2018  Dezember   2

Jahreswechsel 2018/2019 auf der Buhne

 

Morgens sogar Sonne, danach Nebel, der richtig suppig wurde, zunehmender Wind und Aufklaren, wolkiger, aber trockener Himmel und nachts Sicht! – Was wollte man in St. Peter-Ording mehr. Glück gehabt!

Das Feuerwerk erleuchtete ab Mitternacht für eine Viertelstunde den Nachthimmel und tauchte ihn in ein besonderes Licht. Tausende waren es, die das Jahr 2019 begrüßten. Die Buhne war voll. Doch richtig kalt fühlte es trotz der Temperaturen im Plusbereich um 7 °C an.

Der Silvesterlauf um 14:00 Uhr war im wahrsten Sinne des Wortes ein Renner gewesen.

 

So viele Läufer wie an diesem Silvesternachmittag hatte es bisher noch nicht gegeben. Über 340 Läuferinnen und Läufer von Klein bis Groß hatten sich eingefunden und ließen sich das Laufspektakel nicht entgehen. Manche von ihnen sind „Dauerläufer“ und jedes Jahr wieder dabei. Der zunehmende Nebel ließ es kalt sein, aber es war genug Sicht zum Laufen. Selbst ein Säugling „lief“ mit. Oder war er im Kinderwagen schlafend die treibende Kraft? Miese Laune jedenfalls hatte keiner!

 

Und auch sonst auf der Buhne genoss man am Nachmittag die Zeit bis zum Feuerwerk. Zwei Paare, das eine aus Hildesheim und das andere aus der Pfalz, saßen zusammen vergnügt bei „Gosch“. Sie schienen sich wohl schon länger zu kennen. Dabei waren sie einander gerade eben zum ersten Mal begegnet. Das ist St. Peter-Ording-Flair!

Hjr, 01. Januar 2019, www.jb-spo.de

„Die Strandräuber“ hatten wieder einmal vollen Saal

Für Dieter Niemann und seine Frau aus Langenbretsch bei Heilbronn ist das Jahresabschlusskonzert des Shantychors „Die Strandräuber“ aus St. Peter-Ording immer wieder ein Erlebnis. Er ist passives Mitglied und beide freuten sich schon vorher auf ihren Aufenthalt zum Jahresende an der Nordsee. Vor Weihnachten bereits waren sie angereist, mit dem Einladungsschreiben zum Konzert im Gepäck. Erst nach Neujahr geht es wieder heim.-

Sie sind da nicht allein. Neben vielen aus St. Peter-Ording sind es vor allem Gäste und Urlauber, die sich dieses Konzert im Olsdorfer Krug nicht entgehen lassen. Und wenn es dann nach „Feliz Navidad“ zu Beginn heißt, „Am Nordseestrand ist mein Zuhause“, wissen nicht nur sie, auch diejenigen aus Hamm, Dinslaken, Hannover, Hamburg oder Kiel: Das stimmt! Und wenn bei „Wo de Nordseewellen trecken an de Strand“ diese “auf und nieder gehen“, sind sie voll mit dabei, machen „Strandgymnastik“ und schunkeln seemansecht, als stünden sie an Deck des Schiffes.

Die Atmosphäre dieses Shantyabends ist es, die alle fasziniert. Da kommt was rüber, das macht Spaß zuzuhören und dabei zu sein. Launig führt Ove Ketels am Akkordeon Regie und moderiert, „vertellt den een‘ oder annern Witz“, „Skipper und Moses“ leeren wie üblich ihr Fass Rum und fallen nicht um, „Capitano“ lädt ein., und es gibt natürlich nicht bloß einmal die „Runde“ mit dem Strandräubersong „Wo man Korn trinkt und ein Lied singt, ist es herrlich auf der Welt“. In der Pause tritt ein „Comedian“ auf – auch das gehört bei diesem traditionellen Jahresabschlussabendkonzert dazu. Das war dieses Mal Jens Wagner aus Kiebitzreihe, einer Gemeinde aus dem Amt Horst-Herzhorn bei Elmshorn. Natürlich auf Platt erheiterte er mit seinen aus dem Familienleben gegriffenen Geschichten. Das verstand jeder!

Nebenbei erfuhr man auch etwas über die Strandräuber selbst, vom Abschiednehmen von Sangeskameraden– drei waren es in diesem Jahr – und zur großen Freude auch von Neuzugängen. So war schon ein wenig Vorfreude auf die Auftritte im kommenden Jahr zu spüren. Als Resümee vom Sängerfest in Lunden hatte Ove Becker festgestellt: „Wir stehen gar nicht so schlecht da.“

Hjr, 30. Dezember 2018, www.jb-spo.de

Strandnutzung in St. Peter-Ording bis 31. Dezember 2039 verlängert

 

In den Gremien von St. Peter-Ording war man sich einig, dass schon etwas ganz Besonderes sein müsste, wenn die Nutzung der Strände nicht weiter möglich sein sollte. Kooperation hatte es von allen Seiten gegeben. Im Ziel war man sich einig: Ohne Strandnutzung geht es nicht. Natur und Tourismus geht, wenn man es will und Gegebenheiten anzunehmen bereit ist. 33 Jahre Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und seit 2009 UNESCO Weltnaturerbe haben der Natur einen hohen Stellenwert gegeben und bei den Menschen auch ein stärkeres Bewusstsein für den Erhalt und die Förderung einer intakten Natur geschaffen.

Für den Tourismus-Hotspot St. Peter-Ording an der Nordsee gibt es ein Tourismusentwicklungskonzept und ein Strandentwicklungskonzept. Es gibt einen Managementplan Dünen. Das Besucherinformationssystem sorgt für Wissen über die Natur und rückt ihre Besonderheiten in den Blickpunkt. Schilder am Strand zeigen auf, was zu beachten ist. Im Nationalparkhaus wird nicht nur informiert. Die Freiwilligendienstleistenden des FÖJ bzw. des BFD – sie kamen und kommen aus allen Teilen der Bundesrepublik - erfahren hier jedes Jahr über ihren Dienst für die „Schutzstation Wattenmeer“ , was „Wattenmeer“ i.e.S. bedeutet und wie Ökosysteme funktionieren, tragen das mit hinaus und geben ihr Wissen hier vor allem in Exkursionen und Veranstaltungen an Besucher, Gäste und Urlauber weiter. Die Gemeinde St. Peter-Ording selbst ist Nationalparkpartner, die in der Gemeinde vorhandenen Schulen, Utholmschule und Nordseeschule, sind es ebenfalls. Die ev. Kita St. Peter-Ording, Tating und Tümlauer Koog ist Nationalparkkita. Und es gibt eine Lokale Tourismusorganisation (LTO) St. Peter-Ording und Eiderstedt mit Tönning und Friedrichstadt.<< Neues Bild mit Text >>

Am 23. November 2018 ist in Kiel der öffentlich-rechtliche Vertrag zwischen Gemeinde St. Peter-Ording und Land Schleswig-Holstein von Bürgermeister Rainer Balsmeier und Umweltminister Jan Philipp Albrecht im Ministerium für Entwicklung, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) unterzeichnet worden. Der Vertrag regelt die Rahmenbedingungen für die Nutzung des Strandes von St. Peter-Ording. Diese gelten nun gemäß Vertrag vom 1. Januar 2020 an bis zum 31. Dezember 2039.

Hans Jörg Rickert, im Dezember 2018, www.jb-spo.de

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Hier der Text der Pressemitteilung des Landes

Umweltminister Albrecht verlängert Strandnutzung in St. Peter-Ording

Kiel / St. Peter-Ording. Der zwölf Kilometer lange Strand in St. Peter-Ording soll weiterhin wie bisher genutzt werden können. Umweltminister Jan Philipp Albrecht und Rainer Balsmeier, Bürgermeister des Nordseebades, unterzeichnen heute (23. November) in Kiel einen Vertrag, der die bestehenden Regelungen ab 2020 für 20 Jahre fortschreibt.

„St. Peter-Ording hat sich zu einer Vorzeigegemeinde des Nationalparks entwickelt. Die Bürger und ihre Vertreterinnen und Vertreter wissen, dass der Tourismus vom Nationalpark und seiner Auszeichnung als Weltnaturerbe profitiert. Und im Gegenzug profitiert die Natur vom Engagement der Gemeinde, die sich als Nationalpark-Partner zum gemeinsamen Ziel bekennt, den Tourismus im Weltnaturerbe nachhaltig zu entwickeln“, freut sich Jan Philipp Albrecht.

Rainer Balsmeier, Bürgermeister von St. Peter-Ording, blickt zurück und voraus: „Seit langem hat sich zwischen der Gemeinde und der Nationalparkverwaltung ein konstruktives Miteinander entwickelt. Mit dem neuen Vertrag haben wir jetzt die Planungssicherheit, die wir brauchen, um die Strände weiterhin attraktiv gestalten und nutzen zu können. Der Tourismusstandort St. Peter-Ording wird damit nachhaltig zukunftssicher.“

Wie bisher bleibt das Parken am Strand auf zwei Parkflächen in den Ortsteilen Ording und Böhl vom 15. März bis zum 31. Oktober tagsüber möglich. Etwa ein Fünftel der erhobenen Parkgebühren wird für lokale Naturschutzmaßnahmen und Besucherinformation sowie für die Finanzierung der Projektstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Naturerlebnisangebote verwendet. Ebenfalls zulässig bleiben das Reiten, Strandsegeln, Kite-Buggy-Fahren sowie Wind- und Kitesurfen. Für diese Sportarten sind spezielle Gebiete ausgewiesen. Großveranstaltungen sind auf speziellen Eventflächen möglich. Für Hunde sind derzeit zwei Auslaufgebiete ausgewiesen, in den übrigen Bereichen müssen sie weiterhin angeleint bleiben.

 

St. Peter-Ording verpflichtet sich vertraglich, die natürliche Dynamik der Dünen zu fördern, das Betretungsverbot dort und den generellen Leinenzwang zu überwachen. In Absprache mit der Nationalparkverwaltung und dem betreuenden Naturschutzverband, der Schutzstation Wattenmeer, werden Dünen und Brutgebiete wie bisher als flexible Schutzzonen gesperrt, falls es zum Schutz von Vegetation oder Vögeln als erforderlich angesehen wird.

Die Strände von St. Peter-Ording gehören ganz überwiegend zur Schutzzone 2 des Nationalparks. Bereits weit vor Einrichtung des Nationalparks im Jahre 1985 waren Bereiche als Parkflächen genutzt worden. Nach langer und kontroverser Diskussion hatten das Umweltministerium und die Gemeinde St. Peter-Ording 1999 die Rahmenbedingungen für die Nutzung des Meeresstrandes und den Schutz des Nationalparks in einem Vertrag geregelt. Dieser Vertrag läuft Ende 2019 aus und bedarf einer Fortschreibung. Da sich die Regelungen bewährt haben, nimmt der neue Vertrag die Inhalte und Formulierungen des alten Vertrages weitgehend auf und ergänzt ihn um aktuelle Entwicklungen.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7044 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de |

Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melur.schleswig-holstein.de

 

Siehe auch www.jb-spo.de

2018      April 2   „Naturschutz und Tourismus gehen gemeinsamen Weg“

„Verwaltung hat gearbeitet – Letzte Gemeindevertretung bringt es auf den Weg

Weihnachtsoratorium Kantaten I und IV bis VI in der St. Peter-Kirche

 

Großer Beifall für eine überzeugende Aufführung

Große Musik in der St. Peter-Kirche – das ist das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Da wird es dann noch einmal Weihnachten für jeden. Und es ist fast wie am Heiligen Abend vor der Bescherung: Die Erwartungen sind groß.- Die Geschichte von Christi Geburt im Stall von Bethlehem ist bekannt. Maria bringt Gottes Sohn zur Welt und legt ihn in eine Krippe. Die himmlischen Heerscharen verkünden die gute Mär, und die Hirten machen sich auf den Weg und beten das Kind an. Soweit das Evangelium von Lukas. Dann geht die Geschichte weiter. Darum ging es vor allem bei dieser Aufführung. Gemäß jüdischem Ritus wird das Kind beschnitten. Im Matthäus-Evangelium wird das Kommen der Weisen geschildert, wie diese erst bei König Herodes anfragen, um dann weiter dem Stern zu folgen, das Kind wie die Hirten anzubeten und es in Form von Gold, Weihrauch und Myrrhe zu beschenken. Danach kehren sie aber auf Gottes Rat hin nicht wieder nach Jerusalem zurück, sondern wählen einen anderen Weg in ihr Land. Denn sie und auch wir wissen: Herodes hat Schreckliches vor.

Nach fünf Jahren war es einfach einmal wieder Zeit für „Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage! Rühmet, was heute der Höchste getan!“  Aufgeführt wurden dieses Jahr die Kantate I und die seltener zu hörenden IV bis VI.– Erwartungsvolle Stille breitete sich in der St. Peter-Kirche aus. Das Hamburger Barockorchester mit Konzertmeisterin Gesine Hildebrandt hatte bereits seine Plätze eingenommen, danach traten die Sängerinnen und Sänger der Kantorei St. Peter auf, unter ihnen Hannah Niehus, Lotta Frehse und Samuel Shadbash vom Kinderchor. Die Drei nahmen als „Echo“ auf der Empore Platz. Nach einer Weile betraten zuletzt die Solisten Susanne Ellen Kirchesch (Sopran), Ulrike Andersen (Alt), Stephan Zelck (Tenor) und Julian Redlin (Bass) mit Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen den Raum. Kaum zu glauben, wie leise es war und während der gesamten Aufführung im Publikum blieb, das am Ende dem gesamten Ensemble den höchst verdienten und sich steigernden langanhaltenden Beifall spendete.

„Jauchzet, frohlocket!“ – Es ist einfach ein Wunderwerk, das Johann Sebastian Bach da geschaffen hat und an dem wir uns immer wieder neu erfreuen können. Es ist musikalisch dargebrachte Glaubenswirklichkeit, der sich die Christenheit in ihrer Hoffnung auf Frieden weltweit verbunden fühlt.- Am Ende des ersten Chorsatzes heißt es: „Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören, lasst uns den Namen des Herrschers verehren!“ Das gelang eindrucksvoll unter der einfühlsamen Leitung von Christoph Jensen.- Chor und Orchester führten in die jeweiligen Kantaten ein und präsentierten sich stimmlich hervorragend. In den Rezitativen, Arien und Choralpartien nahmen die Solisten den Faden auf und gestalteten formvollendet die Interpretation, bis Chor und Orchester diese danach mit dem Choral melodisch textkonform ausklingen ließen. So waren die Solisten regelrecht eingebunden, und die Kantaten bildeten in ihrer Abfolge ein Gesamtkunstwerk.

Überzeugend nahmen Sängerinnen und Sänger ihr Publikum gefangen. Mit ihrer Intonation und Modulation rührten die Solisten Zuhörerinnen und Zuhörer an. Wie feinsinnig gestaltete Stephan Zelck doch seine Rezitative! Wie „stark“ war der Alt von Ulrike Andersen! Wie stimmig klangen Rezitativ und Choral von Julian Redlin und Susanne Ellen Kirchesch! Wie anmutig die drei jungen Sänger mit ihr zusammen in der Echo-Arie! Dazu das Hamburger Barockorchester! Es spielt auf Originalinstrumenten des früheren und mittleren 18. Jahrhunderts oder auf adäquaten Kopien. Waren es die spieltechnischen und klanglichen Gegebenheiten dieser Instrumente und ihrer Spielerinnen und Spieler, die den Gesamteindruck noch überzeugender vermittelten? - Es war einmal wieder ein Oratorienabend vom Feinsten! BRAVO!

Hans Jörg Rickert, 31. Dezember 2018, HN und www.jb-spo.de

St. Peter-Ording hat seine Radwege ins Visier genommen

 

Mehrfach schon waren die Radwege in St. Peter-Ording Thema in den Einwohnerfragestunden des Ausschusses für Bauwesen und Verkehr (ABV), zuletzt in der Novembersitzung. Bürgermeister Rainer Balsmeier hatte dazu erklärt, dass seitens des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr beabsichtigt ist, den Radweg an der Eiderstedter Straße von der großen Ampelkreuzung (Schulweg – Bahnübergang – Neuweg) bis einschließlich Wittendüner Allee komplett neu herzurichten, evtl. auch noch das Stück in Richtung Ording bis zum Abzweiger „Im Bad“. Hier müsse man abwarten, wie sich die Planungen gestalteten. Die Ausführung sei für 2019 signalisiert worden. Durch den erfolgten Ausbau der Böhler Landstraße ist der Schutzstreifen für Radfahrer vom Kreisel Wittendün bis zum Ortsausgang in Süderhöft auf einer Länge von über drei Kilometer beidseitig fast komplett hergestellt. Mit den im Mai 2019 zu erwartenden Abschluss der Bauarbeiten an der Straße vom Abzweiger „Westereck“ in Böhl bis Abzweiger „Zum Böhler Strand“ ist dann dort auch alles fertig.

In der Dezembersitzung ging es nun um die über 4,2 Kilometer lange Strecke für Radfahrer vom geplanten Bauende der Promenade II – Familientreff hinter dem Promenadendeich – von der Deichrampe (noch) „Skaterplatz“ bis zur Rampe Überfahrt Böhler Strand. Von der Rampe „Goldener Schlüssel“ bis hin zum Böhler Leuchtturm verläuft der hier vor vielen Jahren geschaffene Radweg seeseitig vor dem Deich auf der Berme. Beim Leuchtturm wird der Radweg in Kombination mit dem Gehweg als derzeit Plattenweg bis zur Rampe Überfahrt Böhler Strand weitergeführt. Der Zustand sowohl des asphaltierten Fahrstreifens vor dem Deich als auch des Rad-Geh-Weges auf der Deichkrone - abschnittsweise auch Dünen - ist keineswegs optimal. Insbesondere der Plattenweg weist Stolperfallen und Schadstellen auf, die Strecke auf der Berme ist sanierungsbedürftig. Das an die Böhler Überfahrt anschließende Stück von 850 Meter Länge bis hin zum Katastrophenschutzweg Marneweg-Ehstensiel-Vollerwiek ist 2015 mit ausschließlich Fördermitteln in Höhe von 86.000 € inForm eines Projektes vorbildlich saniert worden und in einem „Best-of-Zustand“ *

Dem ABV lag eine Ausarbeitung des Fachbereiches „Bauen und Entwicklung“ des Amtes Eiderstedt vor. Die zu sanierende Strecke ist in vier Abschnitte eingeteilt: Skaterplatz – 370 m -Goldener Schlüssel – 710 m – Überfahrt Südstrand – 2340 m Leuchtturm – 840 m – Böhler Strand. Für den Ausbau der Strecke sind bei Einbeziehung des Landesbetriebes für Küsten- und Naturschutz (LKN) die Variante 1 für einen Nutzungszeitraum von 25 Jahren und die Variante 2 für 10 Jahre entwickelt worden. In den Bauabschnitten I und IV ist der Deich als Sanddeich ausgeführt und entspricht so nicht den heutigen Anforderungen an Seedeiche. Diese Deichabschnitte liegen in der Sicherungspflicht der Gemeinde.

Vom Ausschuss sollte in dieser Sitzung nur eine Empfehlung eingeholt werden, in welcher Weise die Ausbaumaßnahme anzugehen ist. Auch aufgrund der durch den Klimawandel bedingten Deichsicherungsmaßnahmen entschied man sich im Wesentlichen für die finanziell moderatere Lösung – in Höhe von geschätzten 600.000 € gegenüber ca. 1 Mio €, allerdings mit der Maßgabe, den BA IV alternativ auszuschreiben. Die Variante 1 beläuft sich für diesen Abchnitt auf 320.000 € gegenüber Variante 2 in Höhe von 175.000 €.

Hjr, 01. Januar 2019, HN und www.jb-spo.de

* siehe dazu: www,jb-spo.de 2015; April, „Serviceleistung für Fußgänger und Radfahrer“

Nationalparkhaus St. Peter-Ording tritt in eine neue Phase

 

Ein „Generationswechsel“ ist es nicht, aber dieser Bezeichnung kommt es schon nahe. Das Nationalpark-Haus St. Peter-Ording (NPH) tritt in eine neue Phase: Ab 2019 übernimmt die studierte Biologin Katharina Stephan für die Schutzstation Wattenmeer die Leitung aus der Hand von Dipl.-Biologin und Umweltpädagogin Sabine Gettner. Sie hat dem NPH mit freiwillig Dienstleistenden – Freiwilliges Ökologisches Jahr, Bundesfreiwilligendienst und Praktikanten – seit 2013 nicht nur Leben eingehaucht, sondern dieses auch aus den Kinderschuhen zu einer Einrichtung weiterentwickelt, die mehr und mehr Zuspruch von Einheimischen und Gästen erfährt. Das wurde in ihrem Rückblick vor vielen Gästen offenkundig.

 

Zur Adventszeit hatte das Team des NPH St. Peter-Ording - wie seit fünf Jahren üblich - Freunde und Unterstützer in seine Räumlichkeiten mit der Ausstellung „Leben mit Sand, Wind und Flut“ eingeladen. Gekommen waren Heide Sprenger (ehrenamtlich im NPH tätig), Karl-Heinz Hildebrandt (Nationalpark-Ranger und Seehundjäger Eiderstedt), Beate Leibrandt (Eiderstedter Forum), Renate Rother (Gesundheitsklinik Stadt Hamburg), Jan Möller (Strandkassierer TZ), Jannes Fröhlich (WWF Husum), Gert Wagner (Filmemacher Wingsfilm), Ulrike Kraus (Schutzstation Wattenmeer), Levke Brauer (NPV Tönning/TZ und LTO SPO), Constanze Höfinghoff (Tourismus-Direktorin), Georg Römer (Leiter Dünen-Therme) und Nils Koch (Techn. Leiter TZ).

 

Sabine Gettner begrüßte herzlich zu dieser Adventskaffeestunde und stellte das aktuelle Team vor: Seit August leisten Susanne Arnhold (Schifferstadt/RP), Ally Fiedler ( Neuhütten/Spessart), Jane Haden (Essen), Linus Kormann (Ingelheim/RP), Johannes Plohmann (Bremen) und Selina Staudenmaier (Süßen b. Stuttgart) ein Freiwilligenjahr ab. Seit September verstärkt Katharina Stephan das Team hauptamtlich und wird ab 1. Januar 2019 die Leitung des NPH und des Freiwilligenteams übernehmen. Sie kommt aus der Nähe von Bremerhaven und hat an der Universität in Göttingen ihren Master in Biologie gemacht. An der Uni Oldenburg hat sie danach zum Thema Plastikmüll in den Meeren geforscht. Sie freut sich sehr auf ihre neue Aufgabe und die Zusammenarbeit. Einen besonderen Dank richtete Sabine Gettner an Ulrike Kraus: „Sie unterstützt uns immer, wenn wir Hilfe brauchen.“

 

Das heutige NPH hat eine längere Vorgeschichte. Im Foyer des damaligen Wellenbades hatte der Zivildienstleistende Thorsten Künnemann 1991 eine erste kleine Ausstellung mit Aquarium organisiert. Er führte auch Wattführungen durch. Rainer Schultz – heute Westerhever – war bis 2012 für die Arbeit vor Ort verantwortlich. Von 1998 bis 2009 betrieb die Schutzstation in der Nebenstelle der Kurverwaltung am Markt – heute steht dort das Gebäude der VR Bank – ein kleines „Naturkundliches Informationszentrum“.

Im September 2009 begannen die Planungen für das neue NPH. Ab Dezember 2012 war Sabine Gettner hauptamtlich für Aufbau und Betrieb der Ausstellung tätig. Eröffnet wurde es im Mai 2013. Die neuen Räumlichkeiten in der Dünen-Therme bieten wesentlich mehr Platz, um den vielen Gästen in St. Peter-Ording den Nationalpark mit attraktiven Aquarien, vielen interaktiven Spielstationen und einem Nationalpark-Kino näher zu bringen

Im Dezember 2013 fand die erste Aquarienführung statt. Für Einheimische gibt es seitdem jeden Winter Aktionswochen mit freiem Eintritt. Unter dem Motto „KüstenTon“ entstanden für das Jahr 2014 auf Initiative des Bratschisten Wolfgang Hinzpeter von der Berliner Staatskapelle in Westerhever und St. Peter-Ording „Westküsten-Kammermusiktage“ mit geführten Wanderungen und einem exzellenten Vortrag des Klimaforschers Prof. Dr. Schellnhuber zum Klimawandel. Zugunsten der Schutzstation Wattenmeer hatten die Akteure für das NPH auf ihre Gagen verzichtet. Mit dem Überschuss konnte 2015 die Nationalparksäule auf der Buhne finanziert werden. „Große Nationalpark-Tour mit Picknick“ (ab 2015), Vogelaktionstag (2016), Junior-Ranger-Gruppe (2017), „Sagenhafte Dünentour“ (2017) sind nur einige der Stationen, mit denen die Schutzstation im NPH inzwischen ein attraktives Angebot zu Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer aufgebaut hat. Zu den weiteren Aktivitäten gehören ganzjährig viele Naturerlebnis-Touren, Gebietsbetreuung im Nationalpark, Sonderaktionen wie Infostände und Müllsammelaktionen in Kooperation mit der Tourismus-Zentrale sowie Dünenpflegearbeiten im FFH-Gebiet.

Katharina Stephan übernimmt nun einen Großteil der Stationsarbeit. Sabine Gettner bleibt in St. Peter für den Naturschutz zuständig und wird auch weiterhin für das NPH als Beratung und Vertretung zur Verfügung stehen. Der Einsatz von nun zwei Hauptamtlichen stellt eine personelle Verstärkung zu Gunsten des Nationalparks dar.

Hjr, 27. Dezember 2018, HN und www.jb-spo.de

 

Spätestens bei „Julen är här“ kommt Weihnachtsstimmung auf

Das Weihnachtskonzert der Nordseeschule hat Tradition

 

Es ist so wie immer, und trotz aller freudiger Aufgeregtheit der Akteure – und auch der Besucher – geht ein gewisser Zauber von dem Weihnachtskonzert in der Nordseeschule aus. Das war es wohl, was Nils-Ole Hokamp in seiner Begrüßung der vielen Gäste und mit seinen Dankesworten an die ausführenden Schülerinnen und Schüler, an die Eltern und Schulsekretärin Birgit Sell sowie die Musiklehrkäfte Christine Melzer und Inke Lorenzen meinte, als er formulierte: „Spätestens bei ‚Julen är här‘ bin ich im Weihnachtsmodus drin.“

Mit einem Gedicht von Wilhelm Lobsien hatten die beiden Musikerinnen Christine Melzer und Inke Lorenzen zum Konzert in die Aula der Schule eingeladen und auf den dort mit leisen Glockenklängen beschriebenen Weihnachtsfrieden Bezug genommen.

Den vermittelten die kleinen, die größeren und die großen Musikerinnen und Musiker der Schule. Zum Abschluss des Konzertes traten dann alle zusammen auf - generationenübergreifend erweitert um Eltern, Lehrkräfte und Freunde der Schule - und waren singend oder auf ihrem Instrument spielend mit strahlenden Gesichtern freudig dabei. Uscha Stipanits von der Kreismusikschule Nordfriesland hatte sich mit ihren Geigenschülern Levke und Tjark ebenfalls dazu gesellt.

Musikunterricht heute ist breit angelegt. Das wurde in diesem Weihnachtskonzert wieder einmal mehr als deutlich. Und wie gut, dass Christine Melzer in ihrer Moderation auch über das Musikgeschehen an der Schule berichtete! So entstanden wertvolle Bezüge. Das Publikum war auf einmal voll mit in die Musikpädagogik eingebunden. - In sieben kleine Blöcke war das fast zweistündige „Musikerlebnis“ unterteilt.

Der Unterstufenchor startete den Abend mit „Dingdong, diggidiggidong“, und schon waren da die Weihnachtsglocken. Eine Freude war es, ihnen und darauf der „Ukulelen-AG“ zuzusehen und zuzuhören. Bei „Musik erfinden“ wurde in drei Kllangszenen „Wasser zu Eis“. Die vier Jungen verzauberten mit ihren dazu ausgedachten Klängen und dem Zusammenspiel. Die „Percussion-AG“ mit „Mambo im Winter“ stand ihnen in nichts nach. Die kleine Chorgruppe aus der Mittel- und Oberstufe mit Inke Lorenzen beeindruckte mit ihrem Gesang. Soli und gemeinsamer Gesang zeigten, was Musikunterricht heute möglich macht, auch von den Liedern her, wie hier mit „Xmas – war is over“ von John Lennon und Yoko Ono. Da passte dann anschließend ausgezeichnet das Streicherensemble, das zunächst mit „Wintermelodie“ als Duett und danach als Quartett mit Tjark, Levke, Uscha Stipanitz und Christine Melzer beim sizilianischen Lied „O Santissima“ schon auf das Ende des Konzertes hinwies. Dort wurden wie traditionell üblich mit allen Gästen gemeinsam gesungen „Stern über Bethlehem“ und „O du Fröhliche“. Vorher aber hatte der Projektchor mit großer Instrumentalbegleitung mit dem Kanon „Dona nobis pacem“, „Hevenu shalom“, „Une fleur m’a dit“ und „Siyahamba“ zum Hören eingeladen, ehe dann „Julen är här“ Weihnachten in unmittelbare Nähe hatte rücken lassen.

Dankesworte gab es für die Tontechniker Anton Petrak und Joshua Bombis mit ihren Helfern Lenn Haubenreißer und Joel Feige sowie für Uscha Stipanits, Inke Lorenzen und Christine Melzer seitens der Schulelternbeiratsvorsitzenden Tina Jaster aus Vollerwiek.

Hans Jörg Rickert, 20. Dezember 2018, www.jb-spo.de

Zum 7. Mal wurde aus dem Ev. Jugenderholungsdorf ein "Winterdorf" 2018

 

Seit 1986 gibt es in St. Peter-Ording irgendwie einen Weihnachtsmarkt. Mit ihm begann man auf Initiative der Gemeinde in der Olsdorfer Straße. Der Markt sollte nicht kommerziell sein, sondern eine Möglichkeit für Einrichtungen, Vereine, Gruppen und andere, um sich zu präsentieren. Es hakte bald, u.a. auch wetterbedingt, aber vor allem auch mangels Beteiligung wegen des doch immer großen Aufwandes für zwei Tage. Der Markt verlagerte sich auf den Schulhof und schlief schließlich für einige Jahre ein. Vor sieben Jahren erwachte er aus seinem Dornröschenschlaf. Geschäftsführerin Anika Augustin vom Ev. Jugenderholungsdorf, Sascha Augustin und Oliver Grunau als Freunde und Daniel Schädler vom Jugendzentraum taten sich zusammen und riefen ihn in Form eines „Winterdorfes“ auf dem Gelände der Einrichtung der Diakonie wieder ins Leben. Und er hat sich in den Jahren gemausert, ohne kommerziell ausgerichtet zu sein.

Dreißig Anbieter verteilten sich dieses Mal am dritten Adventswochenende in der Aula und auf dem Innenplatz des Geländes zwischen den Bettenhäusern des Erholungsdorfes von Freitagnachmittag bis Sonntagabend. Um 19 Uhr ist abends Schluss. Verschiedenste Arten von Holzarbeiten, Schmuck, Gebasteltes, Eingemachtes, Gestricktes, Anziehsachen sind im Angebot. Natürlich gibt es Essensstände mit Futjes, Bratwurst, Crepes, Waffeln, Mutzenmandeln, Glühwein und mehr. In der Cafeteria der Aula gibt es Kaffee und Kuchen.

Das Wichtigste aber: Hier trifft man sich und schnackt miteinander. Die Kinder toben um den großen Tannenbaum, die etwas älteren können Stockbrot an der offenen Feuerwanne backen. Dafür ist das „Jos“ mit Daniel Schädler zuständig. Die Abiturienten des Gymnasiums der Nordseeschule verkaufen seit Jahren Bratwürste. Aus dem Erlös finanzieren sie zu einem Teil ihre Abi-Feier. Die Konfirmanden waren für ihre Jugendfreizeit aktiv. Die Fördervereine der Kita, der Utholm-Schule und der Schule Tetenbüll hatten Stände bzw. Aktivbereiche. KiTa-Team, DRK, Tennisclub und die Umweltbildungs-Imkerei machten mit. Auch Mitarbeiter des Jugenddorfes waren wieder mit Ständen beteiligt. Ingrid Brill informierte an ihrem Stand über die „Pflege-Ethik-Initiative“. Der Posaunenchor der Ev. Kirchengemeinde hatte am Sonnabend seinen Auftritt und der Eiderstedter Musikzug der Feuerwehr am Sonntag. An dem Nachmittag kam auch der Weihnachtsmann. Auch nach außerhalb hat sich dieses „Winterdorf“ als besonderer Weihnachtsmarkt inzwischen einen Namen gemacht.

Sogar weihnachtlich winterlich wurde es dieses Jahr tatsächlich. Ein wenig „Weiß“ flockte wie ein „Adventsgeschenk“ vom Himmel.

….  und noch mehr Adventsideen in St. Peter-Ording

Am Donnerstag vor dem 3. Advent erschienen die Posaunenbläser der Kirchengemeinde zum Kurrendeblasen im Wohngebiet Amtmann-Dircks-Straße. Wegen der Bauarbeiten in der Böhler Landstraße gab es dort dieses Jahr keinen Tannenbaum. So war man nach hier ausgewichen.

Bereits am zweiten Advent hatte die Wohngebietsgemeinschaft Westerleye, Osterleye und Stackacker um ihren Tannenbaum  gefeiert.

Vieles hatte die Gemeindevertretung in der Weihnachtssitzung auf den Weg zu bringen

 

Mit 25 Punkten im öffentlichen Teil und dazu noch sechs im nichtöffentlichen war die Tagesordnung für die Sitzung der Gemeindevertretung sehr umfangreich. Seitens der CDU-Fraktion waren zwei Mitglieder wegen Urlaubs nicht anwesend. Da Tim Schäfer von seinem Amt als Gemeindevertreter zurückgetreten war, rückte für die AWG gemäß Liste Maike Christiansen nach. Bürgervorsteher Boy Jöns führte sie in ihr Amt als Gemeindevertreterin ein. Erforderlich gewordene Umbesetzungen für die AWG erfolgten in der Weise, dass Christian Ott jetzt 3. stellv. Bürgermeister ist, Christian König an die Stelle von Andreas Mietz im Arbeitskreis „Städtebauförderung (Daseinsvorsorge) Sankt Peter-Ording“ tritt und Tim Schäfer nun als bürgerliches Mitglied im Tourismusausschuss sitzt. Das wurde gemäß Hauptsatzung so beschlossen. Christian Ott wurde für die Wahrnehmung seines verwaltungsrechtlich herausgehobenen Ehrenamtes durch den Bürgervorsteher vereidigt.

Mit persönlichen und anerkennenden Worten hatte Boy Jöns vorher Tim Schäfer für zwei Wahlperioden als Gemeindevertreter gedankt, davon besonders für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der vergangenen Wahlperiode bis Mai als Vorsitzender des Tourismusausschusses. Dieser blickte auf insgesamt 16 Jahre Tätigkeit für die Gemeinde zurück und betonte, an die Gemeindevertretung gerichtet: „St. Peter ist da, wo es noch nie war. Ich drücke ihnen und euch allen die Daumen, dass es so weiter geht.“

Eine erste Hürde gab es bei der Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung. Es konnte erst verspätet zugestellt werden. Zu spätes Veröffentlichen von Protokollen hatte Klaus Töberich schon in der Einwohnerfragestunde bemängelt. So wurde es nur mit Enthaltungen genehmigt.

 

Die Änderung der beiden Flächennutzungspläne, die 10. für beabsichtigte Campinghäuser auf dem Campingplatz Saß in Brösum und die 12. für das Gebiet „Drift“ für eine Ferienhaussiedlung passierte das Gremium einstimmig.

Bei Punkt 11 – Antrag der CDU-Fraktion auf Trennung des Ausschusses für Bauwesen und Verkehr (ABV) in einen für Bau und einen zweiten für Verkehr und dafür Zusammenlegung des Sozialausschusses mit dem Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport (AJKBS) in einen mit neun Sitzen neuen Ausschuss – dauerte es wieder länger. Die Sinnhaftigkeit wurde seitens SPD und AWG in Frage gestellt. Ein Verkehrskonzept soll demnächst in Auftrag gegeben werden und die Folgen für die Besetzung der anderen Ausschüsse könnten problembehaftet sein. Die FDP unterstützte aber den Vorschlag der CDU, so dass nun aufgrund von Mehrheitsbeschlüssen in beiden Teilanträgen erst einmal die Vorbereitung der Besetzung fraktionsübergreifend zu regeln ist. Dann muss die Hauptsatzung geändert werden, ehe die Neuordnung überhaupt stattfinden kann. Vorerst hat der ABV wie bisher weiterzuarbeiten.

  • Kommentar:
  • Wenn die Arbeit im BAV zu komplex und deswegen zeitaufwändig sei, die Neuordnung aber doch ebenfalls komplex und zeitaufwändig ist, stellt sich für den Bürger die Frage, wo hier ein Vorteil sein soll. Könnte es nicht sinnvoller sein, sich im ABV Gedanken über die Arbeitsweisen dort zu machen und diese zu optimieren, statt nach einem halben Jahr Tätigkeit als neue Gemeindevertretung umzustrukturieren, zumal die Verwaltung davon abgeraten hat. Einerseits gesteht man ein, die Verwaltung könne ihren Verpflichtungen nicht wie gewünscht und erwartet nachkommen, aber nun bürdet man ihr doch noch zusätzlich wieder etwas auf. Und sich selbst auch! Das alles kostet doch auch ebenfalls Zeit und bringt kurzfristig gar nichts und längerfristig auch nicht.

Die Feststellung des Jahresabschlusses der Tourismus.Zentrale für 2017 geschah einstimmig. Bei dem Erwerb von Anteilen der SH-Netz schieden sich wieder die Geister. Mit sieben (SPD/AWG) dafür, zwei Enthaltungen (FDP) und sechs dagegen (CDU) ist aber noch nicht geregelt, wie das nun für wieviel Geld laufen soll. Das wird im Finanzausschuss noch beraten werden müssen, ehe dann abschließend die Gemeindevertretung entscheidet.

 

Alle anderen Tagesordnungspunkte liefen einstimmig durch: Zusammenlegung der Bauhöfe, Markenkonzept, Anpassung des öffentlich-rechtlichen Vertrages zur Aufgabe der Wasserlieferung, Beitritt zum Klimabündnis, Änderung der Gebührenordnung der Bücherei, zweiter stellvertretender Wehrführer für die Feuerwehr St. Peter-Ording und Genehmigung von deren Kameradschaftskasse in Sachen Einnahme- und Ausgabeplan. Hier gab es für die FFW Anerkennung und Lob und zustimmendes Tischklopfen der Bürger.

Über den Resolutionsentwurf des Landkreises Ostholstein zur geplanten Reform der Kindertagesstätten-Finanzierung in Schleswig -Holstein, der über den SHGT verbreitet worden ist, wurde kein Beschluss gefasst. Der AJKBS wird sich zunächst damit beschäftigen.

Das Sitzungsgeld geht als Spende an die Jugendfeuerwehr. So wurde es denn doch noch etwas weihnachtlich, denn erstmalig fehlten an den Plätzen die für die Weihnachtssitzung seit Jahren üblichen „Bunten Teller“.

Kommentar: Schade!- Das hatte doch noch etwas gehabt!

Hans Jörg Rickert, 20. Dezember 2018, www.jb-spo.de

Bürgerinnen und Bürger forderten Informationen zum Bahnübergang Bövergeest

 

Wird der Bahnübergang Bövergeest doch wieder geöffnet ?

Der einst nur durch Baken und Andreaskreuze „gesicherte“ und eingeschränkt zu überquerende Bahnübergang Bövergeest wurde im Jahre 2015 geschlossen.

Anwohner des Baugebietes Wittendüner Allee (B-Plan 64) hatten einen entsprechenden Antrag gestellt, dem die Gemeindevertretung nachgekommen war.

 

Einen „echten“ Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern - zum Beispiel in einer öffentlichen Einwohnerversammlung - hatte es dazu jedoch nicht gegeben. Die Bahn stimmte dem Begehren der Gemeinde zu. Der Übergang wurde abgesperrt und schließlich auch das Queren durch Errichten eines festen Zaunes auf beiden Seiten verwehrt. Für Kraftfahrzeuge und Motorräder war das Überqueren nun von beiden Seiten ausgeschlossen und auch durch entsprechende Beschilderung kenntlich gemacht.-

 

Noch aber sind die Zufahrtstraßen nördlich und südlich nicht zurückgebaut. Der Bahnübergang selbst ist entwidmet. Aber die Zufahrtstraßen bis zum Zaun existieren wie vorher. Sie aber liegen auf Gemeindegebiet. Per Fahrrad oder zu Fuß kommt man auf beiden Seiten gut heran. Der in Richtung Tating wegen Umgehung von Fußgängern und Radfahrern später auch noch um einige Meter mehr verlängerte Zaun verhindert nur das direkte Queren über die Schienen.

 

Die Schließung erfolgte aus Sicherheitsgründen. Es hatte dort vor Jahren einen tödlichen Unfall gegeben, und inzwischen war das neue Baugebiet entstanden. Insbesondere junge Familien haben die Gelegenheit wegen der familienvergünstigten Bedingungen zum Grunderwerb genutzt und dort gebaut. Vorher war die Einrichtung einer Schrankenanlage erwogen worden. Diese konnte aber zeitnah nicht erfolgen und die Kosten für die Gemeinde wären zu hoch gewesen. Deswegen hatte man sich für die Schließung ausgesprochen.

 

 

Mehrfach haben sich Bauausschuss und Gemeindevertretung in 2017 und 2018 mit der Situation am Bahnübergang beschäftigen müssen. Entweder waren es Anträge seitens der Fraktionen der AWG bzw. der CDU, die Vorschläge zu einer Änderung gemacht haben, weil sich an der Situation des Zustandes nichts verändert hatte, oder Einwohnerfragen zu Beginn der Sitzungen. Die Bahn hat bisher die Andreaskreuze nicht entfernt, die Straßen sind beidseitig nicht zurückgebaut, die geplante zusätzliche Zaunverlängerung konnte bisher wegen Grundstücksfragen nicht umgesetzt werden.

 

Über die Veröffentlichung der Tagesordnung zur Sitzung der Gemeindevertretung, und wohl auch sonst, war bekannt geworden, dass die Schließung des Bahnüberganges in Frage stünde bzw. nun aufgehoben werden sollte. Das war auch der Grund dafür, dass sich der Saal im Olsdorfer Krug schon rechtzeitig mehr und mehr vor Beginn der Sitzung vor allem mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Wohngebiet B-Plan 64 – Zufahrtstraße von der Wittendüner Allee „Bövergeest“ mit gleichnamigen Stichstraßen und der von ihr ausgehenden Straße „Op de Geest“ mit ebenfalls Stichstraßen, die als Spielstraßen ausgewiesen sind – gefüllt hatte. So voll wäre es anlässlich einer Gemeindevertretersitzung zuletzt in den 90-iger Jahren nur wegen der Strandbeparkung gewesen, bemerkte Bürgervorsteher Boy Jöns bei seiner Begrüßung zur Eröffnung der Sitzung. Ausgesprochen ruhig war es. Trotzdem war eine Anspannung spürbar. Beide Seiten wussten von der problembehafteten Situation.

In der Einwohnerfragestunde war dann Matthias Loof der erste, der den Reigen der Fragen zum Thema Bahnübergang eröffnete: „Wie weit ist bei der Deutschen Bahn das Planverfahren für die Schließung des Bahnüberganges gediehen?“ Eine ihn befriedigende Antwort dazu konnte nicht gegeben werden. So führte er danach u.a. aus, dass Gerüchte, über eine nichtöffentliche Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses sei die Öffnung des Überganges nun wieder vorgesehen und solle heute beschlossen werden, bei den Anliegern für Unverständnis sorgten. Zweimal in der Stunde würde sich der Verkehr von beiden Seiten am Übergang stauen und eine Gefährdung der Verkehrssicherheit im Gebiet zur Folge haben. Er schloss mit: „Brauchen wird die Öffnung? Ist das nicht viel zu komplex?“-

Bürgervorsteher Boy Jöns erläuterte, dass das Thema nun ja öffentlich behandelt werde. Gegenüber damals habe sich die Situation für die Gemeinde geändert. Die Kosten für eine Beschrankung (ca. 500.000 €) seien nur noch zu einem Drittel von der Gemeinde zu tragen. Bund und Deutsche Bahn übernähmen je ein weiteres Drittel. Es gäbe realistische Chancen für eine Schrankenanlage. Eine Öffnung des Bahnüberganges könne für eine mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes von Vorteil sein. Aber er bekannte dann: „Wir sind die letzten, die gegen den erklärten Willen der Einwohner beschließen.“ Die Wortmeldungen der Anlieger führten dann weiter von „absolut nicht nachvollziehbar“ über die „Gefährdung von Treu und Glauben“ bis hin zu einer erhöhten Verkehrsgefährdung und der Tatsache, dass die Bahn den Übergang stillgelegt haben möchte, dort aber dafür noch nicht alle Unterlagen vorhanden seien.

 

Unter Tagesordnung Punkt 10 sollte das Thema dann weiter in der Gemeindevertretung behandelt und auch ein Beschluss gefasst werden. Dazu beantragte Jan Duggen (CDU) bei der Genehmigung der Tagesordnung, im Titel des Punktes „Beschlussfassung“ zu streichen und nur in „Beratung zum Bahnübergang Bövergeest“ abzuändern, was dann mehrheitlich geschah. Hier wurde die Problematik wegen nun Bekanntheit der Thematik nur noch in angemessener Kürze aufgegriffen. Es wird Anfang 2019 eine Veranstaltung mit Bürgerinnen und Bürgern zu dem Thema Bahnübergang Bövergeest geben. Die Sitzung ging weiter. Erstaunlich wenige der Zuhörer verließen jetzt den Saal.

Hans Jörg Rickert, 19. Dezember 2018, HN und www.jb-spo.de

Zum dritten Advent kam ein wenig Schee herunter ...

Musikalischer Gottesdienst am 3. Advent in St. Magnus

 

Gudrun Fuchs stellte neues Parament in Weiß für den Altar vor

Mit dem ersten Schnee war es zum 3. Adventssonntag winterlich weiß geworden. Damit war ein zusätzlicher Reiz gegeben, am Spätnachmittag den musikalischen Gottesdienst in der altehrwürdigen Tatinger Kirche St. Magnus zu besuchen und sich auf Weihnachten einstimmen zu lassen. Pastor Manfred Rosenau hatte die liturgische, Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen die musikalische Leitung. Das Bläserensemble der Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating erfüllte den Raum mit weihnachtlichem Klang.

Für diejenigen, die sich schon an der festlichen Adventsmusik vor dem zweiten Advent in der St. Peter-Kirche hatten erfreuen können, wurde es zu einer doppelten Freude. Viele der Lieder und Musikstücke konnten mitgesungen bzw. auch noch einmal ganz bewusst gehört werden.- Advent und Weihnachten ist alle Jahre wieder. Zu bekannten Kompositionen kommen neue, alte werden erinnert und erneuern sich so jedes Jahr. Es ist wie mit dem christlichen Glauben: Er wird mit der Erinnerung an Christi Geburt im Stall zu Bethlehem in der Winterszeit wieder wachgerufen. Das Geschehen von Golgatha wird dabei nicht ausgeblendet. Weihnachten und Ostern gehören im christlichen Glauben zusammen.

Das machte Kirchengemeinderätin Gudrun Fuchs deutlich, als sie der Gemeinde das neue weiße Parament vorstellte. Ihr Dank ging insbesondere an den Frauenkreis Tating, der zu Kollekten und Einzelspenden mit dem Verkauf seiner selbstgefertigten Stickereien und anderer Handarbeiten den Hauptteil der Finanzen erwirtschaftet hatte. Für die handwerklich hochwertig ausgeführte Arbeit dankte sie der Ratzeburger Paramentenwerkstatt. Deren Leiterin ist die Handwebmeisterin und Gestalterin im Handwerk Kathrin Niemeyer. Ihre Mitarbeiterinnen sind Eva Brauer (Handstickmeisterin) und Ulrike Spangenberg. Kooperiert wird dabei mit freien Künstlerinnen und Handwerkerinnen.

Paramente sind im Gottesdienst evangelischer Kirchen für Altar, Kanzel und liturgische Geräte kostbar ausgeführtes und entsprechend gestaltetes Tuchwerk in den liturgischen Farben Weiß, Rot, Violett und Grün. Es sind Auftragsarbeiten einzelner Gemeinden. Form und Gestaltung werden immer gemeinsam mit den Verantwortlichen seitens des Auftraggebers entwickelt. Weiß ist die Farbe für die Christusfeste. Sie ist an Weihnachten und Ostern zu sehen und löst Violett ab. Diese ist die „Bußfarbe“. Sie erscheint im Advent und in der Fastenzeit (Passion) sowie an Buß-, Bitt- und Trauertagen.

Kathrin Niemeyer hat sich zunächst selbst mit dem Kirchenraum von St. Magnus vertraut gemacht. Ihr erster Entwurf aber wurde verworfen und ein neuer gemeinsam unter besonderer Mitwirkung von Gudrun Fuchs geschaffen. So entstand dieses neue weiße Parament, das jetzt die Lücke in der Paramentensammlung für den Altar der Tatinger Kirche schließt.- Weiß ist die Farbe des Lichtes. Sie rückt sozusagen „ins Licht“ und macht die „Dunkelheit hell“. Und der Schnee draußen macht aus dem wenigen Licht in der dunklen Jahreszeit mehr Licht. So wie die himmlischen Heerscharen Licht zur Krippe bringen und die Auferstehung an Ostern Licht in unser Leben bringt.

In seiner Betrachtung zu den Lesungen des Magnificat (Der Lobgesang der Maria) aus dem Kapitel 1 im Lukas-Evangelium und der Prophezeiung des Jesaja im 9. Kapitel hatte Pastor Rosenau bereits den „Lichtgedanken“ aufgegriffen und die Aussage des Propheten „Doch es wird nicht dunkel bleiben“ erläutert. Mit der dritten Adventskerze sei es nicht mehr lang. Mit Musik und Licht bereiteten wir uns auf Weihnachten vor, nicht so laut wie auf den Adventsmärkten. Und Maria bedanke sich bei Gott, indem ihre Seele den Herrn „erhebt“ und unseren Blick auf seine Barmherzigkeit lenkt. „Fürchtet Euch nicht“, ist die zugehörige Weihnachtsbotschaft.

Hans Jörg Rickert, 18. Dezember 2018, www.jb-spo.de

Gemeinden des Schulverbandes Eiderstedt sind sich einig

 

Die Gemeinden des Schulverbandes Eiderstedt können sich aufeinander verlassen. Große Einmütigkeit kennzeichnete die Sitzung, und wertschätzende Anerkennung gab es für die Arbeit der Verwaltung im Amt Eiderstedt und für die beiden Verantwortungsträger Bürgermeister Peter Theodor Hansen aus Osterhever als Vorsitzenden des Hauptausschusses und Bürgermeister Rainer Balsmeier aus St. Peter-Ording als Vorsitzenden des Schulverbandes. Bürgermeister Kurt Eichert aus Poppenbüll bedankte sich bei ihnen im Namen der Versammlung für das vertrauensvolle Miteinander.

Vollzählig war der Schulverband zu seiner Sitzung zwecks Verabschiedung der Haushaltssatzung sowie des Haushaltsplanes 2019 inkl. Stellenplan zusammengekommen. Marion Bernhardi als für die Koordinierung der Arbeit im Amt Eiderstedt zuständige Sachbearbeiterin, Stefan Cornils vom Fachbereich Bauen und Entwicklung sowie Christian Rach für die Finanzen waren ebenfalls anwesend. Zugegen waren für die Grundschule Garding mit Außenstelle Tetenbüll Rektorin Doris Birkenbach, für die Utholm-Schule St. Peter-Ording die stellv. Schulleiterin Julia Pastoors und für die Nordseeschule – Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil – und das „Jos“ als konzeptionelle Gemeinschafts-Einrichtung für die Offene Ganztagstagsschule und seitens der Gemeinde und des Schulverbandes für Jugend- und Schulsozialarbeit OStD Nils Ole Hokamp.

 

Christian Rach stellte im Wesentlichen die Eckdaten vor. Dazu gab es noch die eine oder andere kurze Einlassung. Da aber im Hauptausschuss alles sehr ausführlich erörtert und besprochen worden war, geschah das zügig. Die Verabschiedung erfolgte einstimmig. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht geht der Schulverband damit in sein zweites Jahrzehnt.

Das Haushaltsvolumen beläuft sich im Ergebnisplan – Erträge und Aufwendungen ausgeglichen - auf insgesamt 3,358 Mio €. Das ist gegenüber 2018 ein Anstieg um 191.400 €. Die Schulverbandsumlage für die dreizehn Gemeinden steigt daher um 158.000 € und beträgt 1,988 Mio €. Insgesamt 962 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schulen des Schulverbandes, 251 davon kommen aus anderen Gemeinden außerhalb des Verbandes. Diese haben dafür Schulkostenbeiträge zu zahlen. Der Stellenplan – Informationstechniker, Sekretärin, Hausmeister, Raumpflege, Schulsozialarbeit, betreute Grundschule/Schulassistenz, Erzieher – weist gegenüber dem Vorjahr 0,49 Stellen mehr aus. Die Personalkosten steigen wegen der tariflichen und Erhöhung der Stundenanteile für Schulsozialarbeits- und Hausmeistertätigkeiten um veranschlagte 51.600 € auf insgesamt 1,029 Mio €.

 

Investive Maßnahmen im Bereich der baulichen Unterhaltung und des Geländes sind vorgesehen an der TMS Garding u.a. für die Fenstersanierung in der Sporthalle (35.000 €) und einen Prallschutz in der Turnhalle (11.000 €). Als größere Investitionen liegt eine neue Sicherheitsbeleuchtung an. Die Maßnahme für 2018 „Not- und Fluchtwegbeleuchtung“ ist für 2019 neu veranschlagt. Die energetische 90.000 € teure Dachsanierung des östlichen Teils des Verwaltungstraktes wird nur dann durchgeführt, wenn seitens der IB.SH eine Förderung von mindestens 50 % erfolgt. In Tetenbüll wird der Sportplatz eingefriedigt. Nach der erfolgten Sanierung in 2018 wird er wieder bespielbar sein. Die Sanierung des Sportplatzes beim Gymnasium wird fortgesetzt. Die Lehrküche dort wird erneuert (55.000 €), ebenfalls steht für die Mensa eine Ersatzbeschaffung (12.500 €) an. Das Nordsee-Internat beteiligt sich mit 6.000 €. Im Gemeinschaftsschulteil ist eine Reinigungsmaschine (8000 €) zu erneuern, und für die Raumpflegerinnen wird mit Spinden die Arbeitsplatzsituation optimiert. Insgesamt erfolgen in allen Schulgebäuden bauliche Erhaltungsmaßnahmen und Ersatzbeschaffungen für z.T. über 30 Jahre altes Mobiliar, z.B. Lehrerzimmer der Utholm-Schule. Auch in die Lehrmittelsammlungen wird investiert.

 

Ein wichtiger Posten sind die Schülerbeförderungskosten. Die erforderlichen Rechnungen lagen bisher nicht im notwendigen Maße zum Begleichen vor. „In 2019 muss das für alle Jahre glattgezogen sein“, so der Schulverbandsvorsteher. War man alle Jahre ohne Kredit ausgekommen, ist für 2019 eine Kreditaufnahme in Höhe von 283.000 € vorgesehen. Insgesamt bilanzierte Rainer Balsmeier: „Die Investitionen in die Schulen sind gut. Das sehen wir gemeinschaftlich so. Wir werden unsere Schulen auch weiterhin gut ausstatten und dem in vernünftiger Weise nachkommen.“ Allerdings falle es nicht leicht, „die Aufgaben zu schultern, die von Amt, Kreis und Land auf uns zukommen.“ Damit spielte er auf die immensen Kosten an, die die Umstellung der Informationssysteme für Verwaltung und Unterricht erfordern.

 

Der Film „Nordseeschule - Lehren und Lernen am Meer“ wurde als sehr gelungen bezeichnet. Er kann über die Schul-Homepage aufgerufen werd

AJKBS St. Peter-Ording will stärker mitmischen

 

Beim Abarbeiten der Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Jugend, Bildung und Sport der Gemeinde St. Peter-Ording wurde dieses seitens der Ausschussvorsitzenden Ingrid Brill (CDU) deutlich artikuliert: Wir wollen uns stärker beteiligt wissen. In der vergangenen Sitzung hatte man sich ohne den notwendigen Informationshintergrund dem Teilbereich „Skaten“ im Zuge der Gestaltung des Projektes „Promenade II“ ziemlich lange gewidmet, und auch in Sachen Anpassung der Preise für die Nutzung der Gemeindebücherei waren zusätzlich Fragen aufgekommen. Der Punkt „Runder Tisch“ hatte wegen kurzfristig eingetretener Verhinderung des Vortragenden abgesetzt werden müssen. Damit war die Tagesordnung vorgegeben.

Die Erneuerung der Promenade Teil I wurde vor zehn Jahren abgeschlossen. Teil II ist seit längerem in Planung und kommt jetzt dran. Vor dem Deich ist auf gleicher Länge ein Naturerlebnisraum (NER) vorgesehen. Auch dafür laufen mittelfristig die Planungen. Gewartet wird hier nur auf die Fördermittel. Somit laufen derzeit drei Teilprojekte: „Familienzentrum“, „Promenade II“ und „NER“. Zusammen bilden sie ein großes Ganzes.

Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff und der technische Leiter der TZ Nils Koch informierten den Ausschuss in dieser Sitzung nun ausführlich über das „Projekt Promenade II“. Mit den notwendigen inzwischen durchgeführten Baumfällarbeiten vom Minigolfplatz bis zur ehemaligen Rollschulbahn ist schon einmal ein Startschuss gegeben worden. Das dortige Gelände ist vorgesehen für ein „Familienzentrum“ (Arbeitstitel).

Dieses wird sich als aufgeständerte Pfahlbaukonstruktion mit unterem Luftgeschoss und mehreren Kuben präsentieren. Es ist eingebettet in den letzten Teilbereich der „Promenade II“, die am Anfang und Ende Aktivbereiche aufweist, dazu im mittleren hinteren Teil zwei Ruhezonen und als Verbindung Mischbereiche mit einem leicht geschwungen ausgeführten Promenadenweg mit verschiedenartigen Sitz- und Ruhemöglichkeiten. Etwa parallel dazu gibt es einen Spieleerlebnispfad, der den Weg auch quert und einschließt sowie Zuwegungen von ihm hat. Der Oberfächenbelag für die Promenade selbst ist Klinker- und Kleinsteinpflaster, angepasst dem der Promenade I. Ein Aktivbereich mit Spiel-, Sport- und Klettermöglichkeiten für alle Altersstufen, auch einem Kleinkindbereich, sowie einer modellierten Multifunktionsfläche ist um den Pfahllbau angesiedelt und reicht in das untere Luftgeschoss hinein. In den oberen drei Kuben befinden sich - jeweils räumlich getrennt, u.a. auch geschossmäßig - eine Gastronomie, ein generationenübergreifendes Kinderspielhaus mit 6 m Deckenhöhe mit Back- und Bastelinseln sowie Kicker und Tischtennis sowie ein digitales Labor. Mit ihm wird auch den Ansprüchen Jugendlicher nachgekommen. Von der oberen Aussichtsplattform führt eine Rutsche ins ebenerdige Luftgeschoss. In diesem sind Spielgeräte wie Schaukeln u.a. vorhanden. Das jetzige Kinderspielhaus in der Dorfstraße wird einer anderen Verwendung zugeführt.

 

Bilder unten: Baumfällaktion für die Promenadenerweiterung

Benedikt Eidam, Erzieher im Nordsee-Internat, stellte sich als neuer ehrenamtlicher Koordinator des Runden Tisches zur Sucht -und Drogenprävention vor. Der Fokus der Arbeit werde stärker auch stoffungebundenes Suchtverhalten, Gesundheits- und Gesellschaftsfragen – u.a. Rechtsextremismus – berücksichtigen. Die Präventionsarbeit in den Schulen und die Schulung von Barkeepern für JiMs Bar laufen weiter wie bisher.

Unabhängig von evtl. anderen Möglichkeiten wird die Gebührenordnung der Bücherei der Gemeinde von 2014 angepasst. Der Ausschuss stimmte der Vorlage einstimmig zu. Die teilweisen Erhöhungen sind moderat. Die Nutzung der öffentlich bereitgestellten Rechner inkl. Internetzugang, des WLAN-Hostspots und Dienstleistungen wie Fotokopien ist weiterhin gebührenpflichtig.

Die Nutzung der mit 17 € monatlich enorm günstigen Theaterfahrten nach Rendsburg einschl. Karte wurde unter Mitteilungen besonders erwähnt und empfohlen. Das ist nur möglich, weil die Gemeinde als Gesellschafter des Landestheaters jährlich 8600 € investiert. Maximal 20 Besucher pro Fahrt sind dafür zu wenig. Informationen und Kartenvorverkauf dazu bietet die Tourist-Info Bad. Ebenfalls empfohlen wird das Kino im Bad mit seiner guten Auswahl von Filmen.

Hjr, 11. Dezember 2018, HN und www.jb-spo.de

 

Siehe auch www.jb-spo.de

Juli 2018               Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit:

Umsetzung zweier Bauvorhaben hat begonnen – Neubau eines Familientreffs an der Promenade und Errichtung eines Feriendorfes

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