2020 November

St. Peter-Ording hat Jürgen Ritter als neuen Bürgermeister gewählt

 

Mit 53,1 Prozentpunkten haben die Einwohner*innen für ihn gestimmt

Man ahnte es, dass es an diesem 15. November zwischen Udo Ketels und Jürgen Ritter eine spannende Stichwahl geben würde. Zeitweise herrschte im Dünen-Hus atemlose Stille. Es dauerte, bis die Ergebnisse eintrafen. Schließlich aber hatte der Rheinländer mit 949 von 1786 gültigen Stimmen die Nase vor dem Eiderstedter, für den 837 ihr Kreuz auf den Wahlzetteln machten. Beide haben sie das Zeug für den Bürgermeister, für einen aber ist die Bewerbung nun erfolgreich verlaufen. Udo Ketels gratulierte seinem Mitbewerber. Jürgen Ritter ist damit der designierte Nachfolger von Bürgermeister Rainer Balsmeier.

„Spannend war es bis zum Schluss“, stellte Rainer Balsmeier in seiner Funktion als Gemeindewahlleiter fest. Es sei tatsächlich eine Wahl gewesen und in St. Peter Ording herrschten keine amerikanischen Verhältnisse, war sein knapper Kommentar. Sein Dank für ihre Bewerbung galt beiden. Den kleineren Blumenstrauß erhielt aus seiner Hand Frau Ketels, den anderen Frau Ritter.

Ein wenig überrascht war Jürgen Ritter dann doch von diesem Ausgang. Seine Freude war zwar ersichtlich, blieb aber dennoch verhalten und war damit dieser Situation angemessen.

 

Das vorläufige Wahlergebnis in Zahlen:

3427 Wahlberechtigte        1796 abgegebene Stimmen          davon 10 ungültig

Wahlbeteiligung 52,4 %  (gegenüber 56,3% im ersten Wahlgang dennoch sehr gut)

 

In den drei Wahlbezirken   ….Bad,          Böhl   und   Dorf entfielen auf

Udo Ketels        331     +    262      +     244  =   837  Stimmen

Jürgen Ritter    289     +    313      +     347  =   949  Stimmen

Hans Jörg Rickert, 15. November 2020, www.jb-spo.de

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Hjr, 19. November 2020, HN und www.jb-spo.de

Der Gemeindewahlausschuss St.-Peter-Ording hat seine Arbeit getan

Das vorläufige Wahlergebnis der Stichwahl zur Bürgermeisterwahl ist richtig

Der Gemeindewahlausschuss der Gemeindevertretung St. Peter-Ording bestätigte in seiner vierten Sitzung in der Aula der Nordseeschule das zahlenmäßige „Gesamtwerk“ zur Stichwahl zur Bürgermeisterwahl in St. Peter-Ording am 15. November. Von den 3427 Wahlberechtigten hatten 1796 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahre von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. 10 Stimmen waren ungültig. Von den 1786 gültigen Stimmen erhielt Udo Ketels 837 (Kandidat der CDU) und Jürgen Ritter 949 Stimmen (Kandidat der AWG).

Das Wahlergebnis wird jetzt ortsüblich bekannt gemacht. Die einmonatige Einspruchsfrist beginnt ab 28. November und endet am 28. Dezember 2020. Alle Unterlagen zur Bürgermeisterwahl gehen an die Kommunalaufsicht. Sie wird aller Voraussicht nach das Wahlergebnis bestätigen. 

Rechtzeitig vor Beginn seiner Amtszeit am 1. Mai 2021 wird Herr Jürgen Ritter dann im Rahmen einer öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung seine Ernennungsurkunde erhalten und mit Eid auf die gewissenhafte Wahrnehmung des Amtes als Bürgermeister der Gemeinde St. Peter-Ording verpflichtet werden.

Schönes Novemberwochenende in Corona-Zeiten

 

Nicht die Seebrücke, sondern die Strände waren das Ziel der Tagesgäste

Wer kann es ihnen verdenken, dass sie nach St. Peter-Ording kommen? – Das Wetter lockte einfach – Corona hin, Corona her. 160 Kilometer von Plön oder von Ahrensburg sind doch keine Entfernung! – Die Anzahl der Kennzeichen von außerhalb war reichlich, so jedenfalls auf dem stark mit Barrieren versehenen Parkplatz bei der Strandkorbhalle Hungerhamm in Ording. So wurde – wenn auch eindeutig nicht erlaubt – der sich anschließende grüne Streifen eben auch beparkt. Viele aber kehrten auch um.- Im Verhältnis zu Saisonzeiten waren es wenige Falschparker.

Das ist stiller Protest gegen eine Einschränkung, die nicht unbedingt sein müsste. Das jedenfalls steckt hinter den Antworten, wenn man denn nachfragt. Der „Gastbürger“ entscheidet für sich. Ja, er nimmt die Ordnungswidrigkeit in Kauf, wohl wissend, dass er nicht nach Recht und Gesetz handelt. Er empfindet diese zu den Auflagen durch Corona als zusätzliche Erschwernis. Irgendwie kann man sogar Verständnis dafür aufbringen.-

Auch die Bermenparkplätze bei der Strandüberfahrt Ording waren sozusagen besetzt. Bei der „Zweiten Heimat“ keine Autos, auch im „Alten Badweg“ nur ganz wenige. Beim „Ambassador“ kein Auto auf dem Hotelparkplatz. Warum auch – Hotelübernachtung nicht zulässig. Auf der Buhne und der Seebrücke noch genügend Platz für weitere Spaziergänger. Die Parkplatzschilder für die Parkpalette und „Dünen-Therme“ zeigten „Grün“. Im „Kieferneck“ freie Plätze und der Marktplatz im Dorf nicht gerade leer, aber auch noch lange nicht voll.-

Eben St. Peter-Ording in Corona-Zeiten - nur keine Atempause wie vor 30 Jahren, als im November für einige Wochen am Ort und auch an den Stränden Stille eingekehrt war.

Hans Jörg Rickert, 09. November 2020, www.jb-spo.de

„Martin“ bleibt St. Peter-Böhl treu – jetzt war er im Vorland

 

Im März 2016 sah ich „Martin“ zum ersten Mal. Jetzt war er mit seiner großen Gänseschar im Vorland von Böhl. Wie im Januar auf dem Grasland in Wittendün gegenüber „Café-Galerie Richardshof“ schien es derselbe Schwarm zu sein mit den insgesamt sechs weißen Gänsen. Deren Federkleid ist zum Teil von grauen Federn durchsetzt. „Martin“ hat im Vergleich zu den anderen etwas mehr Grau.

Bis zu 20 Jahre alt kann eine Graugans werden. Im dritten Jahr werden Graugänse geschlechtsreif. Das käme hin, wenn es denn „Martins“ Nachkommen wären. Vielleicht nimmt die Anzahl der weißen Gänse in den kommenden Jahren zu. Dann könnte davon ausgegangen werden, dass „Martin“ sich als „Stammganter“ durchgesetzt hat.

Hans Jörg Rickert, 08. November 2020, HN und www.jb-spo.de

Siehe auch unter www.jb-spo.de

2020     Januar              „Martin“ ist immer noch da - und hat sein Erbgut weitergegeben

2018     Februar             PLATT – „Martin is wedder dor“

2017     Oktober 2         PLATT - „Kunn dat wohr ween?“

Vögel auf Reisen – Herbstzeit am Grudeweg in Brösum ist Vogelzeit

 

Noch waren sie da, die Stare und die Kiebitze, aber bald werden auch sie nicht mehr anzutreffen sein. Die Scharen der Nonnengänse haben weiter zugenommen. Und die Wacholderdrosseln sind wirklich nur auf Durchreise.

Bis auf die wenigen Rinder und auch einige Schafe ist es am Grudeweg ruhig geworden. Man gönne dem Grün auf den Fennen ruhig einen Blick. So grün wie jetzt wird es im Frühjahr bestimmt nicht mehr sein. Die Gänse werden schon dafür sorgen. Die angekündigte Vogelgrippe scheint hier bis jetzt noch nicht angekommen zu sein.- „Un dat Reit, dat steiht“ – es gehört wie überfall auf Eiderstedt auch hierher und ist eigentlich eine „Wunderpflanze“!

Hans Jörg Rickert, 08. November 2020, www.jb-spo.de

Novemberrose

 

Novemberrose

 

Im Gesträuch so ganz versteckt,

eine Rose nur noch blüht.

Hat des Herbstes Sonne sie erweckt,

dass man sich an ihr erfreut

im bunten Laube weit und breit?

 

Sie sendet uns mit ihrem Gruß

erinnernd Sonnentage.

Schafft Raum in enger Brust

und schenkt wohl neue Lebenslust

als des Sommers letzte Gabe.

 

                                                    Hjr, 9. Nov. 2018

Für die Fahrradfahrer haben die Gemeinde St. Peter-Ording und der LBV SH viel verbessert

 

4,2 km Deichradweg von Böhl bis Süd sind fertig und landschaftlich reizvoll

Im Dezember 2018 stellte Thomas Helmke dem Ausschuss für Bauwesen und Verkehr die Kosten für eine mögliche Sanierung des Deichradweges von Böhl bis Bad vor. Empfohlen wurde die auf eine erwartete Befahrdauer von zehn statt 25 Jahren ausgelegte kostengünstigere Variante. Rund 1 Millon € sollte die 4,2 km lange Strecke von der Böhler Überfahrt bis zum Anschluss an den Regionaldeich bei der Reha-Klinik „Goldene Schlüssel“ kosten. Nun ist die Strecke rechtzeitig vor der Wintersaison fertig. Die Kosten stimmen mit der Planung überein.

Ab 1. November dürfen im Bereich der Deiche wegen der Winterfluten keine Bauarbeiten mehr ausgeführt werden. Was jetzt noch nicht vollkommen in Ordnung ist, kann erst wieder nach der Brutzeit angefasst werden. So sind die Regelungen. Die Einschränkungen noch während der Saisonzeit im August wurden von den Radfahrern akzeptiert.

Das aufwendigste Teilstück war die Strecke vom Leuchtturm bis zur Autoüberfahrt in Böhl. Hier sind die alten Gehwegplatten durch eine aufwendige Pflasterung ersetzt worden, die sowohl den Fußgängern als auch den Radfahrern entgegenkommt. Es ist wie bisher ein kombinierter Fuß- und Radweg, der auf der Deichkrone entlangführt. Besonders reizvoll ist seeseitig der Blick von ihm ins Böhler Vorland und landseitig auf die Dünen mit ihren Tälern, die vor allem im Winter vernässen. Das zeichnet diesen Abschnitt landschaftlich aus. Sehr gut kann auch beobachtet werden, dass hier auf einem Teilstück die Dünenflora in den Landesschutzdeich einbezogen worden und im Laufe der Jahre naturgegeben aufgewachsen ist. Man kann das Fahrrad gut beim Leuchtturm parken, um dann zu Fuß zunächst auf dem Deich einem Besucherinformationssystem zu folgen.

Die Streckenteile vom Leuchtturm bis zur Reha-Klinik sind schon länger fertig. Hier sind Radweg und Deich so asphaltiert worden, dass die Deichberme zum Vorland stärker abfällt. So wird einerseits der Deich sicherer, andererseits werden den Radfahrern Ausweichmanöver erleichtert. Die stärkere Schrägung unterhalb des Radweges muss dabei nur beachtet werden. Landschaftlich ist hier erkennbar, dass sich am Deichfuß bereits ein Süßwasserbereich entwickelt hat, der nicht nur Sträucher, sondern auch Baumarten aufweist, u.a. zwischen Böhl und Süd auch Eichen.

Das Teilstück des Radweges hinter dem Regionaldeich bis zum Dünen-Hus wird im Verlauf der dort für die Strandpromenade noch zu tätigenden Arbeiten saniert.

Auch das Radwegenetz im Ort ist aufgewertet worden

Im Zuge der Sanierung von Hauptverkehrsadern in St. Peter-Ording sind eine Reihe von Radwegen wieder in einen guten Zustand versetzt worden. Das gilt für den Neuweg vom Bahnübergang bis zur B 202 und für die Eiderstedter Straße über den Kreisel Wittendüner Allee bis zur Abzweigung Eiderweg und weiter zur Abzweigung der L 33 in Ehst nach Garding. Der Radweg entlang der Eiderstedter Straße in Richtung Bad ist ebenfalls saniert worden bis zur Abzweigung der Straße Dreilanden in den Ortsteil Bad.- Neu geschaffen wurde mit dem Straßenausbau der Böhler Landstraße (2016-19) durch den LBV beidseitig ein Radfahrstreifen, der vor allen Dingen von den Autofahrern hinsichtlich der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h zu beachten ist. Wenn diese auch immer wieder neu von manchen als zu hoch beurteilt wird, weil durch die Art der Anlage von Fahrbahn und Radfahrstreifen eine hohe Gefährdung für die Radfahrer gesehen wird, ist hiermit eine wesentliche Verbesserung gegenüber vorher geschaffen worden. Straßenbau- und verkehrsrechtlich entspricht aber alles den Vorgaben.- Insgesamt hat sich durch diese Maßnahmen die Radwegesituation entscheidend verbessert.

Zusammenfassung

Frei von Autoverkehr besteht jetzt von der Böhler Überfahrt bis zum Übergang Köhlbrand eine gute Radfahrverbindung.- Parallel zur Straße verläuft von Ehst/ Eiderweg über den Kreisel am Ende der Wittendüner Allee bis hin zum Ordinger Bahnhof eine für Radfahrer geschaffene Fahrbahn, die auch von Fußgängern genutzt werden kann. Wer dann bereit ist, sich nach geeigneten Wegen für eine Radtour umzusehen, hat hinreichend Möglichkeiten und kann von diesen Hauptachsen für Radfahrer sehr viele Ziele ansteuern, und das weitgehend unbehelligt von Kraftfahrzeugverkehr.

Hjr, 05. November 2020, HN und www.jb-spo.de

 

Siehe dazu auch www.jb-spo.de

2018     Juli                   Neuer Naturlehrpfad in St. Peter-Böhl eröffnet

2018     Dezember 2      St. Peter-Ording hat seine Radwege ins Visier genommen

2019     September        In St. Peter-Ording wird zurzeit in die Straßen und Radwege investiert

2020     Juli                   Zeitweiser Asphaltlastverkehr und Sperrungen betreffen ab Montag, 27. Juli

2020, alle

Dieses kleine Zwischenstück bis zum Deich ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. Wie man das (auch)den Klinikpatienten zumuten kann, bleibt ein Rätsel. GPan

„Haus Bevensen“ – Eine Einrichtung der Ev. Kirche hat ausgedient

 

Seit 1960 gab es hier vor allem im Sommer besondere Jugendfreizeiten

Für den Poppenbüller Ove Hansen war das „Haus Bevensen“ vom 15. Februar 1986 an sein berufliches Zuhause. Als „Hausvater“ war der gelernte Radio- und Fernsehtechniker von der Kirchengemeinde Bad Bevensen angestellt worden. Seine Frau Conny und er bezogen damals das 1983 für den Leiter des Hauses gebaute Wohnhaus in der Straße „Zum Böhler Strand“. Ihre Zwillinge Jan und Tim wurden hier groß. Jetzt wohnen Ove und Conny Hansen in Tating. Das Eckgrundstück von insgesamt über 11.000 Quadratmeter mit den vier Häusern an der Ecke „Zum Böhler Strand/Böhler Landstraße“ sind zum Ende des Jahres verkauft. In diesem Jahr waren wegen Covid 19 nur noch Privatpersonen zu Gast.

Vor Ove Hansen lag die Heimleitung zwei Jahre in Händen des Ehepaares Hollenbach. Vor diesen waren es einige Jahre bis 1984 Peter und Brigitte Knoop. Die Saison dauerte jeweils vom 1. März bis zum 30. November. Vier Mitarbeiter gehörten als Saisonkräfte zum Hausteam, ab 2017 waren es nur noch drei. Monika Pohler war schon seit 1974 da. Sie hatte all die Jahre bis zur Stilllegung des Betriebs die Leitung des Reinigungsbetriebes inne. Seit 1990 war Petra Jöns als Hauswirtschafterin und Stellvertreterin des Heimleiters tätig. Mit Ove Hansen scheiden sie jetzt Ende des Jahres aus dem Dienst für das Haus Bevensen.

Angefangen hatte die Geschichte dieser Ferieneinrichtung für Jugendliche in Bevensen. In dem Ort und seiner Umgebung gab es bereits seit 1947 evangelische Jugendgruppen. In der hannoverschen Landeskirche hatten sich der damalige Landesbischof D. Dr. Hanns Lilje und der neu ernannte Landesjugendpastor Hans-Helmut Peters dieser Aufgabe angenommen. In Bevensen war es Pastor Wilhelm Beer. Er hatte die Landgemeinde übernommen.

 

Zu einem ersten Zeltlager hatte man 1947 im Juli für Jungen und im August für Mädchen ins Lopautal – ca. 30 km von Bevensen bzw. von Lüneburg entfernt - eingeladen. Das Lager stand unter der Leitung der „Christlichen Pfadfinder“ und wurde von der Englischen Besatzungsmacht unterstützt.- Die Entfernungen der Zeltlager vom Heimatort nahmen zu. Das erste Sommerlager in St. Peter-Böhl gab es 1955 vom 11. bis 31. Juli. Im Jahr davor war man in Büsum gewesen. Pastor Behr hatte auf der Suche nach weiteren möglichen Orten einen Abstecher nach St. Peter-Ording gemacht und beim Omnibusunternehmer Einsmann einen Zeltplatz gefunden. Auf ihm fanden nun mit eigenen Zelten die Freizeiten statt. Die „Küche“ wurde in einer Scheune eingerichtet.

 

Schon 1957 konnte in unmittelbarer Nähe ein 3.764 Quadratmeter großes Stück Land aus dem Besitz eines „ostzonalen“ Landkreises erworben werden. Zum Sommer 1958 war als erste Baumaßnahme ein 3 m x 4m großes Toilettenhaus fertig. Ein 45 Quadratmeter Wirtschaftsteil mit Küche, vier Mitarbeiterzimmern und einem Schlafboden waren im Frühjahr 1959 vorhanden. Als Tagesraum diente ein großes Hauszelt. Ein 18 m langes Waschhaus mit weiterer Toilettenanlage entstand. Man hatte nach Wasser gebohrt. Der Anschluss an die Trinkwasserversorgung und Kanalisation erfolgten erst später. Gemessen an heutigen Standards war das alles primitiv, damals aber ein ungeheurer Fortschritt. Im Sommer 1960 wurde mit dem Bau des Tagesraumes von 100 m² begonnen. Die Einweihung des Haupthauses erfolgte noch in demselben Jahr, so dass die Teilnehmerzahlen erhöht werden konnten. 1963 wurde der Anschluss des Waschhauses an das Haupthaus vollzogen und später insgesamt den Erfordernissen angepasst (1973). Für die Aufbewahrung der Zelte diente ein 1964/65 geschaffenes Garagenhaus. Im Herbst 1968 konnten durch finanzielle Hilfe des Landkreises Uelzen 8788 m² des Nachbargrundstückes erworben und damit das Deichhaus gebaut werden.

 

Bis Mitte der 1960iger Jahre erfolgten Ausbau und Unterhaltung der Einrichtung durch Spenden und Mithilfen über die Jugendgruppen. Helfende Unterstützung gab es durch den Landkreis Uelzen und die Landesregierung. Rechtsträger des Heimes war der ‚Ev.-Luth. Landesjugenddienst Hannover e.V.‘ Im April 1966 wurde der eigene Verein ‚Ev.-Luth. Jugendwerk Bevensen/St. Peter e.V.‘ gegründet. Er war an das Kirchenkreisamt in Uelzen angedockt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1979 ist das Heim von der Kirchengemeinde Bad Bevensen übernommen worden. Bis 1978 leitete Pastor i.R. Wilhelm Beer die Bevenser Freizeiten, nach ihm dann Pastor Martin Boyken. Seit etwa 1985 war der Kirchenkreis Uelzen Träger. Die Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum hat Pastor i.R. Beer verfasst. - (Erstellt auf Grundlage der Festschrift von 1985)

Das Gelände von Haus Bevensen war seit Jahren gekennzeichnet von Haupthaus (35 Betten) und daran anschließend Eiderhaus (25 B.) entlang der Böhler Landstraße sowie parallel zu ihm dahinter dann das höhere Deichhaus (55 B.). Die große Spiel- und Sportfläche reichte entlang „Zum Böhler Strand“ bis zum Heimleiterwohnhaus. Meistens kamen dann noch mindestens zwölf „Lanco-Großzelte“ auf dem Gelände dazu. Acht Kinder/Jugendliche fanden in ihnen Platz. Im Jahr 1977 erreichte man mit 22.201 Übernachtungen bzw. 19.951 Verpflegungstagen den höchsten Wert.

 

In den Anfangsjahren wurde die Verpflegung von sog. „Küchenmuttis“ übernommen. Deren Kinder konnten dann kostenfrei teilnehmen. Für diese Familien waren vorwiegend die Zimmer im Eiderhaus vorgesehen. Später waren das dann Familien- oder Gruppenzimmer, denn Zimmer in Haus Bevensen konnten von allen gebucht werden. „Haus Bevensen“ war durch seine Randlage in Böhl gegenüber dem Ev. Jugenderholungsdorf im Ort zwar weniger bekannt, aber dennoch durch all die Jahre gut ausgelastet. Ein herzliches Verhältnis hatte sich im Laufe der Zeit entwickelt zwischen Mitarbeiterschaft und vielen Gästen, die dem Haus über Jahre verbunden gewesen sind.

 

Thomas Stockhammer hatte am 19. Oktober angefragt, ob für die Zeit vom 4. bis zum 8. April 2021 noch ein 6er-Zimmer zur Verfügung stände. Auf die Antwort von Ove Hansen, dass das Haus verkauft worden sei, traf umgehend folgende Antwort ein:

„Hallo Herr Hansen, das tut mir sehr leid. Selten habe ich so viel Gastfreundschaft erleben dürfen, und die Erinnerungen sind mir und meinen Kindern so im Herzen drin, dass wir Sie und ihr Haus niemals vergessen werden. Es war eine wunderschöne Zeit. Danke für alles …“

oder von Sven Siefke am gleichen Tag:

„Moin Ove, wir möchten uns nochmal bedanken dafür, dass wir ein letztes Mal dort sein durften. – Und wir möchten auch nochmal ‚Danke‘ sagen für deine Treue zu diesem Haus, das offene Ohr, welches du für uns hattest und deinen tollen Einsatz, den du über die vielen Jahre gebracht und gezeigt hast.“

… und selbstverständlich war das Mitarbeiterinnenteam immer eingeschlossen!

 

Das sind Meldungen von heute. Welche Erinnerungen mögen dann noch vorhanden sein bei denen, die heute zu den Alten gehören und die damals vielleicht als 15-Jährige an den ersten Jugendfreizeiten teilnehmen durften? - Dies kann sich heute kaum noch jemand vorstellen. Autos gab es damals noch wenige: Ford 15 M, VW-Käfer und Opel waren damals die Marken, die zur Wahl standen. Ein Borgward war etwas ganz Tolles, Mercedes wenigen vorbehalten. Die Lufthansa startete 1955 mit fünf Flugzeugen. Jungs trugen Lederhosen, Mädchen Röcke, eben anders gekleidet als heute. Auch noch keine Corona-Pandemie mit Kurzarbeit! Gegen Erkältung halfen heiße Milch mit Honig oder heißer Fliederbeersaft.

Hans Jörg Rickert, 11. November 2020, HN und www.jb-spo.de

Analyseergebnisse zum Verkehrskonzept für St. Peter-Ording

 

Erste Umsetzungsmaßnahmen berät der Verkehrsausschuss am 18. November

 

Interessantester Punkt der Tagesordnung der Sitzung des Verkehrsausschusses war sowohl für dessen Mitglieder als auch für die anwesenden Einwohner – wegen Corona ist deren Anzahl nur begrenzt – die Vorstellung der Analyseergebnisse zum Verkehrsentwicklungskonzept. Sie erfolgte durch Melissa Latzel, Mitarbeiterin des damit beauftragten Büros SHP Ingenieure. Sie informierte überaus anschaulich anhand der umfangreichen Präsentation.

 

Wie es verkehrsmäßig in St. Peter-Ording aussieht, vor allem aber, wie man sich insgesamt an brenzligen Verkehrsknotenpunkten im Ort arrangiert, wurde mittels der bebilderten Unterlagen und auch Filmsequenzen im Zeitraffer mehr als nur deutlich. Hier sind allein aus Gründen der Verkehrssicherheit Maßnahmen erforderlich. Das meinte man schon zu wissen. Jetzt ist es belegbar offenkundig.

 

Festgestellt wurde u.a.: Der Radfahrerverkehr im Ort ist überaus hoch. Die Aufteilung des Raumes für Fußgänger, Radfahrer und Kfz ist in weiten Teilen nicht fair. Es gibt kein einheitliches Parkkonzept. Die Regelungen für die Geschwindigkeiten bedürfen einer grundsätzlichen Überprüfung. Aber das ist längst nicht alles. Auskunft insgesamt darüber gibt die Präsentation.

 

Die 60 weitgehend textarmen, aber sehr informativen Seiten sind aufrufbar über das Portal des Amtes Eiderstedt:  https://www.amt-eiderstedt.de/Amt-und-Gemeinden/Gemeinden/Sankt-Peter-Ording/Aktuelles

 

Die nächste Sitzung des Verkehrsausschusses ist entgegen des in der Präsentation angegebenen Datums erst am Mittwoch, 18. November um 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums der Nordseeschule. Die Sitzung ist bisher ausschließlich öffentlich. Wichtigster einziger themengebundener Punkt der Tagesordnung ist „Erarbeitung von Leitzielen und ersten Maßnahmenideen zur Umsetzung des Verkehrskonzeptes“. Von SHP werden Melissa Latzel und Jörn Janssen informieren und moderieren. Angedacht ist, schon 2021 Maßnahmen zu erproben. Für Februar ist dann eine Bürgerbeteiligung beabsichtigt. In welcher Form die dann durchgeführt werden kann, ob als Präsenzveranstaltung oder Online, muss die Corona-Lage zeigen.

Hjr, 4. November 2020, HN und www.jb-spo.de

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2020 September

Die Vielfalt der verkehrlichen Fragen bereitet Probleme - Hoffnung für Lösungen erwartet man vom Verkehrsentwicklungskonzept

Die Ankündigung in der Tagesordnung war eher ein „Flop“  - Gedankenaustausch zum „nachhaltigen Tourismus“ fand nicht statt

 

Der mit dem Titel „Nachhaltiger Tourismus“ - Gedankenaustausch und Beratungen angesetzte Tagesordnungspunkt hatte bei vielen für die Sitzung des Tourismusausschusses größere Erwartungen geweckt. Aber es gab dazu letztlich nur die Aussage des Ausschussvorsitzenden Jan Duggen (CDU), die von Andrea Gummert-Weist im Juni gestellten Fragen zur Einbindung privater Vermieter in Prozesse sei von hoher Gewichtigkeit, der man auch gerne in vollem Umfange nachkommen möchte. Er habe sich das weniger aufwendig vorgestellt. Die Fragen seien aber beantwortet.- Frau Gummert-Weist erhielt sie von ihm ausgehändigt, ansonsten würden Fragen und Beantwortungen dem Protokoll als Anlage beigefügt.

Auf alle Anwesenden wirkte dieser Eintritt in die Tagesordnung als irgendwie befremdlich. Peter Arndt (SPD) kommentierte das dann auch nach kurzem Nachdenken so: “Dieses Vorgehen ist schon etwas merkwürdig.“ Duggen erläuterte dazu, dass man dieser Thematik in der Tagesordnung so wie gedacht nicht gerecht werden könne. Das erfordere deutlich mehr Vorarbeit. Sein Vorschlag der Vertagung in die nächste Sitzung wurde hinterfragt. Gemeinschaftlich müsse man definieren, „wie wir damit umgehen wollen.“ Von TZ im Dialog bis zu einem politischen Stammtisch reichten die Ideen. Diesen hatte Uwe Kirchner (CDU) angeregt. Was nun genau wird, blieb offen.

Eingeschoben in die Sitzung war danach die Feststellung des Jahresabschlusses der TZ. Er kann damit auch noch in diesem Jahr auf der Gemeindevertretersitzung am 14. Dezember festgestellt werden. Nach dem touristisch überaus erfolgreichen Jahr 2018 weist das Jahr 2019 mit über 1.361 Mio € erneut einen sehr hohen Überschuss aus, so Rainer Balsmeier in seiner Funktion als nun zwischenzeitlich auch wieder Tourismuschef.

Erfreulich dann zunächst seine Mitteilungen: Der Sondernutzungsbescheid für die Strände liegt vor. Er hat Gültigkeit bis zum 31. Oktober 2040. Die beiden Hundeauslaufgebiete sind offiziell mit aufgenommen, ebenfalls die Nutzung von Teilen des Nationalparkgebietes zum Boßeln. Grundsätzlich ist damit nach den Streitigkeiten in den 90iger Jahren ein von allen Seiten akzeptierter Interessensausgleich festgeschrieben worden. Auf der Basis des Vertrages könnten gegebenenfalls Änderungen vorgenommen werden.

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND SH) hat nun auch der Schaffung einer weiteren halben NPA-Stelle aus den Parkplatzgeldern zugestimmt. Damit kann eine volle Stelle ausgeschrieben werden. Von ihr kommen 50 % wie bisher der Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Nationalpark und Tourismus zugute. Die anderen 50% sind für Koordination und Initiierung von Aktionen um das Thema Nachhaltigkeit vorgesehen. Im engeren Sinne geht es dabei um Konzeption von Projekten zur Nachhaltigkeit im Tourismus, die Koordination von Initiativen und Akteuren sowie die Wahrnehmung des Themas in der Öffentlichkeit.

 

Als höchst erfreulich wertete Balsmeier auch die Auswahl St. Peter-Ordings gemeinsam mit Orten aus der Lübecker Bucht mit dem Beitrag  „Innovative digitale Lösungen zur Messung von Auslastungen und zur Besucherlenkung, Tourismus-Agentur Lübecker Bucht AöR & Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording“ unter die 5 Finalisten zum Deutschen Tourismuspreis 2020. Zur Thematikkreative und mutmachende Lösungsansätze für den Deutschlandtourismus in Zeiten der Coronakrise“ waren insgesamt 158 Bewerbungen beim Deutschen Tourismusverband eingegangen.

 

Wegen Corona sind nun auch noch in der Olsdorfer Straße im Dorf wie der Straße „Im Bad“ bis zur Parkpalette Mund-Nasen-Schutzbedeckung (MNB) zu tragen. Die entsprechende Kennzeichnung aller betroffenen Straßen Ort ist erfolgt. Bürgermeister Balsmeier bat eindringlich, die MNB zu beherzigen und sich entsprechend zu verhalten.

Hjr, 5. November 2020, HN und www.jb-spo.de

Siehe dazu unter www.jb-spo.de

2020     Februar             Nachhaltigkeit im Fokus von Tourismus- und Umwelt-Ausschuss

2020     Oktober            Urlaub in St. Peter-Ording in Zeiten von Corona - Das entwickelte

Innovationsprojekt zur digitalen Besucherlenkung hilft

2020     Oktober            Tourismus-Ausschuss beschäftigte sich mit den Folgen von Corona

Freiheit! – Texte und Orgelmusik - Reformationstag 31. Oktober 2020

 

Die ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating hatte am Reformationstag zu einer Lesung mit Orgelmusik unter dem Titel „Freiheit“ in die St. Peter-Kirche eingeladen.

 

Pastor Michael und Pastorin Sylvia Goltz trugen verschiedene Texte vor. Im ersten Teil waren es jeweils die erste Strophe von Kirchenliedern, die Martin Luther verfasst hatte. Im zweiten Teil waren es solche von Nicolaus Decius, Paul Gerhardt und Joachim Neander. Zu diesen gab es immer noch eine zweite ergänzende Lesung. Auf die kurzen Textblöcke folgten immer Kompositionen zu den Kirchenliedern, z.B. Choralfantasie, Toccata oder Ricercar, von Hans Friedrich Micheelsen. Er hat sie 1936 geschrieben und als „Choralmusik für Orgel“ veröffentlicht. Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen spielte sie auf der Lobback-Orgel.

 

Hans Friedrich Micheelsen (* 9. Juni 1902 in Hennstedt (Dithmarschen); † 23. November 1973 in Glüsing bei Hennstedt) war Kirchenmusiker und Komponist.- Von 1922 bis Juli 1933 wirkte er an der Pauluskirche in Brunsbüttel. Von Oktober 1933 bis Sommer 1937 studierte er bei Paul Hindemith in Berlin. Von 1938 bis 1961 war er Leiter der kirchenmusikalischen Abteilung der Musikhochschule in Hamburg. 1954 erfolgte zwischenzeitlich die Ernennung zum Professor. Von 1962 bis 1972 lebte er im Schwarzwald.- Micheelsen komponierte Vokalmusik, Orgelmusik und Instrumentalwerke. Seine Stilmittel reichen von einfacher Tonalität bis zur Zwölftontechnik. (wikipedia)

Für die gut 30 Besucher war es eine abwechslungsreiche, einer Andacht ähnliche kirchenmusikalische Veranstaltung. Christoph Jensen eröffnete sie mit dem Praeludium in D von Dietrich Buxtehude. Michael Goltz leitete mit Worten zum Thema „Freiheit“ ein. Wenn die „Freiheit zur Entscheidung“, z.B. heute eine Maske zu tragen, eine Selbstverständlichkeit ist, gab es diese Art Freiheit zu Beginn des 16. Jahrhunderts nicht. Die Menschen lebten in einer ewigen Angst vor dem Teufel und dem „Fegefeuer“. Luther befreite sie aus dieser vom Papst und „seiner Kirche“ erzeugten Angst, indem er den Menschen damals vermittelte: „Allein der Glaube an Gottes Liebe zählt.“

Mit Texten zum Thema „Wie Freiheit wachsen kann“, darunter auch Textzeilen aus Luthers Schrift „Freiheit eines Christenmenschen“ oder mit der Geschichte „Lockruf der Freiheit“ von Marina Mitrovic wurde an die von Martin Luther angestoßene Reformation der Kirche vor mehr als 500 Jahren erinnert.

 

Das gemeinsam gebetete „Vaterunser“ und der von Pastorin Sylvia Goltz erteilte Segen standen am Ende dieser besonderen Reformationsandacht. Schränkt uns das Covid-19-Virus derzeit auch wieder ein, zeigt sich doch, dass Kirche nicht nur „Kult“ ist, sondern auch kreativ Verwirklichung von Kultur umsetzt. Auch das macht Leben in St. Peter-Ording aus!

Hans Jörg Rickert, 31. Oktober 2020, www.jb-spo.de

Die Hochwasserproblematik fordert viel von St. Peter-Ording

 

Die Komplexität der Gegebenheiten beschäftigt den Bauausschuss

 

Die Gemeinde St. Peter-Ording muss sich, ob sie will oder nicht, intensiv mit der Hochwasserproblematik auseinandersetzen und nach Lösungen suchen. Vor allem die Ortsteile Bad und Dorf sind davon betroffen, da sie nicht den laut Landeswassergesetz erforderlichen Hochwasserschutzstandard haben. Das macht hier vor allem auch eine Bauleitplanung schwierig bzw. derzeit unmöglich. Das betrifft neben weiteren B-Plänen den mit der Nr.1. Besonders dieser steht seit geraumer Zeit in Sitzungen des Bauausschusses im Mittelpunkt von Erörterungen aufgrund der Tagesordnung bzw. wegen mahnender Fragen von Einwohnern. War es zuletzt wegen des Landeswaldgesetzes, ist es jetzt das Landeswassergesetz. Es wurde in seiner Neufassung – in großen Teilen der von 2008 identisch – im November 2019 im Landtag verabschiedet und trat am 1. Januar 2020 in Kraft. Mit bestimmten Einzelheiten und Erfordernissen daraus muss sich die Gemeindevertretung auseinandersetzen.  

 

Das gesamte Gebiet zwischen Regionaldeich und Westmarken – es schließt große Teile von Bad und Dorf ein – gilt als Hochwasserrisikogebiet. Es ist derzeit wegen der Bestimmungen im Landeswassergesetz (LWG) nicht ausreichend geschützt. Zu erwarten ist, dass innerhalb eines Zeitraumes von zweihundert Jahren ein Hochwasserereignis stattfinden wird. Wann dieses der Fall sei, ist ungewiss. Das kann in Kürze sein, vielleicht aber auch erst in 50 Jahren oder auch gar nicht. Um nun jedenfalls für den Bereich zwischen der Straße “Im Bad“ bis Westmarken einen nach LWG erforderlichen Schutzstandard zu gewährleisten, wären entlang der Straße „Im Bad“ mobile Hochwasserschutzwände eine Option.

Der Bereich hinter dem Regionaldeich einschließlich der Strandpromenade bis zur Straße „Im Bad“ von „Maleens Knoll“ bis Reha-Klinik „Goldene Schlüssel“ einschließlich der Strandpromenade hätte damit aber weiterhin keinen ausreichenden Schutzstandard. Deswegen ist für diesen Teil ein Hochwasserschutzkonzept erforderlich, um die Möglichkeiten für eine Ertüchtigung des Regionaldeiches bzw. seine Aufwertung zu einem Landesschutzdeich zu untersuchen. Wäre das dann machbar, könnte dadurch mittel- bis langfristig ein ausreichender Hochwasserschutzstandard für diesen Bereich geschaffen werden, und damit wäre dann auch der dahinter liegende Bereich geschützt. Die mobilen Hochwasserschutzwände wären für den Fall schließlich nicht mehr notwendig.

 

Da das Gebiet links und rechts der Straße „Im Bad“ aber dicht bebaut ist, kann dieses Siedlungsgebiet heute nur dann weiterentwickelt werden, wenn Sicherheit vor Hochwasser gegeben ist. Das betrifft vor allem die B-Pläne Nr.1 („Im Bad“ – Fortuna bis Kieferneck), Nr. 36 (Kieferneck bis Alter Badweg) und Nr.19 (Fasanenweg, Kirchenleye, Deichgrafenweg) sowie auch weitere (u.a. Nr.13 und Nr.15 sowie auch die Strandpromenade). Das bedeutet im engeren Sinne: Gibt es nun für diese B-Pläne ein solches Hochwasserschutzkonzept nicht und bis zu seiner Erstellung zwischenzeitlich zusätzlich auch keine Schutzmaßnahmen in Form von zum Beispiel Hochwasserschutzwänden, kann an diesen B-Plänen nicht gearbeitet werden: Das wiederum bedeutete: sie lägen unbestimmte Zeit auf Eis.

 

Mit dieser Problematik hatte es der Bauausschuss in seiner nun bereits 30. Sitzung seit der letzten Kommunalwahl im Mai 2018 zu tun. Die Mitglieder mussten sich zunächst erst einmal in die Komplexität hineindenken. Bürgermeister Rainer Balsmeier hatte in seiner einleitenden Darstellung zwar deutlich gemacht, dass man sich nicht plötzlich Sorge wegen Hochwasserschäden machen müsse, aber an einem Hochwasserschutzkonzept käme man nicht vorbei und wohl auch nicht an Schutzmaßnahmen in Form von möglichen Hochwasserschutzwänden. Da müssten seines Erachtens Vorkehrungen getroffen werden. Die Kosten für den Hochwasserschutz allein lägen im siebenstelligen Bereich.- Fragen taten sich im Zusammenhang damit hinsichtlich des Regionaldeiches auf: Wie kann er ertüchtigt werden? Oder: Soll er in den Zustand eines Landesschutzdeiches versetzt werden? Das hätte dann wieder Folgen für die Bebauung: Mindestens 50 Meter Entfernung vom Deichfuß statt nur 25 Meter wie derzeit vor der Strandpromenade.

Bauausschussvorsitzender Kurt Kahlke (SPD) meinte: „Das ist ein Thema, das man nicht so einfach händeln kann.“ Die Verwaltung hatte dazu deswegen zwei Beschlussvorschläge erarbeitet. Erstens sollte für das Hochwasserrisikogebiet ein Hochwasserschutzkonzept in Auftrag gegeben, zweitens aber zugleich die Anschaffung und Errichtung von Mobilen Hochwasserschutzwänden auf den Weg gebracht werden, um eben die Bauleitplanung im Hochwasserrisikogebiet weiter umsetzen zu können. Das formulierte Kahlke nach längerer Erörterung nämlich so: „Wir können uns das nicht leisten, B-Pläne so lange auf Eis zu legen.“

 

Bodo Laubenstein (CDU) hatte als erster das Wort genommen und zurückgeblickt „Seit acht Jahren ist uns das bekannt. … Aber das wurde zur Seite gelegt, und nun sollen wir innerhalb von vier Wochen über die Anschaffung und Errichtung von Mobilen Hochwasserschutzwänden beschließen?! Ich möchte erst wissen, was das kostet.“ Mit dem Vorwurf an die Verwaltung, sie habe zu wenig getan und weiteren Einlassungen unter Bezugnahme auf eine Masterarbeit zum Hochwasserschutz und wer denn die Gemeinde sei, die ein Interesse an jener habe, konterte Bürgermeister Balsmeier, dass immerhin seit 2017 auch kein entsprechender Hinweis aus der Politik gekommen sei. Schließlich fand der Bauausschuss nach längerer Erörterung bei Abänderung der Beschlussvorschläge doch noch einstimmig zueinander.

 

Der Gemeindevertretung wurde das Erstellen eines Hochwasserschutzkonzeptes für den Bereich des Regionaldeiches vom Dünengürtel „Maleens Knoll“ bis zur Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel zur Beschlussfassung empfohlen. Dazu soll geprüft werden, ob dieser Deich zu einem Landesschutzdeich umgewidmet werden oder dem Hochwassersschutzstandard eines Landesschutzdeiches angepasst werden soll.- Der Bauausschuss selbst beauftragte die Verwaltung mit der Planung von mobilen Hochwasserschutzwänden, wobei sowohl die Kosten als auch die Konsequenzen für andere Bebauungspläne aufgezeigt werden sollen. Damit möchte man den Weg für eine Bauleitplanung ebnen. Im Gebiet des B-Planes 1 ansässige Bürger*innen fordern diese vehement.

 

Hans Jörg Rickert, 30. Oktober 2020, HN und www.jb-spo.de

 

 

HINTERGRUND – Landschaftliche Gegebenheiten

St. Peter-Ording wirbt mit seiner 12 Kilometer langen Küste und den davor liegenden zum Teil bis zu zwei Kilometer breiten Stränden von den Pütten östlich des Grudeweges hinter dem Landesschutzdeich vor Brösum über Ording bis zum Golfplatz in Böhl-Süderhöft. Aber jeder an der Nordsee weiß auch, dass vom Blanken Hans“ Gefahr droht.

Vom Strandweg bis hin zur Reha-Klinik Goldene Schlüssel aber hat die Gemeinde auf etwa 3 km keinen Landesschutzdeich. Fast bis zur Dünen-Therme ist die Küste „weich“. Hier bietet der Küstendünengürtel mit seinem Bewuchs ausreichenden Schutz. Von ihr an bis hin zur Reha-Klinik „Goldene Schlüssel“ schützt ein Regionaldeich vor Hochwasser. Vor ihm erstreckt sich bis zur Dünenkette ein großflächiges Salzwiesenbiotop mit einem Priel. Hinter dem Deich vor der Strandpromenade und weiter in Richtung der Straße im Bad befinden sich zum Teil Senken. Einst waren es Dünentäler. Die Straße „Im Bad“ liegt wieder etwas höher.

Im Strandläuferweg ist das gut zu erkennen, dass hier einst ein Dünental war und das Gelände entlang des Weges „Kieferneck“ deswegen wieder ansteigt. Offenkundig ist ebenfalls das Abfallen des Geländes in der Straße „Am Kurbad“. Vom sogenannten „Berliner Platz“ über Im Bad“ und dann „Dreilanden“ bis hin zur Einmündung in die Eiderstedter Straße verläuft die vielbefahrene Verkehrsader zwischen Dünengelände. Im Westen reicht es bis zu den Salzwiesenmit den ihnen vorgelagertem neuen Küstendünengürten von Köhlbrand bis zur Seebrücke.

Strände und Salzwiesen vor dem Regionaldeich sind bereits heute bei entsprechenden Hochwasserverhältnissen oft auch schon in den Sommermonaten überflutet. Sein Deichfuß selbst allerdings wird wegen der aufgewachsenen Salzwiesen und zum Teil auch Süßwasserbereichen oft nicht mehr erreicht.

Von der Stöpe Strandweg selbst erstreckt sich über Westmarken bis zum Neuweg der alte Seedeich. Er geht in den Dorfdeich über und bildet heute die zweite Deichlinie. Das Küstengelände davor waren Dünen, auf die der Kirche gehöriges, niedriger gelegenes Land folgte, die Kirchenleye. Sehr gut erkennbar ist das im Ketelskoog.

Hans Jörg Rickert, 30. Oktober 2020,  www.jb-spo.de

Siehe dazu unter www.jb-spo.de

2020 Jan          Am Landeswald- und Landeswassergesetz kommt niemand vorbei

2020 Febr         Orkantief „Sabine“ leitete stürmische Februartage ein

PHACELIA  ENSEMBLE  LONDON – Zweiter Auftritt in St. Peter-Ording

 

Grandiose Musik in der St. Peter-Kirche in einem „sparsamen“ Musikjahr

 

Alle Freunde der Reihe „Musik in der Kirche“ konnten in diesem Jahr am Sonnabend, 10. Oktober erleichtert aufatmen. Gezittert hatte man bis zum Schluss, ob es trotz „Corona“ klappt. Dieses Musikereignis im Programm für das Jahr 2020 konnte dann zum Glück für alle doch stattfinden.

 

Die Überschrift zum Bericht im vergangenen Jahr „Phacelia Ensemble London begeisterte in der St. Peter-Kirche - Pianistin Elisabeth Streichert und fünf weltweit konzertierende Streicher beschenkten ihr Publikum mit grandioser Musik“ wurde nicht nur bestätigt, sondern erfuhr noch eine Steigerung.-

 

Elisabeth Streichert hat das Ensemble ins Leben gerufen, um der Idee von ‚Concertos en Miniature‘ Ausdruck zu verleihen. Ziel der sechs Musiker ist es, von der Pianistin transkribierte Klavierkonzerte für alternative, kleinere Veranstaltungsorte durchzuführen, um das Publikum mit einem intimeren Klangerlebnis zu erfreuen. Das Programm ist immer mit großen Kammermusikwerken verbunden, z.B. Klavierquintetten, Klavier- oder Streichquartetten, um die Beziehung zwischen beiden Gattungen aufzuzeigen.

 

Dieses Mal stand das Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll KV 466 von Wolfgang Amadeus Mozart transkribiert für Klavier mit Elisabeth Streichert und Streichquintett – Antonia Kesel (Violine), Edward Bale (Violine, Viola), Mark Gibbs (Viola), Cecilia Bignall (Violoncello) und Mark Lipski (Kontrabass) im Zentrum. Nach einer kurzen Pause folgte von Felix Mendelssohn-Bartholdy das Sextett in D-Dur op. 110. Mit dem von Litha Efthymiou komponierten Streichquartett ‚Tread Softly‘ von 2015 – hier war es die Uraufführung in Deutschland – begann das Konzert.

Litha Efthymihou ist Komponistin zeitgenössischer Musik. Sie promovierte an der University of Bristol. Ihre Kompositionen wurden von verschiedenen Organisationen, u.a. der PRS Foundation (Woman make Music) und der International Guitar Foundation, in Auftrag gegeben. Solisten wie die Cembalistin Jane Chapman oder das Ligeti String Quartet haben ihre Werke aufgeführt. U.a. waren sie in der Royal Albert Hall zu hören. ‚Tread Softly‘ forderte die Sinne, ließ hören und für sich interpretieren. Weinen, Klage, Bewegung schien man zu vernehmen, leise anschwellend später das Cello, dann scheinbar herzzerreißende Schreie, Klänge wie von Trommeln und das Ganze sich steigernd zur plötzlichen Stille.

 

Irgendwie dazu passend dann Mozart, zuerst die Streicher mit der Wartezeit für die Pianistin, dann die ersten Klänge des Klaviers, die längeren Passagen und im zweiten und dritten Satz die so unterschiedlichen Klangfarben in der Romance und im Allegro Assai, jeweils das Klavier zu Beginn und mit dem fulminanten Schluss nach der Kadenz.- Überaus großer Beifall des Publikums für alle und dazu vom Ensemble für „seine Pianistin“! Das war „großes Orchester“ en Miniature in der St. Peter-Kirche.- Ebenso große Freude bereitete, das Sextett, in dem statt zweier Violinen zwei Bratschen spielen und das Menuett im Finale dramatisch wiederkehrt.

Als Zugabe – ohne die ging es nicht – gab es den zweiten Satz eines Cembalokonzerts von Johann Sebastian Bach. Der erneute große Beifall sagte alles: Dieses Konzert war großartig und zugleich eine „große Entschädigung“ für ein in weiten Teilen anders als geplant sparsames Musikjahr. Schade eben auch, dass die Anzahl der Konzertbesucher wegen der Hygiene-Vorschriften begrenzt werden musste. Doch auch dieser Einschränkung hatten alle zusammen mit einer vorgezogenen zweiten Aufführung am Nachmittag begegnen können, so dass auch denjenigen, die für den Abend keine Karte mehr bekommen konnten, die Möglichkeit für dieses Konzert gegeben war.

Hans Jörg Rickert, im Oktober 2020, www.jb-spo.de

Siehe auch unter www.jb-spo.de 2019 Oktober „Phacelia Ensemble London begeisterte“

Schulverband Eiderstedt stellt sich auf höhere Lasten ein

 

Nicht nur der Medienentwicklungsplan lässt Folgekosten erwarten

 

Die Schulen des Schulverbandes Eiderstedt konnten nach den Sommerferien mit einer Art Normalbetrieb starten, wenn auch vieles „Corona-bedingt“ nicht normal ist. Die Situation bleibt wegen der letztlich nicht einschätzbaren Risiken angespannt. Konzepte für einen neuen Lockdown sind erstellt. Sorgen bereitet das sogenannte Lüftungskonzept. Man ist in den Schulen bemüht, sich so normal wie möglich zu präsentieren und den Umgang mit „Corona“ so zu gestalten, dass er nicht als Bedrohung empfunden wird. Das gilt besonders in den Grundschulen. In der Nordseeschule setzt man seitens der Schüler verstärkt auf Einsicht und die Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen.

 

In der Theodor-Mommsen-Schule mit Außenstelle Tetenbüll werden rund 120,

in der Utholm-Schule St. Peter-Ording 150 und

in der Nordseeschule etwa 680 Schüler*innen beschult.

 

Im Gymnasium sind es rund 500 und in der Klasse für „Deutsch als Zweitsprache“ (DAZ) 15. Hinsichtlich der Personalsituation geht man mit den Gegebenheiten um. Für die Umsetzung der sog. Pool-Lösungen besteht Optimierungsbedarf.

Schulverbandsvorsteher Rainer Balsmeier berichtete zu den Jahresabschlüssen der Haushalte 2018 und 2019. Mit dem für 2019 werde es in 2020 nichts mehr. Der Markt für Schulpersonal sei „leer“, so dass auch ‚nach den Weihnachtsferien‘ nicht mit Einstellungen gerechnet werden kann. Rückkehr Erkrankter in den Dienst sei erfreulich, bringe jedoch aufgrund des Bedarfes leider nur eine kleine Entlastung.

 

Aus dem Sofortprogramm für die Digitalisierung sind 90 Tablets kostenfrei für den Schulverband geliefert worden. Solange allerdings die Breitband-Versorgung nicht gegeben sei, ließe sich das Digitalisierungskonzept nicht zur Zufriedenheit aller entsprechend umsetzen. Auf Dauer werde das mit den Jahren zusätzlich zur Einplanung von Mehrkosten führen. Das betrifft einerseits die Wartung und später dazu die Anschaffung von Ersatzgeräten. Gardings Bürgermeisterin und stellv. Schulverbandsvorsteherin Andrea Kummerscheidt plädierte in Einigkeit mit allen für die Digitalisierung.

Einstimmig erfolgten die Beschlüsse für den Medienentwicklungsplan und die Vorgehensweise für IT-Beschaffungen gemäß Empfehlungsbeschluss des Hauptausschusses wie für den von Sachbearbeiter Ingo Rickert vorbereiteten Beschluss für die vorgezogene Ausschreibung. Um nämlich die geplanten Maßnahmen aus dem Digitalpakt umzusetzen, sind nach dem Vergaberecht grundsätzlich mehrere gegenstandgezogene Ausschreibungen zu tätigen. Durch Rahmenvereinbarungen lässt sich dieses Verfahren förderunschädlich über den Zeitraum 2021 – 2023 so vereinfachen, dass letztlich der Verwaltungsaufwand auf ein Mindestmaß begrenzt wird und damit die Bestellung nach dem aktuellen Bedarf erfolgen kann. Dieses als „pfiffige Idee“ bezeichnete Vorgehen fand einhellig Zustimmung. Über zwei Rahmenvereinbarungen soll das bereits 2020 in die Wege geleitet werden. Das Investitionsvolumen beläuft sich insgesamt auf 527.900 €. Davon hat der Schulverband Eiderstedt einen Eigenanteil von 136.317 € aufzubringen. 391.583 € werden durch Mittel aus dem Digitalpakt finanziert.

 

Stefan Cornils vom Fachbereich „Bauen und Entwicklung“ stellte die Planung für die Neugestaltung des Schulhofes am Gemeinschaftsschulteil im Fasanenweg vor. Die Bewilligung für die anstehende Sanierung des Sportplatzes zwischen Turnhalle und Kita im Rahmen der Städtebauförderung ist zwischenzeitlich eingetroffen. Über das Kita-Förderprogramm kann auch der für die Maßnahmen zur Inklusion erforderliche Außenbereich gestaltet werden. Somit könnte letztlich auch erreicht werden, den kompletten Bereich des Fasanenweges von der Schulstraße bis zur Kirchenleye im Rahmen der Schulwegsicherung als verkehrsberuhigt zu kennzeichnen. „Das wäre schon unser Wunsch“, so Rainer Balsmeier und Stefan Cornils. Bei allen Maßnahmen dürfe man allerdings auch „die Kosten danach nicht aus dem Auge verlieren.“

Hjr, 2. November 2020, HN und www.jb-spo.de

Siehe dazu www.jb-spo.de

2020     Oktober            Der Medienentwicklungsplan für das Förderprogramm Digitalpakt steht

2019     Februar             Sportplatz bei der Utholm-Halle soll umgestaltet werden

Gemeinsame Medieninformation der Nationalparkverwaltung und der Gemeinde St. Peter-Ording - 29. Oktober 2020

Interessensausgleich zwischen Naturschutz und Tourismus

 

Am 31. Oktober ist Stichtag, dann laufen die bisherigen Regelungen für die Strandnutzung in St. Peter-Ording aus. Aber die Verantwortlichen haben rechtzeitig vorgesorgt:

Ein neuer „Bescheid zur Sondernutzung des Meeresstrandes“ wurde erarbeitet, mit allen Beteiligten abgestimmt

– und bei einem Treffen am heutigen Donnerstag (29.) vor Ort vom Leiter der Nationalparkverwaltung Michael Kruse an Bürgermeister Rainer Balsmeier übergeben.

 

„Interessenausgleich“ ist das zentrale Stichwort für das Papier, das die Nutzung der weiten Sandstrände in dem Nordseeheilbad – der einzigen an der Westküste, die innerhalb der Nationalparkgrenzen liegen – regelt. Sowohl das Nationalparkgesetz als auch das Landesnaturschutzgesetz schließen dort Nutzungen wie das Befahren mit Autos, das Parken oder auch Bohlenwege für Fahrräder aus, daher braucht es entsprechende Sonderregelungen.

 

Bereits im November 2018 war der ursprünglich 1999 geschlossene Vertrag dazu um weitere 20 Jahre verlängert worden, per Unterschrift durch den schleswig-holsteinischen Umweltminister Jan Philipp Albrecht und Bürgermeister Balsmeier. Der jetzige Bescheid setzt diese Rahmenvereinbarung konkret um, unter anderem auch zu den neu eingerichteten beiden Hundefreilaufflächen.

 

Alle Beteiligten bewerten den gefundenen Kompromiss als positives Signal für die Kooperation zwischen dem Land und der Nationalpark-Partnergemeinde St. Peter-Ording. „Er ist zudem ein Bekenntnis zum nachhaltigen Tourismus und Zeichen dafür, dass Naturschutz und Tourismus sehr wohl zusammengehen können“, sagt der Leiter der Nationalparkverwaltung Michael Kruse. St. Peter-Ordings Bürgermeister freut sich aus noch einem weiteren Grund über die mit dem Bescheid verbundene Planungssicherheit für die nächsten 20 Jahre: Angesichts seines für März geplanten Abschieds in den Ruhestand hinterlässt er das Feld in der Frage Strandnutzung gut bestellt.

Jeß / LKN.SH – 29. Oktober 2020 – PM – www.jb-spo.de

Eisbahnvergnügen auf dem Marktplatz vom 29. Nov. bis zum 10. Januar

 

Initiative „Wir sind St. Peter-Ording GbR“ will Klein und Groß Freude schenken

 

Michaela Janßen von Janßen Apartments, Birgitt Vergin von Crantz Floristik sowie Günter Klugmann von Camping Biehl in Ording hatten sich mit Vanessa Greve und Nils Stauch aus dem Marketing- & Veranstaltungsbereich der Tourismus-Zentrale und Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff und weiteren Unterstützern im gleißenden Sonnenlicht nicht nur so vor „Jan un Gret“ zum Fototermin in St. Peter-Ording postiert: Ein blauer und ein orangefarbener Seehundschlitten und Schlittschuhe gaben dem ganzen einen besonderen Touch.

 

Und der hat etwas: Vom 29. November (1. Advent) bis zum 10. Januar 2021 wird es auf dem Marktplatz ein Eisbahn-Wintervergnügen für Klein und Groß geben. So jedenfalls hoffen und wünschen es sich die über 80 Unternehmen und Privatpersonen, die das Wintervergnügen und die Initiative „Wir sind St. Peter-Ording“ unterstützen. Gemeinde und TZ haben nicht lange gezögert und diesem Projekt umgehend ihre Unterstützung zugesagt. Für die im Oktober 2020 gegründete Initiative war das eine große Erleichterung. Mit dem „Know-how“ der Marketing- und Veranstaltungsabteilung der TZ wird das Unterfangen professionell begleitet und auf den Weg gebracht, so dass sich möglichst viele Menschen an der Eisbahn erfreuen können.

„Wir möchten DANKE sagen und Einwohnern, Kindern, Gästen und überhaupt allen in St. Peter-Ording Freude schenken“, sagte Marton Nagy in der anschließenden Gesprächsrunde im „Alten Rathaus“. Der Urgedanke sei gewesen: „Welch ein Glück haben wir, in solch einer durch Corona bedingt verrückten Zeit an diesem so schönen Ort zu sein.“ Daraus hat sich dann diese großartige Idee entwickelt. Günter Klugmann blickte kurz auf die Zeit im April und Mai zurück und folgerte, dass es dann trotz Corona für viele in St. Peter-Ording positiv gelaufen ist. „Wir sind gegenüber anderen Orten mit einem blauen Auge davongekommen.“ Für Birgitt Vergin ist es ein „Projekt der Herzen“, aus dem in der Zukunft Positives für den Ort wachsen kann. Das Vorhaben kostet 150.000 € und ist finanziell über die Initiative „Wir sind St. Peter-Ording“ abgesichert. Betriebswirtschaftliche Interessen gibt es nicht. Es wird darüber hinaus Freikontingente für Schulklassen, Vereine und sozial schwache Menschen geben.

 

Wenn die Vorfreude auf das Eisbahnvergnügen bei allen auch groß ist, wird es jedoch nicht ohne besondere Regeln gehen. Die Anmeldung zum Eislaufen ist ausschließlich über ein Online-Ticketsystem möglich. Zeitgleich können nach aktuellem Stand maximal 50 Personen die Eisbahn nutzen, obwohl diese unter normalen Umständen für bis zu 300 Eisläufer ausgelegt ist. Vor Ort gelten die AHA-Regeln (Abstand – Hygiene – Alltagsmaske) und möglicherweise zusätzlich notwendige Regelungen in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens in Nordfriesland. Nähere Informationen gibt es rechtzeitig.

 

„Ich bin total optimistisch“, ergänzte die scheidende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff, „aber man weiß ja nie“, formulierte sie einschränkend. Die Corona-Zahlen lassen eben doch aufhorchen. „Wir haben alle viele Entbehrungen erfahren müssen, aber verantwortungsvoll sind wir gemeinsam damit umgegangen. Nicht umsonst haben wir uns an diesem Ort unter dem Slogan ‚Es heißt Gemeinschaft, weil man gemeinsam alles schafft‘ mit der Situation arrangiert.“ Corona-konform hoffen alle Beteiligten, den Brückenschlag zur Freude an diesem Wintervergnügen zu schaffen und das Miteinander in den Vordergrund zu rücken. Besonders Kinder und Jugendliche möchte man so anregen, ihrer Zukunft positiv entgegen zu schauen.

 

Für Birgitt Vergin ist besonders wichtig, dass alle Unternehmen und Privatpersonen, die dieses Projekt unterstützen möchten, sich gerne bei ihr melden dürfen. „Wir haben es in so kurzer Zeit noch nicht geschafft; alle im Ort persönlich anzusprechen. Wir freuen uns über jede Unterstützung.“

Hjr, 21. Oktober 2020, HN und www.jb-spo.de

„WOCHENENDER“ – extra für Nordseeküste SPO und EIDERSTEDT

 

Vorstellung des Buches für Orte der LTO mit Tönning und Friedrichstadt

 

Was sind die Besonderheiten der Halbinsel Eiderstedt? Welche Geheimtipps und besonderen Orte gibt es zu entdecken? Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen und die „Schatzinsel Eiderstedt“ neu zu entdecken, gibt es jetzt einen exklusiven Reiseführer aus der Serie der WOCHENENDER für jene, die diesen Teil der Nordseeküste schon kennen und lieben und all diejenigen, die sich ab morgen von ihm neu begeistern lassen möchten.

 

In Form einer Kooperation mit dem Frenz Verlag haben die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ SPO) und die Lokale Tourismusorganisation (LTO) St. Peter-Ording / Eiderstedt einen WOCHENENDER Nordseeküste für St. Peter-Ording und die Halbinsel Eiderstedt auf den Markt gebracht. Das Buch mit eindrucksvollen Bildern, puristischem Layout und persönlichen Geschichten überzeugt und macht Lust auf eine Entdeckungstour durch die historische Landschaft Eiderstedt mit ihren „Sehnsuchtsorten“, dem großen Himmel und seiner lichtvollen Weite. Bis 1970 war sie als Kreis Eiderstedt noch selbstverwaltet. Heute ist Eiderstedt ein Teilgebiet des Kreises Nordfriesland mit vielen Eigenheiten, die es kennenzulernen lohnt.-

Dem touristischen Schwergewicht St. Peter-Ording ist ein eigener Abschnitt gewidmet. Zwei Drittel des Buches widmen sich dann verschiedenen Kleinoden von Westerhever bis Tönning und Friedrichstadt. Die „Holländerstadt“ an Eider und Treene gehört unmittelbar dazu. Sie liegt zwischen Stapelholm und Eiderstedt und wurde 1621 gegründet, also vor nun bald 400 Jahren.

 

Die offizielle Buchpremiere fand am 20.10.2020 mit vielen Beteiligten standesgemäß auf Eiderstedt auf dem Deichgrafenhof in Tating im Restaurant „The Duke“ statt. „Wir freuen uns sehr, mit dem WOCHENENDER ein weiteres Projekt gemeinsam umsetzen zu können, welches die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb der LTO SPO / Eiderstedt verdeutlicht,“ erklärte Katharina Siemens, Projektleitung Marketing für die LTO. „Mit dem WOCHENENDER werden wir in den nächsten Monaten einige Marketingaktivitäten durchführen und den Geschichten aus und über die vorgestellten Orte noch mehr Anerkennung geben“, freute sich mit ihr Simone Weilandt, Social Media- und Online-Marketing Managerin der TZ SPO.

 

Constanze Höfinghoff, scheidende Tourismus-Direktorin von St. Peter-Ording und Leiterin der LTO, hatte die geladenen Gäste begrüßt und berichtete, wie es zu dieser Buchausgabe gekommen ist. Für sie sei es „quasi Liebe auf den ersten Blick gewesen“, als ihr zum ersten Mal ein Buch der Reihe in die Hände gefallen war. „Ich war sofort begeistert über die besondere und liebevolle Art der Aufmachung. Und mir war klar: So ein besonderes Reisebuch sollte es auch exklusiv für St. Peter-Ording und Eiderstedt geben.“ Eine persönliche Verabredung mit Eli Frenz Anfang 2019 auf der ITB in Berlin brachte dann den Stein endgültig ins Rollen.

Hjr, 25. Oktober 2020, HN und www.jb-spo.de

 

Der WOCHENENDER Nordseeküste für St. Peter-Ording und Eiderstedt ist zum Preis von 18,00 Euro in den Tourist-Informationen in St. Peter-Ording, im Buchhandel sowie in ausgewählten Concept Stores erhältlich. Online kann er im Erlebnis-Shop der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording unter www.spo-eiderstedt.de/wochenender/shop sowie im Shop des Frenz Verlags unter www.wochenender-buch.de erworben werden.

Der Verein zur Förderung und Pflege der Kirchenmusik trotzt Corona

 

Konzert mit Lisa Schmalz, Florian Sievers und Christoph Jensen

Für Konzertbesucher ist dieses im Zeichen von „Corona“ stehende Jahr gerade nicht gnädig. Aber in St. Peter-Ording gibt es den Verein zur Förderung und Pflege der Kirchenmusik. Es ist höchst erstaunlich, was trotz der Einschränkungen möglich gemacht wird.

Das sind zum einen die besonderen Gottesdienste zu Pfingsten und zur Einführung des Pastorenehepaares Sylvia und Michael Goltz sowie zur Feier der Konfirmation. Sie konnten mit Beteiligung von Kantorei und Posaunenchor stattfinden, weil sich deren Mitglieder einfach mit Üben einbrachten und bleiben als besondere kirchliche Höhepunkte im Gedächtnis.

Aber auch der Musikliebhaber muss in St. Peter-Ording nicht ganz Verzicht üben. Größere Konzertformate mussten zwar ausbleiben, doch mit kleineren Besetzungen hielten die Verantwortlichen des Vereins immer wieder Überraschungen bereit. 

 

So waren es dann am 4. Oktober Lisa Schmalz (Sopran) und Florian Sievers (Tenor), die zusammen mit Christoph Jensen an der Lobback Orgel von der Empore dem „kleinen Publikum“ einen geistlichen Liederabend mit „Kostbarkeiten“ von Bach, Schütz, Händel und Fauré darboten. Die „Ciacona in d für Orgel“ von Johann Pachelbel (1653-1672), das „Allegro B-Dur für Orgel“ von Felix Mendelssohn und „Le Jardin suspendu“ von Jean Alain (1911-1940) gaben den beiden Interpreten zwischendurch die erforderlichen Atempausen und dem Publikum einen anderen Hörgenuss.

Mit dem Duett für Sopran und Tenor op.10 Nr.1 „Puis qu’ici bas tout ame“ von Gabriel Fauré auf das Liebeslied von Victor Hugo sollte das Konzert eigentlich enden, aber dann gab es doch als Zugabe noch die Wiederholung des Duetts „As steals the morn“ aus dem Oratorium „L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato“ von Georg Friedrich Händel.-

Und eines fällt dabei in diesen Corona-Zeiten immer wieder besonders auf: die gegenseitige Wertschätzung von Interpreten und Publikum wie auch untereinander. Es sind Freude und Dank gleichermaßen dafür, dass der Verzicht auf kulturelles Darbieten und Erleben möglichst klein gehalten wird.

Zugleich werden dabei wohl auch Erinnerungen wachgerufen: Lisa Schmalz und Florian Sievers hatten Anfang Mai vor einem Jahr in Wesselburen gemeinsam mit Hinrich Horn, Kantorei St. Peter und Theodor Storms Chor Husum sowie dem „concerto classico“ unter Leitung von Christoph Jensen „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn aufgeführt (siehe 2019 Mai unter www.jb-spo.de)

Hans Jörg Rickert, 26. Oktober 2020, www.jb-spo.de

Das ehemalige Kurheim Köhlbrand im Strandweg ist seit kurzem mit einem Bauzaun versehen. Ansonsten herrscht hier zunächst einmal Stille bezüglich künftiger Bauabsichten. Ein angedachter Baustopp ist vom Tisch, so dass im Rahmen des B-Planes 40 ein Antrag an die Gemeinde eingebracht werden könnte.

 

Die Gemeindevertretung St. Peter-Ording lehnte Antrag einstimmig ab

 

 

Zu hoffen ist, dass die Angelegenheit „Moratorium zu einem Baustopp“ in St. Peter-Ording nun wirklich vom Tisch ist. Die Gemeindevertretung jedenfalls konnte gar nicht anders, als den in der Tagesordnung für die 16. Sitzung unter Punkt 11 formulierten Antrag abzulehnen. Sein Wortlaut: „Die Gemeindevertretung möge ein Moratorium zum Baustopp für alle Großprojekte (i.d.R. sind das vorhabenbezogene Bebauungspläne) in der Gemeinde St. Peter-Ording beschließen, bis die Ergebnisse aus dem beauftragten Verkehrs- und Ortsentwicklungskonzept (VEK und OEK) vorliegen.“ Dreizehn von sechzehn Mitgliedern der Gemeindevertretung votierten gegen den Antrag, drei enthielten sich.

 

Die Vorgeschichte ist länger. Es ging vor mehr als sieben Monaten im Rahmen der regen Bautätigkeit am Ort u.a. um den Bau des „Urban Nature“ und das damals noch in Planung befindliche „Dünenhotel“ (wir berichteten).- Bereits in der Einwohnerversammlung am 7. Oktober 2020 hatte Bürgermeister Rainer Balsmeier darauf hingewiesen, dass man sich hinsichtlich des Antrages zu einem angedachten Baustopp für Neubauten und darunter auch Großprojekten aus der Einwohnerversammlung vom 3. März mit dem Antragsteller verständigt habe, wie man mit der von Unstimmigkeiten geprägten Situation umgehen könne. In der öffentlichen Gemeindevertretersitzung am 14. Oktober hatte man den in der Sache identischen Antrag, der schon im Verkehrs- und im Bauausschuss beraten und abgelehnt worden war, wegen vermeintlicher Formfehler wieder an die Ausschüsse zurückverwiesen. Bezüglich des Umgangs mit der Situation war die Kommunalaufsicht des Kreises deswegen um Rechtsauskunft gebeten worden. Die war eindeutig. Der Bürgermeister berichtete entsprechend:

 

Zunächst habe die Kommunalaufsicht aufgegriffen, was gegeben ist und dazu dann. festgestellt, dass der Gemeindevertretung im Rahmen der Bauleitplanung genügend Möglichkeiten gegeben seien, Bauvorhaben nicht zu genehmigen. Grundsätzlich liege die Planungshoheit bei der Gemeinde. Durch die Entscheidung, die gewünschte Bauleitplanung nicht durchzuführen, können Projekte verhindert werden. Außerdem kann die Gemeinde bei solchen Projekten, die innerhalb von Geltungsbereichen von Bebauungsplänen liegen und einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes bedürfen (vorhabenbezogene B-Pläne), das gemeindliche Einvernehmen versagen.

Letztlich aber kann die Gemeinde aufgrund des Fehlens einer gesetzlichen Grundlage einen generellen Baustopp für (alle) Projekte ab einer gewissen Größenordnung nicht erlassen. Hätte die Gemeindevertretung in der vergangenen Sitzung über den Vorschlag aus der Einwohnerversammlung positiv abgestimmt, wäre das ein Rechtsverstoß gewesen. Dagegen hätte der Bürgermeister dann Widerspruch einlegen müssen.

 

Zunächst gab es dazu seitens Bodo Laubenstein (CDU), Peter Arndt (SPD) und Jan Duggen (CDU) mehr allgemeine als substantielle Kommentare, die bei letzterem in einem den „Maulkorb auferlegen“ mündeten, bis Reinhard Lucassen (AWG) das Wort ergriff: „Wir müssen das Ding doch zu Ende bringen.“ Nach einer dann nur kurzen Denkpause ließ Bürgervorsteher Boy Jöns über den Antrag abstimmen. Schon in der Einwohnerfragestunde war die Formulierung des Antrages kritisch beleuchtet worden, aber auch das war nun in der Sache hinfällig.

 

Eines aber wurde in der Aussprache auch klar, dass formale Schritte in einer Einwohnerversammlung nicht außer Acht gelassen werden können. Das, so stellte Boy Jöns fest, habe man bei der Einwohnerversammlung vor einigen Tagen schon berücksichtigt. „Wir haben gelernt.“

hjr, 20. Oktober 2020, HN und www.jb-spo.de

Spende der Tourismus-Zentrale an das JOS St. Peter-Ording

 

Das Jugendgremium wünscht für die Oberstufenschüler ein „Sofa“

 

Im Frühjahr hatte die Tourismus-Zentrale beim NIT eine Tourismus-Akzeptanz-Studie in Auftrag gegeben (wir berichteten). Es handelte sich um eine anonyme schriftliche Befragung aller Einwohner ab 16 Jahre. 3554 Fragebögen wurden verteilt. Vom 23. Mai bis zum 29. Juni konnten die Beantwortung der Fragen sowohl online als auch offline erfolgen. Mit 37% war die Rücklaufquote gut. Das hatte die TZ gehofft, denn sie hatte als Anreiz vor allem für die Teilnahme junger Leute für jede Rückmeldung eine Spende von einem Euro an das Jos (Jugendzentrum, Offene Ganztagsschule, Schulsozialarbeit) versprochen. Mit den gut 60 verspäteten Antwortbögen war so eine stolze Summe zusammengekommen.

 

Bürgermeister Rainer Balsmeier überreichte nun stellvertretend für die Leitung der TZ die 1373 € an das mit Sandra Philippsen, Daniel Schädler und Frank Mögel anwesende Leitungsgremium des Jos im Rahmen einer dienstlichen Besprechung. Sachbearbeiter Ingo Rickert vom Amt Eiderstedt freute sich mit.

Das Jugendgremium hat sich in der letzten Sitzung für den zweiten Raum die Anschaffung eines Sofas gewünscht. Durch diese Spende kann es noch in diesem Jahr angeschafft werden. Bisher sind dort nur Tische und Stühle vorhanden, aber man möchte es in den Freistunden auch mal gemütlich haben können.

Hjr, 27. Oktober 2020, HN und www.jb-spo.de