2017 Februar

27. Februar 2017 - Aktuelles aus dem Ort

 

In der Böhler Landstraße ist die Arbeit nach der Winterruhe wieder aufgenommen worden. Die Arbeiten am Fußweg der schon weitgehend fertigen Straße nähern sich der Abzweigung zur Strandüberfahrt. Von dort bis etwa Camping Kniese entstehen im Zuge der Oberflächenwasserableitung beidseitig die Kantsteinbereiche zwischen künftigem Fußweg und Straße.

 

Das kleine Einfamilienhaus Böhler Landstraße 115 steht kurz vor dem Abriss. Derzeit werden die Grenzsteine vermessen.

 

In der Badallee schreitet die Aufnahme des Kanalkatasters fort. Der Kanal ist zum Teil stark versandet, wird gespült, Sand und Schlamm werden abgesaugt.

 

Fällungsstopp gilt seit heute bis spätestens 15. März für die vom Eschentriebpilz befallenen Alleebäume. Die Fällung war anberaumt für den 28. Februar bis 02. März und ist wegen Überprüfung der Notwendigkeit der Maßnahme aufgrund von Einwendungen bzw. Antrag vertagt worden. Seitens des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr war die Fällung bereits für die vergangene Wioche geplant gewesen, war aber wegen wenig sinnvoller Vollsperrung zur Zeit der Biike mit erhöhtem Gästeaufkommen schon um eine Woche verschoben worden.

Gemeindevertreter Hans Burmeister (FDP) hatte nach Bekanntwerden am Montag umgehend beim Kreis Nordfriesland die Prüfung der Orte für die Ersatzpflanzungen beantragt. In den Husumer Nachrichten ist am Donnerstag, 23. umfänglich berichtet worden (sh. Bericht Jahrbuch Februar). Sehr kritische sachlich fundierte Leserbriefe sind in den HN veröffentlicht worden am Sonnabend, 25. von Stefan Weingran aus Poppenbüll und am Montag, 27. von Dieter Staacken aus Garding. Ersterer, Baumpfleger mit langjähriger Berufspraxis, stellt u.a. die Frage nach dem Gutachten und wo es einzusehen sei. Der zweite - wahrhaftig auch einer, der etwas zu sagen hat – stellt die Frage nach dem wirklichen Muss der Fällung aller Bäume und appelliert insbesondere an das historische Verantwortungsbewusstsein gegenüber dieser Allee und macht Vorschläge für Ersatzpflanzungen.

 

Hric, 27. Februar 2017, www.jb-spo.de

Schnuppertag für Viertklässler an der Nordseeschule

 

Das Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil in St. Peter Ording hatte die Viertklässler aller Grundschulen auf Eiderstedt und ihre Eltern am Freitag, 24. Februar 2017 zum Schnuppertag in die beiden Schulteile der Nordseeschule im Fasanenweg (Gemeinschaftsschulteil) und in der Pestalozzistraße (Gymnasium) eingeladen. Überaus groß war das Interesse. Da Anouk aus St. Peter-Ording und Mia aus Lunden und auch ihre Begleiter wie Vater oder Oma und Tante – die Mutter musste arbeiten - diesen Tag toll fanden, muss die Schule das richtig gemacht haben.

 

Im Gemeinschaftsschulteil z.B. hatten neun Schülerinnen aus den 10. und 7. Klassen in der gut ausgestatteten Schulküche mit Viertklässlern Waffeln gebacken. Das kam ausgesprochen gut an. Da die Fachlehrerin dann in einer anderen Klasse Unterricht zu erteilen hatte, räumten die Mädchen nachher allein die Küche auf. Jungen Menschen etwas zutrauen und ihnen Verantwortung übergeben zu können – das ist Ziel von Schule. Das wurde im Gemeinschaftsschulteil gezeigt.

 

Das galt aber ebenso für das Gymnasium, wo sich vor allem die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Musikgruppen wie auch die Musical AG präsentierten. Die Begeisterung der Jugendlichen für Astronomie oder Fotografie bzw. für Mitsingen im Chor oder Spielen eines Instrumentes sowie das aktive Mitwirken in der Musical AG an diesem Schnuppertag erleben zu können und zu sehen , wie das Miteinander in einer Schule gerade an so einem Tag funktionierte, sagte viel Positives über das Schulklima aus und vermittelte einen Eindruck von lebendiger Schule. „Nebenbei“ fand schließlich auch Unterricht nach Stundenplan statt! Der absolute Renner war für die jüngeren Schülerinnen der Nordseeschule der Experimentierstand der Firma Sasol mit Ausbildungsleiter Jürgen Peters und zwei Auszubildenden – sie ist Kooperationspartner der Schule – zur Herstellung von Schleim. Da standen sie in den Pausen Schlange! Von Sasol hatte die Foto-AG auch Stickstoff – extra mitgebracht - bekommen, um mit ihm Dokumentationsfotos von Abläufen von Experimenten zu machen. Das klappte gut.

Für die Viertklässler gab es außerdem vor allem Unterrichtsangebote zum Mitmachen und für die Erziehungsberechtigten Informationen, u.a. über Schulsozialarbeit durch Sandra Philippsen und seitens des Schulverbandes Eiderstedt durch Marion Bernhardi. Flyer über verschiedene schulische Förder- und Hilfsangebote, dazu auch der der IG Wirtschaft am Ort als Kooperationspartner der Schule, lagen aus und fanden ihre Abnehmer.

 

Hric, 24. Februar 2017, www.jb-spo.de

 

Siehe dazu auch unter www.jb-spo.de

2016 Februar Schnupper-und Mitmachtag an der Nordseeschule

Dezember Vielfältig, abwechslungsreich und begeisternd – das Weihnachtskonzert der NOS

2017 Februar Begeisternde Aufführung der Musical AG der Nordseeschule

Beste Vorleserin kommt von der Gemeinschaftsschule Husum-Nord

Erstes touristisches Highlight 2017

 

Biike – des Winters Flackerndes Finale

Das Biikebrennen in St. Peter-Ording hat sich mittlerweile zu einem echten touristischen Highlight entwickelt und wird u.a. von der TZ beworben. Auf der Buhne gibt es an verschiedenen Buden Speisen und Getränke, auch für Musik ist gesorgt. Urlauber und Gäste freuen sich über dieses Erlebnis vor den Salzwiesen am Hitzlöperweg und dem Deich mit dem Hintergrund DünenTherme, StrandGut Resort, Fernsicht und Ambassador sowie Buhne, „Gosch“ und Seebrücke.- Touristisch steht der ganze Tag schon im Zeichen des Biikefeuers. Im Kinderspielhaus wird am Morgen gebastelt, im Backhaus gibt es frisch gebackenes Brot und Heißewecken, nachmittags brennt auf der Buhne die Feuerschale und seit vergangenem Jahr gibt es vor der Feuerrede einen Fackellauf. Danach startet es dann richtig, „des Winters flackerndes Finale“, das mit dem Entzünden des Biikehaufens nach kurzer Zeit erst mit Rauch und dann mit flackernden, zum Himmel leckenden Flammen sichtbar wird.

 

Glück hatten alle Biikefreunde dieses Jahr. Es war Winterwetter um 4° C, trocken, klarer Himmel und auch Wind. Das Bild der Menschen auf dem Deich im großen Halbrund um das weithin sichtbare flackernde große Feuer war einfach schön und wirklich wieder einmal ein Erlebnis.

 

Zum „Biike-Seminar“ – in diesem Jahr im DünenHus mit Godber Kraas – kamen wohl 180 Interessierte und viele nahmen auch am Fackellauf teil. Die Fackeln wurden an der Feuerschale entzündet. Die Feuerrede hielt Bürgervorsteher Boy Jöns. Das Feuer entzündeten Mitarbeiter des Bauhofes unter den wachsamen Augen der Feuerwehr mit Unterstützung der Jugendwehr. Das NDR-Fernsehen war mit einem Team vor Ort. Ausgestrahlt wurden Bericht und Bilder im Schleswig-Holstein-Magazin auf N 3 sofort am Abend zur gewohnten Sendezeit.

 

Vierzehn Restaurants in St. Peter-Ording und sechs in der Umgebung – in Tating, Garding, Katinger Watt, Tetenbüll, Poppenbüll und Westerhever – boten Grünkohlessen an.

 

Zur Geschichte des Biikebrennens in St. Peter-Ording:

 

1989 startete das erste „Biikebrennen der Neuzeit“ durch Claus Heitmann von der AG OrtsChronik mit der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter-Ording am Deichabschnitt Südstrand am 21. Februar. Bei Jochen Rother im Olsdorfer Krug gab es anschließend Grünkohl mit Kochwurst, Kassler und Schweinebacke. Auch an Kartoffeln und Senf fehlte es natürlich nicht. Es war der Vorabend des Petritages, denn genau an diesem Tag endete in früherer Zeit für das Gesinde – im Herrenhaus Hoyerswort kann man noch eine Gesindeküche sehen - das Beschäftigungsverhältnis bzw. es begann oder wurde fortgesetzt.-

 

Es war damals eine Veranstaltung für vorwiegend Mitglieder des Vereins AG OrtsChronik und Einheimische. Claus Heitmann informierte über den Petritag und das Biikefeuer, das den Winter vertrieb und auf den Geburtstag des Apostels Petrus am 22. Februar hinwies.-

 

Hric, 22. Februar 2017, www.jb-spo.de

 

Siehe auch www.jb-spo.de

2016 Februar Rund um die „Biike“

2015 Februar Biike – „Touristisches Spektakel“

Missfallen über die Fällung der Bäume an der Wittendüner Allee

 

Man mag und will es nicht glauben: Die markanten krüppeligen Eschen, die als Alleebäume der Wittendüner Allee (L 33) aus Richtung Eiderdamm kommend von der Abzweigung nach Böhl vor dem Parkplatz bis zur Einmündung des Feldhausweges vor dem Ortseingang von St. Peter-Ording seit nun Jahrzehnten ihr prägendes Aussehen geben, werden in Kürze verschwunden sein. Vertraut ragen sie unterschiedlich groß, schief und krumm, dicker oder auch schlanker, zum Teil am Stamm bemoost oder auch mit neuen Trieben ausgestattet in den Eiderstedter Himmel. Alte St. Peter-Ordinger wie Karl-Heinz Peters aus Süderhöft kennen sie seit ihrer Kindheit. Für manchen Urlauber oder Autofahrer, der vom Eidersperrwerk kommt, zeigen sie an: „Jetzt sind wir gleich da.“ Sie grüßen gleichsam in Sankt Peter-Ording Ankommende.

 

Berichtet man von der vorgesehenen Fällung der 185 Alleebäume, will man es zunächst nicht glauben. Mit den kleinsten darunter stehen sogar mehr als 200 dort. Die Meinungen gehen dann auseinander. Ein Bremer LKW-Fahrer kommentierte das mit: „Sind die bescheuert? Ich fahre hier seit 30 Jahren. Für mich gehören sie dazu, wenngleich durch sie auch eine gewisse Gefährdung gegeben ist.“ Einheimische sind oft zunächst erschrocken und unangenehm betroffen, weil das vorher nicht bekannt war. Davon hätte man doch gern eher gewusst. Karl-Heinz Peters meinte: „De olen krüppeligen Dinger. Veele sünd jo al weg!“ Trotzdem ist Wehmut dabei. Und dann kommt der Satz: „Denn fohrt se ni mehr gegen de Böhm. Se lannt foorts in’ Graven!“

Es handelt sich bei diesen Alleebäumen um ein bisher geschütztes Biotop. Deshalb stehen sie auch bis heute. Sie gehören einfach zu dieser weiten Landschaft und sind seit jeher ein Blickfang für die Augen. Aus Gründen der Verkehrssicherung sind alte und morsche Äste immer wieder entfernt worden; mehrere Bäume hat man von Zeit zu Zeit auch fällen müssen. So sind die immer wieder auftretenden Lücken entstanden. Aber auch diese gehören für die Verkehrsteilnehmer dazu und machen den Reiz der alten Allee mit aus. Doch auch die immer wieder durchgeführten „Pflegeschnitte sind nicht mehr zielführend“. Die Bäume sind vom sogenannten Eschentriebsterben befallen. Diese Pilzkrankheit führt dazu, dass sie langsam absterben und eine Gefährdung darstellen. Das öffentliche Interesse im Hinblick auf die Verkehrssicherung sei letztlich als ausschlaggebend für die Fällung zu bewerten.

Fahrzeugausstattung der FFW St. Peter-Ording optimiert

 

„SPO FF 112“ wünschte sich die Freiwillige Feuerwehr St. Peter-Ording am liebsten als Kennzeichen für ihr neues Mehrzweckfahrzeug (MZF), das bereits bei fünf Einsätzen vor der Übergabe die Einsatzleitwagenfunktion (ELW) übernommen hatte. Wenn dieses Nummernschild auch nicht möglich sein wird, ist die Freude bei den Kameraden groß. Ivo Schade als jüngstes Mitglied der Jugendfeuerwehr war jedenfalls sichtlich stolz, auf das SPO- Kennzeichen hinweisen zu dürfen.

 

Wehrführer Norbert Bies begrüßte außer den Feuerwehrkameraden aus allen Abteilungen unter den Gästen besonders den stellvertreten Landrat Jörg-Friedrich von Sobbe, Amtswehrführer Heinz Dieter Hecke und Bürgervorsteher Boy Jöns. Dieser übergab als Vertreter der Gemeinde den Schlüssel an Norbert Bies, der ihn gleich an den Gerätewart Tobias Thomsen weiter reichte. Der Amtswehrführer hatte zu seinem Grußwort einen Umschlag mit Inhalt von den Nachbarwehren dabei, damit „ihr noch das Zubehör kaufen könnt, was ihr noch unbedingt braucht. Etwas fehlt ja immer!“ Es wird wohl reichen, denn eigentlich müsste wirklich alles da sein. Den Informationen des Wehrführers darf man schließlich trauen.

 

Die ersten Gespräche zu einer Ersatzbeschaffung für das vorhandene MZF begannen 2014 mit einer Ideensammlung und ersten Entwürfen. Auf der Interschutz 2015 wurden ebenfalls Gespräche mit Herstellern von Fahrzeugen und Zulieferern geführt. Das neue Fahrzeug stand fast genauso auf der Messe. Ein großes Augenmerk wurde auf die Sicherheitstechnik gelegt. Neben einem vorhandenen Vierradantrieb – besonders für Einsätze am Strand wichtig - sind ebenfalls die Sondersignal- und Lichttechnik auf dem aktuellen Stand. Anfang 2016 konnte der Auftrag dann an die Firma Holzapfel Sonderfahrzeugbau in Mittenaar im Lahn-Dill-Kreis (Hessen) vergeben. Mit ihr und der Firma VW habe man wieder gute Partner gefunden.

 

Hatte man 2005 das alte MZF aus dem Jahre 1995 verkauft, wird es jetzt im Fahrzeugpark verbleiben. Mit diesem und dem Fahrzeug der Jugendfeuerwehr zusammen können dann auch vielfältige Transportfahrten durchgeführt werden, bei denen man bisher auf Privatwagen zurückgreifen musste. Wegen der größeren Kapazität ist dann auch der Personaleinsatz als Fahrer geringer. Das erleichtert diesen ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit und verringert die trotzdem anfallenden Betriebskosten. Norbert Bies dankte insbesondere den Spendern, die die Beschaffung des neuen MZF ermöglicht haben, und der Gemeinde St. Peter-Ording, die die Betriebs- und Unterhaltungskosten für die Feuerwehr trägt. Sie leiste damit ihren Beitrag für die Sicherheit der Bürger und Gäste in St. Peter-Ording, und über das neue MZF mit ELW-Funktion auch nicht nur im Badeort.

 

Hric, 20. Februar 2017, www.jb-spo.de und HN

Begeisternde Aufführung der Musical AG der Nordseeschule

 

Mit der Auswahl des Musicals „Felicitas Kunterbunt“ hatten AG Leiterin Alina Krügel, Gymnasiallehrerin an der Nordseeschule St. Peter-Ording, und ihr Co-Leiter Daniel Schädler vom Jugendzentrum (Juze) die Herzen der 16 Schülerinnen und Schüler der AG getroffen. Das war genau das Stück, welches die Kinder und Jugendlichen unbedingt aufführen wollten. Alle Darsteller machten aus den ihnen zugedachten Rollen für sich eine Hauptrolle, und manche hatten davon so auch mehrere. Es schien, als wären die Lieder und Texte extra für jeden geschrieben worden. Seit Mai 2016 war das Musical einstudiert worden und seit vier Wochen hatte der eigens geschaffene Projektchor der Klassenstufen 5 bis 7 mit Musiklehrerin Christine Melzer die für ihn bestimmten Lieder eingeübt. Nun feierte man zusammen bei der Premiere am Sonnabend und der Wiederholung am Sonntag einen Riesenerfolg. Oft gab es Zwischenbeifall und am Schluss sogar stehende Ovationen!

 

Das Tollste an dieser Aufführung: Hier präsentierte sich eine Schule als Gesamtheit. Die Darsteller kamen aus den Klassenstufen 5 bis 10. Anton Petrak aus der 8. Klassenstufe und und Celina Mahnsen als Praktikantin im Juze waren Technikassistenz. Kerstin Ingwersen aus der Oberstufe hatte ideenreich bei der Herstellung der Kostüme gewirkt. Schüler des 12. Jahrgangs hatten die Drachenmaske gefertigt. Eltern haben Kostüme genäht und zur Bühnenausstattung beigetragen. Das Catering hatte Familie Rother übernommen. Und Kenner von Schule wissen, dass der Tagesablauf von Stundenplan und Unterricht u.a. insgesamt davon betroffen ist und Schule nur dann auch ihren Bildungsauftrag erst richtig wahrnehmen kann. Über das Stück wurden nebenbei Wissen vermittelt, Aufmerksamkeit gegenüber Eigenheiten erzeugt und Zusammenhänge dargestellt.

 

Die Aufführung war ein wahrhaftiges Bühnenfeuerwerk von Liedern des Projektchores, Sprech- und Tanzszenen sowie Gruppensongs und Soli der Darsteller. Nicht zu vergessen sind dabei die hübschen Kostüme und das wunderschöne Bühnenbild, bei dem zu Anfang im Tanzraum vor der Bühne viele Kuscheltierchen verteilt waren, die dann mit der neuen Puppe „Felicitas Kunterbunt“ in der großen Spielzeugkiste verschwanden, weil Martha ins Bett musste. Aus der krochen sie dann nachts um drei Uhr groß oder klein, aber ganz lebendig heraus, und das Spiel konnte beginnen. Die neue Puppe war aber nicht erwünscht. So wurde sie geschnitten, bis Zauberer Rabadu diesem Mobbing schnell Einhalt gebot und die Kiste mit einem Zauberschloss versah. Um diese wieder zu öffnen, mussten alle zusammen erst den Schlüssel finden, der aus vier Teilen und dem „Herz der Welt“ zusammen zu setzen war.

So begann dann eine gemeinsame Weltreise nach Australien und Amerika, ins Eismeer der Antarktis, nach Asien und schließlich nach Afrika, auf die es aber ohne Felicitas‘ Trommel nicht gegangen wäre. Der Schlüssel konnte schließlich von allen mit Hilfe aller aus allen anderen  Kontinenten zusammengesetzt werden zu der „Einen Welt“. Das war aber nur gemeinsam und mit Respekt und Achtung gegenüber den jeweils anderen möglich. Selbst der „Hass“ konnte letztlich das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht mehr beeinträchtigen. Die Truhe öffnete sich wieder. Und am Schluss standen alle vereint auf der Bühne. Felicitas wusste zwar immer noch nicht, wo sie herkam, aber sie wusste nun: „Ich gehöre dazu.“

 

Die Darsteller waren: Carlotta Bombis (u.a.Indianerin), Levke Dircks (Felicitas Kunterbunt), Nele Hansen (Helmar, der Hamster), Merle Rehmert (u.a. Piratentänzerin), Karla Rother (Piratenbraut), Johanna Sass (u.a. Chinesin), Levke Wieben (Piratenkapitän), Morgane Freise (Hase), Joshua Bombis (u.a. Eisbärsolo), Eric Küster (u.a. der Hass), Antonia Dircks (Schlaumi, der Fuchs), Amelie Herrmann (Bertram, der Bär), Jorge Jarasinski (Franz Findig), Lennart Rother (u.a. Indianerhäuptling), Bente Kleinert (u.a. Mutter), Pia Rabeler (Watson, Assistent von Franz Findig), Skarde Keiper (Zauberer, als Gast).

 

Hric, 19. Februar 2017, HN und www.jb-spo.de

„Safety First“ für das Baden am Ordinger Strand

 

Seitens der TZ sind die Vorbereitungen auf die Saison in vollem Gange. Das betrifft auch die Badezonenkennzeichnung am Ordinger Strandabschnitt zwischen dem Pfahlbaurestaurant Strandbar 54° Nord bis einschließlich des FKK-Gebietes nördlich davon. Dort ist in Abstimmung mit dem Wasserschifffahrtsamt und der Nationalparkverwaltung die Badezone zum Ausschluss der Gefährdung der Badenden mit Seezeichen in Form von Pfahlreihen südlich und nördlich in besonderer Form abgesichert worden. Der jeweils letzte seeseitige Pfahl ist mit einem weißen Andreaskreuz gekennzeichnet, damit dieses Gebiet von Schiffsführern, hier insbesondere Krabbenfischern, eindeutig als Gefahrenstelle zu erkennen ist. Sie muss weithin und auch bei hohem Wellengang sichtbar sein. Das ist gewährleistet durch die zwölf Meter langen Pfähle, die drei Meter tief im Wattboden stehen und oben mit einer 2,50 Meter langen zylindrischen weiß-gelb-weißen Ummantelung versehen sind.

Seit 2012 existiert diese Kennzeichnung und ist entsprechend in den Seekarten eingezeichnet. Unter den Witterungseinflüssen hat die Farbmarkierung aber gelitten. Besonders das leuchtende Gelb ist so stark verblichen, dass diese Ummantelungen insgesamt erneuert werden mussten. Nun wurden sie bei ziemlich nebligem Wetter ausgetauscht. Lohnunternehmer Richard Merkner sorgte mit seinem Bagger dafür, dass Hermann Gerkens und Jan Tappendorf vom Strandteam der TZ per Korb nach oben und unten kamen, um die alte Ummantelung ab- und die neue anzubringen. Jan Lorenzen war der Zulieferer bzw. Abnehmer am Boden.

 

Zum 1. Mai ist die Badezone zwischen den beiden letzten mit dem Kreuz versehenen Pfählen bis zum 30. September zusätzlich durch eine Bojenkette zu sichern, denn sie ist auch für Kiter und Surfer tabu. Für die Winterzeit wird sie abgebaut. So fordert es die Regelung mit dem WSA.- Der technische Leiter der TZ Nils Koch war mit Strandleiter Johannes Mahnsen und seinem Vertreter Frank Friedrichs ebenfalls vor Ort. Sie waren an diesem Tag mit Armin Jeß und Tabea Klein von der Nationalparkverwaltung sowie Sabine Gettner von der Schutzstation Wattenmeer unterwegs, um sich in Form dieser jährlichen Strandbegehung über die von der TZ vorgesehenen Unterhaltungsmaßnahmen am Strand informieren zu lassen. Dazu gehört auch die Badezonenabgrenzung.

 

Hric, 17. Februar 2017, HN und www.jb-spo.de

Abräumarbeiten der alten Podestpfähle in Ording Nord

 

Am 14. Februar ragten die Pfähle der vier Strandkorbpodeste im flutkantennäheren Bereich in Ording Nord noch gen Himmel. Innerhalb von zwei Tagen haben Mitarbeiter der TZ sie dann mit Unterstützung durch Lohnunternehmen Reinhard Merkner aus dem Sandboden gezogen. Wie die 120 Pfähle hineingekommen waren, so kamen sie jetzt wieder heraus. Bei der Strandüberfahrt Ording stand bereits ein Container bereit. In ihn werden die Pfähle verbracht und dann als Sondermüll entsorgt.

 

Jetzt war auch klar, warum ein Wassertankhänger vor Ort war. Die drei Meter tief im Boden befindlichen Pfähle der Strandkorbpodeste waren damals beim Errichten in den Sandboden eingespült worden. Der ist aber stark verdichtet und wurde jetzt von Jan Lorenzen mit Hilfe einer Wasserlanze mittels Einspülen am Pfahl wieder aufgeschwemmt. Im nachfolgenden Arbeitsgang konnte der Pfahl dann mit von Heinz Dieter Hecke umgelegter Kette mit Hilfe des Baggers von Reinhard Merkner herausgezogen und abgelegt werden. War eine Reihe von Pfählen herausgezogen, wurden die entstandenen Löcher umgehend mit Strandsand verfüllt. Keiner der Anwesenden sollte versehentlich durch einen Fehltritt verunglücken! Jan Tappendorf und Johannes Mahnsen waren ebenfalls vor Ort.

 

In der kommenden Woche werden, sofern Wetter und Flutverhältnisse das zulassen, neue Pfähle für die künftigen zwei jeweils doppelt so großen neuen Strandkorbpodeste eingespült werden, allerdings so um 160 Meter weiter in Richtung Dünen und Deich. Der Grund dafür ist einfach: Die Flutkante rückt pro Jahr etwa acht Meter näher heran. Aber etwa zwanzig Jahre sollen die Podeste ihren Dienst erfüllen. Die alten haben in den letzten Jahre schon sehr oft im und auch unter Wasser gestanden. Auf sie aber sollen schließlich die Strandkörbe bei Sommerfluten verfrachtet werden, damit sie nicht wegschwimmen oder beschädigt werden.

 

Nils Koch – technischer Leiter der TZ – überzeugte sich vom Fortgang der Arbeiten. Sonja Piek vom Tourismus Service-Center und Kerstin Schacht von der Marketing-Abteilung informierten sich bzw. dokumentierten die Arbeiten.

 

Zur gleichen Zeit fast waren auf der Deichkrone Peter Barns und Jan Möller von der TZ auf Mülltour. Sie räumten Abfallkörbe und Hundekotbehälter leer und füllten die Kotbeutelspender wieder auf. Auch das gehört zu den Aufgaben der Mitarbeiter der TZ.

 

Hric, 16. Februar 2017, www.jb-spo.de

Gehölzarbeiten in den Dünen um „Maleens Knoll“

 

Wer in etwa 22 Metern Höhe auf der Aussichtsplattform „Maleens Knoll“ zwischen Bad und Ording steht, vor dem breitet sich ein beeindruckend großes Dünengebiet aus. Der Blick sebst reicht bis zum Pfahlbau „Arche Noah“ an der Wasserkante und zum Hotel „Zweite Heimat“ an der Ordinger Strandüberfahrt. Weißer und grauer Dünensand wechselt ab mit leuchtendgrünen Kaktusmoos-Teppichen und dunkelgrünen Kieferngruppen.

 

Die Dünen erstrecken sich zwischen Seedeich und den bebauten Ortslagen von Ording bis nach Süderhöft. Sie reichen durchgängig vom Strandweg über Maleens Knoll bis zum Parkhaus, von dort südlich der Eiderstedter Straße und - über Rungholtstieg bzw. Kieferneck zugänglich - bis zum Alten Badweg. Weiter ziehen sie sich zum Fasanenweg, von dort hinter der Badallee bei der kath. Kirche St. Ulrich binnendeichs bis zur Böhler Strandüberfahrt und weiter hin. Sie sind auch Ursache für die Existenz der einzelnen Ortsteile, aus denen St. Peter-Ording heute als 12 km langer Ort von Süderhöft bis Ording durch zunehmende Bebauung entstanden ist.

 

Sie waren einst vom Strand her kommende Wanderdünen, deren weitere Ausbreitung der Mensch durch Anpflanzungen gehindert hat (sh. Hefte 7 und 24 der AG Ortschronik). Sie heißen Küstendünen. Deren typische Pflanzen sind u.a. Besenheide, Sandsegge, Silbergras, Bergsandglöckchen und verschiedene Rentierflechten. Die Kiefern gehören dagegen ursprünglich nicht hierher. Sie haben sich durch Anpflanzung und nachfolgende Selbstaussaat ausgebreitet. So sind dann die heutigen Kiefernwälder entstanden.

 

Das überall in den Dünen anzutreffende Kaktusmoos (Campylopus introflexus) ist ein Einwanderer aus Australien, Südamerika und der Südsee. Es wird auch "Heidepest" oder sogar "Leichentuch der Dünen" genannt, weil es sich teppichartig wachsend in der Dünenheide ausbreitet und so das Keimen anderer Pflanzen verhindern kann. Im Gefolge des Menschen hat es um 1940 England erreicht, um 1960 Frankreich und die Niederlande, kurz darauf das Münsterland, und heute ist die Art von Island bis Spanien und Polen sowie im Westen der USA und Kanadas verbreitet. Das Moos soll sich überwiegend auch durch abgerissene Triebspitzen verbreiten, die in Holland angeblich von Panzern weit verschleppt wurden. Die Art bildet Sporen, die in 1,5 mm langen braunen Kapseln auf 1 cm langen Stielen wachsen. Diese Moosart besiedelt trockene nährstoffarme Sandböden und überwuchert hauptsächlich Silbergrasfluren. In der offenen Küstenlandschaft ist es ein Frühstarter („Ik bün al door, ik heff düt Rebeet al besett.“).

 

 

Anfang Februar sind in diesem Dünengebiet seitens des Deich- und Hauptsielverbandes Eiderstedt (DHSV) Dünenpflegearbeiten mit Maschineneinsatz ausgeführt worden. Ziel der Maßnahmen ist der Erhalt der Lichtungen mit den offenen Dünenflächen und der typischen Flora und Fauna. Geschlossene Waldflächen bleiben dabei unangetastet. Es geht um die Beseitigung von lockerem Bewuchs von Kiefern und der ebenfalls nicht heimischen Traubenkirsche. Unterstützt wird der Maschineneinsatz des DHSV durch die Schutzstation Wattenmeer. „Wir setzen dabei auf Handarbeit mit Astscheren und kleinen Sägen, um den Kiefern-Jungwuchs einzudämmen. Viele kleine Bäumchen werden so am Großwerden gehindert“, erläutert Sabine Gettner, Diplom-Biologin und Leiterin des Nationalparkhauses in St. Peter-Ording.

 

Sie ist mit Alicia Wagner, Martina Wendler, Lea Busch und David Benkel - jungen „Freiwilligendienst-Leistenden“ der Schutzstation Wattenmeer – In den Dünen um „Maleens Knoll“ unterwegs. Mit ihrem Handgerät rücken sie den bis hüfthohen Kiefern zu Leibe. Sie sind so noch leicht zu beseitigen. Möglichst tief werden auch schon die kleinsten abgeschnitten. Da Kiefern höchst selten wieder austreiben, werden die jungen Leute so vorsorgend tätig, bevor die Bäume zu groß werden und ihre Entfernung viel Aufwand erfordern würde.

 

Schon seit 2012 sind Freiwillige der Schutzstation in den Dünen aktiv, dabei vor allem in feuchten Dünentälern, in denen Maschinen schlecht einsetzbar sind bzw. Schaden anrichten würden. Inzwischen hat sich der Naturschutzverein auf Vorschlag des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) um die offiziellle Betreuung des FFH-Gebietes „Dünen St. Peter“ beworben.- In Vorbereitung ist für Maleens Knoll außerdem eine Dünenwanderung, die sich an eine Nationalparkhaus-Führung anschließt. Alicia Wagner erstellt dazu derzeit das Konzept. Ab April soll das schon umfangreiche Naturerlebnisangebot der Schutzstation dadurch erweitert werden.

 

Hric, 16. Februar 2017, www.jb-spo.de und HN

Beste Vorleserin kommt von der Gemeinschaftsschule Husum-Nord

Regionalentscheid für den Kreis Nordfriesland in der Nordseeschule St. Peter-Ording

 

Wer ist nun die beste Vorleserin oder der beste Vorleser des Landkreises Nordfriesland?  Beim Regionalentscheid des 58. Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels traten die Siegerinnen und Sieger aus den 6. Klassen von 13 Schulen – das sind fast alle im Kreis - zum Regionalentscheid in der Nordseeschule in St. Peter-Ording an. Das zeigte, welchen Stellenwert dieser Wettbewerb genießt und welcher Wert der Förderung der Lesefertigkeit in den Schulen beigemessen wird.- Die Fachschaft Deutsch hatte die Veranstaltung ausgezeichnet vorbereitet. Die Lehrkräfte Levka Thomsen und Albert Vietz hatten die Fäden in der Hand. Schulleiter Nils-Ole Hokamp begrüßte vor allem die fünf Jungen und acht Mädchen, die sich in ihren Schulen als Sieger qualifiziert hatten. Mit ihnen waren meistens die Eltern und Geschwister sowie auch ihre Lehrkräfte mit zu der Veranstaltung gekommen.

 

Per Losentscheid wurde die Reihenfolge für die erste Leserunde ermittelt. Den besten Acht stand später noch eine zweite bevor. Alle hatten zunächst den gleichen Auftrag: Sich selbst kurz vorzustellen, den Titel des Buches zu nennen, das sie für sich ausgewählt hatten, und eine Hinführung zu dem Abschnitt des Buches zu geben, den sie lesen wollten. Drei Minuten Zeit hatten sie jeweils für alles, um die Jury von ihren Lesefertigkeiten zu überzeugen. Die wurde gebildet von Kinderbuchautorin Patricia Schröder, der Mitarbeiterin der Gemeindebücherei Gaby Bombis und ihrem Sohn Joshua. Er hatte vor zwei Jahren nach dem Schul- auch den Bezirksentscheid als Bester bestanden und übernahm wegen kurzfristiger Verhinderung den Platz der Vertreterin des Buchhandels vor Ort. Schülerinnen und Schüler der Musical AG überbrückten die beiden Lesepausen in der ersten Runde mit Gesangsbeiträgen und machten schon einmal Lust auf „Felicitas Kunterbunt“.

 

Erstaunlich war dieses Mal die Homogenität der Schülergruppe im Hinblick auf Präsentation und Lesetalent. Gut verständlich, in Mimik und Betonung abwechslungsreich, lasen alle. Als Zuhörer bekam man richtig Lust, das jeweilige Buch selbst zu lesen. Es ging um interessante, witzige und spannende Tier- und Abenteuergeschichten und auch sehr ernste Themen. So hatte sich Lenja Petersen von der Gemeinschaftsschule Viöl/Ohrstedt/Haselund das Buch „Club der Roten Bänder“ von Albert Espinosa für ihren Lesevortrag gewählt. In ihm geht es u.a. um Krebserkrankung, aber auch um Magersucht. „Ich wollte das Buch unbedingt haben, nachdem ich im Fernsehen die gleichnamige Serie gesehen habe“, berichtete sie.

Die Jury hatte es nun in der Pause nicht so leicht, die Leser für die zweite Runde zu finden. Für die Gäste war alles vorbereitet. Schülerinnen und Schüler backten Waffeln, gaben Kuchen und Getränke aus. Gitta und Klaus Korth sowie Kerrin Bies aus Husum lobten die familiäre Atmosphäre bei der Veranstaltung: „Hut ab! Sehr viel Mühe gibt man sich hier.“ Verna Poikolainen aus Hollola in Finnland studiert in Lahti Deutsch und Französisch und ist zurzeit bei Familie Bies und in der Ferdinand-Tönnies-Schule zu Gast. „Der Wettbewerb interessiert mich. Die Kinder lesen gut und sprechen sehr deutlich. Ich habe alles verstanden“, sagte sie.

 

Nach Bekanntgabe der Zweitrundenleser las zunächst Patricia Schröder aus ihrem Buch „Larabella und das Geheimnis der Nachtkatze“. Es ist eine äußerst spannende und zur Altersstufe passende Geschichte, aus der dann jeweils in alphabetischer Reihenfolge weiter vorgelesen werden musste. Der Text war unbekannt, und es gab auch so einige Lesehürden durch nicht gerade bekannte Wörter und Namen. Diese Anforderungen meisterte Sarah Filipiak von der Gemeinschaftsschule Husum-Nord einfach am besten. Aber auch allen anderen konnte man wieder ein gutes Lesezeugnis ausstellen. Die beiden Nächstbesten waren an diesem Tag Lenja Petersen und Fynn Klinkhardt. Er besucht „Gymnasium und Gemeinschaftsschule des Schulverbandes Amt Föhr-Amrum“ in Wyk und hatte damit die längste Anreise. Für alle gab es als Anerkennung eine Urkunde und das Buch „Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel“ von Anja von Kampen sowie zusätzlich Beifall für das gezeigte Engagement, den aber auch für die Nordseeschule. Sarah Filipiak wird nun für die 6. Klassen des Kreises Nordfriesland  zum nachfolgenden Bezirksentscheid  fahren.

 

An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen. Mit rund 600.000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb Deutschlands größter Lesewettstreit. Er wird von der Stiftung Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Öffentliche Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch zu erregen, Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken, gehört zu den zentralen Anliegen des Vorlesewettbewerbes. Erstmalig fördern in diesem Jahr vier Sparda-Regionalbanken den Wettbewerb. Die Etappen führen über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale am 21. Juni 2017 in Berlin. Die über 600 Regionalwettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und anderen kulturellen Einrichtungen organisiert.

 

Hric, 16. Februar 2017, HN und www.jb-spo.de

Skulpturenpark auf der Sandbank?

 

Wer den Steg in Ording Nord von der Strandüberfahrt aus in Richtung Sandbank wandert und sich der Wasserkante nähert, der stutzt: „Das sah hier beim letzten Spaziergang doch anders aus?!“- In der Weite der Sandbank hinter dem Fahrradparkplatz zwischen der Silbermöwe und den Podesten ragen Skulpturen ähnlich eigenartige Wesen in den Himmel, und das nicht nur einmal.

 

„Götterfiguren?“ In Braak bei Eutin hatte man vor langer Zeit solche gefunden, aber nur zwei, Mann und Frau. Sie sind heute im Gottorfer Landesmuseum zu sehen. „Stonehenge?“ Auch daran mag man denken, aber solche Steine in St. Peter-Ording? Das kann nicht sein.- Kommt man dann näher, wird aus dem scheinbaren Spuk „bittere Wahrheit.“ Das sind die Pfähle von den Strandkorbpodesten. Haben sich hier einige mit Brennholz versorgt? –

 

Ja, als Brennholz wurden die Podestplatten und Bretter zum Teil tatsächlich verkauft. Die Podeste sind von den Bauhofmitarbeitern der Tourismus-Zentrale abgeräumt worden, und die waren nicht zimperlich.- Statt der vier alten Podeste werden zurzeit auf dem Bauhof die Podestplatten für zwei neue doppelt so große Strandkorbpodeste wie bisher gezimmert. Wenn dann der Frost vorbei ist, sollen neue Pfähle eingespült werden, um die Podeste vor Ort zu fertigen. Sie werden den Strandgästen einen guten Ausblick auf die Nordsee und über die Weite des Strandes bieten.

 

Jetzt aber haben Fotografen besondere Motive. Wie mag es wohl bei Nebel aussehen oder bei Mondschein in der Nacht bzw. wenn sich die Wellen an ihnen brechen oder im Gegenlicht? Oder bei Bearbeitung auf dem Rechner?

 

Hric, 09. Februar 2017, HN und www.jb-spo.de

PROJEKT „Promenadenerneuerung“

 

  • 2017 - SPO – Bestandsaufnahmen und Ortsentwicklung

 

Eines der seit 2016 in Planung befindlichen Projekte von Gemeinde und Tourismus-Zentrale im Rahmen des Tourismusentwicklungskonzeptes ist die Fortsetzung der Erneuerung der Promenade vom jetzigen „Minigolfplatz“ bis zum ehemaligen „Rollschuhlaufplatz“.

 

Die Umgestaltung des 1. Abschnittes der Umwandlung der „Kurpromenade“ in eine „Erlebnispromenade“ war 2008 abgeschlossen. Im Jahrbuch St. Peter-Ording 2008 wird ab Seite 28 über die Einweihung im Mai 2008 berichtet (www.jb-spo.de Home/Archiv/2008, pdf-Datei).

 

Die nachfolgende Fotoserie stellt den IST-Zustand im Monat Februar 2017 von der Buhne bis zum Beginn des Seedeiches beim Südstrand dar.

 

Siehe dazu auch www.jb-spo.de 2016

Februar            2016 wird ein Jahr der Maßnahmen und Planungen

September       Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besuchte Büsum und St. Peter-Ording

 

Buchtipp: Claus Heitmann „St. Peter-Ording – Eine Chronik in Bildern“ 2011, 2016 Neuaufl.

 

Hric, 11. Februar 2017, www.jb-spo.de

Aufräum- und Pflegearbeiten in der 2. Deichlinie am Dorfdeich

 

Der Dorfdeich

Der heutige Dorfdeich führt von der größeren Stöpe in der Dorfstraße in der Straße „Zum Südstrand“ oberhalb der „Historischen Insel“ Richtung Südstrand bis zu den Dünen hinter der Straße Kattrepel. Die beiden ehemaligen „Wachhäuser“ mit den blauen Fensterläden dort, ihnen gegenüber das weiße Strohdachhaus wie auch etwas davon entfernt das heutige Deichcafe liegen geschützt hinter ihm. Sie mögen noch einen Eindruck vermitteln, wie es vor 1910 gebäudemäßig hier ausgesehen hat, als es diese Stöpe noch nicht gab und der Weg aus dem Dorf Richtung Bad durch die kleinere am Anfang der Olsdorfer Straße führte. Deicheck war damals eine kleine Landstelle hinter dem Deich. Schafe grasten auf ihm.

Deichpflegearbeiten

Im Zuge des Umbaus Dorfstraße Nr.1 zum Cafe und Neubau des Doppelhauses Nr. 3 mit der Stirnseite zur Straße - früher war am Deich Längsseite üblich - hat man im Februar vergangenen Jahres diesen Teil der zweiten Deichlinie bereits aufgeräumt. Der starke zum Teil kräftige Baum- und Strauchbewuchs ist entfernt und der Deichkörper insgesamt in Ordnung gebracht worden. Das hat 2016 mehrere Tage in Anspruch genommen. Auch dieses Jahr waren die DHSV-Mitarbeiter Jörg Jessen und Andreas Gier wieder zu Deichpflegearbeiten angerückt. Es waren leichtere Arbeiten. Das Gestrüpp war insgesamt dünner und nicht so hoch. Als ausgebildete Baumaschinenführer und Schlosser ist das für sie Alltag; auch der Umgang mit Spaten, Schaufel und Harke und den verschiedensten Handgeräten gehört dazu. Den Deich haben sie manierlich hinterlassen.

 

Die 2. Deichlinie

Von der Olsdorfer Stöpe führt der Deich am Marktplatz vorbei – das ev. Gemeindehaus hat den Platz der alten Deichschule eingenommen - bis zur Großen Stöpe auf der Eiderstedter Straße und der Bövergeest. An sie schließt der Westmarker Deich an. Man könnte ihn als die Verlängerung dieses Dorfdeiches betrachten.- Das Anschlussdeichstück in die andere Richtung bis zum Dünenweg am Dorf entlang herum sichert die Häuser in der Dorfstraße. Dass die Straße da „Op de Diek“ heißt, kommt nicht von ungefähr, denn es war dort das Land auf, am und vor dem Deich. Bis auf den Deichabschnitt „Op de Diek“ – er gehört zur Gemeinde – bilden alle anderen heute die zweite Deichlinie. Sie und die Dünengebiete davor stehen unter der Aufsicht des Deich- und Hauptsielverbandes Eiderstedt.

Deich- und Hauptsielverband Eiderstedt

Der DHSV wurde am 16. September 1941 als Nachfolger des „III. Schleswigschen Deichbands“ in Garding (1803 bis 1941) gegründet. Er ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Rechtsgrundlage des Verbandes ist das Wasserverbandsgesetz (WVG). Im Herbst 2016 hat der DHSV seinen Sitz in Garding an die Poppenbüller Straße verlegt. - Zu seinen Aufgaben gehören in St. Peter-Ording

  • Hochwasserschutz mit Unterhaltung der Eider- und Mitteldeiche im gesamten Verbandsgebiet

  • Unterhaltung der Deichstöpen

  • Pflege des ca. 245 ha großen verbandseigenen Wald- und Dünengeländes in St. Peter-Ording

  • Teilweise Verpachtung der Mitteldeiche uam.

     

Hric, 08. Februar 2017, www.jb-spo.de

Reges Treiben auf dem Bauhof der Tourismus-Zentrale

 

Die Mittagspause ist vorbei. Bauhofleiter Jürgen Reimers hat an diesem 7. Februar, einem Dienstag gerade Verkaufsberater Rolf Ingo Boos von der Firma Hahne & Lückel GmbH für Stadtmobiliar zu Gast. Zu diesem Zeitpunkt geht es um neue Abfallbehälter für die Badbrücke. In Abstimmung an die gelben Lampen sollen sie farblich passen. Das ist kein Problem bei über 80 RAL-Farben. - Zu Stadtmobiliar gehört alles, was in einer Stadt benötigt wird: Bänke, Poller, Pfosten, Fahnenmasten, Fahrradständer und mehr. - Bernd Wieben, Landmaschinenmechanikermeister und sein Stellvertreter, kommt in den „Büroraum“ und klärt zwischendurch kurz etwas ab. Dann geht das Gespräch weiter. Der Behälter ist auf dem Bildschirm sichtbar.

 

Auf seine Leute kann sich Reimers verlassen. Sie sind draußen oder in den Werkstatträumen bzw. Hallen voll beschäftigt. Holz genug wartet auf die Verarbeitung. Bretter aus Lärche oder Kiefer, Pfähle, Kanthölzer oder was sonst benötigt wird, sind angeliefert und liegen an den freien Stellen neben abgebauten Treppenteilen und zwischen anderen Materialien gestapelt so bereit, dass die Transportwege zum Arbeitsplatz auch nicht zu lang werden. Hermann Gerkens ist gerade dabei, das letzte noch brauchbare Brett vom Transporthänger abzuladen und für Ordnung auf dem Bauhof zu sorgen.

 

Die feingeriffelten Lärchenbretter liegen für den Austausch des vor zwölf Jahren erneuerten Seebrückenstückes von der Buhne bis zur Mittelplattform bereit. Zigtausende sind in diesen Jahren über sie zur Arche Noah und zum Badstrand bzw. zurück vom Strand zur Buhne gegangen. Und immer noch sind die Besucher von der Seebrücke mit ihrem dem Wellengang nachempfundenen Bau und den schiefen gelben Solarlampen beeindruckt. Hinzu kommen die verschiedensten Sitzmöglichkeiten, die zum Blick über die Salzwiesen zum Südstrand, zur Arche Noah oder die Dünen und die Strandbar einladen. Wenn dann noch Strandsegler oder Kite-Buggys auf den Sandbänken unterwegs sind, ist das Nordseeflair vollkommen

 

An den Tagen zuvor hatten die Mitarbeiter am FKK-Strandabschnitt in Ording Nord vier Strandkorb-Podeste abgeräumt. Die Bretter sind bereits für die Verwertung als Brennholz abgeholt worden bzw. lagern in Westmarken bei der Wehle. Zwei neue große Strandkorbpodeste sollen entstehen. Die haben sich am Ordinger Strand großer Beliebtheit bei den Strandgästen erfreut. Aus der Podestperspektive hat man einen schönen Blick über den Strand. Die Strandbesucher in Ording Nord werden das bald zu schätzen wissen. Doch erst müssen dort neue Pfähle eingespült werden. Noch ragen die alten von den Bretterplatten befreit aus dem Strandsandboden von Ferne wie Skulpturen heraus. Wegen Frost kann jetzt nicht am Strand gearbeitet werden.

 

Die beiden Tischler Heiko Richter und Lars Jensen – er ist außerdem auch Fachangestellter für Bäderwesen - produzieren die Podestplatten. Sie bestehen aus je fünf Kiefernbrettern und haben die Größe 2,93 m x 1,03 m. Das ist das gegebene Maß, damit jederzeit bei allen Podesten ein Austausch von Platten möglich ist. Die Bretter und Latten liegen direkt neben der Produktionsstätte. Die beiden Bauhofmitarbeiter sind ein eingespieltes Team: Bretter auf die Latten legen, Überlängen absägen und nageln, Platten umdrehen und auf dem nächsten Stapel die Nägelspitzen ins Lattenholz umschlagen und dann bei Drehung um 180° auf der gerade vorher gefertigten Podestplatte ablegen. Wenn dann beim Aufbau des Podestes bzw. beim Abbau die Platten abgenommen werden müssen, hat man dank der umgehauenen Nagelspitzen die gesamte Podestplatte und keine einzelnen Bretter in der Hand. Das ist eben Handwerk: Gewusst wie!

 

In der Tischlerwerkstatt steht bereits der fertige Dachaufbau für das neue Kassenhäuschen „Südstrand“. Es wird so ähnlich und damit auch für den Strand passend aussehen wie die am Übergang „Köhlbrand“ und „Böhl“ und modernen Anforderungen gerecht werden. Olaf Peters und Jannik Batzlaff sprechen sich hier gerade ab. Das habe nichts mit dem Dach zu tun; dafür seien sie nicht zuständig. Das mache Thomas Plähn. Der sei in der Halle und dort mit dem Häuschen auch bald fertig, informierten sie sofort. Der Zimmermann war da dann auch bei der Arbeit. Zwischen Strandreinigungsmaschine, Strandkörben und anderem hat er seinen Arbeitsplatz für die Erstellung des Kassenhäuschens gefunden.

Die Malerwerkstatt ist das Reich von Manfred Widderich. Er lasiert die Sitz- und Rückenleisten für die Bänke, die dann aus ca. 300 Teilen insgesamt entstehen sollen. Sie werden auf den Treppenaufgangspodesten zur Aussichtsplattform beim Übergang Köhlbrand vor der Wetterstation ihren Platz finden. Allein 180 Leisten sind es. Alle Teile werden zweimal mit Lasurfarbe auf Wasserbasis gestrichen.- Sehr aufgeräumt war es bei ihm. Entflammbare Farben sind in Stahlschränken untergebracht, andere stehen im anderen Raum im Bord. Die bereits einmal lasierten Bänketeile lagern zum Trocknen auf Stehleitern. Wie alle anderen ist auch er mit seinem Arbeitsplatz sehr zufrieden. „Das ist hier sehr abwechslungsreich, und im Sommer sind wir draußen.“

 

Bernd Wieben ist auf dem Weg zu Jan Katryniak. Dieser glättet an den Schweißstellen die neuen Rahmen für die Bootsschuppen am Strand. Die Funken sprühen. Er ist sieht mit Gehör-, Augen-, Atem- und Mundschutz richtig vermummt aus. „Das ist notwendig“, sagt er. „Die beim Schleifen der verzinkten Rahmen entstehenden Abfallteilchen sind sehr giftig.“ Der Gießereimechaniker weiß das und beachtet die Gesundheitsvorschriften. Die Hallentore sind weit offen. Draußen stehen die Bootsschuppen.

 

Lars Hems verlässt einen anderen Teil des Gebäudes, und bei Jürgen Reimers ist das Gespräch noch nicht beendet. Aber man weiß zusammen, was man will. Rolf Ingo Boos ist am Schreiben des Auftrags. Johannes Mahnsen kommt rein. Er hat sein Tagespensum erfüllt und kann heute schon um 15:00 Uhr gehen. Für alle anderen sind es noch eineinhalb Stunden. Dann ist Feierabend. Mittwochmorgen um sieben geht es weiter. Arbeit gibt es genug. Auch der Fußgängersteg in Böhl soll in diesem Jahr noch erneuert werden, aber das ist nicht so dringlich wie die anderen Arbeiten, die letztlich bereits vor Saisonbeginn fertig sein müssen. Schließlich muss alles auch noch an seinen Platz am Strand.

 

Hric, 07. Februar 2017, www.jb-spo.de und HN

Februarsonnenwetter lockte

 

Das war wieder einmal so ein Glückstag! Nach dem Regen am Sonnabendvormittag klarte es in St. Peter-Ording zur Mittagszeit auf und das Sonnenwetter lockte. Auf der Seebrücke jedenfalls war es ein Kommen und Gehen, aber auch im Dorf, dem Böhler Deich und in Richtung Buhne waren viele Gäste unterwegs.

 

Manche von ihnen waren extra für dieses Wochenende aus Hamburg oder Hannover und auch spontan gekommen, wie ein jüngeres Paar aus Hamburg. Eine Großfamilie aus Uetersen hatte glücklicherweise über das Netz doch noch eine Unterkunft gefunden. Das sei gar nicht so leicht gewesen, für zwei Nächte mit den Enkelkindern unterzukommen. Nun waren sie auf dem Spielplatz an der Deichpromenade und wollten auch noch zur „Ponderosa“ am Strandweg.

 

Aber dieser Trupp auf der Seebrücke zog die Blicke einfach auf sich: 14 Golden Retriever und ein „schwarzer Gasthund“ – alle vorschriftsmäßig angeleint - kamen gegen 15 Uhr mit Herrchen und/oder Frauchen und Anhang vom Strand zurück. Die Retriever im Alter von elf bis eineinhalb Jahren entstammen alle dem Hause der Züchterin Tanja Kusber aus Averlak in Dithmarschen. „Das machen wir jedes Jahr einmal“, berichtete sie. Um 13 Uhr hatte man sich auf der Buhne getroffen. „Jetzt geht es zusammen mit allen Hunden ins Bistro Schulz“, betonte die Züchterin. Für dieses Hundefamilientreffen war man sogar extra aus Aurich, Bad Malente und Osnabrück angereist. - Da kann man denn bei 31 Menschen und 15 Hunden nur noch „wow“ sagen!

 

Hric, 04. Februar 2017, www.jb-spo.de

Multimar Wattforum- Verkloor'n op Platt

 

Ankünnigt weer dat, wat dat an eersten Sünndag in’n Monat Februar en Führung op Platt för dat Multimar Wattforum in Tönn geev. 25 Lüüd, grote un ok lütte un meist al Plattsnackers, kunn Ranger Ruth Hartwig-Kruse denn ok begrööten. Se is op Nordstrandischmoor op de Norderwarft to Hus un för Nordstrand as Ranger tostännig. Eer Kolleeg dorbi is Ranger Frerk Petersen ut Arlewatt. Mit em wesselt se sik af. He kann ok Platt snacken un is dat näste Mol an den eersten Sünndag in‘n März in Tönn an de Reeg. Darno is dat bet to’n Harfst eerst mol wedder vörbi mit Platt in Multimar. Wenn wullt, kannst avers to al Tied en extra Veranstalten buchen.

 

Niegeerig weern se al, de nu mit Ruth Hartwig-Kruse in’t Multimar op Tour weern. Eerst wies se den Globus un verkloor, worüm de Nationalpark Wattenmeer so wichtig is un worüm dat ok Unesco Weltnaturerbe wurrn is. Dat is wegen de Vagels, de nu bald weer ut eer Winterquartiere trüch kamt un in’t Wattenmeer Rast mokt, um sik Fett antofreeten. Se wüllt jo noch wieder, na Sibirien oder woanners hen in Norden. Un in’n Harfst is dat ni anners. Denn geiht wedder in’n Süden. In’t Wattenmeer gifft dat för se jümmers noog to Freeten, üm sik Fettreserven för de näste Etapp antofreeten.

 

To eere Nahrung hört ok Muscheln un Würmer un ganz veel annere lütte Organismen in’t Watt. Sö güng dat nu na ünnen. Dor kunnst meist denken, weerst sülmst en Muschel un hangst dor baben an de Deek. Man schall sik dat jo ok vörstellen, wo dat so ünner Sand un Slick in‘t Watt utsüht. An de Wand harrn se en Modell vun de „Pisster“ anbröcht. So warrt de Sandklaffmuschel nöömt, wo se doch bi dat Trüchtrecken vun eern Rüssel so’n Strahl Water rutdrückt, meist as wenn se pissen deit.- Denn güng’t wieder to de Waterbecken mit Ebbe un Flot un Wellen, mit Seesterns un Krabben un Einsiedlerkrebse. Wat sik so’n Seestern ok vun Muscheln ernährt, kann‘ sik meist ni vörstelln. Aver’t is’t so. He umschlütt de Muschel mit sien Arms un knackt de Schalen twei. In een vun de Aquarien kunnst in’e Eck en lütten Oktopus sehn. Wenn de Rangerin uns dat ni wiest harr, wi harr’n dat ni markt, wat dor en liggen dä.

Wo düsse Tiere nu vun de Wale freeten war’t, gung dat dorhen und orbi an de „lütten“ Meeressäuger Seehund un Kegelrobbe vörbi. Dor verkloor se, wat so’n lüerlütt Seehund, de man eben op’e Welt kamen is, swimmen kann, avers eerst vun sien Modder „Titt“ kriggt. In’e Natur is eben allen’s regelt.- Um de Eck güng dat to den Pottwal, de sik vör Römö mit sien Trupp verirrt harr un denn ni mehr trüch funn un starven müss. Alln’s Mögliche, sogar Plastistikkisten, hett man in sien Maag funn un ganz veel Tintenfischköppschalen. De Elfenbeintähn in sien Kiefer sünd dörch Plastiktähn ersett wurrn; sülmst de würrn af un an klaut, vertell Ruth Hartwig-Kruse.

 

De letzt Station weer dat grote Aquarium mit de Meeresfische as Rochen, Bütt un annere. Peter Bartels vun NDR weer ok mit in de Grupp. He wull nu vun de Gäst weeten, wat se wat lehrt harr‘n un wo se dat so op Platt gefall’n har. „Wi hebbt extra op düssen Dag luert“, seggt een. Un een vun de Jungs funn dat mit de „Pisster“ richti good. Dorbi keem man denn ok noch so’n lütt beten in’t Snacken. Dat güng üm den Rotschenkel un den Austernfischer un anneres. So weet de een un de annere nu ok noch, wat de Vagels in’t Plattdütsche na eere Ruflaute nöömt war’t. So heet de Rotschenkel „Tüüter“ und de Austernfischer „Kadiet“.

 

Hans Jörg Rickert, 05. Februar 2017, www.jb-spo.de

Positive Jahresbilanz des Vereins KulturTreff e.V.

„Engagement und Einsatz der Ehrenamtler sind enorm – ohne sie geht es nicht“

 

Der Verein KulturTreff St. Peter-Ording ist Betreiber des Museums Landschaft Eiderstedt (MLE). Er wurde eigens zu diesem Zweck im Jahre 1998 gegründet. Der Vorstand des Vereins und ein Team von Ehrenamtlichen gewährleisten gemeinsam mit der Museumsleiterin Sabine Graetke (seit Oktober 2015; vorher Peter Bothe) und den stundenweise beschäftigten Kräften Ute Oldenburg und Stefan Brauer den Betrieb des Museums. Die Gemeinde St. Peter-Ording unterhält das Museum, dessen Sammlung sich im Haus Jensen (Jahr 1752) in der Olsdorfer Straße befindet. Sie trägt auch die Personalkosten, an denen sich der Verein KulturTreff auf der Grundlage von Vereinbarungen in einer Größenordnung von über 23.000 € beteiligt. Die Versicherungskosten für das Inventar trägt das Amt Eiderstedt. Vorsitzende des Vereins mit 197 Mitgliedern ist weiterhin Hilke Herzberg. Ihre Vorgänger waren Dr. Dieter Undeutsch (bis Nov. 2010) und Peter Brancke (bis Jan. 2014).

 

Wechselvoll ist die Geschichte des MLE. Es hat seinen Ursprung einer Initiative des Tönninger Bürgermeisters Ehrich im Jahre 1902 zu verdanken, der die Bevölkerung der Stadt zum Spenden von "Alterthümern" aufrief. 1946 beschloss der erste neue Kreistag die von der britischen Militärverwaltung genehmigte Neueinrichtung des Museums in St. Peter. In Tönning waren die Voraussetzungen nicht mehr gegeben. Im September 1951 konnte es dann an seinem heutigen Standort als "Eiderstedter Heimatmuseum" neu eröffnet werden. Unterhalten wurde es bis 1998 vom Kreis Nordfriesland. 2004 erfolgte die endgültige Rückkehr zur Selbstständigkeit Das gesamte Inventar wurde an das "Amt Eiderstedt" übergeben. Jetzt erhielt es auch seinen heutigen Namen. Seit 2014 ist das MLE eines der allerersten zertifizierten Museen in Schleswig Holstein. Zur Betreuung des Museums waren und sind bis heute immer zusätzliche ehrenamtliche Helfer bereit.

 

Hilke Herzberg konnte zur Mitgliederversammlung über ein Viertel der Mitglieder begrüßen, unter ihnen die Bürgermeister von Kirchspiel Garding Richard Merkner, Vollerwiek Volker Holdack und Tating Hans Jacob Peters, Sigrid von Dohlen für den Landfrauenverein Eiderstedt, Hans Meeder für den Heimatbund Landschaft Eiderstedt, Hans Georg Hostrup für die IG Baupflege, Gudrun Fuchs für den Friesischen Verein und für St. Peter-Ording den stellv. Bürgermeister Richard Flohrs Richardsen sowie die Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport Wiltrud Kraas und Amtsvorsteher Christian Marwig. Dieser machte in seinem Grußwort die Bedeutung des MLE deutlich: „Die Geschichte unserer Landschaft wird hier in diesem Haus erzählt.“

 

In ihrem Jahresbericht blickte Hilke Herzberg zurück auf ein „turbulentes Jahr“. Die AG Ortschronik war aufgenommen worden, nachdem sie im Wesentlichen ihre originären Aufgaben wahrgenommen hatte und sich ihre weiteren Ziele mit denen des KulturTreff deckten. Kurz zusammengefasst sind das Pflege und Erhalt des kulturellen Erbes der „Landschaft Eiderstedt“, Bestandsaufnahmen und Archivierung unter besonderer Berücksichtigung gerade auch von St. Peter-Ording und die aktive Unterstützung des laufendenden Betriebes des Museums mit Besichtigung, Führungen, Ausstellungen und Veranstaltungen. So soll u.a. das kulturelle Leben für Einheimische und Gäste gefördert werden.- Claus Heitmann ist für die Archive zuständig, die vor einigen Jahren zusammengeführt worden sind. Die „historische Insel“ mit dem Backhaus gilt als Außenstelle des Museums und wird von Walter Petersen verwaltet. Eine neue Satzung soll für den Verein „KulturTreff“ erstellt werden, um diesem umfassenden Auftrag Rechnung zu tragen.

Herausragendes Ereignis in 2016 war die mit vielen Herausforderungen verbundene Erstellung der neuen Dauerausstellung „Vom Armenhaus zum Badeparadies“ und ihre Eröffnung am 14. Oktober. Das Echo ist ausgesprochen positiv. Das war es auch bezüglich der insgesamt mehr als 15 anderen Veranstaltungen, u.a. im Rahmen der Reihen „Musik und Literatur unter Reet – seit 10 Jahren setzt Sigrid Haeder ihr den Stempel mit inzwischen oft „Ausverkauft“ auf“ – und „Museum im Gespräch“. Am „Donnerstag im Dorf“ präsentierte sich das MLE mit Kunsthandwerkern außerdem wöchentlich im Juli und August. Überaus groß war das Interesse an der erstmals 2016 durchgeführten „Eiderstedter Kunstsprechstunde“. Sabine Graetke konnte bei gezählten 6272 Besuchern – einschließlich Trauungen und Veranstaltungen - eine Zunahme von über 1000 bei den Museumsbesichtigungen verzeichnen. Sie gab einen groben Ausblick auf die Veranstaltungen in 2017. U.a. ist mit lokalen Partnern ein Eiderstedt-Tag in Planung. Den Monat Februar über hofft das Museum auf den Besuch (kostenfrei!) möglichst zahlreicher Multiplikatoren für das MLE von  Bildungseinrichtungen, Reiseveranstaltern u.a.m.

 

Schatzmeister Ove Ohls konnte bei einer Vermögensminderung von immerhin noch unter 4.000 € bei Aufwendungen in Höhe von fast 97.000 €, davon 63.198,82 € für die neue Dauerausstellung, bescheinigen, „man sei mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Der Verein hat hier um die 6.000 € beigesteuert. „Ohne die Ehrenamtler könnte man das allerdings ‚alles vergessen‘. Deren Engagement und Einsatz ist enorm.“ Kassenprüfer Wolfgang Bury und Bärbel Steinert lobten die Kassenführung, so dass einer Entlastung des Vorstandes nichts mehr im Wege stand.

 

Aus dem Vorstand schieden Eva-Maria Domnik und Gudrun Fuchs aus. Diese hielt ein eindringliches Plädoyer für den kooperativen Zusammenhalt auf Eiderstedt von MLE in St.Peter-Ording, Haus Peters in Tetenbüll, Packhaus Tönning und Haus Spökenkieker in Olversum. Die Leitung der Vorstandswahlen hatte Hans Meeder übernommen. Mit den bestellten Vertretern (Beisitzer) von Richard-Flohrs Richardsen (Gemeinde St. Peter-Ording), Christian Marwig (Amt Eiderstedt) und Hans-Georg Hostrup (HLE) setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Hilke Herzberg (1. Vors.), Petra Jänsch (stv. Vors.), Walter Petersen (2. stv.Vors.), Ove Ohls (Schatzmeister), Wolfgang Meyer (Schriftf.), Claus Heitmann (Beisitzer).

 

Hric, 28. Januar 2017, HN und www.jb-spo.de

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