2019   FEBRUAR

Seit über einem Jahr ein innerörtliches Hundeauslaufgebiet im Angebot

 

St. Peter-Ording tut wirklich viel für Hundebesitzer

Seit einigen Tagen gibt es in St. Peter-Ording vier neue für den Ort typische Hinweisschilder in Blau mit weißer Schrift und Richtungspfeil: „Hundeauslaufgebiet“. Sie machen aufmerksam auf das innerörtliche Angebot mit einer Fläche von 3000 Quadratmeter gegenüber dem ehemaligen Schützenhaus in Westmarken neben dem alten Klärwerk. In der Januar-Sitzung des Umweltausschusses wurde extra darauf hingerwiesen. Auch im Flyer der TZ „Urlaub mit Hund“ wird darüber informiert.

Standorte für das Schild sind im Ortsteil Dorf am Neuweg beim Abzweiger Westmarken bei den neuen Wohnblöcken im Ketelskoog und im Ortsteil Bad nicht weit vom Alten Badweg in der Eiderstedter Straße auf der Höhe der besonders gesicherten Fußgänger-Radfahrer-Querung über die Bahnschienen vom Wohngebiet „Achter de Dünen/Klaus-Groth-Weg“ aus. Das ist etwa auf halber Strecke vom Dorf zum Bahnhof in Ording. Das dritte Schild ist bei der Kreuzung „Strandweg/Waldstraße“ über die Straße B 202 Dreilanden in Ording. Sowohl aus Richtung Neuweg als auch von hier aus sind es etwas über 1 km. Dort weist dann das vierte Schild an der Abzweigung von Dreilanden zum alten Klärwerk und Bahnquerung auf das Hundeauslaufgebiet hin. Es liegt in einem geologisch und wasserwirtschaftlich interessanten Teilgebiet von St. Peter-Ording. Autoparkplätze sind vorhanden.

Egal von woher man kommt, ob von der Deichseite mit den Dünengebieten bzw. aus Richtung Strand in Ording oder vom Neuweg her, allein der Spaziergang auf dem Westmarker Deich oder auf den Wald- und Waldrandwegen dahin lohnt sich. Im Winter ist die Vogelwelt zwar rar, aber im Ketelskoogwald findet man auch dort um diese Jahreszeit Amseln, Meisen und Rotkehlchen. Auch Rehwild lebt da. Angeleint ist hier also Pflicht.

Der Graben zwischen Bahnquerung und Schützenhaus am Rande des Waldes zwischen Westmarker Deich und Auslauffläche ist der Beginn des späteren Ordinger Sielzuges (OS), der erst in östlicher Richtung und dann nach einer Kehre als Sielzug in westlicher Richtung weiter verläuft und schließlich nach einem Bogen gerade unter dem Grudeweg (Brücke) entlang zum Koogsweg führt und dort in den Brösum Sielzug einspeist. (Siehe Karte)

Für den Hundehalter sind das höchst geeignete Wegstrecken mit zusätzlich Auslaufgelegenheit im gekennzeichneten Gebiet. Es müssen also nicht immer die Hundeauslaufflächen am Badstrand bzw. in Ording Nord sein. Seit über zwei bzw. einem Jahr gibt es insgesamt diese drei Flächen. Sie sind ein Angebot der Gemeinde und der Tourismuszentrale, um Hunden leinenlos freien Lauf zu ermöglichen und auch mit Artgenossen umhertollen zu können. Ansonsten gilt, wie überall woanders auch, Leinenzwang zum Schutze der Wildtiere und auch der Menschen. Denn nicht alle Zweibeiner sind angstfrei gegenüber Hunden, auch wenn diese noch so „lieb sind und nichts tun“.

Hans Jörg Rickert, 25. Januar 2019, HN und www.jb-spo.de

Das neue Zuhause sofort in Beschlag genommen

 

Vom Strandweg wieder zurück in die Kirchenleye – die Freude ist überaus groß

Noch ist die Anspannung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ev. Kindertagesstätte St. Peter-Ording, Tating und Tümlauer Koog wohl nicht ganz weg und sicher an Mobiliar, Material, Geräten und Akten auch nicht alles da, wo es hinsoll. Aber die Freude ist riesengroß! Seit gut einer Woche haben die 200 Kinder ein neues Zuhause und was für eines! Und das Team um Brigitte Ranft-Ziniel hat einen neuen, ganz besonderen Arbeitsplatz

Wer den insgesamt ebenerdigen Gebäudebereich in der Kirchenleye sieht – er reicht nun mit dem vollkommen sanierten „Altbau“ von 1965 und seiner zwischenzeitlichen mittleren Erweiterung vor etlichen Jahren vom Fasanenweg bis zur Eiderstedter Straße hin - ist einfach fasziniert von der stimmigen Funktionalität und dem Gesamteindruck. Schon beim Betreten des Gebäudes über den neuen Haupteingang mit dem Empfangstresen spürt der Besucher: Hier herrscht ein besonderer Geist. Da steht nicht nur „Herzlich willkommen“, man ist es. Das ist es, was Kinder sofort spüren und dann wissen: Das ist für uns gemacht. Entsprechend verhalten sie sich. Der Besucher mag es nicht glauben, wenn er in die einzelnen Räume und Räumlichkeiten mit den Kindern und ihren Betreuerinnen und Betreuern blickt. Es scheint so, als ob sie schon immer hier sind. Im Eingangsbereich die Lampen – funktional und schön – ziehen den Blick auf sich, spenden angenehmes Licht, und man hat sofort Durchblick. Hort links, rechts Krippe und im Anschluss daran Kindergarten, dazu Verwaltung und Aktivräume unterschiedlicher Art. Nicht zu vergessen Küche und Spülraum und Flure. Es passt.

Das ehemalige „Kurheim Köhlbrand“ am Strandweg war eine tolle Übergangslösung, und alle werden die Zeit über die eineinhalb Jahre im Strandweg mit einem ganzen Jahreslauf in unmittelbarer Nähe von Strand, Dünen und Sand nicht vergessen. Aber das, was sich jetzt als Ev. Kindertagesstätte präsentiert, ist „topp“ und einfach toll. Jetzt heißt es erst einmal, sich richtig eingewöhnen und einrichten, damit am Sonntag, 24. März mit einem Tag der offenen Tür Einweihung gefeiert werden kann. Dann möge sich jeder Gast selbst überzeugen: Hier ist ein Haus für Kinder geschaffen worden, das seinesgleichen sucht.

Hjr, 03. Februar 2019, HN und www.jb-spo.de

Sportplatz bei der Utholm-Halle soll umgestaltet werden

 

Öffentlichkeitsbeteiligung für St. Peter-Ording und Tating im Rahmen der Städtebauförderungsmaßnahme

Das neue Gebäude für die Kita der Gemeinden St. Peter-Ording, Tating und Tümlauer Koog ist sozusagen fertig, die Kinder sind eingezogen (wir berichteten) und die Außenarbeiten sind im Gange. Für den Erweiterungsbau ist ein Teil des bei der Utholm-Halle gelegenen Sportplatzes zwischen Eiderstedter Straße und Fasanenweg genutzt worden. Schon bei den Planungen für die Kita war berücksichtigt worden, dass bei der danach gewollten möglichen Umgestaltung des verbliebenen immer noch großen Sportplatzgeländes die Anlage eines Spielfeldes möglich sein muss. Eine 400-Meter-Laufbahn gab es seit jeher nicht.

Aufgrund der örtlichen Lage in der historischen Kirchenleye – der Kirche gehörendes Land – vor dem Ketelskoog war hier im Laufe der Jahre auch vermehrt wieder Feuchtigkeit ein Problem geworden. Noch bis in die 80er Jahre existierte das Ende eines Vorlandpriels hinter den Dünen im Dorf am Fasanenweg.

Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ und dem sich daraus entwickelnden „Zukunftskonzept Daseinsfürsorge“ (wir berichteten) planen die Gemeinden St. Peter-Ording und Tating die Umgestaltung des Sportplatzes. Der Zugang ist im Fasanenweg in direkter Nähe zu der von Schulen und Vereinen genutzten „kleinen“ Turnhalle. Sie ist seit 1965 in Betrieb.

Bürgermeister Rainer Balsmeier eröffnete und begrüßte die aufgrund der Einladung der beiden Gemeinden erschienenen Bürgerinnen und Bürger. Es waren in der Mehrzahl solche, die unmittelbar von der Umgestaltung des Sportplatzes betroffen waren, sich mit den Gegebenheiten auskannten und auch bestimmte Nutzungsinteressen hatten. Insbesondere stellte er unter diesen den Bauausschussvorsitzenden Jürgen Reimers aus Tating vor sowie den Sachbearbeiter Stefan Cornils vom Amt Eiderstedt und Dipl.-Ing. (FH) Klas Schröter von der Ingenieursgemeinschaft Sass & Kollegen in Albersdorf. Diese ist mit der Planung der Umgestaltung beauftragt.

 

Balsmeier gab zunächst einen Einblick in die Städtebauförderung. Sie ist nun nach 1990 wieder neu aufgelegt worden und ermöglicht kleineren Städten und Gemeinden die Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen mit einem Anteil von einem Drittel der Kosten. Die beiden anderen Drittel übernehmen Bund und Land. Bestimmte Maßnahmen betreffen St. Peter-Ording und Tating gemeinsam. Dazu zählt der Sportplatz. Mit den Stichworten „Rathaus“, „Gemeindezentrum“, „Olsdorfer Krug“, „Museum“, „DLRG-Haus in der Dorfstraße“, „Marktplatz“ und „Straßen“ sowie weitere nannte er mögliche Vorhaben entsprechend der vorbereitenden Untersuchung in 2017 im Zuge der Bewerbung um Aufnahme in das Programm (wir berichteten). Mit Genehmigung des Innenministeriums kann die Umgestaltung des Sportplatzes schon vorzeitig – es sind noch das Konzept für die Daseinsvorsorge und ein Wohnraum-Versorgungskonzept in Zusammenarbeit mit Tating zu erstellen – begonnen werden.

 

Klas Schröter erläuterte die Planung: Geplant ist ein Spielfeld der Größe 60 m x 90 m. Dazu kommen eine Kurzstreckenbahn (100 m) mit sechs Bahnen auf der Seite parallel zur Eiderstedter Straße und eine Weitsprung/Dreisprung-Kombi-Anlage an der Fasanenweg-Seite. Die erforderliche Einzäunung reicht an der Eiderstedter Straße mit 2 Meter Höhe aus. Das ist mit der Straßenmeisterei abgestimmt. Ballfangzäune hinter den Toren sind 6 m hoch. Für die Umgestaltung ist aber zunächst noch ein Bodengutachten erforderlich. Danach richtet sich dann das Anlegen von Spielfeld hinsichtlich Drainage, Bewässerung, Untergrund und Schichtung sowie Bahnen. Vorgetragene Wünsche hinsichtlich Beach-Volleyballfeld, Unterbringung von Gerätschaften u.a.m. wurden als Arbeitsaufträge aufgenommen und werden auf Möglichkeiten der Umsetzung bezüglich der Lage im Gelände geprüft. Die Kostenschätzung liegt derzeit bei 450.000 €.

Mit der Umgestaltung entstehen auf dem für die Öffentlichkeit nutzbaren Platz ein genormtes Feld und daneben Lauf- und Sprungbahnen für Sportveranstaltungen einschließlich Ligaspielen, das gleichzeitig dem Schulsport zur Verfügung steht. Am Fasanenweg bilden dann Gemeinschaftsschulteil der Nordseeschule, kleine Turnhalle, Sportplatz, Kindertagesstätte, Utholm-Halle (Großsporthalle) und Utholm-Schule (Grundschule mit DaZ-Klassen) ein in sich geschlossenes Ensemble, das einer Vielzahl von Nutzern zur Verfügung stehen wird. Man war sich einig, dass mit den Anlagen beim Gymnasium – Sportplatz mit Spielfeld und Voraussetzungen für sämtliche Leichtathletik-Disziplinen bei Wettkämpfen – sowie mit dem TSV-Platz und den Anlagen beim Internat optimale Bedingungen für sportliche Betätigungen jeglicher Art vorhanden sein werden.

Hjr, 05. Februar 2019, HN und www.jb-spo.de

 

Siehe auch www.jb-spo.de

Juli 2017       St. Peter-Ording beantragt Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm

April 2018     Bauausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung Zustimmung

Nov. 2018     Die Wohnbevölkerung von St. Peter-Ording und Tating wurde befragt

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© Georg Panskus