2021 OKTOBER

 

„Erzähl mir was!“ wurde eröffnet mit ‚Kirchenstreit und Kirchenstrafen’

 

Über Kirchgänger, Unfromme und Pastoren berichtete Claus Heitmann

 

Allein das Plakat zum Erzählvortrag von Claus Heitmann ließ schon „aufhorchen“: Kopf und Hände eines Mannes eingespannt in die Balken eines Kreuzes. Statt Erlösung Knechtung! – Das lockte. So war die Loo des Hauses Jensen, seit Jahrzehnten Heimstatt des Museums Landschaft Eiderstedt und ab 1998 auch Sitz des Vereins KulturTreff e.V., dann auch mit der erlaubten Anzahl von 25 interessierten Besuchern gefüllt (Corona Hygiene).

 

Der Erzähler ist pensionierter Studienrat und ein echter Eiderstedter. Und als Initiator der AG Ortschronik kennt er sich aus mit der Geschichte Eiderstedts. Das spürte man. In 82 Jahren Leben kommt eben einiges an Wissen zustande, das aufhorchen lässt.- Museumsleiterin Katja Sinn eröffnete, und Claus Heitmann nahm die Zuhörer – unter ihnen weitaus mehr Gäste als Einheimische – mit auf die Reise in Kirchengeschichte und mehr.

Die ersten Kirchen auf Eiderstedt waren hölzerne Kapellen. Mit dem Bistum Lund begann 1103 die Kirchengeschichte auf Eiderstedt. Kirchen, wie auch die St. Magnus-Kirche in Tating wurden errichtet und eingeweiht.

Der Glaube an das Paradies und die Furcht vor der Hölle bestimmten das Leben. „Do ut des“ – „Ich gebe, damit du gibst“. Lebst du gottgefällig, erwartet dich das Paradies. Sündigte man, d.h. verstieß man gegen die Gebote, war die Verweigerung der Sakramente – Taufe, Abendmahl, Beichte – eine Folge, der man mit Hilfe von Pilgern, Almosen oder Ablass entgegenwirken konnte. So konnte man dem Fegefeuer entkommen und auf das Himmelreich hoffen. Im Falle von Mord, Betrug, Diebstahl, Körperverletzung, Streit griffen auch weltliche Strafen. Landverweis und Tod gehörten dazu, aber selbst in manchen Fällen von Mord reichten auch Geldzahlungen.

 

Mit der Reformation verlor die Kirche an Macht, aber auch in reformierten Landen war sie immer noch leicht mächtig genug, das Leben der Menschen regelnd zu bestimmen. Nur etwa 3,3 % der Bevölkerung hatten das Sagen. Zu ihnen gehörte der Pastor.

Sola gratia, sola fide, sola scriptura“ wurden zwar zu Bestandteilen der kirchlichen Rechtfertigungslehre, aber die Macht der Landesfürsten bestimmte gemäß „cuius regio, eius religio“ als Grundsatz entscheidend mit.

Der Protestantismus etablierte sich schnell auf Eiderstedt. Der dänische König Christan III., zugleich Herzog von Schleswig, war ab 1536 der Besitzer der Kirchengüter und damit „episcopus maximus“. Die Kirchenordnung war auch Teil der Gesellschaftsordnung. Eine niedere Gerichtsbarkeit entwickelte sich durch die „Carolina“.

Für das "Kölner Erzstift wurde im Jahre 1538 das erste Reichsstrafgesetzbuch, die „Constitutio Criminalis Carolina", abgekürzt die „CCC" oder „Carolina", eingeführt. Sie ist benannt nach Kaiser Karl V und wurde 1532 mit dem Titel: „Des Kaisers Karl V. und des heiligen Römischen Reiches Peinliche Gerichtsordnung" vom Regensburger Reichstag als Gesetz beschlossen. Das Gesetz bringt bedeutende Verbesserungen für das Strafrecht. (wikipedia)

 

Weltliche Strafen griffen beim Verstoß gegen die Gebote 5 und 7 bis 10, ansonsten waren es vor allem Kirchenbußen, diese auch gegen Luxus und Völlerei. Die Strafen wurden religiös begründet. Bei Versündigung hatte man seine Schande öffentlich zu gestehen. Zwecks Buße hatten vor allem Frauen während der Predigt – und die konnte lange dauern – bei einer Kerze barhäuptig mit offenen Haaren und für alle sichtbar zu knien. Oder man wurde an den Pranger gestellt und öffentlich gedemütigt. Die Kirche achtete auf die Einhaltung der Regeln und führte das Verlobungs- und Copulationsregister. Dafür gab es besondere Kirchenbücher wie die Verlobungsbücher (Proklamationen), solche über Abendmahlsgäste (Kommunikanten), Beichtende (Konfitenten) und Abbitte Leistende (Deprekanten, Poenitenten). Anstand und Sitte wurden so von der Kirche überwacht.

 

Für Männer gab es bei mangelnder Subordination Strafen wie Eselreiten, Spießrutenlauf und in St. Peter auch die „Karrenstrafe“. Sie war eine Arbeitsstrafe für das Gemeinwesen. „Er muss den Karren ziehen“ bzw. „Ich muss den Karren aus dem Dreck ziehen“ sind noch bekannte Redensarten, die darauf Bezug nehmen.

  • Die Karrenstrafe wurde im ausgehenden 17. Jahrhundert an Stelle von Leibesstrafen (Folter) eingeführt und wurde im 18. Jahrhundert die verbreitete Arbeitsstrafe. Sie wurde vor allem für Vergehen gegen das Gemeinwesen, beispielsweise beim Entzug von der Wehrpflicht oder Prostitution angewandt. Der Straftäter hatte im Steinbruch die schweren Karren mit Steinen zu ziehen. Das geflügelte Wort: „in der Karre gehen“, leitet sich hiervon ab. Während männliche Straftäter schwere körperliche Arbeit bei Festungs- und Straßenbau verrichten mussten, wurden die weiblichen Straftäterinnen (meist Dirnen) bei der Straßenreinigung eingesetzt. (wikipedia)

Claus Heitmann war in seiner Wortwahl - wie auf Eiderstedt eben durchaus auch heute noch üblich – manchmal nicht gerade zimperlich. Hätte er Platt gesprochen, hätte wohl niemand auch nur ein bisschen Anstoß genommen. So aber meinten einige, die katholische Kirche denn doch in Schutz nehmen zu müssen. Aber allein seine Art des Vortrages ist ein Erzählerlebnis für sich!

 

Hans Jörg Rickert, 09. Oktober 2021, www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de

2018     Sept.    LTO startete erfolgreich mit „Erzähl mir was auf Eiderstedt“

2021     Okt.      Halke Lorenzen entführte seine Zuhörer zurück in die Zeit der Haubarge

HOTELPROJEKT „KURHOTEL KÖHLBRAND“, STRANDWEG 32 in ORDING

 

Erste Vorstellung mit Öffentlichkeit in der Sitzung des Bauausschusses am 27. Sept. 2021

 

Neue Konzeptplanung für die Bestandsgebäude von Köhlbrand

„… mit der Landschaft versöhnen und mit dem Ort in einen Dialog treten“

 

Überaus gut besucht war am 27. September die 40. Sitzung des Bauausschusses der Gemeindevertretung St. Peter-Ording in der Utholm-Halle in der laufenden Legislaturperiode.

 

Wesentlicher Grund für die Anwesenheit vieler Einwohner war Tagesordnungspunkt 7: „Kurhotel Köhlbrand“ – Vorstellung des Vorhabens.

Das futuristische Vorgängerprojekt „De Dün“ - oder später mit „Dünen-Hotel“ (vorhabenbezogener B-Plan 79) benannt - war nach erst immer stärker werdenden Protesten und später vor allem Höhenabmessungen in 2020 gescheitert. Seit 2017 waren die näheren Planungen gelaufen, nachdem das Kinderkurheim seit 2012 ungenutzt leer stand und von August 2017 bis Februar 2019 als Interimslösung für die Kita genutzt wurde. Jetzt gelten wieder die Maßgaben nach B-Plan 40. Der vorhabenbezogene B-Plan 79 ist hinfällig.

Investor ist wie bisher die Familie Mankel. In ihrem Auftrag waren zur Erläuterung des Projektes Architekt Jan-Oliver MedingInnenarchitektin Birte Welling-Volquardsen und Christoph Dittmer anwesend. Außerdem war dazu Tanja Tietgen ein wenig versteckt im Hintergrund dabei.

 

Zunächst wurde es mit Jan-Oliver Meding und Birte Volquardsen zeitweise fast poetisch:

Man habe die Zeit genutzt, sich mit dem Grundstück zu beschäftigen und sich einer Konzeptplanung zur Nutzung der Bestandsgebäude zu nähern.

Beim Anschauen der Bilder aus den Anfangsjahren, dann der aus den 60iger und 90iger Jahren habe das Herz geschlagen.

Man müsse schon viel Phantasie mitbringen. Sehr gut aber könne man sich dem Komplex vom Grünen her nähern. Von der Insellage her sei es „ein Kleinod in den Dünen“, über das man die Landschaft zu ziehen gedenke.-

Das Haus Köhlbrand als Jugendstilgebäude wolle man erhalten, als Restaurant und auch Bibliothek nutzen und mit den anderen Bereichen verbinden. Die Volumina der Gebäude sollen erhalten bleiben, der ehemalige Badbereich an der vorhandenen Stelle wieder ermöglicht werden.-

In Form von Grasdächern über den Gebäuden wolle man „mit der Landschaft versöhnen und mit dem Ort in einen Dialog treten“. Die vorhandene Versiegelung werde man aufbrechen.

„Häuser, Menschen und Nutzung müssen ein Teil werden. Wir sind nicht in der Stadt“, hieß es. „Die Ruhe dieses Ortes muss im Innern wiederkehren.“ Man stellt sich einen „entspannten Ort“ im Vier-Sterne-Segment vor.

Christoph Dittmer brachte danach den Anwesenden die Idee für das künftige „Kurhotel Köhlbrand“ mit Begriffen „Entschleunigung“ und „Achtsamkeit“ näher.

Gedacht ist mit Medical Spa, Ayurveda, Thalasso, Ernährung und Entspannung an einen „Kraftort“ für alle Gesellschaftsarten. Die äußere Gestaltung müsse dem Ort gerecht werden. „Man will ja zu sich kommen.“

Energetisch soll die Anlage auf neue Beine gestellt werden. Möglich ist durchaus auch Wasserstofftechnologie. Geplant sind 90 Zimmer mit überwiegend zwei Betten. Für die Unterbringung von Mitarbeitern ist an Personalwohnungen gedacht, ebenso an ca. 50 zusätzliche Stellplätze (Systemparkhaus) für die Hotelgäste. Beides aber nicht auf dem Grundstück, sondern an anderen Stellen im Ort. Personenbeförderung soll dann über Shuttle-Verkehr erfolgen. Der gefühlte Verkehr werde geringer sein als bisher. Man werde sich im vorhandenen Höhen- und Volumenbereich bewegen.

 

Manche dieser Punkte wurden in der Aussprache näher erörtert. Das aber verlief insgesamt sehr ruhig. Gäste und Ausschussmitglieder konnten sich gleichermaßen beteiligen. Kurt Kahlke hatte zuvor für die sehr ausführliche Präsentation gedankt und besonders darauf hingewiesen, dass nur ganz wenige Kenntnis von den Planungen gehabt hätten. „Es sind bisher keine Unterlagen unter die Leute gebracht worden“, teilte er unmissverständlich mit. Hinsichtlich des Baustellenverkehrs im stark von Fußgängern und Radfahrern frequentierten Strandweg während der Saison könne man sich vorstellen, dass wo möglich dann zu anderen Zeiten gearbeitet werden müsse, räumte Architektin Volquardsen ein.

Hans Jörg Rickert, 12. Oktober 2021, www.jb-spo.de

©Hans-Jürgen Vollrath

Bildunterschrift: Bürgermeister Jürgen Ritter überreicht die großzügige Spende an Bürgermeister Guido Orthen.

 

St. Peter-Ording  - Nordseeheil- und Schwefelbad  Presseinformation                                                                              

 

Nordsee-Gemeinde sorgt für Ort der Begegnung im Ahrtal

 

 

„SPO hilft!“ - Spenden der gemeinsamen Hilfsaktion erreichen Bad Neuenahr-Ahrweiler

 

Die Menschen in St. Peter-Ording haben sich in besonderer Weise solidAHRisch gezeigt: Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal sammelte die Gemeinde einen erheblichen Spendenbetrag, der nun in einen Ort der Begegnung und des Miteinanders der Menschen in der über weite Teile zerstörten Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler investiert werden soll. Das Geld dient dem Bau einer Veranstaltungs- und Kommunikationsstätte im Kurpark der 30.000 Einwohnerstadt.

 

Die Bürger*innen der Halbinsel Eiderstedt haben unmittelbar nach der Katastrophe ihre große Hilfsbereitschaft und Unterstützung signalisiert. Im engen Austausch mit der betroffenen Region haben die Tourismus-Zentrale und die Gemeinde St. Peter-Ording verschiedene Hilfsangebote realisiert: So wurde vor Ort ein Spendenkonto für dringend benötigte finanzielle Hilfe eröffnet. Auch durch Veranstaltungen wie Charity-Konzerte und Spendenboxen wurden weitere Spenden in und um St. Peter-Ording generiert. Viele Vermieter von Ferienwohnungen in der Region St. Peter-Ording haben zusätzlich kostenfreie Urlaubsgutscheine an die Region Bad Neuenahr-Ahrweiler übergeben, um Betroffenen in dieser schwierigen Zeit eine Auszeit zu ermöglichen.

 

Hilferufe erreichten auch den Bürgermeister der Gemeinde St. Peter-Ording, Jürgen Ritter. Er stammt aus dem Ahrtal, ist dort nach wie vor eng vernetzt. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet. Die Bürger der Halbinsel Eiderstedt spendeten nicht nur Geld, vielmehr wurden von der Tourismusbranche zusätzlich auch Urlaubsgutscheine ausgestellt, die den besonders hart betroffenen Menschen eine Auszeit und etwas Abstand ermöglichen sollen.

 

In seiner alten Heimatstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler überreichte Bürgermeister Jürgen Ritter nun seinem dortigen Amtskollegen Guido Orthen die bisher gesammelte Spendensumme in Höhe von über 33.000 Euro. „Wir bedanken uns bei jedem Einzelnen, der an der Aktion „SPO hilft!“ mitgewirkt hat und uns hier im Ahrtal bei den Aufräum- und Wiederaufbaumaßnahmen unterstützt. Ohne Hilfe von außen ist diese Aufgabe nicht zu bewältigen“, sagte Orthen beim Treffen mit Ritter. Beide Bürgermeister wollen den engen Austausch fortsetzen.

 

Da es in Bad Neuenahr-Ahrweiler in keinem Stadtteil mehr eine funktionierende Begegnungsstätte für die dort lebenden Menschen gibt, der Wunsch nach Austausch, Information, Kommunikation und Geselligkeit gerade in dieser Krisenzeit und im Umfeld großer Zerstörungen sehr groß ist, wird die Hilfe aus St. Peter-Ording im Ahrtal besonders dankbar angenommen.

 

Offizielle Würdigung besonderer ehrenamtlicher Tätigkeit für die Kunst: Eckhard Kloth und Hansjürgen Krähe haben Kunst immer im Blick gehabt

 

Die Gemeinde St. Peter-Ording hatte am 7. Oktober zu abendlicher Stunde zu einem Festakt im kleinen Rahmen in das kooperativ von Galerie Tobien und Kunstsammlung St. Peter-Ording geführte Kunsthaus in der Wittendüner Geest geladen.

Seit 2018 werden hier in einem extra dafür geschaffenen Raum Bilder aus der Sammlung der Gemeinde in wechselnden Ausstellungen präsentiert. Derzeit läuft bis etwa Ende des Monats noch die achte Präsentation mit dem Titel “Natürlich Frauen“. Es sind ausschließlich Werke von Künstlerinnen ausgestellt. Das Besondere daran ist, dass die Malerinnen alle eine Beziehung zu St. Peter-Ording haben, indem sie hier ihre Motive gefunden und gearbeitet haben bzw. heute leben und arbeiten. So waren u.a. deswegen auch geladen Ursula Schultz-Spenner, Gisela Schmidt, Karin Dreyer und Frauke Petersen. Von ihnen und weiteren Malerinnen wie u.a. Julia Ehlers, Elke Krähe oder Ingeborg Danielsen sind Werke in dieser Ausstellung zu sehen.

 

Der Festakt aber galt dem langjährigen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung St. Peter-Ording Eckhard Kloth, bis zu seiner Pensionierung viele Jahre der leitende Verwaltungsbeamte, und Hansjürgen Krähe, Kunsterzieher und auch Oberstufenleiter am Nordseegymnasium St. Peter. Der eine hat die 80 überschritten, der andere befindet sich im 90. Lebensjahr. In ihren Händen waren die Geschicke der einstigen Gemeindegalerie und heutigen Kunstsammlung bestens aufgehoben.

Angefangen hatte es 1984 mit zwei Bildern von Friedrich Karl Gotsch. 1986 gab es einen Beschluss der Gemeindevertretung zur Anschaffung von Bildern, und 2015 erhielt die Gemeinde in Form einer Schenkung die „Stiftung Duggen“. Die Familie des Malers und Kunsterziehers am Nordseegymnasium Erich Duggen (23. Februar 1910 - 18. Dezember 1989) übereignete St. Peter-Ording den Nachlass mit der Vorgabe, jährlich Bilder von ihm zu präsentieren.

Von Anfang an hatte Eckard Kloth seine Hand im Spiel und Hansjürgen Krähe wurde dabei sein kongenialer Partner. Krähe gab Hinweise, schuf Kontakte, erläuterte und stellte später die erworbenen Werke vor, dabei den zeitlichen Entstehungsrahmen unnachahmlich einbeziehend. Kloth bewies ein Geschick im Umgang mit den Kunstschaffenden bzw. den Verantwortlichen, so dass der Erwerb von Bildern und darüber hinaus von Schenkungen erfolgreich gelang.

 

Das war es, was Bürgermeister Jürgen Ritter anlässlich des Festaktes im Kunsthaus in den Ehrenurkunden so zum Ausdruck gebracht hat: „In Dank und Anerkennung für Ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für die Kunstsammlung St. Peter-Ording wird diese Ehrenurkunde überreicht.“ In seiner Vorrede verlieh er der Wertschätzung gegenüber Eckhard Kloth und Hansjürgen Krähe die würdigende Anerkennung: „Wir nehmen offiziell Abschied von der aktiven und engagierten Mitarbeit zweier verdienstvoller Menschen, die einen Teil unserer Geschichte wach und lebendig gehalten haben, von zwei Bürgern, die Vergangenheit in die Gegenwart transportiert haben, von zwei Herren, die Kunst als Zeugen der Zeit und als Zeugnis sehen und als solche bewahren.“

Bürgervorsteher Boy Jöns schloss sich ebenso würdigend an. In Bezug auf die laufende Ausstellung sagte er: „Dass wir Kunst bei uns in St. Peter-Ording heute so stattfinden lassen können, ist etwas ganz Besonderes.“ 

 

Eckhard Kloth dankte auch im Namen von Hansjürgen Krähe und ließ danach die „Geschichte der Kunstsammlung St. Peter-Ording“ aufleben. So erwähnte er u.a. Dieter Staacken. „Diesen haben wir gewinnen können. Er war ‚gleich einer Stele‘ ein Fürsprecher für unser Tun.“ – Dieser konnte dann nicht anders und bezeichnete Eckhard Kloth in Form eines Zwischenrufs lächelnd als „Charmeur“, fügte aber danach voller Ernst hinzu: „Du hast Umsetzungskraft bewiesen – das ist Dein Genie!“-

Kloth sprach nicht von der Arbeit für die Sammlung, sondern er erwähnte vielmehr die Chance, die er erhalten hatte, Künstler für die Kunstsammlung zu entdecken und darüber selber auch Freunde zu gewinnen. Einladungen zu hervorragenden Ausstellungen hätten ihm immer wieder Freude bereitet.

Der Abend war insgesamt ein gelungenes Dankeschön für die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit von Eckhard Kloth und Hansjürgen Krähe für ihren Ort St. Peter-Ording.

 

Für die Galerie Tobien war Annemieke Ahrens anwesend. Hausherr Roger Heim, Tourismusdirektorin Katharina Schirmbeck und Katja Sinn für das Museum Landschaft Eiderstedt waren unter den geladenen Gästen. Für die leckeren Fingerfoods und den zuvorkommenden Service zeichnete sich das Strandgut Resort mit Lisa Marie Riggers und Kerrin Knorr aus.

 

Hans Jörg Rickert, 08. Oktober 2021, HN und www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de/Kunstsammlung der Gemeinde

TIPP – St. Peter-Ording – Jahreszeiten - Sturmtief „Tim“ wartete einen Tag nach Herbstanfang mit 6 Beaufort auf

 

Faszinierend ist immer wieder, wie unterschiedlich sich die Küste präsentiert

 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Donnerstag eine Unwetterwarnung für Norddeutschland ausgegeben. Das Nachmittag-Hochwasser werde etwa eineinhalb Meter höher als üblich eintreten. Sturmtief „Tim“ zog bei Dagebüll in Böen mit bis Windstärke 9 über den Norden. In St. Peter Ording präsentierte sich die Küste vor allem im Bad ungewohnt neu. Vor allem Gäste pilgerten die Seebrücke in Richtung Arche Noah und zurück.

Hochwasser war gemäß Gezeitenkalender um 15:15 Uhr. Die Wettersäule zeigte um 15:56 Uhr Nordwest mit 6 Beaufort. Da war nach einem kurzen leichten Regenschauer schon wieder die Sonne zwischen den Wolken hervorgekommen.

Der Weg über die Seebrücke zur Arche Noah und zum Strand hat sich in diesem Jahr für jeden sichtbar verändert. Aus dem hinteren Brückenteil ist ein Steg geworden. Die Brücke war eingesandet. Das hat die Tourismus-Zentrale vor wenigen Wochen veranlasst, das Geländer ab Schutzhäuschen in Richtung Strand und an der Treppe als Niedergang wegzunehmen.

Das hatte sich schon in den Jahren zuvor angekündigt, als der Verbindungsteil zur 2005 neu erbauten Seebrücke mit den langen Bänken als Sitzgelegenheiten immer mehr einsandete. Jetzt hat sich sogar linkerhand, wenn man von der Buhne kommt, eine neue Dünenlandschaft entwickelt. Sie wird von einem sich vergrößerten Priel zwischen den Dünenabschnitten vom Köhlbrand her und vor den Salzwiesen vor dem Regionaldeich durchschnitten. Ein wenig erinnert es an die Situation vor Jahren am Norderdeich beim Strandübergang Hungerhamm zum dort jetzt als Hundestrand ausgewiesenem Gebiet. Auch dort sandete die Brücke zwischen den Dünen ein. Damit bewahrheitet sich die alte Erkenntnis: Die Küste ist immer in Bewegung und verändert sich nicht nur mit den Gezeiten, sondern auch über die Zeiten.

 

Hans Jörg Rickert, 5. Oktober 2021, www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de

2015      Juli         Erstes Sommersturm-Spektakel

2017      Juni        Erster Sommersturm des Jahres - Impressionen von Sonntag, 25. Juni 2017

2018      Okt.       Sturmtief „Siglinde“ vermittelte besondere Impressionen

2020      Juli         Corona-Sommer – Die Seebrücke im Blick

Thorsten Mein zum weiteren stellv. Wehrführer ernannt

 

Gemeindevertretung stimmt einstimmig dem Votum der FFW SPO zu

 

Die Freiwillige Feuerwehr St. Peter-Ording hat in ihrer Jahreshauptversammlung am 14. August 2021 im Feuerwehrgerätehaus den Löschmeister Thorsten Mein mit großer Mehrheit zum weiteren stellv. Gemeindewehrführer auf der Grundlage der Satzung gewählt. Diese war u.a. auch wegen der damit möglichen Erweiterung des Vorstandes am 19. März 2019 entsprechend geändert worden.

 

In der Sitzung der Gemeindevertretung am 13. September wurde seine Wahl einstimmig bestätigt. Bürgermeister Jürgen Ritter ernannte ihn auf der Grundlage dieses Votums in Anwesenheit von Gemeindewehrführer Tom Schade und der Feuerwehrkameraden Norbert Bies, Rainer Ehlers und Bernd Jöns zum weiteren stellv. Gemeindewehrführer. Er unterstützt damit die Arbeit der Wehrführung um Tom Schade und Torsten Thomsen nun auch im Vorstand. Großen Applaus gab es von allen Anwesenden, darunter auch von den in großer Zahl anwesenden Einwohnern und Einwohnerinnen.

 

Bürgermeister Ritter würdigte in diesem Zusammenhang die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter-Ording und anerkannte die Übernahme der Bereitschaft zur Sicherstellung des Brandschutzes und der jederzeitigen Durchführung von Hilfeleistungen in allen möglichen Fällen öffentlich. „Dass Sie, Herr Mein, das mit Ihrer Bereitschaft zur Übernahme dieses Amtes weiter und verstärkt unterstützen werden, wissen wir mehr als nur zu schätzen. Ich spreche unserer Feuerwehr insgesamt im Namen aller einen großen Dank aus.“ 97 Einsätze im Jahr 2019 und 112 im Jahr 2020 sind hinsichtlich der Anforderungen an die Frauen und Männer in der FFW SPO ein mehr als sichtbarer Beweis. Auch in diesem Jahr geht es bereits jetzt schon auf die Hundert zu.

 

 

Die Gemeinde St. Peter-Ording, mit ihr alle Einwohnerinnen und Einwohner und - nicht zu vergessen - auch Gäste können sich auf die Übernahme der Bereitschaft der FFW für die Sicherstellung des Brandschutzes – für ihn hat die Gemeinde rechtlich Sorge zu tragen - und Einsätze bei vielen anderen Fällen verlassen.

 

Dass die Männer und Frauen der Feuerwehr St. Peter-Ording dieses ehrenamtlich für die Allgemeinheit seit 114 Jahren übernehmen, ist für die Gemeinde eine große Entlastung. Für alle Bürgerinnen und Bürger ist der Bürgermeister rechtlich Dienstherr der Feuerwehr. Die Gemeindevertretung ist finanziell für deren Ausstattung verantwortlich.

 

Hans Jörg Rickert, 05. Oktober 2021, HN und www.jb-spo.de

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2021      Aug.      Thorsten Mein zum stellv. Wehrführer der Gemeinde Sankt Peter-Ording gewählt

2020      Aug.      Mit dem Schrecken davongekommen – FFW-Einsatz im Böhler Weg

 

Unter Button ARCHIV aufrufbar als pdf-Datei Jahrbuch 2007 –S.133ff – 100 Jahre FFW SPO

5,5 ha landwirtschaftliche Fläche in Tating für PV FFA – Für und Wider

Einwohnerversammlung verlief fair und zeigte Positionen bzw. Meinungen auf

 

In Oldenswort und in Osterhever sind am 26. September die angedachten Solarparks in Größen von 54 bzw. 25 Hektar über Bürgerentscheide abgelehnt worden. Die beiden Gemeinden sind für jeweils zwei Jahre an das Ergebnis dieses Entscheides gebunden. Die Freiflächenanlagen für Photovoltaik sind jedoch deswegen noch nicht vom Tisch.- Richtig auf dem Tisch aber liegt derzeit für Tating ein Antrag auf Errichtung eines Solarparks von 5,5 Hektar Größe. Investor ist die Sonnenkind ENERGIE GmbH & Co. KG Nordstrand.

Die vorgesehene zweite PV FFA „Osterende“ ist westlich der L 33 (Süderdeich) nach St. Peter-Ording zwischen der Bahnlinie und der weiter südlich verlaufenden Gasleitung geplant. Nördlich der Bahn, auf der anderen Seite, soll ein Baugebiet ausgewiesen werden.- Tating ist Fehlbedarfsgemeinde und könnte durch dieses Solarfeld einschließlich anfallender Gewerbesteuern bei stetigem Betrieb mit maximal 20.000 € Einnahme jährlich rechnen. Eine Ansiedlung von weiteren Betrieben ist wegen eines fehlenden Gewerbegebietes nicht gestattet, aber auch die Ausweisung eines solchen in Tating nicht möglich.

 

Der für den Aufstellungsbeschluss der PV FFA vorgesehene Tagesordnungspunkt wurde am 14. Juni durch die Gemeindevertretung von der Tagesordnung genommen. Damit trug man der für den 29. Juni anberaumten Sitzung des Amtsausschusses Rechnung. In ihr wurde der raumordnerische und rechtliche Rahmen für die Flächenausweisung von PV FFA vorgestellt. Auch der Kreis Nordfriesland beschäftigt sich zurzeit mit diesem Thema, indem eine Übersicht mit sog. Potentialflächen für Solarparks erstellt werden soll.

Nach Erörterung der Sachlage verständigte sich der Amtsausschuss dahingehend, ein externes Planungsbüro mit folgendem Auftrag zu versehen: Ergänzend zur Übersicht des Kreises sollen im Amtsbereich alle Flächen nach einem bestimmten Kriterien-Plan aufgelistet werden. Damit könnte dann für Eiderstedt als Tourismusdestination ein einheitliches Vorgehen entwickelt werden. Die Planungshoheit allerdings bliebe immer bei der jeweiligen Gemeinde, zu der die Flächen gehören.

 

 

Zu der nun im Eiderstedter Krog einberufenen Einwohnerversammlung am 28. September zum Tagesordnungspunkt „Vorstellung der beantragten Photovoltaik-Fläche“ waren rund 50 Tatinger erschienen. Es war die 3. öffentliche Veranstaltung der Gemeinde zu dieser Thematik. „Die Gemeinde hat bis heute nicht entschieden“, stellte Bürgermeister und Vorsitzender Hans Jacob Peters dar. „Diese Veranstaltung soll dazu beitragen, wie wir weiter vorgehen werden“, machte er klar. Anwesend waren unter den Bürgerinnen und Bürgern viele Gemeindevertreter, am Tisch des Vorstandes Frerk Waßmann-Hennings in Vertretung für den stellv. Bürgermeister, Nele Bieber vom Amt für das Protokoll, Amtsdirektor Matthias Hasse, Michel Deckmann (Landtagskandidat der CDU), Claus-Carsten Andresen (Mitglied des Kreistages) als Moderator der Aussprache und Marco Reinhold, der Geschäftsführer von „Sonnenkind“.

 

Dieser stellte das Vorhaben vor und informierte vor allem für das Projekt. Das ausgewiesene Gebiet sei genehmigungsrechtlich geeignet, trage zum künftigen Bedarf an elektrischer Energie mit bis zu 7 MWp*** und daraus resultierenden 6,8 Mio Kilowattstunden bei. Marco Reinhold führte auch die Naturverträglichkeit mit „keine Düngung, kein CO2, kein Verkehr“ und u.a. die Habitatmöglichkeiten für Feldlerche und Kiebitz an. Eine PV FFA sei keine Industrieanlage. Man verwirkliche dabei ein ökologisches Flächenmanagement.

 

 

Für und Wider standen einander in den Beiträgen gegenüber. Hans-Peter Petersen, Harald Meinert und Hauke Gravert sind wie andere dafür: Der Stromverbrauch in Tating wird steigen, der Kohlestrom läuft aus, „Grünen“ Strom gibt es nicht genug. „Ist das Netz ausreichend?“ wurde aber auch nachgefragt. Die Frage nach der Amortisation wurde mit bis 10 Jahre beantwortet. Die Einspeisung ins Netz erfolge in Tating oder bei der Umspannstation Bövergeest in St. Peter.-

Werner Burck machte aus seiner Gegnerschaft zu diesem Vorhaben kein Hehl. „Wo kommt unser Kobalt her? - Was sind die Strickfallen, mit denen ihr die Leute ködert? – Unser Bürgermeister ist ein guter Kümmerer, aber damit überfordert.- Es geht um Geld und CO2. Wir haben bis 2025 Zeit. Gebt es in die Hände der Ämter, dann gibt es keinen Stress in den Gemeinden.“ Sein recht langer Redebeitrag konnte dann doch gebremst werden. Gegen den Vorwurf der nicht hinreichenden Information wehrte sich der Bürgermeister eindeutig: „Die Gemeindevertretung hat bis heute nicht entschieden. Man kann uns auch nicht vorwerfen, nicht informiert zu haben.“

Daniela Groß griff den Beitrag von Hans-Georg Hostrup auf. Dieser hatte den Tourismus in den Mittelpunkt gerückt: „Im Moment ist bei uns alles voll! Das bringt uns Einnahmen. Der Gast erwartet eine Landschaft, wie er sie sich vorstellt. Windkraft haben wir bei uns in Tating und auch schon 11 Hektar Photovoltaik.“ Mit Bezug auf die Anlage in Heisternest zitierte sie zunächst Gäste: “Das sieht ja schrecklich aus“, und brachte u.a. die Wasserstoff-Erzeugung ins Gespräch.

 

 

Die Äußerung „Der Standort für Tating ist ideal, schön versteckt“ von Hans-Peter Petersen stand der von Erhard Pölig gegenüber. „Die Solartechnik ist eine tolle Technik. Aber ich bin gegen den Flächenverbrauch.“ Harald Meinert brachte auch Solarflächen auf dem Dach in die Diskussion. „So können wir alle zur Energiewende beitragen.“- „Warum stellen wir nicht alle unsere Hausdächer zur Verfügung?“ warf Daniela Groß ein. Klaus Moldenhauer erinnerte zwecks Abwartens an mögliche Vorgaben seitens des Kreises und des Landes. Horst Braun empfahl, ein Fachgutachten für die Ökobilanz einzuholen: „Das, was wir hier machen, machen wir nicht umsonst. Das machen wir für die Zukunft.“ Er steht für einen Arbeitskreis zur Verfügung. Rainer Palm sorgt sich, dass es mit diesem zweiten Solarpark nicht zu Ende sei. „Die Frage ist doch, ob Eiderstedt für PV FFA der richtige Ort ist? Wie sieht Eiderstedt aus? Wie wirkt sich das auf den Tourismus aus?“

 

Claus-Carsten Andresen hatte die Diskussion jederzeit im Griff. Hans Jacob Peters dankte für die sachlichen Beiträge. „Wir entscheiden nur, wie wir mit diesem Antrag weiter verfahren“, war sein letzter Satz. Er hatte zuvor zum Ansprechen der Mitglieder der Gemeindevertretung aufgefordert und zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung eingeladen. Sie wird einen Tag später als angekündigt, also am 19. Oktober, im Eiderstedter Krog abgehalten.

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HINTERGRUND

Ein Tag hat 24 Stunden, das sind im Jahr 24 mal 365 = 8760 Stunden. Bei einer Spitzenleistung von 7 MWp***  wären das 61,320 Mio kWh. Da aber die Sonne nachts nicht und auch tagsüber nicht immer scheint und je nach Höhe des Sonnenstandes auch nicht die maximale Menge an Solarenergie in elektrische Energie (Wirkungsgrad) umwandelbar ist, sind es mit 6,8 Mio kWh „nur“ etwas über 9 % des rechnerisch möglichen Arbeitsstromes.

Für einen Haushalt rechnet man mit jährlich 3500 kWh Arbeitsstrom. Rein rechnerisch könnten demnach 6.800.000 kWh geteilt durch 3500 kWh = 1942,9 – also ca. 2000 - Haushalte ihren Strombedarf damit decken. Das aber ist eine „Milchmädchenrechnung“, denn nachts oder bei fehlendem Tageslicht bzw. Sonnenschein stünde wegen fehlender Speicherung kein Strom zur Verfügung. Außerdem muss der Strom transportiert werden. Auch dabei treten Energieverluste auf, und vor allem fallen auch Kosten an. Frei- oder Kabelleitungen beeinträchtigen das Landschaftsbild und sind auch von Elektrosmog begleitet.

Jegliche Energieerzeugung und jeder Energieverbrauch sind mit Energieverlust und Zusatzkosten verbunden. Weniger Energieverbrauch sparte Kosten und nützte der Umwelt. Es geht dabei auch nicht nur um Kohlenstoffdioxid. Bestimmte Rohstoffe wie Kobalt müssen auch vorhanden sein. Die Menschheit steht also vor enormen Herausforderungen, wenn sie den menschengemachten Klimawandel umkehren wollte. Die einzige Energiealternative wäre weniger Energieverbrauch, doch danach sieht es nicht aus bzw. das ist bei weiter steigenden Weltbevölkerungszahlen und Wohlstandsanspruch eine Utopie.

Hinterfragen muss man auch die erwarteten Einnahmen. Wie immer, steckt der Teufel im Detail. Von den Gewerbesteuern bliebe der Gemeinde im Endeffekt ein Anteil von maximal ca. 25%.

*** 7 Mio Watt Peak, steht für Spitzenleistung und ist die im Bereich Photovoltaik gebräuchliche, aber nicht normgerechte Bezeichnung für die elektrische Leistung von Solarzellen.

Hans Jörg Rickert, 30.September 2021, HN und www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de

2021      Sept.     Gemeindevertretung St. Peter-Ording scheute vor einem Beschluss

2020      Okt.       Der Gemeinde Tating missfallen fehlende Gewerbesteuerquellen

2018      Juli 2      Freiflächen-Photovoltaikanlage im Gebiet „Heisternest“

ERZÄHL MIR WAS! – AUF EIDERSTEDT

LTO SPO und Eiderstedt lädt wieder ein zu „Hör mol en beten to“

Halke Lorenzen entführte seine Zuhörer zurück in die Zeit der Haubarge

 

Seit 2012 heißt es jedes Jahr ab Mitte September „Erzähl mir was! - Auf Eiderstedt“ oder „Hör mol en beten to“ . Dies ist ein Veranstaltungsformat der 2015 gegründeten Lokalen Tourismus-Organisation St. Peter-Ording und Eiderstedt mit Tönning und Friedrichstadt.

Dieses Jahr sind es vom 23. September bis zum 30. Oktober insgesamt 15 Veranstaltungstermine in St. Peter-Ording, Garding, Tetenbüll, Katharinenheerd, Katingsiel, Kotzenbüll, Friedrichstadt und Westerhever.- Infos dazu gibt es in der gleichnamigen kleinformatigen Broschüre bzw. im Netz unter www.spo-eiderstedt.de Seit 2019 gibt es außerdem zu „Erzähl mir was! Auf Eiderstedt“ die Podcast-Serie „Deichmomente“.- Sie vermittelt Unterhaltung mit vielen interessanten Informationen, z.B. der Podcast über die „Haubarge, die Riesen von Eiderstedt“ mit Hans-Georg Hostrup, dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Baupflege.

 

Haubarge sind typisch für Eiderstedt. Die ersten wurden im 17. Jahrhundert errichtet.*** Statt der einst 400 sind es heute noch um die 60. Das Landschaftsbild prägen viele von ihnen erkennbar. In Westerhever gibt es von den einmal 23 dieser Bauernhäuser immerhin noch 9.- Das berichtete Halke Lorenzen beim „Erzähl mir was“-Termin am 25. September in Stufhusen. Um 1800 sind viele Haubarge entstanden, so auch dieser, den er 2003 übernommen und ab 2004 nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten instandgesetzt und vollständig renoviert hat. Der gesamte Loh-, Stall- und Bergungsraum des Vierkantgebäudes ist unverändert geblieben. Er ist einer der wenigen, bei dem der bauliche und räumliche Urzustand der Loh und der Stallungen erhalten geblieben ist.

 

„Heimatliebe – Eiderstedter Kulturlandschaft im Wandel“ war die Ankündigung seines Erzählvortrages vor 25 Interessierten überschrieben. Dieser Titel kommt nicht von ungefähr. Dipl. Ing. Halke Lorenzen ist in Garding geboren und hat auf der Wogemannsburg (ein Haubarg) in Westerhever seine Kindheit verbracht. In der Graft drumherum (breiter Wassergraben) hat er Karauschen gefangen, ist er Schlittschuh gelaufen und wäre in ihr sogar einmal fast ertrunken. Den Wandel auf Eiderstedt hat er direkt miterlebt, und so nahm er sein Publikum mit auf eine Reise von vor über 60 Jahren.

 

 

Fotos hingen an den Balken, die nicht nur einen Einblick davon verschafften, wie es damals um einen Haubarg aussah. Stufhusen war eine Halligwarft. Und um das direkt am Deich auf einer Grundfläche von ca. 500 m² gelegene Gebäude mit seinen 1000 m² Reetdachfläche gab es weitere Häuser. Die beiden Langhäuser am Deich stehen nicht mehr. Sie mussten wegen der Deichverstärkung weichen. Heudiemen gab es zwischen den Häusern, schmale Wege und vor allem auch Gemüsebeete. Da waren keine Rasenflächen oder Bäume wie heute. Das Land wurde zur Versorgung von den Familien genutzt. Aus dem Fething versorgte man sich mit Wasser. Den Wohn- und Lebenskomfort von heute gab es nicht, aber man war in der Warftgemeinschaft aufgehoben.

7 Pferde waren die besten Gefährten der Haubargfamilie. Mit ihnen wurden die zum Hof gehörigen 43 Hektar Land bewirtschaftet. 5 Milchkühe und dazu auch Ochsen standen im Stall. Es war ein mittelgroßer Hof. Die Wohnfläche von 140 bis 160 m² betrug etwa ein Drittel; die anderen zwei Drittel waren Wirtschaftsraum. Sie dienten als Stall, Loo und für die Unterbringung von Heu und Erntegut. Hinter der Reetwand über dem Wohnteil befand sich der Kornboden. Der Vier-Ständer-Bau in Stufhusen hat ein großes Volumen. Gemessen daran ist der Bedarf an Holz als gering zu bezeichnen, auch wenn es bei all den Balken, Stützen, Querstreben und Dachlatten nicht danach aussieht.

Halke Lorenzen nahm seine Gäste auch draußen mit auf eine Rundtour. Spannend war auch, was er von Vorland, Entwässerung und Leben auf dieser Halligwarft in Westerhever zu berichten wusste. Man mag es gar nicht glauben, dass diese einmalige Landschaft vor 50 Jahren einem riesigen Hotel-Klinik-Tourismusprojekt geopfert werden sollte. Das ist zum Glück nicht verwirklicht worden.

Einen Haubarg zu unterhalten, kostete nicht nur damals Geld. Erst jetzt hat ein Landwirt seinen verkauft. Wenn er dann erhalten wird, macht es Sinn. Und manchmal sind es heute eben auch Fremde, die sich in dieses Stück Eiderstedt in Westerhever „verlieben“ und durch Investitionen somit auch die Bausubstanz erhalten und pflegen.

Der Haubarg Stufhusen steht auf der ehemaligen Halligwarft Stufhusen in Westerhever und ist der einzige Haubarg direkt hinter dem Deich am Meer, in der Nähe des Wahrzeichens der Region, dem Leuchtturm Westerheversand.

*** Die meisten der noch vorhandenen Haubarge in Westerhever sind im 17. Jahrhundert errichtet worden. Es sind der auf dem Tofthof (1646), auf der Wogemannsburg (1662), auf der Knutzenwarft (1662), auf dem Rosenhof (1674) und die Haubargscheune Sparhörn (1628). Aus dem 18. Jahrhundert sind die Haubarge vom Boikenhof (1737), Haubarg Jans (1793) und der Haubarg Stufhusen 1800.Der Haubarg auf Sieversbüll wurde nach dem Brand im Jahre 2010 als Betonhaubarg wieder aufgebaut. (siehe dazu das Buch von Halke Lorenzen „Westerhever – Landart“, S. 114 ff.)

Hans Jörg Rickert, 27. September 2021, www.jb-spo.de

 

Siehe dazu u.a. auch folgende Berichte unter www.jb-spo.de

2017    Sept.               Haubarg Hochbohm war Besuchermagnet

2018    Sept.               LTO startete erfolgreich mit „Erzähl mir was auf Eiderstedt“

            Nov.                „Erzähl mir was! - Auf Eiderstedt!“ schloss mit 1000 Jahre Deichbau

2019    Sept2 Okt.      Erzähl mir was auf Eiderstedt – Kirchenlandschaft

                                    Erzähl mir was auf Eiderstedt - Tümlauer Koog

2020    Sept.               Geheimnisse hinter den Bäumen – die Bauerngärten der Haubarge

 

PLATTDEUTSCH 3 -     Op Eiderstedt – in’e Schankwirtschop vun Katensiel

                                    Mit’n Klootstock ünnerwegens

TIPP für Fahrradfahrer in und um St. Peter-Ording: EIDERSTEDT – Jahreszeiten

Herbst auf Eiderstedt – Trecker für „Happy cows – better milk“ unterwegs

 

Die Ernte ist eingefahren, die Rapssaat aufgegangen - nun wird Silo gefahren

Als „Reporter“ darf man nie ohne Fotoapparat unterwegs sein. Eigentlich wollte ich nur die Straßensperrungen für den Eiderweg fotografisch festhalten. Dieser erhält derzeit eine neue Verschleißdecke. An den Kanten bekommt er auch Gittersteine. Unweigerlich aber geht mein Blick dabei auch zum Deich und über die Fennen.

Der Mais steht noch, aber sonst ist abgeerntet. Die Rapssaat ist bereits aufgegangen. Gerste, Weizen und Hafer sowie Mais wurden dieses Jahr zwischen Wittendüner Allee, Eiderweg und Böhler Landstraße angebaut. Das geschieht in der Regel im Fruchtwechsel. Auch Grasmischungen können zwischendurch einmal angesät werden. Diese Flächen sind aber nach zwei Jahren erneut für Ackerfrüchte zu nutzen. Dazu kommen Gräsungsflächen für Schafe und Rinder sowie Dauergrasland, z.B. zwischen Süderhöfter Weg und Eiderweg vor dem Golfplatzgelände. Dauergrasland dient der Fütterung in zweierlei Form: Gräsung und Silo bzw. Heu.

In diesem Jahr gab es in der Regel drei Grasschnitte. Zweimal war Heumachen möglich. Zweimal Silo und einmal Heu ging auch bzw. dreimal Silofahren. Heumachen ist stark wetterabhängig, denn das Gras muss gut austrocknen, um als Heu – heute in Form von Rundballen bzw. in eckiger Form in verschiedenen Größen - eingefahren werden zu können. In früheren Zeiten gab es die sogenannten Heudiemen.- Der Duft von Heu im Sommer ist und bleibt einzigartig!

 

Von der Wittendüner Allee (L 33) aus St. Peter-Dorf kommend bog ich hinter dem Parkplatz (rechter Hand vor Ehst) in den Eiderweg ein. Rechts auf dem noch jungen Rapsfeld eine Unmenge von Vögeln. Sie bereiten sich auf ihre Reise in den Süden vor. Im Frühjahr kommen sie dann wieder zurück. Alles Kiebitze? – Ich musste mich vergewissern. Nein! - Auch Goldregenpfeifer, viel mehr und dichter zusammen als die Kiebitze.

Der erste Silofahrer bog aus dem Böhler Weg kommend in den Eiderweg. Ich pirschte mich an die Vögel heran. Da kam schon der zweite Silofahrer, und dann rief mich ein Hupen. Der Güllewagenfahre mit seinem „Geschütz“ wollte auf die gemähte Grasfenne gegenüber und Gülle ausbringen, konnte aber wegen meines geparkten Fahrzeuges nicht auf die Fenne. Am Tag zuvor hatte man „Silo“ gefahren. Da kam dann auch schon der dritte Silofahrer aus dem Böhler Weg.

Mein Abstecher zur Marnesiedlung – wegen der Straßenbauarbeiten und der Absperrung am Eckhof – führte mich danach die gleiche Strecke wieder zurück.- Ich wollte nun wissen, von wo Silo gefahren wurde. Das konnte nur in Süderhöft irgendwo sein. Da aber auch in Böhl nach der Strandüberfahrt abgesperrt war, gab es nur die Möglichkeit vom Süderhöfter Weg aus. Als ich dort ankam, abgeerntete Grasfennen und auch noch hinreichend Schwaden, aber kein Silofahrer. Bald aber kam der erste und nach knapp 15 Minuten löste ihn der nächste ab.

 

Auf Eiderstedt soll am 21. September von 120 Hektar Fläche Silo gefahren worden sein. Die Flächen am Süderhöfter Weg hatten grob geschätzt sicher mehr als 10 Hektar. Die Silofahrer nahmen für ihre Fahrten den Böhler Weg. Das war zwischen ihnen so getaktet, dass sie sich selbst nicht begegnen konnten. Das hätte der Böhler Weg bei diesen Fahrungetümen auch nicht hergegeben.

 

Es ist schon lohnend, sich einmal mit diesem Arbeitsbereich auf Eiderstedt zu beschäftigen. Eiderstedt ist eben nicht nur Tourismus in St. Peter-Ording und der LTO (Lokalen Tourismusorganisation) mit ihren Dörfern von Westerhever über den Norderheverkoog bis Vollerwiek, sondern wie in früheren Zeiten Landwirtschaft mit Ackerbau, Viehzucht und Milchwirtschaft. Die Haubarge zeugen davon. Und wie die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Maschinen ausgestattet sind und wie sie funktionieren, ist gewiss mehr als nur einen Hingucker wert.

 

Hans Jörg Rickert, 22. September 2021, www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de:

2020    September      „Tag der offenen Weide“ traf bei vielen auf großen Zuspruch

Mobilfunkmast steht sichtbar vor den Rutschbahnen der Dünen-Therme

 

Die mobilen Übergangsmasten im Bad gehören bald der Vergangenheit an

 

Ohne Smart-Phone könnten sich viele unser Leben nicht mehr vorstellen. Das Handy und damit auch SMS waren in den 90iger Jahren schon voll „IN“. Mobilfunk bestimmt unser Leben weitgehend mit. „Sputnik“ (1957) und „Explorer“ (1958) waren die ersten Satelliten im All. Ohne ihre heutigen Nachfolger gäbe es den Mobilfunk in der uns bekannten Form und vieles andere nicht. Die Entwicklung der Raumfahrt hat auch unser tägliches Leben verändert.

 

Am 20. September waren an dem bereits im Frühjahr errichteten fest installierten 30 Meter hohen Mobilfunkmast aus Schleuderbeton mit GFK-Verkleidung zwei Arbeitskräne im Einsatz. Drei Mobilfunkanbieter nutzen den Mast. Ihre Anlagen waren vorher an anderen Orten im Bad auf hohen Gebäuden installiert. Die Verträge waren ausgelaufen. Für Telekom und Vodafone waren deswegen zwei mobile Funkmaste auf dem Parkplatz Dünen-Therme übergangsweise längerfristig eingerichtet worden.

 

Sie werden dann abgebaut und entfernt, wenn die Mobilfunkversorgung über den neuen Mast einwandfrei gewährleistet ist. Die Anlagen der Anbieter müssen eingepflegt und nachjustiert werden. Das braucht seine Zeit. Dann aber sollte in St. Peter-Bad eine leistungsstarke Mobilfunkversorgung existieren. „Kein Netz“ dürfte es dort bald nicht mehr heißen.

 

Hans Jörg Rickert, 28. September 2021, www.jb-spo.de

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.,de

2020      Jan         Am Landeswald- und Landeswassergesetz kommt niemand vorbei (u.a. Mobilfunk)

und

ARCHIV Jahrbuch St. Peter-Ording 2014 – August             Mobilfunkmast im Dorf

„SPO klart auf – die Elfte“ – Aktiv für die Umwelt am Strand unterwegs

 

Gemeinschaftsaktion von TZ, DLRG, Nationalparkverwaltung, Einheimischen und Gästen

Vor der Kulisse des Nationalparkes Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hatten sich rund 80 „Aktivisten“ zur Strandmüllsammelaktion von 10:30 bis ca. 14 Uhr eingefunden. In drei Gruppen ging es nach einem Jahr Zwangspause - wegen Corona - auf Mülltour: Links und rechts von der Seebrücke an den Dünen entlang in Richtung Südstrand und Köhlbrand sowie in Ording Nord. Motivation ist immer genug vorhanden.

 

Bendiks und seine Eltern sind schon von Anfang an dabei. Er hatte Charlotte aus seiner Sexta überzeugen können. “Es ist immer spannend, was man so findet“, ist für ihn größte Motivation und natürlich das Mitmachen beim „Strandaufräumen“. Aus Hamburg hatten sich drei „Wellenreiter“ aufgemacht. „Wir wollen eine ‚grüne‘ Umwelt genießen und dem Meer als Dank etwas zurückgeben“, hieß es von ihrer Seite. Ein seit 2018 Neubürgerehepaar war nun das dritte Mal dabei und hatte seine drei Freunde aus Hannover für dieses „Event“ gleich mit begeistern können. Für sie sollte es eine „Ploggingtour“ sein, etwas Gutes für die Umwelt und für sich selbst zu tun. Mischlungshund „Pepe“ bellte bestätigend dazu.

Das ist Tenor bei allen. Info-Rangerin Corinna Winkler von der NPV und Nachhaltigkeitsbeauf-tragter Sebastian Rischen von der TZ betreuten die Familientour, Nationalpark-Ranger Wolfgang Förster-Hahn übernahm die eine der beiden anderen Gruppen, und mit den „stabilsten Sammlern“ machte sich das Team von der Schutzstation Wattenmeer im Nationalparkhaus mit Leiterin Kristina Pieper und den für ein Jahr Freiwilligendienst Leistenden Anusheh Radunski aus Siegen, Lasse Hartmann aus Hamburg und Marten Seeger aus Hannover per Bus auf nach Ording. Mit Fahrzeugen waren von der DLRG Nils Stauch und Jörg Wienen sowie von der TZ Claus Peters dabei. Der gesammelte Müll muss schließlich vom Strand abtransportiert werden.

 

Mülltüten, Handschuhe, Beutel und auch einige Greifzangen verteilten Jan Katryniak und Auszubildender bei der TZ Bennet Homrighausen. Tourismus-Direktorin Katharina Schirmbeck begrüßte und ging mit auf Tour. Veranstaltungsleiterin Vanessa Greve gab allgemeine Hinweise, hatte den Ablauf vorbereitet und sorgte für den Empfang und die Stärkung nach der Sammelaktion im Dünen-Hus. Das ist so Brauch.- Dieses Mal gibt es auch ein Monitoring. Man will genauer wissen, welcher Art der Müll am Strand ist.

 

Hans Jörg Rickert, 26. September 2021, HN und www.jb-spo.de

Siehe auch unter www.jb-spo.de

2018      März2 Bestes „Strandmüllsammelwetter“ für „SPO klart auf - die Siebente“

Sept.     SPO klart auf – die Achte

2019      April      SPO klart auf – die Neunte

Sept.     SPO klart auf: Aktiv sein für die Natur reizt zum Mitmachen