2019 Dezember

 

Weihnachten in der Ev. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating

Christi Geburt als einschneidendes Ereignis ist seit dem 4. Jahrhundert das Fest der Christenheit geworden. Seinen Ursprung verdankt es der Religionspolitik im Römischen Reich. Mit Ostern und Pfingsten gehört es seit Jahrhunderten weltweit zu den Hochfesten der Christenheit.

Trotz Vakanz bei den 1,5 Pastorenstellen der Ev. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating gab es auch dieses Jahr in gewohnter Weise eine Vielzahl von Gottesdiensten in den Kirchen

St. Magnus in Tating:

17 Uhr - Christvesper mit Krippenspiel - Pastor Christian Raap

St. Nikolai in Ording:

14.30 Uhr – Klein-Weihnachten – Diakonin Andrea Streubier und Team,

16 Uhr und 17:30 Uhr – Christvesper – Pastor i.R. Sönke Hansen

St. Peter im Dorf:

15 Uhr – Familiengottesdienst mit Krippenspiel – Prädikantin Regina Halbritter,

17 Uhr Christvesper – Pastorin i.R. Gisela Mester-Römmer,

23 Uhr – Christmette mit Kantorei - Pastor Jörg Reglinski

 

In der St. Peter-Kirche war der Familiengottesdienst überaus gut besucht. Es mussten immer noch Stühle nachgestellt werden. Einige Kirchenbesucher standen sogar noch vor dem Eingang. Andere waren schon enttäuscht wieder gegangen. - Prädikantin Regina Halbritter führte in dem von ihr gehaltenen Gottesdienst mit den bekannten Weihnachtsliedern „Ihr Kinderlein kommet“ und „Vom Himmel hoch“ und der Weihnachtsbotschaft aus dem Lukas-Evangelium – vorgetragen von Gaby Bombis – auf das Krippenspiel hin. Kantor Christoph Jensen hatte es mit dem Kinderchor und dem Spatzenchor eingeübt und brachte so die Weihnachtsgeschichte allen Kindern und ihren Familien nahe. Die Kinder konnten sich in Ochs und Esel sowie in die Hirten hineinversetzen und aus deren Sicht die Geschichte von Christi Geburt erleben. Regina Halbritter schlug danach in ihrer Ansprache den Bogen zum Weihnachtsfest mit Tannenbaum und Geschenken. Angetan waren alle von dieser Gottesdienstform für Familien mit Kindern. Mit „O du fröhliche“, endete dieser Nachmittagsgottesdienst.

In der Christmette mit Pastor Jörg Reglinski aus Tetenbüll wurde das Geburtsgeschehen auf eine andere Ebene gehoben. Gedanken verschiedener Autoren, unter ihnen Xavier Naidoo und Rudolf Hagelstange, nahmen die Zuhörer mit auf eine Reise zu Maria und Joseph, aber auch zu sich selbst, um das Geschehen in Bethlehem für sich zu interpretieren. In seiner Weihnachtsansprache widmete sich Pastor Reglinski dann den Worten des Propheten Sacharja im 9. Kapitel zur Verheißung des messianischen Friedensreiches und stellte Bezüge her. Dazu die Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Lukas, die Vorträge der Kantorei St. Peter  und die Lieder aus dem EKG machten aus diesem mitternächtlichen Gottesdienst ein besonderes Geschehen. Der Brückenschlag von Bethlehem vor 2000 Jahren ins Heute sprach wohl jeden an und stimmte nachdenklich. Sehr gut besucht war auch dieser Gottesdienst.

Hans Jörg Rickert, 25. Dezember 2019, www.jb-spo.de

Informationen zum Hintergrund

Von der Geburt Christi zum Christentum als Staatsreligion

Christi Geburt als einschneidendes Ereignis ist seit dem Jahre 380 in Rom das Fest der Christenheit geworden. Kaiser Theodosius I. hatte das Christentum am 27. Februar zur Staatsreligion im Römischen Reich gemacht. Das Dekret des oströmischen Kaisers hatte weitreichende Folgen: Es verband die jüdisch-christlichen Wurzeln des europäischen Kontinents mit der griechisch-römischen Kultur.-

Vorangegangen war im Jahr 312 der Sieg Konstantins des Großen gegen seinen Rivalen Maxentius in der Schlacht bei der Milvischen Brücke. An die Redewendung „In hoc signo vinces“ (deutsch: „In diesem Zeichen wirst du siegen“) darf hier erinnert werden. Christus soll Konstantin im Traume erschienen sein.

Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember seit 336 in Rom belegt. Wie es zu diesem Datum kam, ist ungeklärt. Diskutiert wird eine Beeinflussung durch den römischen Sonnenkult: Kaiser Aurelian hatte den 25. Dezember 274 als reichsweiten Festtag für Sol Invictus festgelegt. Zwischen diesem Sonnengott und „Christus, der wahren Sonne“ (Christus verus Sol) zogen frühe Christen Parallelen. (nach wikipedia)

 

Bis zum Konzil von Nicäa im Jahr 325 wurden Christen verfolgt, ihr Vermögen konfisziert und ihre Kirchen angezündet. Besonders unter Kaiser Diokletian (um 250) hatten die Christenverfolgungen zugenommen. Diokletian wollte alte heidnische Kulte wiederbeleben und zu einer Art Staatsreligion machen. Aber seine antichristliche Politik scheiterte und wurde Kaiser Konstantin I. aufgehoben.

Militär und Verwaltung funktionierten gut im Imperium Romanum. Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum hatte für Wohlstand gesorgt. Die allen Menschen im römischen Staatsgebiet verliehenen Bürgerrechte sorgten für wachsenden Zusammenhalt – jedoch nicht bei der Religionsausübung.

Am 19. Juni 325 griff Konstantin in einen kirchlichen Konflikt ein. Zur Schlichtung lud er die christlichen Bischöfe zu einem Konzil nach Nicäa, in der Nähe von heute Istanbul, ein. Ziel dieses Konzils, das mehr als 300 Kirchenvertreter besuchten, war nicht die Durchsetzung des Christentums als Staatsreligion, sondern die Herstellung eines Religionsfriedens, der das Römische Reich stabilisieren sollte. Nach langen Debatten schloss sich Kaiser Konstantin I. einem Kompromiss an, nach dem Jesus und Gott eine Wesenseinheit darstellten. Mit der Unterzeichnung dieser Definition durch die anwesenden Kirchenmänner hörten die Christenverfolgungen auf.

Aber für die Anhänger des christlichen Glaubens kam es noch besser. Am 27. Februar 380 unterzeichnete der oströmische Kaiser Theodosius I. (347 – 395) in Thessaloniki in Gegenwart des weströmischen Kaisers Valentinian II. (371 – 392) und dessen mitregierenden Halbbruder Gratian (359 – 383) ein Dekret, mit dem das Christentum zur Staatsreligion erklärt und die Ausübung heidnischer Kulte unter Strafe gestellt wurden. Der Wortlaut des Dekrets "Cunctos populos" beinhaltete nicht nur die Sonderstellung des Christentums, sondern auch die Verfolgung der Andersgläubigen. (Auszugsweise entnommen aus der Serie: "Wir Europäer" - Archiv 2009, Autor Matthias von Hellfeld:

Teil 3: Christentum wird zur Staatsreligion im Römischen Reich - 27. Februar 380)

 

Hjr, 25. Dezember 2019, www.jb-spo.de

„Knut Rudloff – der Bernsteinjäger“ – Lesung im Deicheck Café

 

Werner Hajek, in St. Peter-Ording aufgewachsen, weiß, wie das mit der Bernstein-Sammelleidenschaft ist. Der Journalist erzählt in seinem Dokumentarbericht von Knut Rudloff, dem „Bernsteinjäger“. Nun las er im Café Deicheck in Kooperation mit der Gemeindebücherei und den seit diesem Jahr Café-Inhabern Antje und Franz Hucker gemeinsam mit seiner Frau aus seinem Buch und vermittelte den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern einen Blick in die biografischen Erinnerungen.

Knut Rudloff ist vom Bernstein fasziniert. Bei der Jagd nach den schönsten Steinen und dem elegantesten Schmuck trifft der erfolgreiche Bernsteinhändler auf gewiefte Kollegen und geniale Designer, auf Schmuggler und Diebe, auf Glücksritter und Wissenschaftler.

Für die Pause hatte Antje Hucker eine Bernsteintorte kreiert, deren „Bernsteine“ schon süßlich glänzten. Dazu gab es frisch gebrühten Kaffee aus frisch gerösteten Kaffeebohnen aus Eggi’s Kaffeeshop in Tating. Feinheimisch köstlich!

Hjr, 22. Dezember 2019, www.jb-spo.de

Siehe auch unter www.jb-spo.de

Januar 2017       Das "Deicheck" hat sich zum "Deicheck-Café" gemausert

Typisierungsaktion gegen Blutkrebs – Überwältigendes Echo !

 

Aufruf der TZ St. Peter-Ording zur Suche von Stammzell-Spendern mobilisierte

 

Lassen Sie uns gemeinsam Leben retten!

Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording unterstützt „R.SH hilft helfen“

Am Mittwoch, den 18. Dezember 2019 können Sie sich im „Alten Rathaus“ in St. Peter-Ording für eine Stammzellenspende typisieren lassen. Dafür stehen in der Zeit von 11.00 bis 13.00 Uhr die Räumlichkeiten der Gemeinde zur Verfügung.

Zusammen mit der „R.SH hilft helfen-Stiftung“ ruft die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording zum Kampf gegen Blutkrebs auf. Nicht nur die Mitarbeiter/innen der Tourismus-Zentrale sind dazu aufgefordert, im Rahmen dieser Aktion zu helfen. Jeder kann sich typisieren lassen! Seit vielen Jahren werden vom R.SH regelmäßig Spendenaktionen organisiert, um soziale und gemeinnützige Projekte in Schleswig-Holstein zu unterstützen.

Auf Initiative von Sina Bohnwagner, einer Auszubildenden der Tourismus-Zentrale, wird die Aktion von Seiten der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording unterstützt. Sowohl Bürgermeister Rainer Balsmeier als auch Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff waren von der Aktion sofort begeistert und haben spontan eine Spende von 2.000,00 EUR zugesagt, wenn sich 100 freiwillige Stammzellenspender finden, die am 18.12. mitmachen. „Wir würden uns riesig freuen, wenn möglichst viele Mitarbeiter/innen, Gäste und Einheimische unserem Aufruf folgen und bei der Aktion mitmachen, um Leben zu retten“ sagt Constanze Höfinghoff. Mit der Spende werden die Kosten für die Typisierung der Stammzellenspender beglichen.

Hintergrund: Alle 15 Minuten erkrankt ein Mensch an Blutkrebs. Sowohl Stammzellenspenden als auch Geldspenden werden dringend von der „R.SH hilft helfen-Stiftung“ benötigt. Letztere, um die Typisierung der Stammzellenspender im Labor zu finanzieren und neue Spender registrieren zu können. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 35,00 EUR pro Person.

In ca. 80 Prozent der Fälle werden die Stammzellen der Blutbahn entnommen. Hierbei ist keine Operation notwendig.

 

Das Echo auf diesen Aufruf der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording war überwältigend. Moritz Maaß von R.SH staunte nicht schlecht, als er die vielen Spendenwilligen vor dem Alten Rathaus stehen sah. Drinnen war die Spendenaktion an fünf Tischen schon voll im Gange. Mitarbeiter für die „Stiftung R.SH hilft helfen - Die Stiftung für Schleswig-Holstein“ und der TZ hatten voll zu tun. Das lief wie am Schnürchen. Dafür sorgten Vanessa Greve von der Veranstaltungs-Abteilung der TZ und die Auszubildende Sina Bohnwagner. Auf Anfrage, wie es zu ihrem Impuls für die Beteiligung der TZ an der Spendenaktion gekommen sei, sagte sie: „Auf der Fahrt zur Berufsschule hörte ich davon im Radio. Und da die TZ ja doch auch ein großer Betrieb ist, kam mir die Idee, uns zu beteiligen. Bürgermeister Rainer Balsmeier und Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff gaben mir spontan den Auftrag, das zu organisieren und sagten auch gleich die Spende zu.“

Gemeinde und TZ starteten dann gemeinsam den Aufruf für die Teilnahme und warben über die Medien und auch direkt beim Amt Eiderstedt und anderen Einrichtungen um Beteiligung. Tobias Thomsen gehörte mit zu den ersten. Der 31-Jährige ist Mitarbeiter im Klärwerk der Gemeinde und weiß als Mitglied der Feuerwehr, was „Leben retten“ heißt. „Ich hatte das schon länger vor, das zu machen. Und nun ergab sich hier vor Ort die Gelegenheit. Da war klar, dass ich hingehe!“ Das hatten sich auch viele Schülerinnen und Schüler der Nordseeschule gesagt. Die Schule unterstützte das sofort. Sie hatte den Aufruf der TZ auch auf ihre Homepage gestellt. So waren zwei Drittel der Abiturienten mit den Lehrkräften Juliane Pätzold und Doris Hoedtke sowie das Sportprofil des 12. Jahrganges mit Gunnar Bodewaldt gekommen. Henk Oppermann aus Katingsiel, 19 Jahre und Sprecher der 13 b des Abi-Jahrgangs brachte die Meinung aller so auf den Punkt: „Wir wollen Menschenleben retten helfen. Denn wenn bei uns Blutkrebs diagnostiziert würde, möchten wir auch, dass uns geholfen wird.“

Bürgermeister Balsmeier freute sich riesig, dass die Aktion auf so fruchtbaren Boden gefallen war. Scherzhaft fragte er Norbert Bies - viele Jahre war dieser Chef der Feuerwehr und ist seit über 20 Jahren der Leiter des Klärwerkes: „Sie auch?“ – Dessen Antwort: „Ich bin erst 55!“ Typisiert werden dürfen alle im Alter von 17 bis 55 Jahren. Somit war er einer der Ältesten. Den Scheck über die Spende von 2000 € übergab Rainer Balsmeier schon vor 12 Uhr im Beisein einiger draußen vor dem Alten Rathaus Wartender an Moritz Maaß. Hundert Spendenwillige waren die Voraussetzung für diesen Betrag. Insgesamt wurden 134 typisiert. Neun Helfer, drei von R.SH und sechs von der TZ waren in die Aktion eingebunden. Der Zeitrahmen reichte.

Hjr, 18. Dezember 2019, HN und www.jb-spo.de

Einmütigkeit und Zufriedenheit beim Schulverband Eiderstedt

 

Zügig verlief die Sitzung des Schulverbandes Eiderstedt. Sie war gekennzeichnet von großer Einmütigkeit und Zufriedenheit. Schulverbandsvorsteher Rainer Balsmeier und Kämmerer Christian Rach vom Amt Eiderstedt stellten den Haushaltsplan 2020 vor. Der Haushaltsausschuss mit seinem Vorsitzenden Bürgermeister Peter Th. Hansen aus Osterhever hatte „seine Hausaufgaben gemacht“ und alles gut vorbereitet. Die Gemeinden stehen zu ihren Schulen. 981 Schüler*innen beträgt deren Gesamtzahl.

Dass im Ergebnisplan ein Fehlbedarf von 455.300 € ausgewiesen wird, verunsicherte niemand. Finanzrechtlich muss das aufgrund der Rücklagenbestände so gehandhabt werden. Es handelt sich aber um einen einmaligen Effekt.- Der im Jahresabschluss 2020 im Ergebnisplan tatsächlich entstandene Fehlbetrag wird dann aus Mitteln der Ergebnisrücklage gedeckt. Für 2020 erfolgt damit eine Entlastung der Haushalte der dreizehn Schulverbandsgemeinden. Deren prozentualer Anteil liegt mit 1,551 Mio € nun bei rund 50 Prozent vom Haushaltsvolumen, dessen Höhe im Plan mit 3,107 Mio € zu Buche steht.

Der Stellenplan weist 22,06 Stellen auf. Das ist gegenüber 2019 eine Zunahme um 0,71 Stellen. Ursache dafür sind die Erhöhungen der Stundenanteile in den Bereichen Informationstechnik, Schulassistenz und Raumpflege. Weitere Bereiche sind Sekretärin, Hausmeister und Schulsozialarbeit. Das Jos (Jugendzentrum, Offene Ganztagsschule, Schulsozialarbeit unter einem Dach) wird haushaltsmäßig wie die Schulen beim Schulverband geführt. Träger dieser Einrichtung sind Gemeinde St. Peter-Ording und Schulverband Eiderstedt gemeinsam.

Ende 2018 musste ein Kredit in Höhe von 575.000 € in Anspruch genommen werden, da die Maßnahme „Neubau OGTS/JuZe“ (Jos) mit einem Gesamtvolumen von 1,071.522 € einen erheblichen finanziellen Aufwand erforderte. In den kommenden Jahren wird der Schulverband nach derzeitigem Stand ohne neue Darlehen auskommen.- Zum Stand vom 31.12.2018 sind Schulden in Höhe von 2,052 Mio € vorhanden. Von ihnen entfallen 297.542 € auf den alten Schulverband Garding. Deren Kapitaldienst leisten die entsprechenden Gemeinden. In fünf Jahren werden nach heutigem Stand alle Altschulden getilgt sein. Eine Umschuldung zu günstigeren Bedingungen zum 31. Juli 2020 beschloss der Schulverband in dieser Sitzung genauso wie die III. Nachtragssatzung. Sie war marginal.

Im Investitionsbereich ist das Projekt „DigitalPakt Schule“ ein wesentlicher Bestandteil. Seitens des Bundes und des Landes erhalten die Schulen eine Förderung. Sie richtet sich nach den Schülerzahlen. Kleinere Schulen erhalten einen Garantiebetrag von ca.45.000 €. Sämtliche Schulen des Schulverbandes werden gefördert. Die gewährten Zuweisungen in erwarteter Höhe von 350.000 € sind um 15% aufzustocken. Die Gelder werden für die Haushaltsjahre 2020, 2021 und 2022 im Verhältnis 20:40:40 aufgeteilt. Die Zuwendungen sind zu verwenden für 1. Ausbau von Netzwerken (LAN und WLAN), 2. Präsentationstechnik, 3. Mobile Endgeräte für Schüler. Dafür ist ein mehrstufiges Konzept – pädagogisch-technisch, Ausstattung, Support - zu erstellen.

Seitens der Schulleitungen gab es in Richtung der Schulverbandsgemeinden große Anerkennung. Doris Birkenbach formulierte: „Wir sind sehr zufrieden, dass wir einen so tollen Schulverband haben!“ – Verbandsvorsteher Balsmeier seinerseits dankte für die stets entspannte und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er schloss dabei alle, das Amt Eiderstedt und die in welcher Funktion auch immer Mitwirkenden, ein. Ihnen galt sein besonderer Dank: „Der Schulverband hat keine Personalkapazitäten. Aber Sie haben die Engpässe in den Arbeitsbereichen Sekretärin, Hausmeister und Reinigung beispielhaft aufgefangen. Wir freuen uns vor allem insbesondere darüber, dass sich unsere Mitarbeiter*innen auf dem Wege der Besserung befinden!“

Hjr, 20. Dezember 2019, HN und www.jb-spo.de

Gemeindevertretung arbeitete umfangreiche Tagesordnung ab

 

Bei fast allen Beschlüssen demonstrierte das Gremium größte Einigkeit

Das hatte in dieser Form Beispielcharakter: 27 Punkte standen auf der Tagesordnung. Zwölf von ihnen waren denen zuzuordnen, die als „formal“ zu betrachten sind. Die Ausschüsse hatten gut vorgearbeitet. Es gab nur zweimal je eine Neinstimme und einmal mehrere Enthaltungen. Bürgervorsteher Jöns führte weitestgehend zügig durch die Sitzung und konnte sich schon weit vor dem erwarteten anvisierten Ende der Sitzung bei allen Mitgliedern der Gemeindevertretung und den bürgerlichen Mitgliedern für die ehrenamtliche politische Tätigkeit bedanken. Dabei stellte er die für den Ort höchst positive Leistung von Bürgermeister Balsmeier heraus und sparte auch nicht mit Lob für die Verwaltung. Er vergaß ebenso die Bürgerinnen und Bürger nicht, die sich am Ort mit ihren Einlassungen und Fragen verstärkt in die kommunalpolitische Arbeit eingebracht haben.

Das war auch in der Einwohnerfragestunde dieser Sitzung wieder so, die zu einigen zusätzlichen Informationen führte. So wird es am 27. Januar eine gemeinsame öffentliche Sitzung des Umwelt- und Tourismusausschusses geben. In ihr wird Fragen zum Thema „Nachhaltigkeit“ nachgegangen. Auch in Sachen B-Plan 79 – abgelehnter Hotelbau in Ording – gab es die Mitteilung, dass es zwischen Investor, Gemeinde und Wirtschaftsministerium zu einem Gespräch in dieser Angelegenheit kommen wird.

 

Bei B-Plan 84 „Kuhsteig“, Erweiterung des Untersuchungsgebietes „historischer Ortskern“ im Rahmen der Städtebauförderung, Halbjahresbericht zum 30. Juni 2019 und Jahresabschluss 2018 der Tourismus-Zentrale, Mietvertrag zwischen TSV und Gemeinde folgte die Vertretung einstimmig den Empfehlungsbeschlüssen der Ausschüsse (wir berichteten). Für die TZ und Tourismus-Direktorin Frau Höfinghoff sprach Fraktionsvorsitzender Laubenstein (CDU) im Namen der Gemeindevertretung zusätzlich große Anerkennung aus.

 

Hinsichtlich der Satzungen zur Erhebung der Kurabgabe – darin enthalten die Möglichkeit für Einheimische, über den Erwerb der Gästekarte zum Betrag von 84 € den Ortsbus ganzjährig beliebig oft zu nutzen – sowie die Erhebung der Tourismusabgabe, die Sondernutzung der Gemeindestraßen und Ortsdurchfahrten, die Erhebung der Hundesteuer und die Erhebung der Beiträge und Gebühren für die Abwasserbeseitigung (je nach Sachlage in Form von Nachtragssatzung oder Neufassung) folgte man den Beschlussvorschlägen des Finanzausschusses vor erst vier Tagen. Das galt auch für die Beschlussfassung über die Prüfung der Jahresrechnungen 2015/2016/2017.

 

In der Sitzung des Finanzausschusses am 12. Dezember war allen Beteiligten bewusst geworden, dass es bei diesen Themen ohne akribisches Arbeiten und solide Kenntnisse des Finanz- und Verwaltungsrechtes nicht geht. Hier können selbst „Kleinigkeiten“ von einer großen Tragweite sein. Zunächst hatte es seitens Bürgermeister Balsmeier zu den jeweiligen Satzungen erläuternd allgemeine Hinweise zur textlichen Abfassung gegeben. Es geht dabei insbesondere um das Zitiergebot, das einzuhalten ist und bestimmte Formalien zwingend erforderlich macht. Das beinhaltet viel Juristisches, d.h. wenn hier nicht sauber gearbeitet worden ist, steht Sachliches erst einmal nicht mehr zur Debatte. Das kann aber auch bedeuten, dass bestimmte Passagen aus dem Gesetz in den Satzungstext zu übernehmen sind. Die datenschutzrechtlichen Vorgaben müssen nun alle der Europäischen Datenschutzgrundverordnung gemäß formuliert sein. Darauf wies Finanzausschussvorsitzender Richardsen (CDU) hin. Für die Finanzen gab er ebenfalls zum Verständnis Erläuterungen*, die der Bürgermeister im Nachgang zum Teil näher ausführte.

*   Die Prüfung des Jahresrechnungen verliefen problemlos. 2015 belief sich die Ergebnisrücklage auf 25,44% von der allgemeinen Rücklage. 2017 hat sie die Höchstgrenze von 33% erreicht. Das waren 9,057 Mio €. Die Ergebnisrücklage macht es möglich, Fehlbeträge im Haushalt sofort auszugleichen

*   Die Finanzrechnung 2015 weist liquide Mittel in Höhe von 6,528 Mio € aus. 2017 war ihr Bestand auf 11,139 Mio € gestiegen. Diese hohen Werte hörten sich zwar gut an, seien aber aufgrund bisher noch ausstehender Rechnungen, z.B. für die Sanierung der Böhler Landstraße, zu relativieren, wurde ins Bewusstsein gerückt. Seit Einführung der Doppik 2014 werden Haushaltsreste ins Folgejahr übernommen. So kommt es dann bei noch nicht ausgeführtem Begleichen von Rechnungen zu Steigerungen. Ist dann die Bezahlung erfolgt, stellt sich die Situation anders dar.

Ein für die Ortsentwicklung als ländlicher Zentralort im Rahmen der Daseinsvorsorge wichtiger Grundsatzbeschluss wurde gefasst Es handelt sich um ein mögliches Gesundheitszentrum mit mehreren Gesundheitsdienstleistern. Für ein solches in zentraler Lage sind nun die konkreten Planungs- und Finanzierungsgrundlagen inkl. der Prüfung einer Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel zu erstellen. Nach Fassung der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen in Höhe von 20.000 € sind die Planungsleistungen zu beauftragen. Zur Gewinnung von Partnern (Mietern) ist für Anfang 2020 ein unverbindliches Interessenbekundungsverfahren angedacht, um dann für Grundstück, Flächenbedarf etc. weiter planen zu können.- Ein Teil der Ärzteschaft hat sich für die Schaffung eines solchen Gesundheitszentrums aufgeschlossen gezeigt. Ulrich Maaßen (CDU, bürgerliches Mitglied im Sozialausschuss) hat sich dafür besonders eingebracht. Bürgervorsteher Jöns dankte ihm mit Beifall durch alle Anwesenden öffentlich für dieses Engagement. Dieses Vorhaben wird seitens des Amtes Eiderstedt durch die Sachbearbeiterin Regionalentwicklung Frau Breucha begleitet und ist im Sozialausschuss als solches in mehreren Sitzungen vorbereitet worden, zuletzt am 12. Dezember.

 

Ein weiterer Punkt war der gemeinsame Antrag der Fraktionen von CDU und FDP für ein Ortsentwicklungskonzept. Hier gab es zwar „Irrungen“ aufgrund von Formulierungen, aber grundsätzlich zog man bei 9mal „Ja“, 5 Enthaltungen und einmal „Nein“ an einem Strang.

Einstimmig begradigt wurde die Widmung der „Parkplätze Strandweg und Möwensteg“. Hier hatte man leider genehmigte Stellplätze mit vereinnahmt.

 

Den Bericht zur Annahme der Vielzahl von Spenden nutzte Sozialausschussvorsitzende Frau Grutza und dankte vor allem den Unternehmen und Geschäftsinhabern für ihre Spendenbereitschaft. Bei der Adventsfeier für die Senioren mit 250 Teilnehmer/innen habe auch deswegen eine Tombola durchgeführt werden können, die jeden einzelnen bedacht hat.

 

In seinen Mitteilungen machte Bürgermeister Balsmeier auf die künftigen Herausforderungen für die Gemeinde aufmerksam. Der „Wunschzettel“ – neues Hilfeleistungslöschfahrzeug für die Feuerwehr (450.000 €), Umbau/Erweiterung Feuerwehrgerätehaus (2,7 Mio €), Verkehrs- und Ortsentwicklungskonzept, Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung, Straßenbau und Kanalsanierungen, Ertüchtigung der Kläranlage (Kreditaufnahme 1 Mio €) etc. – sei groß. Ob das alles in kürzester Zeit, wenn überhaupt zu erfüllen ist, sei mit Fragezeichen zu versehen.

 

Für ihn sind es noch knapp eineinhalb Jahre. So stand dann auch die Benennung der Mitglieder des Gemeindewahlausschusses für die Wahl des/r hauptamtlichen Bürgermeisterin/s an. Wahlleiter ist Herr Balsmeier, sein Stellvertreter Herr Jacobsen vom Amt Eiderstedt. Mitglieder sind Herr Wolsbeck (CDU), Frau Buchholz (CDU), Herr Hansen (SPD), Herr Kahlke (SPD), Herr Schäfer (AWG), Frau Meyer (AWG), Frau Schallich (FDP) und Herr Dr. Laube (FDP). Ebenfalls namentlich bestimmt wurden deren stellv. Mitglieder.

 

Seit Jahrzehnten geht das Sitzungsgeld der letzten Zusammenkunft der Gemeindevertretung einem gemeinnützigen Zweck zu. Es geht dieses Jahr an die Turnsparte des TSV Tating. Da der TSV St. Peter Ording keine eigene Turnabteilung hat, nutzen vor allem Kinder und Jugendliche diese Möglichkeit in Tating.

Hjr, 17. Dezember 2019, HN und www.jb-spo.de

Offene Werkstatt in der SpinnWebKate am zweiten Adventswochenende

 

Angelika Rölke nimmt ihre Besucher mit in die Webkunst und mehr

Wer in der Adventszeit so richtig entschleunigen möchte, der ist bei Angelika Rölke in ihrer Spinnwebkate auf Nickelswarft genau am richtigen Ort. Man könnte sagen, es ist ein „geheimer Geheimtipp“. An diesem Sonnabend vor dem zweiten Advent des Jahres 2019 hatte die gelernte Handweberin von morgens 11 Uhr an bis nachmittags um 17 Uhr zur offenen Werkstatt eingeladen. Am Sonntag war es wieder so. Das ist bei ihr in der Adventszeit üblich. Sie „lebt“ die Gespräche mit ihren Besuchern. Von ihr Gewebtes, ihre Webstühle, die irgendwie gestalteten Fenster, die alten „Küchensprüche“ – alles Drumherum lebt ebenso.

Eine Berlinerin und eine Kielerin hatten von diesem Adventsangebot gelesen, ein Düsseldorfer Ehepaar ebenfalls. Sie waren vor bzw. nach meinem Besuch gekommen. Angelika Rölke hat und nimmt sich Zeit. Ein Besuch löste den nächsten ab. Das sei heute den ganzen Tag so gewesen, freute sie sich.

Hjr, 7. Dezember 2019, www.jb-spo.de

SIEHE auch www.jb-spo 2015 Dezember

Adventsmusiken und Kurrende in der Kirchengemeinde

 

Mit der Bläsermusik zum Advent wird traditionell am Vorabend des zweiten Adventsonntages in der St. Peter-Kirche auf die Weihnachtszeit eingestimmt. Am Donnerstagabend darauf war dann Kurrendesingen in Böhl und am Sonnabend im Winterdorf. Am dritten Adventssonntag schloss der Posaunenchor dieses Gesamtmusikereignis mit einem musikalischen Gottesdient – vom Programm her in starker Anlehnung an die Bläsermusik - in der Tatinger St. Magnus-Kirche mit dem Posaunenchor und Christoph Jensen an der Orgel ab. Pastor i.R. Dirk Römmer aus Tönning hatte die liturgische Leitung und stellte das Lied Nr.10 aus dem EKG „Mit Ernst, o Menschenkinder“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen zum Advent.

In St. Peter-Ording ist die „Kurrende“ eine Freude vor allem für die Anwohner geworden. Vor allem im Erzgebirge waren es früher Kinderchöre, die als „Kurrenden“ mit Adventsliedern die Weihnachtszeit einsangen. In Böhl ist der beleuchtete Tannenbaum am Ende der Pestalozzistraße seit Jahren der Anlaufpunkt für den Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde unter Leitung von Christoph Jensen.

Mit dem Adventslied „Tochter Zion, freue dich“ begann das Kurrendesingen. Verteilte Liederzettel ermöglichten allen Anwesenden das Mitsingen. Und etwas hat in Böhl in den Jahren Tradition angenommen: Weihnachtskuchen und Plätzchen werden gebacken und mitgebracht und an Punsch als wärmendem Getränk fehlt es auch nicht. Selbstverständlich gibt es den „mit“ und „ohne“. So klönt man noch ein wenig miteinander und erwärmt sich die Herzen beim Lichterbaum.-

Überall im Ort findet man an bestimmten Orten einen von den insgesamt mehr als zehn Lichterbäumen. Dass sie alle rechtzeitig stehen, dafür sorgen die Mitarbeiter des Bauhofes. Danke!

Hjr, 15. Dezember 2019, HN und www.jb-spo.de

Zum 8. Mal „Adventsmarkt“ im Winterdorf in der Pestalozzistraße

 

Das Winterdorf auf dem Gelände des Ev. Jugenderholungsdorfes mit seinem Adventsmarkt mit den Hütten im Rund und den Ständen in der benachbarten Aula ist seit einigen Jahren am 3. Adventswochenende zum Treffpunkt von Einheimischen und Gästen geworden. Greenpeace oder der Förderverein der Utholm-Schule präsentieren sich drinnen mit Informationen und Angeboten neben anderen Ständen. Ein Tannenbaum schmückt den Raum, in dem auch Kaffee und selbstgebackener Kuchen bzw. Torten im Angebot sind. Hier tritt jedes Jahr auch der Posaunenchor der Kirchengemeinde auf und stimmt mit Adventsliedern auf Weihnachten ein.

Um den großen Tannenbaum gibt es vom TC Blau-Weiß schwedischen Glöck, bei den Abiturienten Bratwurst und Kakao und Crepes bei Sabrina und Dennis. Aber auch vor anderen Hütten kann man sich verwöhnen lassen. Das JOS mit Daniel Schädler backt über dem offenen Feuer Stockbrote und auch sonst ist im Rund immer wieder „Flüssiges“ und „Mittelfestes“ im Angebot. Adventlichen Schmuck aus Strandholz gibt es, Glasperlen und anderes hält die Schmückerei bereit, aber auch Sachen aus Wolle oder Tuch finden sich hier und anderes, was eben zu einem Wintermarkt gehört. Für die Kleinen sorgt in den Gästehäusern der Förderverein der Kita mit einer Bastelecke für Beschäftigung, und das Team der Kita führte „Die Bremer Stadtmusikanten“ auf dem „Sofatheater“ vorlesend und agierend mit Marionetten mehrsprachig auf, z.B. in auch in Italienisch und Plattdeutsch.

Für den Sonntag hat sich der Weihnachtsmann fest angemeldet. Auch der Eiderstedter Musikzug wird am Nachmittag aufspielen. Am Freitag war es zwar kalt und recht windig, Sonnabend besserte sich das Wetter zum Spätnachmittag etwas und auch am Sonntag wird man - ganz egal wie das Wetter ist – dem kleinen heimeligen Winterdorf gerne seinen Besuch abstatten. Hier treffen sich Vereine und nichtkommerzielle Anbieter zu einem Stelldichein. „Das hat was!“ fand ein Schwarzwälder Ehepaar, das nach dem Trip auf den Strand von St. Peter-Ording auf dem Rückweg nach Büsum hier einen Stopp einlegte und sich aufwärmte.

Hjr, 14. Dezember 2019, HN und jb-spo.de

Nationalparkhaus sagt doppelt „Danke“

 

Stationsleiterin Katharina Stephan informierte beim Adventstreffen

Biologin Katharina Stephan von der Schutzstation Wattenmeer ist seit einem Jahr die Leiterin des Nationalparkhauses Wattenmeer in St. Peter-Ording. Von Dipl. Biologin Sabine Gettner hat sie die Leitung und damit zugleich auch die Tradition des Adventstreffens mit Nationalparkpartnern, Freunden des Hauses, Rangern sowie weiteren Gästen und natürlich dem Team aus jungen Freiwilligen - meistens für ein Jahr nach dem Abitur in Form des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) bzw. des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) – übernommen. Das sind Marlen Karp und Simon Hill (beide FÖJ) sowie Meret Gerstel, Sarah Brecht, Anna Klapper und Mira Kehr (alle BFD). Sie sind aus dem großen Bewerberkreis ausgewählt worden und kommen meistens nicht aus Schleswig-Holstein, um danach in ihren Herkunftsländern auch „Botschafter für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ zu sein. Ausstellungsdienst, Durchführung von Veranstaltungen, Gebietsbetreuung, Dünenpflege und auch Weiterentwicklung der Ausstellung gehören zu ihren Aufgaben.

Katharina Stephan teilte mit, dass sich die Besucherzahlen seit der Umstellung auf Spende statt Eintritt positiv entwickelt haben. Die Anzahl des Vorjahres hat sich vom Sommer seit Umstellung auf das neue Konzept bereits verdoppelt. Für die VR-Bank Westküste überreichte Inka Thormählen an diesem Nachmittag eine Spende in Höhe von 500 €. Dafür soll ein neues Binokular angeschafft werden, das den Besuchern der Ausstellung zum gezielten vergrößerten Betrachten dient.

Unter den Anwesenden waren Dirk Wischhusen als ehrenamtlicher Mitarbeiter (Wattführungen), Karl-Heinz Hildebrandt für die Nationalpark-Ranger, Dominic Fohrmann von den Junior-Rangern und seitens der Nationalpark-Partner Paul Mahrt (YCSPO) und Karin Brockmeier (Ambassador Hotel & Spa). Mit den Strandseglern hat sich z.B. die Kooperation sehr gut entwickelt. In der Brutsaison wird auf der Böhler Sandbank bei Regatten darauf Rücksicht genommen, indem Streckenverläufe entsprechend angepasst und selbst dann verlegt werden, wenn dort auch nur ein Vogelpaar brütet. Insgesamt hat sich das Miteinander von Natur und Tourismus immer besser eingespielt.

Hjr, 14. Dezember 2019 HN und www.jb-spo.de

Gelände „Haus Steinburg“ im Kuhsteig wird Wohngebietsfläche

 

Bauausschuss brachte planungsrechtliche Vorgaben auf den Weg

Jahrzehnte diente das Gelände „Haus Steinburg“ im Kuhsteig in Böhl als Sommer-Erholungsstätte für den Kreisverband DRK Steinburg. Es liegt zwischen Dünenwaldflächen und der Stichstraße „Buschkoppel“. Seit mindestens zwei Jahren wurde es nicht mehr für diesen gemeinnützigen Zweck genutzt und stand sozusagen leer. Die Gemeinde hatte ihr Interesse an dem Kauf des Grundstückes bekundet, veräußert aber wurde es an die Firma Semmelhack.

Die Planungen für die Nutzung des Geländes liefen schon länger und wurden im Bauausschuss in nichtöffentlichen Sitzungen verhandelt. Beabsichtigt ist nun, die „Freifläche“ einer Bebauung zu unterziehen. Planungsziel ist die Ausweisung von Wohngebietsflächen. Konkret plant die Firma Semmelhack die Errichtung von vier Doppelhäusern und vier Einzelhäusern. Ferienwohnungen sind nicht angedacht. Eine detaillierte Planung gibt es bisher nicht. Geschaffen werden muss zunächst eine planungsrechtliche Grundlage. Baurechtlich liegt das Gebiet im Außenbereich.

Bis Ende Dezember besteht jetzt noch die Möglichkeit, diese ortsnahe Fläche mit den materiellen und verfahrenstechnischen Regelungen des § 13b BauGB zu entwickeln. Eine Änderung des Flächennutzungsplanes kann auf dieser Grundlage im Zuge der Berichtigung ohne Genehmigungsverfahren durchgeführt werden. Da aktueller Bedarf an Wohnungsraum besteht, soll deswegen noch dieses Jahr der Aufstellungsbeschluss für einen B-Plan Nr. 84 gefasst werden. Ab 2020 ist ungewiss, ob der § 13b weiterhin zur Anwendung kommen kann. Der Bauausschuss empfahl der Gemeindevertretung einstimmig die entsprechende Beschlussfassung.

Einstimmig fiel auch die Empfehlung für die Erweiterung des Untersuchungsgebietes „Historischer Ortskern“. Die Beteiligungsphase der Öffentlichkeit ist bereits angelaufen. Der erste Workshop mit Einwohnern hat stattgefunden. Im Rahmen der Städtebauförderung ist die Erstellung mehrerer Projekte vorgesehen.- Das vorgesehene Gebiet, das sich grob betrachtet von der Utholm-Halle am Ende der Kirchenleye bis hin zur Einmündung Heideweg/Böhler Landstraße erstreckt, soll um zwei Flächen erweitert werden. Das sind die sich südlich der Eiderstedter Straße an das Grundstück Edelweiß/Dünengarten (Seniorenwohnsitz) anschließende erste Grasfenne und das sich gegenüber dem Gemeinschaftsschulteil im Ketelskoog auf der anderen Straßenseite befindliche Gebiet vor dem Reisemobilhafen.

Vorgesehen war auch noch die Empfehlung für die 4. Änderung des B-Planes Nr. 21 für den Bereich Feuerwehrgerätehaus am Heedweg. Das muss aufgrund gesetzlicher Vorgaben neu strukturiert und erweitert werden. Wegen zusätzlichen Abklärungsbedarfes wurde der Punkt aber von der Tagesordnung genommen. Auch hier greift evtl. das Städtebauförderungsprogramm.

Die vorgesehene Straßenbaumaßnahme „Karpfenteich II“ mit Erneuerung der Asphaltdecke und der Beseitigung der Pappeln wegen Gefährdungspotenzial sowie die Umsetzung des Deichradwegekonzeptes lässt sich erst nächstes Jahr in Angriff nehmen, teilte Bürgermeister Rainer Balsmeier mit.

Hjr, 10. Dezember 2019, HN und www.jb-spo.de

Adventskaffeetafel im ev. Gemeindehaus

 

Festlich gedeckt und adventlich geschmückt war die Adventskaffeetafel im ev. Gemeindehaus. Die Einladung der ev. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating hatten die Senior*innen sehr gut angenommen. Waltraud Rüß begrüßte im Namen des Kirchengemeinderates und Pastorin i.R. Gisela Mester-Römmer übernahm in Vertretung für die vakante Seelsorgerstelle deren Part. Kirsten Kardel aus dem Kirchenbüro, Küster Marco Hoffnauer, Irina Faut und viele weitere helfende Hände sorgten für alles Drumherum. Kantor Christoph Jensen fehlte natürlich auch nicht.

Die Gemeindeglieder haben wahrlich keinen Grund zu klagen. Man steht seitens der Kirchengemeinde zusammen. Pastor Christian Raap als Vertretung mit begrenzter Stundenzahl sorgt mit Gottesdienst und Verwaltungstätigkeiten für die Gemeindearbeit und erfährt großartige Unterstützung durch seine Kollegen im südlichen Teil des Kirchenkreises, darunter vor allem durch die Pastor*innen im Ruhestand Gisela Mester-Römmer, Dirk Römmer und Rudolf Lies und weitere, die gerne auch Gottesdienste halten.

So ließ es sich Gisela Mester-Römmer zu dieser nachmittäglichen Stunde nicht nehmen, im Rahmen einer Andacht die Bedeutung der Adventszeit für eine christliche Kirchengemeinde und jeden einzelnen in den Blick zu nehmen. Dazu nahm sie Bezug auf das Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“, dessen ersten beiden Strophen man zuvor bei Klavierbegleitung gemeinsam gesungen hatte. Sie erinnerte an die früheren Fernsehzeiten, als es dort noch Ansagerinnen gegeben hat, die über das folgende Programm informierten. Diese Ansagen hatten für die Menschen vor dem Fernsehgerät einen Wert und wurden geschätzt.

„So haben wir heute mit unserem Singen den lieben Advent angesagt.“ Das sei ein Stück geistlichen Lebens, meinte sie. Advent sei eine bedächtige Zeit, setzte sie fort und erinnerte an die Schnelllebigkeit, in der wir eine Menge versäumen könnten, z.B. uns Gedanken zu machen. Das sei in jedem Lebensalter von Bedeutung. Dazu führte sie den ev. Theologen Jörg Zink an: „Alles geistige Leben muss einen Rhythmus haben.“ Die Adventszeit lädt dazu ein, das nicht zu vergessen, wo es früher dunkel wird und Zeit zum Besinnen gegeben ist. Darüber sollten wir nachdenken. Und sie erinnerte an die Jugendzeit, in der wir „anders lebten“ als jetzt, wo wir älter geworden sind. „Wir brauchen den lieben Advent und die Ansage“, schloss sie die Andacht und lud zum gemeinsamen Singen der beiden folgenden Strophen des Adventsliedes ein,

Danach erfreute eine Gruppe aus dem Kindergarten die Senior*innen mit Liedern, einem plattdeutschen Gedicht und einem Krippenspiel der Art, dass Kornelia Köhne vorlas und die Kinder dazu agierten. Einfach schön war es, das miterleben zu können. Und herzerwärmend war überhaupt dieses adventliche Zusammensein.

Hans Jörg Rickert, 10. Dezember 2019, www.jb-spo.de

Lebenslauf – beispielhaft für die Kriegs- und Nachkriegsgeneration

 

Aufgewachsen in Oberschlesien, dann in der damaligen Ostzone, später DDR, Verbot des Studiums, Wechsel in den Westen, Studium und Karriere, ehrenamtlicher Einsatz für seine Gemeinde

 

IN MEMORIAM

Dr. med. Dieter Undeutsch

verstarb im 90. Lebensjahr nach längerer Erkrankung am 28. Juli 2019. Seit 1976 war er als Internist mit hausärztlicher Praxis in St. Peter-Ording tätig. Interessiert und aufgeschlossen begegnete er seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und brachte sich an vielen Stellen in das gesellschaftliche Leben des Ortes ein. Bis zum Schluss blieb er aktiv und verfolgte aufmerksam das kulturelle Geschehen am Ort.

 

Am 8. September 1929 wurde er in Beuthen in Oberschlesien geboren, besuchte dort das Hindenburggymnasium. Nach dem Krieg bestand er 1948 sein Abitur in Waldheim (ca.70km westlich von Dresden). Als Sohn eines Arztes wurde ihm der Besuch der Universität in der damaligen Ostzone verwehrt. Sein Ziel, Arzt zu werden, verfolgte er jedoch weiter und arbeitete als Praktikant am Krankenhaus in Radebeul bei Dresden. Bei Vacha (Thüringen) überschritt er die damalige „grüne Grenze“ und gelangte mit Hilfe von Freunden der Familie nach Köln.

 

Beim J. P. Bachem-Verlag machte er zunächst ein Praktikum. Durch den Großvater mütterlicherseits angeregt, hatte er auch großes Interesse an der Literatur entwickelt. Ab Wintersemester 1950/51 studierte er deshalb Germanistik an der Universität Mainz, wechselte aber, weil es damals so möglich war, schnell in die medizinische Fakultät, erhielt auch Stipendien. Staatsexamen und Promotion folgten 1956, die Approbation erhielt er 1958. Von der Fachärztekammer Hessen wurde er 1967 als Internist anerkannt. Bei der Firma La Roche arbeitete er ab 1965 als ärztlicher Mitarbeiter für klinische Forschung, erhielt 1971 Prokura.  Hier lernte er dann seine Frau Christel – sie war dort als Apothekerin tätig – kennen. Sie heirateten 1971. Mit dem Sohn Christian kamen sie 1976 nach St. Peter-Ording. Der zweite Sohn Reinmar wurde hier geboren.

 

Dr. Dieter Undeutsch war Schulelternbeiratsvorsitzender am Nordseegymnasium gewesen, hat auch in hohem Alter Vorträge für die Herzstiftung in der Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel gehalten, hielt ebenso Laudationes für Personen bzw. bei Jubiläen öffentlicher Einrichtungen wie 2016 zum 65-jährigen Bestehen des Ortsverbandes St. Peter-Ording des Deutschen Roten Kreuzes. Er war Mitglied des Klotz-Kreises, eines Gesprächskreises, in dem sich die Mitglieder gegenseitig über selbstgewählte Themen informieren. Sein Wissensdurst war groß, seine Arbeitsweise von Ausdauer und Sachverstand geprägt, und er scheute sich nicht, ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen.

 

Das haben die Mitglieder des Vereins KulturTreff in besonderem Maße erfahren können. Der Verein war 1998 gegründet worden, um das Museum Landschaft Eiderstedt seitens der Gemeinde betreiben zu können. Er nahm das Amt des Vorsitzenden bis 2010 engagiert wahr und gab dem Museum dank seines Einsatzes und seines akribischen Vorgehens einen steigenden kulturellen Wert. Sieben Bände des Museumsspiegels gab er heraus, sorgte für die Optimierung der Sammlung und die Außendarstellung des Museums. Er nutzte die digitalen Medien bereits früh und schuf entscheidende Voraussetzungen, die die Zertifizierung des Museums nach seinem Ausscheiden möglich machten.

Seine Leistungen wurden vom Land Schleswig-Holstein 2008 mit der Ehrennadel gewürdigt.

 

Wir behalten Herrn Dr. med. Dieter Undeutsch und sein Wirken in dankbarer Erinnerung.

 

Jahrbuch- St. Peter-Ording

Hans Jörg Rickert und Georg Panskus, im Dezember 2019

Das Kruzifix der Künstlerin Lucia Figueroa hängt nun in Tating

 

In der St. Magnus-Kirche wurde eine entstandene „Leerstelle neu besetzt

Die in Husum freischaffende argentinische Künstlerin Lucia Figueroa hatte für eine im Hamburger Umland gelegene geriatrische Klinik eine Auftragsarbeit übernommen. Sie gestaltete aus Ton ein Kruzifix. Den Leib des Gekreuzigten hat sie dabei gewissermaßen in das Kreuz eingearbeitet, deutlich erkennbar an den Rippen. Sie sind dunkel, der Leib aber ist heller als das Kreuz selbst gehalten. Sehr schlank, etwas gotisch, wirkt die Christusfigur mit den sehr langen Beinen und den leicht nach oben gewinkelten Armen. Der Kopf hat seinen Ort vor der schmalen lichten Öffnung des „senkrechten Balkens“ des Kreuzes. Er ist leicht nach links geneigt, die Blickrichtung angedeutet.

2014 sollte das Kunstwerk übergeben werden. Den Verantwortlichen aber fehlte der Zugang zu dieser Tonplastik. Man hielt sie zu wenig geeignet für den angedachten Ort.- Anlässlich der „Sommerkirche Welt“, einer Veranstaltungsreihe auf Eiderstedt, war sie dann ausgestellt gewesen. Danach hing sie im Husumer Atelier von Frau Lucia Figueroa. Jetzt hat sie ihren Platz an der Nordwand in der Tatinger St. Magnus-Kirche erhalten. Dort hatte sich eine Leerstelle ergeben.

Entstanden war diese durch die Rückverlegung der Triumphkreuzgruppe vor mehr als zwei Jahren an ihren angestammten Platz im Chorbogen der Kirche. Seit 1746 hatte die Gruppe dort an der Nordwand gehangen. Sie war damals dorthin wegen einer zu der Zeit vor dem Chorbogen neu geschaffenen Empore, die inzwischen schon seit langem nicht mehr existiert, versetzt worden. Um die aber verbliebene Triumphkreuzgruppe hatte man später die Namen der Toten des 1. Weltkriegs angebracht. Die bei dieser Gedenkstätte nun vorhandene Freifläche, die auf jeden Fall neu gestaltet werden sollte, konnte durch die Stiftung des von Frau Lucia Figueroa geschaffenen Kruzifixes auf eine Weise besetzt werden, die die ungeteilte Zustimmung aller zuständigen Gremien gefunden hat.

Dazu sprach Propst i.R. Hans-Walter Wulf in seiner Predigt im Rahmen des Gottesdienstes zum 2. Advent. Diesen gestalteten er und Pastor i.R. Sönke Hansen gemeinsam. Im Zeichen zweier Adventskerzen in der Freude auf die Ankunft des Herrn stand an diesem Sonntag die Aufnahme des Kunstwerkes in die Kirche St. Magnus im Mittelpunkt der Ansprache. „Kopf hoch“, ermunterte Hans-Walter Wulf die Kirchengemeindeglieder, auch wenn die Zukunftserwartungen vielleicht nicht rosig seien. Aber es komme auf die Blickrichtung an, und die sei mit der Geburt Christi als Erlöser gegeben. Sein Tod ist für uns erlösende Botschaft. Sie werde versinnbildlicht durch das Triumphkreuz und sie müssten wir im Blick behalten.- In Anbetracht des nun mittig in der Gedenktafel angebrachten Kruzifixes verwies der Propst des ehemaligen Kirchenkreises Eiderstedt auf den missverstandenen Vers 13 aus dem Johannes-Evangelium Kap.15: „Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lasse für seine Freunde.“ Dieser findet sich auf vielen Gedenktafeln für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Stattdessen sollte dort geschrieben stehen: „Gib Frieden, Herr, gib Frieden“. Dies ist der Beginn eines Gebetsliedes von Jan Nooter, das 1963 unter dem niederländischen Namen „Geef vreede, Herr, geef vreede“ herausgegeben wurde. Es war das von der Gemeinde an diesem Sonntag gesungenen nicht gerade adventlichen Lieder.

 

Das Kruzifix in St. Magnus haben Frau Lucia Figueroa und das Ehepaar Sigrun und Dieter Schmädeker gemeinsam gestiftet. Es gehört zum Freundeskreis der Künstlerin. Auf der Suche nach einem würdigen, sakralen Ort für das Kunstwerk erfuhr Dieter Schmädeker von der Tätigkeit Sönke Hansens als Vorsitzendem des Fördervereins Eiderstedter Kirchen. Der Verein hatte u.a. gemeinsam mit dem Denkmalamt die erheblichen Kosten für die Restaurierung des Triumphkreuzes übernommen. Der Kontakt kam nicht nur schnell zustande, auch hinsichtlich der verfolgten Intentionen stimmte von Beginn an alles. Schmädekers haben zudem über Uelvesbüll eine persönliche Bindung an Eiderstedt, Frau Figueroa über Osterhever. 

 

Für Gudrun Fuchs, gebürtige Tatingerin mit einer lebenslangen Bindung zu ihrer Kirche St. Magnus, ist ein geheimer Wunsch in Erfüllung gegangen. Als sie das Kruzifix in Welt in der Kirche St. Michael gesehen hatte, war ihr wie ein Lichtblitz durch den Kopf gegangen: „Das würde bestens passen!“ Aber sie behielt ihren Wunsch für sich, denn sie wusste nicht, wie sie die Tatinger dafür gewinnen könnte.- Nun hat das Kruzifix seinen Platz gefunden. Da ist wohl doch göttliche Fügung mit im Spiel gewesen. Schade nur, dass die Künstlerin selbst wegen eines am Vorabend erlittenen Unfalls nicht in der Tatinger Kirche dabei sein konnte.

Hans Jörg Rickert, 8. Dezember 2019, HN und www.jb-spo.de

 

ERGÄNZUNG

Lucia Figueroa (* 1945 in Córdoba, Argentinien) ist Bildhauerin. Sie lebt und arbeitet seit 1995 in ihrem Atelier in Husum. Ab 1981 unterhielt sie ein Atelier in Osterhever und hat daher eine Beziehung zu Eiderstedt. Sie ist Mitglied der Gruppe KunstKlima. 2015 erhielt sie den Kunstpreis der Schl.-H. Wirtschaft.

Lucia Figueroa besuchte von 1965 bis 1969 die Escuela de Arte in Córdoba. Dort richtete sie sich 1970 ein Atelier ein. Von 1975 bis 1980 studierte sie Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin und wurde Meisterschülerin bei Lothar Fischer.

Das hat Tradition: Bläsermusik zum Advent in der St. Peter-Kirche

 

Posaunenchor präsentierte ein buntes Programm aus fast aller Welt

Schon das Eröffnungsstück für Bläser von Andreas Muntschik (1928-2008) stimmte fröhlich in die Bläsermusik am Vorabend des 2. Advent ein. Christoph Jensen führte erläuternd durch das Programm, das Werke von Komponisten aus Italien und Deutschland, England und Frankreich bis nach Amerika miteinander in einem großen Bogen verband.

Weihnachtslieder zum Mitsingen, darunter mit „Es kommt ein Schiff geladen“ eines der ältesten, wie auch von Johann Gottfried Walther (1684-1748) das „Conderto F-Dur del Signor Tomaso Albinoni“ für Orgel mit den Sätzen Allegro – Adagio – Allegro und von Claude Balbastre (1727-1799) „Noel suisse – Französisches Weihnachtslied mit fünf Variationen“ für Orgel oder von Henry Purcell (1659-1695) in der Abfolge der Sätze Ouverture – Introduction – Air – Hornpipe eine Suite für Bläser gehörten ebenso dazu wie die Spirituals „Mary’s boy child“ und „Go, tell it on the mountains“ in der Fassung von Traugott Fünfgeld (*1971) bzw. Richard Roblee (*1943).

Für die beiden Lieder aus dem EKG „Wie soll ich dich empfangen“ und „Es kommt ein Schiff geladen“ erklangen Choralsätze aus der Feder von Christoph Jensen. In das letztere führte bereits sein dafür geschaffenes Choralvorspiel mit ein. Vor dem „Tollite hostias“ zu vier Stimmen für Bläser nach dem „Oratorio de Noel“ von Camille Saint-Saens (1835-1921) hatte er jedes Mitglied aus der großen „Musikgemeinde“ aufgefordert, sich seinen „Stern über Bethlehem“, dem gleichnamigen Weihnachtslied von Alexander Serr (*1950) / Friedrich Peter Isenbürger (*1931) entsprechend, aus der Kirche nach Hause mitzunehmen.

„Tollite hostias, et adorate Dominum in atrio sancto ejus. Laetentur coeli, et exultet terra a facie Domini, quoniam venit. Alleluja. - Bringet Geschenke und betet an den Herrn in seinen Vorhöfen! Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich, vor dem Herrn; denn er kommt.“ war dann zum Schluss zugleich Erinnerung an das Weihnachtskonzert 2016 und Einstimmung auf das diesjährige Weihnachten.

Großer Applaus war das DANKE. Es galt Kantor und Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen und den Bläsern. Das waren mit ihm Ute Balsmeier, Karen Kolb, Ehrenfried Ewert, Brigitte Streichert, Myriam Jensen, Martina Groß-Lohmann, Joshua Bombis, Gisela Honecker und Ute von Oldenburg.

Hans Jörg Rickert, 7. Dezember 2019, www.jb-spo.de

 

SIEHE auch jeweils unter Dezember der Jahre 2015 bis 2018 die Berichte im Jahrbuch.

Uelvesbüll, Nordereider und Lundenbergharde

 

Der Küstenarchäologe Dr. Dirk Meier spannte einen weiten Bogen

In Kooperation mit dem Heimatbund Landschaft Eiderstedt referierte Dr. Dirk Meier im Dorfgemeinschaftshaus in Uelvesbüll. Uwe Krüger hatte das auf den Weg gebracht. Das Interesse an dem Vortrag über „Uelvesbüll, Nordereider und Lundenbergharde - Eine Landschaft im Wandel der Zeit“ war überaus groß. Hatte Armin Jeß in seiner Funktion als Geschäftsführer des HLE bei der Begrüßung den Blick zurück auf die Sturmflut 1962 gerichtet, spannte Dr. Meier den Bogen sehr viel weiter. Dieser nahm seine Zuhörer auf eine Reise von der Eiszeit bis heute. Diese erfuhren eine Reihe von Einzelheiten, die vor allem eines klar machten: „Beständig ist der Wandel.“ Der Küstenbewohner weiß das. Aber es ist gut und hilfreich, sich das immer wieder bewusst zu machen.

In der anschließenden Aussprache wurde festgestellt, dass die Verstärkung nach der Sturmflut 1962 Sicherheit gebracht hat. Danach wurden die heutigen Deichverstärkungsmaßnahmen thematisiert. Auf Nordstrand und vor Dagebüll sind sie erfolgt, am Eidersperrwerk laufen sie zurzeit. Für Simonsberg laufen die Planungen jetzt an. Bis 2050 werden die Veränderungen des Meeresspiegels  seitens des LKN als moderat eingeschätzt. Bis etwa 2100 lassen sich aufgrund von Berechnungen nur vage Aussagen machen.

 

 

EIDERSTEDT – eine junge Halbinsel

Gemessen an dem Zeitraum ist Eiderstedt eine ganz junge Halbinsel. (Karte I) Vor 1200 begann deren Urbarmachung. Grund war u.a. die Bevölkerungszunahme ab ca. 1000. Es war keineswegs so einheitlich wie heute. Eine Nehrungskette zog sich von Tating nach Garding. Südlich lagen Seemarschen, nördlich Moore. In Poppenbüll z.B. stößt man in ein Meter Tiefe auf moorigen Untergrund. Aus der Vogelperspektive mutete Eiderstedt damals wie eine Insellandschaft an.

Rückgang des Eises und Entstehung der Harden

Der Rückgang des Eises nach 10000 v.Chr. hatte einen Meeresspiegelanstieg eingeleitet. Der Wasserstand war 120 m tiefer als heute. Die Nordsee war nach Süden vorgestoßen. Die Doggerbank war bis 5000 v. Chr. eine Insel. Die entstehenden Priele folgten den eiszeitlichen Schmelzwasserrinnen. Geestkerne wurden abgetragen. Es bildeten sich Sände, auf denen Dünen wuchsen. Die Tönninger und die Everschoper Harde entstanden. Die Utholmer Harde existierte um 1000 n. Chr. noch nicht. Das Fallstief (heute: Tümlauer Bucht als verbliebener Teilbereich) trennte den nördlichen vom südlichen Teil und die Süderhever die beiden Utholm-„Inseln“ von den schon existierenden Harden. Erst ab etwa 1500 wurde mit der zunehmenden Bedeichung die Voraussetzung für das Zusammenwachsen der drei Harden geschaffen. (Karte II)

Bedeichung und Köge

1613 entstand der Dreilandenkoog (Kirchspiel Garding). 1489 hatte der Dammkoog im Dreieck von Koldenbüttel, Südermarsch und Witzwort bereits die Verbindung zum Festland geschaffen. (Karte III) - Der Johanniskoog (Poppenbüll) gilt als der älteste Koog. Er wurde vermutlich im 12. Jahrhundert eingedeicht (Caspar Danckwerth nennt unter Hinweis auf Peter Sax das Jahr 987). 1113 wurde in Poppenbüll eine Kirche errichtet, die zum Kirchspiel in Garding gehörte. Zunächst umgab ein nur 1,50 Meter hoher Deich den kleinen Koog, der zum Fallstief hin zweimal erhöht wurde. Der Deich schützte das Wirtschaftsland und mehrere, im 12. Jahrhundert errichtete Großwarften (Helmfleth, Hundorf u. a.). Nach der Bedeichung erfolgte ein Ausbau von Hofwarften. (Karte IV)

Uelvesbüll, Nordereider und Lundenbergharde

Im nordöstlichen Eiderstedt erstreckt sich das langgestreckte Marschhufendorf Uelvesbüll. (Karte V) Zur Zeit seiner Gründung im 12. Jahrhundert befand sich hier ein weites Hochmoor, dass die ersten Siedler nach der Bedeichung durch Entwässerung urbar machten. Das Siedlungsmuster einzelner Hofwarften mit anschließenden Streifenfluren für den Getreideanbau lässt sich trotz moderner Veränderungen der Kulturlandschaft noch erkennen. Angebaut wurde Roggen. Es gehörte vor der Zweiten Marcellusflut* (1362) zur Edomsharde der alten Insel Strand. Durch den Einbruch der Nordsee (Offenbüller Bucht, damals zwischen den heutigen Inseln Pellworm und Nordstrand gelegen) und des Durchbruches der Hever in Richtung Eider (sog. „Nordereider“), kam das Kirchspiel zur Everschoper Harde.

Lundenberg war 1218 gegründet worden, wurde 1362 zerstört, 1430 wieder bedeicht und nach der Burchardiflut* 1634 ausgedeicht. Barnekermoor war 1491 nach Uelvesbüll gekommen. Grund war die zerstörerische Sturmflut am 4. Dezember 1479 gewesen. Mit der Zerstörung ihrer Kirchen – das waren im Laufe der Zeit etliche – wurden die Bewohner der zugehörigen Kirchspiele einem anderen Kirchort zugeschlagen. Wie sturmflutgefährdet dieser Teil Eiderstedt ist, veranschaulichen die Wehlen am Deich des Adolphkooges.

 

Erläuterungen

* Marcellusflut werden zwei schwere Sturmfluten an der Deutschen Nordseeküste im 13. und 14. Jahrhundert genannt. Die erste Marcellusflut am 16. Januar 1219 vertiefte den von der Julianenflut im 12. Jahrhundert begonnenen Jadebusen und traf vor allem auch Westfriesland in den heutigen Niederlanden. Die Zweite Marcellusflut gab es vom 15.-17. Jan. 1362.- Benannt sind sie nach dem Geburtstag des Heiligen Marcellus.

* Burchardiflut war eine verheerende Sturmflut, die in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 1634 die Nordseeküste zwischen Ribe und Brunsbüttel verwüstete. Zwischen 8.000 und 15.000 Menschen starben. Die schwersten Schäden entstanden vor allem auf Eiderstedt. Große Teile der Insel Alt-Nordstrand gingen im Meer unter.- Der 14.Oktober ist der Namenstag des Bischofs Burkhard von Würzburg.

 

Hinweise

Die Veröffentlichung der Karten I und II erfolgt mit Genehmigung von Tom Gries. Die Grafiken wurden erstellt zur Bedeichungsgeschichte für © 2004-2019, ArGe Radfahren und Wandern in Eiderstedt, Dr. T. Wronski + T. Gries (Landeskundliche Fahrradtouren)

Die Karten III und IV sind Abfotografien aus der Ausstellung im Museum Landschaft Eiderstedt. Karte V gehört zu den Unterlagen des Vortragenden.

 

Hans Jörg Rickert, 06. Dezember 2019, www.jb-spo.de

Geselligkeit wird beim SoVD St. Peter-Ording gepflegt

 

Adventsfeier im Hotel Kölfhamm in Ording

Beim Sozialverband Deutschland erfahren die Mitglieder nicht nur Rat und Unterstützung, auch die Pflege der Geselligkeit gehört dazu. Nachdem erst vor kurzem ein Lotto-Nachmittag stattgefunden hatte, traf man sich im Hotel Kölfhamm in der ersten Dezemberwoche bereits wieder zum gemütlichen Adventskaffee mit musikalischer Untermalung. Für sie sorgte Reiner Wieben.

Heinz-Georg Fohrmann und Gerd Ott, die beiden „Vorständler“, nutzten die Begrüßung für einige Mitteilungen. Unter anderem wiesen sie schon auf die Jahreshauptversammlung am 28. Februar hin. Sechzig Mitglieder waren anwesend.

Wie in vielen anderen Vereinen auch, ist das Miteinander bei solchen Veranstaltungen wohltuend. Man gehört dazu. Das ist gerade in der dunklen Jahreszeit wichtig. Einsamkeit muss nicht sein!

Hjr, 5. Dezember 2019, www.jb-spo.de

AJKBS tagte im Bahnhofsgebäude von „Bad St. Peter-Ording“

 

Die ehemalige Wartehalle mit Nebenräumen hat Kultur mit Kultstatus – Vertrag mit dem TSV

„Wow! - Cool hier! – Geil!“ hätte es wohl geklungen, wenn anstelle der Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport und der drei Einwohner eine Gruppe Jugendlicher und junger Leute zum ersten Mal die Wartehalle des Bahnhofsgebäudes des Bahnhalte- und Endpunktes Bad St. Peter-Ording der Bahnstrecke „Husum – Bad Sankt Peter-Ording“ betreten hätte. So blieb es mehr bei einem Erstaunen darüber, was sich aus so einem funktionalen und denkmalgeschützten Gebäude machen lässt.

„GOOD TIMES Surfshop & Cafe Bar“ heißt es dort jetzt und Betreiber ist Tobias Seemeier. Er ist vor zehn Jahren von Nürnberg nach Hamburg gewechselt. „Wellenreiten“ ist sein Ding, und sein Ort dafür ist St. Peter-Ording. So ist er hier ansässig geworden und hat seine Idee von einem besonderen „Laden“ umgesetzt. „Ich bin heilfroh, den Zuschlag bekommen zu haben“, sagte er, der auch 2. Vorsitzender des „BoardSPOrt e.V.“ Anwesend war auch der 1. Vorsitzende Jannes Ahlers, der als Sonderschullehrer auf Eiderstedt tätig ist.

Aus gutem Grund hatte Ingrid Brill (CDU), die Vorsitzende des AJKBS, diesen außergewöhnlichen Ort direkt auf der Grenze der beiden Ortsteile für die sechste Sitzung ausgewählt. Außer den regulären Punkten standen nämlich laut Tagesordnung an: „Vorstellung Ordinger Bahnhof“, „Vorstellung Verein BoardSPOrt“ und „Beratung und Empfehlungsbeschlussfassung über den Mietvertrag zwischen der Gemeinde St. Peter-Ording und dem Turn- und Sportverein Sankt Peter-Ording e.V.“

 

Dieser Vertrag ist eine Notwendigkeit, der durch die Gemeindevertretung am 16. September zu beschließen ist. Der Empfehlungsbeschluss dazu war einstimmig. Der Vertrag regelt auf der Grundlage von Ziel und Zweck der Nutzung des Sportplatzes und der Gebäude das Miteinander in Sachen Rechte, Pflichten und Kosten. Es handelt sich dabei um die Flurstücke 7/1 und 6/16 der Flur 12 der Gemarkung St. Peter-Ording, deren Eigentümerin die Gemeinde ist. Diese hat 1975 das Umkleidegebäude zu einem Sportjugendheim erweitert und 1995 die Heizungsanlage erneuert.

Seit Vertrag vom 28.12.1954 stellt die Gemeinde dem Verein die Sportanlage zur Verfügung. Er gilt noch bis zum 31.01.2020. Die Gültigkeit dieses neuen Vertrages greift damit ab 1. Januar 2021 und gilt dann für zehn Jahre bis zum 31. Dezember 2030. Er verlängert sich danach automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht mit mindestens Halbjahresfrist vorher eine Seite kündigt. Ausgehandelt und unterschrieben wurde er bereits Anfang des Jahres mit Datum 1. März 2019. Matthias Kiepke stand da noch dem Verein vor. Er hat seinem Nachfolger Sascha Augustin eine Menge an Zusatzarbeit abgenommen. Dieser konnte sich so nach Amtsübernahme der internen Vereinsarbeit – 650 Mitglieder - widmen.

Tobias Seemeier hatte seinen „Bahnhof“ bereits vorgestellt. Dieser „Kulturpunkt“ – Hinweisschild des Vereins Kultursaison – wird schon recht gut angenommen und erfährt u.a. seitens der Mitglieder des Vereins „BoardSPOrt“ gute Unterstützung. Jannes Ahlers stellte den Verein und seine Aktivitäten seit der Gründung 2015 vor. Kite- und Windsurfen, Wellenreiten und Stand-Up- Paddlen, dazu auch Skateboarden, sind Anliegen des Vereins. Letzteres ist in den Wintermonaten eine Alternative in der Jugendarbeit.  Nach zunächst sogar drei Kursen in den Wassersportarten mit je acht jugendlichen Teilnehmern hat man sich wegen Ausbildermangel leider auf zwei Kurse beschränken müssen. Interessenvertretung, Kooperation mit den Schulen sowie Präsenz vor Ort sieht der Verein als seine Aufgaben. Manche Hürden sind überwunden, einige sollten sich noch überwinden lassen. Sie aber stehen in einem engen Zusammenhang mit den Vorgaben durch das Nationalparkgesetz und betreffen vor allem „Befahrensregelungen“. Hier hofft man auf Lösungen im Interesse der „Boardsport-Ausbildung“ für Einheimische.

Unter Anfragen und Mitteilungen wurden Möglichkeiten von „Skaterpark“ und „Minigolf“ erneut angesprochen. Auch Fragen der Kita-Reform waren Thema. Hier ging es u.a. um Kosten und Elternbeiträge. Sven Jacobsen vom Amt Eiderstedt formulierte dazu so: „Im Hamburger Speckgürtel wird sich das positiv auf die Arbeit in den Kitas auswirken. Wir liegen mit unserer Ausstattung und dem Angebot schon heute über dem Niveau. Die Reform wird für uns kaum Verbesserungen bringen.“

Hans Jörg Rickert, 07. Dezember 2019, HN und www.jb-spo.de

Alle Jahre wieder – Seniorenadventsfeier in der Utholm-Halle

 

„Lustig, lustig, tralalalala! Bald ist Nikolausabend da. Dann stell ich den Teller auf, Nikolaus legt gewiss was drauf“, sangen die Lütten aus dem Kindergarten, und die Seniorinnen und Senioren freuten sich. Die Gemeinde hatte wie alle Jahre zum Seniorenadventskaffee in die Utholm-Halle eingeladen, und viele waren gekommen. Sie brauchten keinen Teller aufzustellen. Die Tische waren gedeckt und für sie gab es außerdem eine Tombola, deren Preise von Geschäften und Unternehmen aus dem Ort gespendet waren. Das hat Tradition, und damit das alles läuft, bringt sich der Sozialausschuss der Gemeinde mit Helfer*innen ein.

Sozialausschussvorsitzende Monika Grutza begrüßte seitens der Gemeinde und moderierte, Bürgervorsteher Boy Jöns entrichtete das Grußwort für Bürgermeister Rainer Balsmeier mit, und Pastor Christian Raap aus Schobüll, der die Vakanzvertretung innehat, sprach seitens der Kirchengemeinde. Reiner Wieben begleitete die Veranstaltung musikalisch auf seinem Keyboard. So vergnügte man sich auch gemeinsam mit dem Singen von Weihnachtsliedern. Alle fühlten sich wieder einmal gut aufgehoben und bewirtet und freuten sich über das gesellige Miteinander.

Hjr, 2. Dezember 2019, www.jb-spo.de

„Macht hoch die Tür‘, die Tor‘ macht weit“

 

Alle Jahre wieder – die Weihnachtsmärkte laden zum Besuch ein

Dieses Jahr fällt der erste Advent auf den 1. Dezember. 24 Türchen sind zu öffnen, dann ist der Weihnachtsabend da. Vorher aber laden zahlreich die Weihnachtsmärkte ein. Zugleich aber kann man überall erleben, dass wir uns auf Weihnachten freuen: Adventlich geschmückt präsentieren sich Häuser, Dörfer und Städte. Wird es dunkler, ist es zauberhaft, wenn die Sichel des Mondes aufsteigt und sich z.B. in Friedrichstadt dem Weihnachtstern im Turm der Remonstranten-Kirche nähert.

Kaum aber sind die Kirchenglocken nach dem Gottesdienst am Ewigkeitssonntag eine Woche zuvor verklungen, beginnen die Vorbereitungen auf die Advents- und Weihnachtszeit. Eben deswegen öffnen Floristik Crantz und Bäckerei Siercks bereits seit Jahren am Sonnabend vorher und stellen alles das vor, womit sie uns dieses Jahr die Adventszeit verschönern möchten. Für die Augen ist es immer wieder wunderbar zu schauen, welche Farbe dieses Jahr bestimmend sein könnte, und für die Geschmacksnerven stimulierend, sich auf Plätzchen, Stollen und Marzipan einzustellen. Feigen, Datteln, Nüsse gehören dazu, aber auch Apfelsinen schmecken jetzt besonders.

 

In St. Peter-Ording bringen die vielen Tannenbäume Licht in die dunkle Jahreszeit. Von der Ordinger Kirche bis zum Kinderspielhaus in der Dorfstraße haben Mitarbeiter des Bauhofes dazu die großen Tannenbäume mit ihren Lichterketten an verschiedenen Plätzen aufgestellt. November-Blues ist out, Jingle Bells is in! Symbolisch erhellen wir von Adventssonntag zu Adventssonntag mit jeweils einer Kerze mehr unser Zuhause und machen es uns mit Adventsschmuck und Tannengrün heimelig.

 

In Friedrichstadt ist seit vielen Jahren am ersten Adventswochenende von Freitag bis Sonntag „Grachtenweihnacht“. Es ist ein kleiner Weihnachtsmarkt, der Ausläufer zur St. Christopherus-Kirche mit dem Kirchmarkt und anderen Orten in der kleinen Stadt hat.-

 

Zum 22. Mal gibt es dieses Jahr jedes Wochenende das Tönninger Weihnachtsereignis im Packhaus am Hafen. Erstmals öffnet es auch zwischen den Tagen am Nachweihnachtswochenende.-

Auf Eiderstedt fällt das erste Adventswochenende in Garding am Sonnabend traditionell mit dem Hasenmarkt zusammen. Um die Kirche St. Christian findet an Adventsmarkt statt. Aus Schloss Hoyerswort startet ebenfalls der Weihnachtsmarkt. Seine Wiederholung findet er am 3. Adventswochenende. Dann öffnet in St. Peter-Ording das Winterdorf auf dem Gelände des Ev. Jugenderholungsdorfes.

Hans Jörg Rickert, 30. November 2019, www.jb-spo.de

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Georg Panskus JB-SPO