2015 November

24-Stunden-Dienst bei der Jugendfeuerwehr

27. November 2015, Hric

„Großbrand“ hieß es am frühen Nachmittag des zweiten Tages. Die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr St. Peter-Ording hatten ihr Mittagessen man gerade beendet. Da mussten sie erneut ausrücken. Waren sie doch auch morgens früh noch ganz verschlafen aus den schönsten Träumen geweckt worden. Da aber war es nur ein Fehlalarm bei der Brandmeldeanlage im Klärwerk gewesen, wie schnell durch den Einsatztrupp hatte festgestellt werden können. Jetzt aber mussten beide Trupps mit ihren Gruppenführern Frithjof Siercks und Jasper Hansen los. Beim denkmalgeschützten Haubarg Hansen in Wittendün brannte eine Scheune. Nicht nur das: Drei Personen waren drinnen am Arbeiten gewesen und mussten gerettet werden.

 

Beim Eintreffen mit dem Mannschaftstransportwagen MTW, dem Tanklöschfahrzeug TLF und dem Löschfahrzeug LF 8 am Brandort war klar: Höchste Eile geboten. Noch schlugen zwar keine Flammen aus dem Scheunendach, aber der starke Qualm war mehr als deutlich genug. Aus drei C-Rohren sollte der Brand bekämpft werden. Zunächst aber galt das Augenmerk den vermuteten Personen. Auch das Stallgebäude nebenan war zu schützen. Beim Öffnen der Scheunentür quoll der Rauch heraus, aber es kam zum Glück nicht zu einer Entzündung. Angeleint drang man in die Scheune vor. Schnell konnten alle gerettet werden. Zum Teil schwere Atemwegsvergiftungen machten deren Transport ins Krankenhaus erforderlich. Inzwischen hatte man aus allen Rohren den Löschangriff vorgenommen.

 

Wenig später stand fest: Einsatz erfolgreich. Der starke voraussichtlich durch einen Kurzschluss im linken Teilbereich der Scheune verursachte und von den Personen nicht bemerkte Schwelbrand hatte vor Entfachen gelöscht werden können. Wie wenig später gemeldet wurde, geht es den Geretteten wieder besser. Zur Beobachtung müssten sie aber mindestens zwei Tage im Krankenhaus bleiben. 

Mit großem Ernst waren die Jungen und Mädchen bei diesem 24-Stunden-Dienst dabei. Sie hatten eine Wiederholung des im vergangenen Jahr erstmalig durchgeführten Projektes gewollt. Danaé, Tom, Charlotte, Alessio und Pia waren die jüngsten unter den 21 Teilnehmern. „Es ist ziemlich aufregend“, waren sie sich einig. „Die Feuerwehr bringt Spaß. Das ist cool.“ Wie die richtigen Feuerwehrleute standen sie von Freitag bis Sonnabend 24 Stunden hintereinander vor ganz bestimmten Aufgaben. Der Großbrand war am anspruchvollsten. Am Tag vorher hatten sie schon ein kleines Feuer zu bekämpfen und in der Wittendüner Geest Brandgeruch nachzugehen. Die Personensuche im Ordinger Wald war kein Problem gewesen und bei einem Betriebsunfall im Tümlauer Koog am nächsten Morgen konnten sie schnell Hilfe leisten. Die Geselligkeit kam auch nicht zu kurz und der von Owe Owesen zubereitete Spießbraten war einfach lecker.

 

Jugendfeuerwehrwart Tobias Thomsen und sein Vertreter Toni Thurm hatten den Ablauf bestens vorbereitet. Beim Einsatzgeschehen wurden sie von den Aktiven Frederike Hansen, Bjarne Grehm, Charlin Schnering, Lisa Hesselbarth, Rainer Ehlers, Torsten Thomsen und Tom Schade unterstützt.

Christian Bischoff - der mit dem roten Stirnband

 

25. November 2015, Hric

Das wird Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern sowie allen anderen von Christian Bischoff in Erinnerung bleiben: Das ist der Typ mit dem roten Stirnband, der mit dem roten Eimer und der Schöpfkelle, der Flasche Wasser, dem Glas und dem „Christian sagt“-Spiel. Schon ist bei den Jugendlichen auch die „Glücks-Pyramide“ bzw. bei den Besuchern der Abendveranstaltung die eindrucksvolle Szene mit Dominik und mehr wieder im Gedächtnis.

 

Fünf Jahre hat Andrea Voß das Ziel verfolgt, den ehemaligen jüngsten Basketballspieler der Bundesliga und mit 25 Jahren bereits Trainer Christian Bischoff für eine Veranstaltung an die Nordseeschule St. Peter-Ording zu holen. Seit Jahren ist sie im Elternvorstand des Gymnasiums mit Gemeinschaftsschulteil tätig und davon überzeugt, dass ein Motivationstraining mit dem 39jährigen Life-Coach die pädagogische Arbeit an der Schule voranbringen wird. Im Schulelternbeirat, im Förderverein und im Kollegium hatte sie dafür geworben. Im Zusammenwirken aller Gremien gab es nun diese Schulveranstaltung morgens für alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften in zwei Gruppen, erst für die älteren, danach für die jüngeren Jahrgänge, und abends für die Eltern sowie Interessierte.

 

Fast alle 450 Stühle in der Utholm-Halle waren besetzt. Schulleiter Nils-Ole Hokamp hatte Christian Bischoff und die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 13 begrüßt und in aller Kürze über dessen Karriere informiert. Im schwarzen Sportdress mit Brille, Head Set und eben dem roten Stirnband stellte sich Christian Bischoff seinem jungen Publikum vor. Warum er solchen Wert auf sein Stirnband lege, würden sie noch erfahren. „Christian“ und „Du“ hieß es ab nun. Seine Fragen „Bist du freundlich?“ – „Passt du gut auf?“ und - vor allem an die Jungen gerichtet - „Bist du sexy?“, ließen die bei manchen vorhandene Skepsis urplötzlich verschwinden, als er Verhalten von Jungen und Mädchen im Umgang miteinander erzählerisch und mimisch erklärte und zu Charaktereinstellungen anhand der Glückspyramide überleitete.

Jetzt ging es um Selbstvertrauen, Konzentration, Disziplin, Respekt, positives Umfeld, Ziele und Prioritäten, Ausdauer und Wille sowie keine Angst vor Neuem. Vorangestellt hatte er die Aussage: „Deine eigene Einstellung ist der entscheidende Faktor, wie sich dein Leben entwickelt.“ Er war bei den jungen Menschen angekommen und nahm sie erzählerisch, fragend, spielerisch und ihnen Wege weisend mit. Die Kenntnis des Namens des Hausmeisters seiner Schule, auf die er mit 12 Jahren als „langer Lulatsch“ und „Brillenträger“ wechselte, stand für „Respekt“. Die Suppenkelle wurde zum Kennzeichen für „Selbstvertrauen“, mit dem man einen „Eimer“ füllen, aber ebenso auch leeren kann. Mit dem Spiel „Christian sagt“ vermittelte er den Wert von Konzentration. Kurzvideos erklärten wortlos die Bedeutung von Blickkontakt und Lächeln. „Folge deinem Herzen! – Was will ich wirklich im Leben? – Stärken stärken, Schwächen managen!“ Diese drei Prioritäten rückte er in den Fokus und erläuterte mit einer Flasche Wasser und einem Glas: „Talent ist nicht entscheidend, sondern die Disziplin.“ Zehn Minuten mehr lernen jeden Tag bringt in der Summe viel. „Jeden Tag etwas dafür tun, dass du dein Ziel erreichst“, hatte er jedem nach 90 Minuten Motivationstraining mit auf den Weg gegeben.- Auch die Sache mit dem Stirnband löste er auf. Seine Namen würden sie vielleicht vergessen, aber sich wohl auch später noch an den „Typ mit dem roten Stirnband“ erinnern. Darauf stand: „Folge Deinem Herzen“.

Den Jüngeren vermittelte er im zweiten Durchlauf seines Trainings die gleichen Inhalte, nur von der Ansprache, von der Abfolge und den Einspielungen her anders. Mucksmäuschenstill war es beim Video mit Nick, dem Australier, der es geschafft hat, obwohl ohne Beine und Arme geboren, erfolgreich und glücklich zu werden. Christian sagte: „Nick ist der beeindruckendste Mensch, den ich kennen gelernt habe.“ Großen Beifall gab es!- Wie wichtig positiver Umgang miteinander ist, verdeutlichte er über Nicks Lehrer in der 7. Klasse: „Nick, gib bitte nicht auf, du bist nicht behindert, du bist einzigartig!“ Dass es für Erfolg im Leben egal ist, wie man aussieht, erläuterte er auch an dieser Begebenheit: Seine Mitschüler hatten ihn „Mongo“ gerufen, weil er als „Langer“ so unkoordiniert gewesen war. Das hatte ihn sehr getroffen. Als Basketballer hätten sie ihn dann später gefeiert. Mit „jeden Tag zehn Minuten mehr an deinem Ziel arbeiten“ hatte er am Schluss jeden seiner jungen Zuhörer erreicht. Ein Gruppenfoto mit Christian auf der Bühne musste für einige unbedingt sein.

 

Einhellig positiv beurteilten Birte WätjenTheresa Althaus und Alexander Düser seitens der Schülervertretung dieses besondere Schulangebot. „Es ist gut, dass wir alle das gehört haben und wissen.“ Wichtig war für sie u.a., auf sich selbst zu hören und respektvollen Umgang miteinander zu pflegen.“ Nils-Ole Hokamp und Christian Bischoff waren sich ebenfalls einig: „Das war eine tolle Veranstaltung. Alle diszipliniert! Das war beeindruckend!“

In der gut besuchten Erwachsenenveranstaltung war es nicht anders. Manche der älteren Schülerinnen und Schüler waren mit ihren Eltern gekommen. Die Botschaften zuhause hatten von „total klasse“ bis „war ganz cool“ gereicht. „Geh hin, das musst du dir anhören. Wie der uns mitgenommen hat“, war ebenfalls Motivation gewesen.- Wieder machte es Christian Bischoff – mit Stirnband, du und Christian - anders. Mit den Punkten „Macht der Gedanken“, „Selbstvertrauen“ und „Eigenverantwortung“ gab es nun Motivationstraining für Erwachsene und zugleich Information und Aufklärung darüber, was am Morgen Inhalt gewesen war. Nachdenken und Lachen kennzeichneten den Abend. Mit positiver Selbstwahrnehmung und gestärktem Selbstvertrauen gingen alle als „Sieger“ nach über zwei Stunden heim. Eine Portion Nachdenklichkeit war sicher auch dabei.

Messe D-Dur von Antonin Dvorak mit dem Propsteikantatenchor JB-2015

21. November 2015, Hric

"Die Musik ist die beste Gottesgabe. Durch sie werden viele und große Anfechtungen verjagt. Musik ist der beste Trost für einen verstörten Menschen, auch wenn er nur wenig zu singen vermag. Sie ist eine Lehrmeisterin, die die Leute gelinder, sanftmütiger und vernünftiger macht." Mit diesem Zitat von Martin Luther begrüßte Pastor Harald Meyenburg von St. Bartholomäus die Gäste aus Eiderstedt und Husum in der Wesselburener Kirche. „Es ist etwas Großes, was wir erwarten und was wir erleben werden.“

 

Das Mittelschiff war links und rechts voll besetzt. An den Seiten saßen die Mitglieder des Propsteikantatenchores Eiderstedt – er ist zuhause in der Kirche St. Laurentius in Tönning – und der Husumer Stadtkantorei. Die Hamburger Camerata hatte bereits ihre Plätze eingenommen. Mit der Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 zu Beginn und der Messe D-Dur für Chor und Orchester op. 86 von Antonin Dvorak sollte es unter Leitung von Kreiskantor Christian Hoffmann ein eindrucksvoller Konzertabend werden, der am darauffolgenden Sonntagabend unter Leitung von Kreiskantor Kai Krakenberg in der voll besetzten Husumer Marienkirche mindestens ebenso erfreute. Das Publikum bedankte sich jeweils mit großem, anhaltenden Applaus.

 

Solche segensreichen Chorkooperationen in Zusammenarbeit mit namhaften Orchestern sind zwischen den Kantoreien in Eiderstedt und in Husum nichts Ungewöhnliches genau wie die Arbeit der Kirchengemeinden miteinander auch über Kreisgrenzen hinweg. Das funktioniert immer gut und macht besondere Konzerte wie dieses mit einer großen Besetzung erst möglich. Ein Chor von insgesamt über 130 bis zu 150 Sängerinnen und Sängern und dazu ein Orchester dieser Größe ließe sich in keiner der Eiderstedter Kirchen platzieren.

17. November 2015, Hric

 

Maßvoll in der Kritik, sehr wohl aber deutlich in der Bewertung nahm der Finanzausschuss der Gemeinde St. Peter-Ording den Sachstandsbericht zum Haushaltsplan 2015 zur Kenntnis. Kämmerer Christian Rach vom Amt Eiderstedt berichtete. Brisant waren seine Mitteilungen zu den einzelnen Haushaltspositionen keineswegs. Die Gemeinde kann sich freuen: Die

Gewerbesteuereinnahmen fallen zurzeit mit 354.000 € höher gegenüber dem Planansatz

von 1,8 Mio. € aus. Ebenfalls positiv ist zu bewerten, dass im laufenden Jahr keine Kredite aufgenommen werden mussten und auch für 2016 davon ausgegangen wird. Bürgermeister Rainer Balsmeier schärfte aber den Blick, dass es „dauerhaft kein Auskommen ohne Kredite“ geben werde. Hinsichtlich der Schuldentilgung sei man relativ gut davor. Man steuere auf einen niedrigeren Sockel hin.

 

Straßenbaumaßnahmen, Kanalkataster und Kanalsanierung, Klärwerk, Zweitwohnungssteuer, Zahlungen an den Kreis, an das Amt und an den Schulverband waren u.a. Gegenstand des Berichtes wie auch in diesem Zusammenhang die in 2015 erfolgten investiven Auszahlungen. Es stimmte da eher bedenklich, dass bei einem Ansatz von über 4,276 Mio € erst 1,7 Mio € ausgegeben worden sind. Das bedeute letztlich, dass Maßnahmen bisher noch nicht abgeschlossen bzw. gar nicht in Angriff genommen worden seien. So wurden für die Neugestaltung der Böhler Landstraße seitens der Gemeinde 800.000 € zur Verfügung gestellt. Der für den Herbst erhoffte Beginn der Arbeiten konnte aber bisher nicht erfolgen, weil die Planung des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr für diese Maßnahme noch nicht abgeschlossen war. So muss der Betrag nach 2016 übertragen und evtl. sogar neu angesetzt werden.- Solcher Art Investitionsstau macht Sorge und stimmte den Finanzausschuss nachdenklich. Auch dass man hinsichtlich der Haushaltsbilanzen bis zur Eröffnungsbilanz 2014 hinterher hinke, beurteilte man als äußerst unglücklich. Der Haushaltsplan 2016 wird Ende Januar beraten.

 

Wie sehr Ämter, Gemeinden und Kreis aufeinander angewiesen sind und dass es dabei um Geld geht, machte die geplante Erhöhung der Kreisumlage um 105.000 € allein für die Gemeinde St. Peter-Ording deutlich. Schon die Erhöhung der Amtsumlage um ein Plus von 364.000 € wird den Haushalt zusätzlich stark belasten. Sie ist unvermeidlich, da u.a. die einst hohe Finanzkraft von Norderfriedrichskoog nicht mehr gegeben ist. Amt und Kreis sind Einrichtungen der Verwaltung für Gemeinden und Bürger. Ein Mehr von fast 470.000 € käme dann hinzu. Da die Gemeinden gemäß ihrer Finanzkraft an den Kreis zu zahlen haben, ist es bei allem Verständnis für die Situation des Kreises - Deckungslücke von 6 Mio € - wichtig, seitens der im Amt Eiderstedt verbundenen Gemeinden gemeinsam gute Argumente gegen eine Erhöhung der Kreisumlage zu haben. Darum bat Bürgermeister Balsmeier. Jede Einsparung sei da willkommen. Wolfgang Voutta (CDU) wurde in seiner Argumentation gegen eine Erhöhung sehr deutlich: „Über die um 2,5 Prozentpunkte geplante Erhöhung der jetzigen von uns über das Amt an den Kreis zu entrichtenden Umlage werden wir mit finanzkräftigen Ämtern in einen Topf geworfen. Noch stehen wir gut da, aber die Grenze ist erreicht bzw. überschritten. Auf diese Art werden wir in die Mittelbedarfszuweisungen hinein gedrängelt. Ich kann dem nicht zustimmen.“ Eine in Erfüllung des Schreibens des Innenministeriums mögliche Erhöhung der Hebesätze für die Grundsteuern A und B träfe dann den Bürger. Das will der Finanzausschuss vermeiden.

 

Zu Beginn standen Nachtragssatzungen und die Feststellung des Jahresabschlusses der Tourismus-Zentrale auf der Tagesordnung. Hier folgte der Finanzausschuss ohne Einschränkungen sämtlichen Empfehlungsbeschlüssen des Tourismusausschusses (wir berichteten). 

Zwei Themen bestimmten TZ im Dialog am 26. Nov.

1.   2016 kein Kitesurf World Cup in SPO

gpan 27.11.2015

Die Tourismuszentrale hatte zum Dialog mit dem Thema www.st-peter-ording.de im neuen Look eingeladen. Der neugestaltete Internetauftritt sollte vorgestellt werden. Zahlreiche Besucher strömten am Mittwochabend ins Dünenhus. Doch ein anderes, aktuelles Thema spielte bei den Vorgesprächen zwischen den Gästen zunächst die Hauptrolle: Kein Kitesurf-World-Cup 2016 in St. Peter-Ording! Tourismusdirektor Rainer Balsmeier griff dieses Thema in seiner Begrüßung auf und bat um einige Minuten Gehör. Er und alle Beteiligten bedauern die Absage. Es sei alles versucht worden, um den Kitesurf-World-Cup 2016 in St. Peter-Ording zu halten. Alle vor Ort wissen aber auch um die vielen Schwierigkeiten, die ein solch großes Ereignis am Strand bisher mit sich gebracht habe. Sport am Wasser und „Festival“ auf dem eigentlichen Eventgelände nördlich der Stege (das wäre für 2016 neu) sollten es sein. Wenn es nach dem Veranstalter gegangen wäre, dann hätte die TZ noch mehr personelle und finanzielle Vorleistungen zu tragen. Balsmeier stellte heraus, dass sich die Kosten von 2010 bis 2015 von ca. 85.000 bis auf 250.000 Euro gesteigert haben und sich 2016 auf ca. 280.000 Euro zubewegten. Zudem sei ein detailliertes Konzept des Veranstalters nicht vorhanden gewesen. Das größte Risiko, das Wetter mit Flaute oder Sturm mit drohender Überflutung, bleibe dazu in jedem Jahr. Balsmeier bedauerte nochmals die Absage, „wir haben (aber) auch Verständnis dafür, dass sich der Veranstalter einen neuen Ort suchte“. Balsmeier sagte weiter: „Wir werden jetzt nicht in Panik verfallen, um gleich einen Ersatz zu finden. Nicht alles ist über den Kite-Surf World-Cup definiert!“ Die Besucher spendeten zustimmenden Applaus. Es herrschte kein weiterer Gesprächsbedarf.

2. Neuer Internet-Auftritt: www.st-peter-ording.de

 

So konnte die stellv. Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff das eigentliche Thema des Abends vorstellen, den neuen Internetauftritt der Tourismuszentrale. „Bilder der Sehnsucht erzeugen, damit die Gäste zu uns kommen“, das sei das Motto gewesen unter dem die Mitarbeiter, insbesondere Nils Stauch und Kerstin Schacht, die Arbeit für das neue Internet-Portal mit der Firma „Netz-Vitamine GmbH“ aufgenommen hätten. Bilder seien vorhanden und das System funktioniere schon so um die 85%. Es sei also noch einiges zu verbessern und dabei sei jede Anregung und Hilfe willkommen.

Nils Stauch und Kerstin Schacht erläuterten den Aufbau der Seiten, stellten die Datenbank vor, berichteten über die Darstellung der Seiten auf dem Smartphone und die vielen Möglichkeiten der Nutzer. Es sind noch nicht alle Daten vorhanden, aber das System ist für die Zukunft gerüstet.

Thorsten Reich informierte über das Gastgeberverzeichnis und führte den Such- und Buchungsvorgang aus der Sicht des Gastes vor. Auch hier waren sehr viele Details zusätzlich auf den Seiten, so dass ein sehr hoher Komfort für den Suchenden zur Verfügung steht.

Volkstrauertag 2015 - Tag der Mahnung

 

15. November 2015, Hric

„Wir gedenken heute der Millionen Opfer der vergangenen Weltkriege, und wir denken und trauern um sie, damit es zukünftig keine mehr geben muss. Es ist ein Tag, der uns ermahnen möchte, damit alte Fehler nicht noch einmal gemacht werden. Es ist ein wichtiger Tag – heute wichtiger denn je.“

 

Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Rainer Balsmeier die Gedenkfeier anlässlich der Kranzniederlegung am Ehrenmal in Ording ein. Er spannte den Bogen von 70 Jahren Frieden seit Kriegsende zum erschreckenden Attentat in Paris vor zwei Tagen am Freitagabend. Das beklemmende Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber Gewalt und Terror, das uns über die Medien bei solchen Nachrichten erfasste, bereite Sorge. „Frieden ist nicht allein die Abwesenheit von Krieg, Frieden muss immer wieder neu erarbeitet werden.“ Daran mitzuwirken mit Engagement und Zivilcourage, mit Wachsamkeit gegenüber extremistischen Tendenzen und dem Mut zum Gegenhalten da, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden, sei Aufgabe eines jeden. „Wir müssen unseren Kindern den Frieden erklären, damit sie nie anderen den Krieg erklären.“ Dieses Zitat von Volker Ehrhardt stellte er an den Schluss seiner eindringlichen Gedenkrede.

Im von Pastorin Regine Boysen geleiteten Gottesdienst erläuterte stellv. Bürgermeister Peter Hansen in seinem Beitrag die Bedeutung des Volkstrauertages als Aufforderung an uns, sich über alle nationalen und konfessionellen Grenzen hinweg für Freiheit und Menschenrechte, Achtung der Würde des anderen und für Barmherzigkeit einzusetzen. In der vorangegangenen Predigt hatte sie den Vers „Selig sind die Friedfertigen“ aus der Bergpredigt bereits auch dahingehend erläutert, dass „Frieden stiften“ unser Auftrag ist.

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Anmerkung (Kommentar)

Angesichts des Zustroms von Flüchtlingen aus Afrika und Asien nach Europa und der politischen Diskussionen über Möglichkeiten des Umgangs damit sowie jetzt ganz aktuell mit den terroristischen Gewaltakten in Paris gegen Konzert- und Restaurantbesucher sowie Menschen vor einem Fußballstadion ist der Wert des Friedens, den wir erfahren können, ein unermessliches Gut. Weit über 100 Tote und dazu über 350 Verletzte in Paris mahnen erneut. Das war allen, die an diesem Volkstrauertag des Jahres 2015 an den kommunalen Gedenkfeiern und an den Gottesdiensten sowie denen, die der Feierstunde des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge beiwohnten, mehr als nur deutlich bewusst.

 

In seiner Gedenkrede am frühen Nachmittag sagte Bundespräsident Joachim Gauck:

„Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen. Die Gemeinschaft der Demokraten ist stärker als die Internationale des Hasses. Wir beugen unser Haupt vor den Toten, niemals aber beugen wir uns dem Terror.“

 

Der Volkstrauertag fordert uns zur Erinnerung auf und ermahnt uns zum Erhalt des Friedens zum gewaltfreien, friedfertigen Umgang miteinander.

 

Gerade aus dem aktuellen Anlass ist es besonders wichtig, dass es diesen Tag in dieser Form gibt: als Tag des Erinnerns und auch der Trauer, aber vor allem als Tag der Mahnung für den Frieden und damit Achtung vor der Würde des Menschen.

 

Siehe auch:

 Jahrbücher 2012 und 2013,

 jeweils November „Volkstrauertag“ mit Informationen dazu

sowie einem Bericht über den von Dr. Gerd Frost gehaltenen Vortrag zum Thema „Wofür starben sie?“

Motivationstrainer Christian Bischoff

Außergewöhnliches Projekt der Nordseeschule

 

14. November 2015, Hric

 

Ein außergewöhnliches Projekt hat der Förderverein der Nordseeschule Sankt Peter-Ording - Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil des Schulverbandes Eiderstedt – gestartet: Der Motivationstrainer Christian Bischoff kann am Montag, 23. November 2015, abends um 19:00 Uhr in der Utholm-Halle, Kirchenleye 7 in St. Peter-Ording „live“ erlebt werden.

 

Welche Macht das „gesprochene Wort“ hat, beweist nicht nur die Geschichte, das kann man durch ihn erleben. Er ist schließlich kein Unbekannter. Christian Bischoff war mit 16 Jahren jüngster Basketball-Bundesligaspieler aller Zeiten. Er spielte zwei Europameisterschaften für die Junioren-Nationalmannschaft und in den USA. Dort musste er schon mit 19 seine Karriere auf Grund einer Rückenverletzung beenden. Mit 25 Jahren war er dann einer der jüngsten Bundesliga-Cheftrainer. Seit 2007 ist der heute 39jährige als Autor und Redner tätig. Christian Bischoff ist Referent in der freien Wirtschaft und im deutschsprachigen Raum. Seine Schultour „Mach den positiven Unterschied“ wurde zum erfolgreichsten Motivations- und Persönlichkeitstraining für Jugendliche an Schulen. Mit seinen Vorträgen und Seminaren hat er bis heute über 300.000 Menschen erreicht.

 

Andrea Voß, langjährige Elternvertreterin, und Iris Feyser, Schulelternbeiratsvorsitzende, sind mit Schulleiter Nils-Ole Hokamp überzeugt, dass Christian Bischoff Jugendlichen und Erwachsenen etwas zu sagen hat, das ihnen aufzeigt, sich Ziele zu setzen, diese durch Eigenmotivation und mit Eigenverantwortung stetig zu verfolgen und dabei gemachte Fehler für zukünftig erfolgreiches Handeln zu nutzen. Sie freuen sich, dass es ihnen gelungen ist, diesen Mentaltrainer für einen Tag an ihrer Schule gewonnen zu haben. Es war ihnen dabei ein Anliegen, alle an Schule Beteiligten ins Boot zu bekommen. Das ist gelungen. Ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler werden am Montag, 23. August, im Rahmen einer großen Schulveranstaltung mit Christian Bischoff „Unterricht“ haben. Zuerst wird er mit den Jahrgängen 9 bis 13 arbeiten, danach mit den Jahrgängen der Klassenstufen 5 bis 8. Die Lehrkräfte sind jeweils dabei. Am Nachmittag gibt es eine Gesprächsrunde im kleineren Kreis mit ihm und abends ist dann die öffentliche Veranstaltung für alle Eltern und Interessierten. Dieses Angebot kann von allen genutzt werden. Es gibt keine Begrenzung außer der Tatsache, dass die Anzahl der Plätze begrenzt ist.

 

Die nicht unerheblichen Kosten für die Schülerschaft übernimmt der Förderverein. Der Eintritt für die etwa zweistündige Abendveranstaltung beträgt 5 € pro Person. Dadurch wird nur ein Teil der Gesamtkosten abgedeckt. Karten gibt es an der Abendkasse. Einlass ist ab 18:30 Uhr. Wegen geringer Parkmöglichkeiten bei der Utholm-Halle am besten auf dem Marktplatz parken.

Tourismusausschuss tagte und fasste Empfehlungsbeschlüsse

 

10. November 2015, Hric

Für die Gemeindevertretung als Beschlussorgan der Gemeinde St. Peter-Ording ist eine umfassende und an der Sache orientierte Arbeit in den Fachausschüssen eine unbedingte Voraussetzung. Das wurde auch dieses Mal wieder sehr bewusst, als sich der Tourismusausschuss unter Vorsitz von Tim Schäfer (AWG) mit Nachtragssatzungen über die Erhebung der Tourismusabgabe, zur Betriebssatzung der Tourismus-Zentrale (TZ) und über die Kurabgabe in der Gemeinde St. Peter-Ording befasste. Welche Bedeutung Bürgermeister und Tourismusdirektor Rainer Balsmeier und die stellvertretende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff der Information der Ausschussmitglieder und dem Austausch mit ihnen zumessen, machten im Anschluss daran deren prägnante Berichte deutlich.

 

Der umfänglich erscheinende erste Teil war weniger dramatisch als erwartet, handelte es sich im Wesentlichen doch nur um Anpassungen an bereits erfolgte Änderungen in Vorschriften wie z.B. im Kommunalabgabengesetz. So heißt es jetzt Tourismusabgabe statt Fremdenverkehrsabgabe. Dienstvorgesetzter der Werkleitung der TZ St. Peter-Ording als Eigenbetrieb der Gemeinde soll nun die Gemeindevertretung sein. Eingeschlossen darin ist die Informationspflicht gegenüber dem Tourismusausschuss. Bezüglich der Kurabgabe sollen die Einwohner der Stadt Tönning wie die Einwohner mit Hauptwohnsitz im Gebiet des Amtes Eiderstedt  für sich zum Preis von 42 € eine Umland-Einwohner-Jahreskarte beantragen können. Aus dem Teilnahmeverbund der gegenseitigen Anerkennung der Kurkarten/Gästekarten für einen einmaligen Schnupperbesuch für Urlaubsgäste in Schleswig-Holstein wird die Gemeinde St. Peter-Ording ab 1. Januar 2016 aussteigen. Dass das bisher einen nicht unerheblichen Einnahmeverlust pro Jahr ausgemacht hat, beweisen allein nur die 19.110 vorgelegten Karten aus anderen Orten. Das hat eine Zählung an der Badbrücke ergeben. Zudem wurde über eine stetig steigende Anzahl von Missbrauchsfällen berichtet, die letztendlich zu dem Beschluss geführt hat.- Alle Vorlagen wurden dem Finanzausschuss und der Gemeindevertretung einstimmig zur endgültigen Beschlussfassung empfohlen.-

Ebenso einstimmig war die Vorschlagsempfehlung für die Feststellung des Jahresabschlusses 2014 der TZ SPO. Rainer Balsmeier sprach in seinem Bericht von einem „exorbitant gutem Jahr“, das bei vorgenommenen hohen Rückstellungen mit einem Überschuss in Höhe von 57.313,85 € abschließt. Für den Ausschuss sprach Tim Schäfer den ausdrücklichen Dank an alle Mitarbeiter der TZ aus.

Constanze Höfinghoff informierte zum erfolgreichen Start der Lokalen Tourismus Organination (LTO) St.Peter-Ording/Eiderstedt mit Veranstaltungen wie „Kulturhimmel“ und „Erzähl mir was“, Informationsmaterial für den Gast wie Veranstaltungs-Kalender und Radwanderkarte sowie das Urlaubsmagazin 2016. Besonders erfreut zeigte sie sich über die Nominierung für den Tourismuspreis mit der Veranstaltungsreihe „TZ im Dialog“. Die ist mit „Wie anspruchsvoll sind unsere Gäste“ bereits in die Fortsetzung gegangen (wir berichteten). Am 25. November geht es um „www.st-peter-ording.de im neuen Look“. Aber auch Eiderstedt brauche zwingend einen neuen Internetauftritt, betonte sie. Das bedeute für 2016 höhere Kosten, die sich dann 2017 aber wieder reduzierten.- Rainer Balsmeier war hinsichtlich des Jahresabschlusses 2015 optimistisch. Seien die Erträge im ersten Halbjahr zwar nicht so prickelnd gewesen, „sieht jetzt alles relativ gut aus.“ Sehr viel Lob habe es seitens der Gäste für die mit Spielgeräten erfolgte zusätzliche Ausstattung der Strandspielplätze gegeben und besonders nachgefragt waren besonders die Strandkörbe auf den vergrößerten Strandkorbpodesten. Das habe die mit den Mitarbeitern am Strand durchgeführte Jahresabschlussbesprechung ergeben.

 

Der Finanzausschuss wird sich am Montag, 16. November um 19:00 Uhr im Rathaus erneut der Thematik widmen. Dazu gibt es Informationen zum Sachstand Haushaltsplan 2015. Die Gemeindevertretung wird dann am 14. Dezember tagen.

Musical "Der kleine Tag" in der Nordseeschule 28., 29. November

Musical "Der kleine Tag"

in der Nordseeschule

 

09. November 2015, Leonie Trapp

Nach einem Jahr Arbeit ist es am ersten Adventswochenende endlich so weit: Die Musical-AG der Nordseeschule St. Peter-Ording präsentiert das Musical „Der kleine Tag“ von Rolf Zuckowski! In wöchentlichen Proben haben 16 Mädchen und Jungen der 5. bis 8. Klassen unter der Leitung von Alina Krügel, Mirja Perleberg und Leonie Trapp gemeinsam gesungen, getanzt und geschauspielert, gebastelt und ausprobiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Motiviert und mit viel Freude präsentieren sie den kleinen Tag, ein Musical für die ganze Familie, am 28. und 29. November jeweils um 19:00 in der Aula des Nordseegymnasiums St. Peter-Ording. Eintrittskarten können an der Abendkasse für 4 € pro Person erworben werden. Nach dem Musical lädt die AG ein zum gemeinsamen Verweilen bei warmem Punsch. Die Einnahmen der Veranstaltung kommen der DLRG St. Peter-Ording zugute.

 

Die Geschichte:

Hinter den Sternen, im funkelhellen Lichtreich, lebt ein kleiner Tag. Alle Tage leben dort lebendige Lichtwesen, die nur ein Mal zur Erde reisen dürfen. Am Abend kehren sie für immer ins Lichtreich zurück. Jeder Tag ist einmalig, doch keiner von ihnen hat Einfluss darauf, was während seiner Erdenzeit geschieht. Der kleine Tag muss noch lange warten, bis er an der Reihe ist. Beeindruckt hört er zu, wenn andere von der Erde erzählen: Ruhmreiche Taten, Erfindungen, Katastrophen, historische Begebenheiten. Der kleine Tag ist überzeugt, dass während seiner Erdenreise etwas ganz Besonderes geschehen wird, etwas, das ihn unvergesslich macht.

 

Saisonabschluss des Fördervereins für Kunst und Kultur Eiderstedt

 

07. November 2015, Hric

Zur Finissage der Austellung „ERDE – WASSER – LUFT“ mit keramischen Objekten von Martin Lichtmann und fotografischen Bildern von Karen Seggelke im „Alten Rathaus“ in Garding hatte der Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt (FKE) eingeladen. Viele Gäste waren gekommen, die Vorsitzender Dirk-Uwe Becker zu diesem gleichzeitigen Saisonabschluss herzlich begrüßte. Nach dem offiziellen Teil spielte die Band „JugWater“. Passend zu dieser Jahresabschlussveranstaltung leiteten Kurt Riggert am Bass, Raimund Behrend auf der Mundharmonika, Percussionistin Martina Leibner und Bandleader Matthias Uhing auf der Gitarre mit „Tom Dooley“ die musikalische Pause ein. So wie nach dieser kurzen Unterbrechung rhythmisch und melodisch fortgesetzt wurde, wird sich der FKE in der nächsten Saison wieder in Garding und sicher auch anderswo präsentieren.

 

Landrat Dieter Harrsen hatte es sich nicht nehmen lassen, sich vor Ort ein Bild von den vielfältigen Aktivitäten des Vereins zu machen und anerkannte wertschätzend die breite Aufstellung mit Kunst, Literatur und auch Musik wie die kulturell kreative Förderung des Nachwuchses. Er könne sich gut vorstellen, im Kreishaus vermehrt nordfriesisiche Kunst auszustellen und dabei mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem südlichen Kreisgebiet anzufangen. Amtsvorsteher Christian Marwig wie auch Kay Eggers - in Vertretung für Gardings Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt, die leider erst später kommen konnte - würdigten ebenfalls die Arbeit des Vereins, die seit Jahren das kulturelle Angebot in Garding und Eiderstedt bereichere. Hans Meeder für den Heimatbund Landschaft Eiderstedt, Hilke Herzberg für den Verein KulturTreff im Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording, Anke Dellin für die heimatkundliche AG Garding, Thomas Bartram für die Kunstinitiative St. Peter-Ording, Constanze Höfinghoff für die Lokale-Tourismus-Organisation St. Peter-Ording/Eiderstedt sowie Gardings Tourismusmanager Simon Albertsen fehlten nicht unter den besonderen Gästen.

Dirk-Uwe Becker hatte das Jahr mit den fünf Ausstellungen im Alten Rathaus – Grafiken von Karin Dreyer und Anke Richter.Teubler mit dem Titel „Brüche“, Malerei von Wolfgang Groß-Freytag mit „Eiderstedter Ansichten“, Fotografien von Thomas Böhme und Aurelius Maier mit „Weites Land“, der Retrospektive „Von früh bis dann also“ von Manuel Knortz sowie der jetzigen Ausstellung Revue passieren lassen. Sie gehören wie die „Tage des Offenen Ateliers“, diese organisiert von Frauke Petersen,  seit Jahren zur festen Angebotspalette. Er erinnerte an die Retrospektive „Hans Bohns – ein Eiderstedter Maler“ gemeinsam mit dem Heimatbund wie auch an die Beteiligung beim „Kulturhimmel“ in St. Peter-Ording und anlässlich der Ausstellung „Watt’n Glückwunsch“ zum 30jährigen Nationalpark-Jubiläum in der Strandkorbhalle Hungerhamm in Ording. Dazu kam dann noch die Gemeinschaftsausstellung „Über die Eider“ im Museum in Heide.

 

Sein Dank galt allen aktiven Künstlerinnen und Künstlern, Ingeborg Herms mit Sigrid Haeder und Christiane Schmidt für die Arbeit in den Lesekreisen, den Aufsichtskräften für die Ausstellungen, der Hänge-Gruppe „WIER“ und nicht zuletzt auch der Stadt Garding für ihre stete Unterstützung. Wie aktiv der FKE ist, wird man schon beim Weihnachtsmarkt am Sonnabend, 28. November bei den beabsichtigten künstlerischen  Angeboten im Alten Rathaus wieder erleben können.

 

Siehe z.B. auch im Jahrbuch 2015

Mai      „9. Kulturhimmel“,

Juli      „Weltnaturerbe Wattenmeer – Faszination und Ideengeber“,

Sept.    „Amt Eiderstedt würdigt zwei Künstler in einer Dauerausstellung“,

"KiTa platzt aus allen Nähten"

Ausschuss für Jugend, Bildung und Sport tagte

 

06. November 2015, Hric

Die Sitzung des Ausschusses für Jugend. Kultur, Bildung und Sport (AJKBS) der Gemeinde St. Peter-Ording war dringlich geworden. Das machte insbesondere der Sachstandsbericht über die ev. Kindertagesstätte der drei Kommunalgemeinden St. Peter-Ording, Tating und Tümlauer Koog deutlich. Träger der Einrichtung ist das Ev. Kindertagesstättenwerk Nordfriesland. Einleitend hatte die Vorsitzende Wiltrud Kraas (FDP) die bürgerlichen Mitglieder Gudrun Arndt (SPD) und Wolfgang Bury (AWG) verpflichtet.

Von links: Wolfgang Bury, Wiltrud Kraas, Gudrun Arndt

Die Räumlichkeiten der KiTa platzten buchstäblich aus allen Nähten, so die Leiterin der Einrichtung Brigitte Ranft-Ziniel und der Geschäftsführer des Kita-Werkes NF Christian Kohnke. Die Kita ist ganzjährig (außer in den Weihnachtsferien) von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Sie ist Modell-Kita für Inklusion sowie Sprachförder-Kita und Familienzentrum. Mit derzeit 200 betreuten Kindern, davon 149 auch nachmittags, ist sie die größte evangelische Kita in Nordfriesland.- In den vergangenen 50 Jahren hat sie sich aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen und Bedarfe von einem kleinen dreigruppigen Kindergarten mit reiner Vormittagsbetreuung (1965) zu einer Ganztageseinrichtung mit Kindergarten, Naturgruppe, Krippe und Hort in zwölf Gruppen zu dieser Größe hin entwickelt.- Aufgrund einer nicht vorhersehbaren Bedarfslage mehrerer Familien hatte ab März dieses Jahres kurzfristig eine dritte Krippengruppe eingerichtet werden müssen. Sie ist wie die anderen zwei mit 10 Kindern voll belegt und mit temporärer Betriebserlaubnis bis 31.07.2016 im Mitarbeiterraum (Obergeschoss) untergebracht. Das aber ist jetzt nicht bedarfsgerecht, denn für jede Krippengruppe sind außer Gruppenraum ein Schlafraum und ein Sanitärbereich mit Wickeleinrichtung vorzuhalten. Deswegen hat die Heimaufsicht den Träger aufgefordert, neue Räumlichkeiten zu schaffen bzw. zu finden.

 

Die provisorisch dadurch erfolgten erheblichen Umstrukturierungen in den Räumlichkeiten haben sich auch auf den Hortbereich im ehemaligen Realschulgebäude ausgewirkt. Die vier Gruppen mit 72 statt 60 Kindern haben trotz Überbelegung ebenfalls weniger Raum. Ganztags- bzw. Nachmittagsbetreuung wird aber insgesamt verstärkt nachgefragt. Die Anzahl der Ganztageskinder im Krippenbereich beträgt 50 Prozent, im Kindergarten liegt sie darüber. Einen Migrationshintergrund haben 41 Kinder. Dem Sachstandsbericht folgte das Statement von Bürgermeister Rainer Balsmeier: „Das ist hier schon eine besondere KiTa“, und setzte fort: „Eigentlich sollte sie weniger Kinder haben. Das aber ist bisher nicht der Fall.“ Christian Kohnke lenkte den Blick zusätzlich zu den umfassenden Aufgaben auf den angestiegenen Betreuungsbedarf.

Dem von der Verwaltung ausgearbeiteten Beschlussvorschlag zwecks Erweiterung der ev. Kindertagesstätte um zwei spiegelgleiche Gruppenräume mit jeweils Schlaf- und Waschraum folgte der Ausschuss daher einstimmig. Nur so ließen sich räumliche Provisorien beheben und könne die Kita wieder qualitativ anspruchsvoll und in die Zukunft gerichtet arbeiten. Vom Gelände her sind Möglichkeiten vorhanden. Anträge auf Fördermittel sind seitens des Kitawerkes gestellt. Die Kostenschätzung für einen Anbau im Nordbereich an die vorhandenen Krippeneinrichtungen liegt bei 735.000 €. Die Finanzierung soll über ein Darlehen erfolgen.

 

Anschließend folgten umfängliche und höchst informative Berichte zur Schulsozialarbeit am Gymnasium und zur Offenen Ganztagsschule für die Nordseeschule durch die Erzieherin und zertifizierte Schulmediatorin Sandra Philippsen sowie durch den Koordinator Hans Jörg Rickert des RTSDP zur Arbeit dieses Präventionsgremiums der Gemeinde mit dem Langzeitprojekt JiMs Bar und dem vorhabenorientierten Betreuungsprojekt für „School’s out“ jeweils vor den Sommerferien. Danach stellte der Vorsitzende des Vereins BoardSport e.V. Tobias Jürgens den in diesem Jahr gegründeten Wassersportverein vor. Dessen Zweck ist die Pflege und Förderung des Wasser- und Boardsportes vom Kiten über Stand-up Paddling bis zu Longboards in St. Peter-Ording und Umgebung im Zusammenwirken mit Gemeinden und Einrichtungen. Derzeit läuft im Netz unter www.boardsport-ev.de eine Petition gegen ein generelles Verbot für das Kiten im Wattenmeer.

Zeitung für Eiderstedt: EIDER KURIER

6.11.2015 gpan

Die fünfte Ausgabe kam Anfang November per Post in die Haushalte Eiderstedts. Von St. Peter-Ording bis Koldenbüttel werden 13 000 Haushalte alle 14 Tage mit der DIN A4-formatigen Zeitung beliefert.

Da hat sich Torsten Beetz, Herausgeber und Redakteur, viel vorgenommen! Auf 24 Seiten berichtet er aus den Gemeinden und er will damit ein "Stück Eiderstedt" sein. Eiderstedt, das nach der Ämterreform zerrissen ist, kann ein gemeinsames Mitteilungsblatt gut gebrauchen!

Das JAHRBUCH-SPO wünscht ihm viel Erfolg und wird ihn, wo es geht, unterstützen, damit auch Meldungen aus St. Peter-Ording weiter verbreitet werden.

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© Georg Panskus