2020  März  April

 

„Ausnahmesituation“ für die Gemeindevertretung St. Peter-Ording

 

Die Gemeindevertretung St. Peter-Ording tagte trotz „Corona-Krise“

 

In diesen durch die „Corana-Pandemie“ bedingten ungewöhnlichen Zeiten hat die Gemeindevertretung von St. Peter-Ording sowohl den Wirtschaftsplan der Tourismus-Zentrale als auch den Haushaltsplan der Gemeinde auf den Weg gebracht. Die Beschlüsse fielen jeweils einstimmig.

 

Tourismusausschuss und Finanzausschuss waren die jeweiligen Entwürfe sowohl in zwei Sitzungen vorgestellt als auch von ihnen beraten worden. Die Ausschüsse hatten jeweils in ihrer zweiten Sitzung dazu die Entwürfe zur Genehmigung empfohlen. Bestandteil der Genehmigung sind zu den Plänen mit ihren Titeln der entsprechende Vorbericht sowie die zugehörige Haushaltssatzung.

 

Die turnusmäßige für den 23. März vorgesehene Sitzung der Gemeindevertretung war abgesagt worden. Für den 24. März gab es dann eine allein schon in ihrer Form für den öffentlichen Teil ungewöhnliche Tagesordnung: Keine Einwohnerfragestunde, keine weiteren formalen Punkte wie Genehmigungen und Berichte sowie Anfragen o.ä., sondern als Tagesordnungspunkte die beiden durch die Ausschüsse gefassten Beschlussempfehlungen zu Wirtschaftsplan der TZ - bzw. Haushaltsplan der Gemeinde.

 

Wenn auch das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt ist, muss die Exekutive eines Staates auf all ihren Ebenen arbeiten können. Wichtige Grundlage dafür sind die Haushaltspläne. Die jeweiligen Verwaltungen müssen auf der Grundlage der Pläne Handlungen vornehmen und vor allem auch in Finanzsachen Anordnungen erteilen können, damit nach der Überwindung von Krisenzeiten geordnet weitergearbeitet werden kann. Sonst wäre ein Chaos vorprogrammiert. Die Grundversorgung der Bevölkerung muss gewährleitet sein und auch für die Daseinsvorsorge müssen Maßnahmen getroffen werden können.

Von den 17 Mitgliedern der Gemeindevertretung waren 11 anwesend. Aufgrund der Ansteckungsgefährdung durch das Coronavirus war die Teilnahme an der Sitzung nicht verpflichtend. Im Vorweg war abgeklärt, worden, dass mindestens neun Mitglieder anwesend waren. Nicht nur das war gegeben, auch jede Fraktion war vertreten.

Verständlicherweise war seitens der Einwohner oder Presse niemand anwesend. Die Öffentlichkeit war jedoch bereits durch die Ausschuss-Sitzungen beteiligt gewesen. Sie hatten unter Normalbedingungen stattgefunden.- Auch der Tagungsort war mit dem Dünen-Hus schon ungewöhnlich, insbesondere aber auch die Art der Sitzordnung: Man hielt Abstand voneinander.

Bei allem bleibt für die Einwohnerschaft die Erkenntnis: Wir stehen auch in solchen im höchsten Maße herausfordernden Zeiten zusammen. Dinge werden auf den Weg gebracht. Es wird gewissenhaft gearbeitet. Recht und Ordnung sind gewährleistet. Demokratie ist auch hier ein wichtiger Garant des Erfolges.

Bleibt zu hoffen: Wir werden diese „Coronakrise“ gemeinsam durchstehen.

Hans Jörg Rickert, 27. März 2020, www.jb-spo.de

Siehe dazu unter www.jb-spo.de 2020 Februar: 1. „Gewinne wie zuletzt kann ich Ihnen nicht versprechen“ und 2. „Zum Bedarfsmittelempfänger wird es nach heutigem Ermessen nicht kommen“ sowie März: Freitag, 20. März 2020 – Frühlingsanfang!? – Aber der Ort ist leer!

Sylvia und Michael Goltz bekleiden die Pfarrstellen von St. Peter-Ording und Tating

 

Der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein hat die Wahl offiziell bestätigt

Jetzt steht es auch seitens des Kirchenamtes fest: Die eineinhalb Pfarrstellen der Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating werden mit Pastorin Sylvia Goltz und Pastor Michael Goltz bekleidet. Zwanzig Jahre war das Pastorenehepaar in Schwabstedt seelsorgerlich tätig und hat dort das kirchliche Leben geprägt. Sie wechseln mit einem weinenden und einem lachenden Auge nach St. Peter-Ording.

Am Sonntag, 2. Februar hatten sie sich gemeinsam im Rahmen eines Gottesdienstes der Kirchengemeinde in der Kirche St. Peter vorgestellt. Es war der zweite Vorstellungsgottesdienst nach Pastor Gerber aus Husby. Der dritte entfiel, da das Pastorenehepaar aus Bonn seine Bewerbung zurückgezogen hatte (wir berichteten).

Mit dem Wochenspruch „Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir“ (Jes. 60) hatte der amtierende Vorsitzende des Kirchengemeinderates Wolfgang Beushausen das Pastorenehepaar und die Gemeinde begrüßt. Die Februarsonne brachte Licht in die Kirche, aber Sylvia und Michael Goltz sprachen dennoch vom angemessenen Umgang mit der Angst und nahmen Bezug auf das Coronavirus in Wuhan. Das war noch weit weg, doch zurzeit sind wir unmittelbar von den Einschränkungen betroffen. Bleibt zu hoffen, dass „die Herrlichkeit des Herrn“ bald wieder richtig erkennbar wird!

Für die Besetzung der Pastorenstellen gilt das schon jetzt. Die Wahl durch den Kirchengemeinderat ist am 24. Februar mehrheitlich erfolgt. Einwendungen gegen die Wahl gab es keine, so dass das Kirchenamt die Besetzung der Pfarrstellen einleiten kann. Das wurde seitens des Bischofs Magaard Gothart im Sprengel Schleswig und Holstein offiziell im Schreiben vom 9. März mitgeteilt, freute sich Wolfgang Beushausen. Die Einführung soll nach Möglichkeit im Juni erfolgen. Aber auch hier muss abgewartet werden, ob das wegen der derzeitigen Lage durch die Corona-Pandemie laufen kann. Öffentliches und damit auch kirchliches Leben liegt derzeit weitgehend brach.

Sylvia Goltz wird die volle Pastorenstelle bekleiden, Michael Goltz die halbe Stelle. Mit einer weiteren halben Stelle ist er beim Amt des Ev.-Luth. Kirchen Kreises Nordfriesland mit Sitz in Breklum seit 2009 für „Fundraising“ zuständig. Sein Arbeitsfeld ist seit 2017 das laufende Projekt „Eiderstedter Schutzengel“ für die Sanierung der Eiderstedter Kirchen, www.eiderstedter-schutzengel.de .

Hans Jörg Rickert, 24. März 2020, www.jb-spo.de

Siehe auch unter www.jb-spo.de

2020 Febr.        Kirchengemeinderat von St. Peter-Ording und Tating steht vor schwerer Entscheidung