2019  Juli

Verkehrsausschuss setzt in seiner ersten Sitzung ein Zeichen

 

Ausschreibung für ein ganzheitliches Verkehrskonzept soll erstellt werden

Immer wieder war es in Sitzungen gefordert worden: Ein ganzheitliches Verkehrskonzept für St. Peter-Ording. Dafür zu sorgen hat nun der neu geschaffene Verkehrsausschuss der Gemeinde. Ihm gehören an Kurt Kahlke (SPD, Vorsitz), Christian Ott (AWG, StV), Thorsten Malorny (CDU), Monika Grutza (SPD), Ingrid Brill (CDU), Wiltrud Kraas (FDP) und Hans-Wilhelm Groth (CDU). Einstimmig beauftragten sie in der ersten öffentlichen Sitzung die Verwaltung, auf der „Grundlage des beigefügten Leistungsverzeichnisses eine Ausschreibung zur Erstellung eines Verkehrskonzeptes durchzuführen.“ Wichtig: Das Konzept soll für den gesamten Ort unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibender und Gäste erarbeitet werden.

Im Rahmen von zwei Arbeitssitzungen waren schon grundsätzliche Ziele für die Verkehrsentwicklung sowie eine Leistungsbeschreibung für das Konzept formuliert worden. Folgende Ziele wurden definiert: (1) Optimierung/Reduzierung des Fahrzeugverkehrs, (2) Verbesserung des Parkplatzangebotes – Bewirtschaftung, Neubau, Ausschilderung, (3) Radverkehr sicher und attraktiv führen – unter Einbeziehung der vorhandenen Fernradwege und der Schulwege, (4) Fußgängerverkehr sicher und attraktiv lenken mit Beachtung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und unter Berücksichtigung der Schulwegsicherung, (5) Ausbau der Angebote für E-Mobilität; (6) Verbesserung der Besucherlenkung, (7) Lieferverkehre im Ort steuern. Der Punkt „Vision autofreies St. Peter-Ording“ wurde in der Sitzung hinzugefügt.

Vorgestellt worden ist ein Neun-Punkte-Plan der zu erbringenden Leistungen von „Grundlagenermittlung/Bestandserfassung“ über u.a. gegenseitigem Austausch zwischen Politik und Verwaltung, höchstens drei Ausschuss-Sitzungen pro Jahr und Abstimmung mit der Verkehrsaufsicht und weiteren Trägern der öffentlichen Belange bis zu „Ergebnispräsentation und Erstellen eines Abschlussberichtes“. Für den Fall einer Beauftragung eines Ortsentwicklungsplanes hat auch eine Abstimmung zwischen den jeweiligen Planungsbüros stattzufinden. Bei der Vergabe sollen neben der fachlichen Expertise vor allem auch Erfahrungen mit der Erarbeitung von vergleichbaren Verkehrskonzepten und Kompetenzen in der Moderation von Planungsprozessen entscheidende Kriterien sein.

Bereits gelaufen sind die Markterkundung. Demnach gibt es 5 Firmen in Schleswig-Holstein und mehrere im Bundesgebiet. Die Aufforderung an Planungsbüros ist inzwischen erfolgt. Bis Mitte August sollen die Angebote vorliegen. Die Auftragsbearbeitung muss verbindlich spätestens im Dezember 2019 beginnen und Ende 2021 abgeschlossen sein.- Die Gemeindevertretung soll in ihrer Sitzung am 26. August die Ermächtigung des Bürgermeisters zur Auftragserteilung beschließen. Bis Ende August sollen die persönlichen Vorstellungsgespräche der Planungsbüros und die Vergabeentscheidung stattgefunden haben. Das Vergabegremium wurde besetzt mit Bürgermeister Rainer Balsmeier, Sven Jacobsen vom Amt Eiderstedt und den vier Ausschussmitgliedern Kurt Kahlke, Hans-Wilhelm Groth, Wiltrud Kraas sowie Christian Ott.

Im Zeitraum 29. Juli bis 4. August sind für den Donnerstag, Sonnabend und Sonntag an zehn Knotenpunkten zur Ermittlung von Basisdaten Verkehrszählungen vereinbart. Die Standorte für die Messgeräte sind: (1) Utholmer Straße/ Dreilanden, (2) Strandweg/ Dreilanden, (3) Im Bad/ Dreilanden, (4) Alter Badweg/ Im Bad, (5) Eiderstedter Straße/ Neuweg/ Schulstraße, (6) Heedweg/ Dorfstraße/ Pestalozzistraße, (7) Eiderstedter Straße/ Nordergeest, (8) Kreisel Wittendün, (9) Böhler Landstraße/ Heideweg sowie (10) Böhler Landstraße/ Pestalozzistraße.

Informationen gab es seitens des Amtes durch Christoph Thimm und Sven Jacobsen über erfolgte Geschwindigkeitsmessungen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Geschwindigkeit in den 30-Zonen durchschnittlich bei 45 km/h liegt.- Am 27. Juni hat mit Beteiligung von Kreis Polizei, Amt Eiderstedt und Gemeinde eine Verkehrsschau stattgefunden. Ein Ergebnis wird manche Anlieger im Dorf freuen: Das Verbot der Einfahrt vom Wittendüner Kreisel in die Dorfstraße wird aufgehoben. Bis zur Ostlandstraße kann dann in beiden Fahrtrichtungen wieder Verkehr stattfinden wie schon zu Zeiten der Sperrung der Böhler Landstraße.

Hjr, 8. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

 

WICHTIGE INFORMATIONEN zu den Projekten

Hotel de Dün, B-Plan 79

und

Städtebauförderung „Zukunft Daseinsvorsorge“ Bürgerforum am 26. Juni

in Form der Präsentationen sind im Netz zu finden unter

www.amt-eiderstedt.de über Rubrik „Amt und Gemeinden“ (oben links, dann nach unten zu) „Amt Eiderstedt“ (und weiter nach unten zu) „Bauleitplanung der Gemeinden“ (Klicken) und „Aktuelles“ (Klicken) ergibt:

Gemeinde Sankt Peter-Ording

Präsentation frühzeitige öffentliche Beteiligung zum Bebauungsplan Nr. 79 der Gemeinde Sankt Peter-Ording (PDF, 10,6 MB, 09.07.2019)

Gemeinde Sankt Peter-Ording und Gemeinde Tating

Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Gemeinden Sankt Peter-Ording und Tating - Präsentation 2. öffentliche Informationsveranstaltung (PDF, 8,2 MB, 09.07.2019)

„Vivaldi and Friends“ – erfrischend mit Herz präsentiert

 

Im Jahresprogramm Musik in der Kirche 2019 war das Hamburg Stage Ensemble für den 7. Juli angekündigt mit dem Programm „Vivaldi and Friends“. Aufgeführt werden sollten A. Vivaldi „Die vier Jahreszeiten“, W.A. Mozart „Eine kleine Nachtmusik“ sowie Werke von A. Dvorak, J. Brahms und E. Elgar. Weltbekannte Komponisten und weltbekannte Kompositionen. Wahrscheinlich keine Überraschungen. Stimmte, denn das waren der „Slawische Tanz Nr. 2 in e-moll“, der „Ungarische Tanz Nr.1 in g-moll“, „Salut d’Amour, Op.12“ und der „Ungarische Tanz Nr. 5 in g-moll“.

Das Publikum war begeistert. Der Beifall steigerte sich und war am Ende groß. Was war geschehen? Das Hamburg Stage Ensemble in der Besetzung Arsen Zoroyan (Solovioline) und Vahan Gaspayan (Cembalo) – beide aus Armenien und „nur“ bei „Vivaldi“ und zwei Zugaben vor der Pause beteiligt – sowie über den ganzen zweistündigen Konzertabend in der St. Peter-Kirche Sarah Wewer (1. Violine, Deutschland), Annabelle Dugast (2. Violine, Frankreich), Narine Zakharyan (Viola, Armenien), Nariman Akbarov (Violoncello, Aserbeidschan) und Lenard Liebert (Kontrabass, Deutschland) hatte dem Publikum einfach seine Vision vermittelt; „Musik nicht nur zu spielen“, sondern in einer Klangvielfalt und Professionalität so erfrischend mit Herz vorzutragen, dass sich das Publikum über so viel Freude an Musik mitfreuen musste und das überaus gerne tat.

Der Funke zwischen Publikum und Musizierenden war schon zu Beginn schnell übergesprungen, dass es gar keine Frage mehr war, ob es nun am Ende zwei Zugaben gab. Eine dritte wäre auch noch möglich gewesen, aber warum?  Nach einem Tango darf man auch aufhören. – Es war ein wunderbar leichtes Konzert zum Freuen.

Siehe auch im Netz unter: hamburg-stage-ensemble.com

Hans Jörg Rickert, 8. Juli 2019, www.jb-spo.de

Zweites Bürgerforum zur Daseinsvorsorge im Rahmen der Städtebauförderung fand statt

 

Ergebnisse der ersten Veranstaltung vom November vorgestellt

Gemeinden wie St. Peter-Ording müssen bei Aufnahme in die Städtebauförderung einen langen Atem haben. Im Frühjahr 2018 war nach einem Vorlauf die Aufnahme in das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ erfolgt. Gefördert werden können Maßnahmen zur Infrastruktur und Daseinsvorsorge im Bereich des erweiterten historischen Dorfkerns. Zunächst aber muss gemeinsam mit der Gemeinde Tating, deren Bevölkerung bei dieser Art Förderung zur Hälfte zu St. Peter-Ording gerechnet wird, die Entwicklung einer Strategie erarbeitet werden. Mit der Erstellung des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge für beide Orte wurden das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung in Kooperation mit der BIG Städtebau beauftragt.

Bürgermeister Rainer Balsmeier wies darauf hin, dass der Bereich „Wohnen“ ausgelagert worden sei, um hier zwecks Erstellung eines Wohnraumkonzeptes weiter „sauber zu ermitteln und tiefer einzusteigen“. Deswegen ginge es bei diesem zweiten Bürgerforum darum, die aufgrund des ersten Forums im November zusammengetragenen Fakten und die daraus gezogenen Folgerungen vorzustellen, erläuterten dann Fabian Maaß von GEWOS und Andreas Kiefer von BIG. Ziel dieser Foren ist eine Bestandsanalyse.

Für die Felder (1) Kinderbetreuung und Bildung, (2) Gesundheit und Pflege, (3) Verkehr und Mobilität, (4) Einzelhandel und Nahversorgung, (5) Gemeinschaftsleben, Freizeit und Kultur und (6) Feuerwehr wurden Leitbild und Entwicklungsziele benannt und entsprechende Maßnahmen und Handlungsempfehlungen vorgeschlagen. Für die einzuleitenden Maßnahmen ist ein gut abgestimmter Businessplan zu erarbeiten. Über die einzelnen Maßnahmeprojekte soll eine Anpassung der städtebaulichen Infrastruktur erreicht werden, durch die als Nachfolge ein langfristig bedarfsgerechtes und in die Zukunft gerichtetes Angebot geschaffen wird.

Nach der Auswertung des ersten Bürgerforums sind Gespräche geführt worden mit den Schulen, der Kindertagesstätte, Vereinen und Kulturgruppen, um die Bedarfe näher auszuloten. Der die Städtebauförderung stetig begleitende Projektbeirat ist einbezogen. Um zukünftig veränderte Bedarfe der Daseinsvorsorgestruktur festzustellen, sind positive wirtschaftliche Entwicklungen an Zugangspotentialen und die Altersstrukturentwicklung bis 2030 zu berücksichtigen. Als Leitsatz wurde formuliert: „Erhalt und Stärkung der Daseinsvorsorgestrukturen in St. Peter-Ording und Tating für einen familienfreundlichen, barrierefreien und ganzjährig gut versorgten, attraktiven Wohn- und Lebensraum für Einheimische.“

Hinsichtlich der Felder gab es sowohl Positives als auch zu Beachtendes. Die Zufriedenheit im Bereich Bildung darf nicht zum Ausruhen verleiten. Die Angebote sind zu erhalten und zu stärken, der Gemeinschaftsschulteil ist in mehrfacher Hinsicht aufzuwerten. Für Gesundheit und Pflege sind Angebote vorhanden, aber oft nicht für alle zugänglich. Der Bereich Pflege ist personell überlastet. Verkehr und Mobilität bedürfen größter Aufmerksamkeit. Ein zu hohes Verkehrsaufkommen herrscht vor allem während der Saison. Das Fazit für den Einzelhandel ist weitestgehend positiv. Das Gemeinschaftsleben ist gut, aber für Jugendliche würden Freizeitangebote fehlen. Bei der Feuerwehr fallen etliche Bedarfe an, u.a. Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses.

In der regen Aussprache wurde u.a. deutlich: „Tating gehört mit zu St. Peter-Ording“ – so dessen Bürgermeister Hans Jacob Peters. Wie ließe sich dies verbessern, vor allem auch im Hinblick auf die derzeitig eingeschränkte Mobilität der Busnutzung z.B. zum Strand.- Der angedachte Standort der Rettungswache beim Flugplatz ist nicht ideal.- Bezüglich der Freizeitgestaltung steht es frei, alle Angebote des touristischen Angebotes – das ist reichhaltig – zu nutzen.- Noch ist die hausärztliche Versorgung gegeben, aber für die Zukunft stellen sich Fragen: Wie sieht es mit einem Medizinischen Versorgungszentrum aus? Welche Förderprogramme gibt es? Gibt es wirtschaftliche Betreibermodelle? Lassen sich die niedergelassenen Ärzte für Denkmodelle gewinnen? Ohne sie ginge das nicht, war man sich einig. Eine 66-prozentige Förderung ist aber nur dann möglich, wenn die ärztliche Versorgung im Untersuchungsgebiet angesiedelt werden könnte.

Rainer Balsmaier zog am Ende der Veranstaltung des zweiten Bürgerforums ein grundsätzlich positives Resümee. Der Weg der Umsetzung erfordere allerdings weiterhin viel Kraft und vor allem Ausdauer.

Hjr, 8. Juli 2019, HN und ww.jb-spo.de

Siehe auch www.jb-spo.de

2017      Juli         St. Peter-Ording beantragt Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm

2018      April2    Bauausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung Zustimmung

2018      Nov.      Die Wohnbevölkerung von St. Peter-Ording und Tating wurde befragt

Zum Interview mit Ralf Bauer kamen viele zur Event-Bühne

 

Ralf Bauer könnte sich glatt noch einmal „Gegen den Wind“ vorstellen. „Das war sexy! Sylt war im Gespräch. Ich war froh, dass es dann St. Peter-Ording geworden ist. Dieser Strand!“ – waren seine ersten Worte. Anlässlich des Multivan Windsurf Cup war der bekannte Schauspieler an den Drehort der Vorabendserie „Gegen den Wind“ gekommen. Trotz des starken Windes regnete es zu Beginn des mit ihm angesagten Interviews auf der Bühne des Eventgeländes. Der Himmel war verhangen. Der Wind in Stärken 5 bis 6 war höchst erwünscht, sollten doch an diesem Sonnabend die „Waveridings“ ausgetragen werden. Aber es klarte bald wieder auf und die Sonne kam durch. Nach 25 Jahren war „Surfen“ am Ordinger Strand wieder richtig „in“. Zum ersten Mal haben sich an diesem Wochenende (05. – 07.07.2019) die besten deutschen Windsurfer zum Multivan Windsurf Cup in St. Peter-Ording getroffen. Es ist nach Westerland der zweite von sieben Tourstopps der höchsten nationalen Liga im Windsurfen.

Immer mehr Gäste hatten sich zum Interviewtermin eingefunden. Matthias Regber vom Veranstalter Choppy Water und Constanze Höfinghoff von der Tourismus-Zentrale hatten ihn kaum begrüßt, da war Ralf Bauer schon in seinem Element. Er schwärmte regelrecht von der Zeit damals. Gerade das Wetter animierte ihn dazu: „Wir hatten alles! Regen, Wolken, Wind und Sonne. Und auf den Fotos vor allem blauen Himmel – ist ja so.“ Und dann erzählte er kleine Geschichten von den Pfahlbauten, auch denen für die Toiletten, von der Weitläufigkeit des Strandes, von dem extra für die Serie aufgebauten Pfahlbau und die 120 sehr knapp bemessenen Drehtage. Matthias Regber bezeichnete den Sommer damals als „den besten seines Lebens“. Er hatte u.a. den Hauptdarsteller „Nik“ gedoubelt.

Vincent Langer, GER-1, European Slalom Champion und World Champion, German Champion 2013-2018 und aktuell Führender im Slalom, stand ebenfalls als Interviewpartner auf der Bühne. Begeistert äußerte er sich: „Das hier ist eine extrem tolle Windsurf-Location! Unglaublich auch der Aufwand und das Engagement, so ein tolles Event hier auf dem Strand aufzustellen!“ Ein größeres Lob konnte es von ihm nicht geben. Er hatte es dann eilig. Der Windsurf Cup rief.

Mathias Regber freute sich über den regen Zuspruch bei dieser kurzen Interviewveranstaltung und endete in Richtung Ralf Bauer: „Gegen den Wind hat enorme Bedeutung für den Sport gehabt. Windsurfen ist ein Granatensport!“ Die Tourismusdirektorin bekannte sich als Fan der Serie: „Toll, dass Du hier bist. Die Serie hat den Ort aus dem Dornröschenschlaf geweckt.“ Viele, so auch Melanie Korte, die extra aus Papenburg angereist war, wollten ein kurzes Gespräch mit Ralf Bauer und ein Autogramm, Er hatte Zeit mitgebracht. Auch sonst kommt er mal her. Am liebsten hätte er einen Multivan mit vollständiger Surfausrüstung.

Hjr, 06.Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Impressionen von den Stränden beim Multivan Windsurf Cup

Zweiter Tourstopp des Windsurf Cup in St. Peter-Ording (5.-7. Juli 2019)

 

Zum 25jährigen Jubiläum der Serie ging es in SPO wieder „Gegen den Wind“

Bei frischen Nordwestwinden begannen am Freitag in St. Peter-Ording die Wettkämpfe des diesjährigen Windsurf-Cups. Ausgeschrieben sind die Disziplinen Racing, Slalom, Wellenreiten und Freestyle. Bis Sonntag zeigten die besten deutschen Windsurfer direkt vor dem langen Sandstrand ihr Können. Die Regattaserie im Kraft zehrenden Windsurfen wurde von männlichen Sportlern dominiert, wie Matthias Regber vom Organisationsteam sagte. Das zeigte sich auch am Teilnehmerfeld: Neben 48 Männern ist nur eine Frau an den Start gegangen.

Für die Athleten waren die Wetterbedingungen ideal: Vor allem Wind, davon auch anhaltend bis zu Stärken von 5 und 6, so dass es auch richtige Wellen gab, und aus Nordwest. Dazu Sonne, Wolken und auch mal Regen, aber der immer nur zeitweise. Für den Strand- und Badeurlauber war das vielleicht nicht gerade so erwünscht, aber dafür gab es echtes Nordseesommerwetter im Juli und spannendes Wassersporterleben.

Freitag, 05. Juli 2019, 13:55 – 14:10 Uhr

Auf dem Wasser herrschte Pause. Die morgendlichen Rennen waren gelaufen. Noch waren die Rettungsfahrzeuge vor Ort. Ein einsamer SUP kämpfte mehr oder weniger mit den starken Wellen.

 

Sonnabend, 06. Juli 2019, ca. 10:30 Uhr

„Chic, super, einfach phänomenal hier, kaum zu toppen“, waren sich Oliver Schott (GER 26) und sein Sohn Justus (GER 29) sowie Nico Prien (GER 7) und Julien Pockrandt ( GER 18) mit Hund über die Windsurf-Bedingungen in St. Peter-Ording einig. Gerade war Niedrigwasser vorüber, das Wasser lief wieder auf. So gegen 12:30 Uhr rechneten sie mit dem ersten Heat (Start) für das Waveriding. Viel Zeit zum Klönen hatten sie nicht. „So langsam müssen wir Aufriggen. Die Bedingungen heute sind optimal.“

Sonnabend, 06. Juli 2019, ca. 12:30 Uhr

Es ist noch vor dem ersten Start. Jeweils vier Surfer treten beim „Wave“ gegeneinander an. Mehr können die Juroren nicht beobachten und werten. Bevor es losgeht, kommt noch einmal richtiges Nass von oben, aber danach klart es auf, und die Sonne kommt im Laufe des Tages noch schön durch. Nino Kappler (GER 12), begeisterter Windsurfer und seit zwei Jahren Lehrkraft für Mathematik und Sport an der Nordseeschule wird ebenfalls starten. Er gehört zum zweiten Heat.

Sonnabend, 06. Juli 2019, 13:03 bis 13:21 Uhr

Der zweite Lauf mit Nino Kappler im Focus.- „Das war okay“, meinte er.

Sonnabend, 06. Juli 2019, 13:22 bis 13:34 Uhr

Der dritte Lauf ist gestartet.

SPO macht am 12. Juli zum sechsten Mal Lärm

 

Die Aktiven der Nordseeschule St. Peter-Ording hoffen auf große Unterstützung für „GRUBB“

Seit 2014 gibt es in St. Peter-Ording in Kooperation mit der Tourismus-Zentrale die Veranstaltungsreihe „St. Peter-Ording macht Lärm“. Zum sechsten Mal sind die Aktiven von „Schüler helfen leben“ der Nordseeschule – wohlgemerkt in den Sommerferien und an einem Freitag! – dabei, eine Benefizveranstaltung vorzubereiten, deren Erlös für ein Projekt in Serbien gespendet wird. Die Abiturientinnen Lisann Simon und Söre Loof sind dieses Mal die hauptverantwortlichen Organisatoren für das Benefizkonzert mit den jungen Bands „Day Lies Back“, „Hinüber“, Easy Shapes“, „Brainfork“, „Kill Strings“ und „Arrested“. Diese wollen Gäste und Einheimische von Klein bis Groß mit ihren musikalischen Darbietungen und für ihren Band-Sound begeistern und einheizen für das Projekt „GRUBB“.

Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das Musical-Projekt „Gypsy Roma Urban Balkan Beats“. Mit Jugendlichen der Roma-Gemeinschaft in Serbien soll ein Musical erarbeitet werden. Kinder und Jugendliche der Roma erfahren starke Diskriminierung. Sie leben sozial benachteiligt. Nur wenige besuchen die Schule. Ihnen soll ermöglicht werden, ihre Bildung zu verbessern und sich insbesondere musikalisch und künstlerisch zu entfalten. Sie sollen sich so langfristig auch selbstbewusster in ihr soziales Umfeld integrieren können.- Kindern und Jugendlichen wird entsprechend des Mottos „Because those who have no voice should be able to sing“ die Möglichkeit geboten, Teil von großen öffentlichen Auftritten zu sein. Diese stärken nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern prägen eine positive Wahrnehmung der Roma-Gemeinschaft in der Öffentlichkeit und fördern ihre Integration im sozialen Umfeld. Besonders talentierte Jugendliche haben die Chance, bei dem eigenen Musical „GRUBB Show“ mitzuwirken und international zu touren. ( https://www.schueler-helfen-leben.de/unsere-arbeit/projekte/themenbereich-gemeinsam-solidarisch/gypsy-roma-urban-balkan-beats/)

Mit Musik und einem „Markt der Möglichkeiten“, darunter selbstverständlich auch Aktivitäten und Mitmachstationen für Kinder, werden bei der Veranstaltung in St. Peter-Ording als Aktive bis zu 30 Schülerinnen und Schüler ab einem Alter von 13 Jahren mitwirken. Sie kommen von der Nordseeschule St. Peter-Ording und aus anderen Orten Schleswig-Holsteins. Unterstützt werden sie bei diesem „Benefizkonzert für ein solidarisches Miteinander“ vom FSJ-Büro von „Schüler helfen leben“ (SHL) in Neumünster. Es gibt Aktionen und zwischen den Auftritten der Bands informieren junge Leute über „SHL“ und seine Projekte.

Gehofft wird seitens der Aktiven auf eine große Beteiligung der Bevölkerung und der Urlauber in St. Peter-Ording. Das Benefizkonzert findet auf der Erlebnispromenade beim Dünen-Hus draußen auf der Bühne vor der Tribüne am Freitag, 12. Juli 2019 statt. Beginn ist um 15 Uhr. Das Ende ist gegen 21 Uhr. In den letzten beiden Jahren waren jeweils über 2000 € an Spendengeldern u.a. auch aus dem Erlös durch den Verkauf von Kuchen, Getränken und Grillwürsten zusammengekommen. Diese Summe möchte man gerne wieder zusammen bekommen. Unterstützt wurden bisher verschiedene Projekte auf dem Balkan und in Jordanien. Das Miteinander für eine friedlichere und bessere Welt ist das große Ziel.

Hjr, 04. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

Unser Norden kann das CoWorkLand werden

 

Start Up für die kostenlose Schnupper-Aktion „CoWorking“ in St. Peter-Ording

In drei Tagen war der „RETREAT“ (CoWorking-Space) auf dem Gelände des Nordseeinternates aufgebaut. Der einem Container ähnliche schlichte Arbeitsraum aus Holz steht hinter den Kreativräumen und Theatersaal auf Stelzen. Man kann ihn kostenfrei nutzen. W-Lan gibt es ebenfalls kostenfrei. Von oben hat man den Blick in die Natur. Sitzgelegenheiten und eine einer Kajüte ähnliche „kleine Küche“ auf dem sich anschließenden Kleinpodest mit Tisch und Bänken sowie eine Treppe mit einem Tampen als Geländer und Paletten als Sitzmöglichkeiten vermitteln Abenteuerromantik. Von „Zum Karpfenteich“ ist man schnell am Böhler Deich. Dort atmet der Körper frische Seeluft, das Auge erfreut sich an den Salzwiesen und dahinter der Nordsee mit ihrem Wellenrauschen am Strand. Ein Kiterparadies ist ebenfalls nicht weit. Wer möchte hier nicht arbeiten und sich dann schnell einmal eine Auszeit nehmen können, um Denkblockaden zu überwinden und eventuell mit Gleichgesinnten auch anderer Berufssparten auf neue Ideen zu kommen? Das ist jetzt hier für alle diejenigen möglich, die in St. Peter-Ording einmal CoWorking probieren wollen. Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland, die Heinrich Böll Stiftung Schleswig-Holstein und das Nordsee-Internat St. Peter-Ording laden dazu ein.

Kein Geringerer als dem stellvertretenden und ab Herbst zukünftigen Landrat Florian Lorenzen war die Eröffnungsrede übertragen worden. „CoWorking ist für den ländlichen Raum eine Riesenchance, z.B. für Startups oder auch für Unternehmer und Manager, die hier Urlaub machen, aber eben zwischendurch schnell mal ein Büro brauchen.“ Er sah schon „Tiny-Houses“ entstehen. Aber erst einmal geht es darum, „CoWorkLand“ auszuprobieren. Dazu motivierte er. Sein Dank ging an Ulrich Bähr von der Heinrich Böll Stiftung und die Initiatoren für den Standort St. Peter-Ording. Bürgermeister Rainer Balsmeier freute sich, dass hier der Ort an der Nordsee ist, an dem „PopUp-CoWorking-Spaces zu allererst zeitlich befristet errichtet werden“. Zu diesem Begriff fügte er gleich drei weitere hinzu: Community, Digital Detox und Design-Thinking. Trotz dieser Wortungetüme freue er sich auf die Experimentiermöglichkeiten für CoWorking. Die Grundvoraussetzungen dafür habe Ulrich Bähr schon im Vorweg benannt: „Schnelles Internet, guter Kaffee und eine nette Betreuung.“ Balsmeier ging auf die erhöhten Chancen für einen Tourismusort ein, in dieser Art am Wandel der Arbeitswelt teilnehmen zu können, Arbeit und Erholung zu verbinden und mit Familienleben zu vereinbaren. Internatsleiter Rüdiger Hoff wünschte sich guten Zuspruch für dieses Angebot und sagte gerichtet an den Ortschef: „Bringen Sie das auf die Beine mit dem Internet.“

Auf den am Nachmittag im Rahmen dieser Eröffnung stattfindenden Workshop stimmte Poetry Slammerin Selina Seemann aus Kiel mit „Komm, wir fahren ans Meer“ und danach „Der Druck, die Liebe, das Echte“ ein. Gekonnt faszinierte sie inmitten des Grüns die vielen Zuhörer mit ihren Gedanken wie „Es ist der Tag, es ist das erste Mal Lachen, es ist der Moment“.

Ulrich Bähr erläuterte das Konzept des CoWorkLand mit seinen Möglichkeiten. In der Stadt sei alles vorhanden. Aber wie funktioniere das im ländlichen Raum? Da wird es unterschiedliche Konzepte geben für touristisch ausgerichtete Orte wie St. Peter-Ording oder Wohnorte für Pendler wie z.B. Gettorf. „Wir stellen die CoWorkingSpaces bereit. Kommen Leute, bringen sie Bedarfe mit? Wir wissen nicht, was dabei herauskommt. Wichtig ist zu erfahren: Was sind die Chancen an den jeweils ausgewählten Orten?“

In St. Peter-Ording steht der mobile CoWorkLand-Space bis zum 2. August bereit, danach in Husum vom 7. bis 29. August und schließlich in Süderlügum vom 2. bis 30. September. Anmeldung zum Arbeiten, Themen und Termine unter www.coworkland.de sowie Kontakt über Ina Kruse, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH i.kruse@wfg-nf.de und Ulrich Bähr, CoWorkLand eG i.Gr. baehr@boell-sh.de.

Hjr, 4. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

 

Jede Pet-Flasche im Meer ist mehr als nur eine zuviel

 

Küste gegen Plastik und SodaStream gemeinsam für den Schutz der Meere

Ein großes Netz mit 1000 Pet-Einwegflaschen zog um die Mittagszeit etliche Besucher des Multivan Windsurf Cup ins Dorf aus Zelten und Pavillons am Ordinger Strand. Es hing am Infomobil von SodaStream. Die morgendlichen Rennen waren gelaufen.

Der Hersteller von Wassersprudlern tourt derzeit in einer Roadshow durch Deutschland und fordert seine Besucher zu einer „Waterchallenge“ heraus. Auch über Wasserqualität und Nachhaltigkeit wird dabei aufgeklärt. Jan, 14 und Oskar, 15 Jahre aus Darmstadt waren auch gekommen. Jennifer Timrott, die erste Vorsitzende des Vereins Küste gegen Plastik, ist in St. Peter-Ording zuhause und war gerade dabei, das Problem von Plastikmüll im Meer ins Bewusstsein zu rücken. „Eigentlich weiß das ja jeder, aber wenn ich dann an Dänemarks Nordseestrand in Lönstrup plötzlich 138 angespülte Pet-Flaschen zähle, bin ich doch erschrocken“, sagt sie und zeigt ihre Bilder mit vor allem Plastikmüll von verschiedenen Strandabschnitten Eiderstedts. Christian Ciliberti, Teamleiter von SodaStream, ergänzt: „Diese tausend Flaschen hier im Netz beinhalteten den Jahresverbrauch an Mineralwasser eines Zwei-Personen-Haushaltes. 450 Jahre dauert der Abbau jeder dieser Pet-Flaschen im Meer – und der Müll ist dann auch noch nicht weg!“

In St. Peter-Ording wird der Strand mit Hilfe einer Strandreinigungsmaschine täglich bis zu 15 Zentimeter tief gereinigt. Aber das müsste nicht sein, wenn z.B. jeder Raucher seine Kippen sammelte und ordnungsgemäß entsorgte. Das gilt auch von Kronkorken, Flaschen aus Glas und Plastikverpackungen jeglicher Art und mehr. „Bei den Müllsammelaktionen wundert man sich immer wieder, was vor allem an Plastikmüll zusammenkommt“, weiß Jennifer Timrott aus Erfahrung. Für sie ist „alles, was diese Art Müll vermeidet, eine gute Sache, so auch SodaStream.“ Sie macht auf die Refill-Initiative aufmerksam, durch die man wie im Nationalparkhaus kostenfrei Trinkwasser in seine eigene Flasche abfüllen kann.

SodaStream möchte Pet-Flaschen für Sprudel und andere Getränke überflüssig machen und wirbt mit der „Waterchallenge“ für seine Sprudler. Durch Zugabe von Sirups lassen sich zusätzlich köstliche Getränke zaubern. Wasser aus dem Hahn zuhause statt „Wasser von der Straße“ ist aber auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit: Kein CO2-Ausstoß und keine Transportkosten.- Kim, Pinar und Janina gehörten als Promoter mit zum Team. Jan und Oskar erkannten auf Anhieb, was Wasser von „Husumer“, „Discounter“, „Gerolsteiner“ oder „SodaStream“ war und hätten damit im Rahmen der Verlosung einen Crystal Wassersprudler gewinnen können, wenn sie 18 Jahre alt gewesen wären. „Uns hat es trotzdem Spaß gemacht, und informativ war es auch.“

Hjr, 05. Juli 2019, HN und www.jb-spo.de

...

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Georg Panskus