2019  Juli

Gemeinsames Ziel: Sich wieder körperlich fit machen und halten

 

Reha-Gruppen aus St. Peter-Ording treffen sich jährlich einmal inTating

Einmal im Jahr heißt es im Sommer für die Mitglieder der Herzsport-, Diabetes-, Orthopädie-, Reha-, Yoga- und Pilates-Gruppen: Auf nach Tating zum Eiderstedter Krog zum „Grillen“. Wer kann und kräftig genug ist, kommt mit dem Fahrrad, die anderen bilden Fahrgemeinschaften. Ob sie nun über den TSV St. Peter-Ording von der DRK-Reha-Klinik Goldene Schlüssel oder über den Verein für aktiven Freizeit- und Rehabilitationssport Eiderstedt von der BG-Klinik kommen, ist ohne Bedeutung. Man kennt sich und hat ein gemeinsames Ziel: Körper, Seele und Geist fit halten bzw. wieder machen. Oftmals war eine koronare Herzerkrankung (KHK) oder Diabetes der Anlass. Da ist es wichtig, sportlich angeleitet regelmäßig etwas zu tun. Gemeinsam ist das eben auch leichter. Solche besonderen Aktionen tragen zusätzlich zum Wohlbefinden bei. Sie fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und stärken vor allem auch das Selbstbewusstsein.

Am 12. April 1997 gründete sich in der DRK Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel eine KHK-Gruppe. Inzwischen gibt es dort eine Diabetes- und eine Wassergymnastik (Orthopädie)-Gruppe sowie zwei Herzsportgruppen. Es sind Gruppen des TSV St. Peter-Ording. Ansprechpartner sind Rebekka Fortmann und Rainer Wilde vom TSV. Die Klinik stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung. Damit ist auch die pflichtgemäß vorgeschriebene ärztliche Begleitung gewährleistet.

Von 1999 ab gibt es die sommerliche Radtour nach Tating. Die Organisation liegt seitdem in Händen von Rainer Wilde. Ärztliche Begleitung war auch dieses Mal mit den Stationsärzten Stephanie Hennes und Kivanc Semizel gegeben. Ein Defibrillator ist immer mitzunehmen. Manch ein Teilnehmer braucht auch Begleitung. So nimmt auch diese an der Aktivität mit teil und gehört dazu. Auch die anderen Gruppen hatten ihre Begleiter dabei.

Traf man sich zunächst im „Schweizerhaus“ im Hochdorfer Garten, ist das Ziel jetzt der Eiderstedter Krog, denn die anderen Reha-Gruppen haben sich an diese Aktion angeschlossen. Fast 80 waren an diesem Tag anwesend. Sechzehn von ihnen waren vom „Goldenen Schlüssel“ per Rad auf Tour gegangen. Im Sommer 1999 waren es ebenfalls so viel gewesen. Rainer Wilde hatte ein Foto von vor 20 Jahren mitgebracht: Astrid und Dr. Goolam Kalla begleiteten damals die Gruppe, zu der z.B. auch Günther Simonsen und Klaus Schulz gehörten. Der Auftrag für den Übungsleiter beim Herzsport ist gleichgeblieben: Folgen von Herzerkrankungen auskurieren und im Wege der Prävention neue Schäden verhindern. Damals wie heute lernen die Teilnehmer, die Risiken mit Hilfe körperlicher Betätigung zu minimieren.

Hjr, 17. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Lammkönigin Heike Marit "Star" des Lammtages im Westküstenpark

 

Lammkönigin Heike Marit Carstensen lebt mit ihrem Freund auf einem großen landwirtschaftlichen Betrieb in Risum-Lindholm. Sie war vor allem bei den Kindern der vielen Gäste im Westküstenpark St. Peter-Ording beliebt. Der „Schaftag“ ist ein ganz wichtiger Termin für sie. Parkbetreiber Peter und Maren Marke freuten sich sehr über ihren Besuch.

Die junge Frau strahlt Fröhlichkeit aus und hatte schöne Karten von sich mit einem schwarzen Lämmchen dabei. Richtig schmuck und zum Knuddeln sah dies aus mit seiner weißen Stirn und auch Nase. „Sowat möögt de Kinner, un op Korten mit ‚Moin‘ staht de Touris“, wusste sie zu erzählen. Sie kommt von einem Hof mit Schafen in Galmsbüll und hat selber fünf Mutterschafe. Sie klärte über die Bedeutung der Schafhaltung für den Küstenschutz auf. Das aber machte sie auf Hochdeutsch: „Die Schafe auf den Deichen halten die Grasnarbe kurz und sorgen dadurch auch für die Festigkeit.“ Schäfer Jörg Immo Gerstenkorn zeigte, wie man die Schafe „aus der Wolle“ schert. Mit einem Walliser Schwarznasenschaf hatte er zwischendurch auch einen kleinen „Kampf“, aber er wusste, wie das Tier beim Scheren zu bändigen ist.

Kreispräsident Heinz Maurus, der stellvertretende Bürgermeister Richard-Flohrs Richardsen und Jörg Friedrich von Sobbe - ehemals stellvertretender Landrat - waren neben anderen als Traditionsgäste gekommen. Der Kreispräsident sprach Markes und ihrem Team vom Westküstenpark Dank und Anerkennung aus. Im Park werden u.a. alte Haustierrassen gezüchtet, und es wird über Seehunde informiert. Das macht Susanne Kühn und lässt die guten Schwimmer zweimal am Tag bei der Fütterung Kunststücke zeigen. Für diese gibt es ein großes Becken mit Meerwasser. Jedes Jahr kommen hier auch Seehundbabies auf die Welt.

Andrea Schepat und Florian Dierks halfen Jörg Gerstenkorn beim Scheren und Eggert Reeder berichtete von Schafzucht und Schafrassen. Puppentheater für Kinder gab es außerdem und viele Bastelaktionen in der Kinderscheune sowie Ponyreiten. Das Team des Westküstenparkes war voll mit eingespannt. Es war richtig was los an diesem etwas kühlen Julitag so ohne Sonne.

Hjr, 14. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Zum 16. Mal hieß es in Ording „Gegen den Wind“

 

Nordsee, Strand, Dünen und Wald und auch Straßen von Ording bis Tümlauer Koog wieder einmal Ausdauer-Arena

Im Jahr 2004 gab es in St. Peter-Ording zum ersten Mal das inzwischen deutschlandweit beliebte sportliche Strand-Dünen-Nordsee-Event „Gegen den Wind“ der Initiatoren Volker Crantz und Luigi Bariani. Dieses Jahr fand das Lauf- und Triathlon-Festival zum 16. Mal statt. Es war nicht gerade sommerlich schön, aber die Temperaturen stimmten an dem Wochenende 13./14. Juli für den Veranstalter und die weit über tausend Aktiven. Alle drei Disziplinen für den Triathlon – Schwimmen, Radfahren und Laufen – konnten am Sonnabend für Schüler, Jedermann und Olympische Disziplin stattfinden, ebenfalls am Sonntag alle Laufveranstaltungen zum Halbmarathon mit „Wattwurmlauf“ (200 m) für die Kleinsten, Schülerlauf (3,3 km), Jedermann (7 km) und Hauptlauf (21 km).

Der anfänglichen Skepsis bei vielen, dass so etwas durchführbar sein könnte, ist inzwischen der Begeisterung bei Veranstaltern und Aktiven gewichen. Es ist sozusagen ein „Familien-Event“ geworden. Schon beim zweiten Mal waren es 700 Aktive. Die meisten haben ihren „Fanclub“ dabei. Manchen Teilnehmern geht es um „sportlichen Erfolg“, anderen einfach um das „Sich-Fit-Halten“ und „Dabeisein“. Eine am Jedermann-Triathlon – über 270 Aktive - teilnehmende Lübeckerin bekannte: „Dieses Event hat einen Suchtfaktor. Ich weiß nicht, wie oft ich schon teilgenommen habe. Es ist anstrengend, aber einfach gut!“ So nebenbei verriet sie dann noch ihr Alter: Sechzig Jahre. Ein ebenfalls nicht mehr gerade jugendlicher Teilnehmer äußerte sich ähnlich, fand es super, die Natur drumherum toll und betonte: „Hier ist das keine Abzocke!“

Kurz darauf startete das Feld nach Einweisung mit dem Schwimmen. Das bedeutete erst einmal durch das Wasser zum Schwimmstart an der großen gelben Ballonboje in Höhe des neuen Mehrzweckpfahlbaus, dann parallel zum Strand schwimmend weiter zur zweiten Boje in einiger Entfernung vor dem Pfahlbau „54° Nord“ und wieder zurück auf den Sand und durch die mit roten Fähnchen gekennzeichnete Laufstrecke zur Wechselzone, danach aufs Rad und anschließend Lauf. Das etwa waren die Zeiten: Gesamtstart zum Schwimmen (500 m) 10:45 Uhr, Ankunft am Strand 10:55 Uhr, Fahrradstart (20 km) ca. 11:15 Uhr, Rückkehr ca. 11:30 und Start zum Lauf über 5 km; dies für jeweils erste Starter beim Radfahren und Laufen. Der letzte Schwimmer war ungefähr 20 Minuten nach dem Start wieder an Land und startete nach Kleidungswechsel aufs Rad und danach ebenfalls zum Lauf.

 

Auch wenn aus den Vorjahren Erfahrungen vorliegen, braucht die Durchführung einer solchen sportlichen Veranstaltung Planungsgeschick und Organisations- sowie Motivationstalent, dazu ein großes Maß an Frustrationstoleranz und vor allem Durchhaltevermögen sowie den „Glauben an sich selbst“. Außerdem muss ein Helferteam zur Verfügung stehen, das ebenfalls mit Begeisterung dabei ist. Das hat Luigi Barani in den Jahren immer wieder bewerkstelligt, nachdem sich Volker Crantz als in den Anfangsjahren treibende Kraft zurückgezogen hatte. „Wir machen das für Luigi“, heißt es deswegen auch bei den meisten der über 150 Helfer an den Stationen, bei der Anmeldung, beim Auf- und Abbau, bei der Essenszubereitung und Ausgabe von Speis und Trank und was sonst noch alles an Personal dazukommt, vor allem auch an den Strecken als Posten und zur Sicherheit. Verkehrsbehörden müssen kontaktiert und Straßen müssen zeitweise gesperrt werden. Polizei, Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst sind wie Gemeinde und Tourismus-Zentrale in das Geschehen eingebunden. Insofern steht zum großen Teil auch ein Ort hinter diesem Event.

Für Luigi Bariani war es das letzte Mal als Veranstalter und Kopf der Organisation. Die Nachfolge ist gesichert, so dass Triathlon und Halbmarathon auch nächstes Jahr in St. Peter-Ording wieder auf dem Plan stehen. Volker Crantz und Luigi Bariani haben für St. Peter-Ording ein Event ins Leben gerufen, das dem Ort mit dem Engagement vieler Mitmacher und Sponsoren ein Aushängeschild geschaffen hat. Beiden gilt Dank für die Idee und ihre Umsetzung und Luigi besonders für sein Geschick und sein Durchhaltevemögen.

„Gegen den Wind“ heißt es immer noch, aber vieles lief in den vergangenen zehn Jahren dann vor allem auch „mit dem Wind“. Wie gut, dass es so gekommen ist. Zu wünschen bleibt, dass es jetzt auch im nächsten Jahr so weiter geht. Die Lübeckerin ist dann bestimmt wieder dabei. Wie sagte sie doch? „Diese Veranstaltung hat einen Suchtfaktor.“

Informationshinweise

Seit 2004 ist im Jahrbuch St. Peter-Ording jedes Jahr in irgendeiner Form über die Veranstaltung „Gegen den Wind“ berichtet worden. Bis 2011 gibt es das Jahrbuch auch gedruckt. Gemäß Veranstaltungstermin ist das bis einschließlich 2019 in den jeweiligen Jahrbuchausgaben im „Sommer“ bzw. in den Monaten „Juni“, „Juli“ oder „August“ zu finden. Die Jahrbuchadresse im Netz ist www.jahrbuch-st-peter-ording.de bzw. www.jb-spo.de

Hingewiesen wird in diesem Zusammenhang auch auf das Helferfest im Netzauftritt für 2017 unter Monat Oktober: „Gegen den Wind – das Event für Jedermann“

Informationen im Internet unter www.gegen-den-wind.com

Hjr, 14. Juli 2019, www.jb-spo.de

Aktive von SHL machten höchst erfolgreich „Lärm in SPO“

 

Veranstaltung zugunsten eines Projektes in Serbien

Vor dreißig Jahren brach der Vielvölkerstaat Jugoslavien auseinander. Der Bevölkerung der Nachfolgestaaten brachte das zunächst Krieg und viel Leid. Auch heute gibt es noch viel zu tun. Dafür setzt sich insbesondere die Schülerinitiative „Schüler helfen leben“ (SHL) ein. Das geschieht über den „Sozialen Tag“ und auch über solche Veranstaltungen wie „St. Peter-Ording macht Lärm“. Dies ist eine Veranstaltungsformat mit jungen Musikern bzw. Bands, deren Erlös aus Beiträgen für Essen und Getränke und bei Aktivstationen in Projekte vor allem nach Südosteuropa fließen (wir berichteten). Diese Aktion findet auch in anderen deutschen Städten statt, aber die Schülerinnnen und Schüler der Nordseeschule St. Peter-Ording sind inzwischen absoluter Spitzenreiter: Bereits zum sechsten Mal fand diese Veranstaltung seit 2014 in jährlicher Folge statt. Das hat bisher noch kein anderer Ort in Deutschland so oft und regelmäßig auf die Beine gestellt.

Rund dreißig Jugendliche von der Nordseeschule ab dreizehn Jahre unterstützten ihre beiden Mitschülerinnnen Lisann Simon und Söre Loof – sie haben gerade ihr Abitur gemacht - bei der Durchführung der Open-Air-Veranstaltung vor der Tribüne beim Dünen-Haus. In ihren Händen lag die Organisation vor Ort. Das SHL-Büro in Neumünster trägt die Verantwortung. Von dort waren Juliane Vorig (20 Jahre) aus Marburg, Irmel Bünemann (19) aus Neuss und Flutura Brakay (23) aus Serbien gekommen. Die Drei arbeiten als Freiwillige (z.B. FSJ oder BFD) ein Jahr für SHL und übernehmen dabei überregionale Aufgaben. Ihr Jahr in Neumünster nähert sich zum August dem Ende.

 

Mit 14 Jahren begann Juliane, soziale Aktionen für SHL mitzugestalten. Sie möchte beruflich auch in Richtung soziale Arbeit etwas machen. Wahrscheinlich wird sie Umweltwissenschaften studieren. Dabei geht es ihr besonders um nachhaltiges Wirtschaften. Flutura war bei Jugendorganisationen in Albanien aktiv und fand es gut, dass sich in Deutschland Jugendliche für Südosteuropa engagieren. Deswegen wollte sie hierher. „Ich habe hier ganz viel gelernt von deutscher Kultur und was Jugendliche machen. Super finde ich, wie die ihre Möglichkeiten in einer Demokratie nutzen und sich so aktiv einbringen.“ Irmel bedauerte, in der Schule so wenig über Südosteuropa erfahren zu haben. Bei SHL sei alles irgendwie besonders. “Wir haben in diesem Jahr vor allem ganz viel für uns selbst profitiert“, sagte sie und erzählte von Veranstaltungen in Schulen und Gesprächen dort mit Schülerinnen und Schülern, aber auch von dem Miteinander bei SHL. „Im Büro sind wir neun und arbeiten und wohnen zusammen.“ Unter den Gästen in St. Peter-Ording war auch eine Gruppe von fünf jungen Leuten aus Jordanien, Österreich, Irland, Bosnien-Herzegowina und Frankreich. Die Bosnierin arbeitete mit im Schülerbüro.

Lisann und Söre waren zufrieden. „Es ist alles gut gelaufen. Die Vorbereitungen waren spannend und haben auch viel Spaß gemacht. Nur das Wetter hätte etwas besser sein können“, meinten sie. Der Besuch war trotz des bedeckten Himmels und etwas Regen gut. Auch die Gruppen kamen gut an. Dass eine Band absagen musste, war schade, aber das wurde geschickt überbrückt, unter anderem spontan mit Soloeinlagen durch Marten Söth von „Brainfork“ und der Spontangruppe „Brainstorm“. Der Spendenbetrag in Höhe von 3160 € fließt über SHL in ein Integrationsprojekt für Roma nach Serbien. Auch dieser ist absolut „Spitze“!

Siehe dazu Vorbericht www.jb-spo.de

2019 Juli               „SPO macht am 12. Juli zum sechsten Mal Lärm“

 

Hjr, 14. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Ein gutes Jahr für Schleiereulen auf Eiderstedt

 

Mit Gebietsbetreuer Armin Jeß auf Tour

Schleiereulen faszinieren allein schon durch ihr Gesicht, wenn man sie denn mal „zu Gesicht bekommt“. Schließlich gehören sie zu den Nachtgreifvögeln und sind selten am Tag zu sehen. Sie fliegen lautlos.- Die Eulenlöcher an den Giebelwänden von Gebäuden sind meistens sehr gut bekannt und auch gut sichtbar. Sie heißen auch Eulenfluchten und bieten den „Jägern der Nacht“ dahinter Schutz und vor allem in früheren Zeiten auf den Dachböden Brutmöglichkeiten. Die sind in den modernen landwirtschaftlichen Bauten nicht immer so gegeben. Deswegen werden hinter den Eulenfluchten oft auch Nistkästen angebracht. Schleiereulen stören sich nicht an Maschinenhallen oder Großgaragen. Da sie Freiflieger sind, müssen sie nur gute Anflugmöglichkeit haben. Dann kann das Eulenloch auch nach innen sein, wie bei Jacob Peter Eggers in Westerhever. Bei der Halle von Edeltraut Wischhusen in Brösum findet der Anflug von außen statt. Diese beiden Nistorte waren das Ziel der Eulentour von Armin Jeß.

Der geborene Eiderstedter ist Gebietsbetreuer des Landesverbandes Eulen-Schutz Schleswig-Holstein e.V. Drei bis vier Unterstützer hat er in der Region von Koldenbüttel bis Westerhever zu Hilfe. Das ist vor allem wegen der Sicherheit wichtig, hängen die Nistkästen doch häufig in vier bis sechs Meter Höhe. Es sind Zweiraumhöhlen. Hinter dem Flugloch ist sozusagen der Flur und von ihm aus geht es in die größere Bruthöhle. Mit den Jungeulen können es bis zehn Vögel sein. Klein ist eine Schleiereule mit 30 bis 35 Zentimeter Körperlänge und 300 bis 400 Gramm gerade nicht. Die langflügelige und langbeinige Eule erreicht eine Flügelspannweite von 85 bis zu 95 Zentimeter und hat recht kurze Schwanzfedern. Männchen und Weibchen ähneln einander sehr. Weibchen sind im Allgemeinen etwas größer und dunkler gefärbt.

Armin Jeß ist schon als Schüler mit den Eulen in Kontakt gekommen. Mit Thorsten Künnemann und anderen zusammen hatten sie am Nordseegymnasium eine Umweltgruppe gegründet. Zu ihren Aufgaben gehörte auch der Eulenschutz. Von 1990 bis noch in seine Studienzeit 2002 hinein hat er sich dieser Aufgabe angenommen, und nun wieder seit 2013. Derzeit betreut er auf Eiderstedt mit seinen Helfern rund 60 Kästen für Schleiereulen und 20 für Steinkäuze. Beide Arten brauchen offenes Gelände. Das ist auf Eiderstedt durch die Grünlandwirtschaft vorhanden.

In diesem Jahr hat er bisher 27 Bruten mit 176 Jungvögeln gezählt. Es ist nach dem trockenen und heißen Jahr 2018, in dem nicht viele Eulen wegen der extremen Bedingungen zur Brut geschritten sind, ein gutes Eulenjahr. Hauptnahrung der Eulen sind Feldmäuse. Von ihnen hängt die Eulenpopulation ab.- Ein „gutes“ und ein „schlechtes“ Kontrollergebnis brachte die letzte Eulentour: In dem einen Gelege war nur noch ein Ei. Die Euleneltern hatten die Aufzucht aufgegeben. In der anderen Eulenwohnung waren es sieben Küken und dazu noch ein Ei. Unterschiedlich groß sind die Jungen, denn je nach Eiablage – die erfolgt alle zwei Tage – schlüpfen sie auch nach jeweils 30 Tagen Brutzeit. So war das älteste Eulenküken 13 Tage, das jüngste gerade einen Tag alt. Der Größenunterschied ist gewaltig. Das hängt auch von dem weißen Flaum ab. Das jüngste Küken war noch ganz nackt und die anderen mit mehr oder weniger Flaum, die zwei ältesten schon mit Eulengesicht. Sie wärmen sich in Form einer Pyramide. Die beiden Elternvögel waren nacheinander ausgeflogen, als Armin Jeß den Deckel der Eulenwohnung anhob. Sie hatten gleich in der Nähe aufgebaumt, waren aber nicht mehr zu orten.- Vielleicht gibt es im September noch einmal eine Brut. Das aber „entscheiden“ die Altvögel für sich. Abhängig ist das von dem Nahrungsangebot. In diesem Jahr wurde bereits Anfang März die erste Schleiereulenbrut in Schleswig-Holstein gemeldet.

Hans Jörg Rickert, 16. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Gottes Segen liegt bestimmt über der Kirche St. Martin in Vollerwiek

 

Die Gemeinde Vollerwiek auf Eiderstedt hat ein Kleinod. Das ist ihre Kirche St. Martin. Sie steht wie alle Eiderstedter Kirchen auf einer Warft. Es gibt sie seit 1113. Fünf weitere Kirchen der Landschaft sind ebenfalls um dieses Jahr entstanden. Es sind St. Martin in Osterhever, St. Michael in Welt, St. Katharinen in Katharinenheerd und St. Anna in Tetenbüll. 1888 war das Vollerwieker Kirchlein nach Westen hin verlängert worden. Trotzdem ist sie „klein“.

Vielleicht ist gerade das ihr Glück, denn der Bau ist bereits in den Jahren 2010 bis 2012 mit Pfahlgründung von Westen her und Neueindeckung sowie Mauerankern an der Westfront restauriert worden. Ihr Inneres ist im Wesentlichen dank der Tätigkeit und des Engagements der Gemeindeglieder und des Fördervereins Eiderstedter Kirchen in einem sehr guten Zustand.

Das große Banner „Du bist mein Schutzengel! – Kirchen retten – und Schutzengel werden!“ gilt für all die anderen Kirchen auf Eiderstedt. Sie sind zum Teil stark in ihrer Substanz gefährdet und baufällig. Deshalb ist seitens des Bundes ein Förderungsprogramm in Höhe von 19 Mio € aufgelegt worden. Seitens des Kirchenkreises und der Gemeinden sind davon 9,5 Mio € aufzubringen.

Die Vollerwieker sind „aus dem Schneider“. Sie haben das selbst in die Hand genommen und sind deswegen zu Recht nicht nur ein wenig stolz, dass ihr Kirchlein jetzt so dasteht. Sonst hätte das nämlich anders ausgesehen, weil vor allem im Westteil das Bauwerk abgesackt war. Deshalb war auch die Pfahlgründung notwendig geworden. Sie reicht bis unter das Gebäude und liegt versteckt unter den Feldsteinen vor dem Eingang.

Das konnte man kürzlich anlässlich einer Kirchenführung erfahren, die im Rahmen einer Reihe mit einem vorangestellten Orgelkonzert mit Elisabeth Weisenberger aus Garding am 4. Juli in Westerhever in der St. Stephanus-Kirche begonnen hatte. In Vollerwiek stellte die Organistin die kleine Sauer-Orgel – sie hat nur ein Manual - vor und brachte Musik aus der Zeit von Nikolaus Bruhns (*1665 Schwabstedt, +1697 Husum) bis heute zu Gehör, die sie jeweils kurz erläuterte.

Die stellvertretende Kirchengemeinderatsvorsitzende Hannelore Riepl führte in die Geschichte der Kirche seit ihrer Gründung ein, und Küsterin Karin Vorbau nahm danach die Führung vor. 24 Gäste hörten höchst interessiert zu, angetan von der Art und Weise des Ablaufes und des jeweiligen Vortrages.

St. Martin hat alles, was zu einer evangelischen Kirche gehört. Manches davon ist besonders wie die Emporenkanzel mit Tür, Treppe und Schalldeckel oder der zu- und aufklappbare Altar mit seiner Bebilderung sowohl des Golgatha-Geschehens als auch der Apostel, der Evangelisten und Bibelszenen. Ein kleiner Beichtstuhl im Chorraum gehört dazu und eine normal große Taufe im Kirchenschiff. Das Triumphkreuz weist einen Gekreuzigten auf ohne Dornenkrone. Eine Art Lettner trennt den Chor von der Gemeinde. Insgesamt 18 Bänke, 9 auf jeder Seite, davon jeweils vier mit verzierten Gestühlswangen, bieten 72 Kirchenbesuchern Platz. Kopien von Cranach-Bildern von Luther und Melanchthon schließen an die Empore mit fünf Bibelszenen in Höhe der Kanzel an. Ebenfalls die fünf Reliefs an den Wanden, zwei im Chor, drei an der Südseite, laden zum genaueren Hinsehen ein.

Ein Kirchenbesuch lohnt sich! Ein wenig mehr Zeit sollte man zum Verweilen mitbringen, um die vielen kleinen Einzelheiten zu erkennen. Der Rundgang um die Kirche danach lässt ihre Einbettung in die Landschaft erkennen und schafft zusätzlich besondere Eindrücke. Dass St. Martin einst Süd- und Nordtür hatte, bemerkt der Betrachter dann auch.

Die Orte Vollerwiek, Welt, Grothusenkoog und Katingsiel gehören zur Kirchengemeinde Welt-Vollerwiek. Sie wiederum gehört zum Bereich Eiderstedt Mitte.

Für St. Anna in Tetenbüll gab es am 18. Juli eine Kirchenführung. Die nächsten Termine sind jeweils am Donnerstag um 19.00 Uhr am 25. Juli für St. Katharina in Katharinenheerd, am 1. August für St. Martin in Osterhever, für St. Johannis in Poppenbüll am 8. August und danach ausnahmsweise am Dienstag, 22. August um 10.30 Uhr für St. Christian in Garding. Elisabeth Weißenberger spielt dazu immer auf der zugehörigen Orgel.

Hans Jörg Rickert, 15. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Verkehrsausschuss setzt in seiner ersten Sitzung ein Zeichen

 

Ausschreibung für ein ganzheitliches Verkehrskonzept soll erstellt werden

Immer wieder war es in Sitzungen gefordert worden: Ein ganzheitliches Verkehrskonzept für St. Peter-Ording. Dafür zu sorgen hat nun der neu geschaffene Verkehrsausschuss der Gemeinde. Ihm gehören an Kurt Kahlke (SPD, Vorsitz), Christian Ott (AWG, StV), Thorsten Malorny (CDU), Monika Grutza (SPD), Ingrid Brill (CDU), Wiltrud Kraas (FDP) und Hans-Wilhelm Groth (CDU). Einstimmig beauftragten sie in der ersten öffentlichen Sitzung die Verwaltung, auf der „Grundlage des beigefügten Leistungsverzeichnisses eine Ausschreibung zur Erstellung eines Verkehrskonzeptes durchzuführen.“ Wichtig: Das Konzept soll für den gesamten Ort unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibender und Gäste erarbeitet werden.

Im Rahmen von zwei Arbeitssitzungen waren schon grundsätzliche Ziele für die Verkehrsentwicklung sowie eine Leistungsbeschreibung für das Konzept formuliert worden. Folgende Ziele wurden definiert: (1) Optimierung/Reduzierung des Fahrzeugverkehrs, (2) Verbesserung des Parkplatzangebotes – Bewirtschaftung, Neubau, Ausschilderung, (3) Radverkehr sicher und attraktiv führen – unter Einbeziehung der vorhandenen Fernradwege und der Schulwege, (4) Fußgängerverkehr sicher und attraktiv lenken mit Beachtung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und unter Berücksichtigung der Schulwegsicherung, (5) Ausbau der Angebote für E-Mobilität; (6) Verbesserung der Besucherlenkung, (7) Lieferverkehre im Ort steuern. Der Punkt „Vision autofreies St. Peter-Ording“ wurde in der Sitzung hinzugefügt.

Vorgestellt worden ist ein Neun-Punkte-Plan der zu erbringenden Leistungen von „Grundlagenermittlung/Bestandserfassung“ über u.a. gegenseitigem Austausch zwischen Politik und Verwaltung, höchstens drei Ausschuss-Sitzungen pro Jahr und Abstimmung mit der Verkehrsaufsicht und weiteren Trägern der öffentlichen Belange bis zu „Ergebnispräsentation und Erstellen eines Abschlussberichtes“. Für den Fall einer Beauftragung eines Ortsentwicklungsplanes hat auch eine Abstimmung zwischen den jeweiligen Planungsbüros stattzufinden. Bei der Vergabe sollen neben der fachlichen Expertise vor allem auch Erfahrungen mit der Erarbeitung von vergleichbaren Verkehrskonzepten und Kompetenzen in der Moderation von Planungsprozessen entscheidende Kriterien sein.

Bereits gelaufen sind die Markterkundung. Demnach gibt es 5 Firmen in Schleswig-Holstein und mehrere im Bundesgebiet. Die Aufforderung an Planungsbüros ist inzwischen erfolgt. Bis Mitte August sollen die Angebote vorliegen. Die Auftragsbearbeitung muss verbindlich spätestens im Dezember 2019 beginnen und Ende 2021 abgeschlossen sein.- Die Gemeindevertretung soll in ihrer Sitzung am 26. August die Ermächtigung des Bürgermeisters zur Auftragserteilung beschließen. Bis Ende August sollen die persönlichen Vorstellungsgespräche der Planungsbüros und die Vergabeentscheidung stattgefunden haben. Das Vergabegremium wurde besetzt mit Bürgermeister Rainer Balsmeier, Sven Jacobsen vom Amt Eiderstedt und den vier Ausschussmitgliedern Kurt Kahlke, Hans-Wilhelm Groth, Wiltrud Kraas sowie Christian Ott.

Im Zeitraum 29. Juli bis 4. August sind für den Donnerstag, Sonnabend und Sonntag an zehn Knotenpunkten zur Ermittlung von Basisdaten Verkehrszählungen vereinbart. Die Standorte für die Messgeräte sind: (1) Utholmer Straße/ Dreilanden, (2) Strandweg/ Dreilanden, (3) Im Bad/ Dreilanden, (4) Alter Badweg/ Im Bad, (5) Eiderstedter Straße/ Neuweg/ Schulstraße, (6) Heedweg/ Dorfstraße/ Pestalozzistraße, (7) Eiderstedter Straße/ Nordergeest, (8) Kreisel Wittendün, (9) Böhler Landstraße/ Heideweg sowie (10) Böhler Landstraße/ Pestalozzistraße.

Informationen gab es seitens des Amtes durch Christoph Thimm und Sven Jacobsen über erfolgte Geschwindigkeitsmessungen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Geschwindigkeit in den 30-Zonen durchschnittlich bei 45 km/h liegt.- Am 27. Juni hat mit Beteiligung von Kreis Polizei, Amt Eiderstedt und Gemeinde eine Verkehrsschau stattgefunden. Ein Ergebnis wird manche Anlieger im Dorf freuen: Das Verbot der Einfahrt vom Wittendüner Kreisel in die Dorfstraße wird aufgehoben. Bis zur Ostlandstraße kann dann in beiden Fahrtrichtungen wieder Verkehr stattfinden wie schon zu Zeiten der Sperrung der Böhler Landstraße.

Hjr, 8. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

 

WICHTIGE INFORMATIONEN zu den Projekten

Hotel de Dün, B-Plan 79

und

Städtebauförderung „Zukunft Daseinsvorsorge“ Bürgerforum am 26. Juni

in Form der Präsentationen sind im Netz zu finden unter

www.amt-eiderstedt.de über Rubrik „Amt und Gemeinden“ (oben links, dann nach unten zu) „Amt Eiderstedt“ (und weiter nach unten zu) „Bauleitplanung der Gemeinden“ (Klicken) und „Aktuelles“ (Klicken) ergibt:

Gemeinde Sankt Peter-Ording

Präsentation frühzeitige öffentliche Beteiligung zum Bebauungsplan Nr. 79 der Gemeinde Sankt Peter-Ording (PDF, 10,6 MB, 09.07.2019)

Gemeinde Sankt Peter-Ording und Gemeinde Tating

Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Gemeinden Sankt Peter-Ording und Tating - Präsentation 2. öffentliche Informationsveranstaltung (PDF, 8,2 MB, 09.07.2019)

„Vivaldi and Friends“ – erfrischend mit Herz präsentiert

 

Im Jahresprogramm Musik in der Kirche 2019 war das Hamburg Stage Ensemble für den 7. Juli angekündigt mit dem Programm „Vivaldi and Friends“. Aufgeführt werden sollten A. Vivaldi „Die vier Jahreszeiten“, W.A. Mozart „Eine kleine Nachtmusik“ sowie Werke von A. Dvorak, J. Brahms und E. Elgar. Weltbekannte Komponisten und weltbekannte Kompositionen. Wahrscheinlich keine Überraschungen. Stimmte, denn das waren der „Slawische Tanz Nr. 2 in e-moll“, der „Ungarische Tanz Nr.1 in g-moll“, „Salut d’Amour, Op.12“ und der „Ungarische Tanz Nr. 5 in g-moll“.

Das Publikum war begeistert. Der Beifall steigerte sich und war am Ende groß. Was war geschehen? Das Hamburg Stage Ensemble in der Besetzung Arsen Zoroyan (Solovioline) und Vahan Gaspayan (Cembalo) – beide aus Armenien und „nur“ bei „Vivaldi“ und zwei Zugaben vor der Pause beteiligt – sowie über den ganzen zweistündigen Konzertabend in der St. Peter-Kirche Sarah Wewer (1. Violine, Deutschland), Annabelle Dugast (2. Violine, Frankreich), Narine Zakharyan (Viola, Armenien), Nariman Akbarov (Violoncello, Aserbeidschan) und Lenard Liebert (Kontrabass, Deutschland) hatte dem Publikum einfach seine Vision vermittelt; „Musik nicht nur zu spielen“, sondern in einer Klangvielfalt und Professionalität so erfrischend mit Herz vorzutragen, dass sich das Publikum über so viel Freude an Musik mitfreuen musste und das überaus gerne tat.

Der Funke zwischen Publikum und Musizierenden war schon zu Beginn schnell übergesprungen, dass es gar keine Frage mehr war, ob es nun am Ende zwei Zugaben gab. Eine dritte wäre auch noch möglich gewesen, aber warum?  Nach einem Tango darf man auch aufhören. – Es war ein wunderbar leichtes Konzert zum Freuen.

Siehe auch im Netz unter: hamburg-stage-ensemble.com

Hans Jörg Rickert, 8. Juli 2019, www.jb-spo.de

Zweites Bürgerforum zur Daseinsvorsorge im Rahmen der Städtebauförderung fand statt

 

Ergebnisse der ersten Veranstaltung vom November vorgestellt

Gemeinden wie St. Peter-Ording müssen bei Aufnahme in die Städtebauförderung einen langen Atem haben. Im Frühjahr 2018 war nach einem Vorlauf die Aufnahme in das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ erfolgt. Gefördert werden können Maßnahmen zur Infrastruktur und Daseinsvorsorge im Bereich des erweiterten historischen Dorfkerns. Zunächst aber muss gemeinsam mit der Gemeinde Tating, deren Bevölkerung bei dieser Art Förderung zur Hälfte zu St. Peter-Ording gerechnet wird, die Entwicklung einer Strategie erarbeitet werden. Mit der Erstellung des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge für beide Orte wurden das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung in Kooperation mit der BIG Städtebau beauftragt.

Bürgermeister Rainer Balsmeier wies darauf hin, dass der Bereich „Wohnen“ ausgelagert worden sei, um hier zwecks Erstellung eines Wohnraumkonzeptes weiter „sauber zu ermitteln und tiefer einzusteigen“. Deswegen ginge es bei diesem zweiten Bürgerforum darum, die aufgrund des ersten Forums im November zusammengetragenen Fakten und die daraus gezogenen Folgerungen vorzustellen, erläuterten dann Fabian Maaß von GEWOS und Andreas Kiefer von BIG. Ziel dieser Foren ist eine Bestandsanalyse.

Für die Felder (1) Kinderbetreuung und Bildung, (2) Gesundheit und Pflege, (3) Verkehr und Mobilität, (4) Einzelhandel und Nahversorgung, (5) Gemeinschaftsleben, Freizeit und Kultur und (6) Feuerwehr wurden Leitbild und Entwicklungsziele benannt und entsprechende Maßnahmen und Handlungsempfehlungen vorgeschlagen. Für die einzuleitenden Maßnahmen ist ein gut abgestimmter Businessplan zu erarbeiten. Über die einzelnen Maßnahmeprojekte soll eine Anpassung der städtebaulichen Infrastruktur erreicht werden, durch die als Nachfolge ein langfristig bedarfsgerechtes und in die Zukunft gerichtetes Angebot geschaffen wird.

Nach der Auswertung des ersten Bürgerforums sind Gespräche geführt worden mit den Schulen, der Kindertagesstätte, Vereinen und Kulturgruppen, um die Bedarfe näher auszuloten. Der die Städtebauförderung stetig begleitende Projektbeirat ist einbezogen. Um zukünftig veränderte Bedarfe der Daseinsvorsorgestruktur festzustellen, sind positive wirtschaftliche Entwicklungen an Zugangspotentialen und die Altersstrukturentwicklung bis 2030 zu berücksichtigen. Als Leitsatz wurde formuliert: „Erhalt und Stärkung der Daseinsvorsorgestrukturen in St. Peter-Ording und Tating für einen familienfreundlichen, barrierefreien und ganzjährig gut versorgten, attraktiven Wohn- und Lebensraum für Einheimische.“

Hinsichtlich der Felder gab es sowohl Positives als auch zu Beachtendes. Die Zufriedenheit im Bereich Bildung darf nicht zum Ausruhen verleiten. Die Angebote sind zu erhalten und zu stärken, der Gemeinschaftsschulteil ist in mehrfacher Hinsicht aufzuwerten. Für Gesundheit und Pflege sind Angebote vorhanden, aber oft nicht für alle zugänglich. Der Bereich Pflege ist personell überlastet. Verkehr und Mobilität bedürfen größter Aufmerksamkeit. Ein zu hohes Verkehrsaufkommen herrscht vor allem während der Saison. Das Fazit für den Einzelhandel ist weitestgehend positiv. Das Gemeinschaftsleben ist gut, aber für Jugendliche würden Freizeitangebote fehlen. Bei der Feuerwehr fallen etliche Bedarfe an, u.a. Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses.

In der regen Aussprache wurde u.a. deutlich: „Tating gehört mit zu St. Peter-Ording“ – so dessen Bürgermeister Hans Jacob Peters. Wie ließe sich dies verbessern, vor allem auch im Hinblick auf die derzeitig eingeschränkte Mobilität der Busnutzung z.B. zum Strand.- Der angedachte Standort der Rettungswache beim Flugplatz ist nicht ideal.- Bezüglich der Freizeitgestaltung steht es frei, alle Angebote des touristischen Angebotes – das ist reichhaltig – zu nutzen.- Noch ist die hausärztliche Versorgung gegeben, aber für die Zukunft stellen sich Fragen: Wie sieht es mit einem Medizinischen Versorgungszentrum aus? Welche Förderprogramme gibt es? Gibt es wirtschaftliche Betreibermodelle? Lassen sich die niedergelassenen Ärzte für Denkmodelle gewinnen? Ohne sie ginge das nicht, war man sich einig. Eine 66-prozentige Förderung ist aber nur dann möglich, wenn die ärztliche Versorgung im Untersuchungsgebiet angesiedelt werden könnte.

Rainer Balsmaier zog am Ende der Veranstaltung des zweiten Bürgerforums ein grundsätzlich positives Resümee. Der Weg der Umsetzung erfordere allerdings weiterhin viel Kraft und vor allem Ausdauer.

Hjr, 8. Juli 2019, HN und ww.jb-spo.de

Siehe auch www.jb-spo.de

2017      Juli         St. Peter-Ording beantragt Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm

2018      April2    Bauausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung Zustimmung

2018      Nov.      Die Wohnbevölkerung von St. Peter-Ording und Tating wurde befragt

Zum Interview mit Ralf Bauer kamen viele zur Event-Bühne

 

Ralf Bauer könnte sich glatt noch einmal „Gegen den Wind“ vorstellen. „Das war sexy! Sylt war im Gespräch. Ich war froh, dass es dann St. Peter-Ording geworden ist. Dieser Strand!“ – waren seine ersten Worte. Anlässlich des Multivan Windsurf Cup war der bekannte Schauspieler an den Drehort der Vorabendserie „Gegen den Wind“ gekommen. Trotz des starken Windes regnete es zu Beginn des mit ihm angesagten Interviews auf der Bühne des Eventgeländes. Der Himmel war verhangen. Der Wind in Stärken 5 bis 6 war höchst erwünscht, sollten doch an diesem Sonnabend die „Waveridings“ ausgetragen werden. Aber es klarte bald wieder auf und die Sonne kam durch. Nach 25 Jahren war „Surfen“ am Ordinger Strand wieder richtig „in“. Zum ersten Mal haben sich an diesem Wochenende (05. – 07.07.2019) die besten deutschen Windsurfer zum Multivan Windsurf Cup in St. Peter-Ording getroffen. Es ist nach Westerland der zweite von sieben Tourstopps der höchsten nationalen Liga im Windsurfen.

Immer mehr Gäste hatten sich zum Interviewtermin eingefunden. Matthias Regber vom Veranstalter Choppy Water und Constanze Höfinghoff von der Tourismus-Zentrale hatten ihn kaum begrüßt, da war Ralf Bauer schon in seinem Element. Er schwärmte regelrecht von der Zeit damals. Gerade das Wetter animierte ihn dazu: „Wir hatten alles! Regen, Wolken, Wind und Sonne. Und auf den Fotos vor allem blauen Himmel – ist ja so.“ Und dann erzählte er kleine Geschichten von den Pfahlbauten, auch denen für die Toiletten, von der Weitläufigkeit des Strandes, von dem extra für die Serie aufgebauten Pfahlbau und die 120 sehr knapp bemessenen Drehtage. Matthias Regber bezeichnete den Sommer damals als „den besten seines Lebens“. Er hatte u.a. den Hauptdarsteller „Nik“ gedoubelt.

Vincent Langer, GER-1, European Slalom Champion und World Champion, German Champion 2013-2018 und aktuell Führender im Slalom, stand ebenfalls als Interviewpartner auf der Bühne. Begeistert äußerte er sich: „Das hier ist eine extrem tolle Windsurf-Location! Unglaublich auch der Aufwand und das Engagement, so ein tolles Event hier auf dem Strand aufzustellen!“ Ein größeres Lob konnte es von ihm nicht geben. Er hatte es dann eilig. Der Windsurf Cup rief.

Mathias Regber freute sich über den regen Zuspruch bei dieser kurzen Interviewveranstaltung und endete in Richtung Ralf Bauer: „Gegen den Wind hat enorme Bedeutung für den Sport gehabt. Windsurfen ist ein Granatensport!“ Die Tourismusdirektorin bekannte sich als Fan der Serie: „Toll, dass Du hier bist. Die Serie hat den Ort aus dem Dornröschenschlaf geweckt.“ Viele, so auch Melanie Korte, die extra aus Papenburg angereist war, wollten ein kurzes Gespräch mit Ralf Bauer und ein Autogramm, Er hatte Zeit mitgebracht. Auch sonst kommt er mal her. Am liebsten hätte er einen Multivan mit vollständiger Surfausrüstung.

Hjr, 06.Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Impressionen von den Stränden beim Multivan Windsurf Cup

Zweiter Tourstopp des Windsurf Cup in St. Peter-Ording (5.-7. Juli 2019)

 

Zum 25jährigen Jubiläum der Serie ging es in SPO wieder „Gegen den Wind“

Bei frischen Nordwestwinden begannen am Freitag in St. Peter-Ording die Wettkämpfe des diesjährigen Windsurf-Cups. Ausgeschrieben sind die Disziplinen Racing, Slalom, Wellenreiten und Freestyle. Bis Sonntag zeigten die besten deutschen Windsurfer direkt vor dem langen Sandstrand ihr Können. Die Regattaserie im Kraft zehrenden Windsurfen wurde von männlichen Sportlern dominiert, wie Matthias Regber vom Organisationsteam sagte. Das zeigte sich auch am Teilnehmerfeld: Neben 48 Männern ist nur eine Frau an den Start gegangen.

Für die Athleten waren die Wetterbedingungen ideal: Vor allem Wind, davon auch anhaltend bis zu Stärken von 5 und 6, so dass es auch richtige Wellen gab, und aus Nordwest. Dazu Sonne, Wolken und auch mal Regen, aber der immer nur zeitweise. Für den Strand- und Badeurlauber war das vielleicht nicht gerade so erwünscht, aber dafür gab es echtes Nordseesommerwetter im Juli und spannendes Wassersporterleben.

Freitag, 05. Juli 2019, 13:55 – 14:10 Uhr

Auf dem Wasser herrschte Pause. Die morgendlichen Rennen waren gelaufen. Noch waren die Rettungsfahrzeuge vor Ort. Ein einsamer SUP kämpfte mehr oder weniger mit den starken Wellen.

 

Sonnabend, 06. Juli 2019, ca. 10:30 Uhr

„Chic, super, einfach phänomenal hier, kaum zu toppen“, waren sich Oliver Schott (GER 26) und sein Sohn Justus (GER 29) sowie Nico Prien (GER 7) und Julien Pockrandt ( GER 18) mit Hund über die Windsurf-Bedingungen in St. Peter-Ording einig. Gerade war Niedrigwasser vorüber, das Wasser lief wieder auf. So gegen 12:30 Uhr rechneten sie mit dem ersten Heat (Start) für das Waveriding. Viel Zeit zum Klönen hatten sie nicht. „So langsam müssen wir Aufriggen. Die Bedingungen heute sind optimal.“

Sonnabend, 06. Juli 2019, ca. 12:30 Uhr

Es ist noch vor dem ersten Start. Jeweils vier Surfer treten beim „Wave“ gegeneinander an. Mehr können die Juroren nicht beobachten und werten. Bevor es losgeht, kommt noch einmal richtiges Nass von oben, aber danach klart es auf, und die Sonne kommt im Laufe des Tages noch schön durch. Nino Kappler (GER 12), begeisterter Windsurfer und seit zwei Jahren Lehrkraft für Mathematik und Sport an der Nordseeschule wird ebenfalls starten. Er gehört zum zweiten Heat.

Sonnabend, 06. Juli 2019, 13:03 bis 13:21 Uhr

Der zweite Lauf mit Nino Kappler im Focus.- „Das war okay“, meinte er.

Sonnabend, 06. Juli 2019, 13:22 bis 13:34 Uhr

Der dritte Lauf ist gestartet.

SPO macht am 12. Juli zum sechsten Mal Lärm

 

Die Aktiven der Nordseeschule St. Peter-Ording hoffen auf große Unterstützung für „GRUBB“

Seit 2014 gibt es in St. Peter-Ording in Kooperation mit der Tourismus-Zentrale die Veranstaltungsreihe „St. Peter-Ording macht Lärm“. Zum sechsten Mal sind die Aktiven von „Schüler helfen leben“ der Nordseeschule – wohlgemerkt in den Sommerferien und an einem Freitag! – dabei, eine Benefizveranstaltung vorzubereiten, deren Erlös für ein Projekt in Serbien gespendet wird. Die Abiturientinnen Lisann Simon und Söre Loof sind dieses Mal die hauptverantwortlichen Organisatoren für das Benefizkonzert mit den jungen Bands „Day Lies Back“, „Hinüber“, Easy Shapes“, „Brainfork“, „Kill Strings“ und „Arrested“. Diese wollen Gäste und Einheimische von Klein bis Groß mit ihren musikalischen Darbietungen und für ihren Band-Sound begeistern und einheizen für das Projekt „GRUBB“.

Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das Musical-Projekt „Gypsy Roma Urban Balkan Beats“. Mit Jugendlichen der Roma-Gemeinschaft in Serbien soll ein Musical erarbeitet werden. Kinder und Jugendliche der Roma erfahren starke Diskriminierung. Sie leben sozial benachteiligt. Nur wenige besuchen die Schule. Ihnen soll ermöglicht werden, ihre Bildung zu verbessern und sich insbesondere musikalisch und künstlerisch zu entfalten. Sie sollen sich so langfristig auch selbstbewusster in ihr soziales Umfeld integrieren können.- Kindern und Jugendlichen wird entsprechend des Mottos „Because those who have no voice should be able to sing“ die Möglichkeit geboten, Teil von großen öffentlichen Auftritten zu sein. Diese stärken nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern prägen eine positive Wahrnehmung der Roma-Gemeinschaft in der Öffentlichkeit und fördern ihre Integration im sozialen Umfeld. Besonders talentierte Jugendliche haben die Chance, bei dem eigenen Musical „GRUBB Show“ mitzuwirken und international zu touren. ( https://www.schueler-helfen-leben.de/unsere-arbeit/projekte/themenbereich-gemeinsam-solidarisch/gypsy-roma-urban-balkan-beats/)

Mit Musik und einem „Markt der Möglichkeiten“, darunter selbstverständlich auch Aktivitäten und Mitmachstationen für Kinder, werden bei der Veranstaltung in St. Peter-Ording als Aktive bis zu 30 Schülerinnen und Schüler ab einem Alter von 13 Jahren mitwirken. Sie kommen von der Nordseeschule St. Peter-Ording und aus anderen Orten Schleswig-Holsteins. Unterstützt werden sie bei diesem „Benefizkonzert für ein solidarisches Miteinander“ vom FSJ-Büro von „Schüler helfen leben“ (SHL) in Neumünster. Es gibt Aktionen und zwischen den Auftritten der Bands informieren junge Leute über „SHL“ und seine Projekte.

Gehofft wird seitens der Aktiven auf eine große Beteiligung der Bevölkerung und der Urlauber in St. Peter-Ording. Das Benefizkonzert findet auf der Erlebnispromenade beim Dünen-Hus draußen auf der Bühne vor der Tribüne am Freitag, 12. Juli 2019 statt. Beginn ist um 15 Uhr. Das Ende ist gegen 21 Uhr. In den letzten beiden Jahren waren jeweils über 2000 € an Spendengeldern u.a. auch aus dem Erlös durch den Verkauf von Kuchen, Getränken und Grillwürsten zusammengekommen. Diese Summe möchte man gerne wieder zusammen bekommen. Unterstützt wurden bisher verschiedene Projekte auf dem Balkan und in Jordanien. Das Miteinander für eine friedlichere und bessere Welt ist das große Ziel.

Hjr, 04. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Unser Norden kann das CoWorkLand werden

 

Start Up für die kostenlose Schnupper-Aktion „CoWorking“ in St. Peter-Ording

In drei Tagen war der „RETREAT“ (CoWorking-Space) auf dem Gelände des Nordseeinternates aufgebaut. Der einem Container ähnliche schlichte Arbeitsraum aus Holz steht hinter den Kreativräumen und Theatersaal auf Stelzen. Man kann ihn kostenfrei nutzen. W-Lan gibt es ebenfalls kostenfrei. Von oben hat man den Blick in die Natur. Sitzgelegenheiten und eine einer Kajüte ähnliche „kleine Küche“ auf dem sich anschließenden Kleinpodest mit Tisch und Bänken sowie eine Treppe mit einem Tampen als Geländer und Paletten als Sitzmöglichkeiten vermitteln Abenteuerromantik. Von „Zum Karpfenteich“ ist man schnell am Böhler Deich. Dort atmet der Körper frische Seeluft, das Auge erfreut sich an den Salzwiesen und dahinter der Nordsee mit ihrem Wellenrauschen am Strand. Ein Kiterparadies ist ebenfalls nicht weit. Wer möchte hier nicht arbeiten und sich dann schnell einmal eine Auszeit nehmen können, um Denkblockaden zu überwinden und eventuell mit Gleichgesinnten auch anderer Berufssparten auf neue Ideen zu kommen? Das ist jetzt hier für alle diejenigen möglich, die in St. Peter-Ording einmal CoWorking probieren wollen. Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland, die Heinrich Böll Stiftung Schleswig-Holstein und das Nordsee-Internat St. Peter-Ording laden dazu ein.

Kein Geringerer als dem stellvertretenden und ab Herbst zukünftigen Landrat Florian Lorenzen war die Eröffnungsrede übertragen worden. „CoWorking ist für den ländlichen Raum eine Riesenchance, z.B. für Startups oder auch für Unternehmer und Manager, die hier Urlaub machen, aber eben zwischendurch schnell mal ein Büro brauchen.“ Er sah schon „Tiny-Houses“ entstehen. Aber erst einmal geht es darum, „CoWorkLand“ auszuprobieren. Dazu motivierte er. Sein Dank ging an Ulrich Bähr von der Heinrich Böll Stiftung und die Initiatoren für den Standort St. Peter-Ording. Bürgermeister Rainer Balsmeier freute sich, dass hier der Ort an der Nordsee ist, an dem „PopUp-CoWorking-Spaces zu allererst zeitlich befristet errichtet werden“. Zu diesem Begriff fügte er gleich drei weitere hinzu: Community, Digital Detox und Design-Thinking. Trotz dieser Wortungetüme freue er sich auf die Experimentiermöglichkeiten für CoWorking. Die Grundvoraussetzungen dafür habe Ulrich Bähr schon im Vorweg benannt: „Schnelles Internet, guter Kaffee und eine nette Betreuung.“ Balsmeier ging auf die erhöhten Chancen für einen Tourismusort ein, in dieser Art am Wandel der Arbeitswelt teilnehmen zu können, Arbeit und Erholung zu verbinden und mit Familienleben zu vereinbaren. Internatsleiter Rüdiger Hoff wünschte sich guten Zuspruch für dieses Angebot und sagte gerichtet an den Ortschef: „Bringen Sie das auf die Beine mit dem Internet.“

Auf den am Nachmittag im Rahmen dieser Eröffnung stattfindenden Workshop stimmte Poetry Slammerin Selina Seemann aus Kiel mit „Komm, wir fahren ans Meer“ und danach „Der Druck, die Liebe, das Echte“ ein. Gekonnt faszinierte sie inmitten des Grüns die vielen Zuhörer mit ihren Gedanken wie „Es ist der Tag, es ist das erste Mal Lachen, es ist der Moment“.

Ulrich Bähr erläuterte das Konzept des CoWorkLand mit seinen Möglichkeiten. In der Stadt sei alles vorhanden. Aber wie funktioniere das im ländlichen Raum? Da wird es unterschiedliche Konzepte geben für touristisch ausgerichtete Orte wie St. Peter-Ording oder Wohnorte für Pendler wie z.B. Gettorf. „Wir stellen die CoWorkingSpaces bereit. Kommen Leute, bringen sie Bedarfe mit? Wir wissen nicht, was dabei herauskommt. Wichtig ist zu erfahren: Was sind die Chancen an den jeweils ausgewählten Orten?“

In St. Peter-Ording steht der mobile CoWorkLand-Space bis zum 2. August bereit, danach in Husum vom 7. bis 29. August und schließlich in Süderlügum vom 2. bis 30. September. Anmeldung zum Arbeiten, Themen und Termine unter www.coworkland.de sowie Kontakt über Ina Kruse, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH i.kruse@wfg-nf.de und Ulrich Bähr, CoWorkLand eG i.Gr. baehr@boell-sh.de.

Hjr, 4. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

 

Jede Pet-Flasche im Meer ist mehr als nur eine zuviel

 

Küste gegen Plastik und SodaStream gemeinsam für den Schutz der Meere

Ein großes Netz mit 1000 Pet-Einwegflaschen zog um die Mittagszeit etliche Besucher des Multivan Windsurf Cup ins Dorf aus Zelten und Pavillons am Ordinger Strand. Es hing am Infomobil von SodaStream. Die morgendlichen Rennen waren gelaufen.

Der Hersteller von Wassersprudlern tourt derzeit in einer Roadshow durch Deutschland und fordert seine Besucher zu einer „Waterchallenge“ heraus. Auch über Wasserqualität und Nachhaltigkeit wird dabei aufgeklärt. Jan, 14 und Oskar, 15 Jahre aus Darmstadt waren auch gekommen. Jennifer Timrott, die erste Vorsitzende des Vereins Küste gegen Plastik, ist in St. Peter-Ording zuhause und war gerade dabei, das Problem von Plastikmüll im Meer ins Bewusstsein zu rücken. „Eigentlich weiß das ja jeder, aber wenn ich dann an Dänemarks Nordseestrand in Lönstrup plötzlich 138 angespülte Pet-Flaschen zähle, bin ich doch erschrocken“, sagt sie und zeigt ihre Bilder mit vor allem Plastikmüll von verschiedenen Strandabschnitten Eiderstedts. Christian Ciliberti, Teamleiter von SodaStream, ergänzt: „Diese tausend Flaschen hier im Netz beinhalteten den Jahresverbrauch an Mineralwasser eines Zwei-Personen-Haushaltes. 450 Jahre dauert der Abbau jeder dieser Pet-Flaschen im Meer – und der Müll ist dann auch noch nicht weg!“

In St. Peter-Ording wird der Strand mit Hilfe einer Strandreinigungsmaschine täglich bis zu 15 Zentimeter tief gereinigt. Aber das müsste nicht sein, wenn z.B. jeder Raucher seine Kippen sammelte und ordnungsgemäß entsorgte. Das gilt auch von Kronkorken, Flaschen aus Glas und Plastikverpackungen jeglicher Art und mehr. „Bei den Müllsammelaktionen wundert man sich immer wieder, was vor allem an Plastikmüll zusammenkommt“, weiß Jennifer Timrott aus Erfahrung. Für sie ist „alles, was diese Art Müll vermeidet, eine gute Sache, so auch SodaStream.“ Sie macht auf die Refill-Initiative aufmerksam, durch die man wie im Nationalparkhaus kostenfrei Trinkwasser in seine eigene Flasche abfüllen kann.

SodaStream möchte Pet-Flaschen für Sprudel und andere Getränke überflüssig machen und wirbt mit der „Waterchallenge“ für seine Sprudler. Durch Zugabe von Sirups lassen sich zusätzlich köstliche Getränke zaubern. Wasser aus dem Hahn zuhause statt „Wasser von der Straße“ ist aber auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit: Kein CO2-Ausstoß und keine Transportkosten.- Kim, Pinar und Janina gehörten als Promoter mit zum Team. Jan und Oskar erkannten auf Anhieb, was Wasser von „Husumer“, „Discounter“, „Gerolsteiner“ oder „SodaStream“ war und hätten damit im Rahmen der Verlosung einen Crystal Wassersprudler gewinnen können, wenn sie 18 Jahre alt gewesen wären. „Uns hat es trotzdem Spaß gemacht, und informativ war es auch.“

Hjr, 05. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

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