2017  Januar

TZ im Dialog am 25. Januar 2017 - Kohle, Mäuse, Kies - wie finanziert sich der öffentliche Tourismus im Land?

 

Die Finanzströme im touristischen System des Landes sind komplex. Die Kommunen, Organisationen und Institutionen im touristischen System sind über Steuern und Beiträge, Fördermittel, Mitgliedschaften, Kooperationen miteinander verflochten.

 

„In diesem System größtmögliche Handlungsspielräume für die Tourismusakteure und die Tourismuskommunen zu sichern, um die nach wie vor anstehenden Herausforderungen der Zukunft zu meistern, ist eine Herkulesaufgabe, der sich alle Beteiligten gemeinsam annehmen müssen“, so Catrin Homp, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Schleswig-Holstein e.V. (TVSH). Sie war als Referentin im DÜNEN-HUS zu Gast und beschrieb und erläuterte das zum Teil unübersichtlich wirkende Finanzierungssystem Tourismus. Wer zahlt ein? Was bleibt hier bei wem hängen? Wer profitiert vom Tourismus in Schleswig-Holstein?

 

Rainer Balsmeier, Bürgermeister und Tourismus-Direktor von St. Peter-Ording wurde dann im Anschluss konkret: Er gab Einsichten in die bisherigen Investitionen sowie Entwicklungen des Ortes der letzten Jahre und deren Auswirkungen auf die touristische Wertschöpfung. „Tourismus schafft insbesondere in strukturschwachen Regionen, wie wir es sind, Einkommen, Beschäftigung und Lebensqualität für die Bevölkerung“, so Balsmeier.

 

Unter den fast fünfzig interessierten Gästen waren seitens der Eiderstedter Kommunen der Amtsvorsteher und gleichzeitig auch Bürgermeister von Tümlauer Koog Christian Marwig sowie seine Bürgermeisterkollegen Olaf Dircks aus Westerhever, Volker Holdack aus Vollerwiek und Dirk Lautenschläger aus Welt anwesend. Gekommen war auch der Behindertenbeauftragte der Stadt Husum Hans Böttcher. Moderiert wurde die Veranstaltung von der stellv. Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff.

 

Hric, 25. Januar 2017, www.jb-spo.de

Zur weiteren Information hier der Bericht aus der Redaktion der Husumer Nachrichten, Ausgabe Nr. 26 vom 31. Januar 2017

 

Wirtschaftsmotor Tourismus

Nicht nur die Urlauber lieben St. Peter-Ording, auch Handel, Handwerk und Gewerbe profitieren vom Boom im Badeort. Mehr als 200 Millionen Euro Umsatz wurden dort 2016 generiert.

Zu einem modernen Badeort hat sich St. Peter-Ording in den vergangenen Jahren gemausert, vom Charme der 1970er Jahre ist im öffentlichen Bereich nichts mehr zu sehen. 54 Millionen Euro sind in den vergangenen 23 Jahren in mehr als 60 Projekte geflossen, 34,5 Millionen Euro davon hat der Ort übernommen, 19,5 Millionen Euro kamen als Zuschüsse. Hat sich das gelohnt? Dieser Frage ging Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier in der jüngsten Ausgabe von „TZ im Dialog“ nach, in der es um Finanzierung des öffentlichen Tourismus ging. Es hat sich gelohnt, so sein Fazit, dass er mit eindrucksvollen Zahlen untermauerte. St. Peter-Ording wird bei den Urlaubern immer beliebter: Waren es 2006 noch 208.009 Gäste, die für gut zwei Millionen Übernachtungen sorgten, waren es im vergangenen Jahr nach ersten Berechnungen mehr als 350.000 Urlauber und mehr als 2,3 Millionen Übernachtungen – so viele wie noch nie.

Mehr Gäste geben auch mehr Geld aus, wie die Umsatzentwicklung im Nordseebad beweist: 2006 wurde n 143,4 Millionen Euro an Umsatz gemacht, 2014 schon 183,6 Millionen Euro. Für 2016 geht die Tourismus-Zentrale (TZ) von mehr als 200 Millionen Euro aus. Grundlage für diese Berechnung ist die Tourismusabgabe, die jeder Betrieb, der vom Urlaubsgeschäft direkt oder indirekt profitiert, in St. Peter-Ording zahlen muss. Dadurch floss auch mehr Gewerbesteuer in die Gemeinde- und damit auch an Land und Bund: Bis 2006 waren es durchschnittlich 600.000 Euro im Jahr, 2015 fast das Vierfache: nämlich 2,3 Millionen Euro. Für 2016 sollen es sogar 3,7 Millionen Euro sein. Diese Steigerung führt Balsmeier auch auf die geänderte Struktur der Beherbungsbetriebe zurück. Waren es früher viele private Vermieter, die keine Gewerbesteuer zahlten, so ist die Zahl der Steuerpflichtigen innerhalb von fünf Jahren von 355 auf 400 gestiegen, allerdings mussten davon 2013 nur 216 tatsächlich Gewerbesteuern zahlen, 2008 nur 188. Für den insgesamt positiven Trend sorge auch, dass immer mehr Menschen sich auch in der Nebensaison, im Herbst und Winter, erholen wollen, wie auch das vergangene Schulzeugnis-Wochenende bewiesen hat.

Für die Region hat die Modernisierung St. Peter-Ordings unter anderem den Effekt, dass es dort mehr Arbeitsplätze gibt: 2005 gab es 1962 sozialversicherungspflichtige Stellen, 2015 schon 2482. Aus Eiderstedt pendeln 872 Arbeitnehmer nach St. Peter-Ording, im Ort selbst leben 830. Aus Garding kommen 303, aus Tönning 250. Und damit sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzt, versicherte Balsmeier zum Abschluss: „Die Iden gehen uns nicht aus. Wir wollen gesund wachsen und St. Peter-Ording fit machen für die Zukunft.“

Dass St. Peter-Ording in den vergangenen Jahren alles richtig gemacht habe, versicherte Dr. Catrin Homp, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Schleswig-Holstein. „St. Peter-Ording ist bundesweit ein leuchtendes Beispiel.“ Sie hatte zuvor über die Geldströme zwischen öffentlicher und privater Hand im Tourismus in Schleswig-Holstein referiert. Investitionen – künftig in immer kürzeren Zyklen – seien sehr wichtig, denn die Ferienorte und -regionen stünden wegen der Globalisierung mit der ganzen Welt in Konkurrenz. „Es drängen sehr viele Destinationen mit hoher staatlicher Unterstützung auf den Markt“, so Catrin Homp. Schleswig-Holstein ist auf einem guten Weg, wie sie deutlich machte. So entwickele sich die Nebensaison zur Hochsaison. Das Land liege beim Wachstum vor Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. „Man spricht wieder über Schleswig-Holstein.“

 

von Ilse Buchwald, erstellt am 31. Januar 2017 11 Uhr

 

WILLKOMMEN bei den Nordseelern

OFC Nordseeler St. Peter-Ording zittert mit seinem HSV

 

Im nächsten Jahr gibt es den Offiziellen Fan-Club Nordseeler 10 Jahre. Das will man dann auch feiern. Das jedenfalls schlug die Vorsitzende des OFC Jasmin Jansen-Sievers anlässlich der Mitgliederversammlung im Cafe Lutz vor und regte an, sich darüber Gedanken zu machen, wie das ablaufen könnte. Sie erinnerte an den Besuch von Rene Adler und bedankte sich für die Treue und den Zusammenhalt sowie die Unterstützung bei der Vereinsarbeit.

 

Beim HSV hätten die Nordseeler ein hohes Ansehen erlangt und in Schleswig-Holstein und in Hamburg einen Namen. „Den haben wir uns erarbeitet. Die Nordseeler stehen für Werte. Wir reden nicht nur von Fairness und Respekt, wir leben sie auch. Wir versuchen zu integrieren, anstatt zu spalten. Wir sind gut vernetzt und gehen freundschaftlich miteinander um.“ Es sei nicht zufällig, dass der HSV in seiner Vereinszeitschrift vom August mit den Nordseelern für neue Fanclubs geworben habe.

 

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde Horst Laube als stellv. Vorsitzender wiedergewählt. Inge Knorr und Owe Owesen sind Kassenprüfer. Als neue Mitglieder wurden Nina und Traute Karkowski, Axel von Velde und Rüdiger Grassy begrüsst.

 

Im Anschluss wurde auf dem Großbildschirm im Cafe Lutz das Spiel gegen den VFL Wolfsburg gesehen, das dann leider in Unterzahl mit 1:0 verloren ging. Dass an diesem Sonnabend gegen Ingolstadt ebenfalls, und zwar mit 3:1, wieder eine Niederlage stand, wurmte, aber man zittert jeden Spieltag für seinen HSV mit. Alle Clubmitglieder wünschen sich doch so sehr etwas mehr als nur den Klassenerhalt.

 

Hric, 29. Januar 2017, www.jb-spo.de

 

Siehe Jahrbuch SPO 2016 Mai „Rene Adler bei den Nordseelern“

Jugendfeuerwehr St. Peter-Ording verstärkt die Aktiven

 

Wie im vergangenen Jahr bekommen die Aktiven wieder Verstärkung aus der Jugendabteilung. Frithjof Siercks, Jasper Hansen, Gonne Voß und Benjamin Nagel – er konnte bei der Jahresversammlung nicht dabei sein – gehören demnächst zur Freiwilligen Feuerwehr St. Peter-Ording. Ivo Schade war dieses Mal die einzige Neuaufnahme. Statt früher drei gibt es auch nur noch zwei Gruppen. Insgesamt 22 Jugendliche gehörten bisher der Jugendwehr an.

 

Zum Jugendgruppenleiter wählte der Feuerwehrnachwuchs Tjade Kloth, zu ihren Gruppenführern Malte Peters und Jendrik Vergin. Wiedergewählt wurden Lea Ebsen als Schriftwartin und John-Luik Mahrt als Gerätewart. Toni Thurm ist Jugendfeuerwehrwart.- Für die Ausbildung bringen sich Andreas Eisermann, Paul Manthey, Kay Hesselbarth, Lisa Hesselbarth, Frederike Hansen, Oguzhan Tekbas  und Bjarne Grehm aus der Reihe der Aktiven ein.

 

Gemeindewehrführer Norbert Bies ist sichtlich stolz auf seine Jugendabteilung, die seit Dezember 1995 existiert. Anerkennende Worte gab es von ihm, aber auch von Amtswehrführer Heinz-Dieter Hecke, dem stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Timon, dem stellv. Landrat Jörg-Friedrich v. Sobbe und dem stellv. Bürgermeister Richard-Flohrs Richardsen.

 

Sie alle hatten eine beeindruckende Jahresversammlung erlebt, in der Frithjof Siercks als bisheriger Jugendgruppenleiter über das umfangreiche Tätigkeitsfeld berichtete und Malte Peters den Kassenbericht abgab. Schon in der Jugendabteilung stimmt die Moral!- Den Kassenprüfungsbericht hatte Carsten Eritt vorgetragen. Die Entlastung des Vorstandes war für die Jugendlichen keine Frage.

 

Hric, 28. Januar 2017, www.jb-spo.de

Jahresempfang 2017 von politischer und kirchlicher Gemeinde

Rückblick auf 2016 und vor allem Vorausblick

 

Lebhaft, informativ und fröhlich sowie unterhaltsam war der gemeinsame Jahresempfang, zu dem kirchliche und politische Gemeinde in das ev. Gemeindehaus in St. Peter-Ording eingeladen hatten. Vertreter von deren verschiedenen Gremien sowie von Vereinen und Einrichtungen und viele Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gerne gefolgt. Unter ihnen konnte Pastorin Regine Boysen insbesondere auch den stellvertretenden Landrat Jörg Friedrich von Sobbe und den Bürgermeister Hans Jacob Peters aus Tating begrüßen. In der Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating sind die beiden politischen Gemeinden vereinigt.

 

Dem Empfang war ein Gottesdienst vorangegangen, den die Pastorin mit ihrem Amtsbruder Pastor Manfred Rosenau gemeinsam feierte. Er hielt die für den dritten Sonntag nach Epiphanias vorgesehene Predigt zur Geschichte des Hauptmanns von Kapernaum. In Sorge um seinen kranken Knecht wendet sich der Römer um Rat an Jesus. Der Kranke wird gesund. „Manchmal ist da ein Hauptmann, damit es uns gut gehe“, zog der Pastor die Bilanz. Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen begleitete mit Posaunenchor und Orgelspiel den Gottesdienst. Eine von ihm selbst komponierte „Canzonette in F“ beschloss diesen. Der Beifall für ihn und seinen Posaunenchor blieb nicht aus.

 

Unter dem Motto „Erzähl doch mal“ eröffnete Bürgervorsteher Boy Jöns den Reigen der Vortragenden. Herausragendes Ereignis in 2016 sei für ihn die Nationalparkpartnerschaft (NPP) gewesen, berichtete er auch im Rückblick auf die Gründung des Nationalparkes Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer 1985, die sich bei allen Anfangsproblemen als richtig erwiesen hat. Dazu erzählte er aus seiner Jugendzeit als 15jähriger vom „Buttfischen“ mit seinem Vater. Die Hälfte der Plattfische habe „blumenkohlartige Geschwüre“ gehabt. „Da muss etwas getan werden“, sei da seine Erkenntnis gewesen. Sein Bekenntnis für die NPP war so auch eindeutig: „Alles das, was wir in St. Peter-Ording tun, beruht auf unserer Lage an der Nordsee mit ihren Dünen und ihrem Strand. Heute haben wir gemeinsam ein Ziel: Erhalt dieses Naturraumes ! Wir wollen unseren Gästen diesen Strand auch in Zukunft bieten können.“

 

Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier schloss sich nahtlos an. 2016 habe man bei mehr als 350.000 Übernachtungsgästen 2,3 Mio Übernachtungen gehabt. Dazu kamen noch 526.000 Tagesgäste. Das ist bisher der höchste Stand, der jemals gezählt wurde. Das Betriebsergebnis des Eigenbetriebs Tourismus-Zentrale weise mindestens 1,2 Mio € Gewinn aus, und auch der Gemeindehaushalt werde positiv abschließen. Als herausragend bezeichnete er dann den erhofften Beginn des Ausbaus der Böhler Landstraße, mit dem man noch bis 2019 zu tun haben werde. Wenn die Wirtschaftspläne für TZ und Gemeinde auch 2017 noch auszugleichen sein werden, werde das schwieriger. Man hoffe, dieses aber ab 2019 auch meistern zu können. Schwerpunkte der Arbeit sind das Tourismusentwicklungskonzept (TEK), und darin einbezogen das für den Strand, sowie die in Diskussion befindlichen Konzepte für Camping und Einzelhandel. Für das TEK betonte Balsmeier „die einmalige Herangehensweise um das Zusammenspiel von Tourismusentwicklung und der besonderen Berücksichtigung der Einwohnerschaft von St. Peter-Ording.“ Mit vier Hotelprojekten - Köhlbrand, Golf in Böhl, Standort Bauhof und drei Grundstücken „Strandpromenade“ - wolle und habe man sich außerdem noch auseinanderzusetzen.

Hervorzuheben sei als politisches Ziel die Gewinnung neuer Einwohner mit Hauptwohnsitz, u.a. durch Eigentumbildungsmaßnahmen und wie im Ketelskoog durch Wohnbauprojekte. Die führten zu Finanzverbesserungen im Gemeindehaushalt. Das sei aber eine Daueranstrengung.- Die Lage am Ordinger Strand mit dem Rücken der Wasserkante um pro Jahr acht Meter in Richtung Deich (in zwanzig Jahren sind das 160 m!), Straßenbau und Kanalisation sowie Klärwerk waren weitere Punkte, bevor er den Blick auf die Tatsache lenkte, dass die Gemeinde St. Peter-Ording am 1. Januar 2017 fünfzig Jahre existiert.

 

So erinnerte er rückblickend auf den erforderlichen Zusammenschluss aufgrund des Baus eines Wellenbades, das dann 1968 eröffnet werden konnte. 1877 erstes Hotel, 1957 Entdeckung der Schwefelquelle, 1997 Dünentherme waren Punkte, die er nannte, wie auch die Tatsache, dass Wilhelm Bahrenfuß am 13. März seit fünfzig Jahren der Gemeindevertretung angehören wird. Nach der Wahl der Gemeindevertreter am 5.März 1967 war an diesem Datum die konstituierende Sitzung gewesen. Erster Bürgermeister wurde am 1. Juli dann Wilhelm Otto Schlüter (sh. Heft 14 der AG Ortschronik von 1992 und www.jb-spo.de 2017). - An den Grundthemen habe sich in den 50 Jahren relativ wenig geändert, meinte Rainer Balsmeier abschließend, ehe er allen ehrenamtlich Tätigen herzlich für ihr hervorragendes Engagement dankte.

 

„Aufstehen und sich bewegen“ hieß es dann in Anlehnung an das Reformationsjubiläum seitens Pastorin Regine Boysen, die den neu gebildeten Kirchengemeinderat als „eine wunderbare Mischung aus langjährigen und neuen Mitgliedern“ bezeichnete. Sie nahm Bezug auf Luthers Thesenanschlag und bat um Beachtung der Veranstaltungen auch zu diesem Ereignis. Dass sich in der Urlauberseelsorge mit zusätzlich einer halben Stelle seitens der Nordkirche für eine pädagogische Zusatzkraft, besetzt mit Henrik Kloth, sowie ebenfalls einer halben Stelle durch den „Verein andere Zeiten“ für das missionarische Musikmobil viel tut, stellte Diakonin Andrea Streubier vor. Jugendzentrumsleiter Daniel Schädler berichtete zum Neubau für die Verwirklichung des Konzeptes zur Zusammenlegung von Offener Ganztagsschule und Jugendzentrum in 2017. Brigitte Ranft-Ziniel erläuterte die Herausforderungen an die Kita heute im Vergleich zu der Zeit vor 25 Jahren und die Notwendigkeit neuer Räumlichkeiten, damit die Kita mit Familienzentrum dem vielfältigen Bildungsauftrag auch gerecht werden kann.

 

Pastor Rosenau, seit September 2016 mit einer halben Stelle tätig in der Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating für die seit Oktober pensionierte Pastorin Eva Hoefflin, bekannte in seiner Vorstellung: „Ich bin sehr gerne bei Ihnen.“ Er beschloss den Reigen, indem er allen mit den Worten der „Leuchtturm-Karte“ des Ev.-Luth. Kirchenkreises Nordfriesland wünschte: „Ein Licht am Horizont führe Dich zum Ziel.“

 

Viele Lichtpunkte hatte es an diesem Jahresempfang gegeben. „Erzähl mal“ war jetzt bei einem Imbiss an den Tischen angesagt. Das tat man überall gern.

 

Hric, 22. Januar 2017, www.jb-spo.de

Bürgermeister und Tourismusdirektor Rainer Balsmeier

 

 

Jahresempfang am 22. Januar 2017 im evangelischen Gemeindezentrum                                                     

Rede von Herrn Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier

 

 

Sehr geehrte Frau Boysen,

Herr Bürgervorsteher Jöns,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

auch ich wünsche Ihnen im Namen der Gemeinde St. Peter-Ording und der Tourismus-Zentrale ein frohes, neues Jahr, vor allem wünsche ich Ihnen aber im Jahre 2017 viel Gesundheit und auch natürlich wirtschaftlichen Erfolg bei ihren Tätigkeiten.

„Erzähl mal …“ heißt es zum zweiten Mal beim gemeinsamen Jahresempfang der Gemeinde St. Peter-Ording und der Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating.

Wir wollen dies einerseits wörtlich nehmen, aber nicht in dem Sinne, in dem aus-schließlich von dieser Stelle hier erzählt wird und Sie zuhören, sondern dass Sie und wir insbesondere nach den offiziellen Worten wirklich an den Tischen miteinander und untereinander ins Gespräch kommen.

Deshalb werde ich mich auch in diesem Jahr deutlich kürzer fassen als im letzten Jahr.

Natürlich beginne ich auch dieses Jahr mit einem kurzen Rückblick.

Nachdem zum jetzigen Zeitpunkt die offiziellen Übernachtungs- und Gästezahlen noch nicht vorliegen, ist trotzdem eine vorsichtige Schätzung möglich. Aus allen anderen Zahlen lässt sich der relativ sichere Schluss ziehen, dass das Jahr 2016 im Vergleich mit dem des Jahres 2015 noch erfolgreicher war. Dies heißt im Vergleich zu 2015 mehr als 350.000 Gäste haben den Ort St. Peter-Ording im Jahr 2016 aufgesucht. Diese machten insgesamt über 2,3 Millionen Übernachtungen in unserem Ort. An Tagesgästen kamen noch einmal gezählte und damit erfasste 526.000 Gäste hinzu.

Dies ist der höchste Stand an Gästen und Übernachtungen, der jemals offiziell gezählt wurde. Das Betriebsergebnis des Eigenbetriebes Tourismus-Zentrale wird in jedem Fall mindestens 1,2 Millionen Euro Gewinn betragen. Auch der Abschluss des Gemeinde-haushaltes wird im Jahre 2016 positiv abschließen.

All dies ist erstmal ein - zumindest was die reinen Zahlen angeht - rundum zufrieden-stellendes Ergebnis.

Herausragend für die Gemeinde St. Peter-Ording ist im vergangenen Jahr sicherlich gewesen, dass nach endlosen Vorbereitungen und Problemen der Ausbau der Böhler Landstraße begonnen werden konnte. Sie haben es sicherlich verfolgt und auch bereits zur Kenntnis genommen, dass wir noch mindestens in den Jahren 2017/18 bis ins Jahr 2019 mit dieser umfangreichen Baumaßnahme zu tun haben werden. Ich glaube, es lohnt sich allerdings, wie die Ergebnisse des 10. Bauabschnittes aufzeigen.

Die zurzeit in der Aufstellung befindlichen Wirtschafts- beziehungsweise Haushaltspläne für das Jahr 2017 für den Eigenbetrieb Tourismus-Zentrale und für die Gemeinde St. Peter-Ording werden insgesamt beide auszugleichen sein. Die wirtschaftliche Problematik wird sich wohl erst ab dem Jahr 2019 eventuell zeigen, wir hoffen jedoch, dass wir auch diese Probleme in den kommenden Jahren noch meistern können. Woraus diese Probleme unter anderem resultieren, wird noch Gegenstand der Ausführungen zum Thema Ausblick auf das Jahr 2017 und folgende sein.

Kommen wir deshalb auch direkt zu diesem Ausblick auf die nächsten Jahre. Ich möchte dabei lediglich zwei oder drei Schwerpunkte ansprechen.

Einer der Schwerpunkte besteht eindeutig in den zahlreichen Konzeptentwicklungen, die hoffentlich insgesamt im Jahre 2017 abgeschlossen werden können. Bei der einen oder anderen Planung könnte das allerdings knapp werden. Dabei muss vor allem das in der Aufstellung befindliche Tourismus-entwicklungskonzept genannt werden. Bestandteil dieses Tourismusentwicklungskonzeptes ist auch ein Strandentwicklungskonzept. Darüber hinaus werden in weiteren in der Diskussion befindlichen Konzepten das Thema Camping und das Thema Einzelhandelskonzept abzuarbeiten sein.

Beim Tourismusentwicklungskonzept geht es insbesondere in einer bisher einmaligen Herangehensweise um das Zusammenspiel von Tourismusentwicklung und der besonderen Berücksichtigung der Einwohnerschaft der Gemeinde St. Peter-Ording. Ich möchte hier und heute nur zwei große Projektlinien ansprechen. Zum einen ist innerhalb des Ortes bereits bekannt, dass wir uns noch mit vier Hotelprojekten auseinandersetzen wollen und müssen. Köhlbrand, eventuell Golf in Böhl, der heutige Standort des Bauhofes im Dorf und die drei Grundstücke an der Strandpromenade sind hier vorrangig zu nennen.

Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf den Veränderungen im Bereich des Ordinger Strandes. Wir werden als Ort die natürlichen Gegebenheiten anerkennen und respektieren müssen. Die Wasserlinie verschiebt sich circa 8 Meter pro Jahr in Richtung Deich. Bei unserem Strandentwicklungskonzept ist sicherlich ein Zwanzigjahreszeitraum anzulegen, so dass die Wasserlinie innerhalb der nächsten 20 Jahre sich um circa 160 Meter verschieben wird oder könnte. Dies bedeutet schlicht und ergreifend, dass wir die am Strand befindlichen Gebäude im Ortsteil Ording nach hinten verlagern müssen.

Sie werden sich sicherlich vorstellen können, welche immensen finanziellen Aufwendungen damit verbunden sein werden.

Für den Bereich der Gemeinde St. Peter-Ording seien als Zukunftsprojekte einerseits einige rein bauliche Maßnahmen erwähnt. Dazu zählen neben Kanalsanierung und Straßenverbesserung natürlich auch Investitionen in die Kläranlage der Gemeinde St. Peter-Ording: Alles immer finanziell fordernde Maßnahmen.

Hervorzuhebendes politisches Ziel und Ziel aller in der nächsten Zeit ist es allerdings, neue Einwohner mit Hauptwohnsitz in St. Peter-Ording zu etablieren. Dies soll unter anderem durch Wohnbauprojekte (siehe insbesondere Wohnungen im Bereich Ketelskoog) als Mietwohnungen und Mietwohnungen im sozialen Wohnungsbau aber auch durch weitere Eigentumsbildungsmaßnahmen ermöglicht werden.

Die Gemeinde St. Peter-Ording benötigt mehr Hauptwohnsitznehmer, die letztlich in einem großen Maße zu Finanzverbesserungen innerhalb des Gemeindehaushaltes führen werden. Dies wird für uns aber eine Daueranstrengung bedeuten.

Das soll es bereits zum einen von meiner Seite aus gewesen sein. Ein sehr kurzer Rückblick und ein auch kurz gewählter Ausblick auf das Jahr 2017 beziehungsweise die Folgejahre. Damit wäre ich eigentlich am Ende meiner Ausführungen angelangt, wenn da nicht noch ein weiteres Thema zu behandeln wäre. Vielleicht haben dieses Thema die wenigsten von Ihnen im Blick, aber

  • am 01.01.2017 wurde die Gemeinde St. Peter-Ording 50 Jahre alt. Wer etwas mehr und vor allen Dingen Näheres zur Entstehungsgeschichte wissen möchte, dem empfehle ich das Jahrbuch St. Peter-Ording von Herrn Panskus und Herrn Rickert  und das Heft Nummer 14 „Aus der Ortsgeschichte“ der Arbeitsgemeinschaft Ortschronik St. Peter-Ording von 1992, wo zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen der Gemeinde St. Peter-Ording von Hermann Niehus ein umfassender Bericht erschienen ist. Der Titel lautete „Der lange Weg der Vereinigung von St. Peter und Ording“.

Ich möchte an dieser Stelle einige Stichworte doch erwähnen, die ich allesamt aus dem Jahrbuch St. Peter-Ording entnommen habe. Dazu muss man vielleicht zunächst einige Stichworte der gemeinsamen Interessen und der Zusammenarbeit der beiden Gemeinden seit vielen Jahrzehnten vor der Vereinigung von St. Peter und Ording benennen:

  • Feuerlöschwesen seit 1907/1909

  • Ausbau der Gemeindestraßen

  • Zusammenschluss der beiden Gemeinden zum Amt St. Peter-Ording 1948

  • 1949 Beginn des Ausbaus durch eine gemeinsame Bauleitplanung

  • 1955 Zusammenlegung der Geschäftsführung der beiden Kurverwaltungen im Rahmen einer Verwaltungsvereinbarung anstelle eines Zweckverbandes

  • 1965 nach Errichtung der Zentralschule durch die Gemeinde St. Peter, die Bildung eines Schulverbandes zwischen den beiden Gemeinden

Die beiden Gemeinden, die neben den genannten Punkten auch über viele andere Gemeinsamkeiten immer gut zusammenarbeiteten, wollten, sie wissen es, ein gemeinsames Wellenbad zur Attraktivitäts-steigerung des Ortes bauen. Das konnten sie jedoch nur mit Hilfe des Landes finanzieren. Das Land drängte auf einen Zusammenschluss der Gemeinden. 1966 sagte Ording „ja“, aber 1967 sollte ein neues Landesgesetz kommen, in dem nur noch Gemeinden ab 5000 Einwohner das Recht auf einen hauptamtlichen Bürgermeister haben sollten. Beide Gemeinden kamen aber nicht auf so viele Einwohner. Also einigte man sich, schloss sich zusammen und schrieb noch schnell die Stelle eines hauptamtlichen Bürgermeisters aus. Es klappte! Das Wellenbad konnte gebaut und der neue hauptamtliche Bürgermeister gewählt werden.

Am 13.12.1966 beschließt dazu die Landesregierung, dass die Gemeinden St. Peter und Ording mit Wirkung vom 01.01.1967 zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen St. Peter-Ording vereinigt werden. Gleichzeitig wird das Amt St. Peter zum 31.12.1966 aufgelöst.

Bis zur Funktionsfähigkeit der Organe beauftragte der Innenminister den bisherigen ersten stellvertretenden Bürgermeister Warn mit der Wahrnehmung der Aufgaben a) der Gemeindevertretung und b) des Bürgermeisters sowie des 1. stellvertretenden Bürgermeisters. Die Wahl der neuen Gemeindevertretung fand am 05.03.1967 statt. Zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister wird, mit Wirkung ab 01.07.1967, Otto Schlüter gewählt.

Wenn Ihnen einige der Begründungen oder der Diskussionen aus dieser Zeit vielleicht ansatzweise bekannt vorkommen, so kann man auch feststellen, dass sich in dem einen oder anderen Punkt innerhalb von 50 Jahren relativ wenig geändert hat.

Einen Hinweis möchte ich mir an dieser Stelle noch zum Schluss erlauben. Die konstituierende Sitzung fand am 16.03.1967 statt. An diesem 16.03.1967 war auch Wilhelm Bahrenfuß als Mitglied der Gemeinde St. Peter-Ording gewählt worden. Er ist es bis zum heutigen Tage und wird demzufolge am 16.03.2017 seine 50 jährige Zugehörigkeit zur Gemeindevertretung feiern dürfen. Ich denke, dass hat einen Applaus verdient.

Jahre mit der 7 haben scheinbar eine besondere Bewandtnis für unseren Ort: 140 Jahre erstes Hotel in SPO (1877), 60 Jahre Schwefelquelle (1957) und 20 Jahre DÜNEN-THERME neu (1997). Dieses letzte Datum habe ich gewählt, weil sich das Wellenbad der 7 knapp entzogen hat und 1968 die Einweihung stattfand.

Zum Schluss möchte ich mich auch in diesem Jahr wieder bei allen ehrenamtlich Tätigen bedanken, egal in welchen Bereichen sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit wahrnehmen. Das Engagement im ehrenamtlichen Bereich trägt zur Lebendigkeit unseres Ortes bei und ohne dieses Engagement wäre die Gemeinschaft in einer Kommune nicht aufrecht zu erhalten.

Vielen Dank dafür! Ich wünsche Ihnen jetzt nochmals ein gutes Jahr 2017 und uns gemeinschaftlich noch einige schöne Stunden am heutigen Tag.

Vielen Dank.

Klicken Sie an: 50 Jahre Gemeinde St. Peter-Ording  im JAHRBUCH

Aussichtsplattform Ording liefert unvergessene Eindrücke

Der Aussichtspunkt in den Dünen vor der Wetterstation ist wieder zugänglich

 

Wer glaubt, die Tourismus-Zentrale und ihre Mitarbeiter schöben in dieser Jahreszeit eine ruhige Kugel, der irrt. Nach der Saison ist vor der Saison. Dafür muss alles vorbereitet werden, damit es dann auch top ist. Das gilt nicht nur für die Planung der Veranstaltungen, genauso für die Strände und ihre Bereiche.

 

Seit halb acht sind die Mitarbeiter des Bauhofs Heiko Richter und Jannik Batzlaff an diesem winterklaren sonnigen und frostigen Montag bei der Arbeit. Solches Wetter mögen sie. Vom Übergang Köhlbrand aus sind sie kaum zu entdecken. Sie werden die Erneuerung der Treppe zur Aussichtsplattform voraussichtlich beenden können. Die bietet einen wunderschönen Fernblick in alle Himmelsrichtungen über die Dünen mit den Strandseen und die Strände bis weit aufs Wasser von der Seebrücke im Bad bis zum Leuchtturm Westerhever. Wie klein dann alles scheint! Zwischen Fahrradparkplatz und Kassenhäuschen führt ein Weg zu ihr und dann weiter durch die Dünen zum Strand. Er ist mit einem in Bildtafeln ausgeführtem Besucherinformationssystem ausgestattet. Empfehlenswert!

 

Die alte Treppe aus Kiefernholz war marode geworden. Reparatur allein war nicht mehr sinnvoll. So ist sie jetzt erneuert worden. Sieben Meter oberhalb des Dünenweges erhebt sich weiterhin die alte Plattform aus Eichenholz. Dieses ist noch gut. Insgesamt vier Treppen aus unbehandelter Lärche mit einer Ausladung bis zu 5,85 m und insgesamt 55 Stufen mit einem 39 cm breiten Auftritt lagern auf den drei zwischen ihnen angebrachten Podesten bzw. oben auf der Plattform. Sie ruhen auf Lärchenpfählen, die zuvor einen Meter in den Dünensand eingespült worden sind. Die drei Podeste sind bei 5,50 m Länge und 3 m großzügig so bemessen, damit beidseitig noch Bänke Platz haben. Der Höhenunterschied von Stufe zu Stufe ist 12 cm. Der Aufstieg ist bequem. Lärchenholz ist wegen seines größeren Harzgehaltes und des dadurch vorhandenen natürlichen Holzschutzes für solche Strandbauten besser geeignet als Kiefer. Etwa 20 Jahre gibt man den neuen Treppen und Podesten. Die Gesamtkosten für dieses Projekt betragen 32.000 €.

 

Für den jüngeren gelernten Tischler und Zimmermann Jannik Batzlaff ist es das erste Projekt für die TZ. Erst von Dezember an gehört er zum Bauhof-Team. Heiko Richter ist ebenfalls Tischler und gehört seit 1999 dazu. Er hat bereits im November die Treppenwangen, Riffeldielen, Pfosten und Latten vorbereitet. Das Holz ist gehobelt, die Kanten sind gefast. Von Dezember an waren die beiden nun Tag für Tag draußen an ihrem Arbeitsplatz, wenn sie wegen der vergangenen stürmischen Wetterlagen nicht woanders gebraucht wurden. Schadensbehebung hatte dann Vorrang. Das regelt Bauhofleiter Jürgen Reimers, der sie auch für dieses Projekt eingeteilt hat. Mangel an Arbeit gibt es nicht. So entsteht zurzeit unter den Händen anderer tatkräftiger Mitarbeiter ein neues Kassenhäuschen für den Südstrand. Demnächst kommt wieder eine Holzlieferung. Der Fußgängersteg in Böhl wartet nach dem Radfahrersteg im vergangenen in diesem Jahr auf seine Erneuerung.

 

Für die Wintergäste ist der Aufstieg auf die Plattform inzwischen wieder möglich. Im Sommer könnte sie sich dann auch als Geheimtipp zur Sonnenterrasse entwickeln. Die Bänke werden schon vorher dazu einladen.

 

Hric, 16. Januar 2017, www.jb-spo.de und HN

Das „Deicheck“ hat sich zum „Deicheck Café“ gemausert

 

Gleich hinter der Stöpe des alten Dorfdeiches mit der historischen Insel direkt gegenüber dem Bauhof und dem Alten Rathaus mit der TZ präsentiert sich das alte „Deicheck“ in der Dorfstraße Nr.1 in neuem Glanz. Statt Abriss ist hier ein Wunder passiert: Der alte Bau wurde entkernt, neu aufgebaut und auch unter Verwendung alter Deckenbalken richtig schön aufgehübscht.

 

Seit dem 18. Jahrhundert hat hier nachweisbar ein Haus gestanden. Im Brandkataster ist 1774 der Name Johann Schultz angezeigt. Hinrich Lorenz Deusen ist 1846 Besitzer. der kleinen Landstelle von 8 Demat. In der Gebäudesteuerliste von 1867 ist er eingetragen mit einem Wohnhaus, massiv, mit Stroh gedeckt, Zustand mittel, Garten 36 Ruten, 1 heizbare und eine nicht heizbare Stube, Küche, Keller, Kammer, Stall und Tenne (sh. Ortschronik 2013 Heft 27, S. 118 ff., Dorfstraße 1, Haus Nr. 75). Zeitweise ist das Haus auch vermietet gewesen. 1932 (1929 ?) hatte der Landarbeiter Hans Tetens das Haus mit der kleinen Landstelle gekauft. Sein Sohn Peter – er ist im April 2015 verstorben – hat es mit seiner Frau Inge bis zuletzt bewohnt. Auch an Gäste wurde vermietet.

 

Wo in den 30iger Jahren ein Schuhmacher in einer Schusterstube seiner Arbeit nachging und wo Menschen ihre Wohnung und zum Teil auch ihr Auskommen hatten, ist jetzt das ausgesprochen gemütlich eingerichtete „Deicheck Café“ direkt hinter dem Deich entstanden. Es duckt sich scheinbar an diesen, ist aber räumlich gut bemessen und bietet Platz für viele Cafebesucher. Dagmar und Stefan Jensen und ihr Team sind glücklich, dass es nun fertig ist, und viele Gäste gerne kommen und auch schon wiederkommen. Seit gerade drei Wochen ist es von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 13:00 bis 18:00 (Winterzeiten) geöffnet.

 

Die Bilderserie gibt einen Überblick vom Abriss des in den 60iger Jahren gebauten Hauses für Hans und Martha Tetens, wo derzeit ein Doppelhaus seiner Vollendung entgegen geht, und der Entwicklung des alten „Deicheck“ zum „Deicheck Café“.

 

Hric, 15. Januar 2017, www.jb-spo.de

Dieser Tisch ist eine Spende von

 

Strandholz für zu Hause

Inneneinrichtung

www.strandholz.info

 

Bei Verkauf kommt der Erlös von 650,- € zu 100 % der

DLRG Sankt Peter-Ording zu gute.

Hiermit soll für das neue DLRG-Einsatzfahrzeug

noch ein Digitalfunkgerät im Wert von 650,- €

beschafft werden.

 

Maße  ca. 100 x 60 x 44 cm (L x B x H)

 

Der von Heiko Richter gefertigte Tisch aus Strandholz steht in St. Peter-Ording in der Badallee 38 im Laden CHARISMA und wartet auf seinen Verkauf als Spende für die DLRG St. Peter-Ording. Deren Technischer Leiter Einsatz Nils Stauch, Inhaber des Ladens Peter Weltle und Heiko Richter wollen gerne, dass das auch bekannt ist und trafen sich deshalb vor kurzem bei CHARISMA, um für den Verkauf des Tisches zu werben.

 

Peter Weltle kommt aus Jossgrund im Spessart. 25 Jahre hat er in St. Peter-Ording Urlaub gemacht. Die Luft hier tat ihm immer gut. So entschieden seine Frau und er sich sich für die Einrichtung des Ladens CHARISMA im ehemaligen Restaurant „Fischerhütte“. Im März 2016 hat er seinen Laden eröffnet und hofft, für sich damit eine neue Existenzgrundlage geschaffen zu haben.

 

Heiko Richter wohnt in Wöhrden. Er arbeitet in St. Peter-Ording und kam auf die Idee, in seiner Freizeit etwas aus Strand- und Treibholz zu machen. Stammholz, Bretter, Kanthölzer und Abfallholz gibt es an den Stränden reichlich. Das Aussehen des Holzes und die unterschiedlichen Holzarten waren ihm aufgefallen. Struktur und Maserung insbesondere faszinierten ihn. „Mit diesem Holz muss doch was anzufangen sein“, dachte er sich, und kam auf die Idee, in seiner Freizeit aus Strandholz etwas zu tischlern. Erst war es mehr so Spielerei nach dem Motto, einfach mal so experimentieren. Dann fing er an, auch Möbel zu tischlern und fand Interessierte für diese originellen handgemachten Unikate. Schon wenn man über das Holz streicht, scheint es irgendwie zu leben. Sogar bedrucken lässt es sich.- Sein Strandholz sucht Heiko Richter an den Stränden von St. Peter-Ording. Dabei achtet er auf Material mit typischer Struktur, die sich durch den stetigen Einfluss von Wind, Wasser, Wellen, Sand und oftmals viel Zeit herausgebildet hat. Unter seinen Sammelstücken befindet sich sogar eine alte Schiffsplanke mit Bronzenägeln. Sein Nebengewerbe mit dem Firmennamen „Strandholz für zu Hause“ ist angemeldet.

 

Peter Weltle und Heiko Richter haben einander „entdeckt“. Die „Strandholzmöbelidee“ passt zum Laden, und so ein Tischler hat auch noch Ideen für die Ladengestaltung. Es passte einfach. So stehen „Möbel für zu Hause“ aus Strandholz dort nun zum Verkauf.

 

Der Weg bis dahin ist allerdings vor allem mit viel Vorbereitungsarbeiten verbunden. Das Holz muss nach dem sorgfältigen Aussuchen geeigneter Stücke entsandet und gründlich gereinigt werden. Trocknen, Bürsten, Schleifen folgen als nächste Arbeitsgänge. Je nach Möbelstück muss zugeschnitten werden. Alle Einzelteile werden separat lackiert und schließlich mit Metallschrauben aus A2-Stahl unsichtbar verschraubt. Für den zu Gunsten der DLRG gefertigten Couchtisch benötigte er ca. 15 Stunden. Einen hat er bereits der DLRG für ihr Gebäude in der Bövergeest gespendet.

 

Für die über den Verkauf erhaltene Spende will die DLRG ein Funkgerät beschaffen. Nils Stauch erläuterte dazu: „Das dringend benötigte neue Einsatzfahrzeug, ein VW-Amarok, konnte Weihnachten endlich bestellt werden. Dafür hatte die DLRG St. Peter-Ording um Spenden geworben, und wir sind auf vielfältige Art großartig unterstützt worden, damit das möglich werden konnte. Auch VW hat seinen Teil dazu beigetragen. Nun müssen wir noch Rettungsgerät, Ausrüstung und Zubehör beschaffen. Dazu gehört u.a. das Digitalfunkgerät Tetra-BOS zum Preis von 650,- €. Für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sind ganz bestimmte Vorgaben hinsichtlich der Gerätschaften zu erfüllen.“

 

Wer also den Tisch erwirbt, tut Gutes für die DLRG und damit auch für die Allgemeinheit, für sich selbst und wegen der Verwendung von Altholz im Sinne der Nachhaltigkeit auch zu Gunsten der Natur.

 

Hric, 14. Januar 2017, www.jb-spo.de

Kirchengemeinderat kann seine Arbeit aufnehmen

 

Lichtdurchflutet präsentierte sich die St. Peter-Kirche an diesem 2. Sonntag nach Epiphanias den Gottesdienstbesuchern und den Mitgliedern des alten und des neuen Kirchengemeinderates. Pastorin Regine Boysen und Pastor Manfred Rosenau war die Freude auf diesen anlässlich der Entpflichtung der ausscheidenden Mitglieder und Verpflichtung der neuen Kirchenvorsteher festlichen Gottesdienst mit Abendmahl anzumerken. Wegen mehrerer in Stufen erfolgter Strukturveränderungen in der Nordkirche hatte der alte KGR über acht Jahre die Pflichten als geistliches Verwaltungsgremium wahrgenommen. Jetzt dauert die Amtszeit wie vorgesehen sechs Jahre.

 

Weihnachten und an den Tagen darauf ist die Geburt Christi in der Weihnachtszeit in den drei Kirchen St. Nikolai in Ording, St. Magnus in Tating und St. Petri in St. Peter-Dorf in der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating mit Urlaubern und Gästen gefeiert worden.- Licht und Glanz seien in die Dunkelheit gekommen. Nun habe uns der Alltag wieder, meinte Regine Boysen in ihrer Predigt, fügte aber gleich in Anlehnung an den Predigttext - 2. Buch Mose, 33. Kap., Vers 17-23 – aus dem Alten Testament hinzu, dass Gottes Menschwerdung für uns auch Folgen habe. Wir wollten wie Mose zwar Gottes Angesicht sehen, könnten das aber nicht. In seinen Zeichen aber werde er uns sichtbar. Er ist uns nahe. Des dürften wir gewiss sein.

 

Das konnte man in diesem Gottesdienst mit seinen Liedern und Texten spüren. „Der Morgenstern ist aufgedrungen“ vermittelt Freude und „Ich singe meinem Gott von ganzem Herzen“ betont den Glauben an ihn und seine Zusage. Die brauchen wir und unter uns besonders die Kirchenvorsteher, denn sie sollen Entscheidungen treffen zum Wohle der Gemeinde. So heißt die Gelöbnisformel dann auch: „Ich gelobe vor Gott und dieser Gemeinde, das mir anvertraute Amt als Mitglied des Kirchengemeinderats gemäß dem Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und im Bekenntnis der evangelisch-lutherischen Kirche bezeugt ist, zu führen. Ich bin bereit, gemäß der Verfassung Verantwortung zu übernehmen für die Leitung der Kirchengemeinde, den Gottesdienst, für die diakonischen und missionarischen Aufgaben sowie für Lehre, Leben und Ordnung der Kirche.“ Passend dazu war vorher das erste Lied (Nr. 124) aus dem Pfingstfestkreis „Nun bitten wir den Heiligen Geist gesungen worden.“

 

Mit herzlichen Dankesworten entließen Pastorin Regine Boysen und Pastor Manfred Rosenau Ulrike Felsch, Christoph Jensen, Petra Jöns und Hans Jacob Peters aus ihren Ämtern als Kirchengemeinderäte. Jeweils zu zweit wurden die neuen Mitglieder verpflichtet und nahmen gemeinsam ihr Amt mit dem Sprechen der Gelöbnisformel an. Weiterhin sind Wolfgang Beushausen, Claudia Boyens, Gudrun Fuchs, Conrad Klützke, Waltraud Rüß, Andrea Streubier, Helmut Walter und Ruth Welk als gewählte Mitglieder dabei. Über die Wahl sind neu hinzugekommen Gaby Bombis und Bodo Scheffels. Zu Mitgliedern berufen worden sind Claudia Stranegger und Jörg Honecker. Kraft Amtes sind die Pastoren Mitglieder des insgesamt 14köpfigen Gremiums.

 

Von Freitag bis Sonnabend haben sich die Mitglieder des neuen KGR im Christian Jensen Kolleg in Breklum auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Im Anschluss an den Gottesdienst fand nun gleich die konstituierende Sitzung statt. Damit ist der KGR dann auch handlungsfähig. Zur Vorsitzenden wurde Regine Boysen gewählt. Ihre Stellvertreter sind Wolfgang Beushausen und Gudrun Fuchs.

 

Hric, 15. Januar 2017, www.jb-spo.de

 

Siehe unter www.jb-spo.de  2016 Oktober

Oktober: Wahl Kirchengemeinderat / November: Neuer Kirchengemeinderat gewählt

 

Bauhof hat den Weihnachtsschmuck im Ort entfernt

 

Epiphanias ist gewesen. Die Sternsinger waren unterwegs.- Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass im Norden die Weihnachtszeit beendet ist. Bis zum 2. Februar könnte der Weihnachtsschmuck bleiben. Da ist „Maria Lichtmess“. Der Tag heißt auch „Bauernneujahr“. Dann sind seit Weihnachten 40 Tage vergangen. Die katholische Liturgie sieht an diesem Tag die Feier der „Darstellung des Herrn“ vor. Damit endet die Weihnachtszeit wirklich.

 

Die Mitarbeiter des Bauhofes waren deswegen in den vergangenen Tagen unterwegs und haben den Weihnachtsschmuck in Form der fünfzehn schönen großen Tannenbäume an den markanten Punkten im Ort sowie die Sterne und Girlanden bei den Stöpen entfernt. In zwei Kolonnen waren sie unterwegs.

 

Die großen Bäume müssen erst von den Lichterketten befreit werden. Danach kommt der zweite Trupp und legt den jeweiligen Baum um. Das ist zwar viel einfacher als das Aufstellen, dauert aber auch seine Zeit. Der untere Teil des Baumes wird bis etwa 1 m Höhe von den Zweigen befreit. Dann wird ein Seil oberhalb angebracht, der Baum an der Fallseite gekerbt und danach in der Regel von der gegenüberliegenden Seite so weit angesägt, bis er bei Zugkraft richtig fällt. Manchmal klappt das mit dem Seil nicht so, dann hilft Männerkraft.

 

Bis zu einem Meter tief war der Stamm im Boden in einem Stahlrohr von 300 mm Durchmesser fest verkeilt. Verwundert ist man schon, wie wenig so aufeinander gepackt nachbleibt, wenn ein großer Tannenbaum entzweigt und sein Stamm in Stücke zersägt worden ist. Insgesamt bis zu acht Mitarbeiter der Bauhofmannschaft sind mit den Abräumarbeiten zwei Tage voll beschäftigt.

 

Die Tannenbäume stammen aus dem Aukrug. Dort sind sie nicht allzu weit vom 77 m hohen Boxberg an der B 430 zwischen Hohenwestedt und Neumünster zu ihrer stattlichen Größe herangewachsen, gefällt, abgeholt und zum 1. Advent rechtzeitig in St. Peter-Ording aufgestellt worden. Licht haben sie in die dunkle Jahreszeit gebracht und Einheimische wie Gäste erfreut. Ihre zersägten Stämme werden nun als Brennholz verkauft. Die Zweige aber erfreuen uns demnächst auf andere Weise wieder.

 

Derzeit werden sie bei der Wehle in Westmarken zwischengelagert und dann nämlich entweder zur Biike oder zum Osterfeuer unterhalb der Buhne im Bad zum Tannenhaufen aufgeschichtet. Dann können sich am Biiketag oder Ostersonnabend alle statt der Bäume an den zum Himmel gerichteten Flammen erfreuen, denen sie als „Nahrung“ dienten.

 

Noch einmal „Danke“ an die Männer vom Bauhof und an die Gemeinde, dass das jedes Jahr vor der Adventszeit und nach der Weihnachtszeit so selbstverständlich und reibungslos zu unser aller Freude geschieht.

 

Hric, 12. Januar 2017, www.jb-spo.de

Winterimpressionen vom Ordinger Strand

 

Die Mittagsflut war gerade vorüber. Sturmtief „Egon“ hatte über Nacht bei Vollmond für einen hohen Wasserstand gesorgt. Das Wasser war nicht so hoch aufgelaufen, aber noch weit genug, dass die Sandbank in Ording fast ganz und beim Übergang Köhlbrand immerhin auch teilweise überflutet war. Der weitere Sandabbruch an den Dünenkanten fällt auf, und es ist zu bemerken, dass die Zufahrt auf den Ordinger Strand weiter an Breite zugenommen hat.

 

Hric, 13. Januar 2017, www.jb-spo.de

15. Januar 2017   Ordentlich was los ...

Winterruhe beim Ausbau der Böhler Landstraße

 

Mit dem Ausbau von Eiderweg/Böhler Landstraße hat man im Juli 2016 begonnen (www.jb-spo.de  2016 Juli ab 16.). Die Gesamtbaustrecke ist 3,357 km lang. Sie reicht vom Wittendüner Kreisel bis zum Ortsausgang in Süderhöft, Abzweigung zum Golfplatz. In insgesamt zehn Bauabschnitte ist die Strecke eingeteilt.

 

Seit Jahren hat sich die Gemeinde St. Peter-Ording mit dem Kreis Nordfriesland um den unbedingt erforderlichen Ausbau der maroden Straße bemüht. Als feststand, dass Mittel des Landes Schleswig-Holstein nicht zur Verfügung ständen – man war immer wieder vertröstet worden – hat sich der Kreis mit der Gemeinde zügig entschlossen, die Finanzierung zu tragen und den Ausbau auf den Weg zu bringen. Bestimmte Maßnahmen, z.B. die Erneuerung der Trinkwasserversorgung, waren in Erwartung eines schneller möglichen Ausbaus schon Jahre vorher vorgenommen worden. Das hatte den Straßenzustand nicht gerade verbessert.

 

Im März 2016 wurden die Anlieger in einer Einwohnerversammlung über den Ausbau, den voraussichtlichen Ablauf, die Ermittlung der Kosten und deren Abrechnung gerade auch hinsichtlich der Beiträge für die Anlieger informiert (www.jb-spo.de 2016 März). Im Zuge der Bauarbeiten werden alle Regen– und Schmutzwasserleitungen, die Fahrbahn und die Gehwege erneuert. Träger der Baumaßnahme sind der Kreis Nordfriesland und die Gemeinde St. Peter-Ording. Die Straßenbaulast übernimmt für Fahrbahn und Radfahrstreifen der Kreis, für Gehwege, Straßenbeleuchtung und -entwässerung sowie Park- und Bushaltebuchten die Gemeinde. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf rund 2,3 Mio €. Die Gesamtsumme ist mit 5,2 Mio € veranschlagt.

 

Mit dem südlichen Ende, dem zehnten Bauabschnitt mit einer Länge von fast einem Kilometer – Eiderweg und Böhler Landstraße bis Campingplätze – war im Juli gestartet worden. Zum Mai wird der Ausbau dort fertiggestellt sein. Dieser Straßenabschnitt ist deswegen für den Durchgangsverkehr voll gesperrrt gewesen. Für die Anlieger war die Zufahrt trotz erheblicher Behinderungen bis auf Ausnahmen weitgehend möglich. Information über auch für sie befristete Sperrung erfolgte rechtzeitig mit Hinweis auf mögliche zwischenzeitliche Ausweichparkplätze. Das war z.B. während der Asphaltierungsarbeiten im Oktober erforderlich (www.jb-spo.de 2016 Oktober). Einzig die Zufahrt zum Böhler Strand blieb stets zugänglich.

 

Der 10. Bauabschnitt ist deswegen in zwei Teilabschnitte unterteilt worden. Bis zur Überfahrt Böhler Strand ist die Straße einschließlich Deckschicht fertig. Gehwege etc. sind in Arbeit. Eine Seite ist bezüglich des Fußweges fast abgeschlossen, auf der gegenüberliegenden Seite haben die Arbeiten daran erst begonnen.- Im Teilabschnitt 10.2 von der Abzweigung zum Böhler Strand bis zum Beginn der Campingplätze (Rosencamp Kniese) sind bis jetzt die Vorarbeiten und die Verlegung der Kanalrohre erfolgt. Der übliche Vorgang Abfräsen der alten Asphaltschicht, Sicherstellung der Entwässerung für die Kanalarbeiten und deren Durchführung sowie Wiederherstellung einer Befahrbarkeit sind bis Weihnachten abgeschlossen worden. Jetzt ruht die Baustelle (Winterzeit).

 

Seit kurzem steht der Zeitplan für die weiteren Bauabschnitte.

 

Hric, 11. Januar 2017, www.jb-spo.de

Zeitplan für den weiteren Ausbau der Böhler Landstraße steht

 

Eine Woche ist das Jahr 2017 alt. Als erster eröffnete der Ausschuss für Bauwesen und Verkehr der Gemeinde St. Peter-Ording den Reigen der Sitzungen; dieses Mal war man im Strandgut Resort. Der Zeitplan zum weiteren Ausbau der Böhler Landstraße und das Fassen des Entwurfs- und Auslegungsbeschlusses für den Bebauungsplan Nr. 25 – 3. Änderung – für das Gebiet südlich der Dorfstraße (Kinderspielhaus und Wäldchen), östlich der Straße „Am Wäldchen“, nördlich des „Heideweges“ sowie westlich der „Amtmann-Dircks-Straße und der Straße „Westerwohld“ standen an. Der B-Plan betraf ebenfalls Anlieger der Böhler Landstraße, hier beidseitig diejenigen vom Kreisel bis zur Einmündung der Straße „Heideweg.“ Außer allen Ausschussmitgliedern – Vors. Bodo Laubenstein (CDU), stv. Vors. Kurt Kahlke (SPD), Richard-Flohrs RIchardsen (CDU), Wolfgang Rohde (SPD), Karsten Johst (AWG), Gesa Löhnert (FDP) und Oliver Grunau (CDU) – waren außerdem fünf Gemeindevertreter, Bürgermeister Rainer Balsmeier und von der Verwaltung Carsten Eritt, Sven Jacobsen und Daniel Herrmann da. Eine stattliche Anzahl von dreizehn Bürgerinnen und Bürgern war erschienen.

 

Neben ihren in der Einwohnerfragestunde vorgebrachten Anliegen zum B-Plan Nr. 1 (wir berichteten) und zum unzumutbaren Aussehen des Gebäudes beim Bahnhof (ehem. Gasstätte) gab es Anregungen bzw. Fragen zur Barrierefreiheit und dem Weihnachtsschmuck im Ort. Hier wurde das Dorf beispielhaft herausgestellt. Das Bad zeige Verbesserungsbedarf. „Ein großer Teil geht im Dorf von den Anliegern aus. Das geschieht in Gemeinschaftsaktion mit dem Bauhof“, berichtete Bürgermeister Balsmeier dazu. Auch die Verbesserung der Barrierefreiheit habe man im Blick.- Besonderes Interesse hatte auch hier schon die Böhler Landstraße. Die Berechnung der Kostenbeteiligung für die Anlieger erfolgt definitiv nach Fertigstellung des gesamten Ausbaus. Insofern werden die Bescheide auch danach erst zugestellt, frühestens 2019. Mit dem 10. Bauabschnitt – Eiderweg und Böhler Landstraße bis vor die Campingplätze - war im Juli begonnen worden. Zum Mai wird der Ausbau dort fertiggestellt sein.

 

Carsten Eritt, Leiter des Fachbereiches für Bauen und Entwicklung des Amtes Eiderstedt, erläuterte anhand einer Präsentation die Aufteilung der Straße in die einzelnen Bauabschnitte. Die Abschnittseinteilung ist in vier Sitzungen mit dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) vorgenommen worden. Die Verhandlungen waren aufgrund der Sachlage und vieler Parameter schwierig. Wegen der Oberflächenentwässerung machen die Hochpunkte Vorgaben. Die Zuwegung zu den Grundstücken, Umfahrmöglichkeiten für die Verkehrsführung, die Zufahrt zum Böhler Strand und zu den Campingplätzen, der ÖPNV sowie die Schülerbeförderung und mehr waren zu berücksichtigen. Insgesamt wird es eine Ganzjahresbaustelle mit Winterbauzeiten. Mögliche Ausfallzeiten sind einkalkuliert. Im Vergleich zum bisherigen Bauabschnitt sind die weiteren neun zum Teil wesentlich kürzer. Von Mai 2017 bis März 2019 sind die Bauarbeiten in aufeinander folgenden Zeitfenstern für die einzelnen Abschnitte festgelegt worden.

 

Begonnen werden soll gleichzeitig am 8. Mai mit dem Bauabschnitt 1 vom Kreisel bis zur Einmündung „Amtmann-Dircks-Straße“ (bis 10. August) und mit dem Bauabschnitt 5 von den Einmündungen „Hummergrund“ bis „Böhler Weg“ (bis 12. Oktober). BA 2 von Amtmann-Dircks-Straße bis Heideweg schließt dann direkt an BA 1 an. Zuletzt erfolgt der Ausbau des BA 9 (Campingplätze) von 255 Metern Länge (24. Okt.2018 bis 18. März 2019). Damit wird dann die Lücke zu BA 10 geschlossen. Insgesamt sind etwa 400 Anlieger und zusätzlich noch Agenturen betroffen. „Wir bemühen uns um möglichst viel Aufklärung“, betonte der Bürgermeister. Im Internet werde umfassend informiert, und alle Anlieger würden direkt angeschrieben. Auch für Nachfragen sei man offen, so Carsten Eritt. Bezüglich möglicher Umleitungen arbeitet die Verwaltung daran, entgegen der jetzigen Regelung über den Kreisel in die Dorfstraße abbiegen zu können. So könnte der Heedweg als Umleitungsstrecke entlastet werden. Das aber ist wegen Rechtsvorschriften noch fraglich.

 

Dem Beschlussvorschlag für den B-Plan Nr. 25 wurde mit marginalen Änderungen – mögliche Werbeanlagen an Hauswänden nur bis 1 m² und Nebenanlagen im hinteren Grundstücksbereich – einstimmig gefolgt. Stadtplaner Daniel Herrmann hatte bei der Präsentation insbesondere auf den Gartenstadtcharakter dieses Gebietes, das das Wäldchen beim Kinderspielhaus einschließt, und einen erweiterten Bestandsschutz bei Vorliegen von Baugenehmigungen hingewiesen. Dauerwohnungen sind Voraussetzung für Ferienwohnungen. Abstände und Firsthöhen verhindern zu große Bauten.

 

Hric, 09. Januar 2017 - HN

Grußwort der Gemeinde St. Peter-Ording

Grußwort: Bürgervorsteher Boy Jöns und Bürgermeister Rainer Balsmeier

 

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die gute Tradition zum Jahreswechsel, innezuhalten, um den Blick vom Tagesgeschehen auf die Bilanz des abgelaufenen Jahres zu lenken, wollen wir gerne auch heute fortsetzen. Geht es doch darum, unseren Heimatort lebens- und liebenswert zu erhalten und zukünftig weiter zu gestalten. Und so sind es auch nicht die vielen großen Veranstaltungen, baulichen Maßnahmen oder Planungen, die wir an den Anfang unseres Rückblicks stellen möchten, sondern es ist die im späten Herbst offiziell besiegelte Nationalparkpartnerschaft.

 

So kritisch vor über 30 Jahren von vielen im Wattenmeer und deren Umfeld Wirtschaftenden, auch von Touristikern, die Schaffung des Nationalparks gesehen wurde, umso konstruktiver war gerade hier in St. Peter-Ording bei allen Konfliktfeldern wie der Strandbeparkung oder der kompletten Zugehörigkeit unserer Sandbank zum Nationalpark, das Miteinander. Unser Strand von der Eidermündung bis zum Ordinger Priel ist die Basis all unseres wirtschaftlichen Seins.

 

Schutz, Erhalt und nachhaltige Nutzung sind das Ziel für heute und morgen. Ausfluss und Geist der Nationalparkpartnerschaft finden sich im Strandentwicklungskonzept, der Projektstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Naturerlebnis, im Kompromiss Surfen und Kiten am Südstrand und in den zwei Hundeauslaufgebieten am Strand wieder.

 

Gerade in Bezug auf die Hundeauslaufgebiete in Bad und Ording möchten wir auch hier noch einmal an die Umsicht, aber vor allem Rücksichtnahme der Hundebesitzer appellieren. Der Strand soll natürlich auch weiterhin überall für jeden offenstehen.

 

Nach kontroverser Diskussion im Ort und der Gemeindevertretung ist im Frühjahr die Grundsatzentscheidung zur Ansiedlung eines Discounters und Lebensmitteleinzelhändlers in Ording mit zusammen über 3.000 qm Verkaufsfläche gefasst worden. Planungen und Genehmigungsverfahren hierzu laufen. Ein Verkehrsgutachten für den Bereich ist schon erstellt worden.

 

Lange Jahre haben wir auf den Beginn des Ausbaus der Böhler Landstraße warten müssen. Mit dem inzwischen fast abgeschlossenen südlichsten Teil ist der Anfang gemacht. Im Herbst kommenden Jahres wird an verschiedenen Abschnitten gebaut werden. Trotz etalierter Planung kann eine so große Baumaßnahme leider nicht ohne die eine oder andere Behinderung für die Anlieger durchgeführt werden. Deshalb an dieser Stelle schon einmal die Bitte um Ihr Verständnis.

 

Annähernd die Hälfte der Bebauungspläne der Gemeinde sind in der Überarbeitung. Hier geht es im Wesentlichen um die Ausnutzung auf den einzelnen Grundstücken und um die Beschränkung der Wohnungsanzahl. Unsere Möglichkeiten sind begrenzt, weil die Baugesetzgebung des Bundes und des Landes natürlich aber eben auch leider nicht auf die besonderen Anforderungen eines Tourismusortes zugeschnitten sind.

 

Die Zusammenlegung der Bauhöfe von Gemeinde und Tourismus-Zentrale steht ganz oben auf der Agenda. Auf der einen Seite ist der Umzug des Bauhofs aus der Mitte des Ortes an einen geeigneteren Standort geboten und auf der anderen Seite geht es um das „Mitnehmen“ aller Beteiligten, zu allererst der betroffenen Mitarbeiter.

 

Das Jahr 2016 war aus touristischer Sicht ein voller Erfolg. Der Wirtschaftsplan der Tourismus-Zentrale ging auf, wurde in Teilen übertroffen, die Buchungs- und Übernachtungszahlen für ganz St. Peter-Ording liegen auf höchstem Niveau. Auch alle Rückmeldungen aus Handel, Handwerk und Gastronomie bestätigen dies. Damit das so bleibt, ist ein stetiges Hinterfragen und damit einhergehend verbessern unseres Gesamtangebots immer wieder notwendig. Unser Ort kann sich natürlich nicht neu erfinden, aber um erfolgreich zu bleiben, müssen wir alle ständig genau daran arbeiten.

 

Die Veranstaltungsreihe „TZ Im Dialog“, die in diesem Winter in die dritte Runde gegangen ist, ist eine von vielen genutzte Plattform für den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren in und um St. Peter-Ording.

 

Viele weitere Veranstaltungen haben wir am Strand und im Ort erlebt. Neben dem Biikebrennen, dem Osterfeuer, dem Kulturhimmel und den Sportveranstaltungen Triathlon, Beachvolleyball, Kitesurf Masters und dem Drachenfestival ist für alle, die bei der Premiere der Soulkitchen dabei waren, der Abend ein unvergessliches Erlebnis gewesen.

 

Eine besondere Veranstaltung der ganz anderen Art ist „SPO klart auf“. Hierbei haben sich im März und September jeweils über 100 Teilnehmer zum Müllsammeln am Strand eingefunden. Müll im Spülsaum ist kein schönes Thema, aber gerade deswegen ist es wichtig, darauf hinzuweisen und aktiv dagegen etwas zu tun.

 

Neben all den erwähnten großen Dingen liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die unser St. Peter-Ording im letzten Jahr bewegt haben, ist es ganz besonders Ihr Engagement in der Familie, in der Nachbarschaft, gegenüber Ihren Gästen, im Beruf oder im Ehrenamt, was unseren Heimatort zu dem macht, was er ist, nämlich einen ganz besonderen Ort.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen für 2017 alles Gute, viel Glück und Erfolg, aber vor allem Gesundheit!

 

                                   Boy Jöns                                                          Rainer Balsmeier

                            Bürgervorsteher                                                     Bürgermeister

 

 

PS: Wir möchten Sie alle einladen zu unserem Neujahrsempfang gemeinsam mit der Ev.-luth. Kirchengemeinde am 22.01.2017. 

Zum Jahreswechsel wieder nach St. Peter-Ording

 

Einer der Wunschzettel des vergangenen Jahres hatte versprochen: Silvester 2016 wieder in St. Peter-Ording!- Und so war es. Das hatten sich wieder ganz viele für den Jahreswechsel vorgenommen. Gegen Mitternacht strebte es aus allen Richtungen auf die Buhne. Auch Shuttle-Busse waren vor und nach dem Feuerwerk im Einsatz.

 

Die Buhne füllte sich trotz des diesig-nebligen, feuchtkalten Wetters bei frischem Wind aus Richtung Nordsee zusehends. Das Feuerwerk wollte man miterleben und auf das Jahr 2017 mit Familie und Freunden anstoßen. Das war ja ein Grund mit gewesen, aus Frankfurt oder Gütersloh oder woher sonst nach St. Peter-Ording zu kommen.

 

Großzügig abgesperrt war die Seebrücke, auf der alles für das Feuerwerk vorbereitet war. Viele warteten direkt an der Absperrung am Übergang bzw. ein wenig im Windschatten vor dem Gästekarten-Häuschen. Schließlich waren es nur noch eine Minute, dreißig, zwanzig und dann zehn Sekunden. Ab dann wurde laut mitgezählt. Das Feuerwerk entfaltete sich nach dem Eröffnungsknall und erfreute wie jedes Jahr Einheimische und Gäste.

 

Stellvertretend für alle anderen wünschen auch von hier aus

 

Felix Maibrink und Familie Gierhake aus Gütersloh

 

ein frohes, gesundes und glückliches 2017 !

 

Hric, 01. Januar 2017, www.jb-spo.de

Herbert Schreiber ist ab 2017 Rentner

Letzter Arbeitstag und Abschied von den Kollegen auf dem Bauhof

 

Da staunte Herbert Schreiber nicht schlecht: Vier Trecker der Marke „Porsche Diesel Junior“ waren gesteuert von Rudolf Apeldorn, Udo Jensen, Stefan Schmaler und Holger Schukar auf den Bauhof der Gemeinde St. Peter-Ording gefahren und hatten sich im Halbrund aufgestellt. Irgendwie hatte er es geahnt, dass man sich für seinen letzten Arbeitstag noch etwas Überraschendes ausdenken würde. Erst gestern war Trecker Nr. 5, Jahrgang 1959, den er wieder verkehrstüchtig zurecht geschraubt hatte, mit dem Kennzeichen NF - P 1959 für den „Porsche Diesel Junior Club St. Peter-Ording“ zugelassen worden. Den von 1957 hatte er vorher bereits repariert. Dessen Motor schien da hinüber zu sein. Für den gelernten Schlosser war das genau das Richtige. Basteln und Klütern, das liegt ihm. „Klar, kann ich machen“, hatte er gesagt, reparierte und schraubte zusammen. Der Motor war wieder lauffähig. Die Liebe für alte Fahrzeuge teilt Herbert Schreiber mit den Leuten vom Club. „Das geht nun wohl so weiter“, meinte er, der sich auch vorstellen kann, Mitglied zu werden.

 

So hatten sich die Kollegen des Bauhofes und die Treckerfreunde zur Verabschiedung ihres Schraubers zusammengetan. Als er schließlich auf dem Kunststoffstuhl als Thronsitz auf dem Anhänger zur Fahrt nach Hause vom Bauhof ins Neubaugebiet Wittendün Platz nehmen sollte, strahlte er. Diese Art Abschied gefiel ihm. Seit Oktober 1980 war er Mitarbeiter des Bauhofes und Herr der Werkstatt gewesen. Mit den vier Jahren beim Bundesgrenzschutz sind es insgesamt 40 Jahre im öffentlichen Dienst geworden. Wenn seine Kollegen arbeitsmäßig unterwegs waren, regelte er als Ansprechpartner vor Ort selbst Angelegenheiten, mit denen Urlauber zu ihm kamen. Hilfsbereit und gefällig zu jedermann bezeichneten die Kollegen dieses „Urgestein“, das auch wegen seiner Inprovisationskunst aus „einem Eimer Mist einen Batzen Gold machen kann“. Seine große Liebe ist auch die Feuerwehr. Zwölf Jahre war Herbert Schreiber stellvertretender Wehrführer. Stellvertretender Bauhofleiter war er bis jetzt. Bauhofchef Christian Heldt händigte ihm vor der Abfahrt vom Hof noch die allerletzte Urlaubsbescheinigung aus.

 

An die Sicherheit war auch gedacht worden. Der Sitz selbst fest verzurrt ging es im kleinen Schlepperkonvoi mit Schrauber Herbert vom Hof. Er selbst bezeichnete seine Jahre bei der Gemeinde auf dem Bauhof als eine „tolle Zeit“. Jetzt kann er den „Treckerleuten über den Weg helfen, dass die Dinger auch laufen“, meinte ein Kollege noch, nachdem er schon weg war. Dieser wusste da noch nicht, dass ein wenig später eine „Clubwerkstätte“ ihren Betrieb aufnehmen würde, in der ab und an ein „Senior-Schrauber“ für „Porsche Diesel Junior“ schrauben wird.

 

Hric, 23. Dezember 2016, HN und www.jb-spo.de

Beeindruckendes Weihnachtskonzert mit großem Spannungsbogen - Leitung: Christoph Jensen

 

Das Weihnachtskonzert in St. Peter-Ording mit zwei Aufführungen in den Tagen zwischen dem Geburtsfest Jesu Christi und dem Jahreswechsel in der St. Peter-Kirche ist Jahr für Jahr ein Besuchermagnet. Zugleich ist es jedes Mal mit hohen Erwartungen verbunden. „Zwei Komponisten – eine Geschichte“, lautete die Ankündigung dieses Mal.- Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen hatte dazu für das Programm zwei ganz unterschiedliche Vertonungen der Weihnachtsgeschichte ausgewählt:

Die „Historia der Geburt Christi“ von Heinrich Schütz aus dem Jahr 1660 für Chor, Soli und Instrumente und das „Oratorio de Noel“ (Weihnachtsoratorium) von Camille Saint-Saens aus dem Jahr 1860 für Chor, Soli, Orgel, Harfe und Streichorchester.- Dazu gab es die beiden Tänze „Danse sacrée“ und „Danse profane“ für Harfe und Streichorchester von Claude Debussy und drei Stücke für Chor a capella von Max Reger.

Solisten des Konzertes waren Julia Henning (Sopran), Manuela Mach (Mezzosopran), Melanie Frenzel (Alt), Stephan Zelck (Tenor) und Julian Redlin (Bariton), sowie Assia Cunego (Harfe) und Sebastian Schwarze-Wunderlich (Orgel). Es sang die Kantorei St. Peter. Gespielt wurde je nach Werk auf historischen bzw. modernen Instrumenten. Die Leitung hatte Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen.

 

Die Weihnachtshistorie, begleitet von Truhenorgel und dem Ensemble Thelxinoe aus Hamburg auf Geigen, Gamben Blockflöten/Zinken, Posaunen und Dulzian (Vorläufer des Barockfagott), eröffnete den Konzertabend. Eindringlich und mit einer beeindruckenden Klarheit entfalteten die Musiker, der Chor und die Solisten die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Christi bis hin zur Flucht nach Ägypten, dem Kindermord und der Heimkehr nach Nazareth. - Daran hatte Stephan Zelck mit seiner tragenden Stimme und der von ihm dargebotenen Intensität des Vortrages der umfassenden Textpassagen einen großen Anteil. Solistisch meisterten in diesem Werk Michael Schwarz und Günther Schnoor-Hoedtke aus der Kantorei die von ihnen übernommenen weiteren Solopartien. Wunderbar andächtig hatte das Publikum der Darbietung gelauscht, als ob es selbst in das Geschehen einbezogen wäre. - Mit den Tänzen „Danse sacrée“ und „Danse profane“ für Harfe und Streichorchester mit Musikern des Concerto classico, die sich dann anschlossen und den drei weihnachtlichen Chorsätzen hatte Christoph Jensen zum „Oratorio de Noel“ eine Verbindung geschaffen, wie sie besser nicht sein konnte. Harfe und Streicher und danach den Chor a capella mehrstimmig zu hören, war ein Erlebnis. Inhaltlich nahtlos leitete der dritte Chorsatz „Es kommt ein Schiff geladen“ zur zweiten Weihnachtsgeschichte des Abends über.

Saint-Saens beginnt sein Oratorium mit der Vertonung der Hirtengeschichte aus Lukas. Ihnen folgen Textstellen vorwiegend aus den Psalmen, aber auch aus dem Johannesevangelium, Jesaja und den Klageliedern. Insgesamt hat er eine Meditation geschaffen, der eine lyrische Grundstimmung eigen ist, die auch dramatische Passagen aufweist. Wiegenliedartig der instrumentale Beginn, dem das Solistenquartett in einer stimmlichen Klarheit und Ausgewogenheit die Engelsbotschaft folgen ließ, ehe der Chor den Lobgesang zu Gottes Ehre darbot. Es entwickelte sich im Laufe der Aufführung ein gesangliches Glaubensbekenntnis, das seinesgleichen sucht. Dieses wurde durch das besondere Klangkolorit der fünf Solostimmen, des Chores und der Streicher sowie dem beeindruckenden Harfenspiel von Assia Cunego und dem konzertanten Spiel von Sebastian Schwarze-Wunderlich an der Lobback-Orgel noch unterstrichen. Besonders eindrucksvoll auch das Trio mit Harfenbegleitung nach dem Chor, der sich in seinem vom dramatischen in den lyrischen Teil übergehenden Vortrag scheinbar selbst übertroffen hatte. Mit den beiden letzten Chorsätzen strebte der weihnachtliche Konzertabend seinem Höhepunkt dann regelrecht zu.

 

Ergriffen von dieser Darbietung und dem Konzert verharrte das Publikum. Dann brach der Beifall los. Während der gesamten Aufführung war es im Kirchenraum andächtig still gewesen, nur unterbrochen von dem jeweiligen Applaus. Angerührt und ergriffen war das Publikum beim Werk von Saint-Saens. Zwischenapplaus lag nicht nur einmal in der Luft, aber allen war bewusst, er würde jetzt nur stören.

 

Es war ein vollkommener, in sich geschlossener Konzertabend. Gepasst hatte einfach alles. Souverän die Leitung durch Christoph Jensen, gepaart mit einer Achtsamkeit gegenüber Solisten, Chor und Orchester-Ensembles, die es ihm ihrerseits auch wieder leicht machten. Die durchgängig sich steigernde hohe Qualität der Darbietung aller Musiker hatten die begeisterten Konzertbesucher empfunden und äußerten ihre Freude darüber untereinander spontan. Die ließen Solisten, Musiker und Kantorei sowie  Christoph Jensen, ebenfalls deutlich erkennen.- Nach der Wiederholung des letzten Satzes aus dem Oratorio de Noel war der gesamte Kirchenraum von einer unmittelbaren Fröhlichkeit erfüllt. Dieses Konzertgeschenk hatte das Weihnachtsfest noch einmal wunderbar verschönt.

 

Hric, 01. Januar 2017, www.jb-spo.de

 

Wenn der Sturm nachlässt ...

 

 

Man traut seinen Augen kaum:

So viele Seesterne, Schlangenseesterne, Seeigelskelette, Schwertmuscheln, Sandklaffmuscheln, .... am Flutsaum!

 

Zu finden waren sie Ende des Jahres bei ablaufendem Wasser, als die Nordsee alles was auf dem Wasser schwamm auf den Sandbänken zurückließ.

 

Leider haben wir keine Bernsteine dazwischen gefunden und da es schnell dunkel wurde, waren die Chancen, noch etwas zu finden, gering.

Wenn der Sonnenuntergang zu sehen gewesen wäre, dann hätte man schon noch die letzten Sonnenstrahlen in Bernsteinen sich brechen und funkeln sehen können. Wenn, wenn, wenn ...

 

Was wir aber gesehen und gefunden haben; Eine Pantoffelschnecke an einer Wellhornschnecke mit inliegendem Einsiedlerkrebs - klingt fast wie ein Meeresgericht, oder?

 

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© Georg Panskus