2017 August 2

Folk un Rock op Platt mit Inge Lorenzen un Frünns op Hoyerswort

 

Dat weer een Avend so richti för de plattdüütsche Seel. So een hett Inge Lorenzen ut Langenhorn wiss. In Vollstedt is se 1960 to School kamen. Dat Singen un dat Plattdüütsche is ehr mit in de Weeg leggt wurrn, un dat leevt se. Dat hebbt de Lüüd op Hoyerswort an düssen Avend markt, ok de, de keen Plattdüütsche sünd. So’n poor weern dor mang. Un ok de hebbt ehr achterna vun Harten seggt, wat se dat bannig gefulln harr. Dat leeg ni an ehr alleen, ok an ehr Frünns, wat Karl-Peter Kööp ut Husum un Volker Linde ut Kiel sünd. Peter Kööp is een Schoolkolleg vun ehr un Volker Linde makt Musik vun Berufs wegen in’t Kieler Theoter-Orchester un noch annere Saken, de mit Musik to doon hebbt. Kööp is ok een echte Plattdüütsche un na sien Berufskarriere Pensioneer. Inge Lorenzen arbeid op Sylt un is twüschentieds Oma vun dree Enkelkinner. Dat kriggst an so een Avend blangenbi to weeten. Dat höört sik ok so ünner Plattdüütsche. Man mutt doch weeten, mit wat för’n Minschen man dat to kriegen hett.

Volker Linde speel an düssen Avend E-Gitarr, Inge Lorenzen sung un speel dorto op ehre Gitarr un vertell een beten, woans dat to de Leeder kamen is. Dat is mit ehr jo so, wat se mol een vun de dree Sängerinnen bi de Mollies weer. To düsse Band höörte ok Volker Linde. Dat geev ok mol een plattdüütsche Folkband. De hett Lorbaß heeten. Dat is west.- Nu tourt se mit ehr Frünns un ok anners för’t Plattdüütsche rüm, wenn’t denn passen deit. Peter Kööp schrifft Geschichten – op Platt, versteiht sik - un is ok de Texter för manch een vun Inge Lorenzen ehr Songs. Se singt nämli ok bi Hochtieden un annere Gelegenheiten un bruukt af un an so’n plattdüütschen Text.

Nu is se besünners Fan vun so’n Lüüd as Janis Joplin, avers ok vun de Stones un vun Esther Ofarim, Leonhard Cohen, Reinhard Mey, Rio Reiser. Avers de hebbt nu jo all mol ni op Platt schreeven. Denn geiht se to „Karl-Peter“ un lött sik vun em to de Musik un den Text vun düsse Songschrievers een needen Text op Platt schrieven. He kann dat eenfach. Un de beiden kennt sik je öwer een lange Tied vun Johr‘n. He weet ok, wat se mag un wat to ehr Utstrahlung passen deit. Vun ehr geiht eenfach wat ut, un se kann de Lüüd mit ehre Stimm un ehre Musik so mitnehm, as dat hüüt nöömt ward. Se hett eenfach Talent.

Dat liggt ok dor an, wat se sik so gifft as se is. Un denn hett se noch een Stimm, de passt. Se kann dat ganz liesen, mit veel Timbre, avers ok locker flockig, poppig un rockig. Kannst meist seggen: Nu steppt Inge un rockt de Lüüd. Männigmol geiht dat mit ehr döör, denn kann se sik eenfach ni hol’n un ehr ganze Temperament füllt den Ruum. Dat maakt richti Spaß, so’n Veranstalten vun ehr to beleeven. Un ehr Mackers sünd denn ni blots Staffage, de höört to ehr dorto. Mit Karl-Peter warrt denn wedder sinnig, so’n beeten sachtmödig mit’n Grienscher achteran. Un Volker seggt je gor nix, avers mit sien E-Gitarr kummt so een Extra-Sound dorto, denn ni missen wullt.

Ganz sinnig güng dat los. Inge Lorenzen un Volker Linde fangt an to speeln un denn höörst ehr Stimm un büst eerst mol weg: „Schöön, wedder hier to ween un jem to sehn“, singt se un glöövst ehr dat, wat se sik to uns all, de dor sitten un tohöörn, freit. Karl-Peter Kööp sitt ganz still in sien Eck an so’n lütten Disch un freit sik mit. Un wenn se denn ankünnigt, nu kummt „Ik drööm vun een Eiland op See“ vun Helmut Debus, denn föölst di tohuus un dröömst mit. De Klänge vun de beiden Gitarr’n vermischen sik, un du seilst mit ruut un hest een Geföhl vun Frieheit. Karl-Peter Kööp hett denn sein eersten Optritt un vertellt di watt vun Iowa, vun wegen Plattdüütsch un Ingelsch – hochdüütsch köönt de dor nich – un denn findst di an de Hörnumer Ree op Sylt weer, löttst dor nerden achter de Düün in’e „Sansibar“ din Geld un weets’t: Du büst op de Insel vun de Rieken un Optakelten.- „Frie is de See op de Hörnumer Ree.“

„Fresenhof“ vun Knut Kiesewetter kumm’t to Gehöör, ok „Op Rungholt in de solten See“ ut Karl-Peter sien Feder to’n Melodie vun Leonhard Cohen oder later denn „För di un jümmers för di, ik bün de Regenbagen för di“ na Rio Reiser. Vun Esther Ofarim hest al op Platt höört „Heff min Leeven, heff min Tied“ na „Morning of My Life“. So geiht denn wieder dörch den Avend mit Geschichten vun Karl-Peter, to’n Bispill, wat sin Vadder na dörti Johrn ut’n Heben to Besöök kümmt. He harr mol een Dag frie kreegen un wunner sik, wat sik so op’e Eer al verännert harr in de Tied. Smööken dörfst nu blots noch buuten un de Muer geev dat ok ni mehr.- De Stones kunnst mit Inge Lorenzen un Volker Linde op Platt höörn, de „Doden Büxen“ weer’n mit „Rock‘n Roll mit di“ dorbi, un Reinhard Mey „keem laat to Huus“. Twüschendöörch harr Inge Lorenzen denn vertellt, wat se je so’n afsoluten Fan vun Janis Joplin weer. De dörf man jo eegentli ni singen, meen se und sung denn op Platt: „Free warrn un den Heben sehn, keen Land mehr to verleern, henfalln un wedder opstahn – free is de See.“ LIekers, dat kunn se denn ok noch toppen mit „You’ve got a friend“. Blots Volker Linde speel un de „heele“ Inge Lorenzen sung. Wat för´n Stimm, wat för´n Stimmung, wat för´n Atmosphäre in dat ole staatsche Huus!

Ahn Togaav güng dat ni. Mit „Een handvull Drööme“ wurrn wi denn vun Inge Lorenzen un ehre Frünns to Hus sckickt. Dat dä richti passen to Schloss Hoyerswort, wat nu ut de Finster Licht in de Düüsternis bröcht, un al de Leeder un Geschichten in uns Hart, de wi mitnohm hebbt.

Hans Jörg Rickert, 28. August 2017

Wasserkoog: „Veerhunnert Johr achter Slüüs un Dieken“

 

Der Ortsteil der Gemeinde Tetenbüll feierte sein 400. Bestehen

Liebevoll wird der Wasserkoog als „de Poppenstuuv vun Eiderstedt“ bezeichnet. Er ist ein Ortsteil von Tetenbüll, der mit fast 36,5 Quadratkilometern (3650 Hektar) zweitgrößten Gemeinde auf Eiderstedt mit etwas über 600 Einwohnern und 170 Zweitwohnungsbesitzern.

Die Gemeinde Tetenbüll besteht aus den Teilen Tetenbüll Dorf (im Süden), Warmhörn (in der Mitte) sowie Kaltenhörn und Wasserkoog (beide ganz im Norden) sowie aus 11 Kögen: Adenbüllerkoog, Altneukoog, Jordtfletherkoog, Kirchenkoog, Marschkoog, Norderheverkoog (Teilfläche), Osterkoog, Reinsbüllerkoog, Sieversfletherkoog, Trockenkoog und Wasserkoog. Tetenbüll ist amtsangehörige Gemeinde des Amtes Eiderstedt mit Sitz in Garding.

Zu verdanken hat Wasserkoog sein „idyllisches“ Aussehen den vielen alten Reetdachhäusern in der Wasserkooger Straße. Diese geht beim Deichsiel (Norderdeich) in die Norderheverkoogstraße über und verläuft entlang des Tetenbüller Sielzuges, den sie im Süden quert. Die Straße führt weiter nach Sieversfleth.

An ihr liegt die nicht weit davon auf der linken Seite die „Neue Schule Wasserkoog“. Die Schule wurde 1949 gebaut. In dem Klassenraum saßen damals sehr viele Flüchtlingskinder, deren Eltern nach dem Krieg auf Eiderstedt im heutigen Tetenbüller Gemeindegebiet untergekommen waren. Dazu gehörten auch der Sieversflether Koog, sowie Kalten- und Warmhörn. Nur zwanzig Jahre fand in dem Gebäude Unterricht statt. Es hatte neben dem großen Schulraum wie damals üblich auch eine Lehrerwohnung.

Vor heute 400 Jahren (1617) ist der Wasserkoog eingedeicht worden. Es ist ein sehr kleiner Koog, der seine Entstehung der Wasserwirtschaft verdankt. Ursprünglich war er nur ein Spülkoog. Denn nachdem der Sieversflether Koog im Jahre 1610 eingedeicht worden war, stellte man fest, dass die Entwässerung zwischen Tetenbüll, Osterhever und Poppenbüll zunehmend stärker beinträchtigt war. Wegen der ungenügenden Strömung versandete und verschlickte der außendeichs liegende Priel, über den die Entwässeung in die Nordsee erfolgte. Man deichte deswegen sieben Jahre später die kleine Bucht vor dem Sieversflether Koog vom Osterdeich bis zum Spiekerhof ein, um hier ein Staubecken zu schaffen. Ergänzend baute man dazu bei Tetenbüllspieker ein Deichsiel. Durch dieses konnte bei auflaufendem Wasser das Nordseewasser in den Koog hereingelassen werden. Bei ablaufendem Wasser wurde es dann zum geeigneten Zeitpunkt abgelassen und erzeugte auf diese Weise eine starke Strömung, die die Entwässerung des Hinterlandes jetzt wieder ermöglichte. Es war also ein sog. Spülkoog geschaffen worden, im Norden begrenzt durch den Norderdeich und nach Osten hin durch den Osterdeich. Daher auch die Bezeichnung „Spülkoogsweg“ für die vom Osterdeich wegführende Abzweigung. Das jetzige Siel bei Tetenbüllspieker existiert seit 1910, ist also bereits vor Eindeichtung des Norderheverkooges (1936) geschaffen worden.

 

Und hier, weil es so schön war, noch ein paar weitere Bilder:

Anlässlich seines Jubiläums hatte Wasserkoog zu Dorfspaziergang mit Jakob Claußen und Uwe Cornils eingeladen. Start war etwa in der Mitte des Ortsteils. Hier hatte man auch Zelt mit Infostand über die Geschichte von Wasserkoog unter verschiedenen Aspekten aufgebaut. Matthias Uhing, Raimund Behrend und Kurt Riggert („Jugwater“) unterhielten hier mit Musik. Flohmarktstände locker beiderseits der Straße entlang luden zum Schauen und Kaufen ein. Wer wollte, konnte eine Bootsfahrt – Ruderboot oder Kanu - auf dem Sielzug machen. Für Kinder gab es im Norden eine Hüpfburg, und die Feuerwehr war auch vor Ort. Reetdachdecker Thomas Bruhn informierte über sein Handwerk, Bürgermeister Thomas Lorenzen war genauso in seinem Ortsteil unterwegs wie die seit Juni 2016 für die Kirchen in Tetenbüll, Katharinenheerd, Welt und Vollerwiek zuständige Pastorin Silke Wittmaack.

Sogar drei Cisterzienser-Schwestern – Anna, Corona und Petra - aus Landshut waren unter den Besuchern. Sie ließen sich von Monika Langhans (Schwabstedt) das Verspinnen von Schafwolle am Spinnrad zeigen. Bei Gesine Judjahn klang es original über den Schalltrichter eines Grammophons der 20iger Jahre von der Schellack-Platte „Wochenend und Sonnenschein und dann …“ ins Dorf hinein. Die Bewohner waren bei schönem Wetter auf den Beinen und feierten den 400jährigen Geburtstag zu recht fröhlich und waren aufgeschlossen für ihre Besucher und Gäste.

Hans Jörg Rickert, 30. August 2017, www.jb-spo.de

Hintersinnig nachhaltige plattdeutsche Frauenpower

 

„Platt is changing“ – so hatten Bärbel Wolfmeier und Inge-Sophie Lorenzen ihre Performance für den Abend in der Bücherei und Mediothek St. Peter-Ording betitelt. Beide, die eine erfolgreiche Poetry-Slam-Poetin, Lyrikerin und Radiosprecherin beim NDR für „Hör mal’n beten to“, die andere Mitglied der Folkgruppen „Lorbaß“ und „Mollies“, hatten was zu erzählen. Viel wichtiger aber: Sie sind gestandene Frauen, die das Leben mit Mann, Kindern und Familie von Grund auf kennen. Das war an diesem Abend hörbar auf eine besondere, etwas andere Art - so mehr aus Frauensicht - zu erleben. War das der Grund, dass sich kaum „Mannsleute“ unter den vielen „Fraunsleuten“ eingefunden hatten und die vielleicht mehr als „Mitläufer“? Wer Frauen besser verstehen will, der hätte an diesem vergnüglichen Abend eine Chance gehabt!

Bärbel Wolfmeier hatte sich in Platt schon mit ihrem Namen „Bärbel“ – auseinandergesetzt, „vun wegen wat he unmelodisch, oldbacksch un gewöhnlich is, ik em aver‘s mit Haltung drägen do“, und Inge Lorenzen mit ihrer melodischen und sympathischen Stimme ihren Gesang „Jeden Morgen fangt min Leven wedder an“ auf der Gitarre begleitet, als das Publikum über die Anwenderproblematik bei „Excel“ und nicht nur dort eigene, ach so bekannte Erlebnisse der Lebenswirklichkeit gespiegelt bekam. Beide Frauen hatten da schon einiges über sich preisgegeben, von wegen Herkunft, Kindern, Mann, Wiedereinstieg in den Beruf und was man so eben öffentlich von sich erzählen mag.

Dabei konnte Bärbel Wolfmeier ihren „PC-Dozi Herrn Albrecht“ einfach nicht übergehen. Der hatte so seine Eigenheiten und sogar eine „Jugendsünde“, nämlich ein „Tattoo“ auf dem Oberarm, das zufällig einmal sichtbar wurde. Darauf plötzlich persönlich von ihr im PC-Kurs angesprochen, war ihm das nicht gerade angenehm gewesen. Dies auf Platt erzählt, hat so seine eigene Komik, die ganz fraulich dann so endete: „Hebbt Se een Problem mit een Frau, denn liggt een ‚Anwenderfehler‘ vör.“ Das ist echt „plattdüütsch Oort“: Mit einer gekonnten Antwort seinen Gegenspieler „matt“ setzen, ohne ihn zu verletzen. Von dieser Art Humor und Geschichten hatte sie mehr auf Lager, und lief mit „Diekschaap in Overkneestilettosteveln“ – und dat butenkopps – zu komödiantischer Höchstform auf.

Inge Lorenzen sorgte mit ihren Liedern – oft getextet von ihrem ehemaligen Klassenkameraden „Karl Peter“ - mehr für den „romantischen Teil“ des Abends. Was auf Hochdeutsch kitschig klingen mag, ist auf Platt ganz normal. Wenn es dann heißt „Ik heff op di töövt, ik bün din Deern“, dann weiß der Zuhörer, das ist Liebe und sie kommt von Herzen. So hatte er denn auch von Janis Joplin „Me and Bobby McGee“ in „Rock’n Roll mit di“ umgetextet. Wenn es dann heißt, „Henfall’n un wedd’r opstah’n“, denn weetst Bescheed. Ihre Lieder kündigte sie immer unverkennbar platt an, z.B. so: „Karl Peter, kannst mi ‘n Text vun de Toten Hosen to’n Hochtied maken? - Pause - Ik sing nu vun de doden Büxen een hocherotischen Text“. Und denn erklang mit der Zeile „dor geiht een Flüstern dör de Nacht“ fast ein Text, der irgendwie an Theodor Storm erinnerte.

„Platt is changing“ – Platt kann alles zu Gehör bringen: Alltägliches, Heiteres, Nachdenkliches, Trauriges, Besinnliches. Das beherrschten die beiden Botschafterinnen für Platt mit ihren Texten auf Hoch und Platt und Liedern, sprachlich gekonnt und melodisch anrührend vorgetragen. – Ihre Frauenpower auf Platt war nicht deftig; sie war hintersinnig und nachhaltig, eben „Frauenpower der feinen Art“! Für den überaus großen Beifall bedankten sie sich mit „Sie waren ein super Publikum“ und dem von ihnen gemeinsam gesungenen Wiegenlied „Een handvull Drööm“.- Büchereileiter Andreas Falkenhagen hatte mit diesem Veranstaltungsangebot einen überaus guten Griff getan.

Hans Jörg Rickert, 24. August 2017, HN und www.jb-spo.de

„Dat Backhus“ – Anziehungspunkt seit 2007

 

Das Backhaus auf der „Historischen Insel“ ist besonders während der Saison am Donnerstag Anlaufpunkt. Einheimische, Urlauber und Gäste wissen: Heute gibt es frisches Brot! Und deswegen steht man inzwischen an diesem Tag der Woche und zu anderen besonderen Tagen wie z.B. zur Biike im Februar gerne auch „Schlange“. Außer Brot zum Mitnehmen – Backhaus-, Kümmel-, Zwiebel und Rosinenbrot – gibt es am Backtag – aber immer erst ab 14:00 Uhr – Kaffee und leckere Blechkuchen sowie Schmalzbrot. Bei schönem Wetter ist dann „Klöönsnack“. Tische und Bänke laden regelrecht dazu ein, und man genießt diese „Backhaus-Cafe-Stunde“ so direkt mit Blick auf den Gleithang des Dorfdeiches und dabei zumeist auch nur die Dächer der Häuser auf der anderen Deichseite, unter ihnen auch reetgedeckte.älteren Jahrganges. Das sorgt hier mit für eine besondere Atmosphäre.

Der Backhaustüte für das frische Brot sollte man gern Beachtung schenken. Da liest man dann:

„Das Backhaus in St. Peter-Ording wurde im Jahre 2006 durch Spenden und ehrenamtliche Arbeit der hiesigen Handwerker errichtet. Das Häuschen wurde nach historischem Vorbild mit modernen Materialien wieder aufgebaut, aber auf historische Weise wird das Brot und der Kuchen auf einem erhitzten Stein gebacken. Die Backweise gibt dem Brot einen besonders guten Geschmack. Der Backbetrieb geschieht ebenfalls ehrenamtlich.“

HRic, 19. August 2017, www.jb-spo.de

 

Siehe dazu im Jahrbuch

Geschichte SPO Kunst und Kultur: „Historische Insel“

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Wahlkampftour in St. Peter.-Ording

 

IMPRESSIONEN

 

Die Bundeskanzlerin fliegt gegen 16:30 Uhr mit dem Hubschrauber der Bundespolizei ein. Für ein Foto mit den sie empfangenden Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr nimmt sie sich Zeit. Dann geht es per PKW mit Geleitschutz Richtung St. Peter-Bad.

Auf der Buhne ist seit längerem Hochbetrieb. Alles wartet auf die Ankunft von Angela Merkel. Es herrscht fast Volksfest-Stimmung. Die Band Victory Seventeen hält das Publikum bei Laune. Der Moderator lässt die Anwesenden an seinem Gespräch mit Bürgermeister und Tourismusdirektor Rainer Balsmeier, der Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Nordfriesland Dithmarschen-Nord Astrid Damerow und Künstler Erhard Schiel teilhaben.

Auf der Zuwegung vor der Straße „Am Kurbad“ steht ein riesiger Schlepper der Tourismus-Zentrale. Sicherheitsleute halten Ausschau nach der Kanzlerin. Sie naht und ist schnellen Schrittes innerhalb des Personenkonvois mit Astrid Damerow und Ministerpräsident Daniel Günther schnell vorbei. Wenig später wird sie auf der Bühne empfangen. Der Zulauf hat zugenommen.

Nach moderatorengelenkter Warm-Up-Plauderei erhält der Ministerpräsident das Wort.

Danach hat die Kanzlerin das Wort. Sie streift alle Politikfelder. Immer wieder gibt es auch Applaus. Aber am Rande wird auch demonstriert gegen Fracking. Polizei und Sicherheitsdienst sind vor Ort. In der Straße „Am Kurbad“ ist Betrieb wie immer. Es ist Sommerwetter. Längst nicht alle sind an dem Besuch von Angela Merkel interessiert.

Der Wahlkampfauftritt ist für Angela Merkel vorbei. Sie trifft wieder auf dem Flugplatz ein, wird von etlichen Besuchern dort empfangen und steuert – erleichtert ? - auf den bereitstehenden Hubschrauber zu. Noch ein Blick zurück. Es geht auf 18:15 Uhr zu. – Um 19:30 Uhr steht ihr zweiter Auftritt in Cloppenburg an.

HRic, 22. August 2017, www.jb-spo.de

Feuerfest im Westküstenpark

 

Im Westküstenpark ist am dritten Sonntag im August „Feuerfest“. Das ist wie Schaftag, Seehundsgeburtstag oder Storchentag ein Tag mit besonderen Attraktionen. In diesem Jahr wurde es zusätzlich ein „Schauertag“, denn kaum war einmal blauer Himmel, bezog er sich wieder und es regnete für kurze Zeit. Das gefiel selbst den Ziegen nicht so recht. Aber sonst nehmen es Tiere so wie es kommt, und das taten ihnen die Tierparkgäste nach.

Das Kinderscheunenteam hatte seine Mal- und Bastelecke für die Kinder vorbereitet. Hier hielt sich dann auch Herr Kurzweyl auf und modellierte aus bunten Luftballonschlangen Blumen, Giraffen, Schwerter, Katzen und Hunde, sogar Elefanten. „Die Kinder können sich aussuchen, was sie wollen – Hauptsache, es ist auch ein Hund“, sagte er scherzhaft, denn Hunde kann er am schnellsten. Aber er hatte auch seine Feuerfackel dabei, mit der er eine richtige Flammenhölle machen konnte. Die Jugendfeuerwehr war mit einer Spritze vor Ort. So war man auch sicher, dass die Flammen sich nicht weiter ausbreiteten. Das richtige Löschen konnten die Kinder bei ihr üben.

Kreft’s Puppenbühne sorgte mit Kasper und dem Raben Rudi wie auch sonst für Unterhaltung. Und sonst ist alles wie immer: Ponyreiten, Tierfütterungen, Spaß bei den Seehunden und Tiere beobachten. Im Westküstenpark ist nämlich immer was los.

HRic, 21. August 2017, www.jb-spo.de

Handgemacht – Kurioses, Interessantes, ins Auge Fallendes

Immer wieder einmal während des Jahres wandelt sich der Marktplatz in eine „Flaniermeile“ zum Bummeln, Schauen und Kaufen. Und manch einer findet genau das, was er sich schon lange erhofft hatte. Wie wäre es da für ihn oder vielleicht auch für sie mit einer Fliege aus Holz? Oder Porzellanklunker aus „echter Schokolade“? Warum nicht! Da vergeht einem selbst bei einem kräftigen Zwischenschauer nicht die Laune. Der Himmel blaut ja auch wieder auf.

HRic, 19. August 2017, www.jb-spo.de

Kinder bedankten sich für die Spende an ihre Kita

 

Freitags gibt es in der ev. Kita den religionspädagogischen Morgenkreis. Dann treffen sich alle Kinder der Kindergartengruppen Wind, Sonnenstrahlen., Pfützentreter und Regentropfen sowie der Naturgruppe Dünenkinder. Zu diesem hieß Brigitte Ranft-Ziniel dieses Mal besonders Erhard und Ingrid Schiel willkommen. Der freischaffende Künstler und seine Frau hatten am ersten Juli-Wochenende in ihrer Garage auf der Bövergeest einer Poster-Sonderverkauf zugunsten der ev. Kita St. Peter-Ording veranstaltet. Aus zwanzig verschiedenen Motiven konnten die interessierten Gäste zum Preise von 5 bis 25 € pro Poster je Größe wählen. 750 € Reinerlös Spende gingen an die Kita, mit der das Ehepaar Schiel regelmäßigen Kontakt pflegt. So finden vor allem für die Kinder, die aus dem Kindergarten in die Schule wechseln, in ihrem letzten Kindergartenjahr Atelierbesuche bei Schiels statt. Die Eindrücke der Kinder sind dann auch Grundlage künstlerischer Arbeit in der Lernwerkstatt.

Danke sagten die Kinder mit Blumen. Es waren besonders Gladiolen, die Erhard und Ingrid Schiel überreicht wurden. Das geschah am Ende des Morgenkreises. Er ist für alle Kinder in der Woche ein besonderer Tag. Es wird gesungen und gemeinsam hört man eine Geschichte, aber zusätzlich erhält jedes Geburtstagskind der Woche eine Würdigung seiner selbst mit dem Lied „Ich hüll dich golden ein, von Gott sollst du gesegnet sein, von Herzen freu ich mich, ich freu mich über dich.“ Die Kinder kennen dieses Ritual und können selbst entscheiden, ob sie dies auch wollen. Erzieherin Marie Lenz und die sozialpädagogische Assistentin Milena Steinberg gestalteten an diesem Freitag den Morgenkreis für 38 Kinder. Es sind Sommerferien, und deswegen fehlten in jeder Gruppe viele. Sonst wäre es fast 100 Kinderstimmen gewesen, die man das Fischerlied „Ich schaukel auf dem Wasser, erst nach links und dann nach rechts. Die Winde wehn, die Wellen gehen, mein Boot fährt übers Meer“ kräftig hätte singen hören können. Und alle wissen, wie dieser Morgenkreis abläuft!

Die Spende wird der Anschaffung von besonderen Spielgeräten dienen, die extra für KiTa‘s für ein Bewegungskonzept nach Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg aus hochwertigem Hartholz hergestellt werden. Kinder können sie zusammenstellen und für sich ihr Gleichgewicht und ihre Geschicklichkeit testen. In dem Turnraum des Köhlbrand gibt es bisher kein Gerät. Die nun angeschafften Geräte, z.B. Rutsch- und Kippelbretter, wechseln nachher mit in die Kirchenleye, wo sie in einem Motopädieraum weiter Verwendung finden werden.

HRic, 19. August 2017, HN und www.jb-spo.de

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© Georg Panskus