2015 Oktober

Ein mit Gas beladener Lkw hatte sich am Ordinger Strand festgefahren

Kurzbericht der FFW-St. Peter-Ording         Dienstag, 27.10.2015

Alarmierung gegen 09:35 Uhr mit dem Einsatzstichwort - THK X-. Am Ordinger Strand hatte sich ein mit Gas beladener LKW festgefahren. Da erste Bergeversuche fehlgeschlagen waren und das Wasser auflief, sollte die Bergung auf den Nachmittag verschoben werden. Um Umweltgefahren auszuschließen sollte die Feuerwehr Ölsperren um das Fahrzeug legen. Die Feuerwehren Tönning und Friedrichstadt wurden mitalarmiert, da diese Wehren umfangreiche Gerätschaften für die Ölschadenbekämpfung vorhalten. Die DLRG unterstützte ebenfalls mit einem Boot. Mitarbeiter der Tourismuszentrale waren ebenfalls beteiligt. Der Einsatz wurde am Mittag unterbrochen, und gegen 15:00 Uhr zur Bergung fortgesetzt. Die Fahrzeugbergung führten Privatunternehmen durch.

Lesen Sie auch nach bei der Freiwilligen Feuerwehr von St. Peter-Ording

www.feuerwehr-sankt-peter-ording.de

Neue Aussichtsplattform auf Maleens Knoll

 

24. Oktober 2015, Hric

Weit reichte der Blick schon immer von der Magdalenenspitze – besser bekannt als „Maleens Knoll“ – Richtung Meer. Nicht umsonst hatte sich das einem Seemann versprochene Mädchen Maleen nach einem Jahr diese mit 17 m höchste Düne ausgesucht, um nach seiner Rückkehr Ausschau zu halten. Die ganze Geschichte wird auf der blauen Tafel Nr. 4 der AG OrtsChronik erzählt und kann bald wieder direkt bei der Düne nachgelesen werden.*

 

Seit über 40 Jahren steht dort eine Aussichtsplattform. Der Holzbau war nun marode geworden. Einsturzgefahr bestand, und Sicherheit für die Spaziergänger und von oben in die Ferne Blickende war nicht mehr gegeben. Das galt auch für die Treppen und Wege. Richtung Seebrücke hatte man noch einigermaßen Sicht, aber die inzwischen hoch gewachsenen Küstenkiefern verwehrten ansonsten zusehends den Blick.

 

So hat sich die Tourismus-Zentrale (TZ) über ihren Technischen Leiter Nils Koch in Absprache mit dem Deich- und Hauptsielverband – verantwortlich für das Dünengelände - auf eine Gesamtmaßnahme in Form einer neuen höheren Plattform mit Zwischendeck, neuen Treppenzugängen von der Deich- und von der Landseite aus sowie Befestigung der Wege zur Düne verständigt. Beim Abbau und bei der Neuerrichtung der Plattform sowie beim Transport von Material war jederzeit der Landschaftsschutz zu beachten.

Seit September waren Mitarbeiter des TZ-Bauhofteams um Jürgen Reimers vor Ort am Arbeiten:  Schon vorher hatte man auf dem Bauhof vieles vorbereitet. Das konnte nicht alles erst vor Ort geschehen. Ohne Fremdhilfe kam man auch nicht aus. Richard Merkner aus Kirchspiel Garding war mit technischem Gerät beim Einsetzen der neuen insgesamt zwölf Pfähle dabei. Sie waren 10 m lang und aus Lärche. Diese Holzart hat sich bei den klimatischen Bedingungen am besten bewährt. Drei Meter tief stehen sie nun im Dünensand. Die Plattformen haben voneinander wie auch vom Boden einen Abstand von 2,75 m. Die Pfähle ragten also mehr als 5,50 m in die Höhe  und mussten nach dem Einsetzen zurechtgeschnitten werden. Die tragenden Balken im Unterbau zwischen den Pfählen sind aus Kiefer. Wegen Rissbildung bei größerem Stammquerschnitt ist sie für Pfähle hier nicht geeignet. Deswegen ist auch sonst alles Lärche, bei den Treppen als Leimholz.

 

Immer mindestens zwei Mann waren an den Arbeitstagen tätig, wenn nicht woanders vordringlich etwas zu tun war. Natürlich ist das Gebiet aus Sicherheitsgründen abgesperrt. In der Regel waren Reinhard und Thomas Plähn sowie Heiko Richter und Manfred Widderich handwerklich tätig. Unterstützt wurden sie zeitweise von Thomas Hems und Wolfhart Ortmann. Arbeiten mit dem Minibagger erledigte Andreas Reichert vom Gemeindebauhof. Sie alle sind mit dem Arbeitsablauf zufrieden. „Wir hatten uns das schwieriger vorgestellt. Es ist ja die höchste Düne. Das Material musste schließlich hochgebracht werden.“ Das berichtete Reinhard Plähn. Mit Geländer hat die Plattform selbst eine Höhe von mehr als 6 Meter.

 

Den Blick von der oberen Fläche konnten sie schon Anfang Oktober genießen. Aber das geschieht eher mal nebenbei. Man will schließlich vorankommen. Das Ende der handwerklichen Arbeiten an der neuen Aussichtsplattform steht termingerecht kurz bevor.

 

Zusatztext

 

*Maleens Knoll

Eine sagenhafte Geschichte rankt sich um St. Peter-Ordings höchste Düne, die Magdalenenspitze:

 

Vor langer Zeit lebte ein junges Mädchen namens Maleen in St. Peter. Es war einem Seemann versprochen und sollte bald heiraten. Der junge Mann aber ging noch einmal auf große Fahrt. Ein Jahr verging. Es heißt, Maleen ging fortan jeden Abend zu der Düne, um nach ihrem Geliebten Ausschau zu halten.

Dabei trug Sie ihr Spinnrad mit sich, entzündete ein Licht auf der Düne und spann Wolle. Die Zeit verging und die Einheimischen gewöhnten sich an den allabendlichen Lichtschein. Eines Abends jedoch lag die Düne im Dunkeln. Maleen wurde tot hinter ihrem Spinnrad entdeckt. Wenige Woche später wurde die Leiche eines Seemanns vor St. Peter angespült. Der junge Mann trug den gleichen Ring wie Maleen.

Ihr Geliebter war zurückgekehrt und wurde zu dem Mädchen ins Grab gelegt. Der Sage nach trägt St. Peters höchste Düne seit dieser Zeit den Namen Maleens Knoll.

Herbstzeit ist auch Laternenzeit

 

23. Oktober 2015, Hric

Inzwischen ist es in St. Peter-Ording Tradition geworden, dass die von der Tourismus-Zentrale (TZ) veranstalteten Märchentage (wir berichteten) im gemeinsamen Laternelauf von Gästen und Einheimischen am Freitagabend einen großartigen Abschluss finden. Dieses Jahr kam zu dem altbekannten Lied „Laterne, Laterne - Sonne, Mond und Sterne“ mit kühler trockener Luft und sogar zeitweise Mond zwischen den Wolken noch bestes Wetter hinzu. Kein Wunder, dass sich der Marktplatz vor dem Deich bei der St. Peter-Kirche zusehends füllte.

 

Das Team von der TZ mit Nicole Henfling, Nane Claußen, Katrin Kirchner, Anja Stamp, Teresa Kinder, Fenja Sass und Janina Domann hatte alles vorbereitet. Auf dem Marktplatz stand das Fahrzeug der TZ, Lautsprecher waren aufgestellt und für alle Fälle konnte man in der Not bei Katrin Kirchner Laternen und Kerzen kaufen. Aber die meisten hatten ihre Laternen dabei. Darunter waren ganz viele am Donnerstag und heute im Kinderspielhaus in der großartigen Laternenwerkstatt selbst gebastelte. Alles Bastelmaterial war dort für nur vier Euro vorhanden gewesen. Richtig voll hatte man es da erleben können. Aber darauf hatte sich das Team mit Helfern eingestellt. Wenn man wollte, bekam man selbstverständlich Hilfe.

 

Der mit dem Bus angekommene Rödemisser Spielmannszug aus Husum hatte schon Aufstellung genommen, das Polizeifahrzeug war bereits vor Ort genau wie die Jugendfeuerwehr. Sie waren zur Absicherung und Begleitung da. Sicherheit hat absoluten Vorrang. Das wissen auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Vor dem Start forderte Nicole Henfling erstmalig per Mikrofon zum großen Laterneläuferfoto auf. Die Linse fasste sie in der Breite gar nicht alle. Danach konnte es mit dem Lauf durch den Ortsteil Dorf losgehen. Einige Hinweise waren nur noch notwendig.

 

Wie ein Lindwurm „kroch“ die Laternenläufermenge vom Marktplatz, dem Spielmannszug mit seiner Musik folgend. Ganz vorne fuhr das Polizeifahrzeug. Durch den Fasanenweg ging es von  der Schule bis zur Kindertagesstätte, dann durch die Kirchenleye und die Badallee an der Tourismus-Information vorbei durch die Stöpe in die Dorfstraße und über den Heedweg zum Seniorenwohnsitz Edelweiß. Die Bewohner dort warteten schon auf dieses Jahresereignis und freuten sich an den Laternenkindern und der schmissigen Musik. Das Fahrzeug der Jugendfeuerwehr und seine Fackelträger schirmten den Zug seitlich und hinten ab.

 

Währenddessen war man gegenüber in der Fahrzeughalle der Feuerwehr noch fleißig. Die Fahrzeuge standen einsatzbereit alle draußen. Dort waren nämlich Tische und Bänke aufgestellt und mit Laternen geschmückt. Bei Würstchen mit Brot und dazu leckerem Kinderpunsch konnte man es sich gut sein und den schönen Laternelauf ausklingen lassen. An der Kasse waltete Anja Stamp und gab die Bons aus. Janina Domann, Nane Claußen und Fenja Sass nahmen diese entgegen und versorgten die Gäste. Teresa Kinder wiederum war verantwortlich dafür, dass es immer genügend Nachschub gab.- Später war dann für alle Aufräumen angesagt. Auch das klappte reibungslos. Schließlich ist man eingespielt, und viele helfende Hände packten mit zu. Da allerdings lagen die meisten Kinder schon schlafend in ihren Betten und träumten vielleicht von „Sonne, Mond und Sterne“ und von ihren schönen selbst gebastelten Laternen.

Das erste gemeinsame Urlaubsmagazin 2016 der Lokalen-Tourismus-Organisation (LTO) St. Peter-Ording/Eiderstedt

Urlaubsmagazin 2016 – St. Peter-Ording jetzt erstmalig mit Eiderstedt

 

20. Oktober 2015, Hric

Druckfrisch wird das erste gemeinsame Urlaubsmagazin 2016 der Lokalen-Tourismus-Organisation (LTO) St. Peter-Ording/Eiderstedt ab sofort auf den Tourismusmarkt gehen. Tönning und Friedrichstadt sind eingebunden. „Den vorangegangenen Diskussionen um die  LTO wollten wir Taten folgen lassen“, sagte Constanze Höfinghoff auch für die anwesenden Tourismusmanager Simon Albertsen aus Garding, Torsten Kress und Caro Kühn aus Tönning sowie Anke Stecher aus Friedrichstadt. Gemeinsam präsentierten sie in der Lagerhalle der LTO in Tating das wesentlich von Birgit Eggers – Mitarbeiterin der Marketing- und Veranstaltungsabteilung der TZ St. Peter-Ording - gelungen gestaltete Magazin. Übersichtlich informiert es über die gesamte Region von Friedrichstadt über Tönning und Garding bis nach St. Peter-Ording.

 

Frisch und fröhlich kommt es schon auf der Titelseite daher. Neben zahlreichen Unterkünften gibt es wertvolle und interessante Einblicke in die Region. Dazu gibt es Tipps zu Ausflügen, Radtouren, Veranstaltungs-Highlights und Informationen zum Nationalpark-Wattenmeer. Froh gestimmt waren sie alle. Anke Stecher dankte Birgit Eggers und Constanze Höfinghoff. Mit der Übernahme der Erstellung hätten sie es den Orten und Regionen „wahnsinnig leicht gemacht“. Es sei ein „Rundum-Sorglos-Paket“ gewesen.

 

„Das Magazin steht sowohl klassisch als Printprodukt wie auch Online als Blätterkatalog auf www.st-peter-ording.de zur Verfügung“, so Birgit Eggers. Sie hat das Layout des bisherigen Urlaubsmagazins St. Peter-Ordings an den gemeinsamen Aufschlag der Region angepasst. „Mit der neuen Struktur durch ein Register und ausführliche Tipps geben wir dem Gast Inspiration und eine bessere Orientierung bei der Wahl seines Urlaubsortes und seines Wunschquartiers.“

 

Mit einer Auflage von 50.000 Stück vereinen die 208 Seiten die gesamte Halbinsel Eiderstedt. Den Anfang macht St. Peter-Ording mit jeweils bebilderten Informationsdoppelseiten zu den vier Ortsteilen Bad, Böhl, Dorf und Ording mit der vielfältigen Angebotspalette von Kur, Natur, Kultur und Badespaß. Mit einem ebenfalls zweiseitigem redaktionellen Einstieg geht es danach in das ländliche Eiderstedt - mit Unterkünften in Garding, Katharinenheerd, Osterhever, Poppenbüll, Tating, Tetenbüll, Tümlauer-Koog, Vollerwiek, Welt und Westerhever. Entsprechend attraktiv mit Bildern, Texten und Kontakt kommen im Anschluss Tönning und Friedrichstadt daher.

 

Für die im Januar 2015 gegründete ist dieses Urlaubsmagazin 2016 ein weiterer großer Baustein in der Vermarktung des attraktiven Urlaubsgebietes St. Peter-Ording/Eiderstedt. „Einfach war es nicht, das ehemalige Magazin der Tourismus-Zentrale Eiderstedt mit dem von St. Peter-Ording zusammen zu bringen. „Wir haben St. Peter-Ording zu Gunsten der Gesamtregion reduziert und sind mit dem fertigen Ergebnis aber sehr glücklich,“ freute sich Constanze Höfinghoff, stellv. Tourismus-Direktorin in St. Peter-Ording und Leiterin LTO. Sie betonte weiter: „Besonders erfreulich für die neuen Partner im Bunde ist: Mit diesem gemeinsamen Vorgehen wurde die Auflage des bisherigen Eiderstedt Kataloges mehr als verdreifacht“.

 

Erhältlich und bestellbar ist das Urlaubsmagazin über das Internet, in den Tourist-Informationen vor Ort, über die Nordsee-Tourismus-Service GmbH sowie über Promotionaktionen und auf Touristikmessen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark.

 

Die Gastgeber des Urlaubsmagazin 2016 erhalten ihr Belegexemplar in den nächsten Tagen per Post.

Aus der Geschichte der Zuwanderung lässt sich lernen

 

23. Oktober 2015, Hric

„Museum im Gespräch“ heißt die von Sigrid Nolte Schefold moderierte Reihe des Vereins KulturTreff e.V. im Museum Landschaft Eiderstedt. Sehr gut besucht war der Informations- und Gesprächsabend mit dem Titel „Zuwanderung in Eiderstedt – damals und heute“. Bewusst hatte man das aktuelle Geschehen der Zuwanderung von Flüchtlingen nach Europa mit der Geschichte Eiderstedts gekoppelt. In ihrer Begrüßung formulierte es die Moderatorin so: „Eiderstedt als Zuwanderungsland gibt es schon seit Jahrhunderten“, und setzte fort: „Die Landschaft und die Menschen haben sehr von den Kenntnissen der Neubürger profitiert.- Wir wollen den Bogen von holländischen Zuwanderern, Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg und der Situation heute spannen.“ Das gelang an diesem Abend auf einzigartige Weise über Vermittlung von historischem Wissen, Erlebnis- und Erfahrungsberichten sowie gegenwärtigen Handlungsmöglichkeiten durch fünf kompetente Referenten sowie einem an dem Thema interessierten und in der anschließenden Diskussion sachlich orientierten Publikum.

 

Olaf Jensen aus Tating machte mit seinem prägnanten nur 15minütigen Vortrag über „Zuwanderung von 200 bis 1634 und von holländischen Deichbauern und Milchwirten“ mit geschichtlichem Wissen vertraut. Er berichtete von der ersten Besiedlung der jetzigen Halbinsel auf dem Nehrungsrücken und folgend den Flachsiedlungen am alten Eiderlauf wie Tofting und Elisenhof sowie der sich anschließenden Auswanderung nach Britannien. In einer ersten Besiedlungswelle kamen im 7. bis 10. Jahrhundert die Friesen, die aus dem Gebiet der Ems ihr Land verlassen mussten und in Nordfriesland eine neue Heimat fanden. In einer zweiten Welle (11./12. Jahrh.) wanderten christliche Friesen ein, von denen Saxo Grammaticus so berichtet: „Sie umgeben ihre Felder mit breiten Gräben, über die sie mit Springstöcken setzen. Ihre Häuser werden auf Warften erbaut.“ Christianisierung, Deichbau, Viehzucht, Salzgewinnung, Verbindung der drei Harden durch den Bau des Dammkoogdeiches (1489) und dadurch Entstehung der Halbinsel geschahen vor der dritten Welle. Die Einwanderung von Religionsflüchtlingen aus den Niederlanden brachte Eiderstedt eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Umgestaltung nie gekannter Güte. Sprachwandel vom Friesischen zum Plattdeutschen erfolgte, die Spanische Mode wurde eingeführt, der Handel über Kleinhäfen brachte Offenheit und Kultur in das Land. In Bürgerhäusern in Garding und Tönning wurden Stubenwände mit Delfter Kacheln bekleidet. Zu den vielen von Jensen genannten Namen gehörten der holländische Prediger Busenius 1550 in Koldenbüttel oder der 1623 in Tönning geborene Maler Jürgen Owens, der seine Ausbildung in Holland genossen hat.

 

Günther Leupold vollzog in seinem spannenden Erlebnisbericht danach den Sprung nach 1945. Geboren in Schlesien war der „Marschinfanterist“ nach viermaliger Verwundung im Krieg von Ostpreußen aus über Kopenhagen und Jütland nach Eiderstedt gekommen. Damals war er zwanzig, heute ist er 91 Jahre. Sich kurzfristig entscheiden müssen, aber auch Anweisungen zu folgen, Unbequemlichkeiten in Kauf, aber auch sein Leben zwecks Überleben in die Hand zu nehmen, das hatte ihn der Krieg gelehrt. Als er nach Belgien sollte und ahnte, dass es in den Kohlenbergbau ginge, schickte er den Melder weg und machte sich zu Fuß sich mit dem verbliebenen Kameraden umgehend nach Heide auf. Sie gehörten mit zu den letzten noch internierten Soldaten in Witzwort. Am 25. November 1945 hatte er dann endlich eine Anstellung als Lehrer in St. Peter und „einen Schein in der Hand, der mir einen Platz unter Menschen bot“. Als Flüchtling hatte er sich aber auch sagen lassen müssen: „Gehen Sie man dahin, wo Sie her kommen!“

Bernd Nielsen, evangelischer Pastor und Psychohistoriker, setzte die Zeit von 1945 bis heute mit einem Bericht zum Leben seiner fast 91jährigen Mutter Margarete Nielsen, geb. Seewald mit den Höhen und auch beschämenden Tiefen fort. In Masuren geboren, als gelernte Friseurin 1944 in einem Rüstungsbetrieb in Königsberg tätig, war auch sie über Hela nach Lübeck, dann Langenhorn und Welt nach St. Peter gekommen. Sie gehörte wie viele zum „Flüchtlingspack“. Von Kindheit an mit einem Selbstbewusstsein ausgestattet hatte sie gelernt, Traumatisches zu verarbeiten. Selbst anlässlich ihrer Heirat 1946 mit dem Maurer Albert Nielsen musste sie sich als „Flüchtlingsmädchen“ betiteln lassen. Mit der Gastgeberschaft über 61 Jahre sowie der Geburt des Kindes verblassten die erfahrenen Erniedrigungen. Es gab Heilung. Durch besondere Geschehnisse, auch durch den Strukturwandel und mit zum Teil unbotmäßigen Forderungen von Touristen, gab es nach der erfolgten Neuverwurzelung wieder Neubefremdung. Alte Wunden brachen auf.

 

Peter Martensen, Integrationsbeauftragter beim Kreis Nordfriesland, und Rebecca Mansel, als Migrationsfachkraft des Diakonischen Werkes Husum für Eiderstedt tätig, berichteten zur gegenwärtigen Situation anhand von Zahlen, Daten und Fakten, Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten, aber auf der Grundlage von Rechtsvorschriften auch Schwierigkeiten beim Lösen von Problemen. Von den bisher 1100 Nordfriesland zugewiesenen Geflohenen, davon bisher 116 in Eiderstedt, fallen 75 Prozent nach dem Asylrecht unter die Schutzquote. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia und Irak. Die Zahl der Balkanflüchtlinge nimmt ab. Der Zuweisungsdruck nähme zu. Es ist mit weiteren 100 Personen zu rechnen. Für 2016 wagte Martensen keine Prognose. Er lobte die ehrenamtliche Struktur. Diese 400 bis 500 Helfer seien das A und O. Man bemühe sich um Integration vom ersten Tag an. Rebecca Mansel informierte über Aktivitäten in Eiderstedt mit Deutsch-Unterricht, Alltagsbegleitung, Freizeitgestaltung, Kleiderkammern, Begrüßungskomitee, Beratung für Asylbewerber und Fortbildung für Ehrenamtler.

 

Arbeit als beste Möglichkeit für Integration stand im Mittelpunkt der Diskussion. Wie schwer es aber ist, Asylbewerber in Arbeit zu bringen, machten Martensen und Mansel deutlich. Erst nach drei Monaten ist es möglich, aber es gibt allein auf Grund der Rechtslagen mit  Asyl- und Arbeitsrecht einschließlich Ausbildung ganz viele Hürden. Wir begännen in Deutschland erst jetzt zu erkennen, „dass Asylbewerber nicht nur Defizitträger sind“.- Sigrid Nolte Schefold schloss so mit dem Dank an alle: “Was mich zutiefst berührt, dass es ein Willkommen gibt. Ich habe sehr viel Offenheit gespürt.“

Märchentage - Spaß, Basteln und Backen für Kinder mit vielen Akteuren

 

22. Oktober 2015, Hric

An vielen Stellen im Ort mit Beteiligung von Einrichtungen und Unternehmen gab es anlässlich der Märchentage Aktionen für Kinder: Basteln, Backen, Rosenkrönchen binden, Zaubertrank brauen, Märchen hören, Zauberkunst sehen und vieles mehr. Die Autoschlange mit den vielen verschiedenen Kennzeichen beim Kinderspielhaus der Tourismus-Zentrale in der Dorfstraße war lang. Dort gab es die meisten Aktionen. Kinder machen etwas mit ihren Eltern zusammen. Das ist das Konzept für das KSH. Ein „super tolles Angebot“ meinte nicht nur ein Vater aus Hannover zur Laternenbastelwerkstatt am Donnerstag und Freitag. Für das Team des Hauses um Nicole Henfling gab es immer wieder Anerkennung.

 

Beteiligt waren u.a. Floristik Crantz, Nationalparkhaus, Volksbank, Backhausteam der AG OrtsChronik, Westküstenpark, Dünen-Therme. Das Programm für die Woche war im Veranstaltungskalender der TZ für den Monat Oktober 2015 extra abgedruckt.

Dies aber war zu den Märchentagen der TZ etwas ganz Besonderes: Kinder konnten wie schon im vergangenen Jahr im echten Backhaus der historischen Insel der AG OrtsChronik in St. Peter-Ording gemeinsam mit Bäckermeister Hans Siercks und seinen Helfern Ursula Schön und Walter Petersen backen. Märchenfiguren wie Hänsel und Gretel wurden in zwei Gruppen ab halb elf bis halb zwei von jeweils zehn Kindern mit den großen Formen aus verfeinertem Mürbeteig ausgestochen, dann mit buntem Streusel, Schokolade und Hagelzucker verziert und so von ihnen auf die Backbleche gelegt. Da arbeiteten die Hände und strahlten die Augen. Die frischen Brote verströmten dazu einen besonderen Duft. Sie waren bei 270 Grad gebacken worden und mussten auf den Borden bis zum Verkauf am Nachmittag abkühlen. Die Bleche konnten nun in den Backofen geschoben werden. Für die Mürbeteigfiguren reichte die Nachwärme von bis zu 180 Grad. Mehr dürfen es auch nicht sein. Sonst werden sie schwarz. Nach etwa 15 bis 20 Minuten waren sie fertig. Staunen war angesagt, als Hans Siercks ihnen das Backwerk präsentierte. Sie wussten alle genau, welche Figur ihre war. Stolz nahmen sie die mit nach Hause. Das war so ein richtiges Backerlebnis!

14.10.2015 - Großfeuer Heedweg Nr. 10 in St. Peter-Ording

 

Entnommen der Homepage www.ffw-spo.de

http://www.feuerwehr-sankt-peter-ording.de/news/

 

Alarmierung mit dem Einsatzstichwort " Feuer G, brennt Reetdachhaus ". In unmittelbarer Nähe des Feuerwehrhauses war ein reetgedecktes Haus in Brand geraten. Das Feuer breitete sich trotz umfangreicher Löscharbeiten im Innen- und Außenangriff über den gesamten Dachbereich aus. Zwei im Haus wohnende Personen wurden bei Ankunft angetroffen. Eine weitere Person wurde bei Kontrolle aller Wohnungen durch das aufbrechen der Türen geweckt und aus dem Haus begleitet. Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis ca. 13:00 Uhr am Folgetag. Während der Löscharbeiten wurden zwei  Feuerwehrleute leicht verletzt.
Während einer Nachkontrolle wurde noch ein Glutnest abgelöscht.
In der Folgenacht gab es an diesem Objekt eine Alarmierung durch einen ausgelösten Rauchmelder ohne Feuer.
Die Polizei wurde bei Erkundungsarbeiten unterstützt.

 

Im Einsatz:
FF St. Peter-Ording: MZF, TLF, DLK, HLF, SW 1000, LF, MTF
FF Tating: LF 8/6, SW1000
FF Garding: LF 16/12, LF 10, GW-Log, LF 16, ELW, KdoW
FF Welt-Vollerwiek-Grothusenkoog: TSF-W
FF Tetenbüll: MTF
FF Kating: TSF-W
Kreisfeuerwehrverband: GW-Log
DRK Betreuungsgruppe Garding
Rettungsdienst: RTW, DLRG KTW, ORGL
Polizei
Privatunternehmen mit Bagger
Energieversorger

Ausstellung "Querbeet" - Nikolaus Störtenbecker im Haus Peters (Tetenbüll)

 

18. Oktober 2015, Hric

Ausstellungseröffnungen im „Haus Peters“ haben Atmosphäre. Die strahlt schon das kleine Museum aus. Dazu kommen dann die Menschen und die Besucher, die das Haus beleben. Bei Eröffnungen spürt man das immer besonders, nicht nur wegen der Vielzahl der Gäste. Es ist die Qualität der Präsentation, die immer neu mit viel Liebe zum Detail auf den Weg gebracht wird.

 

Der gezielt kommende Besucher kennt die Räumlichkeiten und steuert sie bewusst an. Im „Ausstellungsraum“ rechts unten fällt ihm mit dem „Erntedank-Stilleben“ das Werk des Einladungsplakates sofort ins Auge. Narzissen, Rittersporn und Schwertlilien gegenüber sowie weitere Blüten-, Landschafts- und Gartenbilder machen sichtbar, was und wie Nikolaus Störtenbecker sieht und malt. Dabei macht er uns sehen. Das ist seine Kunst und sein besonderer Stil. Den geht man gerne mit, wenn man sich in seine Bilder vertieft. In der Stube, auf dem Flur, auch in der Küche und natürlich oben auf dem Weg zum kleinen Zimmer und in ihm hat man dazu reichlich Gelegenheit. Die Rosen und die Kapuzinerkressen möchte man pflücken und mitnehmen.

Der Künstler und seine Frau waren selbst anwesend, als Augustin Martin Noffke aus der Nähe von Bargteheide den Ziehvater der jüngeren Generation der Norddeutschen Realisten würdigte. Diese haben sich längst als eine Art Markenzeichen der Schleswig-Holsteinischen Kunstszene etabliert.- Nikolaus Störtenbecker (* 19. Februar 1940 in Hamburg) propagiert einen Neuen Realismus. Er studierte von 1960 bis 1965 an der HBK in Hamburg, war 1965 Mitbegründer der Künstlergruppe ZEBRA, die sich damals vom herrschenden „Informel“ - Sammelbegriff für die Stilrichtungen der abstrakten Kunst in den europäischen Nachkriegsjahren - abwandte. Sie hatten ihre Ursprünge im Paris der 1940er und 1950er Jahre. In den späten 70er Jahren gab es für Störtenbecker eine weitere Zäsur. Er vollzog in seinem künstlerischen Schaffen die konsequente Rückkehr zum Naturalismus und zur Pleinair-Malerei. In der Ausstellung werden Ölgemälde und Farbholzschnitte nach japanischer Art präsentiert. Insbesondere die Gartenlandschaft vor seiner Tür im heimischen Munkbrarup ist für ihn Ruhepol und Inspirationsquelle. In ihr sieht er das perfekte Zusammenspiel von Natur und Kunst. Störtenbecker malt, was sich ihm anbietet: „Dinge, die von selber zu mir sprechen, kann ich am besten malen.“ Sie geben dem Auge quasi „geheime Zeichen“ und „drängen sich freundschaftlich auf“.

 

Augustin Noffke stellte Nikolaus Störtenbecker als ein „spezielles Programm“ vor. 2,8 Hektar Land gehörten zu ihm. 4 kg Walnüsse, 7 kg Rote Beete und 24 kg Möhren habe er kürzlich erst geerntet. In der Gartenarbeit käme er zu den Gedanken, das Wesen der Dinge von innen her kennen zu lernen. Die Natur sei für ihn nicht nur Natur, sondern das Ereignis der Schöpfung. Diese würdige er mit seinem Schaffen. Wörtlich sagte er: „Den Werkprozess kann man sich bei Nikolaus als ein Erlebnis vorstellen.“ Er kehre dabei zurück in eine kleine Heimat und sei ein „Gegenentwurf zur kosmopolitischen Oberflächlichkeit“. Wie ein „Selbstbegrenzer“ beziehe er sich auf das Wesentliche.

 

Die Geschäftsführerin Dr. Katrin Schäfer und der Vorsitzende des Fördervereins Wolfgang Jansen freuten sich mit Nikolaus Störtenbecker zu der gelungenen Ausstellung und luden die zahlreich gekommenen Gäste zum „Erlebnis“ ein. Wie im Haus Peters üblich, gab es Getränke und Kaffee und Kuchen sowie einen Blumenstrauß. Über den freute sich dieses Mal Hila Küpper, eine der guten Seelen des Hauses.

Jahreszeit für Urlaub mit Hunden in St. Peter-Ording

 

17. Oktober 2015, Hric

Irgendwie fällt es in dieser Herbsteszeit auf: Urlaub mit Hund, bzw. besser gesagt mit Hunden, scheint angesagt zu sein. Familien und Einzelpersonen mit Hund sieht man zwar immer und überall, aber derzeit fällt es besonders auf. Am vergangenen Donnerstag beim Backhaus waren es zur Brotverkaufszeit fünf Hunde bei drei Hundebesitzern: Zwei Labrador, zwei West-Highland Terrier und noch ein Labrador.

 

Am heutigen Sonntag in der Badallee mochte man seinen Augen erst nicht trauen: Eine längere unterbrochene Schlange von nur jungen Frauen mit Hunden von rein- bis mischrassig. Das musste hinterfragt werden. Es stellte sich heraus, dass sie gemeinsam von Osterholz-Scharmbeck angereist waren und alle im Hummergrund in Böhl ihr Quartier mit ihren treuesten Freunden haben. Supernett seien die Vermieter. Ein Gruppenfoto war willkommen. Wie man weiß, sind Hundebesitzer kommunikativ, vor allem, wenn man ihre Freude am Hund teilen kann. Zehn Hunde waren an der Leine mit neun „Frauchen“ unterwegs auf dem Heimweg. Sie alle sind Hundeliebhaberinnen und haben als solche für ihre Vierbeiner und für sich selbst dieses Urlaubswochenende geplant. Auf die Frage, ob auch Rüden unter den Hunden seien und nachfolgend, ob es denn auch Männer in ihrem Leben gäbe, platzte es aus Stefanie Göbel freimütig heraus: „Ja, ich habe vier Kinder, und wir haben vier Hunde.“ Sie hat übrigens eine Hundeschule. Mit „Herz und Verstand“ werden die Vierbeiner bei ihr ausgebildet. Jetzt seien sie aber nicht als Hundeschule unterwegs, sondern als Club. Männer, Kinder und neun Hunde waren bei den Familien geblieben.

 

In Ording Nord hatte sich bereits ein Dortmunder mit seinen vier Mischlingshunden bei der Strandkorbhalle zum Foto gestellt. Eine Woche sei er mit seiner Frau jetzt wieder hier gewesen. Sie kommen mehrmals im Jahr und finden es am Norderdeich einfach super.

 

An Fotomotiven mit Hundefreunden gibt es überall in St. Peter-Ording immer wieder Motive unterschiedlichster Art. Der Weimaraner schleckt wie Frauchen und Herrchen sein Eis. Der Hund auf dem Teppich bei Pasquale im Bad schaut ein wenig traurig drein. Was bleibt ihm auch anderes übrig bei Fischbrötchen, Nudeln, Pizza, Backfisch. Selbst für den vorbeilaufenden Artgenossen zeigt er wenig Interesse. Der Labrador darf beim Fototermin mit im Strandkorb sitzen. Jedes Bild spricht irgendwie für sich. Alle machen sie eines deutlich: Mensch und Hund können gut miteinander. Aber auch der Trend zum „Mehrhund“ ist erkennbar.

 

Tipp:

Unter http://www.st-peter-ording.de/prospekte-und-downloads.html  gibt es unter der Rubrik „Strandleben“ eine Information zum “Urlaub mit Hund“

 

Siehe auch:

„Hundetreff“ in Böhl :  www.jb-spo.de  Button Bücher/Dezember 2014

Neue Leiterin für das Museum Landschaft Eiderstedt

 

16. Oktober 2015, Hric

Sabine Tollgreef-Graetke ist seit dem 15. Oktober 2015 die „Neue“ im Museum Landschaft Eiderstedt. Sie wird im Dezember die Museumsleitung von Peter Bothe übernehmen. Bis dahin ist er weiterhin im Amt. 18 Jahre hat er nicht nur die Geschäfte des Museums geführt. Mit dem Gründungsvorsitzenden Dr. Dieter Undeutsch hat er einen großen Anteil daran, wie sich das Museum heute präsentiert. Chefin ist Hilke Herzberg als Vorsitzende des Vereins KulturTreff im Museum Landschaft Eiderstedt e.V. Dieser betreibt die Kulturstätte. Er bringt mit seinem Team aus den vielen Ehrenamtlichen  und den vertragsmäßig für das Museum angestellten Mitarbeiterinnen Sabine Graetke sowie bisher schon Ute Oldenburg Leben in das alte Haus Jensen in der Olsdorfer Straße. Sie alle zusammen sind dort die Gesichter, „ohne die nichts laufen könnte.“

Sabine Tollgreef-Graetke ist seit dem 15. Oktober 2015 die neue Museumsleiterin im Museum Landschaft Eiderstedt.

Das meinte Hilke Herzberg in der kleinen Begrüßungsrunde für Sabine Graetke mit Verantwortlichen, Vorstandsmitgliedern, Freunden und Unterstützern nicht nur, das ist so. Herzlich begrüßte sie die neue Mitarbeiterin mit einem kleinen Willkommensstrauß und machte sie nachher mit den einzelnen Gästen bekannt. So war es auch gedacht: In lockerer Runde zusammen kommen und sich im kurzen Gespräch kennen lernen. Gleichzeitig nutzte die Vorsitzende des Vereins die Gelegenheit, Gudrun Fuchs zu beglückwünschen. Diese war vor kurzem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Großen Applaus gab es dafür von allen. Unter den Gästen waren Amtsvorsteher Christian Marwig und der stellv. Bürgermeister Richard-Flors Richardsen von St. Peter-Ording, dazu Claus Heitmann, Vorsitzender der AG OrtsChronik, Olaf Jensen, Silke Nolte Schefold, Sigrid Haeder und viele andere.

 

Neu im Geschäft ist Sabine Graetke nicht, war sie doch in den letzten drei Jahren für Sturmflutwelten „Blanker Hans“ in Büsum tätig. Dort war sie wesentlich für den Bereich Marketing sowie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Geboren in Kiel, aufgewachsen in Heide, ist die studierte Tourismus-Managerin „rumgekommen“. Sie war zeitweise in Spanien, ist auch tätig gewesen im Verlagswesen und hat im Multimar in Tönning Gästeführungen gemacht. Als Mutter von drei Kindern in einem Familienhaushalt in Wesseln in Dithmarschen ist sie auch im Umgang mit der jüngeren Generation vertraut. Sie freut sich, „in so einem schönen Haus tätig sein zu dürfen“.

 

Aufgaben und Arbeit gibt es genug. Peter Bothe begrüßte seine Nachfolgerin ebenfalls herzlich. Ihm habe es immer Spaß gemacht. „Das hier ist ein Super-Arbeitsplatz – und mit dem engagierten Team sowieso!“ Mit seiner Hilfe wird sich Sabine Graetke schnell in die Aufgabenbereiche dieses kleinen, aber für die Landschaft wichtigen Museums hineinfinden und es dann gemeinsam mit Vorstand und Team weiter entwickeln. Das Museum Landschaft Eiderstedt ist schließlich zertifiziert und Nationalparkpartner. Motiviert sind alle.

Mittwochs ist Markttag in St. Peter-Ording

 

14. Oktober 2015, Hric

Der Blick vom Ärztehaus Nokodian in Richtung St. Peter-Kirche und Dorfstraße machte es deutlich: Voll von Ständen war der Markt. Man mochte meinen, es waren mehr als zu Saisonzeiten. Und es herrschte Andrang von allen Seiten. Nur ein kleiner Bereich war noch als Parkplatz zu nutzen. Aber da gab es in der nächsten Umgebung noch mehr: Hinter der historischen Insel, Parkraum auf dem Schulhof im Fasanenweg, in der Badallee, im Dorf vom Heedweg oder vom Preestergang aus und schließlich die evtl. noch freien Plätze beim alten Rathaus. Alle sind sie außerdem kostenfrei! Auch an anderen Stellen gibt es weitere Gelegenheiten. Ein wenig mehr Laufen kann außerdem bei schönem Herbstwetter und auch sonst nicht schaden. Vielleicht fiel dann auch ein bewusster Blick auf die blühenden Rosen bei der TZ.

 

In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren schon Herbstferien, die anderen Bundesländer folgen fast alle in der nächsten Woche. Für die nächsten beiden Wochen ist also auch noch mit Hochbetrieb zu rechnen. Der neunjährige Gustav aus Leipzig nutzte das bei „Jan un Gret“ auf seine Art. Sogar mit vier Bällen hatte er zu Jonglieren gelernt. Seine Mütze lag bereit, und er hatte Glück. Passanten zollten ihm Anerkennung und hatten Münzen für ihn übrig. Für ihn ein Grund mehr zur Freude.

Eine ganz tolle Institution - 20 Jahre Marktcafé

 

14. Oktober 2015, Hric

Mit den Blicken auf Andrea Streubier gerichtet betrat Irmgard Thieme aus Elmshorn mit „Herzlichen Glückwunsch“ und einer ebenso gemeinten Umarmung für die Diakonin den Saal des Ev. Gemeindezentrums in der Olsdorfer Straße 19 direkt neben der St. Peter-Kirche. Dort waren gerade die letzten Töne der „30 Minuten Orgelmusik zur Marktzeit“ verklungen. Nun füllte sich allmählich der Saal mit Gästen. Es war kurz nach halb elf am Mittwochmorgen.

 

Vorbei war es mit den Gesprächen am Tisch zwischen Waltraud Rüß, Irene Hems, Anke Willecke, Karl-Heinz und Inge Peters, Henrik Kloth und Andrea Streubier. Jetzt hieß es für die Aktiven, die Gäste mit Kaffee, Tee und kleinen Leckereien zu bewirten. Die Teller mit den verschiedenen Kekshäppchen und die Kännchen mit Biomilch aus der Witzworter Meierei standen schon auf den herbstlich geschmückten Tischen. Gleich rechts neben dem Eingang waren reichlich Tassen und auch Kannen mit Kaffee und Tee verschiedener Arten hingestellt. Das Schaf „Udo“ wartete geduldig auf die eine oder andere kleine Spende zu Gunsten des Marktcafés. Überall im Raum fanden sich an den Plätzen die Besucher ein. Manche steuerten auf einen ganz bestimmten Tisch zu. Der Klöhnschnack hatte begonnen. Von der großen Politik mit dem Thema „Flüchtlinge und ihre Unterbringung“ bis zum Kleinen „Wie geht es Deiner Frau?“ oder dem Brand in Katharinenheerd kam alles irgendwie auf den Tisch. Irene Hems widmete sich in der Küche dem Kaffee. Anke Willecke befüllte an einem Extratisch Gläser mit alkoholfreiem Sekt oder Saft. Auf das Jubiläum von „20 Jahre Marktcafé“ musste doch angestoßen werden.

Schon läutete das Ansageglöckchen. Die Augen von Andrea Streubier leuchteten an diesem Morgen besonders. Freudig, auch etwas mehr aufgeregt, begrüßte sie ihre Gäste und erinnerte an den Anfang. Es sei eigentlich ein Versehen gewesen. Als Kreativ-Café war es vor zwanzig Jahren gedacht, für Kinder und Jugendliche zum Basteln und für die Eltern und Großeltern zum Schnacken bei einer Tasse Kaffee. Aus dieser Idee entwickelte sich dann ganz schnell das Marktcafé. Eine Spielecke für Kinder gibt es immer noch. Im Rahmen der Urlauberseelsorge – dafür ist die Diakonin seit nun bald 22 Jahren tätig – hatte sie dieses Angebot für das Zusammenkommen von Urlaubern, Zweitwohnungsbesitzern und Einheimischen und den Klöhnschnack und Austausch zwischen ihnen gedacht. Treffpunkt war jede Woche das Kaminzimmer. In den ersten Jahren kamen allerdings kaum Einheimische. Im Ort war man der Meinung, das sei nur etwas für die Urlauber. Ein Bericht von Andrea Streubier im Gemeindebrief und ein Artikel in den Husumer Nachrichten räumte mit dem Vorurteil auf. Von da an nutzten auch immer mehr Einheimische dieses Angebot.

 

Eckhard Kloth ist seit 15 Jahren dabei, Karl-Heinz und Inge Peters seit etwa drei Jahren. „Vorher hatte ich dazu noch keine Zeit“, meinte der alte Tischler. Sie meinte: „Das hier können wir nicht mehr entbehren.“ So geht es ganz vielen, wohl auch Christine Pfohlmann, einst wie ihre Schwester Irmgard Thieme immer noch, Camping-Urlauberin. Inzwischen ist sie seit zehn Jahren Bürgerin des Ortes und wie viele andere eine treue Besucherin des Marktcafés. Dazu gehört auch Inge Seiffert. Mit Verena von Zylander hat sie mehrere Jahre Andrea Streubier bei den Vorbereitungen und der Bewirtung unterstützt. Heute sind es Irene Hems, Anke Willecke sowie Christa und Kurt Streubier. Dazu kommt Henrik Kloth. Er ist seit kurzem mit einigen Stunden zusätzlich für die Urlauberseelsorge mit ihren vielen Angeboten wie Familiengottesdienste, Gute-Nacht-Geschichte, Kirchenschiff und natürlich Marktcafé tätig. Aber es gibt inzwischen ebenfalls einen großen Stamm an Urlaubern, die mitmachen, wie Birgit und Bernhard- Kames mit ihrer Tochter Birte und deren Freundin Jennifer. Sie waren aus Kamp-Lintfort wieder einmal nach St. Peter-Ording gereist und an diesem Geburtstag auch da.

 

Über das Jahr kommen 3000 zu diesem Treff; selbst an Tagen mit Schnee und Eis sind es mindestens dreißíg. Einig waren sich alle Besucher: “Das Markt-Café ist eine ganz tolle Institution.“ Deshalb ist es auch jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr ein Kommen, Bleiben, Schnacken und Gehen. Einen besonderen Wunsch hat Andrea Streubier: „Ich hoffe, dass immer Menschen hierher kommen.“ Sie freut sich schon auf den 9. Dezember. Dann soll das Fest richtig gefeiert werden. Der „Eine-Welt-Laden“ wird nämlich auch zwanzig. Auch der hat sich etabliert.

Gemeindevertretung: Kurt Kahlke nimmt den Platz von Walter Petersen ein

 

12. Oktober 2015, Hric

Walter Petersen (SPD) hat alle seine Ämter bezüglich seiner Tätigkeit als Gemeindevertreter in der Fraktion der SPD nieder gelegt. Seit 2004 hat er in der Gemeindevertretung als gewähltes Mitglied mitgewirkt, schon vorher als bürgerliches Mitglied. Er war u.a. viele Jahre Vorsitzender des Bauausschusses. In dieser Legislaturperiode hatte er dort den stellvertretenden Vorsitz und war ebenfalls stellvertretender Bürgervorsteher. Er sah sich aufgrund von für ihn unverständlichen Entscheidungen in Gremien nicht mehr in der Lage, alle seine Ämter in der erforderlichen Form wahrnehmen zu können. Bürgervorsteher Boy Jöns würdigte dessen Tätigkeit und sprach sein Bedauern über diesen Schritt aus.

Kurt Kahlke (SPD), li., wird als neuer Gemeindevertreter vom Bürgervorsteher Boy Jöns (CDU)vereidigt

Umbesetzungen in den Gremien waren deswegen die Folge. Kurt Kahlke rückt für die SPD in die Gemeindevertretung nach, der er bereits von 1998 bis 2007 angehörte. Die Einamtung der Gemeinde in das Amt Eiderstedt hatte damals sein Ausscheiden als Mitarbeiter des Amtes erforderlich gemacht. Nun befindet er sich im Vorruhestand und darf wieder. Boy Jöns nahm seine Neuverpflichtung vor. Das Gremium wählte ihn zum stellv. Vorsitzenden des Bauausschusses wie auch danach Peter Arndt (SPD) zum stellvertretenden Bürgervorsteher.

 

Danach beschäftigten Bebauungspläne das Gremium. Der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 74 – Neuordnung, u. a. ist ein Sondergebiet Ferienwohnungen vorgesehen – wurde gefasst. Bei dem bebauten Gelände ist eine Bauflächenzunahme (jetzt 1360 m²) für das bestehende Gebäude nicht zulässig. Auch die Änderung des B-Plans 64 Wittendün mit zwei Teilgebieten sowie die 7. Änderung des B-Planes Nr. 5 „Ferienapartments Aalernhüs“ erfolgten problemlos. Gerade bei B-Plan Nr. 5 hatte es im Bauauschuss noch ziemliche Diskussionen gegeben.- Eines war schon interessant: Bei jeder Abstimmung hatten einige Gemeindevertreter den Saal wegen „Befangenheit“ verlassen. Die Vertretung war also jedesmal „ausgedünnt“. Einmal hatte Willi Bahrenfuß (AWG) als ältestes Mitglied der Vertretung den Platz des Bürgervorstehers Boy Jöns eingenommen. Das war für ihn kein besonderer Akt. Probleme gab es nicht, und auch sonst hätte er das gemeistert.

Noch grüßt der Sommer den Herbst

 

12. Oktober 2015, Hric

Wenn die Mitarbeiter der Gärtnerei des Bauhofes der Gemeinde St. Peter-Ording um Christian Heldt auch schon mit den Gedanken im nächsten Frühjahr und mit dem Setzen von Zwiebeln und Vorbereiten von Beeten beschäftigt sind – noch grüßt der vergangene Sommer den Herbst!

So an der großen Ampelanlage beim Marktplatz und Bahnübergang Richtung Tümlauer Koog zu bewundern: Eisbegonien und Studentenblumen erfreuen dort seit dem Verblühen von gelben und blauen Stiefmütterchen im Mai nicht nur die Autofahrer. Es ist ein Augenschmaus, das anzusehen und zugleich das Farbwunder der Strauchpflanzen an den Wänden der Stöpe zu erleben. Aber auch sonst blüht es noch immer auf den meisten Beeten und Inseln bei den Straßeneinmündungen vom Heedweg bei der Feuerwehr bis ins Bad – bis dann wohl bald die ersten Boden- und Nachtfröste kommen.

För de Frünn‘ vun’t Plattdüütsche

"Vertell mi wat!" - Op Eiderstedt

 

11. Oktober 2015, Hric

„Achtern Diek hebbt wi dat kommodi“ weer de Titel vun den Obend mit Marianne Ehlers. Se is groot wurrn in de lütte „Welt“- dat meent hier in Welt op Eiderstedt - un hett se mitnohm in de groote Welt. Hüüt leevt se in Bordesholm. Is man je ook ni jüst `n City! Eer Vertelln un Geschichen sünd aver vun de lütten Lüüd, ne vun de Rieken un Schöönen, jüst vun jedeneen vun uns. Un de weern ok kaamen in de oole Schankwirtschap vun Wilhelm Andresen in Katingsiel, so recht achtern Diek. Pass ok bestens, wat wi all in de Dörchfohrt sitten kunn’n. Weer ok vull, aver ni övervull, wat man viellicht dacht harr. Jüst warm weer dat dor jo ni, aver dorför sorgen denn de grooten Gaslantüchten, un to Eeten un Drinken geev dat je ok. So kunn man ok een beeten warm vun innen warrn. Blots veele Eierdog wurrn jüst ni drunken. Muttst di jo wunnern, wat man ut so’n Dörchfohrt moken kann. So’n Kronlücher över di, poor Lampens twüschen de Stallfinster, ‘n Speegel an’e Wand in‘t Peergeschirr, Disch un Stöhl, rotwitte Deeken op de Dischen un ferdig is de schöönste Gaststuuv. Dor seeten wi denn nu un tööven op eer. De Leeslamp stünn al p‘raat.

 

Se keem den ok rechttiedig un harr so‘n grööne Mapp dorbi. Dat weer de mit „Wat Buntes un Kruuses“. Se hett sachs noch annere Mappen mit annere Geschichen. Dat kunnst ut so’n neemoodschen Flyer vun eer sluten, de op’e Dische utleegen. Birgit Dircks ut Vollerwiek hett dat al mit eer reegelt un harr ok de Kass dorbi. Dree Euro muss jed’een ut sien Geldknipp blechen. Dat dään se al geern, harrn jo noher ok noog to smustergrienen un lachen.

Den Anfang mok Marianne Ehlers denn mit „Schimpen op Platt“ un anner’n Kraam vun Alldag.

Weetst jo, op Platt deit dat Schimpen ni so weh, aver is man mennigmool veel düütlicher. Dat geiht di so dörch Kopp un Been, dröpp ok in’t Hart, wenn’t ween schall. Wat leeger is, weet man je ook. Dat hett se denn so verklaart: „Vun‘t Leege so weenig as möögli! Dor heirood he ’n lütte Frau.“ - Oder een annere Saak, is ümmer in’n August: „De Swatten sünd dor!“ - Dat meen over ni de Flüchtlinge, de nu in Massen no Düütschland wüllt, wo uns Kanzlersch Angie de jo meist dorto inlodt hett. Wi sünd jo aver ni alleen Europa! - Dat meen de Heavy-Metal- Fans in Sommer in Wacken in Steinborg jüst achtern Kanal. De koomt ok vun överall her na hier. Över’n „Tippschriever“ harr se ok so’n vun eer sülvst schreeven Geschicht dorbi. Kunnst di höögen över’t Tippen und Wischen bi’t Smartphone. In „Sülven maaken“ harr se de jungen Lüüd to faaten, de sik vun de Häkel- un Strich-Omas dat bibringen laat, wat man jo hüüt in’e School nich mehr wiest warrt. Un denn maakte se mit eer Striemel „De Smöökers“ de oole Zigarettentied weer lebennig mit „Juno“, Gold Dollar“, „Eckstein“ un „Peter Stuyvesant“. Dor kann so’n E-Zigarett‘ gorni mithol’n!

 

Denn harr se noch’n barg Vertelln in eer Mapp. Vun Rudolf Kinau „Scheeben Wind“ un „Iesenbahn“, vun Hauke Hannig „Pilzmahltied“, vun Walter Herz „Schaap un Hunn‘ “ un ok wat vun Melf Bunge, Heinrich Brandt, Reimer Bull un anner Schrievers. Weer‘n schöönen Obend mit eer bi Willem Andresen in’e Dörchfohrt achtern Diek. Applaus geev dat ok noog för Marianne Ehlers. Se hett sik bannig freit, mol weer op Eiderstedt to ween.- Oder heet dat würkli „in“? Is doch eendoon. Wi weet jo, wo uns Tohuus is. Dorüm gung dat in de een vun eer vöörleesten Geschichen ok. Weer ook echt een to’n Höögen !

Fünftklässler der Nordseeschule programmieren Roboter

 

10. Oktober 2015, Hric

Das lockte die Fünftklässler der Nordseeschule sogar am Sonnabend und Sonntag in ihre Schule. Im Rahmen der europaweiten Code Week 2015 sollten sie nachmittags in vier Stunden lernen, Roboter so zu programmieren, dass diese Basketball spielen können. Möglich wurden die Workshops, weil der Kooperationspartner „Wirtschaftsinitiative St. Peter-Ording“ erst kürzlich sieben Roboter Lego Mindstorm EV3 für die Schule gespendet hat (wir berichteten). Diese wurden umgehend von den Informatik-Kursen der Oberstufe aufgebaut und so vorbereitet, dass auch ohne Verzug mit ihnen gearbeitet werden kann.

 

Da kam die Teilnahme an der Code Week (www.codeweek.de) gerade recht. Sie findet dieses Jahr in Deutschland vom 10. bis 18. Oktober zum zweiten Mal statt.- Die Nordseeschule ist zum ersten Mal und als einzige Einrichtung in Schleswig-Holstein dabei.- Es handelt sich um eine Aktionswoche, mit der Kinder und Jugendliche an die Programmierung heran geführt werden können. In Deutschland ist die Internetbeauftragte der Bundesregierung und SAP-Aufsichtsratsmitglied Gesche Joost Schirmherrin der Aktion. Die Aktion wird mit Christian Wiele vom Softwarehaus SAP personell unterstützt. Es hat ihn als Leiter für das Projekt bereit gestellt. Der gelernte Physiker ist Software Architekt und macht sich als Angestellter der SAP die Vorteile der Digitalisierung zunutze, indem er seinen Job von St. Peter-Ording aus macht. Für Konzerne wie die SAP ist dezentrales Arbeiten über das Netz mittlerweile üblich.

 

Schnell hatte Christian Wiele den Kontakt zu den Kindern hergestellt. Drei von ihnen hatten schon Programmierkenntnisse. Für die anderen war das etwas Neues. Aufgeregt waren sie alle und spannend fanden sie es sowieso. „Programmieren zu können ist cool“, waren sie sich einig, und dass sie nun die allerersten waren, das mit den der Schule geschenkten Robotern und den Laptops machen zu können, war einfach super. Sie wussten es schon oder lernten ganz schnell, dass der Roboter ein Gehirn hat, einen Infrarotsensor als Abstandsmesser, einen Farbsensor für die Aufnahme von Markierungen auf dem Untergrund und einen Drucksensor „vorne an der Stoßstange“, dazu als mechanische Teile sein „Skelett“ mit Rädern, Zahnrädern und Kunststoffteilen sowie drei Motoren, zwei unten für das Fahren und einen oben für die Wurfeinrichtung. Dass man zum Programmieren ein Laptop braucht war klar. Dass ihr eigenes Gehirn zum „Denken“ ebenfalls notwendig ist, war für sie selbstverständlich:“Das ist doch logo.“- Wiele verdeutlichte ihnen, dass sie ihre Roboter so programmieren müssen, damit die das machen, was wir wollen. Wichtig sei es deshalb, das in Schritte zu zerlegen, was er machen soll. Dazu braucht man erst einmal keinen PC. Logisch war für sie, dass der Roboter zu allererst fahren können muss.

 

Endlich ging es los! Die Standardsteuerung wurde angedockt, die Motoren für die Richtung „Gerade“ mit Null und „Kurven“ mit Eins eingestellt, die Geschwindigkeit mit 75 Prozent festgesetzt und Anhalten nach einer Umdrehung. Das musste dann unter dem Namen „Robo Basketball“ als neues Projekt gespeichert und getestet werden. Natürlich klappte es. Die erste Hürde war genommen. Anschließend sollten sie herausfinden, wie viele Umdrehungen er machen muss, um genau einen Meter weit zu fahren. Das funktionierte dann auch, wie auch weiter „360 Grad“, „Quadrat“, „Wurf“, „Zusammenstoß“, „Hindernis und Schuss“ sowie „Bleibt im Feld“. Das wurde mit Begeisterung in der letzten halben Stunde präsentiert.

 

Christian Wiele fragte vorher zur Kontrolle: „Habt ihr alle Roboter so eingestellt, dass das jetzt der Standardfall ist?“- Plötzlich die Aussage. „Der braucht noch einen Drucksensor!“- „Ihr könnt versuchen, den jetzt einzubauen.“ – „Oh, ja!“ Und dann konnte es wirklich los gehen. Am liebsten hätte jeder alles mit seinem Roboter gezeigt. Nicht immer landete der Ball im aufgestellten gelben bzw. blauen Pappzylinder, aber wenn, war die Freude doppelt groß.

 

Einstimmiges Lob zollten die Kinder ihrem Projektleiter: „Das hat richtig Spaß gemacht!“ Dass sie vier Stunden gearbeitet hätten, erstaunte sie: „Vier Stunden ? Das hat sich wie zwei angefühlt!“ Wiele selbst war auch begeistert, war es für ihn doch das erste Mal gewesen, mit einer so großen Gruppe von maximal 10 Kindern zu programmieren. Das waren fünf Arbeitsplätze, denn immer zwei Kinder arbeiten in der Regel zusammen. Die Spontaneität war für ihn als Vater von drei Jungen nicht neu, hatte ihn aber trotzdem sichtlich fasziniert. Längerfristig möchte er eine Arbeitsgemeinschaft an der Nordseeschule einrichten, in der Kinder und Jugendliche über spielerisches Tun das Programmieren lernen, üben und weiter entwickeln können. Mit dieser Aktion an der Nordseeschule für 30 Fünftklässler in drei Projekten am Sonnabend und Sonntag in vier Stunden und nächste Woche am Dienstag sowie Mittwoch je zwei Stunden im Rahmen der Code Week 2015 ist der erste Schritt getan. Nils-Ole Hokamp, Leiter der Nordseeschule, unterstützte mit der Fachschaft Informatik dieses Vorhaben sehr:„Die Code Week gab uns jetzt die Gelegenheit, bereits Fünftklässler für Programmierung zu begeistern. Als Europaschule nehmen wir immer wieder gern an solchen europaübergreifenden Initiativen teil.“

"Club 27" - ein starkes Musical

 

09. Oktober 2015, Hric

Tiefe Stille herrschte im Saal des Ev. Jugenderholungsdorfes in St. Peter-Ording. Gerade eben war das neue selbstgeschriebene Musical des Jugendzentrums mit dem Titel „Club 27“ über die Bühne gegangen. Die letzten Szenen waren dem Publikum noch ganz stark in Erinnerung: Janis Joplin links, Kurt Cobain im Spotlight  und Amy Winehouse rechts, jeweils mit einer Laterne. Sie waren in den zwei Stunden für alle im Saal wieder quicklebendig geworden durch Mimik, Gestik, Sprache und Gesang von Ann-Christin Mundsahl („Me and my Bobby McGee“, „Mercedes Benz“), Ilkay Buruk (Grunge-Band Nirvana: „Smells like teen spirit“, „My girl“) und Aiken Andresen („Rehab“, „Valerie“, „Back to Black“). Man war sichtlich beeindruckt von der Aufführung. Nun hatte man sozusagen ihren Tod miterlebt. Erst als leise Bühnenmusik erklang, brandete der Beifall in dem dunklen Raum auf. Von aller Spannung erlöst und voller Freude genossen die über zwanzig jungen Leute die Augenblicke nach der höchst gelungenen Premiere des sehenswerten Musicals.

Die Textvorlage haben Schulsozialarbeiter Mattias Götzke, Studienreferendarin Alina Krügel und Jugendzentrumsleiter Daniel Schädler geschrieben. Sie haben auch in Arbeitsteilung die Schauspiel- und Gesangsszenen mit den Jugendlichen - ab 13 Jahre - und den jungen Erwachsenen – insgesamt 15 Darsteller - eingeübt sowie alles Organisatorische bewältigt. Dazu gehörte Bühnenbau, Technik und Catering. Hier waren noch einmal acht junge Leute tätig. Die Jugend- und Sportstiftung der NOSPA unterstützte die Finanzierung des Theater-Projektes  als Hauptsponsor mit 2500 €. Filialleiterin Julia Spreckelsen sagte überzeugt: „Dieses Geld ist überaus sinnvoll investiert worden.“ Seit Februar hat man geprobt. Mit über vierzig Rollen waren Mehrfachbesetzungen notwendig.

 

Nach den schon erfolgreichen ebenfalls selbst geschriebenen Musicals „Re-Boot“ (2013), „Le conte de Jean“ (2012) und „Dr. Glock“ (2011) hatte dieses einen ganz anderen Charakter. Lag der Schwerpunkt bisher auf Spannung und viel Humor, so wurden jetzt deutlich ernstere Töne angeschlagen. „Club 27“ setzt sich mit den Biografien der weltberühmten Musiker Janis Joplin (19.01.1943 – 4.10.1970), Kurt Cobain (20.02.1967 - 5.4.1994) und Amy Winehouse (14.9.1983 – 23.7.2011) auseinander. Erzählt werden Ausschnitte ihres brisanten Lebens: Traumatische Kindheitserlebnisse in Elternhaus und Schule, Begabungen, falsche Freunde, die Flucht in den Alkohol- und Drogenkonsum sowie Exzesse. Damit verbunden zeichneten Besessenheit und auch die Wahrnehmung der eigenen Zerbrechlichkeit das Leben dieser mit 27 Jahren verstorbenen Musiker aus. Deswegen auch der Titel, benannt nach der Idee für den „Club 27“, der mit dem Tode Kurt Cobains größere Bekanntheit erlangte und mit Amy Winehouse‘ Tod wieder auflebte. Zu ihm zählt man auch die Rock- und Bluesmusiker Brian Jones, Jimi Hendrix und Jim Morrison oder im weiteren Sinne alle in diesem Lebensalter gestorbenen namhaften Musiker.

 

Viel Liebe zum Detail, meist kurze und sehr prägnante Spielszenen, ausdrucksstarker Gesang und Identifikation mit den Rollen nahmen das Publikum immer mehr in den Bann. Gestartet mit einem Anfangs-Clip, in dem die Musiker echt daherkamen, startete das Musical mit dem ersten Interviewpart des Fernsehmoderators Donny und der Sängerin und Songschreiberin Amy Winehouse. Gregor Aniszewski stellte dessen Überheblichkeit dar, und Lisa Venske als Amy im Interwiew ließ mit zittriger Stimme, wenig Worten und Gestik deren zerbrechliche Seite bewusst werden. Das setzte sich in den im weiteren Verlauf anschließenden Sequenzen fort. Sie standen zwischen Spielszenen.- Das gekonnt mit wenigen Kulissen gestaltete Bühnenbild machte Zeitsprünge gut erkennbar.

 

Es passte alles und war insgesamt ein starkes Musical, aufgeführt von einem höchst engagierten Ensemble.- Das Ziel, dass Jugendliche sich auf eine mal andere Art mit der Alkohol- und Drogenproblematik auseinander setzen, ist sicher nicht nur bei den Akteuren, auch bei den Zuschauern erreicht worden. „Sinnvoll“, sagte auch der „Runde Tisch zur Sucht und Drogenprävention“, der die Durchführung des Projektes mit unterstützt hat.-

Mitgewirkt haben außer den schon namentlich Genannten als Darsteller Anina Hoppe, Liska Zöhner-Sell, Klara Manthe, Anja Buchholz, Moritz Mundsahl, Gotje Mumm, Milena Peters, Christopher Schulz und bei anderen Aufgaben Dennis Kock, Pascal Fuß, Leony Perkuhn, Thiemo Clausen, Mathis Clausen, Daniel Eilfeld, Frederic Huwe, Katalina Peters, Ronja Eggert und Norman Prieg.

Kirchenkalender für St. Peter-Ording und Tating 

Mit den Kirchen durch das Jahr 2016

 

07. Oktober 2015, Hric

Die Ökumene* lebt. Das beweist der gemeinsam von der Ev. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating und der Kath. Kirchengemeinde St. Peter-Ording herausgegebene Kalender für 2016. Pastorin Regine Boysen hatte die Idee und fand in Pastoralreferent Michael Wrage sowie Gudrun Fuchs und Georg Panskus freudige Mitgestalter. Schnell war man sich im Team einig. So konnte der „Kalender 2016“ zügig fertig gestellt und den Gästen beim Marktcafé im Gemeindezentrum präsentiert werden. Er vereint Bilder von den Kirchen St. Peter, St. Nikolai, St. Ulrich und St. Magnus sowie dem ökumenischen Kirchenschiff am Ordinger Strand mit solchen vom christlichen und kulturellen Leben. Über die Kirchengemeinden kann er für nur 10 € erworben werden.

 

Regine Boysen war sichtlich beeindruckt von dem druckfrischen Kalender. Sie erinnerte an die von den Gemeinden untereinander praktizierte Ökumene mit Andachten, Gottesdiensten und Veranstaltungen. Ihr Dank galt dem Team für Anregungen und aktive Mitarbeit. Sie wünschte viel Freude an diesem erstmalig für die Region um St. Peter erstellten Kalender. Michael Wrage gab den Dank mit dem Blick auf die so gut genutzte Zeit gerne zurück.

 

 

*Ökumene:

die Bewegung, die das Gemeinsame der evangelischen und katholischen Kirchen betont und z. B. gemeinsame Gottesdienste feiert.

1.208 € für den Hospizdienst Eiderstedt dank Taxi Schäfer und Jan-Malte Andresen vom NDR1

 

08. Oktober 2014, Hric

Von den zwei Wochen „Taxi-Tour für den guten Zweck“ mit Moderator Jan-Malte Andresen vom Sender NDR I Welle Nord im September profitierte auch der Hospizdienst Eiderstedt. Die an den ausgewählten Orten der Tour jeweils eingenommenen Fahrgelder gehen nämlich direkt als Spende an weitestgehend ehrenamtlich arbeitende Einrichtungen.

 

Gleich zu Beginn der zweiten Woche war Jan-Malte für Taxi-Schäfer aus St. Peter-Ording auf Tour gewesen. Insgesamt 217 km Fahrtstrecke waren zusammen gekommen und damit einschließlich Spenden 604 €. Diesen Betrag verdoppelten die Brüder Ken und Tim Schäfer zu Gunsten des Hospizdienstes Eiderstedt und konnten so gemeinsam mit ihrem „Ein-Tages-Taxi-Fahrer“ 1208 € an Thiemo Lemke, Hospizkoordinator und zuständig für Verwaltung, Beratung und Vermittlung von mehr als 30 ehrenamtlichen Helfern überreichen. "Wahnsinn, ich bin begeistert", sagte er freudestrahlend. "Wir werden das Geld in die Aus- und Weiterbildung unserer Ehrenamtler investieren. Ohne die Menschen, die freiwillig ihre Zeit geben, könnten wir nicht arbeiten, und viele Menschen könnten nicht auf den letzten Schritten ihres Lebens begleitet werden."

Immer wieder umfangreiche und schwierige Beratungen im Bauausschuss

 

06. Oktober 2015, Hric

Sitzungen des Ausschusses für Bauwesen und Verkehr der Gemeinde St. Peter-Ording (BA) haben es hinsichtlich Dauer und Umfang im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Auch dieses Mal war das nicht anders bei in Teilabschnitten schwierigen Sachverhalten.

 

Zur Beratung stand als erstes das Fassen des Satzungsbeschlusses - als  Empfehlungsbeschluss für die Gemeindevertretung -

zur 7. Änderung des vorhabenbezogenen B-Planes Nr. 5 Grundstück Friedrich-Hebbel-Str. 2 „Hotel Aalernhüs“

an. Seitens der Sitzungsteilnehmer monierte vor allem Gemeindevertreter Wolfgang Voutta die vorgelegte Fassung für die Begründung sowie die Umweltverträglichkeits-Vorprüfung. Die aufgrund der letzten Beratung vorgenommenen Änderungen seien nicht erkennbar, ein Querlesen mit der vorherigen Vorlage eine Zumutung.- Der Satzungsentwurf weist zwei Sondergebiete „Wohnen“ und „Feriengebiete“ in einem Hotelbereich aus. Fünf von den insgesamt 20 Apartments in einem Teilgebäude können für Wohnzwecke veräußert werden. Die anderen 15 sind Ferienapartments und sollen dem Hotel seitens der Eigentümer an mindestens 320 Tagen pro Jahr per Nutzungsvertrag zur Verfügung stehen. Umfangreiche Informationen seitens des Stadtplaners Christian Pogoda sowie der Verwaltung und Nachfragen gab es zu Verkehrswegen, Entwässerung, Baustellenverkehr und insbesondere Wohnungsarten wie Dauer-, Zweit-, Eigentumswohnungen. Die Fassung des Empfehlungsbeschlusses erfolgte dann mehrheitlich mit vier Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen mit der Maßgabe, dass bis zur Gemeindevertretersitzung eine Fassung mit erkennbaren Änderungen und Korrekturen erstellt werde. Seitens der Verwaltung war vorher außerdem klar gestellt worden, dass der öffentliche Parkplatz dort als öffentliche Verkehrsfläche erhalten bleibt.

 

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um das Fassen des Entwurfs- und Auslegungsbeschlusses zum

B-Plan Nr. 1 - Neuaufstellung – für das Gebiet nördlich der Straße „Kieferneck“, südlich und östlich der Straße „Im Bad“. Das ist das Areal von der „Loreley“ über „Villa Anna“, „Stadt Hamburg“, „Hotel St. Peter“ bzw. ehemals „Bambushütte“ und „Insel“, „Alte Post“, „Fortuna“ bis hin zum „China Restaurant“.

Die Beschlussfassung erfolgte einstimmig. Mit dieser Neuaufstellung soll die vorhandene Nutzung sicher gestellt werden. Die Mischgebietsfestsetzung ist komplett gestrichen. Mit „Gewerblicher Fremdenverkehr und Wohnen“ (SO 1), „Hotel“ (2), „Klinik“ (3) und „Fremdenbeherbergung und Wohnen“ (4) wurden vier unterschiedliche Sondergebiete geschaffen. Die Struktur insgesamt bleibt erhalten. Die Grundstücke „Möwensteg 2, 4 und 8“ sowie der öffentliche Parkplatz wurden aus dem Geltungsbereich heraus gelöst. Hier ist die Aufstellung eines vorhabenbezogenen B-Planes in Erwägung gezogen.- Die Firsthöhe des ehemaligen Hotels St. Peter darf auch zukünftig nicht über 16 m hinausgehen. Ansonsten gilt Zweigeschossigkeit mit einer Höhenbegrenzung in ‚sinnigem Maße‘. SO 4 dient nur der Unterkunft von Touristen und Einheimischen. In SO 1 sind Wohnungen erst oberhalb des Erdgeschosses zulässig, Einzelhandelsbetriebe nur bis zu einer Grundstückstiefe von 50 m von der Straße „Im Bad“ bzw. „Rungholtstieg“. Vehement setzte Gesa Löhnert, bürgerliches Mitglied des BA, ihre Forderung nach einer deutlichen Festlegung in dem B-Plan durch, dass Unterarten wie Sex-Shops und ähnliches unzulässig sind.

 

Auch der vorhabenbezogene B-Plan 75 nahm seine Zeit in Anspruch. Bei dem Projekt handelt es sich um eine

Hotelerweiterung in der Straße „Im Bad“. Die beiden bestehenden Häuser Nr. 71 „Haus Schragen“ – genau dieses  befindet sich auf der Liste der Kulturdenkmale St. Peter-Ording – und Nr. 73  „Hotel Mein Lieblingsplatz“ sollen zu einem Hotelbetrieb zusammen gefasst werden.

Durch einen Neubau mit Tiefgarage im hinteren Bereich sollen insgesamt 70 Zimmer erreicht werden. Die erforderlichen Stellplätze werden durch die Tiefgarage und im Außenbereich geschaffen. Durch Bepflanzung soll der Blick auf parkende Fahrzeuge verdeckt und so für das Anwesen angenehm gestaltet werden. Der vorhandene Baumbestand wird weitestgehend erhalten. Annette Scholz vom Architekturbüro stellte das im Vorlauf zu der Beratung anhand von Bildern vor. Helmut Reggentin erläuterte den B-Plan mit Dreigeschossigkeit für das Denkmal und Zweigeschossigkeit für den Neubau. Anbauten oder Veränderungen unter der besonderen Berücksichtigung des Denkmalschutzes machten für dieses Projekt einen vorhabenbezogenen B-Plan erforderlich. Der Vorsitzende des BA Bodo Laubenstein merkte zu den Stellplätzen an, dass man diese Problematik geschickt gelöst habe, gab aber zu bedenken, ob ein Absenken auf 65 statt 70 Zimmer nicht besser wäre. Bei drei Enthaltungen stimmte der Bauausschuss auch hier letztlich der Vorlage zu.

Torten und Futjes satt im Gemeindezentrum

 

07. Oktober 2014, H ric

Wie schon im vergangenen Jahr deckten die Eiderstedter Landfrauen im ev. Gemeindezentrum am Tag der Deutschen Einheit den Kaffeetisch. Torten gab es und Futjes. Und die Kaffeegäste ließen nicht auf sich warten. Schließlich haben Einheimische und Gäste immer wieder erfahren: Eiderstedter Landfrauen wissen, was schmeckt und können backen. Außerdem ist es ein willkommener Anlass, sich dabei zum Klöhnschnack zu treffen.

 

Ein Paar aus Lübeck – für eine Woche gerade zum Urlaub nach St. Peter gekommen – hatte das Plakat gesehen. Es war gerade Kaffeezeit. „Na, dann gehen wir doch mal da hin !“ Geschmeckt hat es ihnen sichtlich.

 

Der Erlös wurde für die Finanzierung der neuen Bestuhlung in der Kirche St. Peter gespendet.

"In einem zauberhaften Garten" - Liederabend in der St. Peter-Kirche

28. September 2015, Hric

Das war ein Musikabend der ganz besonderen Art: Das Publikum in der St. Peter-Kirche spendete am Ende nach dem Liedvortrag von „Die Nachtigall“ aus „Sieben frühe Lieder“ von Alban Berg (1885-1935) großen, ja fast frenetischen Beifall. Mit Liedern und Klaviermusik von Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Edvard Grieg, Richard Strauss, Arnold Schönberg, Alban Berg u.a. hatten Sarah Weinberg (Sopran) und Rebekka Kaptain (Klavier) ihre Zuhörerinnen und Zuhörer - wie im Programm angekündigt - wahrhaftig „in einen zauberhaften Garten“ entführt.

 

Mit „Eintritt“ aus „Waldszenen op. 82“ von Robert Schumann (1810-1856) eröffnete Rebekka Kaptain das Konzert und stimmte mit ihrem Spiel am Flügel unmittelbar ein in einen Reigen aus Liedern und Klaviermusik. Mit wenigen Worten lud sie dann zu einem musikalischen Spaziergang in Landschaften und zu Geschichten, die Blumen erzählen können. Schon mit „Der Blumenstrauß, op 47“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1810-1856) brachte Sarah Weinberg ihren Sopran vielfältig zum Klingen. Da war der anfängliche Zauber vollkommen. Beide Musikerinnen begleiteten Gesang und Spiel dazu mit einer Mimik und Gestik, die ganz natürlich-harmonisch daherkamen und beider Ausstrahlung dadurch ein eigenes und besonderes Flair verliehen.

Im musikalischen Blumengarten entfalteten Schneeglöckchen (Schumann), Wasserlilien (Grieg), Korn- und Mohnblumen, Efeu und Wasserrose (Strauss) und Gartenrosen (Schumann, Grieg, Strauss) ihre Blätter und Blüten.- Wie Sarah Weinberg und Rebekka Kaptain miteinander harmonisierten, wurde immer wieder bewusst in den kleinen Pausen zwischen den Vorträgen, dem Blickkontakt oder auch mal dem sanften Rufen. Denn der Kirchenraum wurde in das Spielen und Singen mit einbezogen. Der Sopran erklang auch mal aus dem Chorraum, vor dem Publikum und sogar von der Kanzel. Das Klavier hatte seinen festen Punkt. In der Diagonale von der Kanzel zum Klavier verdeutlichte sich die große Bandbreite der beiden in Spiel und Gesang bei „Vöglein Schwermut, op. 33“ von Hans Gál (1890-1987) über „Der genügsame Liebhaber“ aus „Brettl Lieder“ von Arnold Schönberg (1874-1987) zu „Die Hexe“ von Georg Kreisler (1922-2011) und „Klopslied“ von Kurt Weill (1900-1950). Welch „große Stimme“ Sarah Weinberg hat und welches Temperament in ihr „schlummert“ – das wurde an diesem Abend erlebbar, auch bei den beiden eingeschobenen Gedichtvorträgen von Wilhelm Busch „Sie war ein Blümlein“ und von Michael Ende „Die Papier-Tragödie“.

 

Mit „Oktoberrose“ von Arnim Knab (1881-1951) – eher zufällig seien sie auf diesen getroffen – und davor dem Vortrag von „Traum, op 7“ von Franz Schreker  (1878-1934) stimmten sie auf das Ende des Konzertes ein und wünschten „in der Vollmondnacht einen schönen Abend mit den Rosen“. Mit Robert Schumanns „Träumerei“ und „Albumblätter I bis V“ aus „Bunte Blätter, op 99“ hatte Rebekka Kaptain das Publikum vorher erneut mit wunderbarer Klaviermusik beschenkt.

 

Im Sommer waren Sarah Weinberg und Rebekka Kaptain mit einem Liedprogramm bei dem Kammermusikfestival „Sommerliche Musiktage Hitzacker“ im Rahmen der Jungen Akademie zu hören. Einiges von diesem „Sommer“ an der Elbe hat nun den „Herbstanfang“ an der Nordsee „vergoldet“. Den begeisterten Applaus können sie nach Leipzig mitnehmen, wo sie ihre Studien fortsetzen. Beide sind Stipendiatinnen des Yehudi Menuhin Live Music Now Leipzig e.V.

Erntedanksonntag in St. Peter-Ording

05. Oktober 2015, Hric

 

In den Kirchen St. Ulrich der kath. sowie St. Peter und St. Nikolai der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating feierten Christen beider Konfessionen mit einer Heiligen Messe, einem Abendmahls- und einem Familiengottesdienst das Erntedankfest. Die Altarbereiche der Kirchen waren mit Erntegaben reich geschmückt und nahmen so Bezug auf den Erntedanksonntag. In der Ordinger Kirche schmückten 12 Äpfel den Rand des Taufbeckens. Fülle und Vielfalt der Gaben sollten uns auch staunen lassen. Selbstverständlich mag es uns nur vorkommen.

 

Im Gottesdienst in der St. Peter-Kirche stellte Pastorin Regine Boysen das Gleichnis vom „reichen Kornbauern“ in den Mittelpunkt ihrer Predigt. Sie erinnerte daran, dass zum Feiern des Dankens die des Teilens gehöre. Sie nahm dabei direkt Bezug auf die aktuelle politische Lage mit den derzeit vieltausend Flüchtlingen von weither. – Der Posaunenchor umrahmte und begleitete den Gottesdienst.

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© Georg Panskus