2017 DEZEMBER

Neues Team im Nationalparkhaus hat sich gut eingearbeitet

 

Die Einladung an Partner, Unterstützer, Helfer und Freunde zum Adventstreffen im Nationalparkhaus mit den Freiwilligen der Schutzstation ist fast schon Tradition. Dipl. Biologin Sabine Gettner (Leiterin der Einrichtung) und ihr seit August des Jahres wieder neues Team der freiwillig Dienstleistenden als FÖJ- oder BfD-ler begrüßten ihre Gäste. Dieses Mal war man gleich mitten drin und wurde genauso wie es die „Schutten“ – so nennen sich die jungen Leute – schon waren, von einem kleinen Ereignis gefangen genommen: Im großen, oben offenen Schauaquarium war ein Einsiedlerkrebs gerade dabei, sich ein neues Zuhause zu suchen. Er schien sein Wellhornschneckengehäuse gegen das eines Neptunhorns tauschen zu wollen. Man mag es nicht glauben, aber der Tastsinn in der rechten größeren Schere ist sehr gut ausgeprägt. Die Schere entspricht in etwa der Größe seines Po’s. So ertastete er zunächst seine mögliche neue Wohnung, befand sie auch für geeignet und tauschte das Gehäuse. Es passte dann aber wohl doch nicht so richtig, und - „schwupp“ - war er wieder in seinem Wellhornschneckenhaus.

Lasse Cornelius (Hamburg), Florian Ganz (Schorndorf/Nähe Stuttgart), Johannes Schneider (Gießen), Selina Franke (Rheine), Kathrin Funk (Dortmund) und Tristan Hacke (Braunschweig) sind das Stammteam. Zu ihnen gehört derzeit Helene Köhnen (Berlin), die im NPH ein Praktikum macht. An Gästen waren gekommen Kerstin Schwarz seitens des Nationalparkpartners StrandGut Resort, Lucia Klein von der Nationalparkverwaltung und für St. Peter-Ording zuständige Mitarbeiterin, Ranger Karl-Heinz Hildebrandt, Wattführer Dirk Wischhusen, Natascha Petersen für das sich im Bewerbungsverfahren für die Nationalparkpartnerschaft befindende Ambassador Hotel & Spa und Monika Povel vom NABU aus Katingsiel.

Bei Adventspunsch oder Kaffee mit Kuchen und Plätzchen kam es zum ersten Austausch miteinander, ehe Sabine Gettner über die Arbeit im Nationalparkhaus und im Nationalpark Wattenmeer vor St. Peter-Ording berichtete. Dazu gehört weit mehr als die Betreuung der Ausstellung „Leben mit Sand, Wind und Flut“. Klassische Tätigkeiten sind die Ausweisung der Brutgebiete und Vogelzählungen, dann Besucherführungen mit verschiedenen Schwerpunkten wie die von einer ehemaligen Freiwilligen neu entwickelte „Sagenhafte Dünentour“ (wir berichteten), die Schulung von Junior Rangern, die Betreuung von Infoständen bei touristischen Veranstaltungen wie Donnerstag im Dorf und Kulturhimmel und die Gestaltung der Naturerlebniswoche. Als neue Aufgabe hat die Schutzstation die Schutzgebietsbetreuung im FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) übertragen bekommen. Das ist die Pflege der 153 ha Dünen St. Peter in Zusammenarbeit mit dem DHSV. Dieser übernimmt die schwereren Arbeiten. Das sind vor allem Gehölzarbeiten. Die Beseitigung besonders ganz junger Kiefern per Hand – sie sind nicht typisch für die freien Dünenflächen - ist dabei eine der Aufgaben der „Schutten“. Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Biologie des Gemeinschaftsschulteils der Nordseeschule helfen seit kurzem mit. Wie gut sich die jungen Leute inzwischen in ihre Arbeit eingefunden hatten, wurde bei einer „fingierten Nachtwanderung“ im Aquarienraum deutlich. Teile aus dem Watt von Wellhornschneckeneiern bis zur Bohrmuschelschale wanderten im Dunkeln von Hand zu Hand und sollten erkannt werden. Ein kurzweiliges Spiel mit großem Lernerfolg, wie Johannes Schneider und Florian Ganz mit ihren sachkundigen Erläuterungen zeigten.

Hric, 13. Dezember 2017, HN und www.jb-spo.de

Wenig spektakulär, vielleicht aber in einem Fall folgenschwer

 

Der öffentliche Teil der Gemeindevertretersitzung im Olsdorfer Krug mit 15 von insgesamt 20 Tagesordnungspunkten war mit etwas über einer Stunde schnell abgearbeitet. Weil in Sachen „Erwerb von Anteilen der Schleswig-Holstein Netz AG“ und „Markennutzung der Gemeinde St. Peter-Ording“ vor möglicher Beschlussfassung noch zusätzlicher klärender Beratungsbedarf bestand, wurden beide Punkte von der Tagesordnung genommen. Neu in die Tagesordnung aufgenommen wurde aber die „Beratung und Beschlussfassung über die Straßen- und Kanalsanierung im ‚Stillen Dorf‘.“

Erst vor genau einer Woche war der einstimmige Empfehlungsbeschluss des Ausschusses an die Gemeindevertretung dafür gefallen. Als Zusatz war angefügt worden, dass die Gemeinde auf die „Erhebung von Ausbaubeiträgen für die Ausbaumaßnahme „‘Stilles Dorf‘ verzichtet, sofern durch den Landesgesetzgeber eine vollständige finanzielle Kompensation erfolgt“. Diesem Beschluss folgte die Gemeindevertretung ebenfalls einstimmig.- Bei Aufruf dieses Punktes hatte Bodo Laubenstein (CDU) etwas umfassender erläutert und an den Weg von der ersten Behandlung im Ausschuss am 14. August über die öffentliche Anliegerinformation am 14. September und das Procedere seit 25. September bis heute erinnert. Es war ein schwieriger Weg, da es hierbei insbesondere um die verpflichtende Erhebung von Straßenausbaubeiträgen gemäß geltender Satzung geht. Die Landesregierung arbeitet nämlich derzeit daran, die Gemeinden von der Verpflichtung zu befreien, von den Anliegern Straßenausbaubeiträge zu erheben. Aufgrund der landesgesetzlichen Vorgaben hatten die Gemeinden vor Jahren solche Satzungen geschaffen. Sie sind von Zeit zu Zeit seitens der Gemeinden zu überprüfen und anzupassen. Das ist in St. Peter-Ording erst vor kürzerer Zeit geschehen.

In den vorangegangenen Punkten fielen ebenfalls alle Beschlüsse einstimmig. Zugestimmt wurde dem satzungsbedingt erforderlichem Einnahme- und Ausgabenplan für die Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr. Die Feststellung des Jahresabschlusses der Tourismuszentrale erfolgte nach Erläuterung durch Richard Flohrs Richardsen (CDU) gemäß Vorgabeschreiben des Kommunalen Prüfungsamtes des Kreises Nordfriesland. Gefasst wurden die Satzungsbeschlüsse für den B-Plan Nr. 19 – 4. Änderung für das Gebiet „Grundstück Kindergarten“ in der Kirchenleye und für den B-Plan Nr. 25 - 3. Änderung für das Gebiet südlich der Dorfstraße, östlich der Straße Am Wäldchen, nördlich des Heideweges sowie westlich der Amtmann-Dircks-Straße und der Straße Westerwohld. Der Nachnutzung der Räumlichkeiten des Jugendzentrums im Gemeindezentrum durch das Familienzentrum der Ev. Kita wurde ebenfalls zugestimmt. (wir berichteten jeweils)

Stellvertretender Bürgervorsteher Peter Arndt (SPD) sorgte dann vor allem bei Boy Jöns (CDU) für eine kleine Überraschung, als er diesem im Namen aller Gemeindevertreter zum zehnjährigen Jubiläum als Bürgervorsteher gratulierte und für die umsichtige Verhandlungsführung dankte. Boy Jöns war vor 10 Jahren auf den Tag genau als Nachfolger von Bürgervorsteher Dr. Lothar Wischhusen gewählt worden. Ihm selber war das gar nicht bewusst, „aber auf die Verwaltung ist eben Verlass.“ Jöns richtete seinen herzlichen Dank für die Zusammenarbeit im nun fast abgelaufenen Jahr „an alle hier am Tisch, in den Ausschüssen, in der Verwaltung, an das Amt Eiderstedt und an den Bürgermeister und Tourismusdirektor.“ Rainer Balsmeier hatte nicht anwesend sein können.- Zum 1. Januar übernimmt Constanze Höfinghoff als Tourismusdirektorin den einen Teil seines derzeitig überaus arbeitsintensiven Aufgabenbereiches, der andere verbleibt bei ihm als weiterhin hauptamtlicher Bürgermeister wie schon vor Zugehörigkeit der Gemeinde zum Amt Eiderstedt. – Wie üblich spendete die Vertretung das Sitzungsgeld dieses Abends wieder für einen guten Zweck. Es geht an das JOS.

Hric, 12. Dezember 2017, HN und www.jb-spo.de

Gastgeberwerkstatt – fachkundige Beratung zum Nulltarif

 

Das Tourismus-Service Center der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording hatte für den Winter 2017/18 zur ersten von drei Gastgeberwerkstattgesprächen für Vertragspartner der Zimmervermittlung eingeladen. Referent war Rechtsanwalt Steffen Kühn aus der Kanzlei Carstens, Bertholdt & Kühn in Tönning. Ihn hatte Thies Jahn (Leitung TSC-TZ) gebeten, zum Thema „Rechtliche Rahmenbedingungen für Vermieter“ zu sprechen und Fragen zu beantworten. Schnell hatte sich für die insgesamt 60 Teilnehmer an dieser Gesprächsrunde herausgestellt, dass die TZ nicht nur mit dem Thema „ins Schwarze“ getroffen, sondern auch mit dem Referenten einen Glücksgriff getan hatte. Vermieter und Tourismus-Zentrale sitzen in einem Boot. Das wurde auch an der Zusammensetzung der Teilnehmerrunde sichtbar, in der sich fast alle Mitarbeiter des Tourismus-Service Centers befanden.

Der Gast stellt unterschiedlichste Ansprüche und achtet auf Qualität, gerade auch im Servicegeschäft bei der Buchung. Im Zukunft und im Wettbewerb bestmöglich aufgestellt zu sein, mit auch unterschiedlichsten Vertragspartnern gut auszukommen, Fehler zu vermeiden und möglichst einem Streit - da vor allem dem Rechtsstreit aus dem Wege zu gehen - dienten diese eineinhalb Stunden. Ab 1. Juli 2018 (!) gilt ein neues Pauschalreiserecht und schon ab Mai ein verändertes Datenschutzrecht. Auch das wurde an diesem Abend in den eineinhalb Stunden angesprochen. Hauptthema war die Gestaltung eines Mietvertrages.

Da kam so einiges zum Tragen. Bereits mit der Buchung des Quartiers wird ein Mietvertrag auf Zeit geschlossen. Bei einem solchen Vertrag gibt es keinen Widerruf. Bestimmte Dinge wie Anzahlung, Komplettzahlung, Zahlung in bar oder vor Ort, Stornobedingungen, Zusatzleistungen, Bestätigung u.a.m. lassen sich bereits im Vertragstext regeln. Wohlüberlegt sollte sein, was man ab 01. Juli mit aufnehmen will, denn was später vor Ort passiert, ist draußen vor. Das sind u.a. touristische Zusatzangebote wie Fahrrad, Wellnessleistugen, Restaurantbesuch, Ortsführung etc. Wenn das mit dem Vertrag angebotene Paket 25 Prozent des Mietpreises übersteige, falle man unter das neue Pauschalreiserecht. Damit fielen dann diese Angebote mit unter das Vertragsrecht und sie wären Veranstalter. Bei hochwertigen Unterkünften kann das Sinn machen, weil die 25 Prozent weniger schnell erreicht werden und der Gast das gerne möchte. Bei preiswerteren kann das als Angebot vor Ort gemacht werden und wäre nicht Bestandteil des Vertrages. Frühstück, Bettwäsche, Reinigung sind allerdings keine touristischen Zusatzleistungen.

So schärfte Steffen Kühn das Bewusstsein der Teilnehmer, die immer wieder neue Fragen hatten, die sich im Laufe des Vortragsgespräches mit ihm ergaben. Eine 20%ige Anzahlung gilt z.B im Reiserecht, nicht bei Ferienwohnungen. Solche fallen unter das Privatrecht, bei dem vieles nicht gilt, was im Reiserecht üblich ist. Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, ist Gerichtsstand der Ort des Gastes, d.h. der Vermieter müsste evtl. von St. Peter-Ording nach München reisen. Deshalb: Rechtsstreit vermeiden, den Gast proaktiv informieren, z.B. ihm bei Baumaßnahmen der Gemeinde bzw. in direkter Nachbarschaft entgegenkommen. Bei gutem Wetter sei das meistens kein Problem, aber wenn das anders ist, fallen dem Gast selbst Kleinigkeiten auf, die man als Vermieter selbst gar nicht bemerkt hat. Aufpassen müsse man auch bei einer Verlängerungsoption im Vertrag, dass nicht plötzlich eine Doppelbelegung entstehe. Da ist dann wieder ein Ersatzangebot zu leisten. So ging es von einem Thema zum anderen. Das Kommen hatte sich gelohnt. Die eineinhalb Stunden waren wie im Fluge vergangen.

Die nächsten beiden Termine für die Gastgeberwerkstatt sind im 1 Quartal des neuen Jahres. Es wird zeitig dazu wieder ins Dünen-Hus eingeladen.

Hric, 9.Dezember 2017, HN und www.jb-spo.de

Alle Jahre wieder: Bläsermusik zum Advent in der St. Peter-Kirche

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

wir sind wieder in der Adventszeit und freuen uns hoffentlich auch wieder auf Weihnachten.- Für manche kann es ja auch eine schwere Zeit sein. Das darf man dabei nicht vergessen, wenn es einem selber gut geht. Das wurde mir besonders bewusst beim Hören eines Berichtes auf NDR Info über „Weihnachten in der Justizvollzuganstalt in Meppen“ bei meiner gestrigen Autofahrt nach Tönning zum Weihnachtserlebnis im Packhaus.-

Wir können und sollten uns einfach freuen. Im ganzen Ort leuchten uns große Lichterbäume und machen diese dunkle Jahreszeit in St. Peter-Ording heller. Zugleich rufen sie Erinnerungen wach. Die vielen Weihnachtsmärkte und Konzerte in der Advents-und Weihnachtszeit gehören auch bei uns auf Eiderstedt dazu.

So erinnerte auch ich mich und überlegte, wann ich das erste Mal einen Bericht für das Jahrbuch über das Bläserkonzert zum Advent in der St. Peter-Kirche geschrieben hatte. Es sollte nun mein fünfter Bericht werden. 2015 feierte der Posaunenchor damit sein 40. Jubiläum. Sie können es wie die anderen Berichte nachlesen - immer im Monat Dezember, denn der Bläsermusikabend ist immer am Sonnabend vor dem zweiten Advent gewesen. Für mich ist es jedes Jahr wieder in vielerlei Hinsicht auch ein Erlebnis. Dazu gehörte immer auch Orgelmusik und Gemeindegesang. Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen machte das allen Anwesenden damit deutlich, indem er daran erinnerte, dass Orgelbau und Orgelmusik als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO an diesem 10. Dezember 2017 Anerkennung gefunden haben. Das Programm war bisher immer anders und hatte einen besonderen Schwerpunkt.

Mit „The King’s March“ von Jeremia Clarke (1670-1707) startete die „Bläsermusik zum Advent – alte und neue Bläsermusik , Advents-und Weihnachtslieder zum Mitsingen“ dieses Jahr jubilierend und endete ebenso mit „Joy to the world“ von Georg-Friedrich Händel (1685-1759) und „Tochter Zion, freue dich“ in der Bearbeitung von Walther Haffner für Bläser und Pauken sowie Gemeindegesang. Die Gemeinde sang mit Bläsern bzw. Orgel „Wie soll ich dich empfangen“, „Seht., die Zeit ist nah“, „Gottes Sohn ist kommen“ und „Lobt Gott, ihr Christen alle gleich“ im Rahmen des Konzertes. Die beiden zuletzt genannten hatte Christoph Jensen im Anschluss mit Partiten von Herbert Gadsch (1913-2011) bzw. Hans Friedrich Micheelsen (1902-1973). Dieses Jahr war der Schwerpunkt also musikalischer Art und auf den „cantus firmus“ und „Partiten“ dazu bezogen. Dazwischen gab es die „Toccata in F“ von Dietrich Buxtehude (1637-1707).

Schön, dass es jedes Jahr vor dem zweiten Advent dieses Bläserkonzert gibt. Ein herzliches DANKE den Mitgliedern des Posaunenchores und seinem Leiter und uns allen weiterhin eine hoffentlich schöne und fröhliche, aber auch besinnliche Adventszeit. Kommen Sie doch einmal auch zum Kurrendeblasen, z.B. in Böhl.

Hans Jörg Rickert, 10. Dezember 2017, www.jb-spo.de

 

KURRENDE-BLASEN in St. Peter-Ording an folgenden Terminen

  1. Donnerstag, 14. Dez. um 18:30 Uhr in Böhl beim Tannenbaum

Einmündung Pestalozzistraße/Böhler Landstraße

  1. Sonnabend, 16. Dez. um 17:00 Uhr im Winterdorf

Theatersaal im Ev. Jugenderholungsdorf, Pestalozzistraße

  1. Mittwoch, 20. Dez. um 17:00 im Edelweiss
  2.  

„Brot für die Welt“ – dann ist 1. Advent und der Posaunenchor spielt

 

In der katholischen Kirche ist es die Aktion „Misereor“, in der evangelischen Kirche in Deutschland ist es die Aktion „Brot für die Welt“. Zum 59. Mal war dieses Jahr dazu aufgerufen worden. In der Ev. Luth. Kirchengemeinde trifft man sich seit Jahren nach dem Gottesdienst in der St. Peter-Kirche im Gemeindehaus St. Peter-Ording zum „Erbsensuppenessen“. Wer lieber Milchreis mit Zimt möchte, auch kein Problem. Pro Teller ist man mit fünf Euro dabei. Der Erlös daraus und die Kollekte dieses Adventssonntages gehen an „Brot für die Welt“. Das Geld – es sind so rund 800 €, die dabei zusammenkommen - soll dieses Mal dabei helfen, mit neuen Brunnen für frisches, sauberes Wasser und Hygiene zu sorgen. Sauberes Wasser ist dabei eine Bedingung, ohne die es nicht geht. In Asien, Afrika und Lateinamerika gibt es noch viel zu viele Orte, an denen das nicht gewährleistet ist. Die Klinik Nordfriesland spendete wieder die Erbsensuppe, Bäckerei Siercks wieder das Brot.

Der Posaunenchor mit Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen, Ute Balsmeier, Karen Kolb, Ehrenfried Ewert, Brigitte Streichert, Martina Groß-Lohmann, Wolfgang Beushausen, Joshua Bombis, Gisela Honecker und Ute von Oldenburg begrüßte die große Gästeschar an den adventlich festlich gedeckten Tischen zu Beginn mit traditionell einer Reihe bekannter Weihnachtslieder. „Alle Jahre wieder“ machte den Anfang, aber auch „O Tannenbaum“, „Wie soll ich dich empfangen“ und „Macht hoch die Tür“ als Schlusslied gehörten dazu.

Vor diesem richtete sich Pastorin Regine Boysen an die Anwesenden, dankte zunächst namentlich allen an der Ausrichtung dieses mittäglichen Zusammenseins Beteiligten und lenkte den Blick auf die Adventszeit. „Für mich ist der Adventskranz ein Hoffnungszeichen: Die Kerze bringt Licht, das Tannengrün symbolisiert die Hoffnung und die Farbe „Lila“ der Schleifen und Kerzen steht für die Liebe Gottes. Sie ist unbegrenzt wie eben auch der runde Kranz“, sagte sie. Danach erinnerte sie an Johann Heinrich Wichern, der den Adventskranz im „Rauhen Haus“ in Hamburg im 19. Jahrhundert für seine Zöglinge eingeführt hatte. Er habe ursprünglich 24 Kerzen gehabt. Jeden Tag wurde zur Freude der im Rauhen Haus anwesenden Straßen- und Waisenkinder eine Kerze mehr angezündet. Die Kinder bekamen nicht nur Essen, auch Herzenswärme wurde ihnen zuteil und sie erfuhren Bildung. Mit Gottes Segen wünschte sie eine hoffnungsfrohe und besinnliche Adventszeit.

Nach „Macht hoch die Tür“ herrschte reges Leben. Die Männer und Frauen der Trachtentanzgruppe St. Peter-Ording sorgten für Speise und Getränke, zu den Gesprächen kam es an den Tischen von selbst. Man kommt miteinander schnell ins Gespräch und manche sitzen wie immer zusammen und haben sich auch immer etwas zu erzählen.- Auch dieses soll einmal erwähnt werden: Die Familie von Carsten-Dieter und Helga Claußen aus der Friedrich-Hebbel Straße begann den Familientag mit ihren fünf Töchtern und Enkelkindern wieder hier. Alle, die nicht verhindert sind, kommen. Inge Grimsmann gehört auch dazu. Sie ist die Schwester von Helga Claußen. So hatten die Eltern wieder das Vergnügen, mit ihren Töchtern Regina, Karen, Stefanie und Christine zusammen zu sein. Johanna wollte am Nachmittag kommen.

Hans Jörg Rickert, 6. Dezember 2017, www.jb-spo.de

Adventliche Impressionen auf Eiderstedt 2017

 

Von unzählig vielen Kiebitzen am Himmel über Wittendün am Sonnabendnachmittag vor dem 1. Advent, den Hinterhofladen in Garding zwischen Osterstraße und Gartenstraße, dann Crantz-Floristik in St. Peter-Dorf, Gardinger Hasenmarkt und Basar in der St. Christian-Kirche sowie Adventsausstellung des FKE im Alten Rathaus von Garding bis nach Tönning am 2. Advent und am Montag, 11. Dezember St. Peter-Ording bei Schneefall reicht die Bilderstrecke.

Hric, 12. Dezember 2017, www.jb-spo.de

 

 

LICHTERBÖÖM

 

In uns Dörp sünd se nu to sehn

all de Wiehnachtslichterbööm.

Un’t weert de Weeken vörher düster,

nu is’t so hell as ünnern Lüster.

 

Advent heet düsse Tiet,

un Wiehnachten is nich wiet.

An’n Klenner Dag för Dag

Geiht apen de Döör nu över Nacht.

 

So kummt denn Licht ok in uns Hüüs,

dat marken sülmst de Wiehnachtsmüüs.

Laat de man danzen un gau springen.

Wi köön’t dorto düt Leed nu singen:

 

Maakt hooch de Döör, de Poort maakt wiet.

Advent is dor, de hillig Tiet.

De König kümmt un hett sik meldt,

de Heiland vun de ganze Welt,

 

Tweedusend Johr is dat nu her,

wat in Bethlehem Christ keem op’e Eer.

Düüster weer’t dor in den Stall,

doch hell wurr dat nu överall.

 

De Steern stünn hooch an Heben

Un dä dat Licht uns geven

De Engel vun baben süngen,

dat dä denn so nu klingen:

 

Vun Himmel hooch, dor kaam ik her,

ik bring jem gude neede Määr,

vun de bring ik so bannig veel,

wovun ik jem nu singen will.

 

So klüng dat in de heele Welt,

wat de Engel dor vertellt.

Un ok in dat lüttste Dörp

Hebbt de Lüüd dat richtig höört.

 

 

Un sühst du unverworens so’n lütten Bengel,

Is dat villicht de Wiehnachtsengel ?

 

HJR 2017

Wiehnachtsmarkt op‘e Westersiet vun Tat’n

 

Martendörp, Tholendörp un Esing höörn to de Westersiet vun Tat’n. Esing fangt achter den Deichgrafenhoff an. Martendörp liggt südlich vun de B 202, Tholendörp op de anner Siet.- Een Wiehnachtsmarkt hett dat op düsse Eck noch ni geeven. Mennichmaal kümmt dat avers so as dat kümmt. So geev dat düt Johr een in Martendörp Nr.23. Hüüt heet dat dor „Open County“ un is de Hoff, de to’n Golfplatz höört. Bet to’n 31. Juli 2016 harrn de Golfers ehr Quartier in‘ Deichgrafenhoff op de anner Siet vun Medfeldweg, de vun de B 202 na St. Peter-Dörp föhren deit. Dor hebbt se ruut müsst. De Besitter harr wesselt un harr annere Interessen. Man keem ok ni tohoopen.

Af un an hest avers ok mol Sott. So hebbt se nu een nee Quartier op de Steed vun den „Stallerhoff“ funnen. Dat is nu al lang her un he leeg 1720 an düsse Steed, as de Staller hier in Opdrag vun dänschen König dat Seggen harr. Dat vertell Reimer Hennigs ut Tholendörp. He is een vun de Golfers. Dat sünd hier in Martendörp Minschen as du un ik. Dat is een Platz mit neegen Löcker, avers hier is dat Golf för Jedermann. De maakt dat ok nix ut, wat de Medfeldweg merrn dörch geiht. So sünd söss Löcker op de een un dree Löcker op de anner Siet. Gunnar Zimmermann is för de ganze Kram tostännig. De harr bi Reimer anfraagt: „Kunnst du as Insider de Lüüd an tweeten Advent ni en beten wat vertelln?“ Dat dä he denn.

Tohöörn deiht dat Anwesen hüüt Gerti un Bernd Puschendorf. De beiden sünd Rentiers un kaamt vun Braunschweig. De hebbt hier investeert. Dat is een längere Geschicht un hett ok wat mit Christian to doon. Dat is ni de König vun Dänemark west, dat weer de Dree-Stünns-Störm an’n 28. Oktober 2013. Dat weer so’n Wüstling in de Luft. Ni blots Bööm, ok Hüüs hett he op sien Geweten, ok den olen Hoff. De höörte toletzt Marga Gloyer. Se hett den Hoff vun 60 Hektar – 120 Demat – an de Stiftung Naturschutz verköfft. Dat hett een beten duert, vunwegen de Stiftung ok de Deerten mit övernehm schullen. Dat hett sik denn toletzt ok torechtlopen. De ünnere Naturschutzbehörde hett dor mit holpen. Dat Gebüüd weer renovierungsbedürftig. Christian hett em den Rest geeven. Reimer Hennings sä: “Christian hett de Kraam richti opmischt.“ – „As wi denn nu keen Quartier mehr harrn un uns mit son olen Bus utholpen, bemötten uns Gerti un Bernd Puschendorf as so‘n Sechser in‘t Lotto. De hebbt dat Anwesen in’e Hannen nahmen un saneert. De Golf-Club harr dat ni kunnt.“- As dat denn sowiet trecht weer, wulln de beiden dorvun keen Arbeit hebben un sä’n: „Wi hebbt dat nu buut. Nu seht to.“ Dat maakt nu Gunnar Zimmermann as Geschäftsföhrer.

So is dat denn ok düt Johr to den Wiehnachtsmarkt in Martendörp kamen. Ünnen in’t Pub weern Stände opbuut, dat weer adventlich schmückt un harr Atmosphäre. Weer richti kommodi, geev wat to eeten un to drinken un wat to kööpen. De Kinner kunnen an Sünndag Stockbrot an open Füer backen. Dat gefallt de Lüüd. So weer ok düchti wat los. Jedeen funn denn ok noch een Platz för’t Auto, ok wenn dat man knapp weer. All weern se good toweg. Un denn geev dat ok noch Snee, as wenn Petrus seggt harr: „Warrt Tiet, wat de Lüüd mol wedder en beten Spoß an’t Weller hebbt.“ Op de Straaten weer dat ni so schöön, avers Regen hebbt wi wohrhaftig doch noog hatt. Över Snee freust di doch in düsse Johrstiet.

Hans Jörg Rickert, 10. Dezember 2016, HN und www.jb-spo.de

Jugendausschuss überzeugte sich von einem geglückten Start im JOS

 

Projekt von Schulverband Eiderstedt und Gemeinde St. Peter-Ording

Die Einrichtung JOS beim Gymnasium mit Gemeinschaftssschulteil St. Peter-Ording des Schulverbandes Eiderstedt hat alle Chancen, ein Vorzeigeprojekt von Schulverband und Gemeinde zu werden. Nicht nur von außen einladend wirkt das neue Gebäude in der Pestalozzistraße auf den Ankommenden, von innen beeindruckt es mit seiner Gestaltung. Davon konnten sich die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport der Gemeinde (AJKBS) in ihrer 15. Sitzung überzeugen. Sie fand im Konferenzraum statt. Aber dieser ist zugleich auch ein Multifunktionsraum für Projektarbeiten, Schülergruppen, Gremienarbeit und vieles andere mehr, erläuterte Daniel Schädler. Mit seiner Kollegin Sandra Philippsen bilden sie beide nun an einem Ort ein Team, das kurzfristig ab Dezember noch durch Iris Schmidt verstärkt werden konnte. Begeistert sind sie von der Ausgestaltung ihres neuen Wirkungsbereiches und ihrer Arbeit mit den Jugendlichen. Von der Grundausbildung her Erzieher kommt mit den Dreien nicht nur in Persona, sondern gerade auch durch ihre unterschiedlichsten Zusatzausbildungen eine gewaltige Fachkompetenz zusammen. Sandra Philippsen hat u.a. eine Ausbildung als Konfliktlotsen- und Schulmediatorin und ist Deeskalationstrainerin, Daniel Schädler ist geprüfter Sozialmanger DAM und zertifizierter Medienpädagoge, Iris Schmidt ist Erlebnispädagogin und bringt Erfahrungen aus der Offenen Ganztagsschularbeit mit. Sie ist vor allem aber auch Vertretungskraft im Rahmen der Schulsozialarbeit im Gemeinschaftsschulteil und in den Grundschulen.

Im JOS sind moderne offene Jugendarbeit, Hausaufgabenhilfe und -betreuung sowie Schulsozialarbeit eine Symbiose eingegangen. Für Kinder, Jugendliche und auch junge Erwachsene ist wochentags täglich von 7:45 bis 18:00 Uhr mindestens ein Ansprechpartner vor Ort, freitags sogar bis 21:00 Uhr. In den Tagesablauf ist von 14 bis 15 Uhr die Hausaufgabenstunde integriert. 36 Teilnehmer sind fest angemeldet. Dafür gibt es extra einen Großraum mit variabel zusammenstellbaren Tischen und weiterem Mobiliar wie auch einen zweiten von nahezu je 100 qm als Aktivraum mit Spielgeräten, Sitzecken und großzügig ausgestatteter Küchenzeile. Die Jugendlichen waren und sind weiterhin über ein Gremium in alle Gestaltungsmaßnahmen sowie Aktivitäten eingebunden und auch zu Vorschlägen aufgefordert. Das beeindruckte den Ausschuss bei der Begehung besonders, zumal sich das JOS farblich stimmig präsentiert. Was auch besonders großen Anklang fand, dass sich zehn Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgänge mit in der Hausaufgabenbetreuung engagieren und fachbezogen helfen.

Nach Abriss der einstmals Hausmeisterwohnung am Jahresanfang und echtem Baubeginn im März sowie Richtfest im Juni (wir berichteten) ist das JOS seit November – genau nach den Herbstferien – in Betrieb. Dass dies nun schon zwei Monate früher als gehofft geklappt hat, freut alle. Daniel Schädler formulierte das so: „Wir haben ein wunderschönes Geschenk bekommen.“- Nach einem Monat hat sich schon manches geregelt. „Das Haus ist gut angekommen und wird von den Jugendlichen aktiv genutzt“, betonten die beiden Verantwortlichen im Gespräch. Das ist für Außenstehende besonders deutlich erkennbar in der Mittagszeit von Schulschluss bis Hausaufgabenstunde. Aber man weiß auch, dass noch etliche Wegstrecken vor allem der Abstimmung hinsichtlich der Aktivitäten mit anderen Partnern zu gehen sind. Das wurde in der Sitzung insbesondere von Ilse Stiewitt (SPD, bürgerliches Mitglied) zum Thema gemacht. Daniel Andersen war zu Beginn als neues junges bürgerliches Mitglied (SPD) von der Vorsitzenden des AJKBS Wiltrud Kraas (FDP) verpflichtet worden und brachte sich da aktiv mit ein. Weitere Themen waren die gewünschte Aufstellung zu kulturellen Angeboten in der Gemeinde sowie die Initiative „Kinder- und Jugendbeteiligung – Wir mischen mit!“.

Hric, 02. Dezember 2017, HN und www.jb-spo.de

Siehe auch folgende Berichte im Jahrbuch 2017

März     Die Jugend ist gefragt

Juni      Richtfest für Offene Ganztagsschule und Jugendzentrum

Okt.(2)  Alessia De Luca gewann den Wettbewerb für das Logo von JOS

Schwierige Entscheidungsfindung für den Bauausschuss

 

Der Ausschuss für Bauwesen und Verkehr der Gemeinde St. Peter-Ording verlangt seinen Mitgliedern schon einiges ab. Dieses Mal hieß es besonders in einem Fall die richtige - oder anders formuliert jedenfalls keine falsche - Entscheidung zu treffen. Schwierig wird es besonders dann, wenn es wie hier bei der Kanal- und Straßensanierung im Stillen Dorf auf der einen Seite um das Erheben von Straßenausbaubeiträgen gemäß der für die Gemeinde St. Peter-Ording gültigen Satzung in Höhe von 75 Prozent geht und auf der anderen Seite Bestrebungen seitens der Landesregierung existieren und in Arbeit sind, den Gemeinden freizustellen, ob sie weiterhin Straßenausbaubeiträge von ihren Bürgern erheben wollen - bzw. ob sie das müssen, weil sonst andere Projekte auf der Strecke blieben. Das war schon in der Sitzung im September sowohl Gegenstand in der Einwohnerfragestunde als auch später bei der Erläuterung durch den Planer Jörg Gutzke. Der Ausschuss hatte dann den Ausbau unter der Prämisse einstimmig beschlossen, dass mit Bürgern und dem Planer sowie möglichen weiteren Personen eine Ortsbegehung vorgenommen wird, um zu sehen, welche Wünsche der Anlieger auch im Sinne einer Kostensenkung bei Erhaltung des Charakters des Stillen Dorfes berücksichtigt werden können. Das war inzwischen geschehen.

Schwierige Entscheidungen im Bauausschuss. JB- Dez 2017

Schon in der Einwohnerfragestunde brachte Sönke Sund als einer der Sprecher für die Anlieger die Möglichkeit ins Spiel, ob eine Kanalsanierung getrennt von einem Straßenausbau durchzuführen möglich sei. – (Dazu ist wichtig zu wissen: Das würde keine bzw. nur geringe Anliegerbeiträge zur Folge haben, weil hier das Umlageverfahren über die Abwassergebühren greift. Davon wären dann aber alle Bürger des Ortes betroffen. Die Schmutzwassergebühren müssten für alle Haushalte angehoben werden.) - Ausschussvorsitzender Bodo Laubenstein (CDU) verwies auf den betreffenden Tagesordnungspunkt in der Sitzung. Jörg Gutzke werde mögliche Änderungen aufgrund der jetzigen Lage vorstellen. Den Anliegern werde im Anschluss daran Rederecht eingeräumt. So geschah es, und es wurde klar, dass bei den möglichen Änderungen gemäß der bisherigen Planung nur eine Kostenersparnis in Höhe von 7.000 € zustande käme.- Die Maßnahme ist veranschlagt mit 2,3 Mio €. Davon entfallen 1,45 Mio auf den Straßenausbau. Ein Teil dieser Kosten ist jedoch den Kosten für den Kanalausbau hinzuzurechnen. Der Anliegerbeitrag wird über verschiedene Schlüssel errechnet. Er beläuft sich auf Summen bis hin zu 20.000 €.

Die Diskussion begann erneut in dem Sinne, ob das überhaupt erforderlich sei und ob man nicht abwarten könne, bis in Kiel die Angelegenheit gesetzmäßig entschieden sei. Und warum müsse in den Straßenkörper so „massiv“ eingegriffen werden? Ließe sich nicht auch nur der Kanal erneuern und die Straße entsprechend ausbessern? – Jörg Gutzke machte deutlich: Kanalsanierung und Oberflächenentwässerung sind dringend erforderlich. Eine Beschränkung auf nur Schmutzwasser in Schlitzbauweise mache keinen Sinn, verteuere insgesamt die Maßnahme, da es nur eine zeitliche Verlagerung des Straßenausbaus wäre, was dann wieder erhöhte Kosten zur Folge hätte. Durch eine alleinige Kanalsanierung werde die Eigenspannung des Unterbaus der Straße zerstört, was zu Rissen und Absackungen führe. Sein Fazit war: „Es macht Sinn, die Straße in einem solchen Vollausbau gemeinsam mit dem Kanal zu erneuern.“

In die Aussprache über Absichten der Landesregierung betreffs möglicher Mittel für kommunale Straßenausbaumaßnahmen aus dem Finanzausgleich sowie über die Notwendigkeit der Erhebung von Ausbaubeiträgen, die Dringlichkeit der Maßnahme, die Vertretung der Interessen der Gemeinde, aber auch die aller Bürger, und deswegen bei dieser Komplexität eine Entscheidung treffen zu müssen, schalteten sich ein Hans Halket Kraus (SPD), Wolfgang Voutta (CDU), Ralf Poppe (Anlieger), Carsten Eritt (Amt Eiderstedt), Kurt Kahlke (SPD) und Bürgermeister Rainer Balsmeier. Er machte allen bewusst, dass es unter den gegebenen Bedingungen für die Mitglieder des Ausschusses eine schwierige Entscheidung sei, und schärfte den Blick für die Erwartungen der Anlieger, von dieser Beitragsbelastung befreit zu werden. Er hatte im Laufe der Diskussion den Vorschlag eingebracht, dass die Gemeinde für diese Maßnahme – Stilles Dorf – auf die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen verzichtet, wenn der Gesetzgeber eine vollständige finanzielle Kompensation gewährleistet.- Der Ausschuss stimmte einstimmig für den Ausbau. In den Empfehlungsbeschluss für die Gemeindevertretung am 11. Dezember wurde der Passus bezüglich der „finanziellen Kompensation“ ebenfalls einstimmig aufgenommen.

Hans Jörg Rickert, 05. Dezember 2017, HN und www.jb-spo.de

„Stilles Dorf“ – Theodor Storm war Namensgeber für die Straßen

Die Figur des Deichgrafen „Hauke Haien“ und die Titel der Novellen „Schimmelreiter“, „Immensee“ und „Pole Poppenspäler“ sind die Namensgeber für die vier Straßen, die zusammen das „Stille Dorf“ ausmachen. Begrenzt wird es südwestlich von den Dünen vor dem Deich und dem Vorland mit dem Südstrand sowie nordöstlich durch die Pestalozzistraße. Der Zugang vom Dorf aus erfolgt von ihr aus rechts über den Sandkamp in den Immenseeweg, der Zugang aus Richtung Böhl links direkt hinter dem Ev. Jugenderholungsdorf über den Birkenweg rechts in den Pole-Poppenspäler-Weg. Von diesem zweigt dann wenig später links der Hauke-Haien-Weg ab, der in einem Bogen über einen Fußweg zum Schimmelreiterweg führt. Dieser mündet in den Immenseeweg.- Vom Sandkamp aus kann man nach einem kurzen Stück Immenseeweg rechts in den Schimmelreiterweg einbiegen. Vom Hauke-Haien-Weg gibt es bei dem Grundstück Nr. 3 ebenfalls einen als Fußweg gestalteten Durchgang zu den Grundstücken Birkenweg 15 und 17, die sich ans Stille Dorf anschmiegen und zu ihm als Ensemble gehören. Vom Immenseeweg führen drei Zufahrtswege zu den Grundstücken, die hinter den von der Pestalozzistraße aus zugänglichen „Neue Heimat-Bauten“ liegen.

Das Stille Dorf entstand von 1962 an. Immenseeweg Nr. 10 ist 1963 bezogen worden und gehört somit zu den ältesten Häusern. Es liegt direkt bei dem Durchgang zum Pole-Poppenspäler-Weg. Im Schimmelreiterweg finden sich schon Neubauten aus der Mitte des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts. Die alten Häuser wurden durch sie ersetzt. Beim Eckgrundstück Immenseeweg Nr.1 existiert noch die ursprüngliche Form des einstigen Fußweges.

Der Bilderrundgang beginnt mit der Zuwegung über den Birkenweg in den Pole-Poppenspäler-Weg und führt durch den Durchgang in den Immenseeweg bis zum Sandkamp, von dort wieder kurz zurück und rechts in den Schimmelreiterweg. Über diesen gelangt man zum Hauke Haien-Weg und dann nach einer Strecke bei Nr.3 über den Durchgang zu Birkenweg Nr. 15 und 17, danach links über ein kurzes Stück Birkenweg an den alten Garagen vorbei geht es wieder links in den Pole-Poppenspäler-Weg bis zum Wendeplatz und Durchgang Immenseeweg. Das letzte Bild der Bilderstrecke zeigt die beiden linksseitigen Gebäude im Pole-Poppenspäler-Weg vor der Einmündung in den Birkenweg, um wieder zur Pestalozzistraße zu gelangen.

Hans Jörg Rickert, 8. Dezember 2017, www.jb-spo.de

Siehe auch Jahrbuch 2017

Oktober (1)       Ausdauersitzung des Bauausschusses

Dezember         Schwierige Entscheidungsfindung für den Bauausschuss

Adventsfeier für die Senioren

 

Der Montag nach dem ersten Advent ist seit einigen Jahren Termin für die vom Sozialausschuss und seinen Helferinnen und Helfern eingerichtete Adventsfeier der Gemeinde St. Peter-Ording für ihre Seniorinnen und Senioren. Am Sonnabend davor hatte die Freiwillige Feuerwehr ihren Ball. Die Utholm-Halle wird dazu bereits mit einem Tannenbaum geschmückt und danach dann für die Seniorenfeier in eine große „Adventsstube“ verwandelt.

 Ausschussvorsitzende Monika Grutza begrüßte, und eine kleine Gruppe von Kindern der 1. bis 4. Klassen aus dem Hort der ev. Kindertagesstätte erfreute mit ihrem Liederauftritt, bei dem die Weihnachtsmützen zum Schluss in die Luft flogen. Begleitet wurden Charleen, Marie, Chloe, Denisa, Rentje, Lenje, Pauline und Lykka von ihren Betreuerinnen Sandra Rubbel und Violetta Weiss. Über das kleine Geschenk freuten sie sich, und spontan bedankte sich Marie im Namen aller bei Monika Grutza dafür. Sie zogen dann wieder in ihren Hort in der sich jetzt im Erweiterungsbau befindlichen Kita ab.

Pastorin Regine Boysen hatte bereits zu Beginn auf die Advents- und Weihnachtszeit eingestimmt, so dass nun das Helferteam mit Unterstützung von Rainer Broders und seinen Mitarbeiterinnen Kaffee und Kuchen bzw. Käsebrot reichen konnten. Wie gewohnt waren die Utholm-Halle und die Tische adventlich festlich geschmückt.- Der Ablauf hat Tradition. Nach dem Kaffee richtet Bürgervorsteher Boy Jöns seinen Gruß seitens der Gemeinde aus und macht das auf Platt. Auch dieses Mal hatte er wieder eine plattdeutsche Geschichte mitgebracht. Die war aber nicht von seiner Oma Erna Jöns, die ja viele Geschichten verfasst hat. Dieses Mal ging es um den Weihnachtsmann, der mit dem Wunschzettel wegen „Firestick, Powerbank und Gopro“ nichts anfangen konnte. Twittern wollten ihm die Wünscher auch noch Bilder. Auch damit hatte er nichts im Sinn. Er wollte dann doch lieber auf vernünftige Briefwünsche warten, wie Puppe, Eisenbahn oder Fahrrad. Als man ihm den Rat gab, bei Amazon nachzuschauen, sagte er kurz: „Ne, ne! Dat köönt se denn ok sülvst maken. Dor legg ik lever mien Fööt hoch un maak düt Johr frie.“ Natürlich hatten die Senioren verstanden! Nicht nur Boy Jöns, auch der Weihnachtsmann auf dem Sofa hatte die Lacher auf seiner Seite.

Mit Spannung wird immer die Tombola erwartet. Weit über 200 Preise gab es, so dass bei Glück jeder etwas bekommen konnte. Helmut Walter war die „Losfee“, alle anderen brachten die Gewinne zu ihren künftigen Besitzern. Den Abschluss bildete der Posaunenchor mit Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen. Als dann zum Schluss alle „O Tannenbaum“ gesungen hatten, wussten sie auch: Bis Weihnachtsabend ist es nun nicht mehr lange.

Hric, 4. Dezember 2017, www.jb-spo.de

Harr ik mi man ok op den Weg no Afrika maakt

 

Wat mag düsse Aadboor sachts denken? – Dat regent in een Tour. Natt keem dat daal vun baben. Meist as so’n natten Sack keem he mi vör, dor op de Straatenlantern bi’t Füerwehrhus in Heedweg in St. Peter-Dörp. Dat weer an Dienstag, 4. Dezember so Klock Veer an Nameddag. Wat wull he överhaupt noch hier? Eegentli schull he doch in Afrika ween.

He is een vun de olen Aadboors ut den Westküstenpark un hett nix uttostahn. Jede Dag kriggt he dor Foder. An Vörmiddag is he mit sien Kolleegen in Böhl in’t Vörland or annerwo op’e Fennen. Männigmol sühst se vun dor denn tohoopen na ehr Tohuus fleegen. De geiht dat good hier bi uns. Dat hebbt se spitz kreegen un blievt över Winter hier.

An düssen Nameddag seeg he avers ni jüst so ut, wat he sik freun dä. Ik harr so dat Geföhl, he dach an sien Mackers in Afrika. So as wenn he segg‘n wull: „Harr ik mi man doch op den Weg na Afrika maakt. Blots denn har ik ok bi Gibraltar wedder över’t Mittelmeer muss, un dat is man een aasig Stück Weg. Dor weets’t ni, wat ankamen deist. Is schon good hier.“

Amenn harr he sik man blots den Wiehnachtsboom bi de Seniorenresidenz Edelweiss ankieken wullt. Na, he keek mi noch mol an, schüttel sik, sprüng lütte Stück hoch un dreih af na’n Westküstenpark.

Hans Jörg Rickert, 5. Dezember 2017

Wiehnachtstied ünner Reet in’t Museum Landschop Eiderstedt

 

Letzt Johr harr Hilke Herzberg ehr Idee „Wiehnachten ünner Reet“ to’n eersten Mol ümsett. Se is de Vörsittersch vun’n Vereen KulturTreff e.V. De hett de Verantwortung för dat Museum övernahmen. Ok dütmol harr se Ove Ketels ut Gaarn mit sein Akkordeon wedder to Hölp. Un he harr sienen Fründ Hans Wolff ut Kotzenbüll mitbröcht. De beiden sünd Liddmaaten vun Shantychor St. Peter-Ording or vun de Eideraanten ut Tönn. Af un an hölpt se sik bi dat Beschnacken un Maaken vun Musik. Hans Wolff harr ok richti Lust mitbröcht. Dat kunnst maarken.

Hilke Herzberg frei sik, wat doch recht so’n poor Lüüd to düsse Adventsstünn mit Geschichten und Leeder an’n Sünnavendnameddag kamen weern. Dat weern man wedder so fievuntwinti Lüüd. Dat is jüst so’n gemütli Runn. Poor mehr harrn dat ween kunnt. Ok Gäst ut Hannover weern dorbi. De harrn sik erinnert un nehmen dat wedder mit bi ehr Adventsweekenenn op Eiderstedt. De harrn so’n richti Programm. Se wull‘n achteran na Gaarn to’n Wiehnachtsmarkt üm St. Christian und an Sünndagmeddag eerst to’n Arfensuppeneeten in’t Gemeendehus un denn op de Trüchfohrt na Hoyerswort un in‘t Tönner Packhus. Se sünd geern op Eiderstedt.

Los güng dat mit „Wenn man een Lüchen in’e Oogen vun de Kinner süht, denn is Wienachten nich wiet“ vun Knut Kiesewetter.- Dat is vun 28. Dezember bet nu man noch keen Johr her, wo düsse „plattdüütsche un freesche Jung“ storven is. He is 1941 in Stettin op’e Welt kamen un 1945 ut Pommern vun Stolp mit een Dutt annere na Garrn kaamen un laater ok in St. Peter to School gahn. Feine Leeder hett he för uns schreeven.- Denn lees Hilke Herzberg plattdüütsche Geschichen un dorna wurr wedder vörsungen. Dat kunnen Hans Wolff un Ove Ketels wunnerbar. Mol süng de een alleen un de anner speel un denn sungen se tohoopen or wesselten sik af. Dat geev Leeder vun hier un vun de See, vun de Hillige Nacht in Haben un een Köllsche Leed ut’n Karneval, wat Hans Wolff in’t Plattdüütsche överdragen harr. Hett bestens passt. Geev avers ok noch een ganz anner Leed vun Kiesewetter. Dat hannel vun de Floot.- De Blanke Hans kann je ok grääsig ween. De Wiehnachtsfloot 1717 to’n Bispill weer een heel groote Katastroph an uns Küst.- Un twüschendörch geevt jümmers Geschichen or Riemels. Dat güng üm dat Steevelnputzen an Avend för den Nikolausdag, dat Mäkeln övern Wiehnachtsboom, wat de ni schöön noog weer, al de Bilaagen in’t Blatt in de Adventstiet, den Hasenmarkt in Gaarn un Iesloopen un Kokenbacken. Wiehnachtsduft weer ok in’t Museum, geev je frisch backte Plätzchen.

An’t Enn sungen altohoopen butenkopps „O du fröhliche“. Vörher hett dat ok al mol klappt mit „Dat du mien Leevsten büst“. Fröhlich gung man uteneen. Veel Applaus hebbt de Dree kreegen. Dat weer een schööne gemütliche Adventsstünn, so’n richti Instimmung op de tokamen Tiet.

Hans Jörg Rickert, 03. Dezember 2017, www.jb-spo.de

FDP-Mitglieder stellten ihre kommunale Arbeit vor

 

In fünf Monaten, genau am 6. Mai, sind in Schleswig-Holstein Kommunalwahlen. Bürgerinnen und Bürger sind dann aufgefordert, ihre Vertreter und Vertreterinnen in den Gemeinden und den Kreisen zu wählen. Die Mitglieder der FDP in St. Peter-Ording und ihnen politisch Nahestehende hatten zu einer öffentlichen Sitzung ihrer Fraktion in das Alte Rathaus eingeladen, um über ihre Politik in der Gemeinde und im Kreis zu berichten. Auch das Thema Kommunalwahl stand an.

Die Fraktion der FDP freut sich über jeden Bürger und jede Bürgerin, die kommunalpolitisch mitarbeiten möchte. Sie ermöglicht Interessierten auch die Arbeit als bürgerliches Mitglied in den Ausschüssen ohne eine Parteizugehörigkeit. Einen Fraktionszwang gibt es nicht. Den Einzelnen wird Entscheidungsfreiheit zugebilligt. Aber liberale Gesinnung und Eigenverantwortung im Sinne des Gemeinwohls werden erwartet. Was dem Gemeinwohl grundsätzlich nicht schade, sollte dem Einzelnen zugebilligt werden. In Baurechtsfragen allerdings habe sowohl eine Erhaltung des Ortsbildes als auch seine Attraktivitätssteigerung Vorrang. Manche Entwicklungen der vergangenen Jahre sehe man da kritisch. Als Vertreter für die FDP im Kreistag und/bzw. in der Gemeindevertretung ist mittelfristig auch eine Mitgliedschaft in der Partei Voraussetzung.

Die FDP hat in St. Peter-Ording keinen Ortsverein. In der Gemeindevertretung ist sie als Fraktion mit Hans Burmeister und Wiltrud Kraas vertreten. Sie ist Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport und Mitglied im Tourismusausschuss. Hans Burmeister ist Mitglied im Umweltausschuss. Sie haben als Gemeindevertreter das Recht, an allen Ausschuss-Sitzungen teilzunehmen und sich zu äußern. Abstimmungsrecht haben sie in den Sitzungen der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen, denen sie angehören. Das ist für alle Parteien so über die Gemeindeordnung geregelt.- Godber Kraas ist bürgerliches Mitglied der Kreistagsfraktion und als solches Vorstandsmitglied der NTS (Nordsee-Tourismus-Service) GmbH. Im Kreistag ist die FDP mit zwei Abgeordneten vertreten. Sie arbeiten mit denen von Bündnis 90 / Die Grünen und der CDU in einer Kooperationsgemeinschaft zusammen.

Außer den schon Genannten waren anwesend Gesa Löhnert, Christiane Schallich, Dr. Horst Laube und Horst Fischer. Sie arbeiten in der Fraktion als bürgerliche Mitglieder und auch in Ausschüssen der Gemeinde mit. Zwei Gäste wollten sich über die kommunale Arbeit der LIberalen informieren und verfolgten auch die Fraktions-Sitzung mit den derzeit in den Ausschüssen behandelten Themen. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, möge sich gerne melden. - Email hansburmeister@t-online.de oder fdp-spo@peter-ording.net bzw. Tel 04863 - 47 68 34 oder 0160 – 773 49 37 – weitere Informationen www.fdp-nf.de

Hric, 29. November 2017, HN und www.jb-spo.de

Firma Boller spendete für die Jugend von DLRG und Feuerwehr

 

 

Seit 1992 ist der Handwerksbetrieb Heizungs- und Sanitärtechnik Boller GmbH unter der Geschäftsführung von Frank Boller in St. Peter-Ording tätig. Anlässlich des Empfangs zum 25jährigen Firmenjubiläum im Oktober hatten Bollers einen Spendenbehälter zugunsten der Jugendabteilungen von DLRG und Feuerwehr aufgestellt. Über 900 Euro waren so zusammengekommen, die auf 1000 Euro aufgestockt wurden. Je 500 Euro überreichten sie nun als Scheck an die Jugendwartin der DLRG Rebecca Berger, begleitet von ihrer Stellvertreterin Annika Feder, und den kommissarischen Jugendgruppenleiter Malte Peters. Mit ihm waren Lea Ebsen, Levke Dircks, Charlotte Ehlers, Pia Boyens und Justin Grentz sowie ihr Ausbilder Frithjof Siercks gekommen. Die Vorsitzenden der Einrichtungen Johann Stauch und Norbert Bies freuten sich mit.

 

Frank Boller und seine Frau Felicitas Frahm-Boller bedankten sich für den von ihren Gästen gespendeten Betrag. Ihnen war es ein besonderes Anliegen, die Jugendarbeit von DLRG und Feuerwehr auf diese Art zu unterstützen und den Jugendlichen zugleich Anerkennung für ihr Engagement zu zollen. Frank Boller hatte sich so an Sie gewandt: „Wir finden es gut, dass ihr euch bei DLRG und Feuerwehr einbringt. Wir brauchen euch am Ort. So erfahrt ihr schon früh Teamgeist. Der ist überall gefragt. Toll, dass ihr so aktiv seid.“

 

Bei der Feuerwehr geht das Geld in die Jugendkasse und wird dort zur Begleichung von Kosten für die allgemeine Jugendarbeit verwendet. Dazu gehört u.a. das alljährliche Zeltlager der Jugendwehren des Kreises.- Rebecca Berger und Annika Feder haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Sie möchten verstärkt Jugendliche nach der Schwimmausbildung für die Mitarbeit in der DLRG begeistern und spielerisch an den Rettungsdienst heranführen. Bei der Jugendfeuerwehr geschieht das bereits. Das zeigt sich daran, dass jedes Jahr einige nach Erreichen der Volljährigkeit zu den Aktiven wechseln.

 

GpanHric, 27. November 2017, HN und www.jb-spo.de

 

SIEHE Jahrbuch SPO

Januar 2017   JHV Jugendfeuerwehr - Jugendfeuerwehr verstärkt die Aktiven

Mai 2017        JHV DLRG. - Ehrungen, neuer Vorstand bei der DLRG-Jugend, großzügige Spende von Günter Lenhof

20. Veranstaltung TZ im Dialog zum Thema Gezeiten, Wetter, Sicherheit

 

Gerade am Tag zuvor war eine Frau mit Hund bei auflaufendem Wasser aus einer bedrohlichen Situation gerettet worden. Ein Strandwanderer hatte die Ehrenamtlichen der DLRG, die in Ording am Üben waren, darüber informiert. So konnten sie und ihr Hund durch eine Rettungsschwimmerin in Sicherheit gebracht werden. Auch ein Windsurfer, der im August in Ording bei der Strandbar unter den Pfahlbau gekommen war und sich in Lebensgefahr befand, konnte von einem Schwimmmeister der TZ und einem Rettungsschwimmer bei Einsatz ihres eigenen Lebens gerettet werden. Das DLRG Mitglied aus einem anderen Bundesland, das hier seit Jahren auch während der Saison Dienst macht, wurde vor kurzem deswegen ausgezeichnet.

In St. Peter-Ording haben die Gäste bisher viel Glück gehabt und die den Wasserrettungsdienst Leistenden ebenfalls. Über die Leitstelle Harrislee mit Notruf 112 sind es jedes Jahr um 30 Wasserrettungseinsätze. Sie verteilen sich über das ganze Jahr. In allen Fällen wäre es besser gewesen, sie hätten sich gar nicht ereignet. Manchmal könnte man selber dafür Sorge tragen, oft aber sind es auch einfach unglückliche Umstände. In den beiden genannten Fällen konnte außerdem sofort geholfen werden, weil aufmerksame Mitmenschen ein Auge gehabt haben.- Der Tourismus-Zentrale war es in der 20. Veranstaltung von TZ im Dialog deswegen auch ein Anliegen, darüber nicht nur zu informieren, sondern vor allem auch bewusst zu machen, wie jeder einzelne das Gefahrenrisiko am Strand für sich selbst minimieren kann. Zugleich aber kann man dem Rettungsdienst seine Arbeit durch bestimmte Vorkehrungen auch erleichtern.

Rainer Balsmeier begrüßte insbesondere Nils Stauch (Technischer Leiter Einsatz der DLRG St. Peter-Ording), Johannes Mahnsen (Leitender Schwimmmeister am Strand seit 1990), Jens-Peter Lindner (Leiter Rettungsdienst Kreis Nordfriesland, Fachdienst Rettungswesen), Norbert Bies (Hauptbrandmeister und Wehrführer der FFW SPO) und Martin Schmidt (stellv. Stationsleiter der Wasserschutzpolizei Husum) und viele Interessierte, unter ihnen nun schon eine Reihe bekannter Gesichter. Constanze Höfinghoff moderierte.- Der Abend stand unter der Frage:“Wie kommen Gäste und und Einheimische am Strand sicher durch’s Jahr?“

Wie gut die Strandaufsicht und auch die Strandrettung durchorganisiert sind, darüber berichtete zunächst Johannes Mahnsen. An den fünf Badestellen von Böhl über Südstrand, Bad, Ording und Ording Nord (FKK) sind die Aufsichtspfahlbauten bzw. in Ording-Nord die Kabine sowie in Böhl auch die seit einigen Jahren zusätzlich bestehende Plattform mit dem Strandkorb und Fahne besetzt. Vom 15. April eines Jahres bis zum 15. Oktober beginnt der Aufsichtsdienst zwischen acht und neun Uhr morgens und endet gegen sechs Uhr abends, bei besonders gutem Strandwetter kann es auch länger werden. Sicherheit der Gäste hat Vorrang. Zu den je Station hauptamtlichen Badeaufsichtsleitern der TZ und weiteren Mitarbeitern sind während der Saison über 20 Ehrenamtliche tagsüber an den Strandabschnitten im Einsatz. Ohne diese Unterstützung durch Rettungsschwimmer der DLRG aus dem gesamten Bundesgebiet wäre das nicht möglich. Die meisten von ihnen kommen schon seit Jahren für oft zwei bis drei Wochen und leisten während ihrer Urlaubszeit ehrenamtlich Dienst. Ihre Ortskenntnisse geben sie an die „Neuen“ weiter. Vor Ort sind sie alle ein Team. Von Trösten über Pflaster bis Notfallversorgung und letztlich Rettung machen sie alles.

Je nach Wetterlage wird auch schon Vorsorge getroffen. Ist ablandiger Wind, werden Jetski und evtl. auch Boot bereits morgens aus dem Bootsschuppen zur Aufsichtsstation geholt. Denn schnell ist an solchen Tagen jemand abgetrieben. Das könnte der Badegast auch selber bedenken, aber nicht jeder denkt bei Schönwetter gerade daran. Auch sonst heißt es achtgeben auf die Gezeiten und bei Strandwanderungen vor allem zu wissen, wo man sich befindet. Die Pfähle - immerhin 60 und GPS-vermessen!  – sind alle mit Nummer versehen, so dass man z.B. bei plötzlichem Seenebel dann nicht nur Hilfe rufen, sondern auch mitteilen kann, wo man sich befindet. Das gehört zur Eigenverantwortung und erleichtert den Rettern ihre Arbeit. Jede Sekunde Zeitgewinn ist von Vorteil. Bei Notruf erfolgen die Rettungseinsätze immer über die Leitstelle. Im eingangs zweiten Fall wurde sie umgehend nachinformiert.

Darüber berichtete dann ausführlicher Norbert Bies. Alarmiert werden alle: Feuerwehr, DLRG, je nach Lagemeldung auch Rettungshubschrauber SAR und DGzRS. Auch die Wasserschutzpolizei – ein Boot ist immer in See - und die örtliche Polizeistation sind einbezogen. Gearbeitet wird im Verbund. Die Feuerwehr hat die Einsatzleitung. An- und Abmeldung der Kräfte erfolgt bei ihr. Sie arbeitet landseitig. Die seeseitigen Rettungsaufgaben liegen bei der DLRG mit ihrem entsprechenden Equipment von Fahrzeugen zu Land und Wasser wie Rettungsboot bis Überlebensanzügen für die Retter. Hier berichtete Nils Stauch anhand von Einsätzen. Auf Nachfrage hinsichtlich der eigenen Sicherheit hieß es: „Im Notfall denkst du nicht lange nach. Da fährst du raus und machst deine Arbeit.“ Die laufenden Übungen dienen deswegen auch dazu, Situationsabläufe zu kennen und zu festigen sowie die eigene Sicherheit nicht außer Acht zu lassen.

Auch jeder Wasserrettungseinsatz erfolgt auf der Basis des Rettungsdienstgesetzes. Von der Meldung bis zum Eintreffen vor Ort sollen nicht mehr als zwölf Minuten verstreichen. Die DLRG ist First Responder und übernimmt mit seinem Fahrzeug allererste Hilfe. Die Situation in St. Peter-Ording hat sich verbessert, erläuterte Jens-Peter Lindner. Die Vorgaben für den Rettungsdienst sind laufend zu überprüfen und so wurde nachgesteuert. Ein Fahrzeug steht seit November in St. Peter-Ording im Strandweg (Köhlbrand). Sanitäter und Fahrer sind dort rund um die Uhr einsatzbereit auf Station.

Fragen aus dem Publikum hinsichtlich des Aufwandes und der Kosten machten deutlich, dass der Kostenträger diese übernimmt. Wer sich aber nachweislich leichtsinnig in Gefahr begeben hat, ist bei erforderlicher Rettung kostenpflichtig. Bei Verlust von Sachen, z.B. bei Wassersport eines Windsurfsegels oder eines anderen Teils, soll man das immer melden, damit evtl. nicht erst unnötig ein Einsatz „Mensch in Gefahr“ gestartet werden muss.- Rainer Balsmeier warb am Ende der Veranstaltung im Interesse des Gemeinwohls für Mitarbeit bei Feuerwehr und DLRG.

Hric, 26. November 2017, HN und www.jb-spo.de

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