2018 März

Kinder lassen sich für den Nationalpark Wattenmeer begeistern

 

 

Schon mit etwas Stolz nahmen Maximilian Möller, Dominic Fohrmann, Jonna Aden, Mia Simon, Hjarn Wehner, Tjärk Bielfeldt und Anton Sassen ihre Urkunden von Nationalpark Ranger Christian Piening in Empfang. Dazu gab es den Junior Ranger Ausweis und ein Nationalpark-Kartenspiel. Ab jetzt dürfen sich die zwei Mädchen und fünf Jungen nämlich Junior Ranger nennen. Sie sind zehn bzw. elf Jahre alt.

Vor einem Jahr hatten sie und weitere Kinder mit ihren Eltern an einem Informationsnachmittag im Nationalpark-Haus St. Peter-Ording (NPH) teilgenommen. Diplom-Biologin Sabine Gettner von der Schutzstation Wattenmeer leitet das Haus und betreut es gemeinsam mit sechs freiwillig Dienstleistenden. Darunter sind Selina Franke aus Rheine/Westfalen und Lasse Cornelius aus Hamburg, die bei der Schutzstation Wattenmeer ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bzw. einen Bundesfreiwilligendienst machen. Seit Sommer 2017 sind die beiden für die Junior Ranger des NPH verantwortlich. Gegründet wurde die Gruppe Anfang 2017 von ihren Vorgängerinnen. Die Auszeichung nach einem Jahr zeigt, dass es gelungen ist, die Kinder für die Junior Ranger-Idee zu begeistern. Diese sieben Kinder waren besonders engagiert dabei und haben an mindestens zehn Ausbildungstagen teilgenommen. Einmal im Monat haben sie sich im NPH getroffen, meist am dritten Dienstag von 15 bis 16.30 Uhr.

 

Jonna, Hjarn und Dominic erzählten begeistert von dieser Zeit: „Das war nicht wie in der Schule. Wir haben erst Kennenlernspiele gemacht, dabei schon was über das Wattenmeer gelernt. Am Strand waren wir auch. Müll haben wir gesammelt und klassifiziert. Bei der Tierkunde haben wir Steckbriefe für Vögel gemacht. Wir wissen auch was von den Tieren in den Aquarien.“ Dass sie auch etwas von den Meeressäugern im Wattenmeer – Schweinswal, Seehund und Kegelrobbe – wussten, bewiesen sie vor der Aushändigung der Urkunden auf der Buhne in einem Laufspiel. Das ging zwar manchmal ein wenig durcheinander, aber aus Fehlern lernten sie schnell. Aber wer kann schon auf Anhieb durch Laufen nach Links oder Rechts entscheiden, ob die Aussage „Der Seehundjäger kümmert sich nur um Seehunde“ bzw. „Die Männchen und Weibchen der Kegelrobbe sehen gleich aus“ richtig oder falsch ist. Tiere kennenlernen und erfahren, was „im Wattenmeer los ist“, interessiert sie alle. Jonna meinte: „Ich habe gelernt, wieviel Schmutz ins Meer kommt und dass es wichtig ist, nicht so viel Müll zu schaffen.“ Dominic und Hjarn ergänzten: „Das hat alles viel Spaß gemacht.“ Sie würden die Ausbildung noch mal machen. Nun erklärten sie ihre Bereitschaft, im NPH mitzuhelfen und z.B. auch bei Führungen draußen mitzumachen.

Auch Selina Franke und Lasse Cornelius möchten die Gruppe sehr gern weiterführen: „Junior-Ranger-Ausbildung ist nicht etwas, was man so mal eben macht. Da steckt viel Planung dahinter. Wir haben uns vorher immer zusammengesetzt und überlegt, wie wir den Kindern das vermitteln können. Das darf ja nicht langweilig sein.“ Ihr Fazit war eindeutig: „Es war cool, das mit denen zu machen. Die Kinder sind so individuell. Wir mussten schon aufpassen, dass wir allen gerecht wurden.“ Nach ihrem Freiwilligendienst wollen sie Mathematik und Wirtschaft bzw. Jura studieren, aber eines wird nach diesem Jahr im NPH für sie von Bedeutung bleiben: Ökologische Zusammenhänge im Hinterkopf zu behalten und solches Wissen weitergeben, wie es bei den sieben Junior-Rangern jetzt geklappt hat. Gern kann die Junior Ranger-Gruppe noch etwas wachsen: Interessierte Kinder zwischen 8 und 13 Jahren sind herzlich eingeladen, sich bei der Schutzstation zu melden.

Nationalpark-Ranger Christian Piening war sehr angetan von den Leistungen der Kinder und hatte ihnen mit der Ernennung zu Junior Rangern im Auftrage von Nationalparkleiter Dr. Detlef Hansen seine Anerkennung ausgesprochen: „Ihr habt euch das sehr gut verdient.“

Hjr, 22. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Sonntagskonzert in St. Magnus in Tating

 

Das war so ein echtes Geschenk am Nachmittag, das aus einem schönen Märzwintersonntag einen ganz besonderen Tag macht. Als „Orgel & Streichquartett“ angekündigt, erklangen zuerst von Nikolaus Bruhns das „Präludium e-moll“, danach aus dem Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach die Choralvorspiele „Wenn wir in höchsten Nöten sein“ und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ sowie von Max Reger die „Toccata in d-moll“ in der Kirche St. Magnus in Tating, an der Paschen-Orgel gespielt von Kirsten Jedicke. Vor der „Toccata“ bot das Wennigser Streichquartett mit Johannes Mi Dörrie (1. Violine), Juliane Jedicke (2. Violine), Henrika Dörrie (Bratsche) und Nils Jedicke (Violoncello) eine die Herzen anrührende Interpretation des Streichquartetts Nr. 2 in a-moll op. 13 von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Christoph Jensen hatte die beiden jungen Musikerehepaare und Kirsten Jedicke den gut zwanzig interessierten Konzertbesuchern im Rahmen der Begrüßung vorgestellt. So gänzlich unbekannt waren jene dem Publikum nicht, aber sie in dieser Formation zu erleben, war denn doch eine Überraschung. Mit Musik aufgewachsen sind sie alle. Kennen gelernt hatten sie sich als Mitglieder eines Konzertorchesters. Außer den beiden Jedicke-Geschwistern sind sie praktizierende studierte Musiker, er als Lehrkraft für Musik und Geschichte am Matthias Claudius Gymnasium in Gehrden bei Hannover und die zwei jungen Frauen als Musikpädagogen an der Calenberger Musikschule an demselben Ort.

„Wir wollten einmal nicht für das Bücherbord spielen“, sagte Nils Jedicke. So haben sie das Konzert dann über Christoph Jensen in der Tatinger Kirche verwirklicht Kirsten Jedicke hat hier schon oft die Orgel gespielt. Eine Freude war es für alle, sie nun wieder einmal hier zu hören und dann dem Wennigser Quartett nicht nur zuzuhören, ihm auch bei seinem Spiel zusehen zu können. Gilt das Mendelssohnsche Werk schon als frühreifer Geniestreich des 16jährigen, setzte das Wennigser Quartett mit seinem begeisternden Spiel nicht nur ein Tüpfelchen auf das „i“. Dazu setzte Kirsten Jedicke dann mit der Toccata den passenden Kontrast: Eben ein Winter- und doch noch kein lieblicher Frühlingstag.

Hans Jörg Rickert, 22. März 2018, www.jb-spo.de

 

Hintergrundinformation

Starke Stücke - Mendelssohn - Streichquartett Nr. 2 / Internet: 31.01.2009 von Wiebke Matyschok

Das Streichquartett in a-Moll op. 13 gehört zu den frühreifen Geniestreichen, die der hochbegabte junge Mendelssohn schrieb. Er zitiert sich darin sogar selbst. Mit seinen außergewöhnlichen Leistungen auf dem Terrain des Streichquartetts versetzte er die Musikwelt schon früh in Erstaunen.

 

Der 16-jährige Felix hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, in dem von Weinlaub und Efeu umrankten Hof seiner reichen Eltern "zu träumen und zu componieren" - von Elfen, Kobolden und Zauberwesen. Und erträumte sich vielleicht 1827 den Anfang eines Streichquartetts in a-Moll mit etwas bis dahin Unerhörtem: ein eigenes Lied zitierend - ohne Worte:

"Ist es wahr? Ist es wahr? /Daß du stets dort in dem Laubgang, /An der Weinwand meiner harrst? /Und den Mondschein und die Sternlein / Auch nach mir befragst?" (Felix Mendelssohn Bartholdy)

Kommunalwahl 2018 - Zulassung der Wahlvorschläge im Amt Eiderstedt erfolgte am 16. März

 

In Schleswig-Holstein finden am 6. Mai 2018 die Kommunalwahlen für die Gemeinde- und Kreisvertretungen statt. Die Amtszeit (5 Jahre) der bei der zurückliegenden Kommunalwahl (26. Mai 2013) gewählten Vertretungen endet am 31. Mai dieses Jahres. Zu den aktuellen Rechtsgrundlagen zählen unter anderem:

 

1) Gemeinde- und Kreiswahlgesetz (GKWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. März 1997 (GVOBl. Schleswig-Holstein Seite 151), zuletzt geändert durch Gesetzes vom 20. November 2017 012 (GVOBl. Schleswig-Holstein S. 492)

2) Gemeinde- und Kreiswahlordnung (GKWO) vom 2. Dezember 2009 (GVOBl. Schl.-H. Seite 747) zuletzt geändert mit Verordnung vom 14. Dezember 2017 (GVOBl. Schl.-H. S. 588)

 

Wahlberechtigt ist, wer EU-Bürger ist, sein 16. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens sechs Wochen in Schleswig-Holstein eine Wohnung hat oder sich dort gewöhnlich aufhält. Gewählt werden kann, wer wahlberechtigt ist, sein 18. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens drei Monaten in Schleswig-Holstein wohnt oder sich dort gewöhnlich aufhält und keine Wohnung außerhalb des Landes hat. Wahlbewerber können als unmittelbare Bewerber sowohl als Vertreter einer Partei oder einer Wählergruppe als auch als Einzelbewerber vorgeschlagen werden. Parteien und Wählergruppen können darüber hinaus Listenwahlvorschläge einreichen, die beim Verhältnisausgleich berücksichtigt werden.

 

Seit 2008 ist das Amt Eiderstedt zuständig für die Gemeinden Kirchspiel Garding, Stadt Garding, Grothusenkoog, Katharinenheerd, Kotzenbüll, Norderfriedrichskoog, Oldenswort, Osterhever, Poppenbüll, Sankt Peter-Ording, Tating, Tetenbüll, Tümlauer-Koog, Vollerwiek, Welt und Westerhever. Tönning bildet mit dem Amt eine Verwaltungsgemeinschaft. Die Eiderstedter Gemeinden Witzwort und Koldenbüttel gehören zum Amt Nordsee-Treene.

Während die Stadt Tönning und die amtsangehörige Gemeinde Oldenswort die für die Wahlen vorgeschriebenen Gemeindewahlausschüsse selber eingerichtet haben, hat dieses das Amt auf Beschluss für die übrigen Gemeinden übernommen, ausgenommen für Grothusenkoog und Norderfriedrichskoog. In ihnen übersteigt die Anzahl der Gemeindeglieder 70 nicht. Hier ist deswegen keine Gemeindevertretung zu wählen. An ihre Stelle tritt die Gemeindeversammlung, zu der dann alle in ihnen mit Wohnsitz gemeldeten Bürgerinnen und Bürger gehören. Die Kreistagswahl findet aber dort ebenso statt.

Dem beim Amt Eiderstedt gebildeten Gemeindewahlausschuss auf Amtsebene gehören an: Herbert Lorenzen (Vorsitz, Amtsdirektor), Jochen Guhlke (Schriftführer), Sven Hansen, Hannelore Borchers, Birgit Ströhmer und Daniel Herrmann sowie Frank Steimle als stellvertretender Gemeindewahlleiter (war nicht mit dabei). Bis Montag, 12. März 2018 um 18:00 Uhr waren seitens der Parteien, der Wählergruppen bzw. für Einzelbewerber die Wahlvorschläge beim Amt Eiderstedt einzureichen. Sachbearbeiter Sven Hansen hatte danach die Prüfung der Wahlvorschläge und evtl. auch Kontakt mit deren Vertrauenspersonen vorzunehmen, damit dann über die Zulassung der Wahlvorschläge in öffentlicher Sitzung entschieden werden kann. Diese war anberaumt für Freitag, 16. März 2018 um 10:30 Uhr im Sitzungssaal des Amtes Eiderstedt.

Herbert Lorenzen eröffnete die Sitzung und führte gemeinsam mit Jochen Guhlke und Sven Hansen zügig durch sie. Zahlreich war die Anzahl der Vertrauenspersonen. Auch Zuhörer waren vertreten. Er wies auf den Sinn dieser Zusammenkunft sowie die rechtlichen Vorgaben hin. Zu denen gehört die Möglichkeit der Einsichtnahme in die Unterlagen mit den eingereichten Wahlvorschlägen sowie im Falle der Zurückweisung eines Vorschlages die Anhörung des benannten Vertrauensmannes bzw. der Vertrauensfrau.- Zunächst konnte festgestellt werden, dass alle Wahlvorschläge termingerecht - der letzte am 12. März um 17:58 Uhr – eingegangen waren. Die Vorprüfung seitens des Amtes hatte ebenfalls ergeben, dass alle Wahlvorschläge zulassungsfähig sind. Mängel seien nicht festgestellt worden, auch Auffälligkeiten habe es keine gegeben. -

Kennzeichen demokratischen Handelns ist die Öffentlichkeit. So wurden in alphabetischer Reihenfolge die einzelnen Wahlvorschläge mit der Zugehörigkeit zu Parteien bzw. Wählergruppen oder auch Einzelbewerber namentlich verlesen und ebenfalls mitgeteilt, wenn zusätzlich eine Liste existiert.- Sie findet Anwendung bei der Sitzverteilung bzw. im Falle des Nachrückens für während der Legislaturperiode ausscheidende Mandatsträger.- Erwähnt wurde auch, wenn sich Veränderungen ergeben haben, z.B. wenn ein aufgeführter Bewerber seine Kandidatur zurückgezogen hat.

Alle Wahlvorschläge konnten jeweils einstimmig zugelassen werden. Seitens der Anwesenden gab es auch keinen Wunsch auf Einsichtnahme. Die eine oder andere humorige Anmerkung zeugte von der Lockerheit im Miteinander bei diesem formalen Vorgehen im Rahmen eines demokratischen Entscheidungsprozesses. In den Gemeinden Stadt Garding, Osterhever, St. Peter-Ording, Tating und Tümlauer Koog und Tetenbüll gibt es Direktbewerber und Listenwahlvorschläge verschiedener Parteien bzw. Wählergruppen, in Katharinenheerd zusätzlich einen Einzelbewerber. Ansonsten ist es jeweils ein Listenvorschlag mit den Namen der Direktbewerber.

Herbert Lorenzen konnte abschließend eine ordnungsgemäße Durchführung der Sitzung feststellen. Ein Anliegen war es ihm, den Bewerbern zu danken, dass sie sich für diese ehrenamtliche Tätigkeit in ihren Gemeinden zur Verfügung stellen. Er bezeichnete es als sehr gut, dass Bürgerinnen und Bürger diese Möglichkeit der Wahl ihrer Vertreterinnen und Vertreter haben. „Mit dem Abschluss dieser Sitzung haben wir eine tolle Grundlage für die Kommunalwahl in unseren Gemeinden geschaffen, „und ich hoffe, dass alles gut läuft“, war sein Fazit. Das gemeinsame Klopfen auf den Tischen war mehr als nur eine Bestätigung.

Im weiteren Verfahren werden die Entscheidungen nun öffentlich bekannt gemacht. Wahlvorstände müssen noch gebildet werden. Die Stimmzettel sind abschließend vorzubereiten und in Druck zu geben. Die Wahlbenachrichtigungen mit der Möglichkeit der Briefwahl sind zu versenden u.a.m. Der Aufwand ist nicht gering zu schätzen, aber auch er ist Kennzeichen eines demokratischen und rechtsstaatlichen Vorganges.

Hjr, 17. März 2018, www.jb-spo.de

Kiwittschrieen un Lämmerblööken bruukst ni lang to sööken, Fröhjohr is in’t Land un faat uk di bi de Hann‘

 

Pustekooken – Winter is dat un kold!

 

Lämmer sünd mit ehr Mutterschaap op de Fennen, de Kiwitt is ok al dor.- He is sachts al dorbi ween, sien Revier to besetten, avers nu sitt he an’n Diek. Düssen aasigen Oostenwind mag uk he ni. Utbüxen as sünst doot se nicht. Blievt eenfach sitten. Se weern al richti op de Fennen in’e Gang. Dat sünd se uk bald wedder, mutt blots een beten warmer warrn. Denn sühst wedder jedeen in sien Revier. An ehrn Taumelflug un ehr „Kiwitt“ kannst se jümmers utmooken.

Mien Tour – mit Auto un streckenwies to Foot - güng an düssen schöönen Märzwintersünndag bi so minus een Grad un Oost 4 eerst in’t Bad, dor de Seebrügg daal an den Strand un wedder torüch. Männich Lüüd weern ünnerwegens. Hen güng dat noch, naher harr ik Wind un Sand vun vöörn. So dörchpuust güng’t wieder na Ording an’n Norderdiek, de Grudeweg hoch to de B 202 un laater över Tat‘n an‘n Hochdorfer Goorn vörbi över de Bahn den Bohmarnweg lang, bi de ool School vun Ehst rechts op de L 33, links in den Eiderweg un över de Böhler Weg na Huus in‘e Böhler Landstraat.

De Snee vun Sünnavend weer meist weg. Hier un dor harr he sik sammelt un wies op hen: Fröhjohr schall dat eerst noch warrn!

Hans Jörg Rickert, 19. März 2018, www.jb-spo.de, Een beten wat op PLatt

Ein paar Tage später konnte man schon den Frühling im März erahnen!

Jugendarbeit in den Vereinen hat zu kämpfen

 

Sind es die Anforderungen in Schule und Beruf, die veränderten familiären Strukturen, die individuellen Interessenslagen oder ganz allgemein die gesellschaftlichen Gegebenheiten? – Sowohl die Freiwillige Feuerwehr St. Peter-Ording als auch der Boßelverein würden sich über eine größere Anzahl Jugendlicher in ihren Reihen freuen. An den Möglichkeiten und der Bereitschaft zur Betreuung jedenfalls liegt es nicht. Das wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport (AJKBS) der Gemeinde St. Peter-Ording, zu der sich dessen Mitglieder im Feuerwehrgerätehaus eingefunden hatten, mehr als nur deutlich. Ausschussvorsitzende Wiltrud Kraas (FDP) dankte Wehrführer Norbert Bies für die Gastfreundschaft und begrüßte den Jugendfeuerwehrwart Toni Thurm und vom Boßelverein dessen Vorsitzenden Jürgen Niehus sowie unter den interessierten Bürgerinnen und Bürgern Peter Bothe, der im Laufe der Sitzung für den Verein Kunstinitiative (KISPO) Neuigkeiten mitzuteilen hatte. Es ist guter Brauch des AJKBS, sich direkt an den Orten von Einrichtungen und Vereinen zu informieren und dort auch zu tagen. So war man letztes Mal im „Jos“ von Gemeinde und Schulverband auf dem Gelände der Nordseeschule zusammengekommen.

Toni Thurm stellte vor dem Hintergrund einer laufenden Diaschau die Arbeit der Jugendfeuerwehr in St. Peter-Ording vor. Die Jugendabteilung existiert seit 1995 und hat zurzeit nur 23 Mitglieder. Bis über 30 Kinder bzw. Jugendliche hätte man sehr gerne wieder. Jeweils freitags von 18:15 bis 19:45 Uhr haben die 10 Mädchen und 13 Jungen - Alter von 10 bis 18 Jahre - „Dienst“. Beim Erlernen feuerwehrtechnischer Aufgaben mit „Spiel und Spaß“ wird vor allem in der Gruppe gearbeitet. So lernten sie von Beginn an, wie eine Gruppe funktioniere, denn Aufgabenteilung und Zusammenarbeit stünden bei der Feuerwehr obenan. Allgemeine Regeln und Gerätekunde, Vorbereitungen auf die Leitungsstufen Flamme 1 bis 3 sind Gegenstand der Abende. Der Erwerb von „Flamme 3“ schließt die „Truppmann 1“-Ausbildung ein. Es ist der erste Schein, den Aktive zu erwerben haben. Mit dem Erreichen der Volljährigkeit erfolgt der Übergang in die „Abteilung der Aktiven“. Aus schulischen oder beruflichen Gründen ist das heute nicht mehr für jedes Mitglied machbar.- Von Anfang an bringen sich die Mitglieder der Jugendwehr bei Veranstaltungen wie „Biike“ und Osterfeuer z.B. bei der Absicherung ein und beteiligen sich beim Feuerfest im Westküstenpark und bei den Grillfesten. Interne Veranstaltungen und Zeltlager mit anderen Jugendwehren gibt es wiederkehrend im Jahreslauf.

Mit „Boßeln“ sei eine aussterbende Sportart, aber „Wir wirken diesem Aussterben seit Jahren entgegen“, eröffnete Jürgen Niehus sein Plädoyer für diesen Heimatsport, der insbesondere auf Eiderstedt zuhause ist. Später ist es vorwiegend ein Männersport. Mit den Voraussetzungen in St. Peter-Ording am Böhler Deich ist man sehr zufrieden. Dort wird trainiert und finden auch die Wettkämpfe statt. Ab 6 Jahre können Kinder mitmachen. Werfen sie vielleicht erst nur 10, sind es bei Fünfzehnjährigen dann schon 60 Meter. Für Kinder von 6 bis 9 Jahre findet jährlich in Kating ein Unterverbandsfest mit 80 bis 200 Teilnehmern statt. St. Peter-Ording gehört zu den erfolgreichen Vereinen, aber kämpft um den Nachwuchs. Waren es vor 20 Jahren 25 bis 30 sind es heute nur noch 15 junge Boßler, davon maximal 5 Kinder und 10 Jugendliche. Für sie ist das Boßeln kostenlos. Der Jahresbeitrag Erwachsener ist 15 €. Als Vereinsheim dient das TSV-Sportheim. Der Boßelverein St. Peter-Ording wurde 1906 gegründet. Im April werde man auf dem TSV-Sportplatz einen Schnuppernachmittag durchführen.

Sowohl Jugendfeuerwehr als auch Boßelverein und weitere sportlich ausgerichtete Vereine erfahren seitens der Gemeinde u.a. auch eine begrenzte Förderung ihrer Jugendarbeit. Wiltrud Kraas wünschte, dass die Breite des sportlichen Angebotes am Ort möglichst erhalten bliebe. Hinsichtlich der Kosten hatte wiederholt Ausschussmitglied Daniel Andersen (SPD) zwecks Information nachgefragt. Allgemein gilt für alle Einrichtungen ein hohes ehrenamtliches Engagement. Feuerwehr und Boßelverein bekannten in der Sitzung ihre Bereitschaft dazu mehr als nur deutlich.

Das vermittelte dann auch Peter Bothe, der über die für den Sommer geplante siebente Kunstausstellung in der Strandkorbhalle Hungerhamm vom 1. Juli bis 9. September zum Thema „Aktivitäten am Strand“ in „Streetart“ in Form eines Projektes mit Hamburger Kunststudenten (wir berichteten) informierte und warb.- Bürgermeister Rainer Balsmeier wies auf die geübte Kooperation von Gemeinde und Tourismus-Zentrale hin, die u.a. auch in der kostenlosen Bereitstellung der Halle zum Ausdruck kommt. In Sachen „Kunst“ konnte er mitteilen, dass das „Kunsthaus“ an der Wittendüner Geest am 28. April mit einer Ausstellung der Galerie Tobien und der Präsentation von neun Künstlern in Werken aus der Gemeindegalerie eröffnet werden wird. „Ich bin glücklich, unserem Ort und seinen Gästen dann so etwas anbieten zu können.“

Hjr, 19. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Mal so "zwischendurch" ....  17. März morgens bei Jan und Gret   GPan

Strandkörbe sind die Boten für den Saisonstart - Nr. 668 war Nr.1

 

Die Wetterzeichen stehen eher auf Winter als auf Frühling und Saisonstart. Doch die Mitarbeiter der Tourismus-Zentrale vom Bauhof haben sich auf beides vorbereitet: Aufstellen der ersten Strandkörbe an den Stränden und wider Erwarten am gleichen Tag noch Abschalten der Wasserzufuhr zu den Strandabschnitten sowie Ausbau der insgesamt vierzig Wasseruhren. Eingebaut hatten sie diese vor kurzem und getestet, ob nach dem Winter alles in Ordnung war, und sie eventuell nachgebessert. Nun aber ist Frost angesagt, also müssen sie wieder abgebaut werden. Die Hauptuhren sind an Land, die Verteileruhren für die Restaurationsbetriebe, die Aufsichtskabinen, die Toiletten und die anderen sanitären Anlagen wie Duschen und Fußwaschbecken an den fünf Strandabschnitten bei den entsprechenden Anlagen.

 

Ein Termin aber steht jedes Jahr an: Die Eröffnung der Strandsaison mit den ersten bis zu einhundert Strandkörben.- Die Strandwärterhäuschen sind ab 15. März besetzt. Jetzt heißt es auch wieder: Karte zeigen! Der Strand aber ist an diesem Morgen weitgehend leer. Der Himmel bedeckt, Temperaturen um 3°C und ein steifer, zunehmender Wind aus östlicher Richtung. Sand weht über den Strand. In Richtung Bad präsentiert sich der Himmel freundlich in Weiß und Blau, aber Richtung Norden nach Westerheversand hin drohend dunkel. Aber es ist trocken. Heinz-Dieter Hecke und Lars Jensen von der Tourismus-Zentrale steuern ihre Schlepper mit den Anhängern und auf ihnen die ersten Saisonkörbe von der Autoüberfahrt Ording her über den Strand zum ersten Strandkorbpodest nicht weit entfernt vom Fahrradsteg und etwa 200 m entfernt von der Wasserkante und der Strandbar 54° N. Vierzehn Körbe stehen den Gästen hier ab sofort zunächst kostenfrei zur Verfügung. Sie sind die sichtbaren Boten für den Saisonstart. Vom Hänger müssen sie aber noch auf den Podest transportiert werden.

 

Zu viert sind sie von der TZ insgesamt vor Ort. Badestellenleiter Hannes Mahnsen ist mit von der Partie wie auch Olaf Peters. Dieser und Heinz-Dieter Hecke transportieren die Strandkörbe, jeder ca. 85 kg schwer, per der TZ eigens dafür auf dem Bauhof angefertigten Karren vom Hänger über eine Rampe auf den Podeststeg und dann an ihren Standort. Lars Jensen arbeitet den beiden auf dem Hänger zu. Das geht zügig von Mann zu Mann. Den zweiten Schlepper mit den beiden Hängern und jeweils 12 Körben fährt er etwas später weiter zur Badestelle Bad. Sie stehen den Gästen bald ebenfalls auf einem Podest zur Verfügung.

Saisonstart mit Strandkörben in St. Peter-Ording hat immer ein Medienecho. RTL, SAT 1, NDR Welle Nord, dpa und N 3 mit Meeno Schrader für das Schleswig-Holstein Magazin auf N 3 kommen zu diesem Termin gerne. Die Veranstaltungsabteilung mit Nils Stauch, Claudia Nißen und Sarah Dohle war ebenfalls vor Ort. Hannes Mahnsen steht den Pressevertretern Rede und Antwort. Die Strandkulisse mit den Pfahlbauten und Strandkörben auf den großen Sandflächen und unter dem Nordseehimmel geben immer etwas her. Dazu kommen vor allem seine Informationen.

Bis zu 1200 Strandkörbe verteilen sich auf die insgesamt fünf Strandabschnitte. Auch die Strände in Böhl, Süd und Ording Nord erhalten bis zum Wochenende Körbe. Das sind dann insgesamt etwa 70. In der Hochsaison sind es am FKK-Strand bis zu 250, in Ording bis 600 und im Bad 250 und in Böhl etwa 100. Am Südstrand stehen nur 35 Körbe. Nach und nach werden sie an Ort und Stelle verbracht. Das richtet sich auch immer nach der Vermietungsauslastung. Über den Winter waren bis dahin 400 in der Strandkorbhalle Hungerhamm, die anderen in den beiden Hallen auf dem Bauhof im Dorf eingelagert. Jeder Strandkorb wird auf seine Brauchbarkeit hin begutachtet. Einige müssen ausgesondert, viele auch repariert werden. Entsprechend hat man sie nach der Saison auch gestellt. Was in Ordnung ist, steht oben. Die Nummern sind nicht nur so. Sie geben auch Hinweise auf den Standort am Strand. Beim Aufladen auf die Hänger hieß es dann gestern auch: „Wir wollen kleine Nummern rausstellen.“

 

Vorbereitungen zum Saisonstart auf dem Bauhof

In der Saison sind im Bad und in Ording je zwei Mitarbeiter der TZ für die Strandkorbvermietung zuständig, zusätzlich ein Springer. In Böhl und am Südstrand machen die Badestellenleiter das jeweils mit. Allgemein gilt für die einzelnen Badestellen Teamarbeit. Da springt jeder da ein, wo er gebraucht wird. Bevor der Badestellenbetrieb aber richtig startet, gibt es noch ganz viel zu tun. Das kann man auf dem Bauhof sehen.

An mehreren Stellen liegen Spielgeräte oder Teile von Ihnen. Bei einigen hat man Kugellager auswechseln müssen. Auch sie werden wieder an den Strand gebracht.- In Nähe der Einfahrt liegen die Platten für die Strandkorbpodeste, die wieder eingefügt werden. Zwei neue sind in Ording am Werden.- Auch die vielen Stegelemente fallen ins Auge. Der Fußgängersteg vom Strandwärterhäuschen beim Übergang Köhlbrand bis hin zur Strandbar muss erneuert werden. Er ist marode. Grund dafür sind die mehrfachen Überflutungen des Strandes und die Einsandung. Nässe und Sand setzen den Stegen zu. Alle werden überprüft und ausgebessert, wo das erforderlich ist. Das muss nun zügig in den nächsten Wochen geschehen, damit es nicht nur beim Saisonstart mit den Strandkörben als dessen Boten bleibt. Wärmer werden müsste es aber schon.- Spätestens zu Pfingsten ist dann auch das „Karkenschipp“ wieder da. Das wartet meistens am längsten auf seine Rückkehr an den Strand.

Hjr, 15. März 2018, www.jb-spo.de

Der DRK-Ortsverein St. Peter-Ording lebt „Menschlichkeit“

 

So viele Ehrungen langjähriger Mitglieder hat es beim DRK-Ortsverein St. Peter-Ording wohl noch nie gegeben. Insgesamt 58 sind bereits vierzig Jahre Mitglied im DRK-Ortsverein St. Peter-Ording; 18 von Ihnen waren der Einladung zur Jahreshauptversammlung gefolgt und freuten sich über die Ehrung durch die Vorsitzende Marlene Pauly-Burchatzky, die von ihren Stellvertreterinnen Waltraut Schreiber und Ulrike Kloth unterstützt wurde. Viele der damals Eingetretenen sind bei den zu früheren Zeiten üblichen Straßensammlungen Mitglied geworden. Die Urkunde für 25 Jahre Treue zum DRK gab es für weitere zwei Mitglieder. Unter den Geehrten war auch Dr. med. Gerhard Fölz. Er war von 1974 bis 1985 erster Vorsitzender des Ortsvereins. Alle bekamen anstelle eines Blumenstraußes eine liebevoll verpackte „Notfalldose“. Sie enthält ein Infoblatt und zwei Aufkleber und soll dazu dienen, den Rettern im Notfall die wichtigen erforderlichen persönlichen Daten des Notfallopfers zur Verfügung zu stellen. Mit den Informationen versehen soll die Notfalldose im Kühlschrank sichtbar deponiert werden. Die auf der Innenseite der Wohnungstür und draußen auf der Kühlschranktür angebrachten Aufkleber sind Hinweis für die Retter, dass eine Notfalldose im Kühlschrank zu finden ist. Für diese gute Idee gab es von allen Seiten Lob.

„Ein großes Dankeschön geht an alle treuen Helfer bei den Veranstaltungen!“- Damit hatte Marlene Pauly-Burchatzky den Jahresbericht für 2017 im Rahmen der Regularien vorher eröffnet. Dieser spiegelte die Vielfältigkeit des 161 Mitglieder zählenden Vereins wieder. Von ihnen bringen sich achtzehn aktiv ein. Über 100 Termine waren es, an denen diese nicht nur für die Mitglieder sondern auch für die Allgemeinheit mitgewirkt haben. Dazu gehörten drei Blutspendetermine mit 304 Spendewilligen; 281 durften spenden. Zwei Erste-Hilfe-Lehrgänge mit Ramona Posner vom Ortsverein Garding waren ausgebucht. Drei vom Landesverband angebotene Lehrgänge zu den Themen „Gesund essen, besser leben“, „Prävention für den Erhalt von Mobilität und Unabhängigkeit“ und „Konfliktmangement“ waren sehr gut besucht. Auf dem Weihnachtsmarkt im Ev. Jugenderholungsdorf, dem Frühlings- und Herbstmarkt mit Kunsthandwerkern in der Utholm-Schule wurden wie schon seit Jahren selbst gebackene Kekse verkauft. So gab es aus dem Erlös auch wieder eine Geldspende an die Schule, damit in Notfällen unkompliziert geholfen werden kann. Lottoabende, Spielenachmittage, „Fahrt ins Blaue“, „Begrüßung des neuen Jahres mit Freunden“, Veranstaltungen im Seniorenheim Dünengarten – „Edelweiss“ – und mehr finden sich auch wieder im Veranstaltungsplan 2018, für den der Vorstand verantwortlich zeichnet (Info: www.drk-st-peter-ording.de).- Den Kassenbericht erstattete Rolf Burchatzky, den Prüfungsbericht Henrik Kloth. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Michael Jacobs hatte das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2017 verlesen. Fragen oder Anmerkungen hatte es auch hier nicht gegeben. Für den ausscheidenden Kassenprüfer Klaus Schulz wurde Ilse Lamke gewählt.

Die zweite stellv. Vorsitzende Ulrike Kloth wies auf den seit Mai eingerichteten „Feierabendtreff“ hin. Er ist jeweils am 3. Freitag eines Monats. Mit Daniel Schädler vom „Jos“ der Nordseeschule hat sie Kontakt aufgenommen, um nach einer neuen Möglichkeit für eine „Jugendrotkreuz-Arbeit“ zu suchen. Man bleibe hier am Ball. Sie warb dann für das „Familienpicknick“ auf der Erlebnispromenade am Sonntag 13. Mai, dessen Durchführung der DRK-Ortsverein plant.

Ein formal wichtiger Punkt war die Anpassung der Satzung. Sie war aus rechtlichen Gründen notwendig geworden. Die Satzungen der Landes- und Kreisverbände sowie der Ortsvereine sind Bestandteil der DRK-Satzung des Bundesverbandes. Nach Erläuterungen durch Rolf Burchatzky und ergänzenden Einlassungen wurde sie gemäß Vorlage einstimmig beschlossen. Sie war allen Mitgliedern rechtzeitig vorher zugestellt worden.

In den Grußworten von Bürgervorsteher Boy Jöns, vom Präsidenten des DRK-Kreisverbandes Frank Millack und vom Rektor der Utholm-Schule Boy Möller gab es große Anerkennung für die Arbeit des seit 1951 existierenden Ortsvereins. Mit „vorbildlich“ und „total klasse“ wurde höchste Anerkennung ausgesprochen. Der DRK-Ortsverein verkörpere „gelebte Menschlichkeit“. Der Ort und die Menschen hier profitierten von seinen Aktivitäten.

Hjr, 14. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Am 16.3.2017 beschlossen die anwesenden Mitglieder des Vereins AG-Ortschronik, den Verein aufzulösen

Die Arbeit geht weiter, aber nun im Verein KulturTreff. 

 

Die Anwesenden dankten dem Vorsitzenden Claus Heitmann für seinen unermüdlichen und für St. Peter-Ording und Eiderstedt so erfolgreichen ehrenamtlichen Einsatz. In den über 30 Jahren scharte er viele Mitstreiter um sich, forschte und veröffentlichte Schriften und Bücher zur Geschichte St. Peter-Ordings. Mit "Jan und Gret", dem Glockenturm, den Flutpfählen, dem Backhaus mit seinem Umfeld, der "historischen Insel", dem Wiederaufleben der Biike, den zahlreichen Beteiligungen an Ausstellungen und Veranstaltungen schuf er den "sichtbaren" Bezug zur Geschichte des Ortes.

Ehre, wem Ehre gebührt!  Claus Heitmann hat sich um unseren Ort verdient gemacht!   Danke!

Georg Panskus

De Lammtiet is nu in‘e Gangen

 

Ünnerwegens vun Ording na Hus full mi dat in. Kunnst man över Westmarken fohren un gau noch mol bi Stefan Ebsen rinkieken. Wi kennt uns al lang. He is lehrt Discher. Blots wenn een mit Schaap opwussen is, lött em dat sachts ni los. So höllt he uk Schaap. Üm sösshunnert sünd dat nu. In Summer hatt he sik en niee Hall buut. Sünst weern de Schaap jümmers hier un dor op’n Hoff an de een un an de annere Steed in’n lütten Stall or Schuppen, eben dor, wo Platz weer. Nu hett he se fein tohoop. Üm un bi veerhunnertfofti sünd dor in twee Afdeelungen ünnerbröcht. Vöörnan sünd de niebuut Hocks. In de kummt de jüst boren Lämmer so för fiev Daag mit ehr Mudderschaap rin. Na düsse Tiet geiht mit ehr Mudder trüch to de annern Mudderschaap mit ehre ‘n beten öllere Lämmer. Denn sünd se al groot noog un staht fast un köönt uk richti loopen. Se weet denn uk genau, wo ehr Mudder is und wo de Zitzen vun‘t Euter sitt. Dat is all’ns wichti.- So veele Lämmer sünd dat no ni. De eersten keemen al to Wiehnachen. Denn hett sik dat so henleppert. Nu aver is de Lammtiet in’e Gangen.

 

Ik keem jüst to de rechte Tiet in sien Hall. He weer uk dor. Dat is so, wenn Schaap hest. Een junge Mudderschaap harr jüst lammt un leck ehr Junges sauber un dröög. Schier sä dat ut. Dat weer nu dorbi, op de Been to kamen. Dat mutt ween. Üm dat lütt Lamm hölln de annern Schaap eerst al Afstand. Laater keemen se neeger un begrööten dat Lütte. Sien Mudder weer jümmers dorbi. De Wiehnachtslämmer söchten ok Kontakt. Bald harr de Lütt denn uk de Zitzen funnen un Melk kreegen. Uk dat mutt ween.

Stefan meen denn, dor kummt noch een. Dat markt he un kunn dat uk sehn. He kennt sik mit Schaap ut. Sachts wurr he denn doch unruhig un sä: „Ik warr mol den Handschoh halen, kunn je ween, wat de Been en beten dwars sünd.“ He lang denn uk in den Geburtskanal, un süh, dor keemen denn mit sien Hölp eerst de Been, denn de Kopp, un denn kunn dat Schaap dat uk alleen. Dat weer meist en lütte Lorbass, de dor to Welt kamen is, grötter as sien Geschwisterlamm. Furts gung dat an’t Rein- un Drööglecken. Een vun de annern Schaap keem glieks to Hölp. Dat lütte Lamm klabaster denn dor uk mit rüm, höörte je dorto.

Duer denn ok ni al to lang, dor snapp Stefan sik de beid Lämmer un geev ehr Mudder Teeken, wat se mitkamen schull. Se trocken üm in’t Hock. Dor harrn se dat kommod. De Een vun de Twee wüss nu al, wo dat mit Loopen un Drinken is, de anner wurr dat uk bald wies warrn.

So üm un bi in dree Weeken köönt de Muddderschaap mit ehre Lämmer rut op de Fennen. Denn is Oostern. De Lammtiet is denn no ni to Enn. Stefan hett denn sien annere noch eenhunnerttwinti Schaap to‘n Lammen vun Dithmarschen wedder na Hus halt. Dor sünd se över de Wintermonate op Gras west. Dat hört uk to de Arbeid vun’n Schäper dorto. Kieken deit he dor uk na sien Schaap. Dat deit he hier jede Dag, wenn se op de Fennen sünd.

Hans Jörg Rickert, 09. März 2018, www.jb-spo.de

Düt un dat op Platt: Klimawannel – för Donald Trump keen Problem

 

Wenn vun Klimawannel höören deist, denkst hüüt toeerst an ‘e Erwärmung vun uns Planet. Donald Trump hett dormit nix in‘n Sinn. He glöövt dat ni. För em is dat Löögenkram. He will dat Pariser Klimaschutzafkamen verlaten.

Nu kummt em dor Stephen Hawking avers in de Mööt. Wenn Trump dat dä, sä de Astrophysiker, wurr de Eerd as de Planet Venus. Dat geev hier en Temperatur vun 250 Grad Celsius un vun baben keem so wat as Schwefelsuur rünner. Wi kunnen hier ni mehr blieven, mütt uns en niee Heimat in‘ t All sööken. Dat vertell he in’t Interview mit de BBC an sien 75. Geburtsdag. Dat weer de gröttste Gefohr in uns Tiet. Noch kunnen wi wat doon. Blots dat duer ni mehr lang, denn weer dat mit den Klimawannel ni mehr to wuppen. De lött sik denn ni mehr ümkehren.- Is je uk keen Wunner, wat Trump dat ni glööven deit, he meent jo sachts: Venus is doch wat Schöön’s.

Blots op den „Klimawannel“ vun Kim Jong Un will sik Donald Trump inlaten. He schall de Inladung to’n Snacken mit em annohmen hebb’n. Dormit harr he keen Problem, sä he. Dat schall noch vöör Mai ween, seggt Nord-Korea. Pjöngjang würr sien Raketen- un Atomtests vorerst uk stoppen. Wat dat würkli wat mit Klimawannel to kriegen hett.

Wenn Trump sik man dor ni verkalkuleert un düssen Kerl ut Nordkorea ünnerschätzen deit. Glieks „Ja“ seggen? Wenn dat man ni blots so’n Wessel vun’t Weller is un över kort or lang wedder dreiht. „Klimawannel“ is wat anners.

Wi sitt je wohl meist op so ‘n Vulkan. Wenn de losgeiht, warrt dat ok hitt un regent Schwefel. Wenn dormit utkümmst!

Hans Jörg Rickert, 11. März 2018, „Düt un dat op Platt – Hans Jörg vertellt“

TZ im Dialog: „Dem Gast auf der Spur”

 

Die Zahlen, Daten und Fakten für die Gästebefragung Schleswig-Holstein 2017 für St. Peter-Ording liegen aktuell vor. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgte im Rahmen der Veranstaltungsreihe "TZ im Dialog" am Mittwoch, 28. Februar 2018 von 17.30 - 19.00 Uhr im DÜNEN-HUS auf der Erlebnis-Promenade in St. Peter-Ording.

Die Gästebefragung in St. Peter-Ording wurde vom NIT (Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH) in Kiel im Jahr 2017 als Anschlussuntersuchung der landesweiten Gästebefragung in Schleswig-Holstein durchgeführt. Kai Ziesemer vom NIT gab erste Einblicke in diese wichtigen touristischen Ergebnisse für St. Peter-Ording.

Wie ist die Altersstruktur unserer Gäste? Welche Entscheidungsgründe bringen die Gäste zu uns? Wie ist die Zufriedenheit unserer Gäste? Kommen die Gäste erneut nach St. Peter-Ording?

 

Bericht aus den HUSUMER NACHRICHTEN (shz) vom 8. März 2018

von Ilse Buchwald

 

Glückliche Urlauber in St. Peter-Ording

 

Strand und Meer sind für Urlauber die Topgründe, nach St. Peter-Ording zu reisen. - Die große Mehrheit der Gäste findet St. Peter-Ording einfach super, ergab die Befragung 2017.

 

Die Touristiker in St. Peter-Ording können mit ihrer Arbeit sehr zufrieden sein, denn auch die Urlauber sind sehr zufrieden mit dem Nordseebad. Das ergab – wie schon 2015 – die Gästebefragung 2017. „St. Peter-Ording ist auf Kurs“, lobte Henrike Beer vom Kieler Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa, kurz NIT. Sie stellte die Ergebnisse in der jüngsten Veranstaltung von „TZ im Dialog“ vor. 1300 Urlauber im Alter ab 13 Jahren hatten an der schriftlichen Umfrage im vergangenen Jahr teilgenommen.

Den größten Anteil machen, nicht überraschend, die Natururlauber mit 42 Prozent der Befragten aus, 26 Prozent sind Entschleuniger (sie kommen wegen Natur, Wellness und Genießen nach St. Peter-Ording), 17 Prozent sind Familien und 14 Prozent Neugierige. Mit Natur und Meer punktet der Badeort nach wie vor: So nennen 83 Prozent als Reisegrund Strand, Meer und Bademöglichkeiten, 72 Prozent Klima und Luft, 70 Prozent Erholungsmöglichkeiten und 64 Prozent Landschaft und Lage. 23 Prozent gaben an, wegen des Weltnaturerbes Wattenmeer nach St. Peter-Ording zu kommen, genau wie 2015. Der Durchschnitts-Gast ist 53,7 Jahre alt und damit etwas jünger als im Landesvergleich. Er bleibt neun Tag und gibt 75 Euro pro Tag aus, sieben Euro mehr als 2015. 52 Prozent verfügen über ein Nettoeinkommen von mehr als 3000 Euro. „Diese Klientel ist bereit, etwas zu geben, möchte im Gegenzug aber auch etwas für ihr Geld haben“, so Henrike Beer.

--- Hier folgen eigene Bilder - JAHRBUCH 2018:

Angesichts der Verkehrsprobleme im Sommer wunderte sich niemand der rund 70 Zuhörer im Dünen-Hus, dass 88 Prozent der Gäste mit dem Auto anreisen, zehn Prozent mit der Bahn. Letzteres bekomme aber einen höheren Stellenwert, sagte die Referentin. Gern wird die Umgebung erkundet, 77 Prozent der Befragten unternehmen fünf Ausflüge pro Aufenthalt, die deutliche Mehrheit mit dem Auto.

Henrike Beer nahm auch die Zufriedenheit noch genauer unter die Lupe. Die Auswertung hat – genau wie 2015 – eine 1,7 als Durchschnittsnote ergeben. „Das entspricht einer sehr hohen Zufriedenheit“, betonte sie. Im einzelnen lobten die Gäste Anreise, Ortsbild, Landschaft und Unterkunft mit sehr gut, beim Freizeitangebot waren es Radfahren, Baden und Strand. Am schlechtesten schnitten Versorgung mit Internet, Veranstaltungen und Shopping ab.

Die Urlauber wurden auch nach ihren persönlichen Glücksmomenten befragt. Dazu trugen Meer und Strand mit Sonnenuntergang und Aktivitäten wie Yoga oder Kitesurfen bei. Aber auch das Golfspielen im Rollstuhl wurde genannt. Weitere Glücksmomente bescherten die Sauberkeit und das gepflegte Ortsbild, das Ambiente der Dorfstraße sowie die Strandpromenade und die abwechslungsreichen Rad- und Wanderwege sowie das kostenlose Parken auf dem Marktplatz. Insgesamt 211 Nennungen gingen ein.

Unter dem Stichwort Kritik gab es 209 Antworten. So wurden unter anderem fehlende Schließfächer am Strand, fehlendes Angebot bei schlechtem Wetter, sterile Reetdach-Unterkünfte und schlechte Straßenverhältnisse moniert. Manche wünschten sich einen Ausbau der Radwege, andere kritisierten, dass durch die Bautätigkeit der Charakter des Ortes verloren gehe. Und wie nicht anders zu erwarten, waren auch Hunde wieder ein Reizthema. Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff appellierte energisch an die Einheimischen mit gutem Beispiel voranzugehen, ihre Hunde anzuleinen und die Hinterlassenschaften richtig zu entsorgen. Sie erhielt Beifall, als sie von Bußgeldern sprach.

– Quelle: https://www.shz.de/19274916 ©2018

Neuer Ort für das Ev. Familienzentrum St. Peter-Ording, Tating und Tümlauer Koog

 

Hell und attraktiv präsentiert sich das Ev. Familienzentrum an seinem neuen Ort im Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating. Kinderlachen war schon im Eingangsbereich direkt neben dem Kirchenbüro zu hören. Die drei Mädchen Shaleen, Amelia und Joyce hatten den Multlifunktionsraum sofort für sich entdeckt und erobert. Da konnte man toben. Auch Spielzeug war da. Amy lag in ihrem Kinderkörbchen und schlief, ebenso Levio in seinem Kinderwagen. Ihre Mütter Frederike und Nina waren neugierig auf das Familienzentrum. Sie nutzten den Tag der offenen Tür zur Information.

Viele waren gekommen. Bürgervorsteher Boy Jöns und Bürgermeister Rainer Balsmeier hatten schon am Morgen ihr großes Interesse bekundet. Vom Kita-Werk NF als Träger war die pädagogische Referentin Tanja Hoehl extra aus Breklum angereist. Helmut Walter vom Sozialausschuss war unter den Besuchern wie auch, Andrea Streubier von der Urlauberseelsorge, Anke Willecke – sie hat viele Jahre in einem Mutter-Kind-Haus gearbeitet – und Silvia Zuppelli von der Beratungsstelle „Frau & Beruf“ in Husum. Schulleiter Boy Möller von der Utholm-Schule schaute rein und mit Lisa Grobe kamen einige Seniorinnen, die sich unten im Konfirmandenraum zum Spielenachmittag eingefunden hatten. Sie alle wollten sehen, wie das Familienzentrum als Raumnachfolger des Jugendzentrums aussah. Dieses war bereits im November in das „Jos“ beim Gymnasium in der Pestalozzistraße umgezogen (wir berichteten).

Es kann sich wirklich sehen lassen. Mit dem großen „Küchenzimmer“ mit Blick auf den Marktplatz, gegenüber vom Flur das kleine, praktisch eingerichtete Dienstzimmer für die Mitarbeiter mit Blickfenster in den Multifunktionsraum, der als Spielstube, aber ebenso für Mutter-Kind-Kurse oder vieler Art Bewegungsmöglichkeiten zu nutzen ist, und dem angrenzenden und auch von ihm aus zugänglichen Konferenz-, Seminar- und Gesprächsraum ist das Familienzentrum optimal ausgestattet. Es ist angedockt an die Ev. Kita mit Brigitte Ranft-Ziniel als Leiterin. Koordinatorin für diese Einrichtung ist Barbara Kirchner. Sie arbeitet bereits Maike Christiansen als Nachfolgerin ein. Diese hat derzeit noch hauptamtlich die Bereichsleitung Krippe inne.

Seit drei Jahren gibt es das Familienzentrum am Ort. Zum „Leben mit Kindern“ befähigen, diese groß werden lassen, Eltern und Kinder auf ihrem Weg zu begleiten, sie zu unterstützen sowie mit- und füreinander stark zu machen, Sorgen zu mildern und wenn es Not tut, Hilfen zu vermitteln - das haben sich die Familienzentren im Kreis Nordfriesland auf die Fahnen geschrieben. Wie die anderen versteht sich die Einrichtung im Gemeindehaus St. Peter-Ording mit seinen Koordinatorinnen als Brückenbauer zu verschiedenen Angeboten im Hause und zu vielen Partnern aus der Region. Sollten Väter mal das Gespräch mit einem Mann suchen wollen, ist das hier auch schnell möglich. Vor allem im Hort der Kita sind Männer tätig, die sich u.a. auch mit Jungen unterschiedlichen Alters gut auskennen.

Silvia Zuppelli von „Frau & Beruf“ war einfach beeindruckt von den Räumlichkeiten. Dazu kam für sie besonders noch die günstige Lage in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz und mit kostenfreien Parkplätzen dort sowie vom Preestergang aus. Sie wird am Dienstag, 17. April von 10 bis 12 Uhr im Familienzentrum ein Workshop zu „Neuregelungen zu Elterngeld und Elternzeit“ durchführen und einen Einblick in dieses komplexe Thema geben. Nina Lorenzen führt vor Ort Delfi-Kurse durch. Sie richten sich an Eltern für Kinder ab 8. Lebenswoche bis zum Krippenalter. Mit dem DRK-Ortsverein ist schon ein Erste-Hilfe-Kurs für Zuhause in Planung. Am besten ist, man schaut einfach mal rein und erkundigt sich. Bereits am 28. März gibt es hier vor Ort von 9:30 bis 14 Uhr Berufliche Beratung für Frauen – individuell, vertraulich und kostenlos – von „Frau & Beruf“. Dafür ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Erreichbar ist das ev. Familienzentrum per Email ev-familienzentrum-spo@kita-werk.de und unter Tel. 04863 476 99 06.

Hjr, 10. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Festliche Geburtstagsvernissage für Erhard Schiel im Dünen-Hus

 

Ausstellung mit Radierungen und Ölbildern des am Ort lebenden Künstlers

Erhard Schiel ist 75 Jahre geworden. Ein passender Anlass, um das Werk des Künstlers, der so eng mit seiner selbstgewählten Heimat St. Peter-Ording verbunden ist, zu ehren. Zu seinem Geburtstag am 4. März lud die Gemeinde zu einer besonderen Vernissage im Dünen-Hus ein. Der Festakt war dem Künstler und auch seiner Frau Ingrid gewidmet. Zahlreiche Freunde und Bekannte waren aus der gesamten Bundesrepublik gekommen. Eine Feierstunde sollte es werden, und dies ist der Gemeinde in wunderbarer Weise gelungen. Ausgewählte Radierungen und Ölbilder an den Wänden und auf der Bühne schmückten den festlich hergerichteten Veranstaltungsraum der Tourismus-Zentrale. Die Ausstellung ist nun noch bis zum 15. März täglich von 11 bis 17 Uhr zu betrachten.

Mit Unterstützung von Mitarbeiterinnen der Tourismus-Zentrale empfing Sigrid Widderich die Gäste. Auf Wunsch des Künstlers und seiner Frau wurden anstelle von Geschenken Spenden für den ev. Kindergarten gesammelt. Der Jubilar hielt sich noch versteckt, seine Frau Ingrid begrüßte die Ankommenden.- Eingeleitet wurde die Feier musikalisch mit stimmungsvoller Jazzmusik des Duos Prince Alec (Saxophon) & Fontaine Burnett (Guitar). Unter Beifall kam Erhard Schiel in Begleitung von Bürgermeister Rainer Balsmeier in den Saal und nahm neben seiner Frau in der ersten Reihe Platz.

„Es ist wirklich schön, dass Sie heute alle gekommen sind, den 75. Geburtstag unseres Künstlers Erhard Schiel zu feiern“ begrüßte dieser die große Schar, um danach im Namen von Gemeinde, Tourismus-Zentrale und aller Gäste das Ehepaar Schiel und ihre aus Norwegen angereiste Tochter Christiane Petersen-Schiel auf das Herzlichste willkommen zu heißen. Launig ließ er einige Passagen des im Zeichen der Fische in Insterburg Geborenen aufleben und würdigte die Zeit seit 1986 in St. Peter-Ording. Schnell hätten sich Schiels mit ihrer Galerie und Radierwerkstatt einen Namen gemacht. Es sei damals nicht möglich gewesen, Erhard Schiel nicht kennen zu lernen. Der Künstler stellte international und national aus. Zu seinem prominenten Freundeskreis gehörten Gert Fröbe genauso wie Gottfried Böttger und Politiker. Inzwischen zierten viele seiner Werke den Ort, u.a. das Panoramabild und die Riesenwelle sowie die spielenden Kinder bei der Utholm-Schule und der heilige Florian bei der Feuerwehr. Erhard Schiel habe im Ort seine Handschrift hinterlassen. „Es ist nun nicht mehr möglich, Ihnen nicht zu begegnen“, schloss Rainer Balsmeier.

Eindrucksvoll gestaltete Kunsthistorikerin und Autorin Dr. Constanze Wilken die Laudatio zum Werk von Erhard Schiel. Im Dialog mit den Musikern stimmte sie die Gäste auf die Kunst ein. Zitate von Goethe „Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“, Paul Klee „Kunst gibt nicht das Sichtbare vor, sondern macht sichtbar“ und Friedrich Hebbel „Kunst ist das Gewissen der Menschheit“ gaben der Kunst den ihr angemessenen Stellenwert.- Da setzte sie bei der Würdigung des „Ausnahmekünstlers“ Erhard Schiel an, der „unvergessliche Radierungen“ mit Bezug zu Eiderstedt geschaffen hat, und bei allem Erfolg „nie die Bodenhaftung“ und sein „kritisches Auge“ verlor. Sie stellte sein Werk in kunsthistorischen Kontext, bezog sich auf die Landschaftsmaler der Künstlerkolonien und auf die Affinität des Künstlers zu den „Alten Meistern“.

Schiel setzt sich in seinem aktuellen Zyklus von Ölbildern bewusst mit Meistern wie Caravaggio, Rembrandt oder Bosch auseinander, verfremdet, schafft neu und regt die Betrachter zum Nachdenken an. Dr. Constanze Wilken beendete ihre einfühlsamen Ausführungen mit dem treffenden Nietzsche-Zitat „Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen“ und schloss so ihre Betrachtungen des vielschichtigen Oeuvres von Erhard Schiel. Die Zuhörer applaudierten sichtlich bewegt.

Rainer Balsmeier übernahm mit den Worten: „Es ist für mich eine Ehre, Ihnen Herr Schiel, zu Ihrem 75. Geburtstag gratulieren zu dürfen. Der Gemeinde war es ein Anliegen, Ihnen hier in diesem Rahmen zu danken.“ Die Kindergartenkinder kamen per Filmsequenz mit ihrem Danklied „Wie schön, dass Du geboren bist“ zu Wort. Mit „Sie sind ein Team – das macht Sie beide aus“, wandte sich der Bürgermeister besonders an Ingrid Schiel. Ihr überreichte er als Geschenk einen „Leuchtturm Westerhever“ aus der Bernsteinwerkstatt von Boy Jöns. Mit den Worten „Bleiben Sie uns erhalten mit Ihrer Schaffenskraft“, endete die festliche Ehrung seitens der Gemeinde.

Sehr herzlich bedankten sich anschließend Ingrid und Erhard Schiel für die gelungene Feierstunde. In gewohnt humoriger Art betonte der Künstler die wichtige Arbeit seiner Frau. Er könne alles, was man nicht brauche, z.B. Feuer mit Steinen machen, aber nicht mit dem Handy und Internet umgehen. In Erinnerung an besondere Ausstellungen betonte er: „Dieses heute war ein ganz besonderer Tag. Den werde ich nicht vergessen.“- Mit einem köstlichen Buffet vom Strandgut Resort klang die Veranstaltung aus.

Hjr, 05.März 2018, HN und www.jb-spo.de

 

Schöffen gesucht

 

Mitteilung des Bürgermeisters in der Sitzung der Gemeindevertretung St. Peter-Ording

 

Jede Ausschuss- und jede Gemeindevertretersitzung enthält in ihrer Tagesordnung die Punkte Mitteilungen des Bürgermeisters und des Bürgervorstehers. Damit wird gewährleistet, dass allgemeine und von Interesse befindliche Punkte nicht unter den Tisch fallen bzw. der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht werden können. Ein solches Thema ist z.B. der Aufruf zur Bewerbung für das Schöffenamt. Dieses lag Bürgermeister Rainer Balsmeier sehr am Herzen.

Im ersten Halbjahr werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die fünfjährige Amtszeit für das Amtsgericht Husum und für die Strafkammern beim Landgericht Flensburg gesucht. Schöffen sind ehrenamtlich tätige bestellte Richter. In einem Schöffengericht – es besteht aus einem Berufsrichter und zwei Schöffen – entscheiden sie über Strafsachen. Eine große Strafkammer wird aus zwei Berufsrichtern und mehreren Schöffen gebildet.

Für die Gemeinde St. Peter-Ording werden 5 Schöffen und 6 Jugendschöffen benötigt. Sie müssen im Gemeindegebiet wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sowie unbescholten sein. Den Schöffen darf wegen ihres Ehrenamtes kein Nachteil am Arbeitsplatz erwachsen. Wenn eine Bürgerin/ein Bürger Interesse an dem Amt hat, möge er sich gerne mit dem Sachbearbeiter Sven Hansen beim Amt Eiderstedt per Telefon 04862 1000 122 ins Benehmen setzen. Er gibt nähere Auskunft. Bewerbungstermin für das Jugendschöffenamt ist der 29. März, für das Schöffenamt der 30. April 2018. Der Bürgermeister bat die Mitglieder der Gemeindevertretung und alle Anwesenden, in ihrem Bekanntenkreis für die Übernahme des Schöffenamtes zu werben.

Soziale Kompetenz und Lebenserfahrung sind die Hauptvoraussetzungen. Sie können aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement erwachsen sein. Schöffen sind übrigens gleichberechtigt mit den Berufsrichtern. Gegen das Urteil zweier Schöffen kann also in einem Schöffengericht kein Recht gesprochen werden.

Seitens der Gemeindevertretung sollen doppelt so viele Bewerber als für das Schöffenamt benötigt vorgeschlagen werden. Jede Person möge sich überlegen, ob sie sich für ein solches Amt nicht doch zur Verfügung stellen könne und dann gerne mit dem Amt Eiderstedt Kontakt aufnehmen.

Hjr, 6. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahr: Noch ist alles okay, aber die Zukunft zeigt sich weniger rosig

 

Bürgervorsteher Boy Jöns (CDU) hatte man gerade die erste ordentliche Gemeindevertretersitzung des Jahres und damit zugleich die letzte der Legislaturperiode vor der Kommunalwahl am 6. Mai mit den notwendigen Formalien eingeleitet, da ging es weniger ums „Eingemachte“ als um die Zukunft. Tourismusausschuss und Finanzausschuss hatten jeweils zweimal den Wirtschaftsplan der Tourismus-Zentrale und den Haushaltsplan einschließlich Haushaltssatzung der Gemeinde St. Peter-Ording beraten und der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung empfohlen (wir berichteten). Alles war zu Papier gebracht. Das tat diese auch guten Gewissens einstimmig, denn beide Pläne können sich sehen lassen. Willi Bahrenfuß (AWG) wies allerdings darauf hin, dass erst am Ende des Jahres abgerechnet werde. Er hatte die Lacher auf seiner Seite.- Der vorgesehene Punkt „Änderung der Straßenbaubeitragssatzung“ (wir berichteten zur Sitzung des Bauausschusses) wurde wegen zusätzlichen Beratungsbedarfes hinsichtlich der möglichen Modalitäten von der Tagesordnung genommen.

 

Finanzausschussvorsitzender Richard-Flohrs Richardsen (CDU) hatte die Pläne jeweils vorgestellt. Der Wirtschaftsplan der TZ schließt bei Erträgen und Aufwendungen von jeweils mehr als 14 Mio € im Erfolgsplan zwar mit einem Jahresverlust von 204 Tausend € ab, aber für die geplanten Investitionen (bis 2021) sind nach den Prognosen durch die Gewinne aus den Jahren 2010 bis 2016 und den Gewinnvortrag aus 2017 keine Kreditaufnahmen erforderlich. Selten sei der Jahresverlust so niedrig angesetzt worden wie für 2018, betonte er. Der Haushaltsplan der Gemeinde weist im Ergebnisplan bei einem Gesamtbetrag der Erträge von 12,027 Mio € und der Aufwendungen von 11,936 Mio € einen Jahresüberschuss von 90.700 € aus. Die Umlagen an Kreis, Amt und Schulverband sind weiter gestiegen und machten allein 4,863 Mio € aus. Eine Kreditaufnahme in Höhe von 539.000 € erfolgt für die Modernisierung der Kläranlage aufgrund der neu geltenden Klärschlammverordnung (wir berichteten). Die Hebesetze für Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer bleiben weiterhin unverändert. Insgesamt werde es enger, stellte Richardsen hier fest.

 

Wer dachte, es ginge jetzt schnell in der Tagesordnung weiter, irrte. Hans Halket Kraus (SPD) ergriff das Wort und sparte dabei auch nicht mit Lob wegen der erfolgreichen Arbeit: „Das ist alles solide aufgebaut, aber wenn ich mir das so ansehe, sieht das in Zukunft nicht mehr so rosig aus.“ Er bemängelte, dass bei einem Umsatz von über 240 Mio € am Tourismusort so gut wie gar nichts in den Gemeindehaushalt geflossen sei. Bürgermeister Rainer Balsmeier machte eindringlich darauf aufmerksam, dass man sich in St. Peter-Ording auf den Weg begeben habe, die Verluste der TZ mit Gewinnvorträgen abzudecken. Der Eigenbetrieb habe sich positiv entwickelt. Seit Jahren müsse die Gemeinde keine Verluste mehr aus dem Tourismus übernehmen.- Auch wenn der Gemeindechef für die Beibehaltung der jetzigen Praxis plädierte und die Situation für den Gemeindehaushalt ebenfalls als „schwierig“ benannte, sah Kraus das im Hinblick auf die Gefahr, wie andere Orte auf Eiderstedt Bedarfsmittel empfangende Gemeinde zu werden, problematisch: „Wenn das auf Sicht nicht mehr aufgeht, steckt ein Fehler im System.“ Die Prognosen deuteten auf eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern hin.

 

Bereits zu Beginn der Sitzung war die Vertretung dem Vorschlag des Finanzausschusses gefolgt, die Eröffnungsbilanz der Gemeinde St. Peter-Ording zum 1. Januar 2014 mit 47.897.910, 65 € zu beschließen. Das war aufgrund der Umstellung von der kameralistischen Haushaltsführung notwendig (wir berichteten). Mit etwa zwei Jahren Zeit sei zu rechnen, bis die Bilanz zum 31. Dezember 2017 vorläge.

 

Beschlossen wurde in der Sitzung die Aufhebung des noch nicht rechtskräftigen Satzungsbeschlusses vom 11.12.2017 zur 3. Änderung des B-Planes 25 für das Gebiet südlich „Dorfstraße“, östlich „Am Wäldchen“, nördlich des „Heideweges“ sowie westlich der „Amtmann-Dircks-Str.“ und „Westerwohld“. Der B-Plan war stets parallel zur 3. Änderung des B-Planes 19 – Fasanenweg, Kirchenleye, Deichgrafenweg – erarbeitet worden. Dieser aber ist nach einer rechtlichen Prüfung aufgrund von eingegangenen Stellungnahmen hinsichtlich Festsetzungen von Nutzungseinheiten, Abstandsregelung und dem erweiterten Bestandsschutz innerhalb des Waldschutzstreifens zu überarbeiten. Damit steht auch für B-Plan 25 eine Überarbeitung und erneute Offenlegung an. Man möchte hiermit zusätzliche weitere zeitliche Verzögerungen vermeiden.

Hjr, 6. Dezember 2018, HN und www.jb-spo.de

Nur das Engagement Ehrenamtlicher macht Breitensport möglich -

TSV St. Peter-Ording hielt seine Jahreshauptversammlung ab

 

„Dieser Verein ist ein Verein, der für Kleine wie für Menschen im hohen Alter da ist. Gut, dass wir so breit aufgestellt sind.“ Dieses Resümee zog Matthias Kiepke, Vorsitzender des TSV St. Peter-Ording (https://tsv-spo.de), nach den Berichten der Spartenleiter in der Jahreshauptversammlung im Sportlerheim des TSV. Das sportliche Angebot reicht vom „Eltern-Kind-Turnen“ für bis Vierjährige mit Rebekka Fortmann über das Kinderturnen (bis 10 J.) – wenn denn eine Betreuerin gefunden wird - bis hin zur Frauengymnastik mit Inke Pröhl und Ingrid Voutta sowie zum Altherrensport unter der Regie von Ehrenfried Ewert. Badminton, Judo, Volleyball, Lauftreff, Reha-Sport (Herz und Diabetes), Yoga und Qi Gong gehören genauso dazu wie seit einigen Jahren auch wieder die Mannschaftssportart Fußball ab fünf Jahre in vier Altersklassen bis 11 und 12 Jahre (D-Jugend) mit Melvin Dell-Missier bzw. für die jüngeren mit Elke Gnutzmann bis hin zu den Männern mit Carlos Carstensen. Er konnte von erfolgreichen Spielen berichten, jedoch reichte es bisher nicht zum Aufstieg. Auch in dieser Saison werde es höchstens noch den Vizetitel geben.

In der Leichtathletik feierte der TSV weiterhin Erfolge. So gab es 10 Landesmeistertitel für Mitglieder des TSV: Karl Scheffels (M 14) mit 5 Titeln, Okke Dircks (2) und Boje Dircks (1, beide männliche Jugend unter 20) sowie Marcel Lienstädt (2, Männer). Bei den Deutschen Meisterschaften erreichten Okke und Boje Dircks in ihrer Hauptdisziplin Drei- bzw. Weitsprung jeweils den 5. Platz, Marcel Lienstädt den 8. Die Leichtathletikgemeinschaft Tönning/St. Peter existiert nicht mehr, da Vereine Startgemeinschaften bilden können. So startete u.a. Antonia Dircks erfolgreich mit Sportlerinnen aus Bredstedt und Wyk. Wenn es auch nicht mehr die große Gruppe wie vor 15 Jahren gäbe, sei es doch gelungen, 12 bis 15 Kinder der 5. und 6. Klassen für die Leichtathletik zu motivieren. Sie trainierten mit Antonia Dircks, Marcel Lienstädt und ihm, so Leichtathletik-Trainer Torsten Westphal.- Für den 1. Juni kündigte er auf dem Eventgelände der Ordinger Sandbank ein sportliches Großereignis mit bis zu 1500 Teilnehmern zum Ablegen des Deutschen Sportabzeichens an. Dienstag bis Donnerstag kann von 17:00 bis 18:30 Uhr unabhängig von der Zugehörigkeit zum TSV auf dem Sportplatz des Gymnasiums der Nordseeschule dafür mittrainiert werden.

In seinem Jahresbericht stattete Matthias Kiepke einen großen Dank an den anwesenden Bürgermeister Rainer Balsmeier ab: „Wir haben sehr viel Glück gehabt, dass uns die Gemeinde wieder so unterstützt hat.“ Er informierte über den neu angelegten Sportplatz und dabei auch das „Ausweichmuss“ von Hannover 96 nach Garding, um das Gedeihen des noch jungen Rasens nicht zu gefährden: Sein Dank galt nicht nur der Übernahme des Löwenanteils der Finanzen, sondern auch für die Manpower, z.B. beim Verlegen der Bewässerungsleitung. Die Mitgliederzahl beträgt fast 600. Mit 797 Mitgliedern habe man 2007 ein Maximum gehabt, 2014 seien es nur noch 483 gewesen.- Den Kassenbericht gab Birgit Stecher-Schulz. Bei Ausgaben in Höhe um 65.000 € habe man nicht zuletzt auch durch Spenden bei Einnahmen von insgesamt ca. 66.000 € einen Übertrag von etwa 4.500 € nach 2018 vornehmen können. Die Entlastung des Vorstandes war nach dem Prüfungsbericht durch Thomas Philippsen nur noch Formsache: Einstimmigkeit bei Enthaltung des Vorstandes.

Ehe es an die erforderlichen Neuwahlen ging, verabschiedete Kiepke seine Stellvertreterin Inke Löhmann nach fast 19jähriger Tätigkeit. Sie erinnerte dabei an die Wohnzimmersitzung im Hause Bertholdt, da im Sportlerheim nicht geheizt war. Den Posten des 2. Vorsitzenden übernimmt Torsten Westphal, stellv. Schriftführerin bleibt Rebekka Fortmann und Sportwartin Evelyn Lappert. Erste Beisitzerin ist nun Elke Gnutzmann. Kassenprüfer bleibt Melvin Dell-Missier. Zweite Kassenprüferin wurde Inke Löhmann. Alle Wahlen erfolgten einstimmig bei persönlicher Enthaltung. Nicht zu wählen waren außer dem Vorsitzenden Schriftführer Gonne Witt sowie weitere Vorstandsmitglieder.

Vor den Ehrungen nutzte Matthias Kiepke noch einmal die Gelegenheit des Dankes an seine Vorstandsmitglieder für die Übernahme der Posten sowie an die Spartenleiter und Trainer für ihre unverzichtbare Tätigkeit. Er appellierte an alle, weitere Helfer und Unterstützer für die sportliche Arbeit des Vereins zu gewinnen. Alle Sparten brauchten Ehrenamtler, manche dringend. Rainer Balsmeier schloss den Dank der Gemeinde direkt an: „Was dieser Verein leistet, welche Aufgaben er wahrnimmt und was Sie dafür als Ehrenamtler tun, ist nicht hoch genug zu würdigen.“

Für jahrzehntelange Mitgliedschaft wurden geehrt Karin Knorr, Kirsten Kraus und Georg Panskus (30 Jahre), Wolfgang Belz (35 J.), Ute Hansen (40 J.), Erika Peters und Ulla Buchwald (45 J.) Sie sagte: „Ich bin froh, dass ich damals, als ich hierherkam, mitmachen durfte.“- Torsten Westphal überreichte Marcel Lienstädt nicht nur den Pokal für seinen Landesmeistertitel, sondern würdigte ihn besonders für seine Unterstützung als Trainer, Mitglied im Vorstand des Landesverbandes Leichtathletik und sein Engagement, für das er mit einem Preis ausgezeichnet worden ist.

Hjr, 03. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Die Zukunft im Blick

 

Nordsee-Internat (nsi) hat einen neuen kaufmännischen Leiter

Nach Ende des zweiten Weltkriegs durch Fritz Brill als Schule für Berliner Kinder gegründet, ist das Nordsee-Internat St. Peter-Ording (nsi) auch heute noch das zweite Zuhause für Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland und verschiedenen Ländern der Welt. Seit einigen Jahren ist es als einziges Internat in Norddeutschland auch auf Kinder und Jugendliche mit Diabetes spezialisiert. Bereits über 10 Jahre ist Rüdiger Hoff der pädagogische Leiter.

 

Mehr als 60 fest angestellte Mitarbeiter finden Arbeit im nsi, weitere rund 20 sind als freiberufliche Förderlehrer bzw. beim Caterer der Mensa beschäftigt. „Damit sind wir für St. Peter-Ording ein durchaus bedeutender Arbeitgeber. Eine große Bedeutung für den Ort hat auch unsere Schülerschaft, die dazu beiträgt, den Schulstandort dauerhaft zu sichern“, verweist Hoff auf die jahrzehntelange gute und enge Zusammenarbeit mit der Nordseeschule – Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil „Europaschule“ - und der Gemeinde. Bei der Suche nach einem attraktiven Arbeitgeber und Wohnort ist die Möglichkeit zum Abitur für viele Familien grundlegende Voraussetzung. „Ohne die Nordseeschule gäbe es kein Internat, ohne das Internat wäre die Schule gefährdet“. Aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Schüler konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert werden. Neben der Erhöhung des Anteils an Gymnasiasten, von 1/3 auf 2/3, konnte das nsi 2016 die beste Abiturientin (Notenschnitt 0,7) und 2017 den besten Realschulabsolventen (Notenschnitt 1,5) der gesamten Nordseeschule stellen. „Das macht uns natürlich stolz. Zu sehen, dass die eigenen Anstrengungen Früchte tragen, ist ein ganz besonderes Gefühl“, erklärt Hoff. „Zugleich ist das nsi der Nordseeschule sehr dankbar für die große Offenheit und Weiterbildungsbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen im Thema Diabetes.“

 

Rüdiger Hoff und die Kuratoriumsvorsitzende Ursula Sassen, Inhaberin eines Modegeschäftes und viele Jahre auch Landtagsabgeordnete, freuen sich besonders darüber, mit Dr. Till Ergenzinger seit dem 1. Februar 2018 wieder einen kaufmännischen Leiter zu haben. Die Stelle war durch Ausscheiden des Vorgängers einige Monate vakant gewesen. Kompetenz bringt der gebürtige Schleswig-Holsteiner mit: Als Finanzvorstand und Geschäftsführer verschiedener Unternehmen verfügt der studierte Betriebswirt über langjährige Führungserfahrung. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe hier in St. Peter-Ording“, beschreibt der 52-jährige Wahl-Kölner seine Gefühle. St. Peter-Ording ist ihm seit seiner Kindheit gut vertraut. Seine Eltern und Großeltern besaßen ein Ferienhaus in Böhl, seine Cousinen besuchten selbst das Nordsee-Internat. „In meinen bisherigen Gesprächen hier in St. Peter-Ording habe ich gelernt, dass die Grundlage für den großen Erfolg des nsi in den vergangenen Jahren die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Internat und Schule sowie Gemeinde war. Für eine erfolgreiche Zukunft wird es nicht anders sein. Ich werde mein Bestes geben, um nsi, Schule und Gemeinde auf diesem Weg zu unterstützen.“ Und die Aufgaben, die ihn in den kommenden Jahren erwarten, sind groß. Denn er ist nicht nur dafür verantwortlich, das nsi mit einem tragfähigen Konzept in die Zukunft zu führen, auch der in die Jahre gekommene Immobilienbestand muss grundlegend renoviert werden.

 

So wird es auch in den kommenden Jahren keinen Stillstand im nsi geben. Neben der Verstärkung des Teams um neue, starke und qualifizierte Mitarbeiter und die Erschließung neuer Zielgruppen, laufen aktuell die Planungen für das „Nordsee-Internat der Zukunft“.

 

Hintergrund:

Das Nordsee-Internat St. Peter-Ording (nsi) entstand direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. In Strandnähe lernen und leben im Nordseeheilbad St. Peter-Ording 120 Kinder und Jugendliche. Sie besuchen die öffentlichen Schulen des Ortes und können so zwischen allen Schulformen wählen. Am Nachmittag bietet das Internat am Meer neben der individuellen Betreuung und Unterstützung der Hausaufgaben umfangreiche Sportangebote, zum Beispiel Strandsegeln oder Reiten. Der ausgewogene Ernährungsplan hat eine besondere Auszeichnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und der Fachhochschule Niederrhein erhalten.

 

Hjr, 03. März 2018, www.jb-spo.de - Erstellt aus einer Presseinformation des nsi

Erster „CDU-SPO im Dialog“ sorgte für einen vollen Saal

 

Damit hatte wohl kaum einer der Initiatoren gerechnet: Zur ersten Veranstaltung „CDU-SPO im Dialog“ mit dem Thema „Bauen bewegt“ hatten sich um die hundert Bürgerinnen und Bürger auf den Weg in den Olsdorfer Krug gemacht. Alle Tischplätze waren besetzt, aber alle fanden noch Platz im Saal. Im Vorraum waren genug Stühle. Den Anstoß zu diesem Thema hatten letztlich kritische Bürger in den Einwohnerfragestunden in den Bauausschuss-Sitzungen gegeben. Das hatte über interne Sitzungen der CDU-Fraktion dann zu diesem Portal geführt.

So hatte der CDU-Ortsvorstand um den Vorsitzenden Bernd Lackhoff mit den CDU-Gemeindevertretern die Initiative für die Einrichtung dieser Art Veranstaltung ergriffen. Sie soll auch zu anderen Themen stattfinden, wie Boy Jöns anlässlich der Begrüßung und Einstimmung auf das Thema mitteilte. Mit Stadtentwickler Dipl.-Ing. Oliver Kühle aus Kiel hatte man einen überaus kompetenten Referenten ausfindig gemacht. Er war mit seinem Mitarbeiter Norbert Jeß – in St. Peter-Ording aufgewachsen – gekommen, um über Baurecht, Stadtplanung bis hin zum Aufstellen eines Bebauungsplanes zu informieren. Das machte er anhand von 43 Seiten Präsentation mit Beispielen auch aus touristisch orientierten Orten an der Ostsee. Im Zuge seiner Präsentation erfuhren die Interessierten mehr so nebenbei, dass er sich sehr wohl auch den Ort angesehen hatte und informiert war, mit welchen Problemen sich der Bauausschuss auseinanderzusetzen hat. Aber bewusst hatte er sich für allgemeine Darstellungen mit praktischem Bezug auf andere ausgewählte Orte entschieden.

Nach eineinhalb Stunden Vortrag bei großer Aufmerksamkeit des Publikums – das große Interesse war unmittelbar spürbar – war nach einer kurzen Pause die Möglichkeit zu Fragen gegeben. Die erste kam von Boy Stöhrmann, ob man die Unterlagen zur Verfügung gestellt bekommen könne. Schnell war geklärt, dass das über den CDU-Ortsverband möglich ist. Ursula Sassen fragte nach der Anwendung von vorhabenbezogenen B-Plänen. Boy Jöns und Bodo Laubenstein (Vorsitzender des Bauausschusses) informierten über insgesamt 74 B-Pläne für St. Peter-Ording, von denen etwa insgesamt die Hälfte wegen Bearbeitung manchmal mit einer Veränderungssperre belegt waren und einige auch noch sind. Kenntnis erhielt man von zurzeit drei in Arbeit befindlichen vorhabenbezogenen B-Plänen – ehemals China-Restaurant, Haus Schragen/Kinderheim Froneck im Ortsteil Bad und Einzelhandel Edeka/Aldi Dreilanden in Ording – und erfuhr Details zu Veränderungssperren, Flächennutzungsplan, Potenzialen für die Nachverdichtung und mehr. Seitens der Gemeinde sitzt ein von ihr bezahlter Stadtplaner im Amt und arbeitet zu. Zwei Planungsbüros sind außerdem derzeit dauerhaft für St. Peter-Ording tätig. Peter Hartwig aus dem Bad hatte zum B-Plan 1, in dem er „unterwegs sei“, hinsichtlich Bauhöhen Fragen und Anmerkungen, die Kühle sachlich losgelöst vom „Objekt“ kommentierte. Eines klang bei ihm immer wieder durch: Die Bürger rechtzeitig schon vor den eigentlichen Planungen von Absichten informieren und kontinuierlich mitnehmen.

Der Beifall zeigte: Hier hatte eine Informationslücke bestanden, die mehr als nur zufriedenstellend geschlossen wurde. Boy Jöns schloss und empfahl zur Information über die Gemeindepolitik den Besuch der Sitzungen der Ausschüsse.

Hjr, 02. März 2018, HN und www.jb-spo.de

Tipp - Wintertourblicke in St. Peter-Ording

 

Es gab schon einige Male etwas Schnee in St. Peter-Ording, aber so richtiges Winterwetter hat auf sich warten lassen. Auf dem Dorfdeich wagten sich die Krokusse bereits hervor und in den Gärten zeigten sich die Schneeglöckchen. Sie sind Frühlingsboten. Jetzt aber haben sie sich wieder so ein wenig zurückgezogen. Der Februar brachte bereits Frosttage. Mit dem meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März aber zeigte der Winter erst noch einmal seine richtige Seite: Wind bis stärke 5 aus Ost und Frost. Im Norden Schleswig-Holsteins um Flensburg und in Angeln Schnee und Schneeverwehungen. Husum hatte immerhin auch Schnee. Eiderstedt fast keinen. Das bisschen, was es da geschneit hatte, war noch in der herrlichen Februarsonne „gefriertrocknet“.

Meine Wintertour am 1. März führte über die Stationen Marktplatz mit Jan un Gret und St. Peter-Kirche, dann über den Neuweg über die B 202 auf die Tümlauer Chaussee bis vor den Deich. Bei den Sielschleusen boten sich herrliche Winterblicke auf die Sielzüge von Ording und Brösum und über den Deich nach Westerhever. Eisig war der Wind oben auf dem Deich.- Zurück ging es zur B 202 und dann auf ihr hinter Brösum in den Grudeweg über den Ordinger Sielzug bis zum Norderdeich bei Norderhöft. Sehr viele Stockenten hatten sich in einer kleinen Wasserstelle des Sielzuges versammelt, sonst war von Vögeln, auch von Gänsen, weit und breit nichts zu sehen. Der Blick vom Deich Richtung Westerhever wie schon vorher einfach schön auf das eisige Watt, die Richtung etwas verändert, sichtbar an den Leuchtturmwärterhäuschen.- Nächster Halt kurz hinter der Kurve am Norderdeich (Nackhörn) bei der ersten Deichtreppe mit Blicken auf die Straße „Am Deich“ und den Ordinger Strand. Sand wehte über ihn in Richtung Wasserkante. Der Blick von der Autoüberfahrt in Richtung Strandsee hielt Eindrücke bereit: Einige Enten und Gänse.- Im Bad auf der Buhne zeigte die Säule ihre Daten zu Temperatur und Wind, Luftdruck und -feuchtigkeit. Bei Gosch wärmten außer den roten Decken allein schon die beiden kleinen Feuerstellen am Eingang. Manche wollten diesen „Sonnenwintertag“ draußen genießen und scheuten auch den Weg über die Seebrücke zum Strand nicht.- Über die Eiderstedter Straße fuhr ich dann weiter nach Wittendün. Beim Landhaus Richardsen machte ich halt: Hier waren die Gänse versammelt, sowohl Grau- als auch Ringelgänse in ihren Trupps und vermischt. Über Eiderweg und Böhler Weg gelangte ich wieder nach Hause in Böhl.

Hans Jörg Rickert, 01. März 2018, www.jb-spo.de

„Düt un Dat, een beten wat op Platt“ – Hans Jörg vertellt

 

Alln’s döreenanner – so’n Kuddelmuddel

 

„So’n Kuddelmuddel.“ Kummt jümmers wedder wat twüschen, kummt all’ns op en Hupen to liggen. Dat gifft keen Ordnung mehr, all’ns is döreenanner.

 

De Himmel is blau, de Sünn schient, so’n poor Wulken sünd an Heben. Güstern weern dor ok welk mang, de weern düüster, dor seet Snee in. Hett ok een beten dorvun geeven. Huulen deit dat nu vundag. De Wulken warrt wegpuust. Vun binnen süht ut, as künnst di nakelt sonnen. Pustekoken: Iiskold is dat bi den Wind. Dorbi is „meteorologischer Fröhjohrsanfang“.

 

Sühst woll, dor hett Torsten Albig vun de SPD doch noch Recht kreegen mit sien Slogan „Sleswi-Holsteen, de echt‘ Norden“. Politisch harr he sik dat villicht een beten eenfacher dacht mit sienen Job as Ministerpräsident bi de politische Konstellation letzt Fröhjohr. Dor hett em denn doch uns Darling Daniel Günther mit Jamaica den Rang afloopen. Kummt eben all’ns anners, as man denken deit.

In’e Bundespolitik is dat ok ni veel anners. För „Alternativlos“ höllt sik uns Kanzlerin ok hüüt noch. Blots wat warrt, wenn se keen Alternative mehr hett? „Wat’n Kuddelmuddel“. Över fiev Monate hebbt wi dat je all. Doch Gott wees man Dank: Wi hebbt funkschoneernde Ministerien.

 

Woneem dat nu Fröhjohr warrt, is no ni wiss. Wat wi Ostern een niee Bundesregierung hebbt, kunn sik Sünndag wiesen, wenn denn de Stimmen vun de SPD-Maaten uttellt sünd. Noch hebbt wi so’n Kuddelmuddel in Breefkassen vun de SPD in Berlin. Dat steiht je woll uk Spitz op Knoop. Kannst mol sehn, Politik hangt as dat Weller ni blots vun Sünnschien af.

 

Hans Jörg Rickert, 01. März 2018, „Düt un Dat, een beten wat op Platt“ – Hans Jörg vertellt

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