2018 September

 

Mit der „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini feierte der „Verein zur Förderung und Pflege der Kirchenmusik - Orgelbauverein St. Peter-Ording e.V.“ sein 25-jähriges Bestehen

 

Vor 25 Jahren haben sich die Mitglieder des Orgelbauvereins nicht nur der Herausforderung gestellt, die erst 1971 erbaute Kemper-Orgel durch die heutige Lobback-Orgel zu ersetzen. Jene hatte durch das direkt im Dachstuhl befindliche benachbarte Glockenwerk in der St. Peter-Kirche gelitten und befand sich in einem technisch desolaten Zustand.

Die Gründer des Vereins, allen voran der damalige Oldensworter Pastor Hans Friedrich Jensen und der neue Kantor Christoph Jensen in St. Peter-Ording, heute Kirchenmusikdirektor und seit Beginn 2. Vorsitzender des Fördervereins, hatten zugleich weitsichtig die Förderung der Kirchenmusik in der Satzung des Vereins verankert. Pastor Jensen hatte Erfahrungen mit Orgeln: Er war nebenamtlich auch Organist und u.a. Begleiter der Bauten der Paschenorgel in Tönning und der Orgel in Oldenswort gewesen.

Im Rahmen von notwendigen Reparaturarbeiten wegen Schwammbefalls der Balken in der Kirche kam es sechs Jahre später dann auch schon zum Bau der Orgel, die dank des Vereins und des Engagements seines Vorsitzenden Hans-Friedrich Jensen gleich bezahlt werden konnte. Seitdem gibt es auch wieder einen Glockenturm auf dem Friedhof. Vielfältige ehrenamtliche Arbeit ist seitdem von vielen geleistet worden, darunter durch Pastor Hans Peter Honecker als 1. Vorsitzendem von 2002 bis 2016, der unermüdlich die kirchenmusikalische Arbeit vorangetrieben und unterstützt hat. Nur so konnte Kirchenmusik auf hohem Niveau und in der seitdem dargebotenen Vielfalt ermöglicht und finanziert werden. Unter der künstlerischen Leitung von Christoph Jensen ist es zudem in besonderer Weise gelungen, Kirchenmusik und überhaupt Musik in der Kirche als unabdingbaren Teil des kirchlichen und kulturellen Lebens weit über die Gemeindegrenzen und Eiderstedts  hinaus zu etablieren.

 

Davon berichtete Ulla Reuter-Manß, seit 2016 Vorsitzende des Vereins, beim Empfang im ev. Gemeindehaus. Sie begrüßte in der großen Gästeschar u.a. Pastorin Regine Boysen und Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf. In ihren Grußworten betonten beide die segensreiche und beispielhafte Arbeit des Vereins und die KMD Christoph Jensen von allen Seiten entgegengebrachte Wertschätzung. Er setze „immer wieder neue und überraschende Impulse“, sagte die Pastorin und fügte hinzu: „Das konnten wir heute Abend erleben.“ Dass solche Erlebnisse möglich werden, zitierte Ulla Reuter-Manß den Leitspruch des Vereins: „Wenn viele mitwirken, kann vieles bewirkt werden.“

Das galt besonders für die zu Beginn der Jubiläumsfeier in der Kirche St. Peter wunderbar dargebotene Interpretation der „Petite messe solennelle“ von Gioachino Rossini (1792-1868). Das war schon eine echte Herausforderung an das Ensemble, hatte der Komponist zu seiner Zeit doch selber gesagt: „Das ist keine Kirchenmusik für euch Deutsche, meine heiligste Musik ist doch nur immer »semi seria« (teils heitere, teils ernste Opernmusik) “. Schließlich gilt Rossini als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto. Mit seiner „kleinen feierlichen Messe“ hat er ein besonderes Stück Kirchenmusik geschaffen. Es ist ein christliches Glaubensbekenntnis eindrucksvoller Art: Leise, melodiös, dramatisch. Mitleiden, Klagen, Bitten werden von den Stimmen der Solisten und des mehrstimmigen Chores gefordert. Höhere und tiefere Lagen wechseln. Koloratur gehört dazu.

Das meisterten Chor und Solisten zusammen mit Adam Svoren am Klavier – nicht nur das von ihm gespielte Offertorium „Prélude religieux“ beeindruckte – und Sebastian Schwarze-Wunderlich am Harmonium unter der souveränen Leitung von Christoph Jensen. Welch eine stimmliche Klangbreite und Klangvielfalt auch von den Solisten. Julia Henning (Sopran), Stephanie Klein (Alt), Stephan Zelck (Tenor) und Andreas Pruys (Bass) sangen sich in die Herzen der lauschenden Zuhörerinnen und Zuhörer in der mehr als nur voll besetzten Kirche. Die ungewöhnliche Instrumentierung ist darauf zurückzuführen, dass Rossini die Petite Messe solennelle für die Einweihung einer Privatkapelle eines französischen Adligen geschrieben hatte. Diese Fassung hatte Christoph Jensen für die Aufführung gewählt.

Der Beifall war nicht nur sehr groß, er war anhaltend kräftig. Solisten, Sänger und Instrumentalisten wandten sich einander dankbar zu. Alle hatten alles gegeben und sich und ihr Publikum beschenkt.

Hans Jörg Rickert, 17. September 2018, HN und www.jb-spo.de

25-jähriges Jubiläum des Vereins zur Pflege und Förderung der Kirchenmusik – Orgelbauverein St. Peter-Ording e.V
Rede der 1. Vorsitzenden Ulla Reuter-Manß am 16. September 2018 anlässllich des Empfanges im ev. Gemeindehaus
25 Jahre Orgelbauverein Rede der Vors. [...]
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Soul Kitchen – die Dritte

 

Essen, Trinken, Shoppen, Zuschauen und Musik – das Konzept stimmt

Als „Fest für alle Genießer“ hatte die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording in ihrem Veranstaltungsprogramm die dritte Auflage von „Soul Kitchen“ auf der Buhne im Ortsteil Bad angekündigt. Allerdings ließ das Wetter doch zu wünschen übrig. Jedenfalls etwas weniger kühl hätte es sein können, dann hätte man die Schauer zwischendurch am Sonnabendnachmittag noch leichter hingenommen.

Drei Tage „Küche für die Seele“ von Freitag, 14. bis Sonntag, 15. September und dazu ein attraktives Musik-Programm – durchaus auch für die Seele - zog die Besucher an. Und über die große Projektionswand im Bühnenhintergrund konnte man den Köchen über die Schulter auf die Hände und in den Topf schauen. Dazu gab es eine ansprechende Moderation. Da lief den Zuschauern auf der Buhne das Wasser schon im Mund zusammen, und man hätte gerne zu den Dreien gehört, die als Publikumsgäste zufällig ausgewählt das gerade von Chefkoch Martin Scheidner und seinem im dritten Jahr befindlichen Auszubildenden Nils Hinrich frisch zubereitete „Schollenfilet mit Kartoffeln, grünen Bohnen und Basilikum“ genossen. Mitarbeiterinnen des „ambassador – **** superior hotel & spa st. peter-ording“ hielten für jeden das Rezept bereit. „Feinheimisch“ – das schmeckt.

Nach einer Pause sollte es mit einer Kochshow des ebenfalls am Ort ansässigen „StrandgutResort“ mit Chefkoch Markus Friederici weitergehen. Da würde es aus der Region vom Bison etwas geben, und am Abend dann Musik mit Peter Keller und später der Wingenfelder Band.

Zwischen den beiden Kochshows aber regnete es erst einmal. Den Sonnenschutz bei den Strandkörben heruntergelassen und evtl. noch einen Regenschirm vor den Knien, wartete so mancher den Schauer ab bzw. zog sich unter die großen Sonnenschirme zurück. „Ich finde das hier ist eine schöne Sache“, meinte ein Besucher der Veranstaltung spontan. Auf die Einlassung, man könne sich diese Veranstaltung doch vielleicht schenken, kam spontaner Protest. „Das ist doch super hier!“ – Das hatte schon ein etwas in die Jahre gekommenes Ehepaar aus Öhringen bei Heilbronn ähnlich geäußert. Er schwärmte zwar von dem „Heuholzer Wein“ statt für den hier auf der Buhne angebotenen, aber die Veranstaltung sagte ihnen zu: „Nett und unterhaltsam.“ Am Freitag waren sie schon gerne hier gewesen. „Nelson Müller kann nicht nur gut kochen, er kann auch singen“, meinte er und begrüßte das Programmangebot sehr. Bei den von Bofrost angebotenen Appetithäppchen sagten beide nicht nein. Auch ein Hamburger Ehepaar mittleren Alters bekundete seine Begeisterung. Vor zwanzig Jahren war sie zum letzten Mal in St. Peter-Ording gewesen. „Diese Veranstaltung finden wir toll. Deswegen sind wir extra gekommen. Wir sind begeistert. Die Food-Trucks allerdings hatten wir uns etwas exclusiver vorgestellt.“

Hans Jörg Rickert, 15. September 2018, www.jb-spo.de

Internationaler Wasserbau-Workshop zweier Hochschulen

 

Angehende Bauingenieur-Studierende aus Bern und Hildesheim informierten sich vor Ort

Einen ungewöhnlichen Ort hatten sich die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim-Holzminden-Göttingen und die Berner Fachhochschule für ihre 13 Studierenden aus Hildesheim und 10 aus der Schweiz im vorwiegend 5. Semester des Bachelor-Studienganges für Bauingenieurwesen für ihren internationalen Wasserbau-Workshop vom 8. bis 15. September in St. Peter-Ording ausgesucht: Das Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording. So ungewöhnlich allerdings ist dieser Ort auch wieder nicht, vermittelt er doch einen Einblick in wasserwirtschaftliche Maßnahmen und Bauten der Vergangenheit dieser besonderen Landschaft. Denn:

„Bauingenieure planen, gestalten und bauen unsere Umwelt und sind die technischen Fachleute bei der Erstellung von Bauwerken und Infrastruktur. Ob Einfamilienhaus oder Wolkenkratzer, Fußgängerbrücke oder lange Autobahnbrücke, umweltschonende Abfallentsorgung oder Wasserkraftwerk, Erschließung eines Neubaugebiets oder Stadtentwicklung – Bauingenieurinnen und Bauingenieure arbeiten überall dort, wo technische Aufgaben im Bauwesen zu lösen sind.

Der Studiengang bietet für das breite Aufgabenfeld des Bauingenieurwesens in den Vertiefungsrichtungen Tragwerke und Infrastruktur ein vielfältiges Studienangebot. Im Studiengang wird neben den fachlichen Inhalten - wie Grundbau, konstruktiver Ingenieurbau, Verkehrswesen und Wasserbau - auch auf überfachliche Inhalte wie Kommunikation und Wirtschaftsinhalte Wert gelegt.

Die praxisorientierte Ausbildung in einer überschaubaren Lernumgebung und die individuelle Betreuung der Studierenden steht im Vordergrund des Studiengangs. Während des Studiums werden Theorie und Praxis eng durch Dozierende mit Praxiserfahrung und durch Projektarbeiten verknüpft. Dies ermöglicht Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium einen ausgezeichneten Einstieg in das Berufsleben.“

 

So steht es im Netzauftritt der Berner Fachhochschule. Von ihr waren als Dozenten dabei die Dipl.-Bauingenieure Philipp Heintzmann und Dr. Jolanda Jenzer Althaus, Professorin für Wasserbau. Von der Hildesheimer Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) waren es Dipl.-Ing. Sonja Wethkamp und Dr.-Ing. Axel Stödter, Professor für Wasserwirtschaft, Wasserbau und Vermessung; zusammen bildeten sie die kollektive Leitung des Workshops. Das MLE war Treffpunkt für die angehenden Bauingenieure und Bauingenieurinnen bei Vorträgen und Präsentationen. Für ihre Unterkunft im Ort hatten sie sich die Quartiere so gesucht, dass sie dort auch in Gruppen zu je vier oder fünf Studierenden, darunter jeweils immer zwei Studierende der FH Bern, arbeiten konnten. Im Fokus stand „Küstenschutz“, eines der großen Themen des Bauingenieurwesens.

Möglich geworden ist dieser Workshop nur durch die fachliche Begleitung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning, ausgedrückt durch die intensive Betreuung von Dipl.-Ing. Veit-Hinnerk Bayer, der einen Informationsbesuch im Eidersperrwerk organisierte und durchführte und die Studierenden auch in Gesprächen hervorragend beriet.

Ein Vortrag zum Thema „Herausforderung Klimawandel und Küstenschutz“ von Dr.-Ing. Johannes Oelerich, ehemals Leiter des LKN in Husum und seit kurzem Ministerialdirigent im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein in Kiel war ebenfalls Teil der Information und Aussprache im Rahmen des Workshops. Er machte im Hinblick auf Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und UNESCO-Weltnaturerbe deutlich: „Küstenschutz ist nicht ohne Naturschutz zu denken“ und „Wir müssen uns den Konsequenzen aus dem Klimawandel stellen und in die Zukunft gerichtet handeln“, denn der Meeresspiegel wird unabänderlich steigen. Bei einer Küstenlänge von 1190 km und 1500 km Deichen liegen 25 % der Landesfläche von Schleswig-Holstein unter NN. Der Tidenhub wird sich vergrößern. An der Westküste bringen es die Landesschutzdeiche insgesamt auf eine Länge von ca. 300 km. Davon sind 93 km zu verstärken. An der Ostseeküste sind es ca. 60 km Landesschutzdeich. Hier lauerten andere Gefahren. Auch das Bewusstsein für den Küstenschutz sei dort weniger ausgeprägt.

Das MLE hatte öffentlich zu diesem Vortrag eingeladen. Einige interessierte Besucher waren gekommen. Auch die Präsentation dessen, was die Studenten erarbeitet hatten, war öffentlich. Hier waren aus der Öffentlichkeit leider nur wenige anwesend. Interessant zu erleben war, wie sich die Studierenden umfassend gemäß Bildungsauftrag der Hochschulen den Themen zu „Offshore-Windanlagen“, „Schiffsverkehr und Anforderungen an Küste, Flüsse und Häfen“, „Deiche“, „weitere Küstenschutzbauwerke“ und „Morphologie des Küstenraumes“ genähert hatten. Dass das Bauingenieurwesen mehr beinhaltet als „Planen und Bauen“, wurde dabei sehr deutlich.

Wenn die Sprache im Workshop auch Deutsch war, so waren Unterschiede zwischen schweizerischen und deutschen Sichtweisen erkennbar: Die Studierenden mussten sich aufeinander einlassen. Dies verlief sehr harmonisch, so dass – verbunden mit Präsentationen aller Gruppen am letzten Tag des Workshops – eine Fortsetzung für das nächste Jahr vereinbart wurde, dann wieder von der Berner Fachhochschule organisiert. Es ist ständige Aufgabe beider Partnerhochschulen, für ihre Standorte Austauschstudierende zu finden und entsprechend zu beraten.

Hans Jörg Rickert, 15. September 2018, HN und www.jb-spo.de

DFB-Paule-Schnupper-Abzeichen beim TSV St. Peter-Ording JB-SPO 2018

DFB-Paule-Schnupper-Abzeichen beim TSV St. Peter-Ording

 

Dieses Angebot des DFB ist ein Volltreffer. Elke Gnutzmann und ihre Mitstreiter von der Fußballabteilung des TSV St. Peter-Ording freuten sich über die große Teilnahme beim DFB-Paule-Schnupper-Abzeichen auf dem TSV-Sportplatz. Es waren 57 Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren.

Drei Stationen gab es für sie: Dribbelkünstler, Kurzpass-Ass und Elferkönig. 30 Punkte konnte man maximal erreichen. Eine Urkunde und das Fußballabzeichen in Gold gab es für die besten. Aber auch über Silber oder Bronze freuten sich die kleinen Fußballer. Und nachher konnte man auch noch nach Herzenslust Kicken.

Etwa zwei Stunden hatte man eingeplant. Die Jungen und Mädchen standen bei der Anmeldung Schlange. Natürlich wollte man mitmachen. Die Trainingskinder hatten Freunde und Bekannte mitgebracht. Zunächst aber stellten sich alle zum großen Foto auf.

Hjr, 14. September 2018, HN und www.jb-spo.de

DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel investiert in ihre Infrastruktur

 

Neubau für die Medizinische Trainingstherapie eröffnet

In der DRK-Nordsee-Klinik Goldene Schlüssel wird laufend investiert, und es ist dabei guter Brauch, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Fertigstellung von Maßnahmen im Rahmen kleiner feierlicher Eröffnungen einzuladen und zu informieren. Das geschah jetzt für den Neubau der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) und die Renovierung der Lehrküche. Beide präsentieren sich bei aller Zweckmäßigkeit und Raumnutzung lichtdurchflutet mit Blick in die Grünanlagen draußen. Die Mitarbeiter äußerten sich im Gespräch anerkennend über die neuen Räumlichkeiten und Ausstattung der MTT: „Das ist echt ein schöner Raum geworden, auch von den Geräten her, hell und mit Atmosphäre.“

Geschäftsführer Markus Lubanski eröffnete die Feierlichkeit zur Mittagsstunde, der ein kleiner feiner Imbiss folgte, der durch einen Nachtisch in der Lehrküche vervollkommnet werden konnte. Für den Imbiss hatte Küchenleiter Gonne Meister gesorgt, für den Nachtisch zeichnete Diätassistentin Mattina Wegner verantwortlich. Der Dank der Geschäftsführung ging an alle am Neubau und der Einrichtung Beteiligten. Sporttherapeut Thorsten Wellbrock – er hatte für die Einrichtung mit Geräten und Zubehör gesorgt – und Hausmeister Stephan Schulz durchschnitten symbolisch das „rote Band“.

Kardiogräte (Ergometer für die Herz-Kreislauf Therapie), Kraftgeräte und Kleingeräte für die funktionelle Bewegungstherapie stehen den Therapeuten und Patienten zur Verfügung. Sie sind entsprechend des Trainingszirkels für jeden Patienten individuell einstellbar. Im Zuge der laufenden Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und der Investitionsplanung ist die DRK-Nordsee-Klinik zwecks Erfüllung der Anforderungen der Kostenträger und des medizinischen Kenntnisstandes sowie der Patientenbedürfnisse nicht nur modern, sondern auch in die Zukunft gerichtet aufgestellt. Im Rahmen des Gesundheitsmanagements für die Mitarbeiterschaft wird die MTT auch diesen zur Verfügung stehen, bekundete Markus Lubanski. In der Lehrküche finden für Diabetes- und Adipositas-Patienten Kurse statt. Aber auch hier gibt es solche im Rahmen des Gesundheitsmanagements für Mitarbeiter.

Seit mehr als 100 Jahren finden erholungssuchende Patienten im „Goldenen Schlüssel“ eine ganzheitliche medizinisch-therapeutische Behandlung und beste klimatische Bedingungen, um ihre körperliche und seelische Gesundheit zu stärken. Am 24. März 1913 hatte das Mecklenburger Ehepaar Dr. med. Richard Felten und Dr. med. Felicitas Felten-Stolzenberg ein „Ärztliches Erholungshaus für Erwachsene und Kinder“ in den Dünen des Dorfes St. Peter errichtet, das sich zu der heutigen DRK-Reha-Klinik weiterentwickelt hat. Als Fachklinik für interdisziplinäre Ganzheitsmedizin werden die Patienten individuell in all ihren gesundheitlichen Facetten begleitet. Langjährige Erfahrung und zertifizierte Qualität in den Schwerpunkten Allergologie, Dermatologie, Kardiologie, Onkologie, Orthopädie, Pneumologie und Stoffwechselerkrankungen zeichnen die Klinik aus.

Die DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel versteht sich als Partner für Gesundheit. Gemeinsam mit den Patienten sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und die Patienten im Umgang mit Ihrer Erkrankung für größtmögliche Eigenständigkeit, Lebensfreude und Teilhabe im alltäglichen Leben geschult werden. Die neue Medizinische Trainingstherapie wird dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Hjr, 13. September 2018, www.jb-spo.de

Die Zielgerade für das Markenkonzept ist angepeilt

 

Als Punkt 11 der Tagesordnung für die 2. Sitzung des Tourismusausschusses (TA) nach den Kommunalwahlen war „Weiteres Vorgehen Markenkonzept“ im nichtöffentlichen Teil vorgesehen. Trotzdem waren viele Einwohner gekommen, denn das öffentliche Interesse an der Nutzung dieser Marke und möglicher Lizenzgebühren dafür ist seit längerem ein „Aufreger“. Es war auch vereinbart bzw. zugesagt worden, dass dieser Punkt öffentlich verhandelt werden sollte. Fälschlicherweise war er aber in den nichtöffentlichen Teil gerutscht, so Jan Duggen (CDU), Vorsitzender des Tourismus-Ausschusses. So beschlossen die Mitglieder des Ausschusses auch unisono die Verlegung in den öffentlichen Teil der Sitzung.

Kein Wunder also, dass der Sitzungsraum im „Alten Rathaus“ mehr als nur voll war. Alle 16 Plätze um den Tisch waren von Mitgliedern des Ausschusses, zusätzlich auch Mitgliedern der Gemeindevertretung, von Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff und dem kaufmännischen Leiter der TZ Michael Hennig sowie Petra Bischoff – Protokoll – besetzt. Hinter ihnen saßen an allen Seiten bis auf das Kopfende ebenso viele Bürgerinnen und Bürger. Mehr ging fast nicht!

Die Wortmarke SPO - in welcher Gestaltung auch immer - wurde 2012 von einer Privatperson eingetragen und 2015 zum Verkauf angeboten. Wegen der Identifikation mit St. Peter-Ording wurde die Verwaltung 2015 beauftragt, die Marke zu kaufen, zu schützen, zu verteidigen und ein Nutzungs- und Lizenzkonzept zu erarbeiten. Das Konzept ist bestätigt worden, lediglich die Höhe der Nutzungsgebühren für die SPO Wortmarke und Wort-Bildmarke steht wegen vorhandenen Diskussionsbedarfs noch in den letzten Zügen.

Constanze Höfinghoff ließ diesen Verlauf in angemessener Kürze Revue passieren: Die Aufstellung eines Nutzungskonzeptes für die „Marke SPO“– das Markenmanual – hatte der TA in seiner Sitzung am 26. September 2017 mit 7 zu 1 Stimmen mehrheitlich begrüßt. Am 15. November hatten dem zum Thema der Erhöhung der Lizenzgebühren ergänzten Beschlussentwurf dann 5 von 4 Mitgliedern zugestimmt. Aber wegen des doch noch bestehenden Diskussionsbedarfes wollte man das so nicht in die Sitzung der Gemeindevertretung im Dezember geben und setzte den Punkt von der Tagesordnung ab. Weitere Differenzierungen sind inzwischen in Arbeitssitzungen vor allem mit den Fraktionsvorsitzenden der Parteien erfolgt, so dass man sich nun „bei 95%iger Übereinstimmung auf der Zielgeraden befinde“, so die Tourismus-Direktorin. Jan Duggen ergänzte, indem er deutlich machte, dass durch die Nutzung der Marke eine „Verunglimpfung von St. Peter-Ording“ auszuschließen ist. Zwischen Zahlern der Tourismusabgabe und solchen, die keine zahlten, soll differenziert werden können. In Stellungnahmen dazu bekräftigten Bodo Laubenstein (CDU), dass man seitens seiner Fraktion Gewerbetreibende nicht weiter belasten wolle, und Peter-Arndt (SPD), dass die Kosten nicht vom Steuerzahler zu tragen sein dürften. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten sei eine Nutzung der Marke „SPO“, fasste Duggen diesen Punkt dann abschließend zusammen.

Zuvor hatte Constanze Höfinghoff den Halbjahresbericht der TZ gemäß § 18 Eigenbetriebsverordnung vorgestellt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Jahres 2017 sind demnach insgesamt Mehreinnahmen von 3,6 % erzielt worden. In den witterungsabhängigen Erlöspositionen hat es zum Teil erhebliche Zuwächse gegeben, z.B. bei der Strandkorbvermietung um 23,69 %. Mindereinnahmen gab es aber im Bereich der Erlöse Kurmittelleistungen (minus 17,1 %) und im Wellnessbereich (minus 6,1 %) wie auch im Bereich der DÜNEN-THERME (minus 5,2 %). Das werde man kritisch analysieren. Bisher zeichnet sich insgesamt ein zweit- bzw. drittbestes Ergebnis im Vergleich der vergangenen fünf Jahre ab. Im Vermögensplan ist ein Großteil der eingeplanten Maßnahmen noch nicht abgerechnet. Hinsichtlich der Fördergelder ergäben sich Verschiebungen.

Die Großveranstaltungen – darunter die Kite-Surf Masters und das Drachenfest - sind alle zum Teil höchst erfolgreich gelaufen. Das vielfältige Medienecho war sehr gut. Die Arbeiten am Mehrzweckpfahlbau in Ording wie auch die am WC-Pfahlbau in Ording Nord schreiten gut voran und liegen im Plan. Minister Buchholz werde am 15. Oktober den Förderbescheid für den Mehrzweckpfahlbau überbringen. TZ im Dialog geht am 24. Oktober in die fünfte Runde.

In der Einwohnerfragestunde wurde gefragt nach den Absichten für die Verwendung des Schützenhauses – hier stünden zunächst Flächennutzungs- und danach Bebauungsplan an, so Richard-Flohrs Richardsen in seiner Funktion als stellv. Bürgermeister – und nach dem Stand des Projektes „Promenade II“ – förder- und steuerrechtliche Fragen sind nichtöffentlich erörtert worden , es wird weiter an der Planung gearbeitet – sowie nach unberechtigtem „Übernachtungsparken“ – das Problem ist bekannt, ordnungsrechtliche und anzeigenpflichtige Maßnahmen liefen.- Im nichtöffentlichen Teil ging es dann vorwiegend noch um Beschlussvorschläge für die Gemeindevertretersitzung im Dezember hinsichtlich des „Wassersportcenters X H2O“. Näheres wird die Öffentlichkeit spätestens dann erfahren.

Hjr, 11. September 2018, HN und www.jb-spo.de

 

Verwendung der „Wort- und Bildmarke SPO“

Mit „SPO“ und „St. Peter-Ording“ wird in verschiedener Form bzw. Gestaltung um Käufrinnen und Käufer geworben. Das macht die TZ in ihren Tourist-Informationen in den Souvenir-Shops im Dorf und im Bad sowie auch manch Gewerbetreibender. LOMA hat für seinen Aquavit ein Patent.

– hier einige Bilder zur Information (keine Vollständigkeit des bisherigen Auftretens der Verwendung)

Bilderstrecke

„Das Experiment hat sich gelohnt“ Die Kunstausstellung „Life is a beach“ war ein Besuchermagnet

 

Als ein Experiment bezeichnete der Vorsitzende des Vereins Kunstinitiative St. Peter-Ording e.V. (Kispo) Thomas Bartram anlässlich der Finissage der 7. Sommerkunstausstellung „Life is a beach“ in der Strandkorbhalle Hungerhamm in Ording auch noch im Nachhinein. Aber es sei ein Experiment gewesen, das sich gelohnt hat! Trotzdem sagte er: „Ich bin sehr erleichtert!“- Es war durchaus ein Wagnis gewesen, auf das sich die Verantwortlichen von Kispo eingelassen haben, als sie sich im Februar für dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Akademie für Gestaltung der HTK in Hamburg entschieden. In den sechs Ausstellungen vorher stand das Konzept. Man wusste, was zu den jeweils gewählten Themen, darunter „Watt’n Glückwunsch“ zu 30 Jahre Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, ausgestellt werden würde.

Das war dieses Mal ganz anders, denn erst 14 Tage vor Beginn war eine Gruppe von Studenten der HTK im Zuge eines 4-Tage-Wochenendprojektes auf dem Campus Nordsee dabei, die Kunstwerke in Streetart-Techniken zu fertigen. Dazu gehörten auch Strandkörbe, die umgestaltet als Blickfänger im Ort auf die Ausstellung aufmerksam machen sollten.

Zahlreiche Sponsoren waren wieder mit im Boot. Die Tourismus-Zentrale hatte ein sehr großes Interesse an dieser Art der Ausstellung bekundet und unterstützte tatkräftig. Man hoffte mit Kispo insbesondere, auch bei der Gruppe der 20 bis 35jährigen auf Interesse zu stoßen. Erwartet hatte die Kispo auch, dass die Ausstellung provozierend wirken und zu kontroversen Diskussionen führen würde. Das aber hielt sich sehr in Grenzen. Fast alle Besucher – und das waren wieder weitaus mehr als 3000 seit der Vernissage am 1. Juli – bekundeten: „Es ist toll!“ So findet sich im Gästebuch dieser Eintrag ohne Namen aus Oldenburg: „Tolles Haus. Spannende Beleuchtung durch die verhangenen Fenster.– ‚Haifischfängerin!‘- Tolle Arbeiten.- ‚Seeadler mit Friesennerz‘- Viel Erfolg noch.“ Manch einer bekannte, dass die Bilder zwar für ihn nichts seien, „aber ich finde das super“.

Die erwartete Zielgruppe hatte man nicht erreicht, aber deutlich mehr Familien mit Jugendlichen. Die waren bisher relativ selten gewesen. Die meisten Besucher waren wieder etwas Ältere, und vor allem waren viele Stammbesucher dabei. Das Interesse insgesamt war sehr hoch, abwertende Kritik gab es nicht. Acht Exponate im Wert von 4100 € wurden verkauft. Darunter war auch die „Haifischfängerin“, der Publikumsliebling, für den Anna Kantel von Peter Bothe als Mitkurator ausgezeichnet wurde. Er überreichte ihr einen vom StrandgutResort gesponserten Gutschein für ein Drei-Tage-Wochenende. Von den 786 per Umfragezettel Abstimmenden hatten 177 für ihr Werk gestimmt, das Marylin Monroe mit einem Haifisch zeigt. Die anderen lagen zusammen in einem großen Mittelfeld. Die vier Strandkörbe – betitelt als „Hingucker“, „Literaten“, „Cabrio“ und „Farbenfroh“ erbrachten zusätzlich zu den Spenden 340 €. Der Eintritt zur Ausstellung war wie üblich frei gewesen.

Das „Cabrio“ als Strandkorb hatte Christoph Baumann aus Hürup für sich und seine Frau ersteigert. Sie waren einige Tage vorher an der Strandkorbhalle vorbeigefahren und hatten sich gesagt: „Da wollen wir noch hin!“ Er fügte hinzu: „Wie in den vergangenen Jahren.“ Die Haifischfängerin hatte es auch ihnen angetan, und insgesamt begrüßten sie den von Kispo eingegangen Weg und das diesjährige Experiment sehr.

Hans Jörg Rickert, 10. September 2018, HN und www.jb-spo.de

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