2018 September

 

Harfe und Flöte verzauberten in der St. Peter-Kirche

 

Wer möchte nicht einmal „Harfe“ hören? Dieses Instrument hat etwas. Vielleicht, weil es so alt ist und die Geschichte von König David damit beginnt, dass der israelitische König Saul den jungen David holte, um sich durch das Spiel auf der Harfe „Kinnor“ von ihm aufmuntern zu lassen? Die Harfe jedenfalls ist eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit und kam bereits um etwa 3000 v. Chr. in Mesopotamien und Ägypten vor. Noch viel älter ist die Flöte. Schon die Steinzeitmenschen fertigten sie aus Knochen und spielten auf ihr.

Erstmalig hatte der Verein zur Förderung und Pflege der Kirchenmusik St. Peter-Ording zu einem Konzert mit diesen beiden Instrumenten eingeladen. Eva Pressl hatte ihre Konzertharfe und Annette Hermeling ihre Flöte mitgebracht, die eine ein großes und 48 kg schweres Zupfinstrument, die andere ein handliches Blasinstrument. Als „Duo Arabesque“ treten sie zusammen seit 2012 auf, um ihre Zuhörer mit Raritäten verschiedener Komponisten in dieser besonderen Besetzung zu überraschen und zu verzaubern. Das gelang ihnen ausgezeichnet und mit hervorragendem Zusammenspiel auf ihren Instrumenten an diesem Sonntagabend in der überaus gut besetzten St. Peter-Kirche. Viel Beifall gab es nach jedem Stück, einmal schon kurz nach dem ersten Satz, und besonders großen am Ende, nachdem von Gabriel Fauré virtuos gespielt die „Fantaisie“ op. 79 verklungen war.

Begonnen hatten sie mit der Sonate Es-Dur op. 113 von Louis Spohr (1784-1859), dessen Frau Harfenistin war. So hat er auch viele Kompositionen für Harfe geschaffen. Das Stück passte zum Tagesausklang und stimmte wunderbar in das Konzert ein. Von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gab es das Andante C-Dur KV 315 und als vorletztes Stück die von ihm schon als Sechsjährigem geschriebene Sonate C-Dur KV 14 mit den vielen „Trillern“. Unverkennbar hier schon seine Musik. Von Georg Friedrich Händel (1862-1759) spielten sie die Hallenser Sonate h-moll und von Johann Sebastian Bach (1685-1750) die Sonate g-moll BWV 1020, die zwar ihm zugeschrieben vielleicht seine zwei Musikersöhne komponiert haben könnten. Nur einmal gab es mit der „Première Arabesque“ von Claude Debusy Harfe solo. Da konnte man sich der Harfe Klang so recht hingeben und ihr direkt lauschen.- Annette Hermeling moderierte gekonnt und informativ zwischen den Musikstücken, die sich aneinander „rankten“, wie es sich für die als Rankenornament bezeichnete „Arabeske“ gehört.

Eine Zugabe musste einfach sein nach diesem wunderbaren Konzertabend. Die gab es mit "Entr´acte" von Jaques Ibert, einem Schüler Faurés, das dem Abend noch einen zusätzlichen Akzent verlieh. Wie angetan die Zuhörerrinnen und Zuhörer waren, zeigte sich dann auch noch darin, dass sie das Gespräch mit den beiden Musikerinnen suchten, deren Begeisterung für ihre Instrumente übergesprungen war.

Hans Jörg Rickert, 24. September 2018, www.jb-spo.de

Gedenkstätte Ording wieder ansehnlich gestaltet

 

Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde haben ein gutes Werk getan

Die Gedenkstätte in Ording in der Waldecke zwischen Dreilanden und Waldstraße war in die Jahre gekommen. Die Namen auf den Feldsteinen waren nicht mehr gut lesbar, aber auch die Anlage für das Betreten nicht gerade verkehrssicher. Die Sandsteinplatten waren vor allem bei Feuchtigkeit glatt und lagen außerdem uneben. Rutsch- und Stolpergefahr für die Besucher waren gegeben.

Die Gedenkstätte wird tatsächlich von Zeit zu Zeit von Familienangehörigen aufgesucht. Anlässlich des Volkstrauertages fanden sich in den vergangenen Jahren an den Steinen mit den Namen der Gefallenen und Vermissten auch Gestecke für Soldaten beider Weltkriege.

Insgesamt sind es außer des großen Gedenksteines mit den Jahreszahlen beider Weltkriege 37 Feldsteine mit Namen.- Acht Ordinger Männer sind im 1. Weltkrieg gefallen, zwei von ihnen galten als vermisst. Die acht Namen sind Wilhelm Martens (*11.9.1891; gef. 23.03.1918), Wilhelm Thoms (*19.07.1893; vermisst), Peter Stöhrmann (*03.03.1898; gef. 18.08.1917), Friedrich Friedrichsen (*22.02.1989; gef. 07.07.1917), Amandus Zinnendorf (17.10.1884; gef. 19.04.1915), Heinz Jacobsen (05.10. 1995; gef. 31.10.1918), Hugo Böttcher (22.12.1997; vermisst) und Christian Schröder (21.01.1898; gef. 21.10.1916).- Einunddreißig Ordinger sind insgesamt Opfer des 2. Weltkrieges geworden, von ihnen sind 20 gefallen und 11 vermisst. Auf einem Stein stehen allein drei Namen, die von Werner Peters (24.01.1913; vermisst 1944) Hans-Jürgen Peters (20.08.1925; gef. 26.09.1944) und Karl-Heinz Peters (19.01.1915; gef. 25.06. 1944). Dreimal im Jahr 1944 ereilte die Familie Peters also eine Todesnachricht. Das Leid dieser Familie lässt sich überhaupt nicht ermessen.

Am 11. November 1918 jährt sich der Abschluss des Friedensvertrages zum Ende des 1. Weltkrieges in Compiègne zum 100. Mal. Der 2. Weltkrieg endete für Deutschland im Mai vor nun 73 Jahren. 8,5 Mio Tote gab es im 1. Weltkrieg. Mehr als 21 Mio wurden verwundet. Im 2. Weltkrieg waren es ca, 65 Mio Tote. Die Anzahl allein der kriegsverletzten Deutschen wird für den 2. Weltkrieg mit 4,8 Mio angegeben, davon 3,5 Mio im Osten!

Es macht Sinn, sich solche Zahlen zu vergegenwärtigen, und es macht besonders Sinn, sich Namen von gefallenen bzw. vermissten Soldaten auf Gedenksteinen oder Kriegsgräbern anzuschauen und innezuhalten. Hans-Jürgen Peters – einer der drei Namen auf dem einen Stein - ist gerade 19 Jahre alt geworden! Und das ist nur ein Name von vielen in der Welt! –

Welch Glück, in Deutschland seit mehr als 73 Jahren in Frieden zu leben!

Das sollte man sich bewusst machen. So ist es gut, dass sich die Gemeinde hundert Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges daran gemacht hat, die Anlage als Mahnmal für den Frieden wieder ansehnlich neu und dabei schlicht gestaltet zu haben, eben nicht aufgehübscht, sondern nur ordentlich – wie es sich gehört.-

Auslöser für die Sanierung waren die Reinigung und Aufarbeitung der Beschriftung aller Ehrensteine, denn das tat Not, wenn sichtbar werden sollte, weswegen die Anlage überhaupt in dieser Weise existiert. Diese Arbeiten hatte Jörg Röttges vom Bauhof der Tourismus-Zentrale vorgenommen. Da waren die Neuschaffung der Wege und Flächen die Folge. Hier waren vom Bauhof der Gemeinde die Mitarbeiter Andreas Reichardt, Uwe Hotzy und Stefan Schmaler im Einsatz. Christian Heldt und Oke Hansen hatten die Aufarbeitung in die Wege geleitet.

Danke an die Gemeinde St. Peter-Ording und ihre Mitarbeiter.- Für die Anlage auf dem Friedhof Bövergeest ist ebenfalls eine optische Aufbesserung geplant.

Hans Jörg Rickert, 26. September 2018, HN und www.jb-spo.de

Riesengroßer Beifall für das Musical „Der singende Anker“

 

Jugendliche und junge Erwachsene begeisterten ihr Publikum

War es nun Wahrheit oder Wirklichkeit oder doch nur „Seemannsgarn Ahoi“, was da Henrik Kloth in dem von ihm verfassten Musical „Der singende Anker“ mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Aula des ev. Jugenderholungsdorfes auf die Bühne gebracht hatte? Es war das fünfte musikalische Theaterstück, was dort aufgeführt wurde und dabei das Vierte von ihm erdachte und instrumentierte. Der 27-Jährige am Ort geborene und aufgewachsene ist Erzieher und arbeitet für die ev. Urlauberseelsorge St. Peter-Ording im Team um Andrea Streubier. Insgesamt 19 junge Leute – 16 auf der Bühne und 3 in der Technik – beeindruckten und begeisterten ihr Publikum im „vollen Haus“ mit Szenen und Musik rund um St. Peter und die Nordsee mit Gestalten aus der Historie und auch der Gegenwart, mochte man meinen, wenn man ein wenig „achtersinnig“ zuhörte.

Im Lied „Griechischer Wein“ wurde aus ihm „Friesischer Grog“ – der „Pharisäer“ ließ schon mal vorweg beim allerersten Lied grüßen. „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ gehörte ebenso zum Liedrepertoire wie das „Dankeslied“ manch eines Männergesangsvereins oder Shantychores „Wo man Korn trinkt und ein Lied singt“, wie auch der schottische Song „Loch Lomond“. Und am Schluss durfte ein echter „Rap“ nicht fehlen. Beifall jedenfalls gab es jedesmal. Aber nicht nur dafür, auch für die excellent gespielten und technisch farbig ausgeleuchteten Szenen auf der Bühne, wenn der Pastor im „Rotlichtmilieu“ nicht nur gegen den Alkohol auftritt oder der Gendarm des dänischen Königs auf Suche nach den Strandräubern ist bzw. man wunderbar kostümiert einfach nur in der kulissenhaft einzigartigen ausgestatteten Wirtsstube sitzt und sich, „arm und der rauen Wirklichkeit an der Küste ausgeliefert“, mit Schnaps von innen wärmt und am Würfel- und Kartenspiel erfreut. Strandraub wurde geplant, Torf gestochen und für den Umgang miteinander galt „Eet, wat goor is – Drink, wat kloor is – Segg, wat wohr is“. So kann man es heute noch im „Olsdorfer Krug“ lesen. Seeräuber Klaus Störtebeker und die auf ihren Verlobten wartende und auf „Maleens Knoll“ spinnende Jungfrau fehlten auch nicht, ebenso nicht „Jan un Gret“. Drehbuchautor Henrik Kloth hatte viel und gut recherchiert, aber auch „Seemansgarn gesponnen“, und – so möchte man meinen – dabei eine Hommage an seine Heimat zusammengetextet und instrumentiert und mit seinen „Kumpanen“ schauspielerisch gekonnt gestaltet.

Was junge Leute zu leisten bereit sind, wenn man ihnen Zeit und Raum lässt und sie unterstützt – wurde hier sichtbar. Chapeau den jungen Leuten, aber auch der Urlauberseelsorge und dem Verein „Andere Zeiten e.V.“, die dieses mit möglich gemacht haben.

Hans Jörg Rickert, 22. September 2018, HN und www.jb-spo.de

Holperige Abstimmungen im Bauausschuss

 

„Familientreff“ des Projektes „Promenade II“ und „Zufahrt“ zum geplanten Hotel an der Zuwegung Strandpromenade wurden der Gemeindevertretung empfohlen

Etwas kurios ging es nicht nur für manchen der zahlreich anwesenden Einwohner wohl zu in der letzten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses der Gemeinde St. Peter-Ording. Die Funktion des Vorsitzenden hatte dieses Mal Andreas Mietz (AWG). Er war in der Augustsitzung vertreten worden. Wolfgang Rohde (SPD) war ebenfalls verhindert gewesen. Dieses Mal waren sie beide da, aber Stefanie Orankan (SPD) saß anstelle von Kurt Kahlke (SPD) am Tisch. Mit drei Mitgliedern war der siebenköpfige Ausschuss also anders besetzt. Nichts Ungewöhnliches, aber das setzt intern gegenseitige Information voraus.

Die schien nicht so richtig gegeben zu sein, wenn man die späteren Abstimmungen betrachtete, weil z.B. für den Bebauungsplan 81 in einem Fall die erforderlichen Papiere nicht weitergegeben worden waren. Später brachte die „CDU-Fraktion“ im Rahmen der Verhandlung des Bebauungsplanes 13 C einen Antrag ein, der erst einmal verstanden werden musste, dann aber schließlich abgelehnt wurde. Allerdings stimmten nachher die CDU-Mitglieder auch alle mit „Ja“ zum Beschluss des B-Planes.

Wenn es denn ein Antrag der CDU-Fraktion gewesen sein soll, ist so ein solches Abstimmungsverhalten zumindest verwunderlich, wenn ihm eine ernsthafte Absicht unterstellt werden sollte. Um sich dafür alle Möglichkeiten in der Sitzung der Gemeindevertretung offen zu halten, wäre hier sicher anders abzustimmen sinnvoll gewesen.

Vorgestellt wurde Jacqueline Peters. Sie ist neue Mitarbeiterin des Amtes Eiderstedt und arbeitet sich zurzeit in den Posten des bisherigen Sachbearbeiters Sven Jacobsen ein, der demnächst die Leitung des Fachbereiches I „Bürgerdienste und Ordnung“ übernehmen wird.

Schon in der vorangegangenen Sitzung hatte man sich für einen Beschlussvorschlag hinsichtlich des B-Planes Nr. 81 für den künftigen „Familientreff“ am Ende der Verlängerung der Strandpromenade auf dem Gelände der maroden Rollschuhbahn aus den 70iger Jahren entschieden und dann doch vertagt. Vorher hatte man damals die Änderung des Flächennutzungsplanes dafür – Neuaufstellung – bereits dahin verschoben. Nun waren also beide Tagesordnungspunkte mit Nachbesserungen erneut zu verhandeln. Dazu kam als weiterer Punkt der Bebauungsplan Nr. 13 C für das geplante Hotel an der Zuwegungsstraße „Strandpromenade“ vom Strandläuferweg – jetzige Hausnummern 13 bis 17 – und der beabsichtigten Zuwegung durch den „Kurwald“ von der Fritz-Wischer-Straße aus. In der dafür vorgeschriebenen im Juli anberaumten Bürgerbeteiligung hatte es eine Vielzahl von Einwänden vor allem der Anlieger der Fritz-Wischer-Straße – von verkehrlicher Zunahme u.a. wegen Zulieferung, Schallschutzgutachten und anderem bis zur Breite der Straße hin (wir berichteten) - gegeben.

Planerin Meike Marxen vom Büro Methner erläuterte in der Sitzung im Sachvortrag zum B-Plan 81 weitere vorgenommene Anpassungen u.a. der Höhenfestsetzungen und des vorgesehenen Restaurantbetriebes. Dieser muss lt. Landesplanung in einem direkten Zusammenhang mit dem Zweck des „Familientreffs“ stehen, damit eine Weiterexistenz des Restaurants bei Änderungen in der Nutzung ausgeschlossen werden kann. Von Richard-Flohrs Richardsen (CDU) wurde ein Wegekonzept angemahnt. Dieses ergibt sich aber notwendig aus der Umsetzung. Bodo Laubenstein (CDU) sprach die möglichen zukünftigen Deichverstärkungsmaßnahmen an. Der B-Plan hat aber nur die tatsächlich vorhandenen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Sollte der hier vorhandene Regionaldeich zum Klimadeich hin verstärkt werden müssen, ergäbe sich das erst dann. Mit einer Enthaltung ging der vorgelegte B-Plan 81 durch.

Die aktuellen Entwürfe zum B-Plan 13 C erläuterte Stadtplaner Helmut Reggentin. Hier forderte Bodo Laubenstein entsprechende sprachliche Korrekturen an. Zusätzlich beantragte er eine Erweiterung der Zuwegung „Strandpromenade“ bis zur neuen Stichstraße von der Fritz-Wischer-Straße aus. Letztlich stimmten dann nach Ablehnung dieses Antrages alle für die von der Verwaltung gefertigte Beschlussvorlage mit den beantragten Präzisierungen.

Bei den Einwohnerfragen wurde wieder einmal der Umfang der Arbeit des Ausschusses für Bauwesen und Verkehr deutlich. Die Schaffung eines Verkehrsausschusses war deswegen auch ein Anliegen seitens der Bürger. Ansonsten wiederholte sich etliches aus den vorherigen Sitzungen.

Hjr, 25. September 2018, HN und www.jb-spo.de

„SPO klart auf“ – die Achte

 

„Aktiv im Nationalpark“ – dazu gehört alle Jahre wieder auch „SPO klart auf“., Naturerleben und Bewusstseinsschärfung durch Mittun für den Schutz der Umwelt für den Erhalt des Ökosystems Nationalpark Wattenmeer stehen hinter dieser Aktion. Zum bereits achten Mal hatten sich wieder viele Sammelwillige und Sammelfreudige – manche sind wiederholt dabei – im DÜNEN-HUS in St. Peter-Ording eingefunden. Nach dem Sturm des Vortages hatte sich das Wetter beruhigt, und bei Sonnenschein, Wolken und Wind konnte die Strandmüllsammelaktion von den Wetterbedingungen her stattfinden. Mit etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern insgesamt von Groß bis Klein war das Interesse wieder gut. Nach kurzer Einweisung durch das Veranstaltungsteam der Tourismus-Zentrale teilte man sich mit Unterstützung von jungen Leuten der Schutzstation Wattenmeer aus dem Nationalparkhaus und Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung draußen in dieses Mal nur drei Gruppen auf. Zwei würden links und rechts von der Seebrücke sammeln, eine in Ording vom Übergang Köhlbrand aus. Mit gelben Handschuhen und den großen Tüten ausgestattet ging es für die meisten erst einmal über die Seebrücke bis zum Dünenrand. – Nach zwei Stunden war Schluss. Zur Stärkung fand man sich wieder im DÜNEN-HUS ein.

Hjr, 22. September 2018, www.jb-spo.de

Feierlicher Sonntag für die Kirchengemeinde

 

Gottesdienst mit Vorstellung der Konfirmanden und Gästen aus Steinhagen

Der 23. September war ein für die Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating festlicher Sonntag: Vierzehn Konfirmanden wurden vorgestellt und gestalteten den Gottesdienst bereits mit. Ihre Konfirmation ist im Frühjahr 2020. Bis dahin erfahren sie alles das über den christlichen Glauben, was Christsein ausmacht, und welche Rituale in Kirche und Gottesdienst dazugehören. Wichtiger aber noch wird für sie die Erfahrung sein, dass der Glaube an Gott Sicherheit im und Kraft zum Leben geben kann.

„Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ Mit diesem Satz aus dem ersten Brief des Johannes im 5. Kapitel eröffnete Pastorin Regine Boysen dann auch passend dazu den Gottesdienst, den sie gemeinsam mit Pastorin Ines Dobbe aus Steinhagen leitete. Denn es war dieses Wochenende auch das, an dem 17 Mitglieder aus der Partnerkirchengemeinde Steinhagen bei Stralsund in St. Peter-Ording zu Gast und bei MItgliedern der hiesigen Kirchengemeinde untergebracht waren. So war die St. Peter-Kirche mit den Steinhagenern, den St. Peter-Ordingern und Tatingern und den vielen Familienangehörigen der Konfirmanden mehr als nur besetzt.

Die Partnerschaft geht zurück auf eine Partnerschaft der Pastoren von Tating und Steinhagen von 1957. Einen Neubeginn gab es dann ab 1972, so dass 2012 ein großes Jubiläum anlässlich 40 Jahre christlicher Gemeinschaft im Geiste der Ev. Lutherischen Kirchen und vereint in der Nordkirche gefeiert werden konnte. Auskunft bis dahin und darüber gibt die von Pastor Hans Peter Honecker (verst. 2016) herausgegebene Festschrift.

Es wurde ein höchst lebendiger Gottesdienst, musikalisch gestaltet vom Posaunenchor, und Christoph Jensen an der Orgel, mit dem Text des Gleichnisses von der Heilung eines gelähmten Mannes, vielen Liedern aus dem Beiheft „Himmel, Erde, Luft und Meer“ zum Evangelischen Gesangbuch in der Nordkirche, Gebet, Glaubensbekenntnis und Segen und natürlich auch Predigt, die Regine Boysen und Ines Dobbe untereinander sehr wohl auch auf die Konfirmanden abgestimmt hatten. Kyrie und Fürbittengebet – hier wirkten die Konfirmanden aktiv mit – sowie Kollekte gehörten auch dazu, ebenso die Abkündigungen. So erlebten die sechs Mädchen und acht Jungen, was Kirche ist: Nächstenliebe und Gemeinschaft im Glauben.-Im Rahmen der Predigt wurde eine Kerze entzündet. Es ging ein Licht auf. Gauben wurde miteinander geteilt und alle waren durch die Gemeinschaft der Christen getragen.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Steinhagener mit ihren Gastgebern im Gemeindehaus zum gemeinsamen Mittagsmahl. Mit dem Heimreisesegen ging es wenig später auf die Heimfahrt in der Gewissheit, an diesem Wochenende den Glauben und vieles mehr miteinander geteilt und erlebt zu haben.

Die Konfirmanden sind: Emma Beuscher, Carlotta Bombis, Timo Eisermann, Lotta Frehse, Mika Hennings, Lilly Ipsen, Leonard Lambracht, Jonas Pioch, Till Pioch, Tom Schäfer, Louis Scheffels, Hjördis Schmidt, Fynn Schröder und Emma Waßmann.

Hjr, 24. September 2018, www.jb-spo.de

DRK St. Peter-Ording spendete zugunsten armer Kinder

 

Sehr guter Zuspruch für den Kunsthandwerkermarkt in der Utholm-Schule

Der DRK-Ortsverein hat sich „Aus Liebe zum Menschen“ auf seine Fahne geschrieben. Mitglieder backten wieder Kekse, kochten Marmeladen und Säfte und veräußerten sie auf dem Weihnachtsmarkt im Winterdorf und bei den Kunsthandwerkermärkten im Herbst und Frühjahr in den Räumen der Utholm-Schule.

Dieses Mal war das DRK nicht mit einem Stand auf dem Kunsthandwerkermarkt beteiligt, aber der Erlös aus dem Verkauf der vorangegangenen Märkte ging wieder zu Gunsten „Armut hat junge Gesichter“ an den Förderverein der Schule, der mit diesen Mitteln in immer wieder vorkommenden Notfällen schnell und unbürokratisch helfen kann, so dass Teilhabe für alle Kinder in der Utholm-Schule jederzeit stattfindet. Rektor Boy Möller für die Schule, Jessica Friederici für die Elternschaft und Frauke Hansen für den Förderverein bedankten sich herzlich bei der Vorsitzenden des Ortsvereins Marlene Pauly-Burchatzky für diese Unterstützung.

Der Kunsthandwerkermarkt im Herbst und Frühjahr in der Utholm-Schule ist immer wieder ein Erlebnis und hat überaus guten Zuspruch. Kollegium und Elternschaft machen das zusätzlich möglich mit Kaffee und Kuchen und persönlicher Einsatzbereitschaft an den beiden Tagen. Der Erlös daraus fließt direkt in den Förderverein. Die Schulgemeinschaft wird so gestärkt, und die Kinder der Schule profitieren unmittelbar davon.

Hjr, 23. September 2018, HN und www.jb-spo.de

LTO startete erfolgreich mit „Erzähl mir was auf Eiderstedt“

 

Ortschronist Claus Heitmann erzählte unterhaltsam über St. Peter-Ording

So wünschen sich das die Veranstalter von der Lokalen Tourismus Organisation St. Peter-Ording und Eiderstedt und ihre Erzähler: Ein volles Haus! Das war so im Museum Landschaft Eiderstedt bei der Auftaktveranstaltung für die Veranstaltungsreihe „Erzähl mir was!“ mit Claus Heitmann. Dass er viel, ja sogar viel mehr von St. Peter-Ording und Eiderstedt zu erzählen hat, weiß man schon, aber wie er es macht und sein Auditorium erzählerisch bannt, gewürzt mit seiner Meinung zu diesem und jenem Thema heute, ist höchst unterhaltsam, amüsant und wissenswert. Wenn er von der Besiedlung um 450 nach Christi in Wittendün erzählte und dann Bezug nahm auf die dort „jetzt erbrachten architektonischen Leistungen“ oder über die Klageschriften erzählte, und dabei nicht vergaß zu erwähnen, dass sich von den insgesamt 650 ihm bekannten 450 gegen Dithmarscher richteten, hat man gespürt, dass mit ihm als Erzähler Heimatgeschichte mehr als nur lebendig und anschaulich wird.

Manchmal ist er zwischen den Zeiten gesprungen, aber das genau ist es, was „Erzähl mir was“ ausmacht, weil dieses Vorgehen Erzählen ist, Bilder im Kopf erzeugt, ohne dass Bilder auf der Leinwand vorhanden sind. Wer irgendwann später einen Besuch im Museum Landschaft Eiderstedt macht, ist bestens vorbereitet auf das, was ihn dort außer der Dauerausstellung „Vom Armenhaus zum Badeparadies“ erwartet. Da erinnert man sich dann an die drei Harden „Eiderstedt“, „Everschop“ und „Utholm“, an das Wappen von St. Peter mit den „goldenen Schlüsseln“ für Petrus, mit dem Mond für Maria und mit dem Stern für St. Nikolaus, dem Patron der Fischer und Schiffer“, und hat behalten, dass „Ulstrup“ für St. Peter steht, in Süderhöft eine Marienkapelle war und warum in Ording die Kirche St. Nikolai steht. Dass sie wegen Sandfluges seit 1724 ihren bereits dritten Standort hat, kommt auch wieder hoch. Dem Besucher fällt ein, wie bedeutsam die Reformation für Eiderstedt war, die Niederländer den Deichbau konnten und den Hartkäse als Handelsgut mitbrachten. Mit Salz und Heringen hatte man vorher sein Geld gemacht. Haubarge sowie Gräben und Siele für die Entwässerung fallen ein, auch die Art der Verteilung der insgesamt 18 Kirchen ist verständlich. Man weiß die Bedeutung der Existenz des Deich- und Hauptsielverbandes einzuordnen. Ihm gehören schließlich noch heute 245 ha Land in St. Peter-Ording, was denn durchaus Probleme bereiten kann, wenn die Infrastruktur des Ortes verbessert werden soll. Schließlich sind hier seit Jahrhunderten Eiderstedter verantwortlich und „die mochten schon immer Geld leiden“.

Zum 7. Mal läuft diese Veranstaltungsreihe in diesem Herbst. Am Donnerstag, 27. September ist um 18:00 Uhr auf dem Marktplatz in Friedrichstadt mit Stadtarchivarin Christine Thomsen der nächste Termin: Eine Tour durch die spannende Handelsgeschichte der Stadt unter dem Titel „Seife, Senf und Pferdemarkt.“ Eine Übersicht über alle 13 Veranstaltungen bis zur letzten in Olversum/Tönning am 8. November liefert der Flyer „Erzähl mir was!“ der LTO. Im Netz kommt man über www.spo-eiderstedt.de/erleben-und-geniessen/veranstaltungen/erzaehl-mir-was-auf-eiderstedt.html direkt dahin. Die Veranstaltungsorte haben nur eine begrenzte Platzzahl. Deshalb sollte man sich rechtzeitig anmelden bzw. bei solchen ohne Anmeldung rechtzeitig erscheinen.

Hjr, 21. September 2018, HN und www.jb-spo.de

„SPO aktiv im Nationalpark“ – zum zweiten Mal

 

Wattwandern, Boßeln und noch viel mehr im Angebot für Gäste

Den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer in seiner Faszination und mit seinen Möglichkeiten für Gäste erlebbar und bewusst zu machen, haben sich Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, Nationalpark-Verwaltung Schleswig-Holstein und Partner aus dem Ort auf die Fahne geschrieben. Naturerlebnis steht dabei im Vordergrund. Wo kann man schon so wunderbar auf dem Meeresboden spazierengehen oder Strandfunde sammeln oder erleben, was Dünen und Salzwiesen ausmachen und wie diese Naturgegebenheiten mit Ebbe und Flut, Prielen und Sandbänken, Strand und Stürmen das Leben der Menschen in der Vergangenheit geprägt haben und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben? Wie kostbar und empfindlich das Weltnaturerbe Wattenmeer ist, lernt man nur, wenn man etwas über dieses einmalige Ökosystem und auch die Historie des Ortes weiß.

„Vom Armenhaus zum Badeparadies“ heißt die Dauerausstellung im Museum Landschaft Eiderstedt. Dort erfährt man bereits vieles über das Leben und die Entwicklung seit der Jahrhundertwende auf Eiderstedt. In der September-Themenwoche „Aktiv im Nationalpark“ kommen schwerpunktmäßig die Natur und mehr dazu. 17 Veranstaltungen weist der Flyer der TZ dafür auf. Im Veranstaltungskalender sind sie neben all den anderen Angeboten extra gekennzeichnet. Ein Renner darunter sind die Wattwanderungen. Die allerdings werden wie andere Naturerlebnisangebote das ganze Jahr über angeboten.

Über achtzig Interessierte hatten sich am Mittwoch, 19. September bei der Strandhütte am Südstrand eingefunden. Mit den freiwillig Dienstleistenden der Schutzstation Wattenmeer Johannes Plohmann und Ina Schmidt sowie der Praktikantin Nina Bichler, die im Nationalparkhaus in der Dünen-Therme arbeiten, ging es in zwei Gruppen ins Watt. Herrlich war dieser Altweibersommertag geeignet. Welches Erlebnis, auf dem Meeresboden die kleinen Wattschnecken oder winzige Herzmuscheln mit den Händen „auszugraben“ oder mit den Füßen vom festen Sandwattboden ins Schlickwatt zu geraten! Doch nicht nur das: Der Blick in Richtung Dünen oder zurück über den Wattboden und die Salzwiesen zum Deich üben eine Faszination aus, die ihresgleichen sucht. Die Informationen über das Entstehen von Ebbe und Flut, dabei auch die Gefahren im Watt, die Aufgaben der jungen Leute von der Schutzstation von Vogelzählung bei Springtide draußen bis Fütterung der Fische und der anderen Lebewesen in den Aquarien im Nationalparkhaus erhellen den Hintergrund und machen bewusst, um was für eine einzigartige Landschaft es sich hier handelt. Wolf und Andrea aus Thüringen kommentierten das so: “Wir haben viele schöne Eindrücke und Wissenswertes über das Wattenmeer erfahren.“

Andere nutzten die Möglichkeit eines Rundganges mit Klaus-Volquart Peters von der TZ. Beginn ist immer bei „Jan un Gret“ beim Marktplatz. Stöpen, zweite Deichlinie und Entwicklung des Dorfes stehen im Mittelpunkt. Mindestens fünf Interessierte sind Voraussetzung. Mit acht Teilnehmern war die Gruppe ideal besetzt. Mehr als fünfzehn sollten es auch nicht sein. Beim Boßeln am Böhler Deich bei der Strandüberfahrt Böhl waren es ebenfalls acht, die sich über das Boßeln informierten. Auch hier ist das Limit 15, denn dann wird das schwierig. Schließlich lernt man nicht nur etwas über diesen Heimatsport, sondern man kann selber Boßeln. Jürgen Niehus als Vorsitzender des Boßelvereins St. Peter-Ording – gegründet 1906 - und selbst aktiver Boßler seit Kindheitstagen weiß, wie das mit dem richtigen Halten der Boßel zu handhaben ist und welche Drehung die Voraussetzung zum gelungenen Wurf bietet. Manch einer der Teilnehmer entpuppte sich als Boßeltalent. Mit einem Wettkampf schloss die Einführung ab. Jetzt wusste man nicht nur, wie Boßeln geht, sondern konnte auch nachvollziehen, warum das Spaß macht und echter Sport ist. Und Theodor Storm erzählt davon ja sicher nicht umsonst in seiner berühmten Novelle „Der Schimmelreiter“.

Hjr, 20. September 2018, HN und www.jb-spo.de

Erfolgreiches Jahr für Investitionen in die Infrastruktur des Ortes

 

2700 m Böhler Landstraße sind fast ganz fertig – Arbeiten an der Ertüchtigung der Kläranlage haben begonnen

Seit Anfang September können die Anwohner der Böhler Landstraße vom Kreisel in Wittendün bis Westereck richtig aufatmen. Die Gläser im Schrank klirren schon länger nicht mehr, und die Beschränkungen durch die erforderlichen Straßenbauarbeiten einschließlich Kanalisation, Verlegung von Leitungen und Kabeln sowie Herrichtung der Gehwege sind jetzt auch vorbei. In etwa zwei bis drei Wochen folgen die Markierungsarbeiten.

Der Bauabschnitt 10 vom Ortsausgang in Süderhöft bis „Zum Böhler Strand“ und bis zur „Böhler Heide“ ist schon länger fertig. Von Kuhsteig bis zur Böhler Heide reicht jetzt noch das verbliebene Gesamtstück der Bauabschnitte 7/II bis 9, für das das Bauende vor der Saison 2019 anvisiert ist. Bei Verschiebungen von Terminen innerhalb der Bauabschnitte ist man in den BA 1 bis 7/I – „Westereck“ - termingerecht gemäß Plan fertig geworden. Thomas Helmke, zuständiger Sachbearbeiter des Amtes Eiderstedt, ist mit dem Ablauf zufrieden. „Wir haben ein schwieriges Bauvorhaben weitgehend erfolgreich hinter uns gebracht und gehen nun gut gerüstet in die vor uns liegenden Monate des Herbstes und Winters.“ So sein Statement.

Jeder Anwohner hat mitkriegen können, wie diffizil Straßenbau ist. Manchmal war es für den Laien wohl weniger verständlich, warum das so in dieser Abfolge gelaufen ist, aber im Nachhinein hat es seinen Sinn gehabt. Nach mehr als zehn Jahren ist die Böhler Landstraße keine „Schlagloch- und Risspiste“ mehr und zu 80 Prozent neu. Nach dem Auftragen der Trag- und Deckschichten in der ersten Septemberwoche wurden vor kurzem durch eine Fachfirma die Regulierungen der Schachtabdeckungen für Schmutz- und Regenwasserleitungen sowie für die Schieberkappen (Trinkwasserversorgung) vorgenommen. „Regulierung von Bauteilen im Verkehrsbereich“ heißt die Anpassung an die Fahrbahnoberfläche im Fachjargon. Das war echte kleinteilige Handarbeit. Die aufgestellten Warnbaken machten deutlich, dass auch das seine Zeit brauchte. Die Schachtdeckel mussten angehoben werden. Material muss dabei aushärten können. Es kann nicht einfach nur verfüllt werden. Der Bereich Pestalozzistraße und Böhler Landstraße ist ab der Einmündungen „Kuhsteig“ jetzt „Großbaustelle“. Deshalb kann der Ortsbus auch nicht weiter bis zum Strandabschnitt Böhl fahren, sondern hat beim Kuhsteig seine „Wendeschleife“.

Die Kanalisations- und Straßenbauarbeiten im „Stillen Dorf“ haben vor kurzem begonnen. Da kommt nun erst einmal nicht Vermeidbares auf die Anlieger zu. Die ausführende Firma hat in der Böhler Landstraße gezeigt, wie es miteinander geht.

Am alten Klärwerk ist der Umschluss inzwischen abgeschlossen. Derzeit erfolgen die Arbeiten zur Ertüchtigung der Kläranlage am Neuweg unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen der Klärschlammverordnung vom 1. Januar 2017. Zunächst wird die Filtration angegangen. Die Kosten dafür einschließlich Baugruppenerneuerung, Schlammentwässerung und -förderung, Flockungsmitteldosierstation, Blockheizkraftwerk und Nebenkosten sind im Haushalt 2018 veranschlagt. Im Jahr 2019 kommen für Sandfang/Siebrechen und Fertigstellung schon begonnener Anlagenteile und Bauten sowie Nebenkosten für Planung und Bauüberwachung weitere erhebliche Beträge dazu. Die Begleichung der Gesamtkosten im Umfang von ca. 2 Mio € sind über die Abwassergebühren gesichert. Die Baumaßnahme wird wegen des geringeren Abwasseraufkommens bis Frühjahr 2019 durchgeführt.

Hjr, 20. September 2018, HN und www.jb-spo.de

Mit der „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini feierte der „Verein zur Förderung und Pflege der Kirchenmusik - Orgelbauverein St. Peter-Ording e.V.“ sein 25-jähriges Bestehen

 

Vor 25 Jahren haben sich die Mitglieder des Orgelbauvereins nicht nur der Herausforderung gestellt, die erst 1971 erbaute Kemper-Orgel durch die heutige Lobback-Orgel zu ersetzen. Jene hatte durch das direkt im Dachstuhl befindliche benachbarte Glockenwerk in der St. Peter-Kirche gelitten und befand sich in einem technisch desolaten Zustand.

Die Gründer des Vereins, allen voran der damalige Oldensworter Pastor Hans Friedrich Jensen und der neue Kantor Christoph Jensen in St. Peter-Ording, heute Kirchenmusikdirektor und seit Beginn 2. Vorsitzender des Fördervereins, hatten zugleich weitsichtig die Förderung der Kirchenmusik in der Satzung des Vereins verankert. Pastor Jensen hatte Erfahrungen mit Orgeln: Er war nebenamtlich auch Organist und u.a. Begleiter der Bauten der Paschenorgel in Tönning und der Orgel in Oldenswort gewesen.

Im Rahmen von notwendigen Reparaturarbeiten wegen Schwammbefalls der Balken in der Kirche kam es sechs Jahre später dann auch schon zum Bau der Orgel, die dank des Vereins und des Engagements seines Vorsitzenden Hans-Friedrich Jensen gleich bezahlt werden konnte. Seitdem gibt es auch wieder einen Glockenturm auf dem Friedhof. Vielfältige ehrenamtliche Arbeit ist seitdem von vielen geleistet worden, darunter durch Pastor Hans Peter Honecker als 1. Vorsitzendem von 2002 bis 2016, der unermüdlich die kirchenmusikalische Arbeit vorangetrieben und unterstützt hat. Nur so konnte Kirchenmusik auf hohem Niveau und in der seitdem dargebotenen Vielfalt ermöglicht und finanziert werden. Unter der künstlerischen Leitung von Christoph Jensen ist es zudem in besonderer Weise gelungen, Kirchenmusik und überhaupt Musik in der Kirche als unabdingbaren Teil des kirchlichen und kulturellen Lebens weit über die Gemeindegrenzen und Eiderstedts  hinaus zu etablieren.

 

Davon berichtete Ulla Reuter-Manß, seit 2016 Vorsitzende des Vereins, beim Empfang im ev. Gemeindehaus. Sie begrüßte in der großen Gästeschar u.a. Pastorin Regine Boysen und Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf. In ihren Grußworten betonten beide die segensreiche und beispielhafte Arbeit des Vereins und die KMD Christoph Jensen von allen Seiten entgegengebrachte Wertschätzung. Er setze „immer wieder neue und überraschende Impulse“, sagte die Pastorin und fügte hinzu: „Das konnten wir heute Abend erleben.“ Dass solche Erlebnisse möglich werden, zitierte Ulla Reuter-Manß den Leitspruch des Vereins: „Wenn viele mitwirken, kann vieles bewirkt werden.“

Das galt besonders für die zu Beginn der Jubiläumsfeier in der Kirche St. Peter wunderbar dargebotene Interpretation der „Petite messe solennelle“ von Gioachino Rossini (1792-1868). Das war schon eine echte Herausforderung an das Ensemble, hatte der Komponist zu seiner Zeit doch selber gesagt: „Das ist keine Kirchenmusik für euch Deutsche, meine heiligste Musik ist doch nur immer »semi seria« (teils heitere, teils ernste Opernmusik) “. Schließlich gilt Rossini als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto. Mit seiner „kleinen feierlichen Messe“ hat er ein besonderes Stück Kirchenmusik geschaffen. Es ist ein christliches Glaubensbekenntnis eindrucksvoller Art: Leise, melodiös, dramatisch. Mitleiden, Klagen, Bitten werden von den Stimmen der Solisten und des mehrstimmigen Chores gefordert. Höhere und tiefere Lagen wechseln. Koloratur gehört dazu.

Das meisterten Chor und Solisten zusammen mit Adam Svoren am Klavier – nicht nur das von ihm gespielte Offertorium „Prélude religieux“ beeindruckte – und Sebastian Schwarze-Wunderlich am Harmonium unter der souveränen Leitung von Christoph Jensen. Welch eine stimmliche Klangbreite und Klangvielfalt auch von den Solisten. Julia Henning (Sopran), Stephanie Klein (Alt), Stephan Zelck (Tenor) und Andreas Pruys (Bass) sangen sich in die Herzen der lauschenden Zuhörerinnen und Zuhörer in der mehr als nur voll besetzten Kirche. Die ungewöhnliche Instrumentierung ist darauf zurückzuführen, dass Rossini die Petite Messe solennelle für die Einweihung einer Privatkapelle eines französischen Adligen geschrieben hatte. Diese Fassung hatte Christoph Jensen für die Aufführung gewählt.

Der Beifall war nicht nur sehr groß, er war anhaltend kräftig. Solisten, Sänger und Instrumentalisten wandten sich einander dankbar zu. Alle hatten alles gegeben und sich und ihr Publikum beschenkt.

Hans Jörg Rickert, 17. September 2018, HN und www.jb-spo.de

25-jähriges Jubiläum des Vereins zur Pflege und Förderung der Kirchenmusik – Orgelbauverein St. Peter-Ording e.V
Rede der 1. Vorsitzenden Ulla Reuter-Manß am 16. September 2018 anlässllich des Empfanges im ev. Gemeindehaus
25 Jahre Orgelbauverein Rede der Vors. [...]
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Soul Kitchen – die Dritte

 

Essen, Trinken, Shoppen, Zuschauen und Musik – das Konzept stimmt

Als „Fest für alle Genießer“ hatte die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording in ihrem Veranstaltungsprogramm die dritte Auflage von „Soul Kitchen“ auf der Buhne im Ortsteil Bad angekündigt. Allerdings ließ das Wetter doch zu wünschen übrig. Jedenfalls etwas weniger kühl hätte es sein können, dann hätte man die Schauer zwischendurch am Sonnabendnachmittag noch leichter hingenommen.

Drei Tage „Küche für die Seele“ von Freitag, 14. bis Sonntag, 15. September und dazu ein attraktives Musik-Programm – durchaus auch für die Seele - zog die Besucher an. Und über die große Projektionswand im Bühnenhintergrund konnte man den Köchen über die Schulter auf die Hände und in den Topf schauen. Dazu gab es eine ansprechende Moderation. Da lief den Zuschauern auf der Buhne das Wasser schon im Mund zusammen, und man hätte gerne zu den Dreien gehört, die als Publikumsgäste zufällig ausgewählt das gerade von Chefkoch Martin Scheidner und seinem im dritten Jahr befindlichen Auszubildenden Nils Hinrich frisch zubereitete „Schollenfilet mit Kartoffeln, grünen Bohnen und Basilikum“ genossen. Mitarbeiterinnen des „ambassador – **** superior hotel & spa st. peter-ording“ hielten für jeden das Rezept bereit. „Feinheimisch“ – das schmeckt.

Nach einer Pause sollte es mit einer Kochshow des ebenfalls am Ort ansässigen „StrandgutResort“ mit Chefkoch Markus Friederici weitergehen. Da würde es aus der Region vom Bison etwas geben, und am Abend dann Musik mit Peter Keller und später der Wingenfelder Band.

Zwischen den beiden Kochshows aber regnete es erst einmal. Den Sonnenschutz bei den Strandkörben heruntergelassen und evtl. noch einen Regenschirm vor den Knien, wartete so mancher den Schauer ab bzw. zog sich unter die großen Sonnenschirme zurück. „Ich finde das hier ist eine schöne Sache“, meinte ein Besucher der Veranstaltung spontan. Auf die Einlassung, man könne sich diese Veranstaltung doch vielleicht schenken, kam spontaner Protest. „Das ist doch super hier!“ – Das hatte schon ein etwas in die Jahre gekommenes Ehepaar aus Öhringen bei Heilbronn ähnlich geäußert. Er schwärmte zwar von dem „Heuholzer Wein“ statt für den hier auf der Buhne angebotenen, aber die Veranstaltung sagte ihnen zu: „Nett und unterhaltsam.“ Am Freitag waren sie schon gerne hier gewesen. „Nelson Müller kann nicht nur gut kochen, er kann auch singen“, meinte er und begrüßte das Programmangebot sehr. Bei den von Bofrost angebotenen Appetithäppchen sagten beide nicht nein. Auch ein Hamburger Ehepaar mittleren Alters bekundete seine Begeisterung. Vor zwanzig Jahren war sie zum letzten Mal in St. Peter-Ording gewesen. „Diese Veranstaltung finden wir toll. Deswegen sind wir extra gekommen. Wir sind begeistert. Die Food-Trucks allerdings hatten wir uns etwas exclusiver vorgestellt.“

Hans Jörg Rickert, 15. September 2018, www.jb-spo.de

Internationaler Wasserbau-Workshop zweier Hochschulen

 

Angehende Bauingenieur-Studierende aus Bern und Hildesheim informierten sich vor Ort

Einen ungewöhnlichen Ort hatten sich die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen und die Berner Fachhochschule für ihre 13 Studierenden aus Hildesheim und 10 aus der Schweiz im vorwiegend 5. Semester des Bachelor-Studienganges für Bauingenieurwesen für ihren internationalen Wasserbau-Workshop vom 8. bis 15. September in St. Peter-Ording ausgesucht: Das Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording. So ungewöhnlich allerdings ist dieser Ort auch wieder nicht, vermittelt er doch einen Einblick in wasserwirtschaftliche Maßnahmen und Bauten der Vergangenheit dieser besonderen Landschaft. Denn:

„Bauingenieure planen, gestalten und bauen unsere Umwelt und sind die technischen Fachleute bei der Erstellung von Bauwerken und Infrastruktur. Ob Einfamilienhaus oder Wolkenkratzer, Fußgängerbrücke oder lange Autobahnbrücke, umweltschonende Abfallentsorgung oder Wasserkraftwerk, Erschließung eines Neubaugebiets oder Stadtentwicklung – Bauingenieurinnen und Bauingenieure arbeiten überall dort, wo technische Aufgaben im Bauwesen zu lösen sind.

Der Studiengang bietet für das breite Aufgabenfeld des Bauingenieurwesens in den Vertiefungsrichtungen Tragwerke und Infrastruktur ein vielfältiges Studienangebot. Im Studiengang wird neben den fachlichen Inhalten - wie Grundbau, konstruktiver Ingenieurbau, Verkehrswesen und Wasserbau - auch auf überfachliche Inhalte wie Kommunikation und Wirtschaftsinhalte Wert gelegt.

Die praxisorientierte Ausbildung in einer überschaubaren Lernumgebung und die individuelle Betreuung der Studierenden steht im Vordergrund des Studiengangs. Während des Studiums werden Theorie und Praxis eng durch Dozierende mit Praxiserfahrung und durch Projektarbeiten verknüpft. Dies ermöglicht Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium einen ausgezeichneten Einstieg in das Berufsleben.“

 

So steht es im Netzauftritt der Berner Fachhochschule. Von ihr waren als Dozenten dabei die Dipl.-Bauingenieure Philipp Heintzmann und Dr. Jolanda Jenzer Althaus, Professorin für Wasserbau. Von der Hildesheimer Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) waren es Dipl.-Ing. Sonja Wethkamp und Dr.-Ing. Axel Stödter, Professor für Wasserwirtschaft, Wasserbau und Vermessung; zusammen bildeten sie die kollektive Leitung des Workshops. Das MLE war Treffpunkt für die angehenden Bauingenieure und Bauingenieurinnen bei Vorträgen und Präsentationen. Für ihre Unterkunft im Ort hatten sie sich die Quartiere so gesucht, dass sie dort auch in Gruppen zu je vier oder fünf Studierenden, darunter jeweils immer zwei Studierende der FH Bern, arbeiten konnten. Im Fokus stand „Küstenschutz“, eines der großen Themen des Bauingenieurwesens.

Möglich geworden ist dieser Workshop nur durch die fachliche Begleitung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning, ausgedrückt durch die intensive Betreuung von Dipl.-Ing. Veit-Hinnerk Bayer, der einen Informationsbesuch im Eidersperrwerk organisierte und durchführte und die Studierenden auch in Gesprächen hervorragend beriet.

Ein Vortrag zum Thema „Herausforderung Klimawandel und Küstenschutz“ von Dr.-Ing. Johannes Oelerich, ehemals Leiter des LKN in Husum und seit kurzem Ministerialdirigent im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein in Kiel war ebenfalls Teil der Information und Aussprache im Rahmen des Workshops. Er machte im Hinblick auf Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und UNESCO-Weltnaturerbe deutlich: „Küstenschutz ist nicht ohne Naturschutz zu denken“ und „Wir müssen uns den Konsequenzen aus dem Klimawandel stellen und in die Zukunft gerichtet handeln“, denn der Meeresspiegel wird unabänderlich steigen. Bei einer Küstenlänge von 1190 km und 1500 km Deichen liegen 25 % der Landesfläche von Schleswig-Holstein unter NN. Der Tidenhub wird sich vergrößern. An der Westküste bringen es die Landesschutzdeiche insgesamt auf eine Länge von ca. 300 km. Davon sind 93 km zu verstärken. An der Ostseeküste sind es ca. 60 km Landesschutzdeich. Hier lauerten andere Gefahren. Auch das Bewusstsein für den Küstenschutz sei dort weniger ausgeprägt.

Das MLE hatte öffentlich zu diesem Vortrag eingeladen. Einige interessierte Besucher waren gekommen. Auch die Präsentation dessen, was die Studenten erarbeitet hatten, war öffentlich. Hier waren aus der Öffentlichkeit leider nur wenige anwesend. Interessant zu erleben war, wie sich die Studierenden umfassend gemäß Bildungsauftrag der Hochschulen den Themen zu „Offshore-Windanlagen“, „Schiffsverkehr und Anforderungen an Küste, Flüsse und Häfen“, „Deiche“, „weitere Küstenschutzbauwerke“ und „Morphologie des Küstenraumes“ genähert hatten. Dass das Bauingenieurwesen mehr beinhaltet als „Planen und Bauen“, wurde dabei sehr deutlich.

Wenn die Sprache im Workshop auch Deutsch war, so waren Unterschiede zwischen schweizerischen und deutschen Sichtweisen erkennbar: Die Studierenden mussten sich aufeinander einlassen. Dies verlief sehr harmonisch, so dass – verbunden mit Präsentationen aller Gruppen am letzten Tag des Workshops – eine Fortsetzung für das nächste Jahr vereinbart wurde, dann wieder von der Berner Fachhochschule organisiert. Es ist ständige Aufgabe beider Partnerhochschulen, für ihre Standorte Austauschstudierende zu finden und entsprechend zu beraten.

Hans Jörg Rickert, 15. September 2018, HN und www.jb-spo.de

DFB-Paule-Schnupper-Abzeichen beim TSV St. Peter-Ording JB-SPO 2018

DFB-Paule-Schnupper-Abzeichen beim TSV St. Peter-Ording

 

Dieses Angebot des DFB ist ein Volltreffer. Elke Gnutzmann und ihre Mitstreiter von der Fußballabteilung des TSV St. Peter-Ording freuten sich über die große Teilnahme beim DFB-Paule-Schnupper-Abzeichen auf dem TSV-Sportplatz. Es waren 57 Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren.

Drei Stationen gab es für sie: Dribbelkünstler, Kurzpass-Ass und Elferkönig. 30 Punkte konnte man maximal erreichen. Eine Urkunde und das Fußballabzeichen in Gold gab es für die besten. Aber auch über Silber oder Bronze freuten sich die kleinen Fußballer. Und nachher konnte man auch noch nach Herzenslust Kicken.

Etwa zwei Stunden hatte man eingeplant. Die Jungen und Mädchen standen bei der Anmeldung Schlange. Natürlich wollte man mitmachen. Die Trainingskinder hatten Freunde und Bekannte mitgebracht. Zunächst aber stellten sich alle zum großen Foto auf.

Hjr, 14. September 2018, HN und www.jb-spo.de

DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel investiert in ihre Infrastruktur

 

Neubau für die Medizinische Trainingstherapie eröffnet

In der DRK-Nordsee-Klinik Goldene Schlüssel wird laufend investiert, und es ist dabei guter Brauch, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Fertigstellung von Maßnahmen im Rahmen kleiner feierlicher Eröffnungen einzuladen und zu informieren. Das geschah jetzt für den Neubau der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) und die Renovierung der Lehrküche. Beide präsentieren sich bei aller Zweckmäßigkeit und Raumnutzung lichtdurchflutet mit Blick in die Grünanlagen draußen. Die Mitarbeiter äußerten sich im Gespräch anerkennend über die neuen Räumlichkeiten und Ausstattung der MTT: „Das ist echt ein schöner Raum geworden, auch von den Geräten her, hell und mit Atmosphäre.“

Geschäftsführer Markus Lubanski eröffnete die Feierlichkeit zur Mittagsstunde, der ein kleiner feiner Imbiss folgte, der durch einen Nachtisch in der Lehrküche vervollkommnet werden konnte. Für den Imbiss hatte Küchenleiter Gonne Meister gesorgt, für den Nachtisch zeichnete Diätassistentin Mattina Wegner verantwortlich. Der Dank der Geschäftsführung ging an alle am Neubau und der Einrichtung Beteiligten. Sporttherapeut Thorsten Wellbrock – er hatte für die Einrichtung mit Geräten und Zubehör gesorgt – und Hausmeister Stephan Schulz durchschnitten symbolisch das „rote Band“.

Kardiogräte (Ergometer für die Herz-Kreislauf Therapie), Kraftgeräte und Kleingeräte für die funktionelle Bewegungstherapie stehen den Therapeuten und Patienten zur Verfügung. Sie sind entsprechend des Trainingszirkels für jeden Patienten individuell einstellbar. Im Zuge der laufenden Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und der Investitionsplanung ist die DRK-Nordsee-Klinik zwecks Erfüllung der Anforderungen der Kostenträger und des medizinischen Kenntnisstandes sowie der Patientenbedürfnisse nicht nur modern, sondern auch in die Zukunft gerichtet aufgestellt. Im Rahmen des Gesundheitsmanagements für die Mitarbeiterschaft wird die MTT auch diesen zur Verfügung stehen, bekundete Markus Lubanski. In der Lehrküche finden für Diabetes- und Adipositas-Patienten Kurse statt. Aber auch hier gibt es solche im Rahmen des Gesundheitsmanagements für Mitarbeiter.

Seit mehr als 100 Jahren finden erholungssuchende Patienten im „Goldenen Schlüssel“ eine ganzheitliche medizinisch-therapeutische Behandlung und beste klimatische Bedingungen, um ihre körperliche und seelische Gesundheit zu stärken. Am 24. März 1913 hatte das Mecklenburger Ehepaar Dr. med. Richard Felten und Dr. med. Felicitas Felten-Stolzenberg ein „Ärztliches Erholungshaus für Erwachsene und Kinder“ in den Dünen des Dorfes St. Peter errichtet, das sich zu der heutigen DRK-Reha-Klinik weiterentwickelt hat. Als Fachklinik für interdisziplinäre Ganzheitsmedizin werden die Patienten individuell in all ihren gesundheitlichen Facetten begleitet. Langjährige Erfahrung und zertifizierte Qualität in den Schwerpunkten Allergologie, Dermatologie, Kardiologie, Onkologie, Orthopädie, Pneumologie und Stoffwechselerkrankungen zeichnen die Klinik aus.

Die DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel versteht sich als Partner für Gesundheit. Gemeinsam mit den Patienten sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und die Patienten im Umgang mit Ihrer Erkrankung für größtmögliche Eigenständigkeit, Lebensfreude und Teilhabe im alltäglichen Leben geschult werden. Die neue Medizinische Trainingstherapie wird dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Hjr, 13. September 2018, www.jb-spo.de

Die Zielgerade für das Markenkonzept ist angepeilt

 

Als Punkt 11 der Tagesordnung für die 2. Sitzung des Tourismusausschusses (TA) nach den Kommunalwahlen war „Weiteres Vorgehen Markenkonzept“ im nichtöffentlichen Teil vorgesehen. Trotzdem waren viele Einwohner gekommen, denn das öffentliche Interesse an der Nutzung dieser Marke und möglicher Lizenzgebühren dafür ist seit längerem ein „Aufreger“. Es war auch vereinbart bzw. zugesagt worden, dass dieser Punkt öffentlich verhandelt werden sollte. Fälschlicherweise war er aber in den nichtöffentlichen Teil gerutscht, so Jan Duggen (CDU), Vorsitzender des Tourismus-Ausschusses. So beschlossen die Mitglieder des Ausschusses auch unisono die Verlegung in den öffentlichen Teil der Sitzung.

Kein Wunder also, dass der Sitzungsraum im „Alten Rathaus“ mehr als nur voll war. Alle 16 Plätze um den Tisch waren von Mitgliedern des Ausschusses, zusätzlich auch Mitgliedern der Gemeindevertretung, von Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff und dem kaufmännischen Leiter der TZ Michael Hennig sowie Petra Bischoff – Protokoll – besetzt. Hinter ihnen saßen an allen Seiten bis auf das Kopfende ebenso viele Bürgerinnen und Bürger. Mehr ging fast nicht!

Die Wortmarke SPO - in welcher Gestaltung auch immer - wurde 2012 von einer Privatperson eingetragen und 2015 zum Verkauf angeboten. Wegen der Identifikation mit St. Peter-Ording wurde die Verwaltung 2015 beauftragt, die Marke zu kaufen, zu schützen, zu verteidigen und ein Nutzungs- und Lizenzkonzept zu erarbeiten. Das Konzept ist bestätigt worden, lediglich die Höhe der Nutzungsgebühren für die SPO Wortmarke und Wort-Bildmarke steht wegen vorhandenen Diskussionsbedarfs noch in den letzten Zügen.

Constanze Höfinghoff ließ diesen Verlauf in angemessener Kürze Revue passieren: Die Aufstellung eines Nutzungskonzeptes für die „Marke SPO“– das Markenmanual – hatte der TA in seiner Sitzung am 26. September 2017 mit 7 zu 1 Stimmen mehrheitlich begrüßt. Am 15. November hatten dem zum Thema der Erhöhung der Lizenzgebühren ergänzten Beschlussentwurf dann 5 von 4 Mitgliedern zugestimmt. Aber wegen des doch noch bestehenden Diskussionsbedarfes wollte man das so nicht in die Sitzung der Gemeindevertretung im Dezember geben und setzte den Punkt von der Tagesordnung ab. Weitere Differenzierungen sind inzwischen in Arbeitssitzungen vor allem mit den Fraktionsvorsitzenden der Parteien erfolgt, so dass man sich nun „bei 95%iger Übereinstimmung auf der Zielgeraden befinde“, so die Tourismus-Direktorin. Jan Duggen ergänzte, indem er deutlich machte, dass durch die Nutzung der Marke eine „Verunglimpfung von St. Peter-Ording“ auszuschließen ist. Zwischen Zahlern der Tourismusabgabe und solchen, die keine zahlten, soll differenziert werden können. In Stellungnahmen dazu bekräftigten Bodo Laubenstein (CDU), dass man seitens seiner Fraktion Gewerbetreibende nicht weiter belasten wolle, und Peter-Arndt (SPD), dass die Kosten nicht vom Steuerzahler zu tragen sein dürften. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten sei eine Nutzung der Marke „SPO“, fasste Duggen diesen Punkt dann abschließend zusammen.

Zuvor hatte Constanze Höfinghoff den Halbjahresbericht der TZ gemäß § 18 Eigenbetriebsverordnung vorgestellt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Jahres 2017 sind demnach insgesamt Mehreinnahmen von 3,6 % erzielt worden. In den witterungsabhängigen Erlöspositionen hat es zum Teil erhebliche Zuwächse gegeben, z.B. bei der Strandkorbvermietung um 23,69 %. Mindereinnahmen gab es aber im Bereich der Erlöse Kurmittelleistungen (minus 17,1 %) und im Wellnessbereich (minus 6,1 %) wie auch im Bereich der DÜNEN-THERME (minus 5,2 %). Das werde man kritisch analysieren. Bisher zeichnet sich insgesamt ein zweit- bzw. drittbestes Ergebnis im Vergleich der vergangenen fünf Jahre ab. Im Vermögensplan ist ein Großteil der eingeplanten Maßnahmen noch nicht abgerechnet. Hinsichtlich der Fördergelder ergäben sich Verschiebungen.

Die Großveranstaltungen – darunter die Kite-Surf Masters und das Drachenfest - sind alle zum Teil höchst erfolgreich gelaufen. Das vielfältige Medienecho war sehr gut. Die Arbeiten am Mehrzweckpfahlbau in Ording wie auch die am WC-Pfahlbau in Ording Nord schreiten gut voran und liegen im Plan. Minister Buchholz werde am 15. Oktober den Förderbescheid für den Mehrzweckpfahlbau überbringen. TZ im Dialog geht am 24. Oktober in die fünfte Runde.

In der Einwohnerfragestunde wurde gefragt nach den Absichten für die Verwendung des Schützenhauses – hier stünden zunächst Flächennutzungs- und danach Bebauungsplan an, so Richard-Flohrs Richardsen in seiner Funktion als stellv. Bürgermeister – und nach dem Stand des Projektes „Promenade II“ – förder- und steuerrechtliche Fragen sind nichtöffentlich erörtert worden , es wird weiter an der Planung gearbeitet – sowie nach unberechtigtem „Übernachtungsparken“ – das Problem ist bekannt, ordnungsrechtliche und anzeigenpflichtige Maßnahmen liefen.- Im nichtöffentlichen Teil ging es dann vorwiegend noch um Beschlussvorschläge für die Gemeindevertretersitzung im Dezember hinsichtlich des „Wassersportcenters X H2O“. Näheres wird die Öffentlichkeit spätestens dann erfahren.

Hjr, 11. September 2018, HN und www.jb-spo.de

 

Verwendung der „Wort- und Bildmarke SPO“

Mit „SPO“ und „St. Peter-Ording“ wird in verschiedener Form bzw. Gestaltung um Käufrinnen und Käufer geworben. Das macht die TZ in ihren Tourist-Informationen in den Souvenir-Shops im Dorf und im Bad sowie auch manch Gewerbetreibender. LOMA hat für seinen Aquavit ein Patent.

– hier einige Bilder zur Information (keine Vollständigkeit des bisherigen Auftretens der Verwendung)

Bilderstrecke

„Das Experiment hat sich gelohnt“ Die Kunstausstellung „Life is a beach“ war ein Besuchermagnet

 

Als ein Experiment bezeichnete der Vorsitzende des Vereins Kunstinitiative St. Peter-Ording e.V. (Kispo) Thomas Bartram anlässlich der Finissage der 7. Sommerkunstausstellung „Life is a beach“ in der Strandkorbhalle Hungerhamm in Ording auch noch im Nachhinein. Aber es sei ein Experiment gewesen, das sich gelohnt hat! Trotzdem sagte er: „Ich bin sehr erleichtert!“- Es war durchaus ein Wagnis gewesen, auf das sich die Verantwortlichen von Kispo eingelassen haben, als sie sich im Februar für dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Akademie für Gestaltung der HTK in Hamburg entschieden. In den sechs Ausstellungen vorher stand das Konzept. Man wusste, was zu den jeweils gewählten Themen, darunter „Watt’n Glückwunsch“ zu 30 Jahre Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, ausgestellt werden würde.

Das war dieses Mal ganz anders, denn erst 14 Tage vor Beginn war eine Gruppe von Studenten der HTK im Zuge eines 4-Tage-Wochenendprojektes auf dem Campus Nordsee dabei, die Kunstwerke in Streetart-Techniken zu fertigen. Dazu gehörten auch Strandkörbe, die umgestaltet als Blickfänger im Ort auf die Ausstellung aufmerksam machen sollten.

Zahlreiche Sponsoren waren wieder mit im Boot. Die Tourismus-Zentrale hatte ein sehr großes Interesse an dieser Art der Ausstellung bekundet und unterstützte tatkräftig. Man hoffte mit Kispo insbesondere, auch bei der Gruppe der 20 bis 35jährigen auf Interesse zu stoßen. Erwartet hatte die Kispo auch, dass die Ausstellung provozierend wirken und zu kontroversen Diskussionen führen würde. Das aber hielt sich sehr in Grenzen. Fast alle Besucher – und das waren wieder weitaus mehr als 3000 seit der Vernissage am 1. Juli – bekundeten: „Es ist toll!“ So findet sich im Gästebuch dieser Eintrag ohne Namen aus Oldenburg: „Tolles Haus. Spannende Beleuchtung durch die verhangenen Fenster.– ‚Haifischfängerin!‘- Tolle Arbeiten.- ‚Seeadler mit Friesennerz‘- Viel Erfolg noch.“ Manch einer bekannte, dass die Bilder zwar für ihn nichts seien, „aber ich finde das super“.

Die erwartete Zielgruppe hatte man nicht erreicht, aber deutlich mehr Familien mit Jugendlichen. Die waren bisher relativ selten gewesen. Die meisten Besucher waren wieder etwas Ältere, und vor allem waren viele Stammbesucher dabei. Das Interesse insgesamt war sehr hoch, abwertende Kritik gab es nicht. Acht Exponate im Wert von 4100 € wurden verkauft. Darunter war auch die „Haifischfängerin“, der Publikumsliebling, für den Anna Kantel von Peter Bothe als Mitkurator ausgezeichnet wurde. Er überreichte ihr einen vom StrandgutResort gesponserten Gutschein für ein Drei-Tage-Wochenende. Von den 786 per Umfragezettel Abstimmenden hatten 177 für ihr Werk gestimmt, das Marylin Monroe mit einem Haifisch zeigt. Die anderen lagen zusammen in einem großen Mittelfeld. Die vier Strandkörbe – betitelt als „Hingucker“, „Literaten“, „Cabrio“ und „Farbenfroh“ erbrachten zusätzlich zu den Spenden 340 €. Der Eintritt zur Ausstellung war wie üblich frei gewesen.

Das „Cabrio“ als Strandkorb hatte Christoph Baumann aus Hürup für sich und seine Frau ersteigert. Sie waren einige Tage vorher an der Strandkorbhalle vorbeigefahren und hatten sich gesagt: „Da wollen wir noch hin!“ Er fügte hinzu: „Wie in den vergangenen Jahren.“ Die Haifischfängerin hatte es auch ihnen angetan, und insgesamt begrüßten sie den von Kispo eingegangen Weg und das diesjährige Experiment sehr.

Hans Jörg Rickert, 10. September 2018, HN und www.jb-spo.de

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