Edith Hansen und Helga Claußen, Ragna Bertholdt, Ursula Schön, Waltraud Schreiber und Wolf Richling.

Einmal im Jahr trifft man sich gemeinsam im Museumsgarten zu einem Sommerfest. Da lässt man es sich dann bei Essen, Trinken und vor allem Gesprächen gut sein. Man freut sich miteinander, dass man zusammen noch so für die Allgemeinheit wirken kann. Auch wenn fast alle schon älter sind, denn die meisten Jüngeren müssen arbeiten, hofft man darauf, dass sich ihnen weitere anschließen.

Eines wäre für alle ein großer Grund zur Freude, wenn sich vielleicht auch Jugendliche mit einbringen könnten. Nicht nur die Betätigungsfelder sind weit, auch die Herzen der Ehrenamtler. Und was man von ihnen alles mitnehmen und erfahren kann, das weiß eigentlich jeder Jugendliche von seinen Großeltern. Wer möchte, darf einfach mal kommen. Was die neuen Medien betrifft, wären gerade auch junge Leute willkommen.

Hans Jörg Rickert, 21. August 2019, HN und www.jb-spo.de

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Georg Panskus JB-SPO